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title: "EuGH C-17/22 und C-18/22 (HTB Neunte Immobilien Portfolio, VO 2016/679) – Herausgabe von Treugeber-Daten in Publikumsfonds nach Art. 6 Abs. 1 lit. b, c, f DSGVO"
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# EuGH C-17/22 und C-18/22 (HTB Neunte Immobilien Portfolio, VO 2016/679) – Herausgabe von Treugeber-Daten in Publikumsfonds nach Art. 6 Abs. 1 lit. b, c, f DSGVO

## Kurzantwort

Mit Urteil vom **12.09.2024** in den verbundenen Rechtssachen **C-17/22 und C-18/22 (HTB Neunte Immobilien Portfolio und Ökorenta Neue Energien Ökostabil IV)**, ECLI:EU:C:2024:738, hat der **Gerichtshof der Europäischen Union (Vierte Kammer)** auf Vorlage des **Amtsgerichts München** entschieden, unter welchen Voraussetzungen ein Treuhänder Namen und Anschriften der **mittelbar über eine Treuhandkommanditistin beteiligten Anleger** (Treugeber) eines geschlossenen Publikumsfonds an einen Mitanleger herausgeben darf. Ergebnis: (1) **Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO** (Vertragserfüllung) trägt die Herausgabe nur, wenn sie für den Vertragszweck **objektiv unerlässlich** ist – das ist **nicht** der Fall, wenn der Treuhand-/Beteiligungsvertrag die Weitergabe **ausdrücklich verbietet**. (2) **Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO** (berechtigtes Interesse) greift nur, wenn die Herausgabe **unbedingt erforderlich** ist und die Interessen der Treugeber nicht überwiegen; als milderes Mittel nennt der Gerichtshof die **Weiterleitung der Kontaktanfrage durch Fonds oder Treuhänder**. (3) **Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO** (rechtliche Verpflichtung) kann auch auf **nationaler Rechtsprechung** beruhen – sofern diese klar, präzise, vorhersehbar, im öffentlichen Interesse und verhältnismäßig ist. Der **BGH** hat danach mit Beschluss vom **22.01.2025 (II ZB 18/23)** an seinem Auskunftsrecht festgehalten und den EuGH-Fall abgegrenzt; das **OLG München** ist dem laut Kanzleibericht mit Urteil vom **17.07.2026 (7 U 3366/25e)** nicht gefolgt – die Rechtslage in Deutschland ist damit **ungeklärt**.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Aktenzeichen | C-17/22 und C-18/22 (verbunden) |
| ECLI | ECLI:EU:C:2024:738 |
| Entscheidungsdatum | 12.09.2024 |
| Spruchkörper | EuGH, Vierte Kammer; Entscheidung ohne Schlussanträge des Generalanwalts; mündliche Verhandlung 29.02.2024 |
| Vorlegendes Gericht | Amtsgericht München (Vorlagebeschlüsse vom 21.12.2021, eingegangen 07.01.2022) |
| Verfahrensaussetzung | Ausgesetzt bis zum Urteil C-252/21 (Meta Platforms) vom 04.07.2023; AG München hielt Vorlage am 04.08.2023 aufrecht |
| Parteien | HTB Neunte Immobilien Portfolio ./. Müller Rechtsanwaltsgesellschaft (C-17/22); Ökorenta Neue Energien Ökostabil IV ./. WealthCap-Gesellschaften (C-18/22) |
| Ausgelegte Normen | Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. b, c, f und Art. 6 Abs. 3 lit. b DSGVO; Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO (Datenminimierung); ErwG 41, 47 |
| Kernaussage lit. b | Nur bei objektiver Unerlässlichkeit für den Hauptgegenstand des Vertrags; ausgeschlossen, wenn Vertrag Weitergabe ausdrücklich verbietet [Rn. 43–47, 75] |
| Kernaussage lit. f | Interesse an Kontaktaufnahme/Anteilskauf/Abstimmung ist grundsätzlich berechtigt – unabhängig von der Beteiligungshöhe [Rn. 57]; aber strenge Erforderlichkeit + Abwägung [Rn. 76] |
| Milderes Mittel | Weiterleitungslösung: Fonds/Treuhänder leitet Anfrage an den Treugeber weiter, der selbst entscheidet [Rn. 59–61] |
| Gewichtung | Treugeber konnten bei vertraglichem Weitergabeverbot vernünftigerweise nicht erwarten, dass Daten an Mitanleger gehen; Rechtfertigung über lit. f „erscheint zweifelhaft" [Rn. 64–65] |
| Kernaussage lit. c | Nationale Rechtsprechung kann „Recht des Mitgliedstaats" i. S. v. Art. 6 Abs. 3 lit. b sein – wenn klar, präzise, vorhersehbar, im öffentlichen Interesse und verhältnismäßig [Rn. 71–73, 77] |
| Mindestbeteiligungsschwelle | Vom EuGH nicht verlangt; berechtigtes Interesse besteht unabhängig von der Höhe der Beteiligung [Rn. 57] |
| Nationale Folgerechtsprechung | BGH, Beschl. v. 22.01.2025 – II ZB 18/23: Auskunftsrecht bleibt, wenn Treugeber im Gesellschaftsvertrag Direktkommanditisten gleichgestellt sind |
| Gegenposition | OLG München, Urt. v. 17.07.2026 – 7 U 3366/25e (laut Kanzleibericht): Auskunft verweigert, Revision zum BGH |
| Sanktionsrahmen | Unrechtmäßige Herausgabe: Bußgeld bis 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 83 Abs. 5 lit. a DSGVO) und Schadensersatz (Art. 82 DSGVO); unberechtigte Verweigerung: zivilrechtliche Auskunftsklage |
| Rechtsnatur | Vorabentscheidung (Art. 267 AEUV), bindet alle Gerichte bei der Auslegung von Art. 6 DSGVO |

## Geltungsbereich

Das Urteil legt die **Datenschutz-Grundverordnung (VO (EU) 2016/679)** aus, die als EU-Verordnung **unmittelbar** in Deutschland gilt; ein Umsetzungsgesetz ist nicht erforderlich. Betroffen sind vor allem:

- **Treuhandkommanditisten** und **Kapitalverwaltungsgesellschaften** geschlossener Publikums-AIF (Immobilien-, Energie-, Schiffs- und Flugzeugfonds in der Rechtsform der GmbH & Co. KG), die Anlegerregister führen und damit **Verantwortliche** nach Art. 4 Nr. 7 DSGVO sind;
- **Zweitmarkt-Aufkäufer** und Mitanleger, die Kontaktdaten anderer Anleger verlangen;
- **Treugeber/Anleger**, deren Name, Anschrift und Beteiligungshöhe herausgegeben werden sollen.

Das gesellschaftsrechtliche Gegenstück bildet seit dem MoPeG (in Kraft seit **01.01.2024**) **§ 166 Abs. 1 Satz 2 HGB**: Der Kommanditist kann Auskunft über die Gesellschaftsangelegenheiten verlangen, „soweit dies zur Wahrnehmung seiner Mitgliedschaftsrechte erforderlich ist"; nach § 166 Abs. 2 HGB kann dieses Recht vertraglich nicht ausgeschlossen werden.

## Der Fall

HTB und Ökorenta sind Investmentgesellschaften, die über **Treuhandgesellschaften mittelbar** an geschlossenen Publikums-KGs beteiligt waren. Sie verlangten von den Treuhändern **Namen und Anschriften aller mittelbar beteiligten Anleger** – nach eigener Darstellung, um Kontakt aufzunehmen und u. a. über den Kauf von Anteilen zu verhandeln. Die Treuhänder verweigerten das: Die Daten dienten wirtschaftlichen Eigeninteressen (Werbung, Verunsicherung der Anleger, Ankauf unter Wert). Zudem **verboten die Beteiligungs- und Treuhandverträge die Weitergabe** an andere Gesellschafter ausdrücklich.

Nach der Rechtsprechung des BGH (u. a. Beschl. v. 21.09.2009 – II ZR 264/08; Beschl. v. 19.11.2019 – II ZR 263/18) gehört das Recht, Namen und Anschriften der Mitgesellschafter zu kennen, zum **unentziehbaren Kernbereich** der Mitgliedschaft, begrenzt nur durch Rechtsmissbrauch. Das AG München zweifelte, ob das mit der DSGVO vereinbar ist, und fragte u. a., ob eine **Mindestbeteiligungsschwelle** oder ein **konkreter gesellschaftsbezogener Anlass** erforderlich sei.

## Was der Gerichtshof entschieden hat

**1. Vertragserfüllung (lit. b) – kein Hebel bei Vertraulichkeitsklausel.** Die Verarbeitung muss für einen Zweck, der Bestandteil der vertraglichen Leistung gegenüber der betroffenen Person ist, **objektiv unerlässlich** sein; es darf keine praktikable, weniger einschneidende Alternative geben (Rn. 43–44, unter Verweis auf C-252/21). Wesensmerkmal einer mittelbaren Beteiligung über einen Treuhänder sei gerade die **Anonymität** der Anleger, auch untereinander (Rn. 46). Verbietet der Vertrag die Weitergabe ausdrücklich, ist lit. b nicht erfüllt (Rn. 47, 75).

**2. Berechtigtes Interesse (lit. f) – drei kumulative Voraussetzungen.**
- *Berechtigtes Interesse:* Das Interesse eines Mitanlegers, andere Anleger zu kontaktieren, Anteile zu kaufen oder sich für Gesellschafterbeschlüsse abzustimmen, ist **grundsätzlich berechtigt** – **unabhängig von der Beteiligungshöhe** (Rn. 57).
- *Erforderlichkeit:* Die Herausgabe muss **unbedingt erforderlich** sein und ist mit dem Grundsatz der **Datenminimierung** (Art. 5 Abs. 1 lit. c) zu prüfen. Als gleich geeignetes, milderes Mittel kommt in Betracht, dass Fonds oder Treuhänder die Anfrage **an den Anleger weiterleiten**, der dann selbst über eine Kontaktaufnahme entscheidet (Rn. 59–61).
- *Abwägung:* Zu berücksichtigen sind die **vernünftigen Erwartungen** der Betroffenen (ErwG 47), Umfang und Auswirkungen der Verarbeitung. Bei vertraglicher Vertraulichkeitszusage durften die Treugeber nicht mit einer Weitergabe rechnen; eine Rechtfertigung über lit. f erscheint daher „zweifelhaft" (Rn. 62–65).

**3. Rechtliche Verpflichtung (lit. c) – auch Richterrecht möglich.** „Recht des Mitgliedstaats" im Sinne von Art. 6 Abs. 3 lit. b DSGVO kann auch **nationale Rechtsprechung** sein (Rn. 71, ErwG 41). Diese muss aber **klar, präzise und vorhersehbar** sein, ein **Ziel im öffentlichen Interesse** verfolgen und **verhältnismäßig** sein; die Verarbeitung darf nur im unbedingt erforderlichen Umfang erfolgen (Rn. 72–73). Das nationale Gericht muss prüfen, ob es mildere Mittel gibt, die Transparenz unter Gesellschaftern ebenso sichern (Rn. 74).

*Hinweis zur Textfassung:* In der vorläufigen englischen Urteilsfassung ist im Tenor Nr. 2 versehentlich „point (b)" statt „point (f)" abgedruckt; inhaltlich betrifft Nr. 2 eindeutig das berechtigte Interesse (lit. f), wie Rn. 76 zeigt.

## Nationale Folgerechtsprechung

**BGH, Beschluss vom 22.01.2025 – II ZB 18/23:** Der II. Zivilsenat hält am unentziehbaren Recht fest, die Mitgesellschafter (Name, Anschrift, Beteiligungshöhe) zu kennen – auch für **Treugeber, die im Gesellschaftsvertrag Direktkommanditisten gleichgestellt** sind. Grenzen sind nur § 242 BGB (unzulässige Rechtsausübung) und § 226 BGB (Schikane). Die Herausgabe sei nach Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. b DSGVO zulässig und für die Ausübung der Mitgliedschaftsrechte erforderlich (§ 166 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 HGB). Eine Verweisung auf Internetforen oder einen Datentreuhänder müsse der Gesellschafter nicht hinnehmen. Den EuGH-Fall hält der BGH für **nicht vergleichbar**, weil dort ein ausdrückliches vertragliches Weitergabeverbot bestand und die Treugeber nicht gleichgestellt waren. Nach dem Bericht von beck-aktuell differenziert der BGH nach dem Zweck: Erforderlich sei die Auskunft jedenfalls, wenn auch Stimmrechtsausübung oder Gesellschafterbeschlüsse abgestimmt werden sollen; der **alleinige** Zweck, Anteile aufzukaufen, genüge nicht ohne Weiteres.

**OLG München, Urteil vom 17.07.2026 – 7 U 3366/25e (laut Kanzleibericht):** Der Senat verweigerte einem Treugeber die Auskunft über Mit-Treugeber gegen den Treuhandkommanditisten unter Berufung auf den EuGH: lit. b scheitere am vertraglichen Weitergabeverbot, lit. f an fehlender besonderer Dringlichkeit gegenüber dem Anonymitätsinteresse, lit. c jedenfalls an der Erforderlichkeit. Wegen der Abweichung vom BGH ist die Sache nach dem Bericht **beim BGH anhängig**. Die Entscheidung ist bislang nur über Sekundärquellen belegt.

## Was das für Fonds, Treuhänder und Anleger bedeutet

- **Treuhänder/KVG – Rechtsgrundlage dokumentieren:** Vor jeder Herausgabe Art. 6 Abs. 1 lit. b, c und f getrennt prüfen und die Prüfung festhalten (Rechenschaftspflicht, Art. 5 Abs. 2 DSGVO; Beweislast beim Verantwortlichen, Rn. 39 des Urteils).
- **Vertragsgestaltung entscheidet:** Ausdrückliches Weitergabeverbot im Treuhandvertrag → EuGH-Linie spricht gegen Herausgabe. Gleichstellungsklausel im Gesellschaftsvertrag (Treugeber = Kommanditist) → BGH-Linie spricht für Herausgabe.
- **Weiterleitungslösung anbieten:** Wer die Herausgabe verweigert, sollte die Weiterleitung von Kontaktanfragen anbieten und dokumentieren – das ist das vom EuGH benannte mildere Mittel.
- **Informationspflicht:** Anleger müssen nach Art. 13 Abs. 1 lit. c/e DSGVO über mögliche Empfänger (Mitgesellschafter) und Rechtsgrundlage informiert werden; das prägt auch ihre „vernünftigen Erwartungen".
- **Anleger mit Auskunftswunsch:** Zweck konkret benennen (Gesellschafterversammlung, Beschlussantrag, Stimmrechtsbündelung) – reine Kaufabsicht trägt nach beiden Linien am schwächsten.
- **Haftungsrisiko beidseitig:** Unrechtmäßige Herausgabe → Art. 82/83 DSGVO; unberechtigte Verweigerung → Verurteilung zur Auskunft (zivilrechtlich), ggf. Kosten.

## Häufige Fehler

- **„Der EuGH hat das Auskunftsrecht der Anleger abgeschafft."** Falsch – er hat Maßstäbe gesetzt; die Anwendung im Einzelfall liegt bei den nationalen Gerichten (Rn. 55, 57, 74).
- **„Kleinstanleger haben kein berechtigtes Interesse."** Falsch – der EuGH stellt ausdrücklich auf die Gesellschaftsstellung ab, **unabhängig** von der Beteiligungshöhe (Rn. 57).
- **„Eine Vertraulichkeitsklausel schließt jede Herausgabe aus."** Zu pauschal – sie sperrt lit. b; für lit. c kommt es auf die nationale Rechtslage (§ 166 Abs. 2 HGB, BGH) an.
- **„Richterrecht ist keine Rechtsgrundlage nach der DSGVO."** Falsch – nationale Rechtsprechung kann eine rechtliche Verpflichtung i. S. v. lit. c begründen, wenn sie klar, präzise und vorhersehbar ist (Rn. 71–72).
- **„Nach dem BGH-Beschluss ist alles geklärt."** Nein – das OLG München weicht ab (Juli 2026); eine erneute BGH-Entscheidung, ggf. eine weitere EuGH-Vorlage, steht aus.
- **„Die Daten kann man gefahrlos herausgeben, solange ein Mitanleger danach fragt."** Falsch – ohne tragfähige Rechtsgrundlage drohen Bußgelder nach Art. 83 DSGVO und Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO.

## Häufige Fragen

**Muss mein Fonds-Treuhänder meine Adresse an andere Anleger geben?** Das hängt vom Vertragswerk ab. Sind Treugeber im Gesellschaftsvertrag den Kommanditisten gleichgestellt, bejaht der BGH ein Auskunftsrecht; enthält der Treuhandvertrag ein ausdrückliches Weitergabeverbot, spricht die EuGH-Linie dagegen.

**Gilt das Urteil auch außerhalb von Fonds?** Die Aussagen zu lit. b, c und f sind allgemein formuliert und auf andere Konstellationen übertragbar, in denen Vertragspartner Daten Dritter verlangen; insbesondere die Aussage, dass nationale Rechtsprechung eine Rechtsgrundlage nach lit. c sein kann.

**Was ist die „Weiterleitungslösung"?** Fonds oder Treuhänder leiten die Kontaktanfrage an den betroffenen Anleger weiter, der selbst entscheidet, ob er sich meldet – nach dem EuGH ein mögliches milderes Mittel gegenüber der Herausgabe.

## Änderungsverlauf

- 2026-11-01: Erstveröffentlichung durch EU-Recht-Bot. Grundlage: vorläufiger englischer Urteilstext (CURIA docid=290003, Rn. 1–78 und Tenor vollständig ausgewertet), EUR-Lex-Metadaten (CELEX 62022CJ0017, ECLI:EU:C:2024:738, Vierte Kammer, Verfahren abgeschlossen). Nationale Folgerechtsprechung über Sekundärquellen: BGH II ZB 18/23 vom 22.01.2025 (beck-aktuell, CMS – übereinstimmend), OLG München 7 U 3366/25e vom 17.07.2026 (nur Kanzleibericht Battke Grünberg). factcheck_status=review_needed, weil (1) EUR-Lex/CURIA-Volltext in deutscher Sprache im Lauf nicht abrufbar war (Bot-Schutz) und Randnummern/Zitate aus der englischen vorläufigen Fassung übersetzt wurden, (2) der Tenor Nr. 2 der vorläufigen Fassung einen offensichtlichen Schreibfehler („point (b)" statt „(f)") enthält, der gegen die endgültige Fassung zu prüfen ist, (3) BGH II ZB 18/23 nicht im Volltext gegengeprüft wurde (insbesondere die Differenzierung „reiner Kaufzweck") und (4) das OLG-München-Urteil 7 U 3366/25e samt BGH-Folgeaktenzeichen nur über eine Kanzleimeldung belegt ist. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Nexvyra EU-Recht-Bot"

## Siehe auch

- [DSGVO Art. 6 – Rechtsgrundlagen der Verarbeitung](/fakten/dsgvo-rechtsgrundlagen-art-6.html)
- [EuGH C-621/22 (KNLTB) – Berechtigtes Interesse beim Datenverkauf](/fakten/eugh-c-621-22-knltb-berechtigtes-interesse-datenverkauf.html)
- [EuGH C-252/21 (Meta/Bundeskartellamt) – Kartellbehörde und DSGVO](/fakten/eugh-c-252-21-meta-bundeskartellamt-kartellbehoerde-dsgvo.html)
- [DSGVO Art. 13/14 – Informationspflichten](/fakten/dsgvo-informationspflichten-art-13-14.html)
- [DSGVO-Bußgelder – Bemessungsrahmen nach Art. 83 DSGVO](/fakten/dsgvo-bussgelder.html)
- [DSGVO Art. 82 – Schadensersatz und EuGH-Rechtsprechung](/fakten/dsgvo-schadensersatz-art-82-eugh.html)

## Stand

- Stand: 2026-11-01
- Entscheidungsdatum: 2024-09-12 (EuGH, Vierte Kammer, C-17/22 und C-18/22)
- Verfahrensstand Deutschland: BGH II ZB 18/23 (22.01.2025) vs. OLG München 7 U 3366/25e (17.07.2026, laut Kanzleibericht); erneute BGH-Entscheidung ausstehend
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (CURIA docid=290003, EUR-Lex CELEX 62022CJ0017, VO 2016/679, § 166 HGB)
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- CURIA – Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 12.09.2024, C-17/22 und C-18/22, Volltext:
  https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?docid=290003
- EUR-Lex – Urteil C-17/22, CELEX 62022CJ0017, ECLI:EU:C:2024:738:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:62022CJ0017
- EUR-Lex – Verfahrensübersicht C-17/22:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/CASE/?uri=CELEX:62022CJ0017
- Amtsblatt der EU – Vorabentscheidungsersuchen des AG München vom 07.01.2022 (C-17/22):
  https://op.europa.eu/es/publication-detail/-/publication/c3eae56f-d4f5-11ec-a95f-01aa75ed71a1/language-es
- dejure.org – EuGH, 12.09.2024, C-17/22, C-18/22:
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=12.09.2024&Aktenzeichen=C-17%2F22
- dejure.org – BGH, Beschluss vom 22.01.2025, II ZB 18/23:
  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.01.2025&Aktenzeichen=II%20ZB%2018%2F23
- EUR-Lex – Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 5, 6, 13, 82, 83:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32016R0679
- gesetze-im-internet.de – § 166 HGB (Informationsrecht der Kommanditisten):
  https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__166.html
- beck-aktuell vom 16.04.2025 – „Treuhand macht nicht anonym" (BGH II ZB 18/23):
  https://www.beck-aktuell.de/heute-im-recht/rechtsprechung/bgh-iizb1823-versteckte-gesellschafter-treuhand-auskunft-2025-04-16
- CMS, Update Gesellschaftsrecht Oktober 2025 – Kommanditist: Anspruch auf Adressdaten der Mitgesellschafter?:
  https://cms.law/de/deu/publication/update-gesellschaftsrecht-oktober-2025/kommanditist-anspruch-auf-adressdaten-der-mitgesellschafter
- Battke Grünberg vom 31.07.2026 – „Auskunft an Mit-Treugeber: OLG München contra BGH" (OLG München 7 U 3366/25e):
  https://battke-gruenberg.de/en/news/auskunftsanspruch-ueber-mitgesellschafter/

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-11-01
- Letzte Prüfung: 2026-11-01
- In Kraft seit: 2024-09-12
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
