---
title: Befristung von Arbeitsverträgen (TzBfG) – Sachgrund, sachgrundlose Befristung und Höchstdauer
slug: befristung-arbeitsvertrag-tzbfg
topic: arbeitsrecht
legal_status: in_force
factcheck_status: ok
authority_level: A
valid_from: 2001-01-01
valid_to: null
last_reviewed: 2026-06-07
status: aktuell
license: CC-BY-4.0
url: https://nexvyra.de/fakten/befristung-arbeitsvertrag-tzbfg.md
wikidata_subjects: [Q2400917, Q628967, Q176936]
---

# Befristung von Arbeitsverträgen (TzBfG) – Sachgrund, sachgrundlose Befristung und Höchstdauer

## Kurzantwort

Die Befristung eines Arbeitsvertrages richtet sich nach dem **Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)**. Eine Befristung **mit Sachgrund** ist zulässig, wenn einer der in **§ 14 Absatz 1 TzBfG** genannten sachlichen Gründe vorliegt (z. B. Vertretung, vorübergehender Bedarf, Erprobung). Eine Befristung **ohne Sachgrund** (sachgrundlose Befristung) ist nach **§ 14 Absatz 2 TzBfG** **bis zur Dauer von zwei Jahren** zulässig; innerhalb dieser zwei Jahre ist eine **höchstens dreimalige Verlängerung** erlaubt. Sie ist jedoch **ausgeschlossen, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor** ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat (Vorbeschäftigungsverbot). Jede Befristungsabrede bedarf zu ihrer Wirksamkeit der **Schriftform** (§ 14 Absatz 4 TzBfG).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | §§ 14–17 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) [gesetze-im-internet.de, TzBfG] |
| Befristung mit Sachgrund (§ 14 Abs. 1 TzBfG) | zulässig bei sachlichem Grund; das Gesetz nennt **8 Regelbeispiele** (Nr. 1–8) [§ 14 Abs. 1 TzBfG] |
| Sachgrundlose Befristung – Höchstdauer (§ 14 Abs. 2 TzBfG) | **2 Jahre** [§ 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG] |
| Sachgrundlose Befristung – Verlängerungen | **höchstens dreimalige Verlängerung** innerhalb der Gesamtdauer von 2 Jahren [§ 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG] |
| Vorbeschäftigungsverbot (§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG) | sachgrundlose Befristung **unzulässig**, wenn mit demselben Arbeitgeber **bereits zuvor** ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestand [§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG] |
| Abweichung durch Tarifvertrag (§ 14 Abs. 2 Satz 3 TzBfG) | Anzahl der Verlängerungen oder Höchstdauer können tariflich abweichend geregelt werden [§ 14 Abs. 2 Satz 3 TzBfG] |
| Neugegründete Unternehmen (§ 14 Abs. 2a TzBfG) | in den **ersten 4 Jahren** nach Gründung sachgrundlose Befristung **bis 4 Jahre** mit mehrfacher Verlängerung; nicht bei Umstrukturierung [§ 14 Abs. 2a TzBfG] |
| Ältere Arbeitnehmer (§ 14 Abs. 3 TzBfG) | ab vollendetem **52. Lebensjahr** und nach mind. **4 Monaten** Beschäftigungslosigkeit u. a.: sachgrundlose Befristung **bis 5 Jahre** mit mehrfacher Verlängerung [§ 14 Abs. 3 TzBfG] |
| Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG) | Befristungsabrede ist **nur schriftlich** wirksam [§ 14 Abs. 4 TzBfG] |
| Ordentliche Kündigung im befristeten Vertrag (§ 15 Abs. 4 TzBfG) | nur möglich, wenn **einzel- oder tarifvertraglich vereinbart** [§ 15 Abs. 4 TzBfG] |
| Folge unwirksamer Befristung (§ 16 TzBfG) | Vertrag gilt als **auf unbestimmte Zeit** geschlossen [§ 16 TzBfG] |
| Klagefrist – Entfristungsklage (§ 17 TzBfG) | **3 Wochen** nach dem vereinbarten Ende des Vertrages beim Arbeitsgericht [§ 17 Satz 1 TzBfG] |

## Geltungsbereich

Die §§ 14 ff. TzBfG gelten für **befristete Arbeitsverträge** in Deutschland. Ein Arbeitsvertrag kann **kalendermäßig** (Ende durch festes Datum oder feste Dauer) oder **zweckbefristet** (Ende mit Erreichen eines bestimmten Zwecks) abgeschlossen werden. Ein **zweckbefristeter** Vertrag endet frühestens **zwei Wochen** nach schriftlicher Unterrichtung über den Zeitpunkt der Zweckerreichung (§ 15 Absatz 2 TzBfG).

Wird für ein befristetes Arbeitsverhältnis eine **Probezeit** vereinbart, muss diese nach § 15 Absatz 3 TzBfG **im Verhältnis zur erwarteten Dauer der Befristung und zur Art der Tätigkeit** stehen.

## Ausnahmen und Sonderfälle

- **Tarifverträge** können nach § 14 Absatz 2 Satz 3 TzBfG die Anzahl der Verlängerungen oder die Höchstdauer der sachgrundlosen Befristung abweichend von der 2-Jahres-Regel festlegen. Nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer können im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages dessen Anwendung vereinbaren.
- **Neugegründete Unternehmen:** In den ersten vier Jahren nach der Gründung ist die sachgrundlose Befristung bis zu einer Dauer von vier Jahren zulässig (§ 14 Absatz 2a TzBfG). Das gilt nicht für Neugründungen im Zusammenhang mit der rechtlichen Umstrukturierung von Unternehmen und Konzernen.
- **Ältere Arbeitnehmer:** Wer bei Beginn des Arbeitsverhältnisses das 52. Lebensjahr vollendet hat und unmittelbar zuvor mindestens vier Monate beschäftigungslos war, Transferkurzarbeitergeld bezogen oder an einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme teilgenommen hat, kann bis zu fünf Jahre sachgrundlos befristet beschäftigt werden (§ 14 Absatz 3 TzBfG).
- **Automatische Verlängerung:** Wird das Arbeitsverhältnis nach Fristablauf mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt und widerspricht dieser nicht unverzüglich, gilt es nach § 15 Absatz 6 TzBfG als auf unbestimmte Zeit verlängert.

## Häufige Fehler und Missverständnisse

- **„Eine sachgrundlose Befristung ist immer bis zu zwei Jahre möglich."** Falsch — sie ist ausgeschlossen, wenn beim selben Arbeitgeber **schon einmal** irgendein Arbeitsverhältnis bestand (§ 14 Absatz 2 Satz 2 TzBfG, Vorbeschäftigungsverbot). Das Bundesverfassungsgericht hat dieses Verbot bestätigt; eine starre 3-Jahres-Grenze für „unschädliche" Vorbeschäftigung, wie sie das BAG früher angenommen hatte, ist mit dem Gesetz nicht vereinbar (BVerfG, 06.06.2018 – 1 BvL 7/14, 1 BvR 1375/14). Nur wenn die Vorbeschäftigung sehr lange zurückliegt, ganz anders geartet oder von sehr kurzer Dauer war, kann das Verbot ausnahmsweise unzumutbar sein. Eine rund **acht Jahre** zurückliegende Vorbeschäftigung ist dabei **nicht** „sehr lange her" und schließt die sachgrundlose Befristung aus (BAG, 23.01.2019 – 7 AZR 733/16).
- **„Mehr als drei Verlängerungen sind okay, solange unter zwei Jahren."** Falsch — innerhalb der Zwei-Jahres-Grenze sind höchstens **drei** Verlängerungen zulässig (§ 14 Absatz 2 Satz 1 TzBfG).
- **„Eine mündliche Befristung reicht."** Falsch — fehlt die **Schriftform**, ist die Befristung unwirksam und der Vertrag gilt als unbefristet (§ 14 Absatz 4, § 16 TzBfG).
- **„Bei einer Änderung der Vertragsbedingungen kann man die Befristung verlängern."** Vorsicht — eine „Verlängerung" im Sinne des § 14 Absatz 2 TzBfG setzt voraus, dass nur die Laufzeit geändert wird; werden gleichzeitig die Arbeitsbedingungen geändert, liegt regelmäßig ein **neuer** Vertrag vor, auf den das Vorbeschäftigungsverbot greift.

## Beispiel

Eine Arbeitnehmerin wird zum 01.03.2026 erstmals bei einem Arbeitgeber, bei dem sie noch nie beschäftigt war, **ohne Sachgrund** befristet eingestellt. Zulässig ist eine Gesamtdauer von **bis zu zwei Jahren** (also längstens bis 28.02.2028). Innerhalb dieser Frist darf der Vertrag **höchstens dreimal** verlängert werden, etwa: Erstvertrag bis 31.08.2026, 1. Verlängerung bis 28.02.2027, 2. Verlängerung bis 31.08.2027, 3. Verlängerung bis 28.02.2028. Eine vierte Verlängerung oder eine Laufzeit über zwei Jahre hinaus wäre unzulässig; der Vertrag gälte dann nach § 16 TzBfG als unbefristet. Will die Arbeitnehmerin die Unwirksamkeit der Befristung geltend machen, muss sie nach § 17 TzBfG **innerhalb von drei Wochen** nach dem vereinbarten Vertragsende Klage beim Arbeitsgericht erheben.



## Quellen

- gesetze-im-internet.de – § 14 TzBfG (Zulässigkeit der Befristung): https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__14.html
- gesetze-im-internet.de – § 15 TzBfG (Ende des befristeten Arbeitsvertrages): https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__15.html
- gesetze-im-internet.de – § 16 TzBfG (Folgen unwirksamer Befristung): https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__16.html
- gesetze-im-internet.de – § 17 TzBfG (Anrufung des Arbeitsgerichts): https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__17.html
- gesetze-im-internet.de – TzBfG (Gesamtgesetz): https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/BJNR196610000.html
- BAG, 23.01.2019 – 7 AZR 733/16 (Vorbeschäftigungsverbot; rund acht Jahre nicht „sehr lange her")
- BVerfG, 06.06.2018 – 1 BvL 7/14, 1 BvR 1375/14 (Verfassungsmäßigkeit des Vorbeschäftigungsverbots)

## Änderungsverlauf

- 2026-06-07: Erstveröffentlichung der Faktenseite, alle Quellen-URLs gegen amtliche Stellen gegengeprüft, Frontmatter-Felder gesetzt (legal_status, authority_level, wikidata_subjects). | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
## Stand

- Stand: 2026-06-07
- Gültig ab: 2001-01-01 (TzBfG in Kraft)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (gesetze-im-internet.de)
- Lizenz: CC BY 4.0
