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title: "Europäischer Vollstreckungstitel für unbestrittene Forderungen (VO (EG) Nr. 805/2004)"
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# Europäischer Vollstreckungstitel für unbestrittene Forderungen (VO (EG) Nr. 805/2004)

## Kurzantwort

Der **Europäische Vollstreckungstitel (EuVT)** ist keine eigene Klageart, sondern eine **Bestätigung**, die das Ursprungsgericht einem bereits vorhandenen Titel beifügt. Rechtsgrundlage ist die **Verordnung (EG) Nr. 805/2004**; die deutschen Durchführungsvorschriften stehen in **§§ 1079–1086 ZPO** (Buch 11, Abschnitt 4).

Drei Punkte sind praktisch entscheidend:

1. **Nur bei „unbestrittener" Forderung.** **Art. 3 Abs. 1** definiert vier Fallgruppen: Anerkenntnis oder gerichtlicher Vergleich, fehlender Widerspruch im Verfahren, Nichterscheinen nach vorherigem Widerspruch – und das ausdrückliche Anerkenntnis in einer **öffentlichen Urkunde**. Ein streitiges Urteil kann **nicht** als EuVT bestätigt werden.
2. **Kein Zwischenverfahren im Vollstreckungsstaat.** Nach **Art. 5** wird der bestätigte Titel in den anderen Mitgliedstaaten anerkannt und vollstreckt, „**ohne dass es einer Vollstreckbarerklärung bedarf** und ohne dass die Anerkennung angefochten werden kann". **§ 1082 ZPO** ergänzt für eingehende Titel: keine **Vollstreckungsklausel** nötig.
3. **Der Schuldner wird nicht gehört.** Die Bestätigung ergeht nach **§ 1080 Abs. 1 Satz 1 ZPO** ohne Anhörung des Schuldners; gegen ihre **Ausstellung** gibt es nach **Art. 10 Abs. 4** überhaupt **keinen Rechtsbehelf**. Der Schuldner kann nur **Berichtigung oder Widerruf** beantragen – der Widerrufsantrag ist an eine **Notfrist von einem Monat** gebunden (§ 1081 Abs. 2 ZPO).

Der EuVT steht **neben** der Vollstreckung nach der **Brüssel Ia-VO (EU) Nr. 1215/2012**; der Gläubiger hat nach **Art. 27** die Wahl. Dänemark ist nach **Art. 2 Abs. 3** kein „Mitgliedstaat" im Sinne der Verordnung.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage (EU) | Verordnung (EG) Nr. 805/2004 zur Einführung eines europäischen Vollstreckungstitels für unbestrittene Forderungen |
| Rechtsgrundlage (national) | §§ 1079–1086 ZPO (Buch 11, Abschnitt 4) |
| In Kraft / anwendbar seit | 21.01.2005 / 21.10.2005 (Art. 33); Artikel 30–32 bereits ab 21.01.2005 |
| Geprüfte Fassung | konsolidierte Fassung 01.05.2025 – der Wortlaut der zitierten Artikel ist gegenüber der Ursprungsfassung unverändert |
| Anwendungsbereich | Zivil- und Handelssachen, unabhängig von der Art der Gerichtsbarkeit (Art. 2 Abs. 1) |
| Nicht erfasst | Steuer-, Zoll- und Verwaltungssachen, *acta jure imperii* (Art. 2 Abs. 1); Personenstand, Rechts- und Handlungsfähigkeit, gesetzliche Vertretung, eheliche Güterstände, Erbrecht; Konkurse und Vergleiche; soziale Sicherheit; Schiedsgerichtsbarkeit (Art. 2 Abs. 2) |
| „Mitgliedstaat" | alle EU-Staaten mit Ausnahme Dänemarks (Art. 2 Abs. 3) |
| Erfasste Titel | Entscheidungen, gerichtliche Vergleiche und öffentliche Urkunden über unbestrittene Forderungen (Art. 3 Abs. 1) |
| „Unbestritten" | vier Fallgruppen: Anerkenntnis/Vergleich (a), kein Widerspruch (b), Nichterscheinen nach Widerspruch (c), Anerkenntnis in öffentlicher Urkunde (d) – Art. 3 Abs. 1 |
| „Forderung" | Zahlung einer bestimmten Geldsumme, die fällig ist oder deren Fälligkeitsdatum im Titel angegeben ist (Art. 4 Nr. 2) |
| „Entscheidung" | jede gerichtliche Entscheidung ohne Rücksicht auf die Bezeichnung – Urteil, Beschluss, Zahlungsbefehl, Vollstreckungsbescheid, auch der Kostenfestsetzungsbeschluss (Art. 4 Nr. 1) |
| Voraussetzungen der Bestätigung | Vollstreckbarkeit im Ursprungsstaat; kein Widerspruch zu bestimmten Zuständigkeitsregeln; Einhaltung der Mindestvorschriften des Kapitels III; Verbrauchersonderregel (Art. 6 Abs. 1 Buchst. a–d) |
| Verbrauchersonderregel | Ist der Schuldner Verbraucher und die Forderung nach Art. 3 Abs. 1 Buchst. b oder c unbestritten, muss die Entscheidung im Wohnsitzmitgliedstaat des Verbrauchers ergangen sein (Art. 6 Abs. 1 Buchst. d) |
| Antrag | jederzeit beim Ursprungsgericht möglich (Art. 6 Abs. 1) |
| Formblätter | Anhang I (Entscheidung), Anhang II (gerichtlicher Vergleich), Anhang III (öffentliche Urkunde), Anhang IV (Nichtvollstreckbarkeit), Anhang V (Ersatzbestätigung), Anhang VI (Berichtigung/Widerruf) |
| Sprache der Bestätigung | die Sprache, in der die Entscheidung abgefasst ist (Art. 9 Abs. 2) |
| Zuständigkeit in Deutschland | die Gerichte, Behörden oder Notare, denen die Erteilung einer vollstreckbaren Ausfertigung obliegt (§ 1079 ZPO) |
| Anhörung des Schuldners | findet nicht statt; die Bestätigung wird ihm von Amts wegen zugestellt (§ 1080 Abs. 1 ZPO) |
| Rechtsbehelf gegen die Ausstellung | keiner (Art. 10 Abs. 4) |
| Zurückweisung des Antrags | Anfechtung wie bei der Verweigerung der Vollstreckungsklausel (§ 1080 Abs. 2 ZPO) |
| Widerrufsfrist des Schuldners | ein Monat, bei Zustellung im Ausland zwei Monate – Notfrist, beginnt mit Zustellung der Bestätigung, frühestens mit Zustellung des Titels (§ 1081 Abs. 2 ZPO) |
| Vollstreckungsklausel im Inland | nicht erforderlich (§ 1082 ZPO) |
| Anwendbares Vollstreckungsrecht | Recht des Vollstreckungsmitgliedstaats; Vollstreckung „unter den gleichen Bedingungen" wie ein inländischer Titel (Art. 20 Abs. 1) |
| Vorzulegende Unterlagen | Ausfertigung der Entscheidung, Ausfertigung der Bestätigung, ggf. Übersetzung (Art. 20 Abs. 2) |
| Übersetzung in Deutschland | in deutscher Sprache, beglaubigt von einer in einem EU-Mitgliedstaat befugten Person (§ 1083 ZPO) |
| Sicherheitsleistung | darf dem ausländischen Gläubiger nicht auferlegt werden (Art. 20 Abs. 3) |
| Verweigerung der Vollstreckung | nur bei Unvereinbarkeit mit einer früheren Entscheidung unter drei kumulativen Voraussetzungen (Art. 21 Abs. 1) |
| Keine Nachprüfung in der Sache | weder die Entscheidung noch die Bestätigung dürfen im Vollstreckungsstaat inhaltlich überprüft werden (Art. 21 Abs. 2) |
| Aussetzung/Beschränkung | Beschränkung auf Sicherungsmaßnahmen, Sicherheitsleistung oder – unter außergewöhnlichen Umständen – Aussetzung (Art. 23) |
| Zuständig dafür in Deutschland | Amtsgericht als Vollstreckungsgericht, ausschließlich (§ 1084 Abs. 1 ZPO) |
| Vollstreckungsabwehrklage | ausschließlich am Wohnsitzgericht des Schuldners, hilfsweise am Ort der Vollstreckung (§ 1086 Abs. 1 ZPO) |
| Übergangsrecht | gilt nur für Titel, die nach Inkrafttreten ergangen, gebilligt, geschlossen oder aufgenommen wurden (Art. 26) |
| Verhältnis zur Brüssel Ia-VO | Wahlrecht des Gläubigers (Art. 27) |

## Was der EuVT ist – und was nicht

Der Europäische Vollstreckungstitel ist **kein zusätzlicher Titel**. Er ist eine **Bestätigung**, die einem im Inland bereits bestehenden, vollstreckbaren Titel beigegeben wird und ihn europaweit „reisefähig" macht. **Art. 1** beschreibt das Ziel: den freien Verkehr von Entscheidungen, gerichtlichen Vergleichen und öffentlichen Urkunden zu ermöglichen, „ohne dass im Vollstreckungsmitgliedstaat ein **Zwischenverfahren** vor der Anerkennung und Vollstreckung angestrengt werden muss".

**Art. 11** stellt klar: Die Bestätigung „entfaltet Wirkung **nur im Rahmen der Vollstreckbarkeit** der Entscheidung". Wird der Titel im Ursprungsstaat aufgehoben oder seine Vollstreckbarkeit ausgesetzt, verliert die Bestätigung ihre Grundlage – dafür sieht **Art. 6 Abs. 2** eine eigene **Bestätigung der Nichtvollstreckbarkeit** (Formblatt Anhang IV) vor.

Abzugrenzen sind drei Instrumente, die häufig verwechselt werden:

- Der **Europäische Zahlungsbefehl** (VO (EG) Nr. 1896/2006) ist ein **eigenes Erkenntnisverfahren**, das erst einen Titel schafft.
- Die **Brüssel Ia-VO** (VO (EU) Nr. 1215/2012) betrifft **alle** Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, auch streitige.
- Der **EuVT** setzt einen **vorhandenen** Titel über eine **unbestrittene** Forderung voraus.

## Wann eine Forderung „unbestritten" ist

**Art. 3 Abs. 1** zählt die vier Fallgruppen abschließend auf. Eine Forderung gilt als unbestritten, wenn

- **a)** der Schuldner ihr im gerichtlichen Verfahren **ausdrücklich durch Anerkenntnis** oder durch einen **gerichtlich gebilligten oder vor Gericht geschlossenen Vergleich** zugestimmt hat,
- **b)** der Schuldner ihr im gerichtlichen Verfahren **zu keiner Zeit widersprochen** hat,
- **c)** der Schuldner **zu einer Gerichtsverhandlung nicht erschienen** oder dort nicht vertreten worden ist, **nachdem** er zuvor widersprochen hatte – sofern dieses Verhalten nach dem Recht des Ursprungsmitgliedstaats als **stillschweigendes Zugeständnis** gilt, oder
- **d)** der Schuldner die Forderung **ausdrücklich in einer öffentlichen Urkunde anerkannt** hat.

**Erwägungsgrund 6** ergänzt zu Buchstabe b: Ein fehlender Widerspruch liegt auch dann vor, wenn der Schuldner **nicht zur Gerichtsverhandlung erscheint** oder einer gerichtlichen Aufforderung, seine Verteidigungsabsicht mitzuteilen, **nicht nachkommt**.

Für die deutsche Praxis heißt das: Der **Vollstreckungsbescheid** nach § 699 ZPO, das **Versäumnisurteil** nach §§ 330 ff. ZPO, das **Anerkenntnisurteil**, der **Prozessvergleich** nach § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO und die **notarielle Urkunde mit Unterwerfungserklärung** nach § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO kommen typischerweise in Betracht. Ein nach streitiger Verhandlung ergangenes Urteil dagegen nicht.

**Art. 3 Abs. 2** erstreckt die Verordnung zusätzlich auf Entscheidungen, die **nach Anfechtung** eines bereits bestätigten Titels ergangen sind.

## Voraussetzungen der Bestätigung (Art. 6)

Das **Ursprungsgericht** bestätigt eine Entscheidung auf **jederzeitigen Antrag**, wenn vier Bedingungen erfüllt sind:

**a) Vollstreckbarkeit im Ursprungsmitgliedstaat.** Der Titel muss dort vollstreckbar sein – eine bloß vorläufige Vollstreckbarkeit genügt, solange sie besteht.

**b) Keine Kollision mit bestimmten Zuständigkeitsregeln.** Die Entscheidung darf nicht im Widerspruch zu den Zuständigkeitsregeln in **Kapitel II Abschnitte 3 und 6 der Verordnung (EG) Nr. 44/2001** stehen – also zu den Versicherungssachen und den ausschließlichen Zuständigkeiten. Da die Verordnung (EG) Nr. 44/2001 durch die **Brüssel Ia-VO** aufgehoben wurde, gelten diese Bezugnahmen nach **Art. 80 VO (EU) Nr. 1215/2012** als Bezugnahmen auf die neue Verordnung.

**c) Einhaltung der Mindestvorschriften.** Ist die Forderung nur nach **Art. 3 Abs. 1 Buchst. b oder c** unbestritten – der Schuldner hat also geschwiegen oder ist ausgeblieben –, muss das Verfahren zusätzlich den **Mindestvorschriften des Kapitels III** genügt haben (dazu unten).

**d) Verbrauchersonderregel.** Ist der Schuldner **Verbraucher**, betrifft die Forderung einen Verbrauchervertrag und ist sie nach Buchstabe b oder c unbestritten, muss die Entscheidung in dem Mitgliedstaat ergangen sein, in dem der **Schuldner seinen Wohnsitz** hat. Ein deutsches Versäumnisurteil gegen einen in Spanien wohnenden Verbraucher lässt sich also nicht als EuVT bestätigen.

**Art. 7** erstreckt die Bestätigung auf die im Titel festgesetzten **Verfahrenskosten einschließlich Zinsen** – es sei denn, der Schuldner hat der Kostentragungspflicht ausdrücklich widersprochen. **Art. 8** erlaubt eine **Teilbestätigung**, wenn nur ein Teil der Entscheidung die Voraussetzungen erfüllt.

## Die Mindestvorschriften des Kapitels III

Weil im Vollstreckungsstaat keinerlei Kontrolle mehr stattfindet, verlagert die Verordnung den Rechtsschutz nach vorn. **Art. 12 Abs. 1** macht die Bestätigung in den Schweige- und Säumnisfällen davon abhängig, dass das Ursprungsverfahren den **Art. 13 bis 19** genügt hat.

### Zustellung mit Empfangsnachweis (Art. 13)

Zulässig sind die persönliche Zustellung mit unterschriebener Empfangsbestätigung, die persönliche Zustellung mit Zustellungsurkunde der zustellenden Person (auch bei unberechtigter Annahmeverweigerung), die **postalische** Zustellung mit zurückgesandter Empfangsbestätigung und die **elektronische** Zustellung per Fax oder E-Mail mit zurückgesandter Empfangsbestätigung.

### Zustellung ohne Empfangsnachweis (Art. 14)

Zulässig sind unter anderem die Ersatzzustellung an eine **in derselben Wohnung lebende oder dort beschäftigte Person**, bei Selbstständigen und juristischen Personen die Zustellung in den **Geschäftsräumen** an einen Beschäftigten, die **Einlegung in den Briefkasten**, die **Niederlegung** beim Postamt oder bei der Behörde mit schriftlicher Benachrichtigung sowie – bei inländischer Anschrift des Schuldners – die einfache postalische Zustellung.

Entscheidend ist **Art. 14 Abs. 2**: Diese Formen sind **nicht zulässig**, wenn die **Anschrift des Schuldners nicht mit Sicherheit ermittelt werden kann**. Eine **öffentliche Zustellung** oder jede andere auf einer Fiktion beruhende Zustellungsform scheidet damit aus (so ausdrücklich **Erwägungsgrund 13**). Ist der Aufenthalt des Schuldners unbekannt, kommt der EuVT nicht in Betracht.

**Art. 15** lässt die Zustellung an einen **Vertreter** des Schuldners genügen.

### Inhaltliche Anforderungen (Art. 16, 17)

Das verfahrenseinleitende Schriftstück muss **Namen und Anschriften der Parteien**, die **Höhe der Forderung**, bei Zinsen den **Zinssatz und Zeitraum** sowie die **Bezeichnung des Forderungsgrundes** enthalten (Art. 16).

**Art. 17** verlangt zusätzlich eine deutliche Belehrung über die **Frist zum Bestreiten** bzw. den Verhandlungstermin, die **Anschrift der Stelle**, an die zu antworten ist, die Frage eines **Anwaltszwangs** sowie über die **Folgen des Nichtbestreitens oder Nichterscheinens** – einschließlich der drohenden Vollstreckung und der Kostentragungspflicht.

### Heilung und Überprüfung (Art. 18, 19)

**Art. 18 Abs. 1** erlaubt eine **Heilung** von Verstößen gegen die Art. 13 bis 17, wenn die Entscheidung selbst formgerecht zugestellt wurde, der Schuldner einen **uneingeschränkten Rechtsbehelf** hätte einlegen können, darüber ordnungsgemäß belehrt wurde und ihn dennoch nicht eingelegt hat. **Abs. 2** lässt Heilung auch zu, wenn das Verhalten des Schuldners im Verfahren zeigt, dass er das Schriftstück **rechtzeitig persönlich** erhalten hat.

**Art. 19** verlangt schließlich, dass das Recht des Ursprungsstaats dem Schuldner eine **Überprüfung in Ausnahmefällen** eröffnet: bei einer Zustellung nach Art. 14, die ihn ohne sein Verschulden nicht rechtzeitig erreicht hat, oder bei **höherer Gewalt bzw. außergewöhnlichen Umständen** – in beiden Fällen unter der Voraussetzung, dass er **unverzüglich** tätig wird.

## Das Verfahren in Deutschland (§§ 1079–1081 ZPO)

**§ 1079 ZPO** bestimmt die Zuständigkeit denkbar knapp: Für die Bestätigungen nach Art. 9 Abs. 1, Art. 24 Abs. 1, Art. 25 Abs. 1 sowie Art. 6 Abs. 2 und 3 sind „die Gerichte, Behörden oder **Notare** zuständig, denen die Erteilung einer **vollstreckbaren Ausfertigung** des Titels obliegt". Die Zuständigkeit folgt also der Klauselzuständigkeit – für ein Urteil ist das der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle des Prozessgerichts, für eine notarielle Urkunde der Notar.

**§ 1080 ZPO** regelt die Entscheidung:

- **Abs. 1 Satz 1:** Die Bestätigung wird **ohne Anhörung des Schuldners** ausgestellt.
- **Abs. 1 Satz 2:** Eine Ausfertigung ist dem Schuldner **von Amts wegen zuzustellen** – es sei denn, der Antragsteller hat Übermittlung an sich zur Zustellung im Parteibetrieb beantragt (Satz 3).
- **Abs. 2:** Wird der Antrag **zurückgewiesen**, gelten die Vorschriften über die Anfechtung der Entscheidung über die **Erteilung der Vollstreckungsklausel** entsprechend.

**§ 1081 ZPO** regelt Berichtigung und Widerruf:

- **Abs. 1:** Der Antrag nach Art. 10 Abs. 1 ist bei dem **ausstellenden Gericht** zu stellen. Bei notariellen oder behördlichen Bestätigungen geht der Antrag an die ausstellende Stelle, die ihn **unverzüglich** dem **Amtsgericht ihres Sitzes** zur Entscheidung zuleitet.
- **Abs. 2:** Der **Widerrufsantrag des Schuldners** ist nur **binnen eines Monats** zulässig; bei Zustellung im Ausland beträgt die Frist **zwei Monate**. Es handelt sich um eine **Notfrist**, die mit Zustellung der Bestätigung beginnt, **frühestens** aber mit Zustellung des zugrunde liegenden Titels. Im Antrag sind die Gründe darzulegen, weshalb die Bestätigung **eindeutig zu Unrecht** erteilt wurde.
- **Abs. 3:** § 319 Abs. 2 und 3 ZPO gilt entsprechend.

Wichtig ist die Rollenverteilung: Gegen die **Ausstellung** gibt es nach **Art. 10 Abs. 4** keinen Rechtsbehelf. Der Schuldner ist auf **Berichtigung** (materieller Fehler) und **Widerruf** (eindeutig zu Unrecht erteilt) beschränkt – und beim Widerruf auf die Monatsfrist des § 1081 Abs. 2 ZPO.

## Vollstreckung aus einem ausländischen EuVT im Inland

**Art. 20 Abs. 1** stellt den Grundsatz auf: Für das Vollstreckungsverfahren gilt das **Recht des Vollstreckungsmitgliedstaats**; der bestätigte Titel wird „unter den gleichen Bedingungen vollstreckt wie eine im Vollstreckungsmitgliedstaat ergangene Entscheidung". In Deutschland gelten also Buch 8 der ZPO, das GVGA und die üblichen Vollstreckungsorgane.

**Art. 20 Abs. 2** verlangt vom Gläubiger die Vorlage von

- **a)** einer **Ausfertigung der Entscheidung**, die die für ihre Beweiskraft erforderlichen Voraussetzungen erfüllt,
- **b)** einer **Ausfertigung der Bestätigung** als Europäischer Vollstreckungstitel und
- **c)** gegebenenfalls einer **Übersetzung** der Bestätigung.

**§ 1083 ZPO** konkretisiert Buchstabe c für Deutschland: Die Übersetzung ist in **deutscher Sprache** zu verfassen und von einer in einem EU-Mitgliedstaat hierzu befugten Person zu **beglaubigen**.

**§ 1082 ZPO** enthält die praktisch wichtigste Erleichterung: Aus einem in einem anderen Mitgliedstaat als EuVT bestätigten Titel findet die Zwangsvollstreckung im Inland statt, **ohne dass es einer Vollstreckungsklausel bedarf**. Die Klauselerteilung nach §§ 724 ff. ZPO entfällt vollständig.

**Art. 20 Abs. 3** verbietet, dem Gläubiger wegen seiner **Ausländereigenschaft** oder eines fehlenden inländischen Wohnsitzes eine **Sicherheitsleistung** aufzuerlegen.

## Rechtsschutz des Schuldners im Vollstreckungsstaat

Der Rechtsschutz ist bewusst schmal – die Kontrolle findet im Ursprungsstaat statt.

### Verweigerung der Vollstreckung (Art. 21)

**Art. 21 Abs. 1** kennt **einen einzigen** Verweigerungsgrund: die **Unvereinbarkeit** des bestätigten Titels mit einer **früheren Entscheidung** aus einem Mitgliedstaat oder einem Drittland. Alle drei Voraussetzungen müssen zusammenkommen:

- **a)** die frühere Entscheidung erging **zwischen denselben Parteien wegen desselben Streitgegenstands**,
- **b)** sie erging **im Vollstreckungsmitgliedstaat** oder erfüllt dort die **Anerkennungsvoraussetzungen** und
- **c)** die Unvereinbarkeit wurde im Ursprungsverfahren **nicht geltend gemacht und konnte es nicht werden**.

Ein **ordre-public-Vorbehalt** existiert nicht. **Art. 21 Abs. 2** verbietet zudem jede Nachprüfung „**in der Sache selbst**" – weder der Entscheidung noch der Bestätigung.

### Aussetzung oder Beschränkung (Art. 23)

Hat der Schuldner im Ursprungsstaat einen **Rechtsbehelf** eingelegt (einschließlich des Überprüfungsantrags nach Art. 19) oder **Berichtigung bzw. Widerruf** nach Art. 10 beantragt, kann das Gericht des Vollstreckungsstaats auf seinen Antrag

- **a)** das Verfahren auf **Sicherungsmaßnahmen** beschränken,
- **b)** die Vollstreckung von einer **Sicherheitsleistung** abhängig machen oder
- **c)** **unter außergewöhnlichen Umständen** das Verfahren **aussetzen**.

### Die deutschen Zuständigkeits- und Verfahrensregeln (§ 1084 ZPO)

- **Abs. 1:** Für Anträge nach Art. 21 und Art. 23 ist das **Amtsgericht als Vollstreckungsgericht** zuständig; die örtliche Zuständigkeit richtet sich entsprechend nach Buch 8 der ZPO. Diese Zuständigkeit ist **ausschließlich**.
- **Abs. 2:** Über den Antrag nach Art. 21 wird durch **Beschluss** entschieden. Für die Einstellung der Zwangsvollstreckung und die Aufhebung bereits getroffener Maßregeln gelten **§ 769 Abs. 1 und 3** sowie **§ 770 ZPO** entsprechend; die Aufhebung einer Vollstreckungsmaßregel ist **auch ohne Sicherheitsleistung** zulässig.
- **Abs. 3:** Über den Antrag nach Art. 23 wird durch **einstweilige Anordnung** entschieden. Diese Entscheidung ist **unanfechtbar**.

### Einstellung bei Nichtvollstreckbarkeit (§ 1085 ZPO)

Legt der Schuldner die Ausfertigung einer **Bestätigung über die Nichtvollstreckbarkeit** oder über die **Beschränkung der Vollstreckbarkeit** nach Art. 6 Abs. 2 vor, ist die Zwangsvollstreckung entsprechend **§§ 775, 776 ZPO** einzustellen oder zu beschränken. Das ist der praktische Weg, wenn der Titel im Ursprungsstaat nachträglich weggefallen ist.

### Vollstreckungsabwehrklage (§ 1086 ZPO)

Materielle Einwendungen gegen den titulierten Anspruch – etwa **Erfüllung**, **Aufrechnung** oder **Stundung** – bleiben dem Schuldner erhalten. **§ 1086 Abs. 1 ZPO** begründet dafür eine **ausschließliche örtliche Zuständigkeit** des Gerichts, in dessen Bezirk der Schuldner seinen **Wohnsitz** hat; hat er im Inland keinen Wohnsitz, entscheidet das Gericht des Ortes, an dem die Zwangsvollstreckung stattfinden soll oder stattgefunden hat. Der **Sitz** von Gesellschaften und juristischen Personen steht dem Wohnsitz gleich.

**Abs. 2** erklärt die **Präklusionsregel des § 767 Abs. 2 ZPO** entsprechend auf **gerichtliche Vergleiche und öffentliche Urkunden** für anwendbar.

## Gerichtliche Vergleiche und öffentliche Urkunden

**Art. 24** überträgt das System auf **gerichtliche Vergleiche**: Ein von einem Gericht gebilligter oder vor Gericht geschlossener Vergleich über eine Geldforderung wird auf Antrag an dieses Gericht mit dem **Formblatt in Anhang II** bestätigt und danach in den anderen Mitgliedstaaten ohne Vollstreckbarerklärung vollstreckt.

**Art. 25** gilt für **öffentliche Urkunden** – in Deutschland vor allem die notarielle Urkunde mit **Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung** nach § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO. Die Bestätigung erfolgt mit dem **Formblatt in Anhang III** durch die vom Ursprungsmitgliedstaat bestimmte Stelle.

In beiden Fällen gelten Kapitel II und Kapitel IV entsprechend – **mit Ausnahme** von Art. 5, Art. 6 Abs. 1, Art. 9 Abs. 1 sowie Art. 21 Abs. 1 und Art. 22 (Art. 24 Abs. 3, Art. 25 Abs. 3). Die **Mindestvorschriften des Kapitels III** sind hier ohne Bedeutung, weil der Schuldner ausdrücklich zugestimmt hat.

## EuVT oder Brüssel Ia-VO? Das Wahlrecht des Gläubigers

**Art. 27** stellt klar, dass die Verordnung die Möglichkeit unberührt lässt, Anerkennung und Vollstreckung stattdessen nach der allgemeinen Zuständigkeits- und Vollstreckungsverordnung zu betreiben. Seit dem 10.01.2015 ist das die **Brüssel Ia-VO (EU) Nr. 1215/2012**.

| | **EuVT** (VO 805/2004) | **Brüssel Ia-VO** (VO 1215/2012) |
|---|---|---|
| Erfasste Titel | nur über **unbestrittene** Forderungen (Art. 3) | **alle** Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen |
| Gegenstand | nur **Geldforderungen** (Art. 4 Nr. 2) | auch Handlungen, Unterlassungen, Herausgabe |
| Exequatur | entfällt (Art. 5) | entfällt ebenfalls (Art. 39) |
| Vorzulegen | Ausfertigung + **Bestätigung** nach Art. 9 | Ausfertigung + **Bescheinigung** nach Art. 53 |
| Vorprüfung der Zustellung | ja, **Mindestvorschriften** Art. 13–19 | nein – Kontrolle erst im Versagungsverfahren |
| Versagungsgründe | **nur** Unvereinbarkeit mit früherer Entscheidung (Art. 21 Abs. 1) | Katalog des **Art. 45**, u. a. **ordre public**, Zustellungsmängel, Unvereinbarkeit |
| Dänemark | **nicht** erfasst (Art. 2 Abs. 3) | über ein Parallelabkommen einbezogen |

Die praktische Faustregel: Der EuVT ist schneller und für den Schuldner härter, verlangt dafür aber ein **sauberes Zustellungsprotokoll** im Ursprungsverfahren. Wer daran zweifelt, fährt mit der **Bescheinigung nach Art. 53 Brüssel Ia-VO** sicherer – sie wird ohne die Zustellungsprüfung des Kapitels III ausgestellt, eröffnet dem Schuldner im Gegenzug aber den vollen Versagungsgrundkatalog des Art. 45.

## Häufige Fehler

- **Streitiges Urteil bestätigen lassen wollen.** Der EuVT ist nach **Art. 3 Abs. 1** auf unbestrittene Forderungen beschränkt. Ein nach streitiger Verhandlung ergangenes Urteil geht nur über die Brüssel Ia-VO.
- **Nicht-Geldforderung eingereicht.** **Art. 4 Nr. 2** verlangt eine **bestimmte Geldsumme**. Herausgabe-, Unterlassungs- und Auskunftstitel sind ausgeschlossen.
- **Verbrauchersonderregel übersehen.** Ist der Schuldner Verbraucher und hat er geschwiegen, muss der Titel in **seinem** Wohnsitzstaat ergangen sein (**Art. 6 Abs. 1 Buchst. d**).
- **Öffentliche Zustellung im Ursprungsverfahren.** Nach **Art. 14 Abs. 2** scheidet jede Zustellungsform aus, wenn die Anschrift nicht mit Sicherheit ermittelt werden kann. Ein auf öffentlicher Zustellung beruhender Titel ist nicht bestätigungsfähig.
- **Rechtsmittel gegen die Bestätigung eingelegt.** **Art. 10 Abs. 4** schließt jeden Rechtsbehelf gegen die **Ausstellung** aus. Möglich sind nur Berichtigung und Widerruf.
- **Widerrufsfrist verpasst.** **§ 1081 Abs. 2 ZPO** setzt eine **Notfrist von einem Monat** (zwei Monate bei Auslandszustellung) – gerechnet ab Zustellung der Bestätigung, frühestens ab Zustellung des Titels.
- **Vollstreckungsklausel beantragt.** Für den eingehenden ausländischen EuVT ist sie nach **§ 1082 ZPO** entbehrlich.
- **Auf den ordre public gesetzt.** Anders als **Art. 45 Brüssel Ia-VO** kennt **Art. 21 Abs. 1** der EuVT-Verordnung **keinen** ordre-public-Vorbehalt.
- **Vollstreckungsabwehrklage am falschen Gericht erhoben.** **§ 1086 Abs. 1 ZPO** begründet eine **ausschließliche** Zuständigkeit am Wohnsitz bzw. Sitz des Schuldners.
- **Altfall bestätigen lassen wollen.** Nach **Art. 26** gilt die Verordnung nur für Titel, die **nach ihrem Inkrafttreten** ergangen oder aufgenommen wurden.
- **Dänischen Schuldner einbezogen.** Dänemark ist nach **Art. 2 Abs. 3** kein „Mitgliedstaat" im Sinne der Verordnung.

## Siehe auch

- [Europäisches Mahnverfahren – Europäischer Zahlungsbefehl (VO (EG) Nr. 1896/2006)](https://nexvyra.de/fakten/europaeisches-mahnverfahren-1896-2006.html)
- [Vollstreckungsklausel und vollstreckbare Ausfertigung (§§ 724 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsklausel-724-zpo.html)
- [Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung (§§ 704, 750 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/voraussetzungen-zwangsvollstreckung-750-zpo.html)
- [Vollstreckungsbescheid (§ 699 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsbescheid-699-zpo.html)
- [Versäumnisurteil (§§ 330 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/versaeumnisurteil-330-zpo.html)
- [Prozessvergleich (§ 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/prozessvergleich-794-zpo.html)
- [Zwangsvollstreckung aus notarieller Urkunde (§ 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/notarielle-urkunde-zwangsvollstreckung-794-zpo.html)
- [Vollstreckungsabwehrklage (§ 767 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsabwehrklage-767-zpo.html)
- [Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung (§§ 707, 719 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/einstweilige-einstellung-zwangsvollstreckung-707-719-zpo.html)
- [Zustellung im Zivilprozess (§§ 166 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/zustellung-zivilprozess-166-zpo.html)
- [Örtliche Zuständigkeit und Gerichtsstand im Zivilprozess (§§ 12 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/oertliche-zustaendigkeit-gerichtsstand-zpo.html)
- [Kostenfestsetzungsbeschluss (§§ 103, 104 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/kostenfestsetzungsbeschluss-103-zpo.html)
- [Verjährung von Forderungen (§§ 195, 199 BGB)](https://nexvyra.de/fakten/verjaehrung-forderungen-195-199-bgb.html)

## Änderungsverlauf

- 2026-09-10: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Der Wortlaut der §§ 1079, 1080, 1081, 1082, 1083, 1084, 1085 und 1086 ZPO wurde am 10.09.2026 im Volltext von den amtlichen Einzelnorm-Seiten auf gesetze-im-internet.de abgerufen und wörtlich gegen die zitierten Passagen abgeglichen. Der Wortlaut der Artikel 1 bis 33 der Verordnung (EG) Nr. 805/2004 wurde am selben Tag über EUR-Lex (CELEX 32004R0805) abgerufen; zusätzlich wurde die konsolidierte Fassung vom 01.05.2025 (CELEX 02004R0805-20250501) herangezogen und für die zitierten Artikel 3, 6, 10, 14, 20, 21, 23, 26 und 33 wörtliche Übereinstimmung mit der Ursprungsfassung festgestellt – die Änderungsakte betrafen die Formblätter der Anhänge, nicht den Artikeltext. Art. 39, 41, 42, 45, 80 und 81 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 wurden über EUR-Lex (CELEX 32012R1215) im Volltext geprüft. Keine Geldbeträge, Gebührensätze oder Streitwertgrenzen übernommen – die Verordnung enthält keine; die einzigen Zahlenangaben sind die amtlich belegten Fristen (ein Monat bzw. zwei Monate nach § 1081 Abs. 2 ZPO) und Datumsangaben (21.01.2005 Inkrafttreten, 21.10.2005 Geltungsbeginn nach Art. 33; 10.01.2015 Geltungsbeginn der Brüssel Ia-VO nach Art. 81). Wikidata-IDs: `Q738753` (European Enforcement Order, „method of enforcing foreign judgments within the EU", Sitelinks u. a. fr „Titre exécutoire européen", pl „Europejski Tytuł Egzekucyjny") wurde am 10.09.2026 via WebSearch auf wikidata.org verifiziert; die ID war in content/AGENT_GUIDE.md Abschnitt 2a bereits als Abgrenzungshinweis zum Europäischen Mahnverfahren vermerkt und wurde nun als eigene Tabellenzeile aufgenommen. `Q206893` (Zivilprozessordnung) und `Q231695` (enforcement law in Germany / Zwangsvollstreckung) waren bereits geprüft und wurden am 10.09.2026 erneut via WebSearch auf wikidata.org bestätigt.

## Stand

- Stand: 2026-09-10
- Status: aktuell (geltendes Recht)
- Quellenautorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- § 1079 ZPO – Zuständigkeit (Bestätigungen nach Art. 9 Abs. 1, Art. 24 Abs. 1, Art. 25 Abs. 1 sowie Art. 6 Abs. 2 und 3 der VO (EG) Nr. 805/2004 durch die Gerichte, Behörden oder Notare, denen die Erteilung einer vollstreckbaren Ausfertigung obliegt):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1079.html
- § 1080 ZPO – Entscheidung (Abs. 1: Ausstellung ohne Anhörung des Schuldners, Zustellung von Amts wegen, Ausnahme bei Parteibetrieb; Abs. 2: Anfechtung der Zurückweisung wie bei der Vollstreckungsklausel):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1080.html
- § 1081 ZPO – Berichtigung und Widerruf (Abs. 1: Antrag beim ausstellenden Gericht, Weiterleitung durch Notare und Behörden an das Amtsgericht ihres Sitzes; Abs. 2: Widerrufsantrag des Schuldners binnen eines Monats, bei Auslandszustellung zwei Monate, Notfrist ab Zustellung der Bestätigung, früheste:
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1081.html
- § 1082 ZPO – Vollstreckungstitel (Zwangsvollstreckung im Inland aus einem in einem anderen Mitgliedstaat bestätigten Europäischen Vollstreckungstitel ohne Vollstreckungsklausel):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1082.html
- § 1083 ZPO – Übersetzung (Übersetzung nach Art. 20 Abs. 2 Buchst. c in deutscher Sprache, beglaubigt von einer in einem EU-Mitgliedstaat befugten Person):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1083.html
- § 1084 ZPO – Anträge nach den Artikeln 21 und 23 der Verordnung (EG) Nr. 805/2004 (Abs. 1: Amtsgericht als Vollstreckungsgericht, örtliche Zuständigkeit nach Buch 8, ausschließliche Zuständigkeit; Abs. 2: Beschluss, § 769 Abs. 1 und 3 sowie § 770 entsprechend, Aufhebung auch ohne Sicherheitsleistung:
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1084.html
- § 1085 ZPO – Einstellung der Zwangsvollstreckung (§§ 775, 776 entsprechend bei Vorlage einer Bestätigung über die Nichtvollstreckbarkeit oder die Beschränkung der Vollstreckbarkeit nach Art. 6 Abs. 2):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1085.html
- § 1086 ZPO – Vollstreckungsabwehrklage (Abs. 1: ausschließliche örtliche Zuständigkeit am Wohnsitz des Schuldners, hilfsweise am Ort der Zwangsvollstreckung, Sitz von Gesellschaften und juristischen Personen gleichgestellt; Abs. 2: § 767 Abs. 2 entsprechend auf gerichtliche Vergleiche und öffentlich:
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1086.html
- ZPO – Gesamtausgabe (Buch 11 – Justizielle Zusammenarbeit in der Europäischen Union, Abschnitt 4 – Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 805/2004, §§ 1079–1086):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/BJNR005330950.html
- Verordnung (EG) Nr. 805/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004 zur Einführung eines europäischen Vollstreckungstitels für unbestrittene Forderungen (Ursprungsfassung, ABl. L 143 vom 30.04.2004, S. 15–39; EUR-Lex CELEX 32004R0805):
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32004R0805
- Verordnung (EG) Nr. 805/2004 – konsolidierte Fassung vom 01.05.2025 (EUR-Lex CELEX 02004R0805-20250501; Wortlaut der Artikel 3, 6, 10, 14, 20, 21, 23, 26 und 33 gegen die Ursprungsfassung abgeglichen und unverändert):
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:02004R0805-20250501
- Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 (Brüssel Ia-VO) – Art. 39 (Vollstreckbarkeit ohne Vollstreckbarerklärung), Art. 41 (Recht des ersuchten Mitgliedstaats), Art. 42 (Ausfertigung und Bescheinigung nach Art. 53), Art. 45 (Versagungsgründe einschließlich ordre public), Art. 80 (Bezugnahmen auf die Verordnun:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32012R1215

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-10
- Letzte Prüfung: 2026-09-10
- In Kraft seit: 2005-10-21
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
