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  "topic_slug": "verbundene-reiseleistungen-651w-bgb",
  "title": "Vermittlung verbundener Reiseleistungen (§ 651w BGB) – Insolvenzschutz & Informationspflicht bei „Linked Travel Arrangements\" (Stand 2026)",
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  "short_answer": "§ 651w BGB regelt die „verbundene Reiseleistung\" (englisch *Linked Travel Arrangement*, LTA) – eine Reisezusammenstellung, die ausdrücklich keine Pauschalreise ist, dem Reisenden aber dennoch einen gesetzlichen Mindestschutz verschafft. Ein Unternehmer ist Vermittler verbundener Reiseleistungen, wenn er für dieselbe Reise (die keine Pauschalreise ist) Verträge über mindestens zwei verschiedene Arten von Reiseleistungen zusammenführt – entweder (Abs. 1 Nr. 1) bei einem einzigen Besuch oder Kontakt mit seiner Vertriebsstelle, wobei der Reisende die Leistungen getrennt auswählt und getrennt bezahlt bzw. sich getrennt zur Zahlung verpflichtet, oder (Abs. 1 Nr. 2) durch gezielte Vermittlung einer weiteren Reiseleistung eines anderen Unternehmers, wenn der weitere Vertrag spätestens 24 Stunden nach Bestätigung des ersten Vertrags geschlossen wird. Anders als bei der Pauschalreise (§ 651a BGB) oder der Click-Through-Pauschalreise (§ 651c BGB) wird der Vermittler nicht Reiseveranstalter und haftet nicht für die ordnungsgemäße Erbringung der Reise. Ihn treffen aber zwei zentrale Pflichten: Er muss den Reisenden vor der Buchung nach Art. 251 EGBGB mit dem amtlichen Formblatt darüber informieren, dass keine Pauschalreise vorliegt (Abs. 2), und – sofern er Zahlungen des Reisenden entgegennimmt – eine Insolvenzabsicherung stellen, die die Erstattung der Gelder und ggf. die Rückbeförderung sichert (Abs. 3, über § 651r Abs. 2–4, §§ 651s, 651t BGB). Verletzt der Vermittler diese Informations- oder Absicherungspflichten, wird das Rechtsverhältnis nach § 651w Abs. 4 BGB so behandelt, als läge eine Pauschalreise vor: Es gelten dann u. a. §§ 651e, 651h bis 651q BGB – der Reisende erhält also den vollen Verbraucherschutz, als ob der Vermittler Veranstalter wäre. Die aktuelle Fassung des § 651w BGB ist seit dem 19. Juni 2026 in Kraft (BGBl. 2026 I Nr. 28).",
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