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title: "Arbeitsunfähigkeit – Feststellung und Krankschreibung (AU-Richtlinie, § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB V) – telefonische AU, Videosprechstunde, Rückdatierung 2026"
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# Arbeitsunfähigkeit – Feststellung und Krankschreibung (AU-Richtlinie, § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB V) – telefonische AU, Videosprechstunde, Rückdatierung 2026

## Kurzantwort

**Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn Versicherte auf Grund von Krankheit ihre zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen können** (§ 2 Abs. 1 Satz 1 der **Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie** des Gemeinsamen Bundesausschusses, erlassen nach **§ 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB V**). Maßgeblich ist damit **die konkrete zuletzt ausgeübte Tätigkeit**, nicht ein abstrakter Arbeitsmarkt. Die Feststellung **darf nur auf Grund einer ärztlichen Untersuchung erfolgen** (§ 4 Abs. 5 Satz 1 AU-RL); diese ist **unmittelbar persönlich** oder **mittelbar persönlich per Videosprechstunde oder nach telefonischer Anamnese** möglich. Für die **Videosprechstunde** gilt gestaffelt: bei der Praxis **nicht persönlich bekannten** Versicherten soll die Erst-AU **drei Kalendertage** nicht überschreiten, bei **bekannten** Versicherten sind **bis zu sieben Kalendertage** möglich (§ 4 Abs. 5 Sätze 4, 5 AU-RL). Die **telefonische Krankschreibung** ist nur nachrangig zulässig – **sofern eine Videosprechstunde nicht möglich ist**, nur bei Erkrankungen **ohne schwere Symptomatik** und nur bei **der Praxis bekannten** Versicherten; die Erst-AU **soll fünf Kalendertage** nicht überschreiten (§ 4 Abs. 5a AU-RL). Eine **Rückdatierung** des AU-Beginns ist **nur ausnahmsweise, nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen** zulässig (§ 5 Abs. 3 Satz 2 AU-RL). Gegenüber dem Arbeitgeber gilt **§ 5 EFZG**: Arbeitsunfähigkeit und voraussichtliche Dauer sind **unverzüglich** mitzuteilen; dauert sie **länger als drei Kalendertage**, muss die ärztliche Feststellung **spätestens am darauffolgenden Arbeitstag** erfolgen – **der Arbeitgeber darf die Vorlage früher verlangen**. Für **Krankengeld** ist die **lückenlose** ärztliche Feststellung entscheidend: Der Anspruch bleibt nur bestehen, wenn die weitere Arbeitsunfähigkeit **spätestens am nächsten Werktag** nach dem zuletzt bescheinigten Ende festgestellt wird – **Samstage gelten insoweit nicht als Werktage** (§ 46 Satz 2 SGB V). Die AU-Richtlinie gilt in der Fassung vom **14.11.2013**, zuletzt geändert am **07.12.2023** (BAnz AT 20.02.2024 B1), **in Kraft seit 21.02.2024**.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage der Richtlinie | § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB V [gesetze-im-internet.de] |
| Aktuelle Fassung der AU-Richtlinie | Fassung vom 14.11.2013 (BAnz AT 27.01.2014 B4), zuletzt geändert am 07.12.2023 (BAnz AT 20.02.2024 B1), in Kraft seit 21.02.2024 [g-ba.de] |
| Definition der Arbeitsunfähigkeit | Krankheitsbedingte Unfähigkeit, die zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit auszuüben – oder nur unter Gefahr der Verschlimmerung [§ 2 Abs. 1 Satz 1 AU-RL] |
| Maßstab | Es ist darauf abzustellen, welche Bedingungen die bisherige Tätigkeit konkret geprägt haben [§ 2 Abs. 1 Satz 2 AU-RL] |
| Vorbeugende Arbeitsunfähigkeit | liegt auch vor, wenn absehbar ist, dass aus der Tätigkeitsausübung abträgliche Folgen erwachsen, die Arbeitsunfähigkeit unmittelbar hervorrufen [§ 2 Abs. 1 Satz 3 AU-RL] |
| Arbeitslose | arbeitsunfähig, wenn sie leichte Arbeiten im Umfang, für den sie sich der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben, nicht mehr verrichten können [§ 2 Abs. 3 Satz 1 AU-RL] |
| Schwangere Arbeitslose | arbeitsunfähig, wenn ohne Gefährdung keine leichten Arbeiten von mindestens 15 Stunden wöchentlich möglich sind [§ 2 Abs. 3 Satz 3 AU-RL] |
| Bürgergeld-Bezieher (SGB II) | arbeitsunfähig, wenn krankheitsbedingt nicht mindestens drei Stunden täglich gearbeitet oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilgenommen werden kann [§ 2 Abs. 3a AU-RL] |
| Grundsatz der Feststellung | nur auf Grund einer ärztlichen Untersuchung [§ 4 Abs. 5 Satz 1 AU-RL] |
| Zulässige Untersuchungsformen | unmittelbar persönlich oder mittelbar persönlich per Videosprechstunde bzw. nach telefonischer Anamnese [§ 4 Abs. 5 Satz 2 AU-RL] |
| Video-Erst-AU, Praxis nicht bekannt | soll drei Kalendertage nicht überschreiten [§ 4 Abs. 5 Satz 4 AU-RL] |
| Video-Erst-AU, Praxis bekannt | bis zu sieben Kalendertage [§ 4 Abs. 5 Satz 5 AU-RL] |
| Video-Folge-AU | soll nur erfolgen, wenn zuvor unmittelbar persönlich wegen derselben Krankheit AU festgestellt wurde [§ 4 Abs. 5 Satz 6 AU-RL] |
| Kein Anspruch auf Video-AU | „Ein Anspruch auf die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Videosprechstunde besteht nicht." [§ 4 Abs. 5 Satz 9 AU-RL] |
| Telefonische AU – Nachrang | zulässig nur, sofern die Feststellung per Videosprechstunde nicht möglich ist [§ 4 Abs. 5a Satz 1 AU-RL] |
| Telefonische AU – Voraussetzungen | Erkrankung ohne schwere Symptomatik; Vorgaben des Abs. 5 gelten entsprechend [§ 4 Abs. 5a Satz 1 AU-RL] |
| Telefonische AU – Dauer | Erst-AU soll fünf Kalendertage nicht überschreiten [§ 4 Abs. 5a Satz 1 AU-RL] |
| Telefonische AU – Ausschluss | gilt nicht für Versicherte nach Abs. 5 Satz 4, also für der Praxis nicht persönlich bekannte Versicherte [§ 4 Abs. 5a Satz 2 AU-RL] |
| Absonderung (öffentlich-rechtliche Pflicht/Empfehlung) | Erst- und Folge-AU telefonisch für Zeiträume bis zu sieben Kalendertagen, längstens bis Ablauf der Absonderung [§ 4 Abs. 6 AU-RL] |
| AU im Entlassmanagement | Krankenhaus kann AU bis zu sieben Kalendertage nach der Entlassung feststellen; gilt entsprechend für Reha-Einrichtungen nach §§ 40 Abs. 2, 41 SGB V [§ 4a Sätze 1, 4 AU-RL] |
| Rückdatierung des AU-Beginns | nur ausnahmsweise, nach gewissenhafter Prüfung, in der Regel nur bis zu drei Tagen [§ 5 Abs. 3 Satz 2 AU-RL] |
| Versäumter Folgetermin | rückwirkende Bescheinigung kann versagt werden; dann ist eine Erstbescheinigung auszustellen [§ 5 Abs. 3 Sätze 3, 4 AU-RL] |
| Lückenlosigkeit für Krankengeld | weitere AU wegen derselben Krankheit spätestens am nächsten Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende; Samstage gelten nicht als Werktage [§ 5 Abs. 3 Satz 5 AU-RL; § 46 Satz 2 SGB V] |
| Prognosezeitraum | soll nicht mehr als zwei Wochen im Voraus; bei sachgerechtem Krankheitsverlauf bis zu einem Monat [§ 5 Abs. 4 Sätze 1, 2 AU-RL] |
| Symptom statt Diagnose | Symptome (z. B. Fieber, Übelkeit) sind nach spätestens sieben Tagen durch eine Diagnose oder Verdachtsdiagnose zu ersetzen [§ 5 Abs. 1 Satz 5 AU-RL] |
| Arbeitsfreie Tage | Samstage, Sonntage, Feiertage, Urlaubs- und Brückentage sind mitzubescheinigen [§ 5 Abs. 5 AU-RL] |
| Anfragen der Krankenkasse | in der Regel frühestens nach kumulativ 21 Tagen Arbeitsunfähigkeit; Antwort in der Regel innerhalb von drei Werktagen [§ 4 Abs. 3 Sätze 1, 2 AU-RL] |
| Prüfung stufenweise Wiedereingliederung | spätestens ab sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit bei jeder AU-Bescheinigung [§ 7 Abs. 2 AU-RL] |
| Anzeigepflicht gegenüber dem Arbeitgeber | Arbeitsunfähigkeit und voraussichtliche Dauer unverzüglich mitteilen [§ 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG] |
| Nachweisfrist | bei Dauer länger als drei Kalendertage spätestens am darauffolgenden Arbeitstag [§ 5 Abs. 1 Satz 2 EFZG] |
| Attest ab dem ersten Tag | Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen [§ 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG] |
| GKV-Versicherte | müssen zu diesen Zeitpunkten die AU feststellen und sich eine Bescheinigung aushändigen lassen – die Vorlagepflicht entfällt (eAU) [§ 5 Abs. 1a Sätze 1, 2 EFZG] |
| Ausnahmen von der eAU | geringfügige Beschäftigung in Privathaushalten (§ 8a SGB IV) und Feststellung durch nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte [§ 5 Abs. 1a Satz 3 Nr. 1, 2 EFZG] |
| Arbeitsunfähigkeit im Ausland | Mitteilung an Arbeitgeber in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung; Kosten trägt der Arbeitgeber; zusätzliche Anzeige gegenüber der Krankenkasse [§ 5 Abs. 2 EFZG] |
| eAU-Abruf durch den Arbeitgeber | Krankenkasse erstellt nach Eingang der AU-Daten eine Meldung zum Abruf mit Name, Beginn/Ende, Feststellungsdatum, Erst-/Folgekennzeichen und Unfallhinweis [§ 109 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1–5 SGB IV] |
| Fassung des § 109 SGB IV | GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026 (BGBl. I Nr. 228), in Kraft seit 30.07.2026 [dejure.org] |
| Teilarbeitsunfähigkeit (Ausblick) | Arbeitgeber ruft ab dem 1. Juli 2028 Daten zu einer ärztlich festgestellten Teilarbeitsunfähigkeit nach § 44c SGB V ab und teilt der Kasse seine Zustimmung elektronisch mit [§ 109 Abs. 2 SGB IV] |
| Entstehen des Krankengeldanspruchs | von dem Tag der ärztlichen Feststellung an (bei Krankenhaus-/Reha-Behandlung ab Beginn) [§ 46 Satz 1 Nr. 1, 2 SGB V] |
| Monatsfrist bei Krankengeld-Mitgliedschaft | für Versicherte nach § 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V bleibt der Anspruch auch bei Feststellung innerhalb eines Monats bestehen [§ 46 Satz 3 SGB V] |
| Ruhen wegen fehlender Meldung | Krankengeld ruht, solange die AU der Kasse nicht gemeldet wird – nicht bei Meldung binnen einer Woche oder bei elektronischer Übermittlung nach § 295 Abs. 1 Satz 10 SGB V [§ 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V] |
| Leitsatz BSG 30.11.2023 – B 3 KR 23/22 R | „Der Anspruch des Versicherten auf Krankengeld ruht nicht, wenn durch den Vertragsarzt entgegen seiner seit 1.1.2021 gesetzlich begründeten Pflicht die unmittelbar elektronische Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsdaten an die Krankenkasse nicht erfolgt." [bsg.bund.de, ECLI:DE:BSG:2023:301123UB3KR2322R0] |
| MD-Begutachtung bei Zweifeln | Krankenkassen müssen bei Arbeitsunfähigkeit zur Beseitigung von Zweifeln eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes einholen [§ 275 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b SGB V] |
| Regelbeispiele für Zweifel | auffällig häufige oder auffällig kurze AU, AU-Beginn häufig am Wochenanfang/-ende, auffälliger ausstellender Arzt [§ 275 Abs. 1a Satz 1 Buchst. a, b SGB V] |
| Recht des Arbeitgebers | „Der Arbeitgeber kann verlangen, daß die Krankenkasse eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes zur Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit einholt." [§ 275 Abs. 1a Satz 3 SGB V] |
| Beweiswert der AU-Bescheinigung | Erschütterung möglich – gleich ob Eigenkündigung oder Arbeitgeberkündigung; erschütternde Tatsachen können sich aus dem eigenen Sachvortrag des Arbeitnehmers ergeben [BAG 13.12.2023 – 5 AZR 137/23, NZA 2024, 539] |
| Kein Regelbeispiel-Zwang | Der Arbeitgeber ist nicht auf die in § 275 Abs. 1a SGB V aufgeführten Regelbeispiele ernsthafter Zweifel beschränkt [BAG 13.12.2023 – 5 AZR 137/23 unter Verweis auf BAG 08.09.2021 – 5 AZR 149/21] |
| Folge der Erschütterung | Der Arbeitnehmer muss zumindest laienhaft bezogen auf den gesamten Entgeltfortzahlungszeitraum schildern, welche konkreten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bestanden [BAG 08.09.2021 – 5 AZR 149/21, BAGE 175, 358] |
| Leistungsverweigerungsrecht | Der Arbeitgeber ist zur Verweigerung der Entgeltfortzahlung berechtigt, solange der Arbeitnehmer die Nachweispflichten nicht erfüllt [§ 7 Abs. 1 Nr. 1 EFZG] |

## Wann Arbeitsunfähigkeit vorliegt – und wann nicht

Die Definition des **§ 2 Abs. 1 Satz 1 AU-RL** ist **tätigkeitsbezogen**: Arbeitsunfähigkeit besteht, wenn Versicherte „ihre zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen können". **Satz 2** verlangt, darauf abzustellen, **welche Bedingungen die bisherige Tätigkeit konkret geprägt haben** – dieselbe Diagnose kann bei einer Dachdeckerin Arbeitsunfähigkeit begründen und bei einer Sachbearbeiterin nicht. **§ 2 Abs. 5 AU-RL** macht daraus eine Verfahrenspflicht: Die Beurteilung **setzt die Befragung der oder des Versicherten zur aktuell ausgeübten Tätigkeit und den damit verbundenen Anforderungen und Belastungen voraus**, und zwischen Krankheit und Unfähigkeit zur Fortsetzung der Tätigkeit muss **ein kausaler Zusammenhang erkennbar** sein.

Für Personen **ohne aktuelle Beschäftigung** gelten eigene Maßstäbe. **Arbeitslose** sind nach § 2 Abs. 3 Satz 1 AU-RL arbeitsunfähig, wenn sie **leichte Arbeiten** in dem zeitlichen Umfang, für den sie sich der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben, nicht mehr verrichten können – auf die frühere Tätigkeit kommt es ausdrücklich **nicht** an (Satz 2). Für **erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem SGB II** liegt Arbeitsunfähigkeit vor, wenn **nicht mindestens drei Stunden täglich** gearbeitet oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilgenommen werden kann (§ 2 Abs. 3a AU-RL). Endet das Beschäftigungsverhältnis **nach** Eintritt der Arbeitsunfähigkeit und war die Person **an- oder ungelernt**, ist nach § 2 Abs. 4 AU-RL auf die **letzte oder eine ähnliche Tätigkeit** abzustellen; beginnt während der Arbeitsunfähigkeit ein **neues Beschäftigungsverhältnis**, richtet sich die Beurteilung ab diesem Zeitpunkt nach dem **Anforderungsprofil des neuen Arbeitsplatzes**.

**§ 3 AU-RL** grenzt negativ ab. Arbeitsunfähigkeit liegt insbesondere **nicht** vor bei der **Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes** (dafür Muster Nr. 21), bei rein **diagnostischen oder therapeutischen Behandlungen** einschließlich Früherkennungsuntersuchungen, bei der **Inanspruchnahme von Heilmitteln**, bei **Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen** (es sei denn, es bestand bereits vorher Arbeitsunfähigkeit oder eine interkurrente Erkrankung tritt hinzu), bei **Beschäftigungsverboten nach dem Infektionsschutzgesetz oder dem Mutterschutzgesetz**, bei **kosmetischen Operationen ohne krankheitsbedingten Hintergrund und ohne Komplikationen**, bei einer **nicht durch Krankheit bedingten Sterilisation** sowie bei der **kurzzeitigen Arbeitsverhinderung nach § 2 PflegeZG**.

Umgekehrt erweitert die Richtlinie den Begriff in mehreren Sonderfällen: Arbeitsunfähigkeit besteht **während der stufenweisen Wiedereingliederung fort** (§ 2 Abs. 2 Satz 1 AU-RL), gilt entsprechend bei **Organ-, Gewebe- und Blutstammzellspenden** (§ 2 Abs. 8), bei **medizinischen Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft** sowie bei einem Schwangerschaftsabbruch unter den Voraussetzungen des § 218a Abs. 1 StGB (§ 2 Abs. 9), für die Dauer einer **nur während der Arbeitszeit möglichen Dialyse** samt Anfahrt und Ruhezeit (§ 2 Abs. 10) und **bis zur Reparatur oder zum Ersatz eines defekten Hilfsmittels**, das für die Tätigkeit oder das Erreichen des Arbeitsplatzes erforderlich ist (§ 2 Abs. 11).

## Videosprechstunde und telefonische Krankschreibung

**§ 4 Abs. 5 Satz 1 AU-RL** ist der Ausgangspunkt: „Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit darf nur auf Grund einer ärztlichen Untersuchung erfolgen." **Satz 2** eröffnet drei Wege – **unmittelbar persönlich**, **mittelbar persönlich im Rahmen einer Videosprechstunde** oder **nach telefonischer Anamnese nach Maßgabe von Absatz 5a**. Die drei Wege stehen **nicht gleichrangig** nebeneinander, sondern sind gestuft.

Für die **Videosprechstunde** gilt:

- Sie ist nur möglich, **wenn die Erkrankung dies nicht ausschließt** (Satz 3).
- Bei Versicherten, die der Praxis oder der Berufsausübungsgemeinschaft **aufgrund früherer Behandlung nicht unmittelbar persönlich bekannt** sind, **soll** die erstmalige Feststellung **drei Kalendertage** nicht überschreiten (Satz 4).
- Sind sie **bekannt**, ist eine erstmalige Feststellung **bis zu sieben Kalendertagen** möglich (Satz 5).
- Die **Folge-AU** per Video **soll nur** erfolgen, wenn zuvor **aufgrund unmittelbar persönlicher Untersuchung** Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit festgestellt wurde (Satz 6).
- Ist eine **hinreichend sichere Beurteilung** per Video nicht möglich, ist davon abzusehen und auf die persönliche Untersuchung zu verweisen (Satz 7).
- Über die **eingeschränkten Möglichkeiten der Befunderhebung** ist im Vorfeld aufzuklären (Satz 8), die **Authentifizierung** ist sicherzustellen (Satz 10).
- **Einen Anspruch auf die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit per Videosprechstunde gibt es nicht** (Satz 9).

Die **telefonische Krankschreibung** ist seit dem Beschluss des G-BA vom **07.12.2023** dauerhaft in **§ 4 Abs. 5a AU-RL** geregelt – aber deutlich enger, als es die öffentliche Diskussion oft nahelegt. Sie setzt kumulativ voraus, dass (1) **die Feststellung im Rahmen einer Videosprechstunde nicht möglich ist**, (2) die Erkrankung **keine schwere Symptomatik** aufweist und (3) die **Vorgaben des Absatzes 5 entsprechend** eingehalten werden. Die **erstmalige** Feststellung **soll fünf Kalendertage nicht überschreiten**. Entscheidend ist **Satz 2**: „Dies gilt nicht für Versicherte nach Absatz 5 Satz 4." Damit ist die telefonische Krankschreibung für Versicherte, die der Praxis **nicht** aus früherer Behandlung persönlich bekannt sind, **ausgeschlossen** – wer neu in einer Praxis ist, kann telefonisch nicht krankgeschrieben werden.

Ein Sonderregime enthält **§ 4 Abs. 6 AU-RL** für Beschäftigte, die einer **öffentlich-rechtlichen Pflicht oder Empfehlung zur Absonderung** unterliegen: Hier können **sowohl die erstmalige Feststellung als auch die Feststellung des Fortbestehens** auf Grundlage einer **eingehenden telefonischen Befragung** jeweils **für Zeiträume von bis zu sieben Kalendertagen** erfolgen, längstens bis zum Ablauf der Absonderung.

Schließlich erlaubt **§ 4a AU-RL** dem **Krankenhaus im Rahmen des Entlassmanagements**, Arbeitsunfähigkeit **für bis zu sieben Kalendertage nach der Entlassung** wie ein Vertragsarzt festzustellen – mit der Pflicht, die weiterbehandelnde Praxis rechtzeitig zu informieren. Dasselbe gilt für die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung und für Ärztinnen und Ärzte in Reha-Einrichtungen bei Leistungen nach §§ 40 Abs. 2, 41 SGB V.

## Rückdatierung, Prognosezeitraum und Lückenlosigkeit

**§ 5 Abs. 3 AU-RL** regelt die in der Praxis wichtigste Grenze. Satz 1 stellt den Grundsatz auf: Arbeitsunfähigkeit **soll für eine vor der ersten ärztlichen Inanspruchnahme liegende Zeit grundsätzlich nicht bescheinigt werden**. **Satz 2** öffnet die Ausnahme: Eine **Rückdatierung des Beginns** ebenso wie eine **rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen** ist „nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und **in der Regel nur bis zu drei Tagen** zulässig". Die verbreitete Vorstellung, man könne sich beliebig rückwirkend krankschreiben lassen, ist damit unzutreffend – ebenso wie die Gegenbehauptung, Rückdatierung sei generell verboten.

Erscheinen Versicherte **entgegen ärztlicher Aufforderung ohne triftigen Grund** nicht zum vereinbarten Folgetermin oder nehmen einen Termin für eine erneute Videosprechstunde nicht wahr, **kann eine rückwirkende Bescheinigung versagt werden**; dann ist von einer **erneuten Arbeitsunfähigkeit** auszugehen, die durch eine **Erstbescheinigung** zu attestieren ist (§ 5 Abs. 3 Sätze 3, 4 AU-RL). Das hat unmittelbare Folgen für das Krankengeld.

Denn **§ 5 Abs. 3 Satz 5 AU-RL** spiegelt **§ 46 Satz 2 SGB V**: Voraussetzung für das Fortbestehen einer **lückenlosen** Arbeitsunfähigkeit im Krankengeldrecht ist, dass die ärztliche Feststellung der **weiteren** Arbeitsunfähigkeit **wegen derselben Krankheit spätestens am nächsten Werktag** nach dem zuletzt bescheinigten Ende erfolgt – **„Samstage gelten insoweit nicht als Werktage"**. Endet die Bescheinigung also an einem Freitag, genügt die Folgefeststellung am Montag. **§ 46 Satz 3 SGB V** enthält eine Sonderregel für Versicherte, deren Mitgliedschaft nach § 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V vom Krankengeldanspruch abhängt: Für sie bleibt der Anspruch auch bestehen, wenn die weitere Arbeitsunfähigkeit **spätestens innerhalb eines Monats** festgestellt wird.

**§ 5 Abs. 4 AU-RL** begrenzt die **Prognose**: Die voraussichtliche Dauer **soll nicht für einen mehr als zwei Wochen im Voraus liegenden Zeitraum** bescheinigt werden; ist es aufgrund der Erkrankung oder eines besonderen Krankheitsverlaufs sachgerecht, ist eine Bescheinigung **bis zur voraussichtlichen Dauer von einem Monat** möglich. Steht das Ende bereits fest, ist die Bescheinigung als **Endbescheinigung** zu kennzeichnen. Ergänzend verlangt **§ 5 Abs. 1 Satz 5 AU-RL**, bloße **Symptome** wie Fieber oder Übelkeit **nach spätestens sieben Tagen** durch eine Diagnose oder Verdachtsdiagnose zu ersetzen. Und nach **§ 5 Abs. 5 AU-RL** sind **arbeitsfreie Tage** – Samstage, Sonntage, Feiertage, Urlaubstage, Brückentage – **mitzubescheinigen**, wenn an ihnen Arbeitsunfähigkeit besteht.

## Anzeige, Nachweis und eAU gegenüber dem Arbeitgeber

**§ 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG** verlangt, dem Arbeitgeber **Arbeitsunfähigkeit und voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen** – das ist die **Anzeigepflicht**, sie besteht unabhängig von jeder Bescheinigung und ab dem ersten Tag. **Satz 2** regelt den **Nachweis**: Dauert die Arbeitsunfähigkeit **länger als drei Kalendertage**, ist die ärztliche Bescheinigung **spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag** beizubringen. **Satz 3** enthält das in der Praxis oft übersehene Recht des Arbeitgebers: **„Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen."** Ein Attest **ab dem ersten Krankheitstag** ist damit zulässig, ohne dass es einer besonderen Begründung bedarf.

Für **gesetzlich Krankenversicherte** modifiziert **§ 5 Abs. 1a EFZG** den Nachweisweg: Die Sätze 2 bis 5 des Absatzes 1 gelten für sie **nicht**; sie sind stattdessen verpflichtet, zu den genannten Zeitpunkten **das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit feststellen und sich eine ärztliche Bescheinigung aushändigen zu lassen**. Den Nachweis holt der Arbeitgeber selbst ab – über die **elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung**. **Zwei Ausnahmen** bleiben (§ 5 Abs. 1a Satz 3 EFZG): **geringfügige Beschäftigungen in Privathaushalten** nach § 8a SGB IV und Fälle der Feststellung **durch einen Arzt, der nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnimmt** – hier gilt weiterhin die klassische Vorlagepflicht.

Die technische Seite regelt **§ 109 SGB IV**: Die Krankenkasse erstellt nach Eingang der AU-Daten nach § 295 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V eine **Meldung zum Abruf für den Arbeitgeber** mit **Name, Beginn und Ende, Datum der ärztlichen Feststellung, Erst- oder Folgekennzeichnung** und der Angabe, ob **Anhaltspunkte für einen Arbeits- oder sonstigen Unfall** vorliegen (§ 109 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1–5 SGB IV). Unberührt bleibt nach **Satz 5** die Pflicht des behandelnden Arztes, dem Versicherten **eine Ausfertigung der Bescheinigung auszuhändigen** (§ 73 Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 SGB V i. V. m. § 5 Abs. 1a Satz 2 EFZG).

**§ 109 SGB IV steht seit dem 30. Juli 2026 in der Fassung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 24.07.2026** (BGBl. I Nr. 228). Dessen **Absatz 2** enthält den Ausblick auf die **Teilarbeitsunfähigkeit**: **Ab dem 1. Juli 2028** ruft der Arbeitgeber die Daten zu einer ärztlich festgestellten **Teilarbeitsunfähigkeit nach § 44c SGB V** ab und teilt der Krankenkasse **seine Zustimmung zur teilweisen Arbeitsleistung und den Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme elektronisch** mit; eine vorzeitige Beendigung ist der Kasse **unverzüglich** unter Angabe des Beendigungszeitpunkts zu melden.

Hält der Arbeitnehmer die Anzeige- und Nachweispflichten nicht ein, greift **§ 7 Abs. 1 Nr. 1 EFZG**: Der Arbeitgeber ist berechtigt, die **Entgeltfortzahlung zu verweigern**, solange der Arbeitnehmer die geforderten Nachweise nicht erbringt. Das Leistungsverweigerungsrecht ist **vorübergehend** – wird der Nachweis nachgeholt, lebt der Anspruch wieder auf.

## Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit: MD-Prüfung und Beweiswert

Der sozialrechtliche Weg führt über den **Medizinischen Dienst**. Nach **§ 275 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b SGB V** sind die Krankenkassen verpflichtet, bei Arbeitsunfähigkeit **zur Beseitigung von Zweifeln** eine gutachtliche Stellungnahme des MD einzuholen. **§ 275 Abs. 1a Satz 1 SGB V** nennt Regelbeispiele: Versicherte sind **auffällig häufig oder auffällig häufig nur für kurze Dauer** arbeitsunfähig, der AU-Beginn fällt **häufig auf einen Arbeitstag am Beginn oder am Ende einer Woche**, oder die AU wurde von einem Arzt festgestellt, der **durch die Häufigkeit der von ihm ausgestellten Bescheinigungen auffällig** geworden ist. Die Prüfung hat **unverzüglich nach Vorlage der ärztlichen Feststellung** zu erfolgen (Satz 2). **Satz 3** gibt dem Arbeitgeber ein eigenes Recht: Er **kann verlangen**, dass die Krankenkasse eine MD-Stellungnahme einholt. Die Kasse kann davon absehen, wenn sich die medizinischen Voraussetzungen **eindeutig aus den vorliegenden ärztlichen Unterlagen** ergeben (Satz 4).

Der arbeitsrechtliche Weg verläuft parallel und unabhängig. Die AU-Bescheinigung hat einen **hohen Beweiswert**, der jedoch **erschüttert** werden kann. Das **BAG** hat mit Urteil vom **13.12.2023 – 5 AZR 137/23** (NZA 2024, 539) klargestellt, dass der Arbeitgeber dabei **nicht auf die Regelbeispiele des § 275 Abs. 1a SGB V beschränkt** ist und dass es für die Erschütterung **nicht darauf ankommt, ob eine Eigenkündigung des Arbeitnehmers oder eine Kündigung des Arbeitgebers** vorliegt (Rn. 18, anknüpfend an **BAG 08.09.2021 – 5 AZR 149/21**, BAGE 175, 358). Erschütternde Tatsachen können sich **aus dem eigenen Sachvortrag des Arbeitnehmers** oder **aus der Bescheinigung selbst** ergeben – etwa wenn **Folgebescheinigungen passgenau die Kündigungsfrist abdecken** und der Arbeitnehmer unmittelbar nach Vertragsende eine neue Tätigkeit aufnimmt.

Ist der Beweiswert erschüttert, kehrt sich die Darlegungslast in den Zustand vor Vorlage der Bescheinigung zurück: Der Arbeitnehmer muss **„zumindest laienhaft bezogen auf den gesamten Entgeltfortzahlungszeitraum schildern, welche konkreten gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit welchen Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit bestanden haben"** (BAG 08.09.2021 – 5 AZR 149/21, Rn. 15). Die Linie wurde in **BAG 21.08.2024 – 5 AZR 248/23**, **BAG 18.09.2024 – 5 AZR 29/24** und **BAG 15.01.2025 – 5 AZR 284/24** (Beweiswert einer im Nicht-EU-Ausland ausgestellten Bescheinigung) fortgeführt.

Ein häufiges Missverständnis betrifft das **Ruhen des Krankengeldes**. Nach **§ 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V** ruht der Anspruch, solange die Arbeitsunfähigkeit der Kasse nicht gemeldet wird – nicht jedoch, wenn die Meldung **innerhalb einer Woche** erfolgt oder die AU-Daten **elektronisch nach § 295 Abs. 1 Satz 10 SGB V** übermittelt werden. Das **BSG** hat am **30.11.2023 (B 3 KR 23/22 R)** entschieden:

> „Der Anspruch des Versicherten auf Krankengeld ruht nicht, wenn durch den Vertragsarzt entgegen seiner seit 1.1.2021 gesetzlich begründeten Pflicht die unmittelbar elektronische Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsdaten an die Krankenkasse nicht erfolgt."

Mit der gesetzlichen Übermittlungspflicht der Vertragsärzte zum **1. Januar 2021** ist die **Meldeobliegenheit des Versicherten für vertragsärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit vollständig entfallen**. Sie besteht nach dem BSG seither **nur noch** für Feststellungen durch **nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte und Einrichtungen** – etwa Privatärzte und Rehabilitationseinrichtungen –, soweit für diese nicht ihrerseits eine Übermittlungspflicht begründet ist.

## Geltungsbereich

Die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie bindet nach **§ 91 Abs. 6 SGB V** die Träger und Leistungserbringer der **gesetzlichen Krankenversicherung**; adressiert sind vor allem **Vertragsärztinnen und Vertragsärzte** sowie – in den Fällen des § 4a AU-RL – Krankenhaus- und Reha-Ärztinnen und -Ärzte. Nach **§ 2 Abs. 7 AU-RL** gilt sie **entsprechend** für Menschen mit Behinderungen, die in **Werkstätten für behinderte Menschen oder Blindenwerkstätten** beschäftigt sind. **Rentnerinnen und Rentner** können arbeitsunfähig sein, wenn sie eine Erwerbstätigkeit ausüben (§ 2 Abs. 6 AU-RL).

**§ 5 EFZG** gilt dagegen **arbeitsrechtlich** für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Anwendungsbereich des EFZG – **unabhängig davon, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind**. Für **privat Versicherte** bleibt es bei der klassischen **Vorlagepflicht** nach § 5 Abs. 1 Sätze 2 bis 5 EFZG; das eAU-Verfahren erfasst sie nicht. Auch für **geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten** (§ 8a SGB IV) und bei Feststellung durch einen **nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arzt** gilt weiterhin die Vorlagepflicht (§ 5 Abs. 1a Satz 3 EFZG).

Die krankengeldrechtlichen Regeln der **§§ 46, 49 SGB V** gelten nur für **gesetzlich Krankenversicherte mit Krankengeldanspruch**. Für **hauptberuflich Selbstständige mit Wahlerklärung** nach § 44 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB V sowie für nach dem **Künstlersozialversicherungsgesetz** Versicherte entsteht der Anspruch abweichend erst **ab der siebten Woche** der Arbeitsunfähigkeit (§ 46 Satz 4 SGB V); bei einem Wahltarif nach § 53 Abs. 6 SGB V kann er für KSVG-Versicherte bereits früher, **spätestens mit Beginn der dritten Woche**, entstehen (§ 46 Satz 5 SGB V).

## Ausnahmen

- **Kein Anspruch auf Videosprechstunde.** § 4 Abs. 5 Satz 9 AU-RL stellt ausdrücklich klar, dass ein Anspruch auf Feststellung der Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Videosprechstunde **nicht** besteht. Die Ärztin entscheidet.
- **Telefonische Krankschreibung nur bei bekannten Versicherten.** § 4 Abs. 5a Satz 2 AU-RL nimmt Versicherte nach § 4 Abs. 5 Satz 4 – also der Praxis **nicht** persönlich bekannte Personen – ausdrücklich aus.
- **Telefonische Krankschreibung nur nachrangig.** Sie ist nach § 4 Abs. 5a Satz 1 AU-RL nur zulässig, **sofern die Feststellung im Rahmen einer Videosprechstunde nicht möglich ist**, und nur bei Erkrankungen **ohne schwere Symptomatik**.
- **Absonderungsfälle.** Bei öffentlich-rechtlicher Absonderungspflicht oder -empfehlung erlaubt § 4 Abs. 6 AU-RL abweichend **auch die telefonische Folge-AU**, jeweils für bis zu sieben Kalendertage.
- **Rückdatierung nicht ausgeschlossen, aber begrenzt.** § 5 Abs. 3 Satz 2 AU-RL lässt sie **ausnahmsweise, nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel bis zu drei Tagen** zu.
- **Attest ab dem ersten Tag.** § 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG erlaubt dem Arbeitgeber, die Bescheinigung **früher** als nach drei Kalendertagen zu verlangen – ohne besondere Begründung.
- **eAU gilt nicht ausnahmslos.** § 5 Abs. 1a Satz 3 EFZG nimmt geringfügige Beschäftigungen in Privathaushalten (§ 8a SGB IV) und die Feststellung durch nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte aus.
- **Auslandsfälle.** Nach § 5 Abs. 2 EFZG bestehen erweiterte Mitteilungspflichten gegenüber Arbeitgeber **und** Krankenkasse; der Vermerk nach Absatz 1 Satz 5 gilt nicht (Satz 6), und die Rückkehr ins Inland ist **unverzüglich** anzuzeigen (Satz 7).
- **Kein Ruhen bei Vertragsarztversäumnis.** Nach BSG, Urteil vom 30.11.2023 – B 3 KR 23/22 R, führt die unterbliebene elektronische Übermittlung durch den Vertragsarzt **nicht** zum Ruhen des Krankengeldanspruchs.

## Beispiel

Eine Angestellte erkrankt an einem **Montag** mit grippalem Infekt. Sie meldet sich morgens telefonisch beim Arbeitgeber – damit ist die **Anzeigepflicht des § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG** erfüllt. Ihr Arbeitsvertrag verlangt eine Bescheinigung **ab dem ersten Tag**; das ist nach **§ 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG** zulässig, sie braucht also sofort eine ärztliche Feststellung.

Ihre Hausarztpraxis kennt sie aus früheren Behandlungen. Eine Videosprechstunde ist an diesem Tag technisch nicht verfügbar. Weil keine schwere Symptomatik vorliegt, ist die Feststellung **nach telefonischer Anamnese** nach **§ 4 Abs. 5a AU-RL** möglich – die Praxis bescheinigt **Montag bis Freitag**, also **fünf Kalendertage**; mehr soll die telefonische Erst-AU nicht umfassen. Die AU-Daten gehen elektronisch an die Krankenkasse, der Arbeitgeber ruft die Meldung nach **§ 109 Abs. 1 SGB IV** ab; die Versicherte erhält ihre eigene Ausfertigung (§ 5 Abs. 1a Satz 2 EFZG).

Am Freitag ist sie noch krank. Für die **Folgebescheinigung** genügt kein weiterer Anruf: Nach **§ 4 Abs. 5a Satz 1 i. V. m. Abs. 5 Satz 6 AU-RL** setzt die Feststellung des Fortbestehens grundsätzlich eine vorangegangene **unmittelbar persönliche** Untersuchung voraus. Sie geht deshalb am Freitag in die Praxis. Dort wird die Arbeitsunfähigkeit für weitere zehn Tage bescheinigt – zulässig, weil **§ 5 Abs. 4 Satz 1 AU-RL** eine Prognose **bis zu zwei Wochen im Voraus** erlaubt. Die dazwischenliegenden Samstage und Sonntage werden nach **§ 5 Abs. 5 AU-RL** mitbescheinigt.

**Variante Krankengeld:** Die Entgeltfortzahlung endet nach sechs Wochen; anschließend zahlt die Kasse Krankengeld. Die letzte Bescheinigung endet an einem **Freitag**. Sucht die Versicherte die Praxis erst am **Montag** wieder auf, ist das unschädlich: **§ 46 Satz 2 SGB V** verlangt die Feststellung „spätestens am nächsten Werktag", und **Samstage gelten insoweit nicht als Werktage**. Wartet sie hingegen bis **Dienstag**, entsteht eine **Lücke** – der bisherige Krankengeldanspruch endet, und ein neuer entsteht erst ab dem Tag der neuen Feststellung.

**Gegenprobe Beweiswert:** Hätte die Arbeitgeberin am Montag gekündigt und die Angestellte anschließend Folgebescheinigungen vorgelegt, die **exakt bis zum Ende der Kündigungsfrist** reichen, könnte der Beweiswert nach **BAG 13.12.2023 – 5 AZR 137/23** erschüttert sein. Sie müsste dann **laienhaft für den gesamten Entgeltfortzahlungszeitraum** darlegen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit welchen Auswirkungen auf ihre Arbeitsfähigkeit bestanden. Unabhängig davon könnte die Arbeitgeberin nach **§ 275 Abs. 1a Satz 3 SGB V** von der Krankenkasse eine **MD-Begutachtung** verlangen.

## Häufige Fehler

- **„Ich bin arbeitsunfähig, wenn ich irgendeine Arbeit nicht mehr machen kann."** Falsch – **§ 2 Abs. 1 Satz 1 AU-RL** stellt auf die **zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit** ab, und Satz 2 verlangt, deren **konkret prägende Bedingungen** zu berücksichtigen.
- **„Telefonische Krankschreibung geht immer, bis zu fünf Tage."** Ungenau – **§ 4 Abs. 5a AU-RL** setzt voraus, dass eine **Videosprechstunde nicht möglich** ist, dass **keine schwere Symptomatik** vorliegt und dass die Versicherten der Praxis **persönlich bekannt** sind (Satz 2 i. V. m. Abs. 5 Satz 4).
- **„Per Video geht die Krankschreibung immer sieben Tage."** Nein – **sieben** Kalendertage gelten nur bei **bekannten** Versicherten (§ 4 Abs. 5 Satz 5 AU-RL); bei unbekannten **soll** die Erst-AU **drei** Kalendertage nicht überschreiten (Satz 4). Einen **Anspruch** auf Video-AU gibt es ohnehin nicht (Satz 9).
- **„Rückwirkend krankschreiben ist verboten."** Falsch – **§ 5 Abs. 3 Satz 2 AU-RL** lässt es **ausnahmsweise und in der Regel bis zu drei Tagen** zu.
- **„Ein Attest darf der Arbeitgeber erst ab dem vierten Tag verlangen."** Falsch – **§ 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG** berechtigt ihn ausdrücklich, die Vorlage **früher** zu verlangen.
- **„Mit der eAU muss ich mich um nichts mehr kümmern."** Nur halb richtig – die **Anzeigepflicht** nach § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG bleibt bestehen, und § 5 Abs. 1a Satz 2 EFZG verpflichtet dazu, die Arbeitsunfähigkeit **rechtzeitig feststellen zu lassen**. Nur die **Vorlage** entfällt.
- **„Für das Krankengeld muss ich am Wochenende zum Arzt."** Nein – nach **§ 46 Satz 2 SGB V** genügt die Feststellung **am nächsten Werktag**, und **Samstage zählen insoweit nicht als Werktage**.
- **„Wenn die Praxis die eAU nicht übermittelt, ruht mein Krankengeld."** Falsch – **BSG, Urteil vom 30.11.2023 – B 3 KR 23/22 R**: Der Anspruch ruht **nicht**, wenn der Vertragsarzt die elektronische Übermittlung entgegen seiner Pflicht unterlässt; die Meldeobliegenheit der Versicherten ist zum 1.1.2021 entfallen.
- **„Kind krank ist Arbeitsunfähigkeit."** Nein – **§ 3 Abs. 2 AU-RL** stellt klar, dass bei Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes **keine** Arbeitsunfähigkeit vorliegt; dafür dient **Muster Nr. 21** (Kinderkrankengeld nach § 45 SGB V).
- **„Während einer Reha bin ich automatisch arbeitsunfähig."** Nicht automatisch – nach **§ 3 Abs. 2 AU-RL** liegt bei Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen keine Arbeitsunfähigkeit vor, **es sei denn**, sie bestand bereits vorher fort oder wird durch eine **interkurrente Erkrankung** ausgelöst.
- **„Der Arbeitgeber kann die Diagnose erfahren."** Nein – die Meldung nach **§ 109 Abs. 1 Satz 1 SGB IV** enthält Name, Beginn und Ende, Feststellungsdatum, Erst-/Folgekennzeichen und den Unfallhinweis – **keine Diagnose**.

## Änderungsverlauf

- 2026-09-08: Erstveröffentlichung. Der **Volltext der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie** wurde am 08.09.2026 als PDF von g-ba.de abgerufen und verbatim ausgewertet; die Richtlinienseite g-ba.de/richtlinien/2 weist als aktuellen Stand weiterhin die **am 07.12.2023 beschlossene, am 21.02.2024 in Kraft getretene Fassung** (BAnz AT 20.02.2024 B1) aus. Verifiziert wurden insbesondere: die tätigkeitsbezogene Definition (§ 2 Abs. 1), die Sondermaßstäbe für Arbeitslose, Schwangere und SGB-II-Leistungsberechtigte (§ 2 Abs. 3, 3a), der Negativkatalog des § 3 Abs. 2, die gestufte Zulässigkeit von Videosprechstunde (drei bzw. sieben Kalendertage, § 4 Abs. 5 Sätze 4, 5) und telefonischer Anamnese (fünf Kalendertage, Nachrang, Ausschluss unbekannter Versicherter, § 4 Abs. 5a), die Absonderungsregel des § 4 Abs. 6, die Krankenhaus-AU nach § 4a, die Drei-Tages-Grenze für Rückdatierungen (§ 5 Abs. 3 Satz 2), die Lückenlosigkeitsregel samt Samstagsausnahme (§ 5 Abs. 3 Satz 5) und der Prognosezeitraum (§ 5 Abs. 4). Die Normtexte der **§§ 5, 7 EFZG**, **§§ 46, 49, 275 SGB V** und **§ 109 SGB IV** wurden gegen dejure.org geprüft; § 109 SGB IV steht in der Fassung des **GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 24.07.2026** (BGBl. I Nr. 228), in Kraft seit 30.07.2026. Leitsatz und tragende Gründe des **BSG-Urteils vom 30.11.2023 – B 3 KR 23/22 R** wurden im Volltext auf bsg.bund.de ausgewertet; die BAG-Rechtsprechung zum Beweiswert wurde über dejure.org-Permalinks belegt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Nexvyra Gesundheitsrecht-Agent"

## Stand

- Stand: 2026-09-08
- Gültig ab: 2024-02-21 (Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie i. d. F. des Beschlusses vom 07.12.2023, BAnz AT 20.02.2024 B1); § 109 SGB IV i. d. F. des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 24.07.2026, in Kraft seit 30.07.2026; § 5 EFZG i. d. F. des Dritten Bürokratieentlastungsgesetzes, in Kraft seit 01.01.2023
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (AU-Richtlinie des G-BA, SGB V, SGB IV, EFZG, BSG, BAG, BGBl., dejure.org)
- Offener Prüfpunkt 1: Zum **Inkrafttreten der §§ 44c, 44d SGB V (Teilarbeitsunfähigkeit und Teilkrankengeld)** liegen primärquellenseitig nur die Anschlussregelung des **§ 109 Abs. 2 SGB IV** („ab dem 1. Juli 2028") sowie die Fundstelle des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vor. Der in der Fachberichterstattung genannte Anwendungsbeginn der §§ 44c, 44d SGB V zum 01.01.2028 sowie die Abstufung in 25/50/75 Prozent sind hier bewusst **nicht** als Fakt aufgenommen; die Seite zitiert ausschließlich den verifizierten Wortlaut des § 109 Abs. 2 SGB IV. Beim nächsten Freshness-Lauf ist der Volltext der §§ 44c, 44d SGB V gegen gesetze-im-internet.de bzw. dejure.org zu prüfen und ein eigener Faktenknoten anzulegen.
- Offener Prüfpunkt 2: Die **Vordruck-Vereinbarungen und Richtlinien der Bundesmantelvertragspartner** (Muster Nr. 1 und Nr. 21, Anlage 2b BMV-Ä) konkretisieren das Bescheinigungsverfahren untergesetzlich und wurden nicht im Volltext ausgewertet. Die Seite stützt sich insoweit ausschließlich auf Gesetz und G-BA-Richtlinie.
- Offener Prüfpunkt 3: Ob der G-BA die AU-Richtlinie nach dem **GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz** (Teilarbeitsunfähigkeit) anpassen wird, ist offen; die Richtlinienseite des G-BA wies am 08.09.2026 keine neueren Beschlüsse als die vom 07.12.2023 aus.
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## Quellen

- G-BA – Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie (Richtlinienseite, Fassung in Kraft seit 21.02.2024):
  https://www.g-ba.de/richtlinien/2/
- G-BA – Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie, Volltext (PDF, Stand 07.12.2023 / iK 21.02.2024):
  https://www.g-ba.de/downloads/62-492-3374/AU-RL_2023-12-07_iK-2024-02-21.pdf
- G-BA – Beschluss vom 07.12.2023: Telefonische Feststellung von Arbeitsunfähigkeit:
  https://www.g-ba.de/beschluesse/6324/
- G-BA – Beschluss vom 07.12.2023: Datenerhebung durch Krankenkassen bei den die AU-Bescheinigung ausstellenden Leistungserbringern:
  https://www.g-ba.de/beschluesse/6328/
- G-BA – Pressemitteilung: Telefonische Krankschreibung zur Entlastung von Praxen und Versicherten wieder möglich:
  https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1150/
- G-BA – Themenseite Arbeitsunfähigkeit:
  https://www.g-ba.de/themen/veranlasste-leistungen/arbeitsunfaehigkeit/
- § 5 EntgFG – Anzeige- und Nachweispflichten (dejure.org, Fassung des Dritten Bürokratieentlastungsgesetzes, in Kraft seit 01.01.2023):
  https://dejure.org/gesetze/EntgFG/5.html
- § 7 EntgFG – Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgebers (dejure.org):
  https://dejure.org/gesetze/EntgFG/7.html
- § 46 SGB V – Entstehen des Anspruchs auf Krankengeld (dejure.org, Fassung des TSVG, in Kraft seit 11.05.2019):
  https://dejure.org/gesetze/SGB_V/46.html
- § 49 SGB V – Ruhen des Krankengeldes (dejure.org):
  https://dejure.org/gesetze/SGB_V/49.html
- § 275 SGB V – Begutachtung und Beratung (dejure.org, Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b, Abs. 1a):
  https://dejure.org/gesetze/SGB_V/275.html
- § 92 SGB V – Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (dejure.org, Abs. 1 Satz 2 Nr. 7):
  https://dejure.org/gesetze/SGB_V/92.html
- § 295 SGB V – Übermittlung von Leistungsdaten, Abrechnung (dejure.org):
  https://dejure.org/gesetze/SGB_V/295.html
- § 109 SGB IV – Meldung der Arbeitsunfähigkeitszeiten an den Arbeitgeber (dejure.org, Fassung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 24.07.2026, in Kraft seit 30.07.2026):
  https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/109.html
- GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026 (BGBl. I Nr. 228):
  https://dejure.org/BGBl/2026/BGBl._I_Nr._228
- BSG, Urteil vom 30.11.2023 – B 3 KR 23/22 R (Volltext, ECLI:DE:BSG:2023:301123UB3KR2322R0):
  https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2023/2023_11_30_B_03_KR_23_22_R.html
- BSG, B 3 KR 23/22 R – Entscheidung als PDF:
  https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Entscheidungen/2023/2023_11_30_B_03_KR_23_22_R.pdf?__blob=publicationFile&v=2
- BSG, B 3 KR 23/22 R – Rechtsprechungsnachweis (dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=30.11.2023&Aktenzeichen=B+3+KR+23/22+R
- BAG, Urteil vom 13.12.2023 – 5 AZR 137/23 (dejure.org-Permalink, NZA 2024, 539):
  https://dejure.org/2023,35349
- BAG, 13.12.2023 – 5 AZR 137/23 – Rechtsprechungsnachweis und Parallelfundstellen (dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=13.12.2023&Aktenzeichen=5+AZR+137/23
- BAG, Urteil vom 08.09.2021 – 5 AZR 149/21 (BAGE 175, 358, dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=08.09.2021&Aktenzeichen=5+AZR+149/21
- BAG, Urteil vom 28.06.2023 – 5 AZR 335/22 (dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=28.06.2023&Aktenzeichen=5+AZR+335/22
- BAG, Urteil vom 21.08.2024 – 5 AZR 248/23 (dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=21.08.2024&Aktenzeichen=5+AZR+248/23
- BAG, Urteil vom 18.09.2024 – 5 AZR 29/24 (dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=18.09.2024&Aktenzeichen=5+AZR+29/24
- BAG, Urteil vom 15.01.2025 – 5 AZR 284/24 (Beweiswert einer im Nicht-EU-Ausland ausgestellten AU-Bescheinigung, dejure.org):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=15.01.2025&Aktenzeichen=5+AZR+284/24
- Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vom 06.05.2019 (BGBl. I S. 646) – Einführung der elektronischen AU-Übermittlung zum 01.01.2021:
  https://dejure.org/BGBl/2019/BGBl._I_S._646
- Drittes Bürokratieentlastungsgesetz vom 22.11.2019 (BGBl. I S. 1746) – § 5 Abs. 1a EFZG:
  https://dejure.org/BGBl/2019/BGBl._I_S._1746

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-08
- Letzte Prüfung: 2026-09-08
- In Kraft seit: 2024-02-21
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
