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title: Balkonkraftwerk-Förderung der Bundesländer 2026 – Übersicht der Landeszuschüsse
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# Balkonkraftwerk-Förderung der Bundesländer 2026 – Übersicht der Landeszuschüsse

## Kurzantwort

Eine bundesweit einheitliche Landesförderung für Balkonkraftwerke gibt es 2026 **nicht** – die Zuschüsse sind Ländersache und laufen zunehmend aus. Stand **30. Juli 2026** ist **Mecklenburg-Vorpommern** das einzige Land mit einem noch aktiv finanzierten landesweiten Zuschuss (bis **500 €**, für Mietende offen; das Eigentümer-Kontingent ist ausgeschöpft). **Sachsen** hat seinen 300-€-Zuschuss (Programmteil B der FRL EEuS/2023) planmäßig **zum 30. Juni 2026 auslaufen lassen**; **Berlin** fördert Steckersolargeräte im Programm SolarPLUS (Modul E) **nicht mehr**. Die einzige wirklich bundesweit für alle geltende „Förderung" bleibt der **Nullsteuersatz von 0 % Umsatzsteuer** auf Kauf und Installation (§ 12 Abs. 3 UStG). Zusätzlich existieren rund zwei Dutzend **kommunale** Zuschussprogramme (typisch 50–200 €), die je nach Wohnort hinzukommen können. Förderprogramme ändern sich häufig – vor dem Kauf immer die offizielle Programmseite prüfen.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Bundesweit einheitliche „Förderung" | **0 % Umsatzsteuer** auf Kauf und Installation [§ 12 Abs. 3 UStG] |
| Aktiver Landeszuschuss (Stand 2026-07-30) | **nur Mecklenburg-Vorpommern**, bis **500 €** für Mietende [LFI M-V, Programm „Mini-Solaranlagen"] |
| Mecklenburg-Vorpommern – Höhe | max. **500 €** pro steckerfertiger PV-Anlage und Wohneinheit (höchstens die tatsächlichen Ausgaben) [LFI M-V] |
| Mecklenburg-Vorpommern – Berechtigte | Mietende **und** selbstnutzende Eigentümer mit Erstwohnsitz in M-V; **Eigentümer-Kontingent ausgeschöpft**, Mieter-Kontingent noch offen [LFI M-V] |
| Sachsen – Status | Programmteil B (300-€-Zuschuss, FRL EEuS/2023) **außer Kraft seit 30.06.2026** [SMWA Sachsen] |
| Sachsen – bisher gefördert | rund **16.600** Balkonkraftwerke seit August 2023, über **5 Mio. €** ausgezahlt [SMWA Sachsen] |
| Berlin – Status | Steckersolargeräte (SolarPLUS Modul E) **werden nicht mehr gefördert**; Neuanträge nicht mehr möglich [IBB Business Team] |
| Kommunale Programme | rund **20** bekannte Kommunalzuschüsse, typisch **50–200 €** je Anlage [Finanztip, Stand 2026] |
| Antragsprinzip (Länder) | in M-V und Sachsen **Erstattung nach Kauf/Installation**, nicht vorab [LFI M-V; SMWA Sachsen] |

## Geltungsbereich

Balkonkraftwerk-Förderung findet 2026 auf **drei Ebenen** statt, die sich kombinieren lassen, soweit die einzelnen Programme das zulassen:

1. **Bund (für alle):** Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit 1. Januar 2023 bundesweit für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen einschließlich Steckersolargeräten. Er wird direkt beim Kauf angewandt – kein Antrag nötig (Details: Seite „Balkonkraftwerk & 0 % Umsatzsteuer").
2. **Land:** Direkte Landeszuschüsse sind die Ausnahme geworden. Aktiv finanziert ist Stand Ende Juli 2026 nur noch Mecklenburg-Vorpommern für Mietende.
3. **Kommune:** Zusätzlich zahlen einzelne Städte und Gemeinden eigene Zuschüsse. Diese Programme sind klein, oft schnell ausgeschöpft und vielfach an Transferleistungsbezug oder ein vorheriges Antragsdatum gebunden.

Maßgeblich ist immer die **jeweils aktuell gültige Landes- bzw. Kommunalrichtlinie**. Fördertöpfe werden „solange Haushaltsmittel reichen" nach Eingang vollständiger Anträge bewilligt.

## Die Länder im Einzelnen (Stand 2026-07-30)

**Mecklenburg-Vorpommern – aktiv (bis 500 €).** Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt fördert über das Landesförderinstitut M-V die Anschaffung und Installation steckerfertiger PV-Anlagen mit bis zu 500 € pro Anlage und Wohneinheit. Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Erstwohnsitz in M-V – Mietende sowie Eigentümer selbstgenutzten Wohneigentums. Das **Eigentümer-Kontingent ist vollständig ausgeschöpft**; für **Mietende** stehen laut LFI M-V noch für längere Zeit ausreichende Mittel bereit. Der Antrag ist **erst nach Kauf und Installation** zu stellen; berücksichtigt werden nur Anlagen mit Kaufdatum nach dem 07.11.2022.

**Sachsen – ausgelaufen zum 30.06.2026.** Der Freistaat förderte über die Sächsische Aufbaubank (SAB) Balkonkraftwerke mit einem Pauschalzuschuss von 300 € (zuletzt nur noch für Mietende, nachdem das Eigentümer-Kontingent erschöpft war). Programmteil B der Förderrichtlinie FRL EEuS/2023 ist **planmäßig zum 30. Juni 2026 außer Kraft getreten**; Neuanträge sind nicht mehr möglich. Insgesamt wurden seit August 2023 rund 16.600 Balkonkraftwerke mit über 5 Mio. € gefördert. Programmteil A (PV-Anlagen über 30 kWp über den Sachsenkredit Energie und Speicher) bleibt bestehen.

**Berlin – eingestellt.** Im Landesprogramm SolarPLUS (umgesetzt durch die IBB Business Team GmbH) wird das **Modul E „Steckersolargeräte" nicht mehr gefördert**. Neuanträge für Balkonkraftwerke können nicht mehr gestellt werden; bereits eingereichte Anträge werden weiter bearbeitet. SolarPLUS konzentriert sich seit 2026 auf größere Anlagen (SolarPLUS S und SolarPLUS L).

**Übrige Länder.** In der Mehrzahl der Länder (u. a. Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz) gibt es **keinen landesweiten Direktzuschuss** speziell für Balkonkraftwerke. Wer dort wohnt, ist auf den bundesweiten 0-%-Umsatzsteuersatz und mögliche kommunale Programme angewiesen.

## Häufige Fehler / Missverständnisse

- **„Es gibt einen bundesweiten Länder-Zuschuss von 500 €."** Nein. 500 € ist die Obergrenze des Programms in Mecklenburg-Vorpommern – kein bundesweiter Anspruch. Andere Länder fördern gar nicht oder nicht mehr.
- **„Sachsen zahlt noch 300 €."** Nicht mehr. Der sächsische Zuschuss ist zum 30. Juni 2026 ausgelaufen.
- **„Berlin fördert Balkonkraftwerke über SolarPLUS."** Nicht mehr. Das Modul E für Steckersolargeräte wurde eingestellt.
- **„Ich stelle den Antrag vor dem Kauf."** In M-V und Sachsen galt/gilt das Erstattungsprinzip: erst kaufen und installieren, dann beantragen. Bei kommunalen Programmen ist es oft umgekehrt (Antrag vor Kauf) – die konkrete Richtlinie entscheidet.
- **„Landes- und Kommunalzuschuss lassen sich immer kombinieren."** Nicht zwangsläufig. Viele Richtlinien schließen die Kumulierung mit anderen öffentlichen Zuschüssen für dieselbe Anlage aus. Der Nullsteuersatz (USt) ist davon unberührt.
- **„Die Förderung ersetzt die Anmeldung."** Nein. Unabhängig von jeder Förderung ist das Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister zu registrieren (§ 8 Abs. 5a EEG; siehe Seite „Balkonkraftwerk – Anmeldung").

## Beispiel

Eine Mieterin in Rostock kauft ein Balkonkraftwerk mit 800 VA Wechselrichter und zwei Modulen à 440 Wp für 520 €.

- Der **Kaufpreis enthält 0 % Umsatzsteuer** (§ 12 Abs. 3 UStG); die 520 € sind bereits der Endpreis.
- Als Mieterin mit Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern kann sie **nach Installation und MaStR-Registrierung** beim LFI M-V einen Zuschuss von bis zu **500 €** beantragen – hier gedeckelt auf ihre tatsächlichen zuschussfähigen Ausgaben.
- Eine identische Anlage in Dresden bekäme **keinen** Landeszuschuss mehr (Sachsen-Programm ausgelaufen), profitiert aber ebenfalls vom Nullsteuersatz und ggf. von einem kommunalen Programm.

## Abgrenzung zu anderen Nexvyra-Seiten

Diese Seite gibt einen **Überblick über die Landes- und Kommunalzuschüsse**. Die steuerliche Seite (0 % Umsatzsteuer, Einkommensteuerfreiheit) behandelt die Seite „Balkonkraftwerk & 0 % Umsatzsteuer". Die energierechtliche Anmeldung (Leistungsgrenzen, Marktstammdatenregister) steht auf „Balkonkraftwerk – Anmeldung im Marktstammdatenregister und Leistungsgrenzen". Ob Mietende oder Wohnungseigentümer ein Balkonkraftwerk anbringen dürfen (§ 554 BGB bzw. § 20 WEG), klären die Seiten „Balkonkraftwerk (Mieter, § 554 BGB)" und „Balkonkraftwerk in der WEG".













## Quellen

- § 12 Abs. 3 UStG (Nullsteuersatz 0 % für Lieferung/Installation von PV-Anlagen inkl. Steckersolargeräten – bundesweit einheitlich):
  https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__12.html
- § 8 Abs. 5a EEG (energierechtlicher Rahmen für Steckersolargeräte; Registrierungspflicht MaStR):
  https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/__8.html
- Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern – „Mini-Solaranlagen" (bis 500 €; Mieter-Kontingent offen, Eigentümer-Kontingent ausgeschöpft; Antrag nach Kauf/Installation):
  https://www.lfi-mv.de/foerderfinder/mini-solaranlagen
- Freistaat Sachsen (SMWA/energie.sachsen.de) – „Balkonkraftwerke" (Programmteil B FRL EEuS/2023 außer Kraft zum 30.06.2026; ~16.600 geförderte Anlagen, über 5 Mio. €):
  https://www.energie.sachsen.de/balkonkraftwerke-energie-selbst-erzeugen-und-nutzen-5797.html
- IBB Business Team GmbH – „Steckersolargeräte (SolarPLUS Modul E)" (Förderung eingestellt, keine Neuanträge):
  https://www.ibb-business-team.de/steckersolargeraete/
- Finanztip – „Balkonkraftwerk Förderung" (Orientierung zur Zahl und Höhe kommunaler Programme):
  https://www.finanztip.de/photovoltaik/balkon-solaranlage/foerderung/

## Änderungsverlauf

- 2026-07-30: Erstveröffentlichung. Landes-Förderstand für Balkonkraftwerke recherchiert und gegen amtliche Programmseiten geprüft: Mecklenburg-Vorpommern (LFI M-V: bis 500 €, Mieter-Kontingent offen, Eigentümer ausgeschöpft, Antrag nach Kauf/Installation, Kaufdatum nach 07.11.2022), Sachsen (SMWA/energie.sachsen.de: Programmteil B FRL EEuS/2023 außer Kraft zum 30.06.2026, ~16.600 Anlagen / >5 Mio. €) und Berlin (IBB: Modul E Steckersolargeräte eingestellt) per Live-HTTP-Fetch bestätigt. Bundesweiter Anker 0 % USt (§ 12 Abs. 3 UStG) und § 8 Abs. 5a EEG auf gesetze-im-internet.de. Alle Quellen-URLs auf Erreichbarkeit geprüft (Live-Fetch; curl/VM zum Laufzeitpunkt nicht verfügbar). Frontmatter (legal_status: in_force, authority_level: A, wikidata_subjects Q113645518/Q192127/Q128635/Q252925) gesetzt. | change_type=initial_publication field=topic_lifecycle new=published reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-07-30
- Gültig ab: 2023-01-01 (Nullsteuersatz § 12 Abs. 3 UStG als bundesweiter Anker); Landesprogramme jeweils nach aktueller Richtlinie
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (§ 12 Abs. 3 UStG und § 8 Abs. 5a EEG im Volltext auf gesetze-im-internet.de; ergänzend amtliche Programmseiten der Länder als B-Quellen)
- Hinweis: Förderprogramme der Länder und Kommunen ändern sich häufig und werden nur bis zur Ausschöpfung der Haushaltsmittel bewilligt. Vor dem Kauf stets die offizielle Programmseite prüfen.
- Lizenz: CC BY 4.0
