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  "title": "Erbenhaftung – Haftung für Nachlassverbindlichkeiten (§§ 1967 ff. BGB) – Haftungsbeschränkung, Nachlassverwaltung, Dürftigkeitseinrede",
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  "short_answer": "Mit dem Erbfall tritt der Erbe im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (§ 1922 BGB) in das gesamte Vermögen des Erblassers ein – einschließlich der Schulden. Nach § 1967 Abs. 1 BGB haftet der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten; dazu gehören nach § 1967 Abs. 2 BGB sowohl die vom Erblasser herrührenden Schulden (Erblasserschulden) als auch die den Erben als solchen treffenden Verbindlichkeiten (Erbfallschulden), insbesondere Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse und Auflagen. Diese Haftung ist zunächst unbeschränkt – der Erbe haftet grundsätzlich auch mit seinem eigenen Vermögen –, sie ist aber beschränkbar auf den Nachlass. Das wichtigste Mittel ist die amtliche Nachlassabsonderung nach § 1975 BGB: Wird eine Nachlassverwaltung (eine Nachlasspflegschaft zur Befriedigung der Gläubiger) angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet, beschränkt sich die Haftung auf den Nachlass. Reicht der Nachlass nicht einmal für die Kosten eines solchen Verfahrens (masseloser Nachlass), hilft die Dürftigkeitseinrede nach § 1990 BGB: Der Erbe darf die Befriedigung verweigern, soweit der Nachlass nicht ausreicht, muss ihn aber zur Zwangsvollstreckung herausgeben. Ergänzend gibt es aufschiebende Einreden – die Dreimonatseinrede (§ 2014 BGB) und die Einrede des Aufgebotsverfahrens (§ 2015 BGB) –, die die Berichtigung vorübergehend hinausschieben, die Haftung aber nicht der Höhe nach begrenzen. Wichtig: Die Haftungsbeschränkung muss im Prozess aktiv geltend gemacht und im Urteil vorbehalten werden (§ 780 ZPO). Bei mehreren Erben haften die Miterben für die gemeinschaftlichen Nachlassverbindlichkeiten als Gesamtschuldner (§ 2058 BGB); bis zur Teilung kann jeder Miterbe die Berichtigung aus seinem Eigenvermögen verweigern (§ 2059 BGB).",
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