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title: Biomasseheizung – Förderfähigkeit und technische Voraussetzungen (BEG EM 2026)
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# Biomasseheizung – Förderfähigkeit und technische Voraussetzungen (BEG EM 2026)

## Kurzantwort

Eine Biomasseheizung (Pellet-, Hackgut- oder Scheitholzkessel) wird über die **Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)** gefördert, wenn sie eine Reihe technischer Mindestanforderungen erfüllt. Zentral sind: eine **Nennwärmeleistung von mindestens 5 kW**, ein ausreichend dimensionierter **Pufferspeicher** (mindestens 30 Liter je kW bei automatisch beschickten Kesseln, 55 Liter je kW bei Scheitholz- und Kombikesseln), eine Prüfung nach der einschlägigen EN-Norm sowie eine **Kombinationsvorgabe**: Der Klimageschwindigkeits-Bonus für Biomasseanlagen wird nur gewährt, wenn die Heizung mit einer Solarthermie-, Photovoltaik- oder Wärmepumpenlösung für die Warmwasserbereitung kombiniert wird. Für besonders emissionsarme Anlagen mit einem Staubgrenzwert von höchstens **2,5 mg/m³** gibt es zusätzlich einen pauschalen **Emissionsminderungszuschlag von 2.500 €**. Zuständig für die Heizungsförderung ist seit 2024 die **KfW** (Programm 458 für Privatpersonen).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | Förderrichtlinie „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen" (BEG EM) vom 21.12.2023, BAnz AT 29.12.2023 B1 |
| Laufzeit der Richtlinie | 1.1.2024 bis 31.12.2030 |
| Zuständige Stelle (Wärmeerzeuger) | KfW (BEG EM Nr. 5.3 Buchst. a–f, h–j); Antrag im Kundenportal „Meine KfW" |
| Mindest-Nennwärmeleistung | 5 kW (thermische Nutzung) |
| Grundförderung | 30 % der förderfähigen Ausgaben |
| Klimageschwindigkeits-Bonus | +20 % (bis 2028, danach Reduktion nach BEG EM Nr. 8.4.4) |
| Einkommens-Bonus | +30 % (bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €) |
| Maximaler Fördersatz | 70 % |
| Höchstgrenze förderfähige Ausgaben | 30.000 € (1. Wohneinheit), je 15.000 € (2.–6. WE) |
| Kombinationsvorgabe (für Klimageschwindigkeits-Bonus) | Solarthermie **oder** PV zur elektrischen Warmwasserbereitung **oder** Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung/Raumheizungsunterstützung |
| Pufferspeicher (Pellet-/Hackgutkessel, Pelletofen m. Wassertasche) | mindestens 30 Liter je kW Nennwärmeleistung |
| Pufferspeicher (Scheitholzvergaser-, Kombikessel) | mindestens 55 Liter je kW Nennwärmeleistung |
| Prüfnorm Pellet-/Hackgut-/Scheitholzkessel | EN 303-5 (akkreditiertes Prüfinstitut, ISO 17025) |
| Prüfnorm Pelletofen mit Wassertasche | EN 14785 |
| Emissionsminderungszuschlag | pauschal 2.500 € bei Staubgrenzwert ≤ 2,5 mg/m³ (bei 13 % O₂), unabhängig von der Höchstgrenze |
| Staubfilter-Förderung | für Feuerungsanlagen ab 4 kW (außer Einzelraumfeuerungsanlagen) |

## Geltungsbereich

Gefördert wird die **Errichtung oder Erweiterung** von Heizungsanlagen mit Biomasseanlagen für die thermische Nutzung ab mindestens 5 kW Nennwärmeleistung in **bestehenden Gebäuden**. Antragsberechtigt sind alle Investoren – etwa Hauseigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Contractoren, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen. Die Zuständigkeit für Wärmeerzeuger liegt seit dem 1. Januar 2024 bei der **KfW**; Privatpersonen beantragen den Zuschuss im Programm **KfW 458** über das Kundenportal „Meine KfW". Gebäudenetze und Effizienz-Einzelmaßnahmen (z. B. Dämmung, Anlagentechnik, Heizungsoptimierung) werden dagegen weiterhin vom **BAFA** gefördert. Details zur Förderhöhe: [KfW 458 – Heizungsförderung für Privatpersonen](/fakten/kfw-458-heizungsfoerderung.html).

## Welche Biomasseanlagen sind förderfähig?

Förderfähig sind nach den Technischen Mindestanforderungen (TMA Nr. 3.3 der Anlage zur BEG EM):

- **Pellet- und Hackgutkessel**, die automatisch beschickt sind, über Leistungs- und Feuerungsregelung sowie automatische Zündung verfügen, nach **EN 303-5** durch ein akkreditiertes Prüfinstitut geprüft sind und einen Pufferspeicher von mindestens **30 Liter je kW** einbinden.
- **Pelletöfen mit Wassertasche**, automatisch beschickt, mit Leistungs-/Feuerungsregelung und automatischer Zündung, geprüft nach **EN 14785**, Pufferspeicher mindestens **30 Liter je kW**.
- **Besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel** mit Leistungs- und Feuerungsregelung (Temperaturfühler hinter der Verbrennungskammer und/oder Lambdasonde), Pufferspeicher mindestens **55 Liter je kW**, geprüft nach **EN 303-5**.
- **Kombinationskessel** für Pellets/Hackgut und Scheitholz mit entsprechender Regelung und Pufferspeicher mindestens **55 Liter je kW**.

Die Anlage muss zudem der **1. BImSchV** (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) entsprechen; gefördert wird die Verbrennung fester Biomasse nach § 3 Abs. 1 Nr. 4, 5, 5a, 8 oder 13 der 1. BImSchV.

## Nicht förderfähig

- **luftgeführte Pelletöfen**
- **handbeschickte Einzelöfen**
- Anlagen, die überwiegend der Verfeuerung von Abfallstoffen dienen (Ausnahme: Altholz der Kategorie A1)
- Biomasseanlagen, die unter **Naturzugbedingungen** betrieben werden
- Anlagen, für die die 17. BImSchV (Abfallverbrennung) gilt

## Die Kombinationsvorgabe im Detail

Für die Errichtung von Biomasseheizungen (BEG EM Nr. 5.3 Buchst. b) wird der **Klimageschwindigkeits-Bonus** nur gewährt, wenn die Anlage mit **einer** der folgenden Techniken kombiniert wird:

- einer **solarthermischen Anlage**,
- einer **Photovoltaikanlage** zur elektrischen Warmwasserbereitung, oder
- einer **Wärmepumpe** zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizungsunterstützung.

Diese ergänzende Anlage ist mindestens so zu dimensionieren, dass sie die **Trinkwassererwärmung bilanziell vollständig decken** könnte; die Bilanzierung orientiert sich an den Standardwerten der **DIN V 18599**. Die Grundförderung von 30 % bleibt von der Kombinationsvorgabe unberührt – sie betrifft ausschließlich den zusätzlichen Klimageschwindigkeits-Bonus.

## Emissionsminderungszuschlag

Für Feuerungsanlagen für feste Biomasse (BEG EM Nr. 5.3 Buchst. b oder g) wird ein Zuschlag gewährt, wenn sie nachweislich den **Emissionsgrenzwert für Staub von 2,5 mg/m³** (bezogen auf 13 % Sauerstoffgehalt im Abgas, Normzustand 273 K, 1013 hPa) einhalten. Der Zuschlag beträgt **pauschal 2.500 €** und wird **unabhängig von der Höchstgrenze** der förderfähigen Ausgaben gewährt. Erreicht wird der niedrige Staubwert in der Praxis über einen **Staubabscheider/Partikelfilter**. Die Förderung dieses Zuschlags wird laut Förderrichtlinie in den kommenden Jahren evaluiert und gegebenenfalls angepasst.

## Häufige Fehler / Missverständnisse

- **„Jeder Pelletofen ist förderfähig."** Falsch – luftgeführte Pelletöfen und handbeschickte Einzelöfen sind ausdrücklich ausgeschlossen. Gefördert werden nur wasserführende, automatisch beschickte Anlagen mit Pufferspeicher.
- **„Ich brauche keinen Pufferspeicher."** Falsch – ein Pufferspeicher von mindestens 30 Liter je kW (bzw. 55 Liter je kW bei Scheitholz-/Kombikesseln) ist Fördervoraussetzung.
- **„Die Solarthermie-Kombination ist Pflicht für jede Förderung."** Nur teilweise – die Kombinationsvorgabe betrifft den **Klimageschwindigkeits-Bonus**, nicht die Grundförderung von 30 %.
- **„Der 2.500-€-Zuschlag zählt in die 30.000-€-Grenze hinein."** Nein – der Emissionsminderungszuschlag wird zusätzlich und außerhalb der Höchstgrenze der förderfähigen Ausgaben gewährt.
- **„Das BAFA fördert meine neue Pelletheizung."** Nicht mehr – seit 2024 ist für den Wärmeerzeuger die KfW zuständig (Programm 458); das BAFA fördert nur noch Gebäudenetze und Effizienzmaßnahmen.

## Beispiel

Ein selbst nutzender Eigentümer eines Einfamilienhauses (eine Wohneinheit) tauscht seine 22 Jahre alte Gasheizung gegen einen Pelletkessel mit 12 kW Nennwärmeleistung. Er bindet einen Pufferspeicher von 400 Litern ein (> 30 Liter je kW erfüllt) und ergänzt eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung – damit ist die Kombinationsvorgabe erfüllt. Über KfW 458 erhält er die Grundförderung von 30 % plus den Klimageschwindigkeits-Bonus von 20 % auf die bis 30.000 € förderfähigen Kosten. Hält der Kessel den Staubgrenzwert von 2,5 mg/m³ ein, kommen zusätzlich 2.500 € Emissionsminderungszuschlag hinzu.



## Quellen

- FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V., BMEL) – Heizungsförderung für effiziente Gebäude (BEG EM), technische Voraussetzungen und förderfähige Biomasseanlagen: https://heizen.fnr.de/service/heizungsfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude
- Förderrichtlinie „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen" (BEG EM) vom 21.12.2023, BAnz AT 29.12.2023 B1: https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/TevdpcR9NeEp7m7RhbJ/content/TevdpcR9NeEp7m7RhbJ/BAnz%20AT%2029.12.2023%20B1.pdf
- KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Heizungsf%C3%B6rderung-f%C3%BCr-Privatpersonen-Wohngeb%C3%A4ude-(458)/
- BAFA – Bundesförderung für effiziente Gebäude (Einzelmaßnahmen, Gebäudenetze/Effizienz): https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node.html
- Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV): https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/

## Änderungsverlauf

- 2026-07-03: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Alle technischen Werte gegen die amtliche FNR-/BMEL-Darstellung der BEG-EM-Förderrichtlinie gegengeprüft, Quellen-URLs auf amtliche Stellen gesetzt, Frontmatter-Felder (legal_status, authority_level, wikidata_subjects, factcheck_status) gesetzt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
## Stand

- Stand: 2026-07-03
- Gültig ab: 2024-01-01 (BEG EM in der Fassung vom 21.12.2023)
- Gültig bis: 2030-12-31 (Laufzeit der Förderrichtlinie)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (FNR/BMEL-Darstellung der amtlichen BEG-EM-Richtlinie) ergänzt um KfW-/BAFA-Programmseiten und Gesetzestext (1. BImSchV)
- Lizenz: CC BY 4.0
