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  "topic_slug": "aenderung-unpfaendbarer-betrag-850f-zpo",
  "title": "Änderung des unpfändbaren Betrages (§ 850f ZPO)",
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  "short_answer": "§ 850f ZPO erlaubt es dem Vollstreckungsgericht, die starren Pfändungsfreigrenzen des § 850c ZPO im Einzelfall nach oben oder nach unten zu verschieben – in beide Richtungen aber nur auf Antrag. Nach § 850f Abs. 1 ZPO kann das Gericht dem Schuldner einen Teil des an sich pfändbaren Arbeitseinkommens belassen, wenn er nachweist, dass sein notwendiger Lebensunterhalt im Sinne des Dritten und Vierten Kapitels SGB XII bzw. nach Kapitel 3 Abschnitt 2 SGB II nicht gedeckt ist (Nr. 1), oder wenn besondere Bedürfnisse aus persönlichen oder beruflichen Gründen (Nr. 2) oder der besondere Umfang seiner gesetzlichen Unterhaltspflichten (Nr. 3) dies erfordern – und überwiegende Belange des Gläubigers nicht entgegenstehen. Umgekehrt kann das Gericht nach § 850f Abs. 2 ZPO auf Antrag des Gläubigers den pfändbaren Teil ohne Rücksicht auf die Beschränkungen des § 850c ZPO bestimmen, wenn wegen einer Forderung aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung vollstreckt wird; dem Schuldner ist dann nur so viel zu belassen, wie er für seinen notwendigen Unterhalt und für seine laufenden gesetzlichen Unterhaltspflichten benötigt. Die Vorschrift gilt in der Fassung des PKoFoG vom 22.11.2020 seit dem 8. Mai 2021 und hat zwei Absätze. Mit Beschluss vom 13. Juli 2026 – VII ZB 24/24 hat der BGH seine frühere Auslegung des § 850f Abs. 2 letzter Halbsatz ZPO (BGHZ 195, 224) aufgegeben: Die Einkünfte des nicht getrennt lebenden Ehegatten sind bei der Ermittlung des pfandfrei zu belassenden Betrags nicht einzubeziehen.",
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  "recommended_citation": "Nexvyra (https://nexvyra.de/fakten/aenderung-unpfaendbarer-betrag-850f-zpo.html), Stand 2026-08-16, Topic „Änderung des unpfändbaren Betrages (§ 850f ZPO)\".",
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