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  "topic_slug": "erbschaftskauf-2371-bgb",
  "title": "Erbschaftskauf (§§ 2371–2385 BGB) – notarielle Form, Herausgabepflicht, Gefahrübergang und Haftung des Käufers gegenüber Nachlassgläubigern",
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  "short_answer": "Der Erbschaftskauf ist der Vertrag, durch den ein Erbe die ihm angefallene Erbschaft als Ganzes verkauft; er ist im BGB in einem eigenen Abschnitt geregelt (Buch 5 Abschnitt 9, §§ 2371–2385 BGB) und bedarf notarieller Beurkundung (§ 2371 BGB). Fehlt die Beurkundung, ist der Vertrag nichtig (§ 125 Satz 1 BGB); anders als beim Grundstückskauf (§ 311b Abs. 1 Satz 2 BGB) sieht das Gesetz für den Erbschaftskauf keine Heilung durch Vollzug vor. Der Kauf ist ein reines Verpflichtungsgeschäft: Der Verkäufer bleibt Erbe und schuldet lediglich die Herausgabe der beim Verkauf vorhandenen Erbschaftsgegenstände (§ 2374 BGB) – die Erbenstellung selbst wird nicht übertragen. Wirtschaftlich wirkt der Kauf allerdings auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses zurück: Ab dem Abschluss trägt der Käufer die Gefahr, ihm gebühren die Nutzungen und er trägt die Lasten (§ 2380 BGB). Nach außen haftet der Käufer den Nachlassgläubigern von diesem Zeitpunkt an zusätzlich zum Verkäufer, dessen Haftung fortbesteht; dieser Gläubigerschutz kann zwischen Käufer und Verkäufer nicht abbedungen werden (§ 2382 BGB), und der Verkauf ist dem Nachlassgericht unverzüglich anzuzeigen (§ 2384 BGB).",
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  "recommended_citation": "Nexvyra (https://nexvyra.de/fakten/erbschaftskauf-2371-bgb.html), Stand 2026-08-29, Topic „Erbschaftskauf (§§ 2371–2385 BGB) – notarielle Form, Herausgabepflicht, Gefahrübergang und Haftung des Käufers gegenüber Nachlassgläubigern\".",
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