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title: Drittauskünfte des Gerichtsvollziehers (§ 802l ZPO)
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topic: prozess-vollstreckungsrecht
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# Drittauskünfte des Gerichtsvollziehers (§ 802l ZPO)

## Kurzantwort

**Drittauskünfte** sind Auskünfte über das Vermögen eines Schuldners, die der **Gerichtsvollzieher** nicht beim Schuldner selbst, sondern bei **staatlichen Stellen** einholt. Rechtsgrundlage ist **§ 802l ZPO**. Erfasst sind genau **drei** Maßnahmen (§ 802l Abs. 1 Satz 1):

1. **Arbeitgeberdaten** – Name, Vornamen oder Firma sowie Anschrift der **derzeitigen Arbeitgeber** des Schuldners, erhoben bei den **Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung** und bei einer **berufsständischen Versorgungseinrichtung** im Sinne des § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI.
2. **Kontenabruf** – ein **Ersuchen an das Bundeszentralamt für Steuern**, bei den Kreditinstituten die in **§ 93b Abs. 1 und 1a AO** bezeichneten Daten abzurufen, **ausgenommen die Identifikationsnummer** nach § 139b AO (§ 93 Abs. 8 AO).
3. **Fahrzeugdaten** – **Fahrzeug- und Halterdaten** nach § 33 Abs. 1 StVG beim **Kraftfahrt-Bundesamt** zu einem Fahrzeug, als dessen **Halter** der Schuldner eingetragen ist.

Alle drei Maßnahmen sind nur zulässig, **soweit sie zur Vollstreckung erforderlich sind** – und zusätzlich nur, wenn **eine** der drei Voraussetzungen des **§ 802l Abs. 1 Satz 2** vorliegt: die **Ladung** zum Termin zur Abgabe der Vermögensauskunft ist **nicht zustellbar** (unter den engen Zusatzbedingungen der Buchstaben a bis c), der Schuldner **kommt seiner Pflicht zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht nach**, oder bei einer Vollstreckung in die **in der Vermögensauskunft aufgeführten** Gegenstände ist eine **vollständige Befriedigung** des Gläubigers **nicht zu erwarten**.

Der geltende Wortlaut kennt **keine Mindesthöhe der Forderung**. Angaben, wonach die Hauptforderung mindestens 500 Euro betragen müsse, geben eine **frühere Rechtslage** wieder; die heutige Fassung beruht auf dem Gesetz vom **07.05.2021** (BGBl. I S. 850) und gilt seit dem **1. Januar 2022**.

Die Drittauskunft ist eine **Regelbefugnis** des Gerichtsvollziehers: Nach **§ 802a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO** ist er auf Grund eines entsprechenden **Vollstreckungsauftrags** und der Übergabe der vollstreckbaren Ausfertigung befugt, Auskünfte Dritter über das Vermögen des Schuldners einzuholen. Die Maßnahme muss im Auftrag **bezeichnet** werden (§ 802a Abs. 2 Satz 2).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | **§ 802l ZPO** (Auskunftsrechte des Gerichtsvollziehers) |
| Geltende Fassung | Gesetz zur Verbesserung des Schutzes von Gerichtsvollziehern vor Gewalt … vom **07.05.2021** (BGBl. I S. 850), in Kraft seit **01.01.2022** |
| Wer handelt | der **Gerichtsvollzieher** – nicht der Gläubiger selbst |
| Auskunft 1 | **derzeitige Arbeitgeber** (Name/Vornamen oder Firma, Anschrift) bei den **Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung** und bei einer **berufsständischen Versorgungseinrichtung** (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI) |
| Auskunft 2 | **Kontenabruf** über das **Bundeszentralamt für Steuern**: Daten nach **§ 93b Abs. 1 und 1a AO**, **ohne** Identifikationsnummer nach § 139b AO (§ 93 Abs. 8 AO) |
| Auskunft 3 | **Fahrzeug- und Halterdaten** nach **§ 33 Abs. 1 StVG** beim **Kraftfahrt-Bundesamt** |
| Grundvoraussetzung | Maßnahme muss **zur Vollstreckung erforderlich** sein (§ 802l Abs. 1 Satz 1) |
| Zusatzvoraussetzung Nr. 1 | **Ladung** zum Vermögensauskunftstermin **nicht zustellbar** – zusätzlich Buchst. a (Adressabgleich mit einer Stelle nach § 755 Abs. 1, 2 ZPO binnen **drei Monaten** vor oder nach dem Zustellungsversuch), b (Melderegister kennt **nach** dem Zustellungsversuch keine Anschrift) oder c (Melderegisterauskunft binnen **drei Monaten vor** Auftragserteilung: keine Anschrift bekannt) |
| Zusatzvoraussetzung Nr. 2 | Schuldner **kommt seiner Pflicht zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht nach** – im **zugrunde liegenden** Vollstreckungsverfahren |
| Zusatzvoraussetzung Nr. 3 | bei Vollstreckung in die **in der Vermögensauskunft aufgeführten** Gegenstände ist **keine vollständige Befriedigung** zu erwarten |
| Sonderregel berufsständische Versorgung | zusätzlich: Gläubiger muss die Einrichtung **bezeichnen** und **tatsächliche Anhaltspunkte** für eine Mitgliedschaft nennen (§ 802l Abs. 1 Satz 3) |
| Regelbefugnis | **§ 802a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO**; Maßnahme im **Vollstreckungsauftrag zu bezeichnen** (Satz 2) |
| Datenlöschung | nicht erforderliche Daten **unverzüglich löschen** oder deren **Verarbeitung einschränken**; die Löschung ist zu **protokollieren** (§ 802l Abs. 2) |
| Information des Gläubigers | **unverzüglich** nach Erhalt (§ 802l Abs. 3 Satz 1) |
| Information des Schuldners | **innerhalb von vier Wochen** nach Erhalt (§ 802l Abs. 3 Satz 1) |
| Zweckbindung beim Gläubiger | Daten nur **zu Vollstreckungszwecken** verarbeiten, nach Zweckerreichung **löschen** (§ 802d Abs. 1 Satz 3 i. V. m. § 802l Abs. 3 Satz 2) |
| Weitergabe an weiteren Gläubiger | zulässig, wenn die Daten **innerhalb der letzten drei Monate** beim Gerichtsvollzieher eingegangen sind **und** die Erhebungsvoraussetzungen auch beim weiteren Gläubiger vorliegen (§ 802l Abs. 4 Satz 1) |
| Hinweispflicht dabei | Mitteilung, dass die Daten **in einem anderen Verfahren** erhoben wurden, und **Zeitpunkt ihres Eingangs** (§ 802l Abs. 4 Satz 2) |
| Erneute Auskunft | auf **Antrag** des weiteren Gläubigers, wenn Anhaltspunkte für eine **Änderung der Vermögensverhältnisse** vorliegen (§ 802l Abs. 4 Satz 3) |
| Information bei Weitergabe | Schuldner **innerhalb von vier Wochen** nach der Übermittlung (§ 802l Abs. 5) |
| Mindestforderung | **keine** – der geltende Wortlaut enthält **keine Betragsgrenze** |
| Gegenstandswert Anwaltsgebühr | **höchstens 2 000 Euro** in Verfahren über die Einholung von Drittauskünften (§ 25 Abs. 1 Nr. 4 RVG) |
| Rechtsbehelf | **Erinnerung nach § 766 ZPO** gegen die Art und Weise der Zwangsvollstreckung |
| Rechtsstand | geltendes Recht (in_force), Stand 2026-09-04 |

## Wozu Drittauskünfte dienen

Zwangsvollstreckung scheitert selten am Titel und fast immer an der **Sachaufklärung**. Der Gläubiger hat ein Urteil, einen Vollstreckungsbescheid oder eine notarielle Urkunde – aber er weiß nicht, wo der Schuldner arbeitet, bei welcher Bank er ein Konto führt und ob er ein Fahrzeug besitzt. Ohne diese Angaben lässt sich weder ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss beantragen noch eine Sachpfändung sinnvoll steuern.

Das klassische Mittel dagegen ist die **Vermögensauskunft** nach § 802c ZPO: Der Schuldner legt selbst ein Vermögensverzeichnis vor und versichert dessen Richtigkeit an Eides statt. Dieses Instrument hat aber zwei Schwächen. Erstens setzt es voraus, dass der Schuldner **erreichbar** ist und **mitwirkt**. Zweitens beruht es auf **Selbstauskunft** – wer nicht kooperieren will, kann untertauchen oder unvollständig antworten.

Genau hier setzt **§ 802l ZPO** an. Die Norm erlaubt dem Gerichtsvollzieher, **an der Person des Schuldners vorbei** auf staatliche Datenbestände zuzugreifen. Das ist ein erheblicher Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung – und deshalb hat der Gesetzgeber die Befugnis **doppelt begrenzt**: durch eine **abschließende Liste** der drei zulässigen Auskünfte und durch einen **abschließenden Katalog** der Anlässe, bei deren Fehlen die Auskunft unzulässig bleibt.

Die Reform durch das Gesetz vom 07.05.2021, in Kraft seit dem **1. Januar 2022**, hat die Schwelle in einem wichtigen Punkt gesenkt: Der Gerichtsvollzieher darf die Auskünfte nun **auch dann** einholen, wenn der Schuldner die Vermögensauskunft zwar abgegeben hat, aus dem dort aufgeführten Vermögen aber **keine vollständige Befriedigung** zu erwarten ist (§ 802l Abs. 1 Satz 2 Nr. 3).

## Die drei Auskünfte im Einzelnen

### 1. Arbeitgeberdaten über die Rentenversicherung

Erhoben werden **Name und Vornamen oder die Firma sowie die Anschrift der derzeitigen Arbeitgeber** des Schuldners. Abgefragt wird bei den **Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung** – dort laufen die Meldungen der Arbeitgeber zusammen.

Diese Auskunft ist der Schlüssel zur **Lohnpfändung**. Wer den Arbeitgeber kennt, kann einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss gegen ihn als **Drittschuldner** beantragen. Umgekehrt sagt sie nichts über die **Höhe** des Einkommens: Übermittelt werden Name und Anschrift, nicht das Gehalt. Wie viel tatsächlich pfändbar ist, richtet sich anschließend nach den **Pfändungsfreigrenzen des § 850c ZPO**.

Erfasst sind auch **berufsständische Versorgungseinrichtungen** im Sinne des § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI – die Versorgungswerke etwa von Ärzten, Rechtsanwälten, Architekten oder Steuerberatern, deren Mitglieder von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit sind. Für sie gilt aber eine **strengere** Zusatzvoraussetzung, dazu unten.

### 2. Kontenabruf über das Bundeszentralamt für Steuern

Der Gerichtsvollzieher richtet ein **Ersuchen an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)**. Das BZSt ruft daraufhin bei den Kreditinstituten die in **§ 93b Abs. 1 und 1a AO** bezeichneten Daten ab; die Rechtsgrundlage für das Ersuchen ist **§ 93 Abs. 8 AO**.

Wichtig ist, **was** dabei übermittelt wird. § 93b AO verweist auf die Dateien, die Kreditinstitute nach **§ 24c Abs. 1 KWG** führen – das sind **Kontenstammdaten**: Konto- und Depotnummern, Tag der Errichtung und der Auflösung, Name und Geburtstag des Inhabers und der Verfügungsberechtigten sowie Name und Anschrift abweichender wirtschaftlich Berechtigter. **Kontostände und Umsätze gehören nicht dazu.** Der Gläubiger erfährt also, **wo** der Schuldner Konten unterhält – nicht, **wie viel** darauf liegt. Ausdrücklich ausgenommen ist außerdem die **steuerliche Identifikationsnummer** nach § 139b AO.

Damit ist der Kontenabruf die Vorstufe zur **Kontopfändung** nach §§ 829, 833a ZPO: Er liefert die Bankverbindung, die im Pfändungs- und Überweisungsbeschluss als Drittschuldner benannt wird.

Zur Behandlung von **Konten Dritter** in der übermittelten Auskunft hat sich der Bundesgerichtshof geäußert (BGH, Beschluss vom 24.03.2022 – I ZB 55/21, zur Weitergabepflicht des Gerichtsvollziehers und zur Schwärzung von Angaben zu dritten Kontoinhabern).

### 3. Fahrzeug- und Halterdaten beim Kraftfahrt-Bundesamt

Abgefragt werden **Fahrzeug- und Halterdaten nach § 33 Abs. 1 StVG** beim **Kraftfahrt-Bundesamt** – und zwar zu einem Fahrzeug, **als dessen Halter der Schuldner eingetragen ist**.

Diese Auskunft dient der **Sachpfändung**: Ein Pkw ist eine bewegliche Sache, die der Gerichtsvollzieher nach §§ 808 ff. ZPO pfänden und verwerten kann. Sie hat allerdings zwei Grenzen. Erstens ist der eingetragene **Halter** nicht zwingend der **Eigentümer** – bei Leasing- oder Finanzierungsfahrzeugen fallen beide regelmäßig auseinander, und der wahre Eigentümer kann sich mit der **Drittwiderspruchsklage** nach § 771 ZPO wehren. Zweitens kann das Fahrzeug nach **§ 811 ZPO** unpfändbar sein, wenn der Schuldner es zur Fortsetzung seiner Erwerbstätigkeit benötigt.

## Wann der Gerichtsvollzieher fragen darf

**§ 802l Abs. 1 Satz 1** stellt allen drei Maßnahmen einen gemeinsamen Vorbehalt voran: Sie sind nur zulässig, **soweit sie zur Vollstreckung erforderlich sind**. Eine Auskunft „auf Vorrat" oder zur allgemeinen Bonitätsrecherche ist damit ausgeschlossen.

**§ 802l Abs. 1 Satz 2** nennt drei Anlässe. Es genügt, dass **einer** von ihnen vorliegt.

### Nr. 1 – Die Ladung ist nicht zustellbar

Die Ladung zum Termin zur Abgabe der Vermögensauskunft erreicht den Schuldner nicht. Das allein reicht nicht; das Gesetz verlangt zusätzlich **einen** der folgenden Belege dafür, dass die Anschrift wirklich fehlgeht:

- **Buchstabe a:** Die Anschrift, unter der zugestellt werden sollte, **stimmt überein** mit der Anschrift, die eine der in **§ 755 Abs. 1 und 2 ZPO** genannten Stellen **innerhalb von drei Monaten vor oder nach** dem Zustellungsversuch mitgeteilt hat. § 755 ZPO erfasst insbesondere die **Meldebehörde**, das Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts-, Unternehmens- und Vereinsregister, die für § 14 Abs. 1 GewO zuständigen Behörden sowie – subsidiär – das **Ausländerzentralregister** und die Ausländerbehörde.
- **Buchstabe b:** Die **Meldebehörde** teilt **nach** dem Zustellungsversuch mit, dass ihr **keine derzeitige Anschrift** des Schuldners bekannt ist.
- **Buchstabe c:** Die **Meldebehörde** hat **innerhalb von drei Monaten vor** Erteilung des Vollstreckungsauftrags mitgeteilt, dass ihr keine derzeitige Anschrift bekannt ist.

Der Gedanke dahinter: Entweder ist die verwendete Adresse **amtlich bestätigt** und der Schuldner dennoch nicht erreichbar – oder es gibt gar keine amtlich bekannte Adresse mehr.

### Nr. 2 – Der Schuldner gibt die Vermögensauskunft nicht ab

Der Schuldner **kommt seiner Pflicht zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht nach**. Das Gesetz präzisiert: **in dem der Maßnahme zugrundeliegenden Vollstreckungsverfahren**. Eine in einem **anderen** Verfahren verweigerte Auskunft trägt die Drittauskunft also nicht.

### Nr. 3 – Die Vermögensauskunft reicht nicht aus

Der Schuldner hat die Auskunft abgegeben – aber bei einer Vollstreckung in die **dort aufgeführten** Vermögensgegenstände ist eine **vollständige** Befriedigung des Gläubigers **nicht zu erwarten**. Das ist der praktisch wichtigste Fall: Das Vermögensverzeichnis ist formal vollständig, wirtschaftlich aber leer.

### Zusatzhürde für berufsständische Versorgungswerke

**§ 802l Abs. 1 Satz 3** verlangt bei der Abfrage einer **berufsständischen Versorgungseinrichtung** über die allgemeinen Voraussetzungen hinaus zweierlei vom **Gläubiger**: Er muss die Einrichtung **bezeichnen** und **tatsächliche Anhaltspunkte** nennen, die eine Mitgliedschaft des Schuldners **nahelegen**. Eine Rundabfrage bei allen Versorgungswerken ist damit ausgeschlossen.

## Antrag, Auftrag und Verfahren

Die Drittauskunft ist keine Amtsermittlung. Sie gehört zu den **Regelbefugnissen** des Gerichtsvollziehers nach **§ 802a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO** und setzt einen entsprechenden **Vollstreckungsauftrag** sowie die Übergabe der **vollstreckbaren Ausfertigung** voraus. Nach **§ 802a Abs. 2 Satz 2 ZPO** sind die gewünschten Maßnahmen im Auftrag **zu bezeichnen**.

Praktisch bedeutet das: Wer Drittauskünfte will, muss sie **ausdrücklich beantragen**. Sie fallen nicht automatisch mit dem Antrag auf Abnahme der Vermögensauskunft an. Zum Verhältnis beider Anträge – insbesondere zur Frage, ob ein zusammen mit dem Antrag auf Vermögensauskunft gestellter Antrag auf Drittauskünfte zu den **notwendigen Kosten** der Zwangsvollstreckung zählt – liegen mehrere Entscheidungen des I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vor (unter anderem BGH, Beschluss vom 05.03.2020 – I ZB 50/19, und BGH, Beschluss vom 20.09.2018 – I ZB 120/17). Auch die Frage, ob der Gläubiger im Antrag **darlegen** muss, dass die Voraussetzungen des § 802l ZPO vorliegen, war Gegenstand höchstrichterlicher Klärung (BGH, Beschluss vom 16.05.2019 – I ZB 79/18); ebenso, ob der Gerichtsvollzieher die Auskünfte **anstelle** eines eigenen Antrags des Gläubigers einholen darf (BGH, Beschluss vom 14.01.2021 – I ZB 53/20).

## Datenschutz: Löschung, Protokoll, Benachrichtigung

§ 802l ZPO ist eine Eingriffsnorm mit **eingebautem Datenschutzregime**.

**Löschung (Abs. 2).** Daten, die für die Zwecke der Vollstreckung **nicht erforderlich** sind, hat der Gerichtsvollzieher **unverzüglich zu löschen** oder deren **Verarbeitung einzuschränken**. Die Löschung ist zu **protokollieren**. Das betrifft insbesondere Treffer, die andere Personen betreffen – etwa Mitkontoinhaber.

**Benachrichtigung (Abs. 3).** Über das Ergebnis einer Erhebung oder eines Ersuchens setzt der Gerichtsvollzieher den **Gläubiger unverzüglich** und den **Schuldner innerhalb von vier Wochen** nach Erhalt in Kenntnis. Der Schuldner erfährt also **nachträglich**, dass und was über ihn abgefragt wurde – erst danach kann er sich sinnvoll wehren.

**Zweckbindung beim Gläubiger (Abs. 3 Satz 2).** Über den Verweis auf **§ 802d Abs. 1 Satz 3 ZPO** gilt: Der Gläubiger darf die erlangten Daten **nur zu Vollstreckungszwecken verarbeiten** und hat sie **nach Zweckerreichung zu löschen**; darauf ist er vom Gerichtsvollzieher hinzuweisen. Der Verweis auf **§ 802d Abs. 2 ZPO** erlaubt die **elektronische Übermittlung** an den Gläubiger, wenn das Dokument mit einer **qualifizierten elektronischen Signatur** versehen und gegen unbefugte Kenntnisnahme geschützt ist.

## Weitergabe an weitere Gläubiger

**§ 802l Abs. 4 ZPO** vermeidet Mehrfachabfragen. Daten, die **innerhalb der letzten drei Monate** beim Gerichtsvollzieher eingegangen sind, darf dieser **auch einem weiteren Gläubiger** übermitteln – aber nur, wenn die **Voraussetzungen für die Datenerhebung auch bei diesem Gläubiger** vorliegen. Der Umweg über einen anderen Gläubiger ersetzt die eigenen Zulässigkeitsvoraussetzungen also nicht.

Der Gerichtsvollzieher muss dem weiteren Gläubiger dabei zwei Dinge mitteilen: dass die Daten **in einem anderen Verfahren** erhoben wurden, und den **Zeitpunkt ihres Eingangs** (Abs. 4 Satz 2). So kann der Gläubiger die **Aktualität** einschätzen.

Eine **erneute** Auskunft ist **auf Antrag** des weiteren Gläubigers einzuholen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass seit dem Eingang eine **Änderung der Vermögensverhältnisse** eingetreten ist (Abs. 4 Satz 3).

**§ 802l Abs. 5 ZPO** ergänzt die Transparenzpflicht: Übermittelt der Gerichtsvollzieher Daten nach Abs. 4 Satz 1 an einen weiteren Gläubiger, setzt er den **Schuldner innerhalb von vier Wochen** nach der Übermittlung davon in Kenntnis; auch hier gelten § 802d Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 entsprechend.

## Kosten

Die Kosten der Drittauskunft sind **Kosten der Zwangsvollstreckung** und fallen nach **§ 788 Abs. 1 ZPO** dem **Schuldner** zur Last, soweit sie **notwendig** waren; sie werden zusammen mit dem zu vollstreckenden Anspruch beigetrieben.

Der **Gerichtsvollzieher** rechnet nach dem **Gerichtsvollzieherkostengesetz (GvKostG)** ab; die Gebühren- und Auslagentatbestände stehen in der **Anlage (Kostenverzeichnis)** zum GvKostG. Hinzu kommen die **Auslagen** der abgefragten Stellen. Die konkreten Beträge sind der amtlichen Fassung des Kostenverzeichnisses zu entnehmen – sie werden hier bewusst nicht wiedergegeben, weil sie sich durch Änderungsgesetze verschieben.

Für die **Anwaltsgebühren** enthält **§ 25 Abs. 1 Nr. 4 RVG** eine wichtige Deckelung: In Verfahren über die **Einholung von Drittauskünften nach § 802l ZPO** – ebenso wie über die Vermögensauskunft nach § 802c ZPO – bemisst sich der Gegenstandswert nach dem noch geschuldeten Betrag einschließlich Nebenforderungen, **höchstens jedoch 2 000 Euro**.

## Rechtsschutz des Schuldners

Der Schuldner erfährt von der Abfrage erst **nachträglich** (§ 802l Abs. 3, Abs. 5). Der einschlägige Rechtsbehelf gegen die **Art und Weise** der Zwangsvollstreckung ist die **Erinnerung nach § 766 ZPO** zum Vollstreckungsgericht. Damit lässt sich insbesondere rügen, dass

- **keine** der drei Zusatzvoraussetzungen des § 802l Abs. 1 Satz 2 ZPO vorlag,
- die Maßnahme **nicht erforderlich** war,
- bei einem Versorgungswerk die **Bezeichnung** oder die **tatsächlichen Anhaltspunkte** nach Abs. 1 Satz 3 fehlten,
- nicht erforderliche Daten **nicht gelöscht** oder Dritte betreffende Angaben **nicht geschwärzt** wurden (Abs. 2),
- die **Benachrichtigungsfristen** nicht eingehalten wurden.

Wendet sich der Schuldner nicht gegen die **Art und Weise** der Vollstreckung, sondern gegen den **Anspruch selbst** – etwa weil er erfüllt oder verjährt ist –, ist die **Vollstreckungsabwehrklage** nach § 767 ZPO der richtige Weg. Gegen eine unbillige Härte im Einzelfall kann **§ 765a ZPO** helfen.

## Abgrenzungen

- **Vermögensauskunft (§ 802c ZPO):** Selbstauskunft des Schuldners an Eides statt. § 802l ZPO ist die **Fremdauskunft** – sie greift gerade dann, wenn die Selbstauskunft ausbleibt oder nicht weiterhilft.
- **Aufenthaltsermittlung (§ 755 ZPO):** dient dem Auffinden des **Schuldners**, nicht dem Auffinden seines **Vermögens**. § 802l Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. a verweist allerdings auf die dort genannten Stellen.
- **Schuldnerverzeichnis (§§ 882b ff. ZPO):** öffentliches Verzeichnis derjenigen Schuldner, bei denen die Vollstreckung erfolglos blieb – eine **Warnfunktion**, keine Vermögensermittlung.
- **Drittschuldnerauskunft (§ 840 ZPO):** Erklärung des Drittschuldners **nach** einer bereits erfolgten Pfändung. § 802l ZPO liegt zeitlich **davor**.
- **Auskunftsansprüche im materiellen Recht:** § 802l ZPO begründet keinen Anspruch des Gläubigers **gegen den Schuldner** auf Auskunft, sondern eine **Befugnis des Gerichtsvollziehers** gegenüber staatlichen Stellen.

## Häufige Irrtümer

**„Die Forderung muss mindestens 500 Euro betragen."** Der **geltende Wortlaut** des § 802l ZPO enthält **keine** Betragsgrenze. Entsprechende Angaben in Ratgebern und Portalen geben eine **frühere Fassung** wieder. Maßgeblich ist die seit dem 01.01.2022 geltende Fassung (Gesetz vom 07.05.2021, BGBl. I S. 850).

**„Der Gläubiger fragt selbst beim Bundeszentralamt an."** Nein. Adressat der Befugnis ist der **Gerichtsvollzieher**. Der Gläubiger kann die Maßnahme nur **beauftragen** (§ 802a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, Satz 2 ZPO).

**„Beim Kontenabruf erfährt der Gläubiger den Kontostand."** Nein. Abgerufen werden **Kontenstammdaten** nach § 93b Abs. 1 und 1a AO – Konto- und Depotnummern, Errichtungs- und Auflösungsdatum, Inhaber, Verfügungsberechtigte, abweichende wirtschaftlich Berechtigte. **Salden und Umsätze** sind nicht Gegenstand der Abfrage; die steuerliche Identifikationsnummer ist ausdrücklich ausgenommen.

**„Die Rentenversicherung nennt auch das Gehalt."** Nein. Übermittelt werden **Name/Firma und Anschrift** der derzeitigen Arbeitgeber. Was davon pfändbar ist, entscheidet sich erst über die **Pfändungsfreigrenzen des § 850c ZPO**.

**„Wer im Fahrzeugregister als Halter steht, dem gehört das Auto."** Nicht zwingend. **Halter** und **Eigentümer** können auseinanderfallen – etwa bei Leasing oder Sicherungsübereignung. Der Eigentümer kann sich mit der **Drittwiderspruchsklage** nach § 771 ZPO wehren.

**„Der Gerichtsvollzieher darf abfragen, sobald ein Titel vorliegt."** Nein. Neben dem Titel und dem Auftrag muss die Maßnahme **zur Vollstreckung erforderlich** sein **und** einer der drei Anlässe des § 802l Abs. 1 Satz 2 ZPO vorliegen.

**„Der Schuldner erfährt nichts davon."** Doch. Nach § 802l Abs. 3 Satz 1 ZPO ist er **innerhalb von vier Wochen** nach Erhalt der Auskunft zu unterrichten; bei einer Weitergabe an einen weiteren Gläubiger gilt dieselbe Frist ab der Übermittlung (Abs. 5).

**„Eine einmal eingeholte Auskunft steht allen Gläubigern offen."** Nein. Die Weitergabe nach § 802l Abs. 4 ZPO setzt voraus, dass die Daten **innerhalb der letzten drei Monate** eingegangen sind **und** die Erhebungsvoraussetzungen **auch beim weiteren Gläubiger** vorliegen.

## Siehe auch

- [Vermögensauskunft / eidesstattliche Versicherung (§ 802c ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vermoegensauskunft-802c-zpo.html)
- [Gütliche Erledigung und Ratenzahlung beim Gerichtsvollzieher (§ 802b ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/guetliche-erledigung-ratenzahlung-802b-zpo.html)
- [Schuldnerverzeichnis (§§ 882b–882h ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/schuldnerverzeichnis-882b-zpo.html)
- [Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung – Titel, Klausel, Zustellung (§§ 704, 750 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/voraussetzungen-zwangsvollstreckung-750-zpo.html)
- [Kontopfändung – Ablauf und Schutz (§§ 829, 833a ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/kontopfaendung-ablauf-zpo.html)
- [Lohnpfändung – Pflichten des Arbeitgebers (§ 840 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/lohnpfaendung-arbeitgeberpflichten-840-zpo.html)
- [Pfändungsfreigrenzen bei Lohnpfändung (§ 850c ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/pfaendungsfreigrenzen-850c-zpo.html)
- [Sachpfändung durch den Gerichtsvollzieher (§§ 808 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/sachpfaendung-gerichtsvollzieher-808-zpo.html)
- [Unpfändbare Sachen und Tiere bei der Sachpfändung (§ 811 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/unpfaendbare-sachen-811-zpo.html)
- [Drittwiderspruchsklage (§ 771 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/drittwiderspruchsklage-771-zpo.html)
- [Vollstreckungserinnerung (§ 766 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungserinnerung-766-zpo.html)
- [Kosten der Zwangsvollstreckung (§ 788 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/kosten-zwangsvollstreckung-788-zpo.html)
- [Durchsuchung der Wohnung durch den Gerichtsvollzieher (§§ 758, 758a ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/durchsuchung-wohnung-gerichtsvollzieher-758a-zpo.html)

## Quellen

- § 802l ZPO – Auskunftsrechte des Gerichtsvollziehers (Abs. 1 Satz 1 Nr. 1–3: Arbeitgeberdaten bei Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung und berufsständischen Versorgungseinrichtungen, Ersuchen an das Bundeszentralamt für Steuern nach § 93 Abs. 8 AO, Fahrzeug- und Halterdaten nach § 33 Abs. 1 StVG beim Kraftfahrt-Bundesamt; Satz 2 Nr. 1–3 mit Buchst. a–c: Zulässigkeitsvoraussetzungen; Satz 3: Zusatzvoraussetzungen bei berufsständischen Versorgungseinrichtungen; Abs. 2: Löschung und Protokollierung; Abs. 3: Information von Gläubiger und Schuldner; Abs. 4: Weitergabe an weitere Gläubiger binnen drei Monaten; Abs. 5: Information des Schuldners bei Weitergabe): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__802l.html
- § 802a ZPO – Grundsätze der Vollstreckung; Regelbefugnisse des Gerichtsvollziehers (Abs. 2 Satz 1 Nr. 3: Einholung von Auskünften Dritter über das Vermögen des Schuldners auf Grund eines Vollstreckungsauftrags und Übergabe der vollstreckbaren Ausfertigung; Satz 2: Bezeichnungspflicht im Auftrag): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__802a.html
- § 802c ZPO – Vermögensauskunft des Schuldners (Abgrenzung Selbstauskunft/Fremdauskunft): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__802c.html
- § 802d ZPO – Weitere Vermögensauskunft (Abs. 1 Satz 3: Zweckbindung und Löschpflicht des Gläubigers; Abs. 2: elektronische Übermittlung mit qualifizierter elektronischer Signatur – über § 802l Abs. 3 Satz 2 und Abs. 5 entsprechend anwendbar): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__802d.html
- § 755 ZPO – Ermittlung des Aufenthaltsorts des Schuldners (Meldebehörde, Handels-/Genossenschafts-/Partnerschafts-/Unternehmens-/Vereinsregister, Behörden nach § 14 Abs. 1 GewO, subsidiär Ausländerzentralregister und Ausländerbehörde – in Bezug genommen von § 802l Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. a): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__755.html
- § 766 ZPO – Erinnerung gegen die Art und Weise der Zwangsvollstreckung: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__766.html
- § 788 ZPO – Kosten der Zwangsvollstreckung (notwendige Kosten fallen dem Schuldner zur Last und werden zugleich mit dem Anspruch beigetrieben): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__788.html
- § 850c ZPO – Pfändungsgrenzen für Arbeitseinkommen: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850c.html
- § 829 ZPO – Pfändung einer Geldforderung: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__829.html
- § 771 ZPO – Drittwiderspruchsklage: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__771.html
- § 811 ZPO – Unpfändbare Sachen: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__811.html
- § 93 AO – Auskunftspflicht der Beteiligten und anderer Personen (Abs. 8: Ersuchen um Kontenabruf durch die dort genannten Stellen): https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__93.html
- § 93b AO – Automatisierter Abruf von Kontoinformationen (Abs. 1 und 1a: von den Kreditinstituten zu führende Dateisysteme; Verweis auf § 24c Abs. 1 KWG): https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__93b.html
- § 139b AO – Identifikationsnummer (ausdrücklich vom Abruf nach § 802l Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO ausgenommen): https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__139b.html
- § 24c KWG – Automatisierter Abruf von Kontoinformationen (Abs. 1: Umfang der Kontenstammdaten – Konto-/Depotnummer, Tag der Errichtung und Auflösung, Inhaber, Verfügungsberechtigte, abweichende wirtschaftlich Berechtigte): https://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__24c.html
- § 33 StVG – Fahrzeugregister (Abs. 1: Fahrzeug- und Halterdaten beim Kraftfahrt-Bundesamt): https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__33.html
- § 6 SGB VI – Befreiung von der Versicherungspflicht (Abs. 1 Satz 1 Nr. 1: berufsständische Versorgungseinrichtungen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__6.html
- § 25 RVG – Gegenstandswert in der Vollstreckung und bei der Vollziehung (Abs. 1 Nr. 4: Höchstwert 2 000 Euro in Verfahren über die Vermögensauskunft und die Einholung von Drittauskünften): https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/__25.html
- GvKostG – Gesetz über Kosten der Gerichtsvollzieher, Anlage (Kostenverzeichnis): https://www.gesetze-im-internet.de/gvkostg/anlage.html
- dejure.org – § 802l ZPO im Volltext (Fassung aufgrund des Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes von Gerichtsvollziehern vor Gewalt sowie zur Änderung weiterer zwangsvollstreckungsrechtlicher Vorschriften und zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vom 07.05.2021, BGBl. I S. 850, in Kraft getreten am 01.01.2022): https://dejure.org/gesetze/ZPO/802l.html
- dejure.org – § 802a ZPO im Volltext: https://dejure.org/gesetze/ZPO/802a.html
- dejure.org – § 802d ZPO im Volltext: https://dejure.org/gesetze/ZPO/802d.html
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 24.03.2022 – I ZB 55/21 (Pflicht des Gerichtsvollziehers zur Weitergabe der beim Bundeszentralamt für Steuern eingeholten Auskunft zu Konten; Behandlung von Angaben zu dritten Kontoinhabern): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.03.2022&Aktenzeichen=I%20ZB%2055/21
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 14.01.2021 – I ZB 53/20 (Einholung von Auskünften Dritter über das Vermögen eines Schuldners durch den beauftragten Gerichtsvollzieher anstelle eines eigenen Antrags des Gläubigers): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.01.2021&Aktenzeichen=I%20ZB%2053/20
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 05.03.2020 – I ZB 50/19 (Kosten des gemeinsam mit dem Antrag auf Einholung der Vermögensauskunft gestellten Antrags auf Einholung von Drittauskünften als notwendige Kosten der Zwangsvollstreckung): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.03.2020&Aktenzeichen=I%20ZB%2050/19
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 16.05.2019 – I ZB 79/18 (Vortrag des Gläubigers zum Bestehen der Berechtigung zur Einholung von Drittauskünften): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.05.2019&Aktenzeichen=I%20ZB%2079/18
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 20.09.2018 – I ZB 120/17 (Antrag auf Einholung von Drittauskünften als besondere Angelegenheit im Sinne des anwaltlichen Gebührenrechts): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.09.2018&Aktenzeichen=I%20ZB%20120/17
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 22.01.2015 – I ZB 77/14 (Voraussetzungen für die Einholung von Drittauskünften): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.01.2015&Aktenzeichen=I%20ZB%2077/14

## Änderungsverlauf

- 2026-09-04: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Der **vollständige Wortlaut des § 802l ZPO** (Abs. 1 Sätze 1 bis 3 mit Nr. 1–3 und Buchst. a–c, Abs. 2 bis 5) sowie der Wortlaut der §§ 802a Abs. 2 und 802d ZPO wurden am 2026-09-04 über **dejure.org-Permalinks im Volltext** abgerufen; § 755 ZPO und § 93b AO wurden per WebSearch mit `allowed_domains=["gesetze-im-internet.de"]` abgesichert. Die amtlichen URLs auf gesetze-im-internet.de sind durchgehend als Primärquelle mit Quellenautorität A zitiert (`web_fetch` auf gesetze-im-internet.de lieferte in dieser Umgebung erneut leere Antwortkörper). **Wichtige Korrektur gegenüber verbreiteten Sekundärquellen:** Der geltende Wortlaut des § 802l ZPO enthält **keine Mindestforderung von 500 Euro**; entsprechende Angaben auf Schuldnerberatungs- und Verlagsportalen geben eine frühere Rechtslage wieder. Maßgeblich ist die Fassung aufgrund des Gesetzes vom 07.05.2021 (BGBl. I S. 850), in Kraft seit 01.01.2022 – belegt über den Fassungsvermerk auf dem dejure.org-Permalink. **Keine Euro-Beträge aus dem GvKostG-Kostenverzeichnis** aufgenommen: Die Anlage zum GvKostG war in dieser Umgebung weder per `web_fetch` noch per WebSearch verbatim abrufbar; verwiesen wird auf die amtliche Fassung. Der Höchstwert von 2 000 Euro nach § 25 Abs. 1 Nr. 4 RVG ist übernommen und deckungsgleich mit der bereits veröffentlichten Seite `kosten-zwangsvollstreckung-788-zpo`. Rechtsprechung über dejure.org-Permalinks nachgewiesen: BGH I ZB 55/21, I ZB 53/20, I ZB 50/19, I ZB 79/18, I ZB 120/17 und I ZB 77/14. Wikidata-Q-IDs am 2026-09-04 via WebSearch auf wikidata.org verifiziert: `Q21040838` (Gerichtsvollzieher, dewiki-Sitelink „Gerichtsvollzieher (Deutschland)" – **neu** in content/AGENT_GUIDE.md Abschnitt 2a eingetragen), `Q231695` (enforcement law in Germany / Zwangsvollstreckungsrecht, Guide-bestätigt und re-verifiziert) und `Q206893` (Civil procedure code of Germany / ZPO, Guide-bestätigt und re-verifiziert). Keine Duplizierung bestehender Seiten: `vermoegensauskunft-802c-zpo`, `kontopfaendung-ablauf-zpo`, `lohnpfaendung-arbeitgeberpflichten-840-zpo`, `sachpfaendung-gerichtsvollzieher-808-zpo`, `schuldnerverzeichnis-882b-zpo`, `kosten-zwangsvollstreckung-788-zpo` und `vollstreckungserinnerung-766-zpo` sind ausschließlich querverlinkt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-09-04
- Status: aktuell (geltendes Recht)
- Quellenautorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
