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title: Entfernungspauschale 2026 – 38 Cent ab dem 1. Kilometer, Höchstbetrag, Mobilitätsprämie
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topic: steuerrecht
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last_reviewed: 2026-05-27
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# Entfernungspauschale 2026 – 38 Cent ab dem 1. Kilometer, Höchstbetrag, Mobilitätsprämie

## Kurzantwort

Mit dem **Steueränderungsgesetz 2025** wurde die Entfernungspauschale (umgangssprachlich „Pendlerpauschale") nach **§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG** zum **1. Januar 2026** einheitlich auf **0,38 €** je Entfernungskilometer **ab dem ersten Kilometer** angehoben. Bisher galten 0,30 € für die ersten 20 km und erst ab dem 21. Kilometer 0,38 €. Der **jährliche Höchstbetrag** liegt unverändert bei **4.500 €**, außer der Arbeitsweg wird mit dem **eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kraftfahrzeug** zurückgelegt; dann kann der höhere tatsächlich anfallende Betrag angesetzt werden. Geringverdienerinnen und Geringverdiener, deren zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, können stattdessen die nun **entfristete Mobilitätsprämie** nach §§ 101–109 EStG beantragen.

## Kernfakten

| Punkt | Wert 2026 |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG |
| Pauschalsatz ab 1. Kilometer | 0,38 € je Entfernungskilometer |
| Pauschalsatz vor 2026 (1.–20. km) | 0,30 € je Entfernungskilometer |
| Pauschalsatz vor 2026 (ab 21. km) | 0,38 € je Entfernungskilometer |
| Jahres-Höchstbetrag | 4.500 € (ausgenommen Fahrten mit eigenem Pkw) |
| Maßgebliche Strecke | einfache Entfernung Wohnung ↔ erste Tätigkeitsstätte |
| Ansatz | nur ein Mal pro Arbeitstag, unabhängig vom Verkehrsmittel |
| Mobilitätsprämie | 14 % der Bemessungsgrundlage, ab 21. Entfernungskilometer |
| Mobilitätsprämie ab 2026 | dauerhaft entfristet (§§ 101–109 EStG) |
| Anlage in Steuererklärung | Anlage N (Werbungskosten) bzw. Anlage Mobilitätsprämie |
| Gesetzgebungsverfahren | Steueränderungsgesetz 2025 (verkündet Dezember 2025) |

## Was sich 2026 ändert

Bis einschließlich Veranlagungszeitraum **2025** galt eine gestaffelte Entfernungspauschale: **0,30 €** je Entfernungskilometer für die **ersten 20 Kilometer** und **0,38 €** ab dem **21. Kilometer**. Mit dem im Dezember 2025 verkündeten **Steueränderungsgesetz 2025** wird die Pauschale ab dem Veranlagungszeitraum **2026** vereinheitlicht: Es gelten **einheitlich 0,38 € pro Entfernungskilometer ab dem ersten Kilometer**. Damit profitieren erstmals auch Arbeitnehmer mit kurzem Arbeitsweg von der „erhöhten" Pauschale, die zuvor nur für Fernpendler galt. Die Bundesregierung beziffert das Entlastungsvolumen auf rund **1,1 Mrd. €** im Jahr 2026 und rund **1,9 Mrd. €** jährlich ab 2027.

## Wie die Pauschale berechnet wird

Die Entfernungspauschale ist ein Pauschbetrag der **Werbungskosten** (§ 9 EStG) für Wege zwischen Wohnung und **erster Tätigkeitsstätte**. Sie wird wie folgt ermittelt:

- **Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage** im Jahr (Tage, an denen die erste Tätigkeitsstätte aufgesucht wurde),
- multipliziert mit der **einfachen Entfernung** in vollen Kilometern (kürzeste Straßenverbindung; eine längere Strecke ist nur zulässig, wenn sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist und regelmäßig benutzt wird),
- multipliziert mit **0,38 € pro Kilometer**.

Maßgeblich ist nur die **einfache Strecke** – Hin- und Rückweg sind durch die Pauschale gemeinsam abgegolten. Die Pauschale wird **arbeitstäglich nur einmal** berücksichtigt, auch wenn an einem Tag mehrere Fahrten stattfinden. Sie ist **verkehrsmittelunabhängig**: Pkw, Motorrad, Fahrrad, ÖPNV oder Fußweg führen zum gleichen Pauschalsatz.

## Höchstbetrag 4.500 € und Ausnahmen

Die Pauschale ist grundsätzlich auf **4.500 € pro Kalenderjahr** begrenzt (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG). Dieser Höchstbetrag wird typischerweise ab einem täglichen Arbeitsweg von rund 60 Entfernungskilometern bei 220 Arbeitstagen erreicht. Über den Höchstbetrag hinaus ansetzbar sind:

- Fahrten mit dem **eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kraftfahrzeug** (Pkw, Motorrad): hier gilt der Deckel **nicht**, der volle berechnete Betrag ist abzugsfähig;
- bei **Sammelbeförderung** durch den Arbeitgeber und Nutzung **öffentlicher Verkehrsmittel** dürfen die tatsächlichen Aufwendungen angesetzt werden, soweit sie die Entfernungspauschale **übersteigen**.

## Mobilitätsprämie für Geringverdiener (§§ 101–109 EStG)

Wer wegen eines Einkommens unterhalb des Grundfreibetrags von der Entfernungspauschale steuerlich nicht profitiert, kann ergänzend eine **Mobilitätsprämie** beantragen. Die wichtigsten Eckpunkte:

- Antragstellung über die **Anlage Mobilitätsprämie** zur Einkommensteuererklärung;
- begünstigt sind nur **Entfernungskilometer ab dem 21. Kilometer**;
- die Prämie beträgt **14 %** der erhöhten Entfernungspauschale (entspricht dem Eingangssteuersatz);
- Mindesthöhe **10 €**, das zu versteuernde Einkommen muss **unter dem Grundfreibetrag** liegen;
- die ursprünglich bis 2026 befristete Regelung wurde durch das Steueränderungsgesetz 2025 **entfristet** und gilt ab 2026 **dauerhaft**.

## Quellen

- Gesetzestext § 9 EStG – Werbungskosten (Entfernungspauschale in Abs. 1 Satz 3 Nr. 4):
  https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html
- Gesetzestext § 101 EStG – Bemessungsgrundlage und Höhe der Mobilitätsprämie:
  https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__101.html
- BMF – Die wichtigsten steuerlichen Änderungen 2026 (Themen-Seite, Stand 30.12.2025), Abschnitt „Höhere Pendlerpauschale":
  https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/das-aendert-sich-2026.html
- BMF-Pressemitteilung – Steueränderungsgesetz 2025 (steuerliche Maßnahmen der Bundesregierung):
  https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2025/09/2025-09-10-steueraenderungsgesetz-2025.html
- BMF – Amtliches Lohnsteuer-Handbuch 2026, Anhang 14 (Entfernungspauschalen):
  https://ao.bundesfinanzministerium.de/lsth/2026/B-Anhaenge/Anhang-14/inhalt.html

## Stand

- Stand: 2026-05-27
- Gültig ab: 2026-01-01
- Gültig bis: 2026-12-31 (Pauschalen werden jährlich überprüft)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (§ 9 / § 101 EStG und BMF als Primärquellen)
- Lizenz: CC BY 4.0
