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title: Aufgebotsverfahren der Nachlassgläubiger (§§ 1970–1974 BGB, §§ 433 ff., 454 ff. FamFG) – Antrag, Frist, Ausschließungsbeschluss
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# Aufgebotsverfahren der Nachlassgläubiger (§§ 1970–1974 BGB, §§ 433 ff., 454 ff. FamFG) – Antrag, Frist, Ausschließungsbeschluss

## Kurzantwort

Wer erbt, weiß häufig nicht, welche Schulden im Nachlass stecken. Für diesen Fall stellt das Gesetz dem Erben ein eigenes gerichtliches Verfahren zur Verfügung: Nach **§ 1970 BGB** können die **Nachlassgläubiger im Wege des Aufgebotsverfahrens zur Anmeldung ihrer Forderungen aufgefordert** werden. Zuständig ist das **Amtsgericht als Nachlassgericht** (§ 454 Abs. 2 FamFG). Antragsberechtigt ist **jeder Erbe, der nicht bereits unbeschränkt haftet** (§ 455 Abs. 1 FamFG) – ferner Nachlasspfleger, Nachlassverwalter und Testamentsvollstrecker, soweit ihnen die Verwaltung zusteht (§ 455 Abs. 2 FamFG); Erbe und Testamentsvollstrecker können den Antrag erst **nach Annahme der Erbschaft** stellen (§ 455 Abs. 3 FamFG). Dem Antrag ist ein **Verzeichnis der bekannten Nachlassgläubiger** beizufügen (§ 456 FamFG). Das Gericht erlässt dann ein **Aufgebot** (§ 434 FamFG), das durch Aushang an der Gerichtstafel bzw. in einem gerichtlichen Informationssystem sowie einmalig im **Bundesanzeiger** bekannt gemacht wird (§ 435 FamFG). Die **Aufgebotsfrist beträgt mindestens sechs Wochen** (§ 437 FamFG) und **soll höchstens sechs Monate** betragen (§ 458 Abs. 2 FamFG). Wer sich nicht meldet, wird durch **Ausschließungsbeschluss** ausgeschlossen. Rechtsfolge: Der Erbe kann die Befriedigung des ausgeschlossenen Gläubigers verweigern, **soweit der Nachlass durch die Befriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger erschöpft** wird; einen **Überschuss** muss er nach Bereicherungsrecht herausgeben (§ 1973 BGB). **Nicht betroffen** vom Aufgebot sind gesicherte Gläubiger wie Pfand- und Grundpfandgläubiger, Vormerkungsberechtigte und Aussonderungsberechtigte (§ 1971 BGB) sowie **Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse und Auflagen** (§ 1972 BGB). Unabhängig vom Aufgebot greift nach fünf Jahren die **Verschweigungseinrede** des § 1974 BGB. Wichtig für die Praxis: Eine Anmeldung ist **noch bis zum Erlass des Ausschließungsbeschlusses rechtzeitig** (§ 438 FamFG); danach ist nach der Entscheidung des **BGH vom 05.10.2016 – IV ZB 37/15** eine **Wiedereinsetzung** gegen die Versäumung des Anmeldezeitpunkts **nicht möglich**.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage materiell | §§ 1970–1974 BGB (Aufgebot der Nachlassgläubiger) [gesetze-im-internet.de] |
| Rechtsgrundlage Verfahren | §§ 433–441 FamFG (allgemeine Aufgebotssachen), §§ 454–464 FamFG (Aufgebot der Nachlassgläubiger) |
| Grundnorm | Nachlassgläubiger können **im Wege des Aufgebotsverfahrens zur Anmeldung ihrer Forderungen aufgefordert** werden (§ 1970 BGB) |
| Zuständiges Gericht | **Amtsgericht, dem die Angelegenheiten des Nachlassgerichts obliegen** (§ 454 Abs. 2 FamFG) |
| Antragsberechtigt | **jeder Erbe, wenn er nicht unbeschränkt haftet** (§ 455 Abs. 1 FamFG); Nachlasspfleger, Nachlassverwalter, Testamentsvollstrecker bei eigener Verwaltungsbefugnis (§ 455 Abs. 2 FamFG) |
| Zeitpunkt des Antrags | Erbe und Testamentsvollstrecker erst **nach Annahme der Erbschaft** (§ 455 Abs. 3 FamFG) |
| Antragsunterlage | **Verzeichnis der bekannten Nachlassgläubiger** mit Wohnort (§ 456 FamFG) |
| Verfahrenseinleitung | **nur auf Antrag**; bei Zulässigkeit erlässt das Gericht das Aufgebot (§ 434 Abs. 1, 2 FamFG) |
| Bekanntmachung | **Aushang an der Gerichtstafel** (oder gerichtliches Informations- und Kommunikationssystem) **und einmalig im Bundesanzeiger** (§ 435 Abs. 1 FamFG) |
| Aufgebotsfrist (Mindestdauer) | **mindestens sechs Wochen** zwischen erster Veröffentlichung und Anmeldezeitpunkt (§ 437 FamFG) |
| Aufgebotsfrist (Höchstdauer) | **soll höchstens sechs Monate** betragen (§ 458 Abs. 2 FamFG) |
| Verspätete Anmeldung | Anmeldung **nach dem Anmeldezeitpunkt, aber vor Erlass des Ausschließungsbeschlusses** gilt als **rechtzeitig** (§ 438 FamFG) |
| Wiedereinsetzung | gegen Versäumung des **Anmeldezeitpunkts nicht möglich** (BGH, Beschluss vom 05.10.2016 – IV ZB 37/15, NJW 2016, 3664) |
| Erlass des Beschlusses | Übergabe des fertig abgefassten und unterschriebenen Beschlusses **an die Geschäftsstelle** (§ 38 Abs. 3 S. 3 FamFG; BGH IV ZB 37/15) |
| Wirksamkeit | Endentscheidung in Aufgebotssachen wird **erst mit Rechtskraft** wirksam (§ 439 Abs. 2 FamFG) |
| Zustellung | Ausschließungsbeschluss ist **öffentlich zuzustellen** (§ 441 FamFG) |
| Rechtsfolge für Ausgeschlossene | Erbe kann Befriedigung verweigern, **soweit der Nachlass durch die nicht ausgeschlossenen Gläubiger erschöpft** wird (§ 1973 Abs. 1 S. 1 BGB) |
| Überschuss | ist **nach Bereicherungsrecht zur Zwangsvollstreckung herauszugeben**; Abwendung durch **Zahlung des Wertes** (§ 1973 Abs. 2 BGB) |
| Nicht betroffene Gläubiger | Pfandgläubiger, im Insolvenzverfahren gleichstehende Gläubiger, Grundpfandgläubiger, Vormerkungsberechtigte, Aussonderungsberechtigte (§ 1971 BGB) |
| Ebenfalls nicht betroffen | **Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse und Auflagen** (§ 1972 BGB, unbeschadet § 2060 Nr. 1 BGB) |
| Verschweigungseinrede | Geltendmachung **später als fünf Jahre nach dem Erbfall** stellt den Gläubiger einem ausgeschlossenen gleich – außer bei Kenntnis des Erben oder Anmeldung (§ 1974 Abs. 1 BGB) |
| Aufschiebende Einrede | Antrag **innerhalb eines Jahres nach Annahme** gestellt und zugelassen: Berichtigung bis Verfahrensende verweigerbar (§ 2015 Abs. 1 BGB) |
| Erbengemeinschaft | Antrag und Ausschließungsbeschluss eines Erben **kommen auch den anderen Erben zustatten** (§ 460 Abs. 1 S. 1 FamFG) |
| Haftung nach Teilung | Miterbe haftet nur **anteilig**, wenn der Gläubiger im Aufgebotsverfahren ausgeschlossen ist (§ 2060 Nr. 1 BGB) |
| Alternative für Miterben | **öffentliche Aufforderung** durch jeden Miterben, Forderungen **binnen sechs Monaten** anzumelden (§ 2061 BGB) |
| Sperre Nachlassinsolvenz | Aufgebot **soll nicht erlassen** werden, wenn Nachlassinsolvenz beantragt ist; Eröffnung **beendet** das Aufgebotsverfahren (§ 457 FamFG) |
| Antragsobliegenheit | Unterlassen des Aufgebots gilt als **Fahrlässigkeit** i. S. d. § 1980 Abs. 2 S. 2 BGB, wenn Grund zur Annahme unbekannter Verbindlichkeiten besteht |
| Gerichtsgebühr | **0,5-Gebühr** für Aufgebotssachen (§ 433 FamFG), Nr. 15212 KV GNotKG |
| Geschäftswert | mangels besonderer Wertvorschrift nach **billigem Ermessen**; ohne genügende Anhaltspunkte **5.000 €** (§ 36 Abs. 1, 3 GNotKG) |
| Ausschluss bei unbeschränkter Haftung | §§ 1973–1975 BGB finden keine Anwendung, wenn der Erbe unbeschränkt haftet (§ 2013 Abs. 1 S. 1 BGB) |

## Wozu dient das Aufgebot der Nachlassgläubiger?

Mit dem Erbfall geht das Vermögen des Erblassers als Ganzes auf den Erben über (§ 1922 BGB) – **einschließlich der Schulden**. Der Erbe haftet für die Nachlassverbindlichkeiten (§ 1967 BGB) und zwar zunächst **unbeschränkt**, also auch mit seinem Eigenvermögen. Das Problem: Ob und in welcher Höhe Verbindlichkeiten bestehen, lässt sich oft nicht überblicken. Alte Bürgschaften, Steuernachforderungen, Darlehen aus Zeiten vor dem Erbfall – all das kann Jahre später auftauchen.

Genau hier setzt das Aufgebotsverfahren an. **§ 1970 BGB** eröffnet dem Erben die Möglichkeit, die Nachlassgläubiger gerichtlich und öffentlich dazu aufzufordern, **ihre Forderungen anzumelden**. Wer sich nicht meldet, wird durch **Ausschließungsbeschluss** ausgeschlossen und muss sich danach mit dem begnügen, was nach Befriedigung der übrigen Gläubiger noch übrig ist. Das Verfahren schafft dem Erben also **Rechtsklarheit über den Umfang des Nachlasses** und schützt ihn zugleich vor Nachzüglern.

Aufgebotssachen sind nach **§ 433 FamFG** Verfahren, in denen das Gericht öffentlich zur Anmeldung von Ansprüchen oder Rechten auffordert, „mit der Wirkung, dass die Unterlassung der Anmeldung einen Rechtsnachteil zur Folge hat"; sie finden **nur in den durch Gesetz bestimmten Fällen** statt. Das Aufgebot der Nachlassgläubiger ist einer dieser gesetzlich vorgesehenen Fälle.

## Antrag: Wer, wann, wo? (§§ 454–456 FamFG)

**Örtliche Zuständigkeit.** Zuständig ist das **Amtsgericht, dem die Angelegenheiten des Nachlassgerichts obliegen** (§ 454 Abs. 2 S. 1 FamFG). Sind diese Angelegenheiten – wie historisch in Baden-Württemberg – einer anderen Behörde übertragen, ist das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk die Nachlassbehörde ihren Sitz hat (§ 454 Abs. 2 S. 2 FamFG).

**Antragsberechtigung.** Nach **§ 455 Abs. 1 FamFG** ist **jeder Erbe** antragsberechtigt, **wenn er nicht für die Nachlassverbindlichkeiten unbeschränkt haftet**. Wer die Haftungsbeschränkung bereits verloren hat (etwa durch Versäumung der Inventarfrist, § 1994 Abs. 1 S. 2 BGB, oder durch ein absichtlich unrichtiges Inventar, § 2005 BGB), kann das Aufgebot in dieser Funktion nicht mehr betreiben. Zusätzlich antragsberechtigt sind nach **§ 455 Abs. 2 FamFG** **Nachlasspfleger, Nachlassverwalter und Testamentsvollstrecker**, soweit ihnen die Verwaltung des Nachlasses zusteht.

**Zeitpunkt.** Erbe und Testamentsvollstrecker können den Antrag **erst nach der Annahme der Erbschaft** stellen (§ 455 Abs. 3 FamFG). Solange die Ausschlagungsfrist läuft und noch nicht angenommen wurde, ist der Antrag also verfrüht.

**Unterlagen.** Dem Antrag ist ein **Verzeichnis der bekannten Nachlassgläubiger** unter Angabe ihres Wohnorts beizufügen (§ 456 FamFG). Die bekannten Gläubiger sollen so vom Gericht gezielt angesprochen werden können; das Aufgebot zielt vor allem auf die **unbekannten** Gläubiger.

**Sperre bei Nachlassinsolvenz.** Ist die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens beantragt, **soll das Aufgebot nicht erlassen** werden (§ 457 Abs. 1 FamFG). Wird das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet, **endet** das Aufgebotsverfahren (§ 457 Abs. 2 FamFG) – die Gläubigerbefriedigung richtet sich dann nach Insolvenzrecht.

## Inhalt und Bekanntmachung des Aufgebots (§§ 434, 435, 458 FamFG)

Ist der Antrag zulässig, **hat das Gericht das Aufgebot zu erlassen** (§ 434 Abs. 2 S. 1 FamFG). Aufzunehmen sind insbesondere (§ 434 Abs. 2 S. 2 FamFG):

1. die **Bezeichnung des Antragstellers**,
2. die **Aufforderung**, die Ansprüche und Rechte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt bei dem Gericht anzumelden (**Anmeldezeitpunkt**),
3. die **Bezeichnung der Rechtsnachteile**, die eintreten, wenn die Anmeldung unterbleibt.

Für das Nachlassaufgebot konkretisiert **§ 458 Abs. 1 FamFG** den anzudrohenden Rechtsnachteil: Den Nachlassgläubigern, die sich nicht melden, ist anzudrohen, dass sie vom Erben **nur insoweit Befriedigung verlangen können, als sich nach Befriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger noch ein Überschuss ergibt**; das Recht, vor den Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen berücksichtigt zu werden, bleibt unberührt.

**Bekanntmachung.** Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt durch **Aushang an der Gerichtstafel** und durch **einmalige Veröffentlichung im Bundesanzeiger** (§ 435 Abs. 1 S. 1 FamFG). Anstelle des Aushangs kann die Bekanntmachung in einem **im Gericht öffentlich zugänglichen elektronischen Informations- und Kommunikationssystem** erfolgen (§ 435 Abs. 1 S. 2 FamFG). Das Gericht kann zusätzliche Veröffentlichungen anordnen (§ 435 Abs. 2 FamFG). Auf die Gültigkeit der Bekanntmachung hat es **keinen Einfluss**, wenn der Aushang zu früh entfernt wurde oder Zwischenfristen nicht eingehalten sind (§ 436 FamFG).

**Fristen.** Zwischen der ersten Veröffentlichung und dem Anmeldezeitpunkt muss ein Zeitraum von **mindestens sechs Wochen** liegen (§ 437 FamFG). Für das Nachlassaufgebot gilt zusätzlich: Die Aufgebotsfrist **soll höchstens sechs Monate** betragen (§ 458 Abs. 2 FamFG).

## Anmeldung der Forderung (§§ 438, 459 FamFG)

In der Anmeldung sind **Gegenstand und Grund der Forderung** anzugeben; urkundliche Beweisstücke sind in **Urschrift oder Abschrift** beizufügen (§ 459 Abs. 1 FamFG). Das Gericht hat die **Einsicht in die Anmeldungen** jedem zu gestatten, der ein **rechtliches Interesse glaubhaft macht** (§ 459 Abs. 2 FamFG).

Praktisch besonders wichtig ist **§ 438 FamFG**: Eine Anmeldung, die **nach dem Anmeldezeitpunkt, jedoch vor dem Erlass des Ausschließungsbeschlusses** erfolgt, ist **als rechtzeitig anzusehen**. Der Anmeldezeitpunkt im Aufgebot ist also kein absolutes Fallbeil – bis zum Erlass des Beschlusses bleibt ein Zeitfenster.

Wird durch eine Anmeldung das vom Antragsteller behauptete Recht **bestritten**, ist das Verfahren entweder bis zur endgültigen Entscheidung über das angemeldete Recht **auszusetzen** oder das angemeldete Recht ist im Ausschließungsbeschluss **vorzubehalten** (§ 440 FamFG).

## Ausschließungsbeschluss, Erlasszeitpunkt und Rechtsmittel (§§ 439, 441 FamFG; BGH IV ZB 37/15)

Vor Erlass des Ausschließungsbeschlusses kann das Gericht **nähere Ermittlungen** anordnen, insbesondere die **eidesstattliche Versicherung** der Wahrheit einer Behauptung des Antragstellers (§ 439 Abs. 1 FamFG). Die Endentscheidung in Aufgebotssachen wird **erst mit Rechtskraft wirksam** (§ 439 Abs. 2 FamFG); § 61 Abs. 1 FamFG (Beschwerdewert in vermögensrechtlichen Angelegenheiten) ist **nicht anzuwenden** (§ 439 Abs. 3 FamFG). Der Ausschließungsbeschluss ist **öffentlich zuzustellen**; für die Durchführung gelten die §§ 186–188 ZPO entsprechend (§ 441 FamFG).

**Wann ist der Beschluss „erlassen"?** Der **BGH** hat diese lange umstrittene Frage mit **Beschluss vom 05.10.2016 – IV ZB 37/15** (NJW 2016, 3664) geklärt: Maßgeblich ist die **Legaldefinition des § 38 Abs. 3 S. 3 FamFG** – erlassen ist ein nicht verkündeter Beschluss, sobald er **in fertig abgefasster und unterschriebener Form an die Geschäftsstelle zur Bekanntgabe übergeben** worden ist. Der letzte mögliche Anmeldezeitpunkt ist damit der Tag, der sich aus dem auf dem Beschluss zu vermerkenden Übergabedatum ergibt.

**Keine Wiedereinsetzung.** § 439 Abs. 4 S. 1 FamFG erklärt die Vorschriften über die Wiedereinsetzung mit der Maßgabe für anwendbar, dass die Ausschlussfrist abweichend von § 18 Abs. 3 FamFG **fünf Jahre** beträgt; für die Wiederaufnahme gilt eine Frist von **zehn Jahren** ab Rechtskraft (§ 439 Abs. 4 S. 2 FamFG). Der BGH hat in der genannten Entscheidung jedoch – **entgegen der bis dahin überwiegenden Auffassung** in Rechtsprechung und Literatur – klargestellt, dass im Aufgebotsverfahren zur Ausschließung von Nachlassgläubigern nach § 1970 BGB eine **Wiedereinsetzung gegen die Versäumung des Anmeldezeitpunkts nicht möglich** ist. Ein Gläubiger, der den Erlass des Ausschließungsbeschlusses verpasst, kann das Versäumnis also nicht mehr heilen.

**Beschwerde.** Der ausgeschlossene Gläubiger ist **beschwerdeberechtigt** nach § 59 Abs. 1 FamFG, weil der Ausschließungsbeschluss ihn wegen der Erschwernisse aus § 1973 Abs. 1 S. 1 BGB in seinen Rechten beeinträchtigt (so ausdrücklich OLG Braunschweig, Beschluss vom 25.01.2022 – 3 W 68/21, unter Bezug auf BGH IV ZB 37/15). Das Aufgebot selbst ist nicht selbständig anfechtbar, unterliegt aber im Rahmen der Beschwerde gegen den Ausschließungsbeschluss der Überprüfung (§ 58 Abs. 2 FamFG; vgl. OLG Frankfurt, Beschluss vom 06.03.2018 – 20 W 360/16).

## Rechtsfolge: Was der ausgeschlossene Gläubiger noch bekommt (§ 1973 BGB)

Der Ausschluss vernichtet die Forderung **nicht**. Er gibt dem Erben lediglich eine **Einrede**. Nach **§ 1973 Abs. 1 S. 1 BGB** kann der Erbe die Befriedigung eines im Aufgebotsverfahren ausgeschlossenen Nachlassgläubigers **insoweit verweigern, als der Nachlass durch die Befriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger erschöpft wird**. Der ausgeschlossene Gläubiger rückt also im Ergebnis an das Ende der Reihe.

Eine wichtige Ausnahme steht in **§ 1973 Abs. 1 S. 2 BGB**: Der Erbe hat den ausgeschlossenen Gläubiger **vor** den Verbindlichkeiten aus **Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen** zu befriedigen – es sei denn, der Gläubiger macht seine Forderung erst **nach** der Berichtigung dieser Verbindlichkeiten geltend. Auch ein ausgeschlossener „echter" Nachlassgläubiger geht also grundsätzlich noch vor Vermächtnisnehmern und Pflichtteilsberechtigten.

Bleibt nach Befriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger ein **Überschuss**, hat der Erbe ihn zum Zwecke der Befriedigung des Gläubigers **im Wege der Zwangsvollstreckung nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung herauszugeben** (§ 1973 Abs. 2 S. 1 BGB). Der Erbe kann die Herausgabe der noch vorhandenen Nachlassgegenstände durch **Zahlung des Wertes abwenden** (§ 1973 Abs. 2 S. 2 BGB). Die rechtskräftige Verurteilung zur Befriedigung eines ausgeschlossenen Gläubigers wirkt gegenüber anderen Gläubigern **wie die Befriedigung** (§ 1973 Abs. 2 S. 3 BGB).

## Wer vom Aufgebot nicht betroffen ist (§§ 1971, 1972 BGB)

Das Aufgebot wirkt **nicht gegen jeden**. **§ 1971 BGB** nimmt die **dinglich gesicherten** Gläubiger aus – soweit es um die Befriedigung aus den ihnen haftenden Gegenständen geht:

- **Pfandgläubiger** und Gläubiger, die im Insolvenzverfahren den Pfandgläubigern gleichstehen,
- Gläubiger, die bei der **Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen** ein Recht auf Befriedigung aus diesem Vermögen haben (Hypothek, Grund- und Rentenschuld),
- Gläubiger, deren Ansprüche durch eine **Vormerkung** gesichert sind, sowie Gläubiger mit **Aussonderungsrecht** im Insolvenzverfahren – jeweils in Ansehung des Gegenstands ihres Rechts.

Wer eine Grundschuld auf der Nachlassimmobilie hat, verliert diese Sicherheit also nicht dadurch, dass er sich im Aufgebot nicht meldet.

**§ 1972 BGB** stellt außerdem klar: **Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse und Auflagen** werden durch das Aufgebot **nicht betroffen** – unbeschadet der Vorschrift des § 2060 Nr. 1 BGB. Wer nur ein Vermächtnis hat, muss sich im Aufgebot also nicht anmelden, um sein Recht zu behalten. Nach § 458 Abs. 1 Hs. 2 FamFG bleibt aber das Recht des ausgeschlossenen Gläubigers unberührt, **vor** diesen Verbindlichkeiten berücksichtigt zu werden.

## Verschweigungseinrede: die Fünf-Jahres-Grenze (§ 1974 BGB)

Auch ohne Aufgebotsverfahren wirkt der Zeitablauf zugunsten des Erben. Nach **§ 1974 Abs. 1 S. 1 BGB** steht ein Nachlassgläubiger, der seine Forderung **später als fünf Jahre nach dem Erbfall** gegenüber dem Erben geltend macht, **einem ausgeschlossenen Gläubiger gleich** – es sei denn, die Forderung ist dem Erben **vor Ablauf der fünf Jahre bekannt geworden** oder **im Aufgebotsverfahren angemeldet** worden. Wird der Erblasser für tot erklärt oder seine Todeszeit nach dem Verschollenheitsgesetz festgestellt, beginnt die Frist nicht vor Rechtskraft des entsprechenden Beschlusses (§ 1974 Abs. 1 S. 2 BGB).

Auf Gläubiger, die nach § 1971 BGB vom Aufgebot nicht betroffen werden, findet die Verschweigungseinrede **keine Anwendung** (§ 1974 Abs. 3 BGB). Die Verschweigungseinrede ist von der **Verjährung** zu unterscheiden: Sie beseitigt die Forderung nicht, sondern verweist den Gläubiger auf die Rechtsfolgen des § 1973 BGB.

## Aufgebot und Erbengemeinschaft (§§ 2045, 2060, 2061 BGB, §§ 460–463 FamFG)

**Wirkung für alle Miterben.** Sind mehrere Erben vorhanden, kommen der von einem Erben gestellte **Antrag** und der von ihm erwirkte **Ausschließungsbeschluss auch den anderen Erben zustatten** (§ 460 Abs. 1 S. 1 FamFG); die Vorschriften über die unbeschränkte Haftung bleiben unberührt. Zusätzlich ist den Gläubigern anzudrohen, dass **jeder Erbe nach der Teilung des Nachlasses nur für den seinem Erbteil entsprechenden Teil** der Verbindlichkeit haftet (§ 460 Abs. 1 S. 2 FamFG). Ein Aufgebot mit dieser Androhung kann **auch ein unbeschränkt haftender Miterbe** beantragen (§ 460 Abs. 2 FamFG).

**Anteilige Haftung nach Teilung.** Materiell korrespondiert dazu **§ 2060 Nr. 1 BGB**: Nach der Teilung haftet jeder Miterbe nur anteilig, wenn der Gläubiger im Aufgebotsverfahren ausgeschlossen ist; das Aufgebot erstreckt sich insoweit **auch auf die in § 1972 BGB bezeichneten Gläubiger** (Pflichtteil, Vermächtnis, Auflage) sowie auf Gläubiger, denen der Miterbe unbeschränkt haftet. Nach **§ 2060 Nr. 2 BGB** gilt Entsprechendes bei Geltendmachung später als fünf Jahre.

**Aufschub der Auseinandersetzung.** Jeder Miterbe kann verlangen, dass die Auseinandersetzung **bis zur Beendigung des nach § 1970 zulässigen Aufgebotsverfahrens** oder bis zum Ablauf der Frist des § 2061 BGB **aufgeschoben** wird (§ 2045 S. 1 BGB) – allerdings nur, wenn der Antrag unverzüglich gestellt bzw. die Aufforderung unverzüglich erlassen wird (§ 2045 S. 2 BGB).

**Die private Alternative: § 2061 BGB.** Jeder Miterbe kann die Nachlassgläubiger **öffentlich auffordern**, ihre Forderungen **binnen sechs Monaten** bei ihm oder beim Nachlassgericht anzumelden (§ 2061 Abs. 1 S. 1 BGB). Ist die Aufforderung erfolgt, haftet nach der Teilung jeder Miterbe nur **anteilig**, soweit nicht rechtzeitig angemeldet wurde oder die Forderung ihm zur Zeit der Teilung bekannt war (§ 2061 Abs. 1 S. 2 BGB). Die Aufforderung ist im **Bundesanzeiger** und in dem für die Bekanntmachungen des Nachlassgerichts bestimmten Blatt zu veröffentlichen; die Frist beginnt mit der **letzten Einrückung**, die **Kosten trägt der Erbe**, der die Aufforderung erlässt (§ 2061 Abs. 2 BGB). Dieses Verfahren wirkt allerdings **nur** auf die Haftungsverteilung unter den Miterben, nicht wie § 1973 BGB gegenüber dem Nachlass insgesamt.

**Sonderfälle.** Bei **Nacherbfolge** gilt § 460 Abs. 1 S. 1 FamFG für Vor- und Nacherben entsprechend (§ 461 FamFG). Bei **Gütergemeinschaft** kann jeder der beiden Ehegatten das Aufgebot ohne Zustimmung des anderen beantragen (§ 462 FamFG, für Lebenspartnerschaften entsprechend). Beim **Erbschaftskauf** können sowohl Käufer als auch Erbe das Aufgebot beantragen; der Beschluss kommt beiden zustatten (§ 463 FamFG).

## Verhältnis zu Einreden, Nachlassverwaltung und Nachlassinsolvenz

Das Aufgebotsverfahren ist ein **Baustein im System der Erbenhaftung** und ersetzt die anderen Instrumente nicht:

- **Aufschiebende Einrede (§ 2015 BGB):** Hat der Erbe den Antrag auf Einleitung des Aufgebotsverfahrens **innerhalb eines Jahres nach der Annahme** der Erbschaft gestellt und ist der Antrag zugelassen, darf er die Berichtigung einer Nachlassverbindlichkeit **bis zur Beendigung des Aufgebotsverfahrens verweigern** (§ 2015 Abs. 1 BGB). Wird der Ausschließungsbeschluss erlassen oder der Antrag zurückgewiesen, ist das Verfahren erst mit **Rechtskraft** beendet (§ 2015 Abs. 3 BGB). § 2015 Abs. 2 BGB ist **weggefallen**.
- **Nachlassverwaltung und Nachlassinsolvenz (§ 1975 BGB):** Diese beschränken die Haftung **auf den Nachlass**. Das Aufgebot erreicht das nicht – es sortiert nur die Rangfolge der Gläubiger und schafft Übersicht.
- **Antragsobliegenheit (§ 1980 Abs. 2 S. 2 BGB):** Als Fahrlässigkeit gilt es insbesondere, wenn der Erbe **das Aufgebot nicht beantragt**, obwohl er Grund hat, das Vorhandensein unbekannter Nachlassverbindlichkeiten anzunehmen. Das Aufgebot ist jedoch **nicht erforderlich**, wenn die Verfahrenskosten dem Bestand des Nachlasses gegenüber **unverhältnismäßig groß** sind.
- **Unbeschränkte Haftung (§ 2013 Abs. 1 BGB):** Haftet der Erbe unbeschränkt, finden die §§ 1973–1975, 1977–1980, 1989–1992 BGB keine Anwendung. Auf eine nach § 1973 oder § 1974 BGB bereits eingetretene Haftungsbeschränkung kann er sich aber weiterhin berufen, wenn später der Fall des § 1994 Abs. 1 S. 2 oder des § 2005 Abs. 1 BGB eintritt (§ 2013 Abs. 1 S. 2 BGB).

## Kosten

Für Verfahren **in Aufgebotssachen (§ 433 FamFG)** fällt nach **Nr. 15212 KV GNotKG** eine **0,5-Gebühr** an. Eine besondere Wertvorschrift für das Nachlassaufgebot enthält das GNotKG nicht; der Geschäftswert ist daher nach **§ 36 Abs. 1 GNotKG** nach **billigem Ermessen** zu bestimmen, und bestehen keine genügenden Anhaltspunkte, ist von einem Geschäftswert von **5.000 €** auszugehen (§ 36 Abs. 3 GNotKG). Hinzu kommen die **Auslagen** für die Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Bei der privaten Aufforderung nach § 2061 BGB trägt die Kosten der Erbe, der die Aufforderung erlässt (§ 2061 Abs. 2 S. 3 BGB).

## Häufige Fehler

- **„Nach dem Aufgebot bin ich alle unbekannten Schulden los."** Falsch – der Ausschluss **vernichtet die Forderung nicht**. Er gibt dem Erben nur die Einrede des § 1973 BGB; einen **Überschuss** muss er nach Bereicherungsrecht herausgeben (§ 1973 Abs. 2 BGB).
- **„Das Aufgebot beschränkt meine Haftung auf den Nachlass."** Nein – die Beschränkung auf den Nachlass erreichen nur **Nachlassverwaltung** und **Nachlassinsolvenz** (§ 1975 BGB) bzw. die Dürftigkeitseinrede (§ 1990 BGB).
- **„Grundschuldgläubiger und Vermächtnisnehmer müssen sich anmelden."** Falsch – dinglich gesicherte Gläubiger (§ 1971 BGB) sowie **Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse und Auflagen** (§ 1972 BGB) werden vom Aufgebot **nicht betroffen**.
- **„Nach dem im Aufgebot genannten Anmeldezeitpunkt ist Schluss."** Nicht ganz – eine Anmeldung ist **bis zum Erlass des Ausschließungsbeschlusses** noch rechtzeitig (§ 438 FamFG).
- **„Wer den Anmeldezeitpunkt verpasst, bekommt Wiedereinsetzung."** Nicht im Nachlassaufgebot – der **BGH** hat mit Beschluss vom **05.10.2016 – IV ZB 37/15** entschieden, dass eine Wiedereinsetzung gegen die Versäumung des Anmeldezeitpunkts **nicht möglich** ist.
- **„Ich kann den Antrag sofort nach dem Tod stellen."** Nein – Erbe und Testamentsvollstrecker können den Antrag erst **nach Annahme der Erbschaft** stellen (§ 455 Abs. 3 FamFG).
- **„Jeder Miterbe muss ein eigenes Verfahren führen."** Falsch – Antrag und Ausschließungsbeschluss **eines** Erben kommen **auch den anderen Erben zustatten** (§ 460 Abs. 1 S. 1 FamFG).
- **„Aufgebot und Nachlassinsolvenz laufen parallel."** Nein – das Aufgebot **soll nicht erlassen** werden, wenn Nachlassinsolvenz beantragt ist, und die **Eröffnung beendet** das Aufgebotsverfahren (§ 457 FamFG).
- **„§ 2061 BGB ist dasselbe wie das gerichtliche Aufgebot."** Nein – die öffentliche Aufforderung nach § 2061 BGB wirkt nur auf die **anteilige Haftung der Miterben nach der Teilung**, nicht wie § 1973 BGB gegenüber allen Nachlassgläubigern.

## Quellen

- § 1970 BGB – Anmeldung der Forderungen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1970.html
- § 1971 BGB – Nicht betroffene Gläubiger: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1971.html
- § 1972 BGB – Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse, Auflagen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1972.html
- § 1973 BGB – Ausschluss von Nachlassgläubigern: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1973.html
- § 1974 BGB – Verschweigungseinrede: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1974.html
- § 1980 BGB – Antragspflicht des Erben (Nachlassinsolvenz): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1980.html
- § 2013 BGB – Folgen der unbeschränkten Haftung des Erben: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2013.html
- § 2015 BGB – Einrede des Aufgebotsverfahrens: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2015.html
- § 2045 BGB – Aufschub der Auseinandersetzung: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2045.html
- § 2060 BGB – Haftung nach der Teilung: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2060.html
- § 2061 BGB – Aufgebot der Nachlassgläubiger durch Miterben: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2061.html
- § 433 FamFG – Aufgebotssachen: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__433.html
- § 434 FamFG – Antrag; Inhalt des Aufgebots: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__434.html
- § 435 FamFG – Öffentliche Bekanntmachung: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__435.html
- § 437 FamFG – Aufgebotsfrist: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__437.html
- § 438 FamFG – Anmeldung nach dem Anmeldezeitpunkt: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__438.html
- § 439 FamFG – Erlass des Ausschließungsbeschlusses; Beschwerde; Wiedereinsetzung und Wiederaufnahme: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__439.html
- § 440 FamFG – Wirkung einer Anmeldung: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__440.html
- § 441 FamFG – Öffentliche Zustellung des Ausschließungsbeschlusses: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__441.html
- § 454 FamFG – Aufgebot von Nachlassgläubigern; örtliche Zuständigkeit: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__454.html
- § 455 FamFG – Antragsberechtigter: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__455.html
- § 456 FamFG – Verzeichnis der Nachlassgläubiger: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__456.html
- § 457 FamFG – Nachlassinsolvenzverfahren: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__457.html
- § 458 FamFG – Inhalt des Aufgebots; Aufgebotsfrist: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__458.html
- § 459 FamFG – Forderungsanmeldung: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__459.html
- § 460 FamFG – Mehrheit von Erben: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__460.html
- § 461 FamFG – Nacherbfolge: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__461.html
- § 462 FamFG – Gütergemeinschaft: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__462.html
- § 463 FamFG – Erbschaftskäufer: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__463.html
- § 38 FamFG – Entscheidung durch Beschluss (Erlass, Abs. 3 S. 3): https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__38.html
- § 59 FamFG – Beschwerdeberechtigte: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__59.html
- Nr. 15212 KV GNotKG – 0,5-Gebühr in Aufgebotssachen (§ 433 FamFG): https://www.gesetze-im-internet.de/gnotkg/anlage_1.html
- § 36 GNotKG – Auffangwert (billiges Ermessen, 5.000 €): https://www.gesetze-im-internet.de/gnotkg/__36.html
- § 1970 BGB (dejure.org, Normtext-Spiegel mit Rechtsprechungsnachweisen): https://dejure.org/gesetze/BGB/1970.html
- § 1973 BGB (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/BGB/1973.html
- § 1974 BGB (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/BGB/1974.html
- § 454 FamFG (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/FamFG/454.html
- BGH, Beschluss vom 05.10.2016 – IV ZB 37/15 (keine Wiedereinsetzung gegen Versäumung des Anmeldezeitpunkts; Erlass i. S. d. § 38 Abs. 3 S. 3 FamFG), NJW 2016, 3664: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.10.2016&Aktenzeichen=IV%20ZB%2037/15
- OLG Braunschweig, Beschluss vom 25.01.2022 – 3 W 68/21 (Beschwerdeberechtigung des ausgeschlossenen Nachlassgläubigers): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Braunschweig&Datum=25.01.2022&Aktenzeichen=3%20W%2068/21
- OLG Frankfurt, Beschluss vom 06.03.2018 – 20 W 360/16 (Aufhebung von Ausschließungsbeschluss nebst Aufgebot): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=06.03.2018&Aktenzeichen=20%20W%20360/16

## Änderungsverlauf

- 2026-08-13: Erstveröffentlichung der Faktenseite; Normtexte der §§ 1970–1974, 1980, 2013, 2015, 2045, 2060, 2061 BGB sowie §§ 433–441 und 454–464 FamFG gegen gesetze-im-internet.de gegengeprüft, Gebührentatbestand Nr. 15212 KV GNotKG und § 36 GNotKG verifiziert, BGH IV ZB 37/15 über dejure.org-Permalink belegt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
