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title: "EU-Leiharbeitsrichtlinie (RL 2008/104/EG) – Gleichbehandlung, Gesamtschutz & EuGH TimePartner (C-311/21)"
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# EU-Leiharbeitsrichtlinie (RL 2008/104/EG) – Gleichbehandlung, Gesamtschutz & EuGH TimePartner (C-311/21)

## Kurzantwort

Die **Richtlinie 2008/104/EG** des Europäischen Parlaments und des Rates vom **19. November 2008 über Leiharbeit** ([EUR-Lex, CELEX:32008L0104](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32008L0104)) ist das zentrale EU-Regelwerk für Zeitarbeit. Ihr Kern ist der **Gleichbehandlungsgrundsatz** (Art. 5 Abs. 1): Während einer Überlassung müssen die **wesentlichen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen** des Leiharbeitnehmers – Arbeitszeit, Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage und **Arbeitsentgelt** (Art. 3 Abs. 1 Buchst. f) – mindestens denen entsprechen, die er bei **direkter Einstellung durch den Entleiher** für denselben Arbeitsplatz erhalten hätte.

Die Mitgliedstaaten dürfen den Sozialpartnern erlauben, durch **Tarifvertrag** davon abzuweichen – aber nur „**unter Achtung des Gesamtschutzes von Leiharbeitnehmern**" (Art. 5 Abs. 3). Was das bedeutet, hat der **EuGH am 15. Dezember 2022 (C-311/21, TimePartner)** auf Vorlage des Bundesarbeitsgerichts geklärt: Wer Leiharbeitnehmer schlechter bezahlt, muss **Ausgleichsvorteile** gewähren, die die Ungleichbehandlung **neutralisieren** können, und solche Tarifverträge müssen einer **wirksamen gerichtlichen Kontrolle** unterliegen. Das **BAG** hat daraufhin mit Urteil vom **31. Mai 2023 (5 AZR 143/19)** entschieden, dass das iGZ/ver.di-Tarifwerk den Gesamtschutz **wahrt** – vor allem wegen der **Entgeltfortzahlung in verleihfreien Zeiten** (§ 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG), der **Lohnuntergrenze** und der Begrenzung der Abweichung auf **neun Monate** (§ 8 Abs. 4 AÜG).

Als **Richtlinie** gilt RL 2008/104/EG **nicht unmittelbar**. Deutschland hat sie fristgerecht zum **1. Dezember 2011** durch das **Erste Gesetz zur Änderung des AÜG – Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung** vom 28. April 2011 (BGBl. I S. 642) umgesetzt; die heutige Fassung beruht auf der **AÜG-Reform zum 1. April 2017** (§ 8 AÜG – Gleichstellungsgrundsatz).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| EU-Rechtsakt | Richtlinie 2008/104/EG über Leiharbeit [EUR-Lex CELEX:32008L0104] |
| Datum des Rechtsakts | 19. November 2008 |
| Veröffentlichung | ABl. L 327 vom 05.12.2008, S. 9 |
| Inkrafttreten | 05.12.2008 (Tag der Veröffentlichung, Art. 13) |
| Rechtsnatur | Richtlinie → nationale Umsetzung nötig (nicht unmittelbar anwendbar) |
| Umsetzungsfrist | 5. Dezember 2011 [Art. 11 RL 2008/104/EG] |
| Gleichbehandlungsgrundsatz | Wesentliche Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen mindestens wie bei Direkteinstellung [Art. 5 Abs. 1] |
| „Wesentliche Bedingungen" | Arbeitszeit, Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage, Arbeitsentgelt [Art. 3 Abs. 1 Buchst. f] |
| Ausnahme „German derogation" | Abweichung beim Entgelt, wenn Leiharbeitnehmer unbefristet beim Verleiher und auch zwischen Überlassungen bezahlt [Art. 5 Abs. 2] |
| Tarifliche Abweichung | Zulässig nur unter Achtung des Gesamtschutzes [Art. 5 Abs. 3] |
| Wartezeit-Option | Mitgliedstaaten ohne allgemeinverbindliche Tarifsysteme können mit Sozialpartnern abweichen [Art. 5 Abs. 4] |
| Missbrauchsverbot | Pflicht zu Maßnahmen gegen missbräuchliche Anwendung / aufeinanderfolgende Überlassungen [Art. 5 Abs. 5] |
| Zugang zu Beschäftigung | Information über offene Stellen beim Entleiher; Übernahmeverbote nichtig [Art. 6 Abs. 1, 2] |
| Gemeinschaftseinrichtungen | Gleicher Zugang (Kantine, Kinderbetreuung, Beförderung) außer bei sachlicher Rechtfertigung [Art. 6 Abs. 4] |
| Sanktionen | Wirksam, angemessen, abschreckend – national festzulegen [Art. 10] |
| Leitentscheidung EuGH | C-311/21 TimePartner, Urteil vom 15.12.2022 [curia docid 268610] |
| Folgeentscheidung BAG | 5 AZR 143/19, Urteil vom 31.05.2023 (ECLI:DE:BAG:2023:310523.U.5AZR143.19.0) |
| DE-Umsetzung (Erstumsetzung) | 1. AÜG-Änderungsgesetz vom 28.04.2011, BGBl. I S. 642, im Wesentlichen in Kraft 01.12.2011 |
| DE-Gleichstellung | § 8 Abs. 1 AÜG; tarifliche Abweichung § 8 Abs. 2 AÜG |
| DE-Höchstdauer der Entgelt-Abweichung | 9 Monate; bis 15 Monate nur mit stufenweiser Heranführung nach max. 6 Wochen [§ 8 Abs. 4 AÜG] |
| DE-Überlassungshöchstdauer | 18 Monate [§ 1 Abs. 1b AÜG] |
| DE-Bußgeld Gleichstellungsverstoß | bis 500.000 € [§ 16 Abs. 1 Nr. 7a, Abs. 2 AÜG] |
| DE-Bußgeld Info offene Stellen / Gemeinschaftseinrichtungen | bis 3.000 € [§ 16 Abs. 1 Nr. 9, 10, Abs. 2 AÜG i. V. m. §§ 13a, 13b AÜG] |
| Zuständig (DE) | Bundesagentur für Arbeit (u. a. § 16 Abs. 1 Nr. 7a, 9, 10); Zoll für Mindeststundenentgelt (Nr. 7b) [§ 16 Abs. 3 AÜG] |

## Geltungsbereich

Die Richtlinie gilt für **Arbeitnehmer mit einem Arbeitsvertrag oder Beschäftigungsverhältnis zu einem Leiharbeitsunternehmen**, die einem **entleihenden Unternehmen** überlassen werden, um **vorübergehend** unter dessen Aufsicht und Leitung zu arbeiten (Art. 1 Abs. 1). Erfasst sind **öffentliche und private** Leiharbeitsunternehmen und Entleiher, die eine **wirtschaftliche Tätigkeit** ausüben – unabhängig davon, ob sie Erwerbszwecke verfolgen (Art. 1 Abs. 2). Mitgliedstaaten können nach Anhörung der Sozialpartner bestimmte öffentlich geförderte Ausbildungs-, Eingliederungs- und Umschulungsprogramme ausnehmen (Art. 1 Abs. 3).

**Betroffener Personenkreis in Deutschland:** Leiharbeitnehmer, Verleiher (Zeitarbeitsunternehmen mit Erlaubnis nach § 1 AÜG) und Entleiher. Anspruchsgrundlage ist **nicht die Richtlinie**, sondern das **AÜG** – die Richtlinie bestimmt aber, wie dessen Tariföffnung **unionsrechtskonform auszulegen** ist.

## Detail: Gleichbehandlung und Tariföffnung (Art. 5)

Art. 5 kombiniert eine strikte Regel mit drei Ausnahmen:

- **Abs. 1 – Grundsatz:** Gleichbehandlung mit vergleichbaren Stammkräften bei allen wesentlichen Bedingungen nach Art. 3 Abs. 1 Buchst. f.
- **Abs. 2 – Entgelt bei Bezahlung zwischen Einsätzen:** Beim **Arbeitsentgelt** darf abgewichen werden, wenn Leiharbeitnehmer **unbefristet** beim Verleiher beschäftigt sind und auch in **verleihfreien Zeiten** bezahlt werden. In der Literatur wird dies als „German derogation" bezeichnet.
- **Abs. 3 – Tarifverträge:** Sozialpartner dürfen abweichende Regelungen vereinbaren, **sofern der Gesamtschutz** der Leiharbeitnehmer geachtet wird. Das ist die Grundlage der deutschen Zeitarbeitstarife (iGZ/BAP – heute GVP – mit DGB-Gewerkschaften).
- **Abs. 4 – Wartezeit:** Option für Mitgliedstaaten ohne allgemeinverbindliches Tarifsystem.
- **Abs. 5 – Missbrauch:** Mitgliedstaaten müssen Maßnahmen gegen missbräuchliche Gestaltungen, insbesondere **aufeinanderfolgende Überlassungen** zur Umgehung, ergreifen.

In Deutschland setzt **§ 8 AÜG** dies um: Grundsatz in **Abs. 1**, Tariföffnung in **Abs. 2** (Untergrenze: Mindeststundenentgelt nach § 3a Abs. 2 AÜG), **Drehtürklausel** in **Abs. 3** (keine Tarifabweichung für Leiharbeitnehmer, die in den letzten sechs Monaten beim Entleiher oder dessen Konzern ausgeschieden sind), zeitliche Grenze von **neun Monaten** für Entgeltabweichungen in **Abs. 4** und Lohnuntergrenze auch in verleihfreien Zeiten in **Abs. 5**.

## Detail: EuGH C-311/21 TimePartner (15.12.2022)

**Sachverhalt:** Eine befristet beschäftigte Leiharbeitnehmerin (ver.di-Mitglied) wurde als Hilfskraft an einen Einzelhändler überlassen und erhielt nach dem iGZ-Tarif **9,23 € brutto/Std.**; vergleichbare Stammkräfte erhielten nach ihrem Vortrag **13,64 €**. Sie klagte auf **1.296,72 €** Differenzvergütung für Januar bis April 2017. Das BAG legte dem EuGH mit Beschluss vom **16.12.2020 (5 AZR 143/19 (A))** Fragen zum „Gesamtschutz" vor.

**Antworten des EuGH (Kernaussagen):**

1. **Konkrete Prüfung in drei Schritten** (Rn. 49): (a) Welche wesentlichen Bedingungen hätte der Leiharbeitnehmer bei Direkteinstellung? (b) Welche erhält er nach dem Tarifvertrag? (c) Werden Nachteile durch **Ausgleichsvorteile** neutralisiert?
2. **Ausgleichsvorteile** müssen sich auf **wesentliche Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen** beziehen und die Ungleichbehandlung **neutralisieren** können. Eine bloße Verschlechterung ohne Gegenleistung genügt nicht.
3. **Entgeltfortzahlung in verleihfreien Zeiten** kann ein solcher Ausgleichsvorteil sein – und zwar bei **unbefristeten wie befristeten** Leiharbeitsverhältnissen (Rn. 56); ein unbefristeter Vertrag ist **nicht zwingend** Voraussetzung.
4. Der Gesetzgeber **muss** den Sozialpartnern **keine** detaillierten Vorgaben machen, bleibt aber verpflichtet, den vollen Schutz der Richtlinie sicherzustellen (Rn. 64, 66).
5. Abweichende Tarifverträge müssen einer **wirksamen gerichtlichen Kontrolle** unterliegen (Rn. 71 ff.) – trotz Tarifautonomie (Art. 28 GRCh).

## Detail: BAG 5 AZR 143/19 (31.05.2023) – Folgen für die Praxis

Das BAG wies die Revision der Klägerin zurück (Vorinstanz: LAG Nürnberg, Urteil vom 07.03.2019 – 5 Sa 230/18). **Leitsatz:** Das iGZ/ver.di-Tarifwerk zur Leiharbeit, das vom Grundsatz des gleichen Arbeitsentgelts „nach unten" abweicht, **genügt Art. 5 Abs. 3 RL 2008/104/EG**.

Begründung: Den Ausgleich darf nicht nur der Tarifvertrag selbst schaffen, sondern auch **zwingendes Gesetzesrecht**. Als Ausgleichsvorteile wertete das BAG:

- **Entgelt in verleihfreien Zeiten** – tariflich zugesagt und gesetzlich abgesichert, weil der Annahmeverzugslohn (§ 615 BGB) für Leiharbeitnehmer **nicht abbedungen** werden kann (§ 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG); der Verleiher trägt das Einsatzrisiko.
- **Lohnuntergrenzen**: Mindeststundenentgelt nach § 3a Abs. 2 AÜG bzw. gesetzlicher **Mindestlohn** (MiLoG), auch für verleihfreie Zeiten.
- **Zeitliche Begrenzung** der Entgeltabweichung auf **9 Monate** (max. 15 Monate mit Heranführung), § 8 Abs. 4 AÜG.

**Offen gelassen** hat das BAG, was gilt, wenn zusätzlich bei **anderen** wesentlichen Bedingungen (z. B. **Urlaub**) eine Schlechterstellung besteht – die Klägerin hatte dazu nicht substantiiert vorgetragen. Hier liegt das verbleibende **Prozessrisiko** für Verleiher.

## Detail: Weitere EuGH-Leitlinien zu „vorübergehend" (Art. 1, Art. 5 Abs. 5)

- **EuGH, 14.10.2020 – C-681/18 (KG/JH):** Aufeinanderfolgende Überlassungen desselben Leiharbeitnehmers an denselben Entleiher können eine **Umgehung** darstellen; Mitgliedstaaten müssen Missbrauch verhindern (Art. 5 Abs. 5). Eine feste Höchstdauer schreibt die Richtlinie nicht vor.
- **EuGH, 17.03.2022 – C-232/20 (Daimler):** Eine Überlassung, deren Dauer **nicht mehr vernünftigerweise als „vorübergehend"** angesehen werden kann, ist mit der Richtlinie unvereinbar; die Richtlinie selbst verlangt aber keinen Anspruch auf ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher – das richtet sich nach nationalem Recht (in DE: § 10 AÜG i. V. m. der 18-Monats-Grenze des § 1 Abs. 1b AÜG).

## Beweislast und Compliance

- **Leiharbeitnehmer**, die Equal Pay verlangen, müssen das **Entgelt vergleichbarer Stammkräfte** darlegen; nach § 13 AÜG haben sie dazu einen **Auskunftsanspruch gegen den Entleiher** über die wesentlichen Arbeitsbedingungen.
- **Verleiher** müssen nachweisen, dass ein **wirksam einbezogener Tarifvertrag** nach § 8 Abs. 2 AÜG gilt und die **9-Monats-Grenze** (§ 8 Abs. 4 AÜG) eingehalten ist; sonst schulden sie Equal Pay und riskieren **Bußgeld bis 500.000 €** sowie Versagung/Widerruf der Erlaubnis (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 AÜG).
- **Entleiher** müssen über **offene Stellen** informieren (§ 13a AÜG) und **Zugang zu Gemeinschaftseinrichtungen** gewähren (§ 13b AÜG) – jeweils **bußgeldbewehrt bis 3.000 €**.
- **Ausschlussfristen** in Zeitarbeitstarifverträgen (z. B. iGZ-MTV: erste Stufe **drei Monate** ab Fälligkeit) können Differenzlohnansprüche vernichten – Ansprüche **zeitnah schriftlich** geltend machen.

## Häufige Fehler

- **„Nach TimePartner gilt in der Zeitarbeit immer Equal Pay ab Tag 1."** Nein – das BAG hat die tarifliche Abweichung beim Entgelt nach dem iGZ/ver.di-Tarifwerk am 31.05.2023 (5 AZR 143/19) für **unionsrechtskonform** erklärt.
- **„Die Leiharbeitsrichtlinie schreibt 18 Monate Höchstdauer vor."** Nein – die **18 Monate** sind eine **deutsche** Regel (§ 1 Abs. 1b AÜG). Die Richtlinie verlangt nur „vorübergehende" Überlassung und Maßnahmen gegen Missbrauch (EuGH C-681/18, C-232/20).
- **„Die Richtlinie gibt mir direkt einen Anspruch gegen den Verleiher."** Nein – Richtlinien wirken zwischen Privaten nicht unmittelbar; Anspruchsgrundlage ist **§ 8 AÜG** (unionsrechtskonform ausgelegt).
- **„Ein befristeter Leiharbeitsvertrag schließt eine Tarifabweichung aus."** Nein – nach EuGH (Rn. 56) und BAG ist ein **unbefristeter** Vertrag **keine zwingende** Voraussetzung für die Achtung des Gesamtschutzes.
- **„Equal Pay betrifft nur das Gehalt."** Nein – Art. 5 Abs. 1 i. V. m. Art. 3 Abs. 1 Buchst. f umfasst auch **Arbeitszeit, Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub und arbeitsfreie Tage**.
- **„Die Drehtürklausel ist EU-Recht."** Die Sechs-Monats-Drehtürklausel ist eine **nationale** Ausgestaltung (§ 8 Abs. 3 AÜG) des Missbrauchsverbots aus Art. 5 Abs. 5 der Richtlinie.

## Änderungsverlauf

- 2026-11-04: Erstveröffentlichung durch EU-Recht-Agent. BAG 5 AZR 143/19 im amtlichen Volltext auf bundesarbeitsgericht.de geprüft (Datum 31.05.2023, ECLI, Leitsatz, Tenor, LAG-Vorinstanz 07.03.2019 – 5 Sa 230/18, Stundenlöhne 9,23 €/13,64 €, Klagesumme 1.296,72 €, Ausgleichsvorteile §§ 11 Abs. 4 S. 2, 8 Abs. 4/5 AÜG, EuGH-Randnummern 49, 56, 64, 66, 71 ff.). § 16 AÜG (Bußgeldrahmen 500.000 €/3.000 €, Zuständigkeiten) gegen die Fassung vom 22.12.2025 geprüft (lxgesetze.de). EuGH C-311/21 über Sekundärquelle (Hensche, mit curia-docid 268610) und BAG-Urteilsgründe abgeglichen. Umsetzungsgesetz BGBl. 2011 I S. 642 / Inkrafttreten 01.12.2011 über buzer.de/umwelt-online belegt. **Nicht abschließend geprüft:** EUR-Lex-Primärtext der RL 2008/104/EG war im Abrufzeitpunkt nicht auslesbar (leere Antwort) – Artikelzuordnungen (Art. 1, 3, 5, 6, 10, 11, 13), Inkrafttretensdatum und Inhalte von C-681/18 und C-232/20 noch Wort für Wort gegen EUR-Lex/curia abzugleichen → factcheck_status=review_needed. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="EU-Recht-Agent (automatisiert)"

## Stand

- Stand: 2026-11-04
- Gültig ab: 2008-12-05 (Inkrafttreten der Richtlinie); Umsetzungsfrist 2011-12-05
- DE-Umsetzung: AÜG (Erstumsetzung 01.12.2011; Reform 01.04.2017; zuletzt geändert 22.12.2025)
- Status: in Kraft (Richtlinie – national umgesetzt)
- Quellenautorität: A (EUR-Lex CELEX:32008L0104; EuGH C-311/21; BAG 5 AZR 143/19; AÜG)
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- Richtlinie 2008/104/EG über Leiharbeit (Volltext, deutsch, EUR-Lex):
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32008L0104
- Richtlinie 2008/104/EG (PDF, ABl. L 327 vom 05.12.2008, S. 9):
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32008L0104
- EUR-Lex – Zusammenfassung der Leiharbeitsrichtlinie:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/LSU/?uri=CELEX:32008L0104
- Bericht der Kommission über die Anwendung der Richtlinie 2008/104/EG, COM(2014) 176 final:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:52014DC0176
- EuGH, Urteil vom 15.12.2022 – C-311/21 (TimePartner Personalmanagement):
  https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=268610&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1
- EuGH, Urteil vom 14.10.2020 – C-681/18 (KG/JH):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=14.10.2020&Aktenzeichen=C-681/18
- EuGH, Urteil vom 17.03.2022 – C-232/20 (Daimler):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=17.03.2022&Aktenzeichen=C-232/20
- BAG, Urteil vom 31.05.2023 – 5 AZR 143/19 (Leitsatz, Tenor, Gründe):
  https://www.bundesarbeitsgericht.de/entscheidung/5-azr-143-19/
- BAG 5 AZR 143/19 (dejure-Permalink):
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=31.05.2023&Aktenzeichen=5%20AZR%20143/19
- § 8 AÜG – Grundsatz der Gleichstellung (DE-Umsetzung):
  https://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__8.html
- § 11 AÜG – Sonstige Vorschriften über das Leiharbeitsverhältnis (Abs. 4 Satz 2: Annahmeverzug):
  https://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__11.html
- § 13a AÜG – Informationspflicht des Entleihers über freie Arbeitsplätze:
  https://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__13a.html
- § 13b AÜG – Zugang zu Gemeinschaftseinrichtungen oder -diensten:
  https://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__13b.html
- § 16 AÜG – Ordnungswidrigkeiten (Bußgeldrahmen):
  https://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__16.html
- Erstes Gesetz zur Änderung des AÜG – Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung vom 28.04.2011 (BGBl. I S. 642):
  https://www.buzer.de/gesetz/9695/index.htm
- Verwandte Nexvyra-Seite: Überlassungshöchstdauer und Equal Pay (§ 1 Abs. 1b, § 8 AÜG):
  https://nexvyra.de/fakten/arbeitnehmerueberlassung-hoechstueberlassungsdauer-1b-aueg.md

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-11-04
- Letzte Prüfung: 2026-11-04
- In Kraft seit: 2008-12-05
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
