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  "topic_slug": "vollstreckung-handlungen-unterlassungen-887-890-zpo",
  "title": "Vollstreckung von Handlungen und Unterlassungen (§§ 887–890 ZPO)",
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  "short_answer": "Titel, die nicht auf Geld oder auf die Herausgabe einer Sache lauten, sondern auf ein Tun, Dulden oder Unterlassen, werden nicht durch den Gerichtsvollzieher gepfändet, sondern durch Beschluss des Prozessgerichts des ersten Rechtszuges durchgesetzt. Die ZPO unterscheidet dabei drei Fälle: Bei einer vertretbaren Handlung – also einer Handlung, die auch ein Dritter vornehmen kann – wird der Gläubiger nach § 887 ZPO ermächtigt, die Handlung auf Kosten des Schuldners vornehmen zu lassen (Ersatzvornahme); er kann zugleich einen Kostenvorschuss verlangen. Bei einer unvertretbaren Handlung, die ausschließlich vom Willen des Schuldners abhängt, wird der Schuldner nach § 888 ZPO durch Zwangsgeld bis 25.000 Euro und ersatzweise oder unmittelbar durch Zwangshaft zur Vornahme angehalten; eine Androhung ist hier nicht erforderlich. Verstößt der Schuldner gegen eine Pflicht zum Unterlassen oder Dulden, verhängt das Gericht nach § 890 ZPO für jede Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld bis 250.000 Euro, ersatzweise oder unmittelbar Ordnungshaft; hier muss der Verurteilung zwingend eine Androhung vorausgehen. Alle Entscheidungen ergehen durch Beschluss, und der Schuldner ist vorher zu hören (§ 891 ZPO).",
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  "recommended_citation": "Nexvyra (https://nexvyra.de/fakten/vollstreckung-handlungen-unterlassungen-887-890-zpo.html), Stand 2026-08-10, Topic „Vollstreckung von Handlungen und Unterlassungen (§§ 887–890 ZPO)\".",
  "license": "CC-BY-4.0",
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