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title: § 559e BGB – Heizungsumlage 10 %: Ausnahme vom 15-%-Pauschalabzug beim Einbau einer Gas- oder Ölheizung nach § 43 GModG (Stand 2026)
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# § 559e BGB – Heizungsumlage 10 %: Ausnahme vom 15-%-Pauschalabzug beim Einbau einer Gas- oder Ölheizung nach § 43 GModG (Stand 2026)

## Kurzantwort

**§ 559e BGB** erlaubt dem Vermieter, nach dem Einbau einer neuen Heizungsanlage die
**jährliche Miete um 10 Prozent** der für die Wohnung aufgewendeten Kosten zu erhöhen –
statt der regulären 8 Prozent nach [§ 559 Abs. 1 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559.html).
Voraussetzung ist, dass die Maßnahme die **Voraussetzungen für Zuschüsse aus öffentlichen
Haushalten dem Grunde nach erfüllt** *und* der Vermieter **tatsächlich Drittmittel in
Anspruch genommen** hat ([§ 559e Abs. 1 Satz 1 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html)).

Von den aufgewendeten Kosten sind normalerweise **pauschal 15 Prozent** als ersparte
Erhaltungskosten abzuziehen ([§ 559e Abs. 2 Satz 1 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html)).
**Neu seit dem 29. Juli 2026:** Dieser Pauschalabzug **gilt nicht**, „soweit Kosten durch den
Einbau einer Heizungsanlage im Sinne des § 43 des Gebäudemodernisierungsgesetzes entstanden
sind" ([§ 559e Abs. 2 Satz 2 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html)). § 43 GModG ist die
Vorschrift über **Gas-, Heizöl- und Flüssiggasheizungen** („Bio-Treppe"). Das amtliche
GModG-Infoportal des BBSR beschreibt die Wirkung ausdrücklich so: Es gilt „eine **Ausnahme vom
Pauschalabzug für Erhaltungsmaßnahmen** von 15 % der aufgewendeten Kosten, sodass die
**umlagefähigen Modernisierungskosten entsprechend höher ausfallen**"
([BBSR-GModG-Infoportal](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/GModG_neu/GModG_neu-node.html)).

Unverändert bleibt die **Kappungsgrenze von 0,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche innerhalb
von sechs Jahren** ([§ 559e Abs. 3 Satz 1 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html)). Sie
neutralisiert den Vorteil aus der Ausnahme in vielen Fällen vollständig.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Norm | § 559e BGB – „Mieterhöhung nach Einbau oder Aufstellung einer Heizungsanlage" [dejure.org/gesetze/BGB/559e] |
| Fassung in Kraft seit | **29.07.2026** [dejure.org; BGBl. 2026 I Nr. 226] |
| Geändert durch | Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften im Wärmebereich vom **23.07.2026**, verkündet **28.07.2026** [recht.bund.de, BGBl. 2026 I Nr. 226] |
| Erstfassung | 01.01.2024 (BGBl. 2023 I Nr. 280) [dejure.org] |
| Umlagesatz | **10 %** der aufgewendeten Kosten pro Jahr [§ 559e Abs. 1 Satz 1 BGB] |
| Regulärer Umlagesatz zum Vergleich | 8 % [§ 559 Abs. 1 Satz 1 BGB] |
| Anknüpfungstatbestand | Modernisierungsmaßnahme nach **§ 555b Nr. 1a BGB** = Einbau oder Aufstellung einer Heizungsanlage **im Sinne des § 42 GModG** [§ 555b Nr. 1a BGB] |
| Voraussetzung 1 | Maßnahme erfüllt **dem Grunde nach** die Voraussetzungen für Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten [§ 559e Abs. 1 Satz 1 BGB] |
| Voraussetzung 2 | Vermieter hat **Drittmittel nach § 559a BGB tatsächlich in Anspruch genommen** [§ 559e Abs. 1 Satz 1 BGB] |
| Rechtsfolge ohne Förderung | Erhöhung nur nach § 559 BGB (8 %) [§ 559e Abs. 1 Satz 2 BGB] |
| Pauschaler Erhaltungsabzug | **15 %** der aufgewendeten Kosten [§ 559e Abs. 2 Satz 1 BGB] |
| **Ausnahme vom Pauschalabzug** | **soweit** Kosten durch Einbau einer Heizungsanlage **im Sinne des § 43 GModG** entstanden sind [§ 559e Abs. 2 Satz 2 BGB; BBSR-GModG-Infoportal] |
| § 43 GModG erfasst | Heizungsanlagen, die **mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas** beschickt werden („Bio-Treppe") [gesetze-im-internet.de/geg/__43; BBSR] |
| Wirkung der Ausnahme | umlagefähige Modernisierungskosten fallen **höher** aus [BBSR-GModG-Infoportal] |
| Kappungsgrenze | **0,50 €/m² Wohnfläche in sechs Jahren** [§ 559e Abs. 3 Satz 1 BGB] |
| Kappung bei Kombination mit § 559-Maßnahmen | zusätzlich Grenzen des § 559 Abs. 3a Satz 1 und 2 BGB (3 €/m²; 2 €/m² bei Ausgangsmiete unter 7 €/m²) [§ 559e Abs. 3 Satz 2, § 559 Abs. 3a BGB] |
| Entsprechend anwendbar | § 559 Abs. 3, 4 und 5 sowie §§ 559b bis 559d BGB [§ 559e Abs. 4 BGB] |
| Abweichende Vereinbarung | **unwirksam** zum Nachteil des Mieters [§ 559e Abs. 5 BGB] |
| Sonderfall Wärmepumpe | zusätzlicher JAZ-Nachweis nach § 559f BGB, sonst nur 50 % Bemessungsgrundlage [§ 559f BGB] |
| Rechtsprechung zu § 559e BGB | **keine einschlägige** – zur Norm liegen bei dejure.org nur Entscheidungen zu Nachbarnormen vor [dejure.org] |

## Geltungsbereich

§ 559e BGB gilt für **Wohnraummietverhältnisse**. Die Norm steht in Buch 2, Abschnitt 8,
Titel 5, Untertitel 2, Kapitel 2, Unterkapitel 2 BGB („Regelungen über die Miethöhe")
und wird über [§ 549 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/549.html) auf Wohnraummietverhältnisse
angewendet.

**Erfasste Maßnahme.** Anknüpfungspunkt ist § 555b Nr. 1a BGB. Diese Nummer wurde zum
29.07.2026 neu gefasst: Modernisierungsmaßnahme ist danach jede bauliche Veränderung,
„durch die eine **Heizungsanlage im Sinne des § 42 des Gebäudemodernisierungsgesetzes** …
eingebaut oder aufgestellt wird"
([§ 555b Nr. 1a BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/555b.html)). Bis zum 28.07.2026 verwies
die Vorschrift auf die Anforderungen des § 71 GEG (65-%-Erneuerbare-Pflicht); diese ist mit
dem GModG entfallen. Der Kreis der erfassten Anlagen ist damit **weiter** geworden: Er
umfasst nun alle zehn Heizungsoptionen des § 42 GModG einschließlich der Gas- und
Ölheizung (siehe [GModG § 42 – die zehn zulässigen Heizungsoptionen](/fakten/gmodg-42-heizungsoptionen-grundsatz.html)).

**Zwei Fördervoraussetzungen.** § 559e Abs. 1 Satz 1 BGB verlangt kumulativ, dass die
Maßnahme dem Grunde nach förderfähig ist **und** der Vermieter Drittmittel im Sinne des
[§ 559a BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559a.html) tatsächlich abgerufen hat. Wird nicht
gefördert, obwohl die Voraussetzungen dem Grunde nach vorlagen, verweist § 559e Abs. 1
Satz 2 BGB auf die reguläre Umlage nach § 559 BGB. Der 10-%-Satz ist also **kein
Automatismus**, sondern der Preis dafür, dass ein Teil der Kosten bereits vom Staat
getragen wurde.

**Räumlich und zeitlich.** Bundesrecht, Geltung im gesamten Bundesgebiet. Die hier
beschriebene Fassung gilt für Mieterhöhungserklärungen ab dem **29.07.2026**.

## Die Ausnahme des § 559e Abs. 2 Satz 2 BGB im Detail

Der Wortlaut lautet:

> „(2) ¹§ 559 Absatz 2 Satz 1 ist mit der Maßgabe anwendbar, dass Kosten, die für
> Erhaltungsmaßnahmen erforderlich gewesen wären, pauschal in Höhe von 15 Prozent nicht zu
> den aufgewendeten Kosten gehören. ²Dies gilt nicht, soweit Kosten durch den Einbau einer
> Heizungsanlage im Sinne des § 43 des Gebäudemodernisierungsgesetzes entstanden sind."
> ([§ 559e Abs. 2 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html))

Drei Punkte sind praktisch entscheidend:

**1. § 43 GModG = fossile Heizung.** Die amtliche Überschrift des § 43 GModG lautet „Einbau
einer Heizungsanlage, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickt wird"
([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__43.html)). § 43 GModG
enthält die **„Bio-Treppe"**: Wer nach dem 29.07.2026 eine solche Heizung neu einbaut, muss
einen steigenden Mindestanteil biogener oder wasserstoffbasierter Brennstoffe einsetzen –
nach dem [BBSR-GModG-Infoportal](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/GModG_neu/GModG_neu-node.html)
**ab 2029 mindestens 10 %, ab 2030 mindestens 15 %, ab 2035 mindestens 30 % und ab 2040
mindestens 60 %** (Einzelheiten: [GModG „Bio-Treppe" (§ 43)](/fakten/gmodg-biotreppe.html)).

**2. „Soweit" bedeutet anteilig.** Die Ausnahme ist **kein Alles-oder-nichts-Schalter**. Sie
greift nur für den **Kostenanteil**, der auf die Anlage im Sinne des § 43 GModG entfällt.
Bei einer **Wärmepumpen-Hybridheizung** oder der Kombination einer Gasheizung mit einer
solarthermischen Anlage oder einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – die nach dem
BBSR-Infoportal alternativ zur Bio-Treppe die Anforderungen erfüllen können (§§ 43, 45, 46
GModG) – müssen die Kosten daher **aufgeteilt** werden: 15-%-Pauschale nur auf den
Nicht-§-43-Anteil.

**3. Wirkungsrichtung: zugunsten des Vermieters.** Die Ausnahme **erhöht** die
Bemessungsgrundlage. Das ist bemerkenswert, weil sie ausgerechnet die **fossile** Heizung
begünstigt. Systematisch ist sie das mietrechtliche Gegenstück zur Kostenbeteiligung des
Vermieters an den Brennstoff- und CO2-Kosten neuer Gas- und Ölheizungen nach den
neuen §§ 5a–5d CO2KostAufG (siehe
[Mieterschutz bei neuer Gas- oder Ölheizung](/fakten/mieterschutz-gas-oelheizung-co2kostaufg-5a.html)):
Der Vermieter darf beim Einbau mehr umlegen, trägt dafür im Betrieb dauerhaft einen Teil
der Brennstoffmehrkosten.

## Rechenweg und Beispiel

Die Reihenfolge der Abzüge ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt. Nach der zu
§ 559e BGB in der Fassung 2024 verbreiteten Auffassung wird die **15-%-Pauschale von den
Bruttokosten vor** dem Abzug der Drittmittel berechnet (so
[mietrecht.org unter Verweis auf BT-Drs. 20/7619, S. 98](https://www.mietrecht.org/modernisierung/heizungsaustausch-559e-bgb/)).
Diese Reihenfolge ist hier zugrunde gelegt, aber **nicht amtlich verifiziert** (siehe
„Offene Punkte").

**Fall.** Mehrfamilienhaus mit 400 m² Wohnfläche, Wohnung des Mieters 60 m² (= 15 %). Der
Vermieter ersetzt die Heizung durch eine geförderte Hybridlösung. Gesamtkosten
**30.000 €**, davon entfallen **10.000 €** auf den Gaskessel als Anlage im Sinne des
§ 43 GModG. Drittmittel: **6.000 €**.

| Schritt | Mit Ausnahme (§ 559e Abs. 2 S. 2 BGB) | Ohne Ausnahme (Vergleichsrechnung) |
|---|---|---|
| Aufgewendete Kosten | 30.000 € | 30.000 € |
| 15-%-Pauschale | nur auf 20.000 € = **3.000 €** | auf 30.000 € = 4.500 € |
| Zwischensumme | 27.000 € | 25.500 € |
| abzüglich Drittmittel | − 6.000 € = **21.000 €** | − 6.000 € = 19.500 € |
| Anteil der Wohnung (15 %) | 3.150 € | 2.925 € |
| Jahresbetrag (10 %) | **315,00 €** | 292,50 € |
| Monatlich | 26,25 € | 24,38 € |
| Je Quadratmeter | 0,44 €/m² | 0,41 €/m² |
| Kappungsgrenze 0,50 €/m² | nicht erreicht | nicht erreicht |

Der Unterschied beträgt hier **22,50 € im Jahr** – rund 1,88 € im Monat. Bei höheren
Kosten wird der Effekt größer, läuft dann aber regelmäßig gegen die Kappungsgrenze von
0,50 €/m² und wird dadurch **abgeschnitten**.

## Ausnahmen

- **Keine Förderung in Anspruch genommen.** Dann greift § 559e BGB insgesamt nicht; es
  bleibt bei 8 % nach § 559 Abs. 1 BGB ([§ 559e Abs. 1 Satz 2 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html)).
  Die 15-%-Pauschale des § 559e Abs. 2 BGB entfällt dann ebenfalls – stattdessen ist der
  Erhaltungsanteil nach § 559 Abs. 2 BGB **konkret zu schätzen**.
- **Wahlrecht des Vermieters.** Der Vermieter muss von § 559e BGB keinen Gebrauch machen; er
  kann auch bei erfüllten Voraussetzungen nach § 559 BGB (8 %) erhöhen. Das kann günstiger
  sein, wenn der konkrete Erhaltungsanteil sehr niedrig ist.
- **Härtefall.** Über § 559e Abs. 4 BGB i. V. m. [§ 559 Abs. 4 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559.html)
  ist die Erhöhung ausgeschlossen, soweit sie unter Berücksichtigung der künftigen
  Betriebskosten eine nicht zu rechtfertigende Härte bedeutet. Der Ausschluss der
  Härteabwägung bei nicht zu vertretenden Umständen (§ 559 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 BGB) greift
  beim Heizungseinbau nach § 555b Nr. 1 oder Nr. 1a BGB **nicht** – der Mieter kann sich
  also auch dann auf eine Härte berufen, wenn der Vermieter gesetzlich zum Einbau
  verpflichtet war.
- **Wärmepumpe ohne JAZ-Nachweis.** Fehlt der Nachweis einer Jahresarbeitszahl von
  mindestens 2,5, darf der Vermieter nur 50 % der Kosten zugrunde legen – auch bei einer
  Erhöhung nach § 559e Abs. 1 BGB (siehe
  [§ 559f BGB – Nachweis der Jahresarbeitszahl 2,5](/fakten/bgb-559f-mieterhoehung-waermepumpe.html)).
- **Abweichende Vereinbarungen** zum Nachteil des Mieters sind unwirksam
  ([§ 559e Abs. 5 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html)).

## Häufige Fehler

- **„Die Ausnahme gilt für jede neue Heizung."** Falsch. Sie gilt nur, „soweit" Kosten auf
  eine Anlage **im Sinne des § 43 GModG** – also Gas, Heizöl, Flüssiggas – entfallen. Für
  eine reine Wärmepumpe, eine Biomasseanlage oder einen Fernwärmeanschluss bleibt es beim
  15-%-Abzug.
- **§ 42 und § 43 GModG verwechseln.** § 555b Nr. 1a BGB verweist auf **§ 42** GModG (alle
  zehn Heizungsoptionen), § 559e Abs. 2 Satz 2 BGB dagegen auf **§ 43** GModG (nur fossile
  Anlagen). Beide Verweise haben unterschiedliche Reichweite.
- **„Ohne die Pauschale wird gar nichts abgezogen."** Das ist die naheliegende, aber nicht
  gesicherte Lesart. Ob nach dem Wegfall der Maßgabe § 559 Abs. 2 Satz 1 BGB mit einer
  **konkreten Schätzung** des Erhaltungsanteils wieder auflebt, ist ungeklärt (siehe
  „Offene Punkte"). Das BBSR beschreibt lediglich das Ergebnis „entsprechend höhere"
  umlagefähige Kosten.
- **Kappungsgrenze übersehen.** Die 0,50 €/m² in sechs Jahren gelten unabhängig davon, wie
  hoch die rechnerische Umlage ausfällt. In der Mehrzahl der Fälle mit vollständigem
  Heizungstausch ist die Grenze der eigentlich limitierende Faktor, nicht der
  Erhaltungsabzug.
- **Drittmittel nicht angegeben.** Die Erhöhungserklärung muss Angaben zu Drittmitteln
  enthalten; fehlen sie, ist die Erklärung formell fehlerhaft
  (§ 559e Abs. 4 BGB i. V. m. [§ 559b BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/559b.html);
  zur Anforderung vgl. BGH, Urteil vom 19.07.2023 – VIII ZR 416/21).
- **Indexmiete.** Bei vereinbarter Indexmiete ist eine Modernisierungsmieterhöhung, die auf
  § 559e BGB und eine Maßnahme nach § 555b Nr. 1a BGB gestützt wird, nach § 557b Abs. 2
  Satz 2 Halbsatz 2 BGB ausgeschlossen.
- **„Das gilt schon seit 2024."** Nein. § 559e BGB gibt es seit dem 01.01.2024, die
  **Ausnahme vom Pauschalabzug** in Absatz 2 Satz 2 aber erst seit dem **29.07.2026**.

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## Offene Punkte / Vorbehalt

`factcheck_status: review_needed` – die folgenden Punkte sind **nicht abschließend** aus
amtlicher Quelle belegt:

1. **Reichweite des „Dies gilt nicht" in § 559e Abs. 2 Satz 2 BGB.** Zwei Lesarten sind
   vertretbar: (a) § 559 Abs. 2 Satz 1 BGB ist insoweit **gar nicht** anwendbar – es wird
   überhaupt kein Erhaltungsanteil abgezogen; (b) nur die **Maßgabe** (Pauschalierung)
   entfällt, sodass der Erhaltungsanteil nach § 559 Abs. 2 Satz 1 BGB **konkret zu
   schätzen** ist. Das BBSR-Infoportal formuliert das Ergebnis als „entsprechend höhere"
   umlagefähige Kosten, was für (a) spricht, entscheidet die Frage aber nicht ausdrücklich.
   Die Gesetzesbegründung zu Artikel 5 des Änderungsgesetzes wurde **nicht im Volltext
   ausgewertet**.
2. **Reihenfolge der Abzüge** (15-%-Pauschale vor oder nach Abzug der Drittmittel). Die hier
   verwendete Reihenfolge stammt aus Sekundärliteratur zur Fassung 2024 unter Verweis auf
   BT-Drs. 20/7619, S. 98; sie wurde für die Fassung ab 29.07.2026 **nicht neu verifiziert**.
   Das Rechenbeispiel ist deshalb als Illustration, nicht als verbindliche Berechnung zu
   lesen.
3. **Volltext des § 43 GModG.** Die Einzelnorm-Lesefassung auf
   `gesetze-im-internet.de/geg/__43.html` war maschinell **nicht auswertbar** (leere
   Antwort); dasselbe gilt für `buzer.de/43_GModG.htm`. Die Angaben zu § 43 GModG stützen
   sich auf die amtliche Darstellung des BBSR-GModG-Infoportals und die
   Paragraphenüberschrift. **Widersprüchliche Sekundärangaben:** Für die erste Stufe der
   Bio-Treppe kursieren „ab 2029 mindestens 10 %" (BBSR-Infoportal, hier verwendet) und
   „ab 2029 mindestens 15 %". Vor einer Detailaussage zu § 43 GModG ist der amtliche
   Volltext heranzuziehen.
4. **Praktische Reichweite der Ausnahme.** Ob und in welchen Konstellationen eine Anlage im
   Sinne des § 43 GModG überhaupt die **Förderfähigkeit dem Grunde nach** nach
   § 559e Abs. 1 Satz 1 BGB erreicht, ist nicht abschließend geklärt. Die BEG-Heizungs-
   förderung fördert Gas- und Ölheizungen nicht als solche; in Betracht kommen vor allem
   **Hybridkonstellationen** mit einem geförderten erneuerbaren Anlagenteil. Die
   Kostenaufteilung zwischen § 43-Anteil und übrigem Anteil ist gesetzlich nicht geregelt.
5. **Aufteilungsmaßstab bei mehreren Wohnungen.** § 559e Abs. 4 BGB i. V. m.
   § 559 Abs. 3 BGB verlangt eine „angemessene" Aufteilung; ein gesetzlicher Schlüssel
   fehlt. Das Beispiel verwendet den Wohnflächenanteil, was üblich, aber nicht zwingend ist.
6. **Rechtsprechung.** Zu § 559e BGB in der Fassung ab 29.07.2026 liegt **keine**
   Rechtsprechung vor. Die bei dejure.org unter der Norm geführten Entscheidungen
   (BVerfG, 23.07.2026 – 2 BvE 4/23; LG Berlin II, 13.01.2026 – 63 S 275/25;
   AG Berlin-Mitte, 25.11.2025 – 104 C 5062/25) betreffen das Gesetzgebungsverfahren bzw.
   Indexmietklauseln und sind für Absatz 2 Satz 2 **nicht einschlägig**; sie werden hier
   bewusst nicht als Beleg zitiert.




## Quellen

- § 559e BGB – Mieterhöhung nach Einbau oder Aufstellung einer Heizungsanlage, Volltext mit
  Fassungsnachweis (Autorität B, Normdatenbank mit Fundstellennachweis):
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html
- § 559e BGB – amtliche Lesefassung (Autorität A):
  https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__559e.html
- § 559 BGB – Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen (8 %, Erhaltungsabzug nach Abs. 2,
  Kappungsgrenzen nach Abs. 3a, Härtefall nach Abs. 4):
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559.html
- § 555b BGB – Modernisierungsmaßnahmen, Nummer 1a in der Fassung ab 29.07.2026 (Verweis auf
  § 42 GModG): https://dejure.org/gesetze/BGB/555b.html
- § 559a BGB – Anrechnung von Drittmitteln: https://dejure.org/gesetze/BGB/559a.html
- § 559b BGB – Geltendmachung der Erhöhung, Wirkung der Erhöhungserklärung:
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559b.html
- BBSR / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, GModG-Infoportal, „Neuregelungen mit dem
  Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)" – amtliche Beschreibung der Ausnahme vom
  15-%-Pauschalabzug für Heizungsanlagen nach § 43 GModG, Bio-Treppe-Stufen, Änderungen des
  CO2KostAufG und Übernahme des § 71o GEG in § 559f BGB (Autorität A):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/GModG_neu/GModG_neu-node.html
- BBSR-GModG-Infoportal, „Regelungen zum Mieterschutz" (Autorität A):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/ErgaenzendeRegelungen/Mieterschutz/Mieterschutz-node.html
- § 43 GModG – Einbau einer Heizungsanlage, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickt
  wird, nichtamtliche Lesefassung (Autorität A; Abruf lieferte zum Redaktionsschluss keinen
  auswertbaren Volltext): https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__43.html
- GModG – nichtamtliches Inhaltsverzeichnis der Lesefassung (Gültigkeitszeitraum
  29.07.2026 bis 31.12.2026, Autorität A): https://www.gesetze-im-internet.de/geg/
- Verkündung des Änderungsgesetzes, BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026
  (Ausfertigung 23.07.2026, Autorität A): https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html
- BBSR, konsolidierte nichtamtliche Lesefassung des GModG mit Kennzeichnung der Änderungen
  gegenüber dem GEG 2024 (PDF, Autorität A):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Downloads/DE/GMG/GModG_Kons_Lesefass.pdf
- Mietrecht.org, „Heizungsaustausch: Mieterhöhung um 10 % nach § 559e BGB" – Rechenweg,
  Reihenfolge der Abzüge und Wahlrecht zwischen § 559 und § 559e BGB unter Verweis auf
  BT-Drs. 20/7619, S. 97 f. (Autorität C, Fachportal; bezieht sich auf die Fassung 2024):
  https://www.mietrecht.org/modernisierung/heizungsaustausch-559e-bgb/
- § 43 GModG bei buzer.de (Fassungsvergleich; Abruf lieferte zum Redaktionsschluss keinen
  auswertbaren Volltext, Autorität C): https://www.buzer.de/43_GModG.htm

## Änderungsverlauf

- 2026-08-26: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Normwortlaut des § 559e BGB in der. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
  Fassung ab 29.07.2026 (10-%-Umlagesatz, doppelte Fördervoraussetzung, 15-%-Pauschalabzug
  nach Absatz 2 Satz 1, Ausnahme für Heizungsanlagen im Sinne des § 43 GModG nach Absatz 2
  Satz 2, Kappungsgrenze 0,50 €/m² in sechs Jahren nach Absatz 3, Verweisungen in Absatz 4,
  Unabdingbarkeit nach Absatz 5) gegen dejure.org mit Fassungsnachweis abgeglichen;
  § 555b Nr. 1a BGB in der Fassung ab 29.07.2026 (Verweis auf § 42 GModG statt auf § 71 GEG)
  und § 559 Abs. 1, 2, 3a und 4 BGB ebenfalls gegen dejure.org geprüft. Die Wirkung der
  Ausnahme („umlagefähige Modernisierungskosten fallen entsprechend höher aus") ist wörtlich
  aus dem amtlichen BBSR-GModG-Infoportal belegt; Inkrafttreten 29.07.2026 und Fundstelle
  BGBl. 2026 I Nr. 226 (Ausfertigung 23.07.2026, Verkündung 28.07.2026) gegen dejure.org und
  das BBSR-Infoportal belegt. Keine BGH-Fundstelle als Beleg verwendet, da zu § 559e BGB
  keine einschlägige Rechtsprechung existiert. factcheck_status=review_needed wegen sechs
  offener Punkte, insbesondere der Reichweite des „Dies gilt nicht" in Absatz 2 Satz 2, der
  Reihenfolge der Abzüge und des nicht maschinell auswertbaren Volltextes des § 43 GModG. |
  change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published"
  reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-08-26
- Gültig ab: 2026-07-29 (Inkrafttreten der Neufassung des § 559e BGB, Artikel 5 des
  Änderungsgesetzes vom 23.07.2026)
- Gültig bis: offen
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (BBSR-GModG-Infoportal, gesetze-im-internet.de, Bundesgesetzblatt),
  ergänzt um die Normdatenbank dejure.org für den Volltext mit Fassungsnachweis
- Lizenz: CC BY 4.0
- Hinweis: factcheck_status=review_needed – siehe Abschnitt „Offene Punkte / Vorbehalt".
