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title: "Europäisches Mahnverfahren – Europäischer Zahlungsbefehl (VO (EG) Nr. 1896/2006)"
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# Europäisches Mahnverfahren – Europäischer Zahlungsbefehl (VO (EG) Nr. 1896/2006)

## Kurzantwort

Das **Europäische Mahnverfahren** ist ein eigenständiges, unionsweit einheitliches Verfahren zur Beitreibung **bezifferter, fälliger Geldforderungen** in **grenzüberschreitenden** Zivil- und Handelssachen. Rechtsgrundlage ist die **Verordnung (EG) Nr. 1896/2006**; die deutschen Durchführungsvorschriften stehen in **§§ 1087–1096 ZPO**.

Drei Punkte sind praktisch entscheidend:

1. **Ein einziges Gericht für ganz Deutschland.** Nach **§ 1087 ZPO** ist für Erlass, Überprüfung und Vollstreckbarerklärung eines Europäischen Zahlungsbefehls das **Amtsgericht Wedding in Berlin ausschließlich zuständig**.
2. **30 Tage Einspruchsfrist.** Der Antragsgegner kann nach **Art. 16 Abs. 2 VO (EG) Nr. 1896/2006** binnen **30 Tagen ab Zustellung** Einspruch einlegen – **ohne Begründung** (Art. 16 Abs. 3). Danach wird der Zahlungsbefehl für vollstreckbar erklärt (Art. 18 Abs. 1).
3. **Kein Exequaturverfahren.** Der vollstreckbar gewordene Europäische Zahlungsbefehl wird nach **Art. 19** in allen anderen Mitgliedstaaten anerkannt und vollstreckt, **ohne dass es einer Vollstreckbarerklärung bedarf**. Im Inland ist nach **§ 1093 ZPO** nicht einmal eine Vollstreckungsklausel nötig.

Das Verfahren steht **neben** dem deutschen Mahnverfahren nach §§ 688 ff. ZPO; der Gläubiger hat die Wahl. Anders als der deutsche Mahnbescheid ist der Europäische Zahlungsbefehl aber nur bei **grenzüberschreitendem** Bezug eröffnet.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage (EU) | Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 zur Einführung eines Europäischen Mahnverfahrens |
| Rechtsgrundlage (national) | §§ 1087–1096 ZPO (Buch 11, Abschnitt 5); für Arbeitssachen § 46b ArbGG |
| Geltende Fassung seit | 14.07.2017 (Änderungen durch VO (EU) 2015/2421, u. a. Art. 7 und Art. 17) |
| Zuständiges Gericht in Deutschland | Amtsgericht Wedding in Berlin – ausschließlich (§ 1087 ZPO) |
| Anwendungsbereich | Zivil- und Handelssachen in grenzüberschreitenden Rechtssachen (Art. 2 Abs. 1, Art. 3) |
| Grenzüberschreitend | mindestens eine Partei hat Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat als dem des befassten Gerichts (Art. 3 Abs. 1) |
| Maßgeblicher Zeitpunkt | Einreichung des Antrags (Art. 3 Abs. 3) |
| Nicht erfasst | Steuer-, Zoll- und Verwaltungssachen, acta jure imperii (Art. 2 Abs. 1); eheliche Güterstände und Erbrecht, Insolvenzverfahren, soziale Sicherheit, bestimmte außervertragliche Ansprüche (Art. 2 Abs. 2) |
| „Mitgliedstaat" | alle EU-Staaten mit Ausnahme Dänemarks (Art. 2 Abs. 3) |
| Forderungsart | bezifferte Geldforderung, bei Antragseinreichung fällig (Art. 4) |
| Antrag | Formblatt A (Anhang I), Pflichtangaben nach Art. 7 Abs. 2 |
| Verbrauchergerichtsstand | Ist der Verbraucher Antragsgegner, sind nur die Gerichte seines Wohnsitzmitgliedstaats zuständig (Art. 6 Abs. 2) |
| Prüfung | schlüssigkeitsähnliche Prüfung anhand des Formulars, ob die Forderung „begründet erscheint"; automatisiert möglich (Art. 8) |
| Erlassfrist | „so bald wie möglich und in der Regel binnen 30 Tagen" nach Antragseinreichung (Art. 12 Abs. 1) |
| Zahlungsbefehl | Formblatt E (Anhang V) |
| Einspruch | Formblatt F (Anhang VI), binnen 30 Tagen ab Zustellung, ohne Begründung (Art. 16) |
| Folge des Einspruchs | Überleitung in das ordentliche Zivilverfahren oder in das europäische Verfahren für geringfügige Forderungen (VO (EG) Nr. 861/2007), sofern der Antragsteller die Beendigung nicht beantragt hat (Art. 17 Abs. 1) |
| Deutsches Anschlussverfahren | Gericht fordert den Antragsteller auf, das Streitgericht zu benennen; unterbleibt das fristgerecht, ist der Zahlungsbefehl aufzuheben (§ 1090 Abs. 1 ZPO) |
| Rückwirkende Rechtshängigkeit | gilt als mit Zustellung des Zahlungsbefehls eingetreten, wenn alsbald abgegeben wird (§ 1090 Abs. 3 ZPO) |
| Vollstreckbarerklärung | Formblatt G (Anhang VII); Gericht prüft das Zustellungsdatum (Art. 18 Abs. 1) |
| Anerkennung | kein Exequaturverfahren, keine Anfechtung der Anerkennung (Art. 19) |
| Vollstreckungsklausel im Inland | nicht erforderlich (§ 1093 ZPO) |
| Überprüfung in Ausnahmefällen | Art. 20 (Zustellungsmängel nach Art. 14, höhere Gewalt/außergewöhnliche Umstände, offensichtlich zu Unrecht erlassen) |
| Entscheidung darüber | durch unanfechtbaren Beschluss; Tatsachen sind glaubhaft zu machen (§ 1092 Abs. 1, 2 ZPO) |
| Wiedereinsetzung | in die 30-Tage-Frist des Art. 16 Abs. 2 ausgeschlossen (§ 1092 Abs. 4 ZPO) |
| Rechtsbehelf bei Zustellungsmängeln | Antrag auf Aufhebung binnen eines Monats ab Kenntnis bzw. Kennenmüssen (§ 1092a Abs. 1 ZPO) |
| Öffentliche Zustellung | §§ 185–188 ZPO nicht anwendbar (§ 1089 Abs. 1 Satz 2 ZPO) |
| Übersetzung | in deutscher Sprache, beglaubigt von einer in einem Mitgliedstaat befugten Person (§ 1094 ZPO, Art. 21 Abs. 2 Buchst. b) |
| Sicherheitsleistung | darf dem ausländischen Antragsteller nicht auferlegt werden (Art. 21 Abs. 3) |
| Gerichtsgebühren | Mahnverfahren plus anschließendes Streitverfahren dürfen insgesamt nicht teurer sein als ein Verfahren ohne vorausgehendes Mahnverfahren (Art. 25 Abs. 1) |
| Lückenfüllung | alle nicht geregelten Verfahrensfragen richten sich nach nationalem Recht (Art. 26) |

## Wann das Verfahren offensteht

Vier Voraussetzungen müssen zusammenkommen:

**1. Zivil- oder Handelssache.** Art. 2 Abs. 1 erfasst Zivil- und Handelssachen, „ohne dass es auf die Art der Gerichtsbarkeit ankommt". Ausgenommen sind Steuer- und Zollsachen, verwaltungsrechtliche Angelegenheiten sowie die Staatshaftung für hoheitliches Handeln (*acta jure imperii*). Art. 2 Abs. 2 nimmt zusätzlich eheliche Güterstände und Erbrecht, Insolvenz- und Vergleichsverfahren, die soziale Sicherheit sowie bestimmte außervertragliche Ansprüche aus.

**2. Grenzüberschreitende Rechtssache.** Nach **Art. 3 Abs. 1** genügt es, dass **mindestens eine** Partei ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem **anderen** Mitgliedstaat hat als dem des angerufenen Gerichts. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der **Antragseinreichung** (Art. 3 Abs. 3). Ein rein innerdeutscher Fall ist damit ausgeschlossen – dafür bleibt das Mahnverfahren nach §§ 688 ff. ZPO.

**3. Bezifferte, fällige Geldforderung.** **Art. 4** beschränkt das Verfahren auf „die Beitreibung bezifferter Geldforderungen, die zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags … fällig sind". Herausgabe-, Unterlassungs- oder Feststellungsbegehren sind ausgeschlossen; ebenso noch nicht fällige Forderungen.

**4. Internationale Zuständigkeit.** **Art. 6 Abs. 1** verweist auf die allgemeinen Zuständigkeitsregeln des Unionsrechts. Für **Verbraucherverträge** gilt eine Sonderregel: Ist der Verbraucher **Antragsgegner**, sind nach **Art. 6 Abs. 2** ausschließlich die Gerichte seines **Wohnsitzmitgliedstaats** zuständig. Wer also einen in Frankreich wohnenden Verbraucher in Anspruch nehmen will, kann dafür nicht das Amtsgericht Wedding anrufen.

Dänemark nimmt am Verfahren nicht teil (**Art. 2 Abs. 3**). Für dänische Antragsgegner scheidet der Europäische Zahlungsbefehl aus.

## Antrag: Formblatt A und die Pflichtangaben

Der Antrag wird nach **Art. 7 Abs. 1** ausschließlich mit dem **Formblatt A** (Anhang I der Verordnung) gestellt. **Art. 7 Abs. 2** verlangt insbesondere:

- Namen und Anschriften der Beteiligten und ihrer Vertreter sowie des angerufenen Gerichts;
- die **Höhe der Forderung** einschließlich Hauptforderung, Zinsen, Vertragsstrafen und Kosten;
- bei Zinsen: **Zinssatz und Zeitraum** – es sei denn, gesetzliche Zinsen werden nach dem Recht des Ursprungsmitgliedstaats automatisch hinzugerechnet;
- den **Streitgegenstand** mit einer Beschreibung des Sachverhalts;
- eine **Bezeichnung der Beweise**, die zur Begründung herangezogen werden;
- die **Zuständigkeitsgründe** und den **grenzüberschreitenden Charakter** nach Art. 3.

Nach **Art. 7 Abs. 3** erklärt der Antragsteller, die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht zu haben, und erkennt an, dass vorsätzlich falsche Auskünfte Sanktionen nach nationalem Recht nach sich ziehen können.

Wichtig ist die **Anlage nach Art. 7 Abs. 4**: Dort kann – und sollte – der Antragsteller schon vorab erklären, welches Verfahren im Fall eines Einspruchs folgen soll (ordentliches Zivilverfahren oder europäisches Bagatellverfahren), oder umgekehrt, dass er eine Überleitung **ablehnt**. Diese Erklärung kann bis zum Erlass des Zahlungsbefehls nachgeholt werden.

In Deutschland erlaubt **§ 1088 Abs. 1 ZPO** die Einreichung von Antrag und Einspruch in **nur maschinell lesbarer Form**, wenn diese dem Gericht für die maschinelle Bearbeitung geeignet erscheint.

## Prüfung, Zurückweisung und Erlass

**Art. 8** verpflichtet das Gericht, „so bald wie möglich anhand des Antragsformulars" zu prüfen, ob die Voraussetzungen der Art. 2, 3, 4, 6 und 7 erfüllt sind **und ob die Forderung begründet erscheint**. Diese Prüfung darf **automatisiert** erfolgen. Eine Beweisaufnahme oder Anhörung des Antragsgegners findet nicht statt.

**Art. 11 Abs. 1** zählt die Zurückweisungsgründe auf: fehlende Voraussetzungen, **offensichtlich unbegründete** Forderung, Fristversäumnis bei Vervollständigung (Art. 9) oder Ablehnung eines Änderungsvorschlags (Art. 10). Der Antragsteller wird mit **Formblatt D** informiert.

Zwei Folgen sind wichtig:

- **Art. 11 Abs. 2:** Gegen die Zurückweisung gibt es **kein Rechtsmittel**.
- **Art. 11 Abs. 3:** Die Zurückweisung hindert den Antragsteller **nicht**, dieselbe Forderung mit einem neuen Antrag oder in einem anderen nationalen Verfahren geltend zu machen.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, erlässt das Gericht den Zahlungsbefehl mit **Formblatt E** – nach **Art. 12 Abs. 1** „so bald wie möglich und in der Regel binnen 30 Tagen" nach Antragseinreichung. Zeiten, die der Antragsteller für Vervollständigung, Berichtigung oder Änderung benötigt, zählen **nicht** mit.

**Art. 12 Abs. 4** verlangt einen ausdrücklichen Warnhinweis an den Antragsgegner: Der Zahlungsbefehl wurde **ausschließlich auf Grundlage der Angaben des Antragstellers** erlassen und **vom Gericht nicht nachgeprüft**; er wird vollstreckbar, wenn kein Einspruch eingelegt wird.

## Zustellung – und warum es keine öffentliche Zustellung gibt

Die Verordnung stellt in **Art. 13 bis 15** Mindestvorschriften für die Zustellung auf (mit oder ohne Empfangsnachweis, Zustellung an einen Vertreter). Eine Zustellung ohne jede Kenntnis des Antragsgegners – etwa durch öffentliche Bekanntmachung – ist damit unvereinbar.

**§ 1089 ZPO** setzt das für Deutschland um:

- **Abs. 1 Satz 1:** Bei Zustellung im Inland gelten die Vorschriften über die Zustellung **von Amts wegen** entsprechend.
- **Abs. 1 Satz 2:** Die **§§ 185 bis 188 ZPO** – also die **öffentliche Zustellung** – sind **nicht anzuwenden**.
- **Abs. 2:** Bei Zustellung in einem anderen EU-Mitgliedstaat gilt die **Zustellungsverordnung (EU) 2020/1784**, ergänzt um § 1067 Abs. 1, § 1069 Abs. 1 und § 1070 ZPO.

Ist der Aufenthalt des Schuldners unbekannt, scheidet der Europäische Zahlungsbefehl damit praktisch aus.

## Der Einspruch: 30 Tage, ohne Begründung

**Art. 16** regelt den Einspruch abschließend:

- **Abs. 1:** Einlegung beim **Ursprungsgericht** mit **Formblatt F** (Anhang VI), das zusammen mit dem Zahlungsbefehl zugestellt wird.
- **Abs. 2:** Der Einspruch „muss **innerhalb von 30 Tagen** ab dem Tag der Zustellung des Zahlungsbefehls an den Antragsgegner **versandt** werden". Maßgeblich ist also die **Absendung**, nicht der Eingang.
- **Abs. 3:** Der Antragsgegner gibt lediglich an, „dass er die Forderung bestreitet, **ohne dass er dafür eine Begründung liefern muss**".
- **Abs. 4 und 5:** Papierform oder zulässige elektronische Kommunikationsmittel; Unterzeichnung durch den Antragsgegner oder seinen Vertreter.

Das entspricht funktional dem **Widerspruch gegen den deutschen Mahnbescheid** (§ 694 ZPO): ein einfaches, formalisiertes Bestreiten, das die Sache ins streitige Verfahren überführt.

## Was nach dem Einspruch passiert

**Art. 17 Abs. 1** in der seit dem **14.07.2017** geltenden Fassung (VO (EU) 2015/2421) ordnet an: Wird fristgerecht Einspruch eingelegt, **wird das Verfahren vor den zuständigen Gerichten des Ursprungsmitgliedstaats weitergeführt** – es sei denn, der Antragsteller hat ausdrücklich die **Beendigung** beantragt. Die Fortführung erfolgt nach den Regeln

- **a)** des **europäischen Verfahrens für geringfügige Forderungen** (VO (EG) Nr. 861/2007), falls anwendbar, oder
- **b)** eines **entsprechenden nationalen Zivilverfahrens**.

Hat der Antragsteller keine Wahl getroffen oder das Bagatellverfahren für eine Forderung beantragt, die nicht darunter fällt, wird nach **Art. 17 Abs. 2** in das nationale Zivilverfahren übergeleitet – außer er hat die Überleitung ausdrücklich abgelehnt.

**Art. 17 Abs. 3** schützt den Antragsteller: Seine Stellung im nachfolgenden Zivilverfahren wird „durch keine Maßnahme nach nationalem Recht präjudiziert". Die Nutzung des Mahnverfahrens darf ihm also nicht zum Nachteil gereichen.

### Die deutsche Umsetzung: § 1090 ZPO

Für Deutschland konkretisiert **§ 1090 ZPO** den Ablauf:

1. **Abs. 1 Satz 1:** Das Amtsgericht Wedding fordert den Antragsteller mit der Mitteilung nach Art. 17 Abs. 3 auf, **das für das streitige Verfahren zuständige Gericht zu bezeichnen**.
2. **Abs. 1 Satz 2:** Es setzt dafür eine „nach den Umständen angemessene Frist" und weist darauf hin, dass dem benannten Gericht die **Prüfung seiner eigenen Zuständigkeit vorbehalten** bleibt.
3. **Abs. 1 Satz 4 und 5:** Benennt der Antragsteller das Gericht **nicht fristgerecht**, ist der Europäische Zahlungsbefehl **aufzuheben** – damit endet das Verfahren nach der Verordnung.
4. **Abs. 2:** Nach Eingang der Benennung gibt das Gericht die Sache **von Amts wegen** ab; § 696 Abs. 1 Satz 3–5, Abs. 2, 4 und 5 sowie § 698 ZPO gelten entsprechend.
5. **Abs. 3:** Die Streitsache gilt als **mit Zustellung des Europäischen Zahlungsbefehls rechtshängig** geworden, wenn sie **alsbald** abgegeben wird.

Diese **Rückwirkung der Rechtshängigkeit** ist der verjährungsrechtlich entscheidende Punkt: Sie sichert die Hemmung nach § 204 Abs. 1 BGB auf den Zeitpunkt der Zustellung zurück. Wird zu lange gezögert, entfällt sie.

**§ 1091 ZPO** ordnet für die Einleitung des Streitverfahrens die entsprechende Geltung von **§ 697 Abs. 1 bis 3 ZPO** an – der Antragsteller muss seinen Anspruch also wie nach einem Widerspruch im deutschen Mahnverfahren **begründen**.

Für **Arbeitssachen** enthält **§ 46b ArbGG** die Parallelregelung.

## Vollstreckbarkeit und Vollstreckung

Bleibt der Einspruch aus, erklärt das Ursprungsgericht den Zahlungsbefehl nach **Art. 18 Abs. 1** unverzüglich mit **Formblatt G** für vollstreckbar und **überprüft dabei das Zustellungsdatum**. Der vollstreckbare Zahlungsbefehl wird dem Antragsteller übersandt (Abs. 3).

**Art. 19** schafft das **Exequaturverfahren ab**: Der im Ursprungsmitgliedstaat vollstreckbar gewordene Zahlungsbefehl wird in den anderen Mitgliedstaaten anerkannt und vollstreckt, „ohne dass es einer Vollstreckbarerklärung bedarf und ohne dass seine Anerkennung angefochten werden kann".

**Art. 21** regelt die Vollstreckung selbst:

- **Abs. 1:** Es gilt das **Recht des Vollstreckungsmitgliedstaats**; vollstreckt wird „unter den gleichen Bedingungen wie eine im Vollstreckungsmitgliedstaat vollstreckbar gewordene Entscheidung".
- **Abs. 2:** Vorzulegen sind eine **Ausfertigung** des für vollstreckbar erklärten Zahlungsbefehls und **gegebenenfalls eine Übersetzung**.
- **Abs. 3:** Dem Antragsteller darf **wegen seiner Ausländereigenschaft** oder eines fehlenden inländischen Wohnsitzes **keine Sicherheitsleistung** auferlegt werden.

Für Deutschland ergänzen zwei Vorschriften:

- **§ 1093 ZPO:** Aus einem für vollstreckbar erklärten Europäischen Zahlungsbefehl findet die Zwangsvollstreckung im Inland statt, **ohne dass es einer Vollstreckungsklausel bedarf** – anders als beim deutschen Vollstreckungsbescheid nach den §§ 724 ff. ZPO.
- **§ 1094 ZPO:** Eine nach Art. 21 Abs. 2 Buchst. b erforderliche **Übersetzung** ist in **deutscher Sprache** zu verfassen und von einer in einem EU-Mitgliedstaat hierzu befugten Person zu **beglaubigen**.

## Rechtsbehelfe des Schuldners nach Fristablauf

Ist die 30-Tage-Frist verstrichen, bleiben drei getrennte Wege:

### 1. Überprüfung in Ausnahmefällen (Art. 20)

**Art. 20 Abs. 1** eröffnet die Überprüfung, wenn

- **a)** der Zahlungsbefehl in einer der Formen des Art. 14 (Zustellung **ohne** Empfangsnachweis) zugestellt wurde **und** die Zustellung ohne Verschulden des Antragsgegners nicht so rechtzeitig erfolgt ist, dass er sich verteidigen konnte, **oder**
- **b)** der Antragsgegner wegen **höherer Gewalt** oder **außergewöhnlicher Umstände** ohne eigenes Verschulden keinen Einspruch einlegen konnte

– in beiden Fällen unter der Voraussetzung, dass er **unverzüglich** tätig wird.

**Art. 20 Abs. 2** greift, wenn der Zahlungsbefehl gemessen an den Voraussetzungen der Verordnung oder wegen anderer außergewöhnlicher Umstände **offensichtlich zu Unrecht** erlassen wurde.

Ist die Überprüfung gerechtfertigt, wird der Zahlungsbefehl **für nichtig erklärt** (Art. 20 Abs. 3 Unterabs. 2); andernfalls bleibt er in Kraft.

**§ 1092 ZPO** regelt das Verfahren in Deutschland: Entscheidung durch **Beschluss**, der **unanfechtbar** ist (Abs. 1); der Antragsgegner muss die Tatsachen **glaubhaft machen** (Abs. 2); wird der Zahlungsbefehl für nichtig erklärt, endet das Verfahren (Abs. 3). Entscheidend ist **Abs. 4**: Eine **Wiedereinsetzung** in die Frist des Art. 16 Abs. 2 findet **nicht statt**.

### 2. Aufhebung wegen Zustellungsmängeln (§ 1092a ZPO)

Seit dem **17.06.2017** gibt es einen eigenen Rechtsbehelf für Zustellungsfehler. Nach **§ 1092a Abs. 1 Satz 1 ZPO** kann der Antragsgegner die Aufhebung beantragen, wenn ihm der Zahlungsbefehl

1. **nicht zugestellt** wurde oder
2. in einer **nicht den Art. 13 bis 15** genügenden Weise zugestellt wurde.

Der Antrag ist **binnen eines Monats** ab dem Zeitpunkt zu stellen, zu dem der Antragsgegner vom Erlass oder vom Zustellungsmangel **Kenntnis hatte oder hätte haben können** (Satz 2). Hat das Gericht den Zahlungsbefehl bereits für vollstreckbar erklärt, erklärt es die **Zwangsvollstreckung für unzulässig** (Abs. 2). Auch hier: Entscheidung durch **unanfechtbaren Beschluss** (Abs. 3).

### 3. Verweigerung, Aussetzung und Beschränkung der Vollstreckung (Art. 22, 23)

**Art. 22 Abs. 1** lässt die Verweigerung der Vollstreckung zu, wenn der Zahlungsbefehl mit einer **früheren Entscheidung** zwischen denselben Parteien wegen desselben Streitgegenstands **unvereinbar** ist und die Unvereinbarkeit im Ursprungsverfahren nicht geltend gemacht werden konnte. **Abs. 2** greift, soweit der Antragsgegner **bezahlt** hat. **Abs. 3** stellt klar: Eine Nachprüfung **in der Sache selbst** findet im Vollstreckungsstaat nicht statt.

**Art. 23** erlaubt dem Vollstreckungsgericht, wenn eine Überprüfung nach Art. 20 beantragt wurde, die Vollstreckung auf **Sicherungsmaßnahmen** zu beschränken, von einer **Sicherheitsleistung** abhängig zu machen oder – unter außergewöhnlichen Umständen – **auszusetzen**.

**§ 1096 ZPO** ordnet dafür die entsprechende Anwendung des § 1084 ZPO an. **§ 1095 ZPO** ergänzt für den **im Inland erlassenen** Zahlungsbefehl: § 707 ZPO (einstweilige Einstellung) gilt entsprechend (Abs. 1); materielle Einwendungen sind nur zulässig, soweit die Gründe **nach Zustellung** des Zahlungsbefehls entstanden sind und nicht mehr mit dem Einspruch geltend gemacht werden können (Abs. 2) – eine Parallele zu § 767 Abs. 2 ZPO.

## Kosten

Die Verordnung setzt keine Gebührenhöhe fest; diese richtet sich nach nationalem Recht (**Art. 25 Abs. 2**). Sie enthält aber eine **Deckelung** in **Art. 25 Abs. 1**: Mahnverfahren und anschließendes Zivilverfahren dürfen **zusammen nicht mehr kosten** als ein entsprechendes Verfahren **ohne** vorausgehendes Europäisches Mahnverfahren. Sind die Gebühren des Anschlussverfahrens niedriger, dürfen **keine zusätzlichen** Gerichtsgebühren erhoben werden.

Das Mahnverfahren ist damit kostenseitig ein risikoarmer Vorschaltschritt: Es verteuert den späteren Prozess nicht.

## Abgrenzung zum deutschen Mahnverfahren

| | Deutsches Mahnverfahren (§§ 688 ff. ZPO) | Europäisches Mahnverfahren (VO 1896/2006) |
|---|---|---|
| Anwendungsbereich | auch rein innerstaatlich | **nur grenzüberschreitend** (Art. 3) |
| Zuständigkeit | zentrale Mahngerichte der Länder | **AG Wedding, Berlin** (§ 1087 ZPO) |
| Rechtsbehelf des Schuldners | Widerspruch (§ 694 ZPO), dann Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid (§ 700 ZPO) | **ein** Einspruch, 30 Tage (Art. 16) |
| Zweiter Titelschritt | **Vollstreckungsbescheid** (§ 699 ZPO) | **Vollstreckbarerklärung** durch Formblatt G (Art. 18) |
| Vollstreckungsklausel | erforderlich, soweit §§ 724 ff. ZPO es verlangen | **nicht erforderlich** (§ 1093 ZPO) |
| Vollstreckung im EU-Ausland | grundsätzlich über die Brüssel-Ia-VO | **ohne Exequatur** (Art. 19) |

## Häufige Fehler

- **Rein innerdeutsche Forderung.** Ohne Auslandsbezug nach Art. 3 Abs. 1 ist der Antrag zurückzuweisen (Art. 11 Abs. 1 Buchst. a). Für Inlandsfälle bleibt es beim Mahnbescheid.
- **Antrag beim örtlichen Amtsgericht gestellt.** In Deutschland ist **ausschließlich das Amtsgericht Wedding** zuständig (§ 1087 ZPO) – auch für die spätere Überprüfung.
- **Verbraucher am falschen Ort in Anspruch genommen.** Ist der Verbraucher Antragsgegner, greift der **ausschließliche** Gerichtsstand seines Wohnsitzstaats (Art. 6 Abs. 2).
- **Nicht fällige oder unbezifferte Forderung.** Art. 4 verlangt eine **bezifferte** und bei Antragstellung **fällige** Geldforderung.
- **Einspruchsfrist als Eingangsfrist verstanden.** Art. 16 Abs. 2 stellt auf die **Absendung** binnen 30 Tagen ab, nicht auf den Eingang bei Gericht.
- **Auf Wiedereinsetzung gehofft.** § 1092 Abs. 4 ZPO schließt sie für die Frist des Art. 16 Abs. 2 **aus**; es bleibt nur Art. 20 bzw. § 1092a ZPO.
- **Zustellungsmangel über Art. 20 gerügt.** Für **fehlende oder fehlerhafte** Zustellung ist seit 2017 **§ 1092a ZPO** der richtige Weg – mit eigener **Monatsfrist**.
- **Öffentliche Zustellung beantragt.** §§ 185–188 ZPO sind nach § 1089 Abs. 1 Satz 2 ZPO **nicht anwendbar**.
- **Nach dem Einspruch untätig geblieben.** Wer das Streitgericht nicht fristgerecht benennt, verliert den Zahlungsbefehl (§ 1090 Abs. 1 Satz 4 ZPO) – und mit der verzögerten Abgabe auch die Rückwirkung der Rechtshängigkeit (Abs. 3).
- **Dänischen Schuldner einbezogen.** Dänemark ist nach Art. 2 Abs. 3 kein „Mitgliedstaat" im Sinne der Verordnung.

## Siehe auch

- [Gerichtliches Mahnverfahren (§§ 688 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/gerichtliches-mahnverfahren-688-zpo.html)
- [Widerspruch gegen den Mahnbescheid (§ 694 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/widerspruch-mahnbescheid-694-zpo.html)
- [Vollstreckungsbescheid (§ 699 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsbescheid-699-zpo.html)
- [Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid (§ 700 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/einspruch-vollstreckungsbescheid-700-zpo.html)
- [Örtliche Zuständigkeit und Gerichtsstand im Zivilprozess (§§ 12 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/oertliche-zustaendigkeit-gerichtsstand-zpo.html)
- [Zustellung im Zivilprozess (§§ 166 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/zustellung-zivilprozess-166-zpo.html)
- [Vollstreckungsklausel und vollstreckbare Ausfertigung (§§ 724 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsklausel-724-zpo.html)
- [Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung (§§ 704, 750 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/voraussetzungen-zwangsvollstreckung-750-zpo.html)
- [Vollstreckungsabwehrklage (§ 767 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsabwehrklage-767-zpo.html)
- [Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung (§§ 707, 719 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/einstweilige-einstellung-zwangsvollstreckung-707-719-zpo.html)
- [Verjährung von Forderungen (§§ 195, 199 BGB)](https://nexvyra.de/fakten/verjaehrung-forderungen-195-199-bgb.html)
- [Gerichtskosten & Streitwert (GKG)](https://nexvyra.de/fakten/gerichtskosten-streitwert-gkg.html)
- [Klageerhebung im Zivilprozess (§§ 253 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/klageerhebung-zivilprozess-253-zpo.html)

## Änderungsverlauf

- 2026-09-06: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Der Wortlaut der Art. 2, 3, 4, 6, 7, 8, 11, 12, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 25 und 26 der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 sowie der §§ 1087, 1088, 1089, 1090, 1091, 1092, 1092a, 1093, 1094, 1095 und 1096 ZPO wurde am 06.09.2026 über dejure.org-Permalinks im Volltext abgerufen und wörtlich gegen die zitierten Passagen abgeglichen; die amtlichen Fundstellen auf gesetze-im-internet.de wurden zusätzlich per WebSearch mit `allowed_domains=gesetze-im-internet.de` bestätigt (direkter Volltextabruf von gesetze-im-internet.de liefert in dieser Umgebung einen leeren Body). Die Datierung der geltenden Fassung (Art. 7, 17 und 25 neugefasst durch die Verordnung (EU) 2015/2421 vom 16.12.2015, ABl. L 341 S. 1 vom 24.12.2015, in Kraft getreten am 14.07.2017) und die Einfügung des § 1092a ZPO mit Wirkung vom 17.06.2017 (Gesetz zur Änderung von Vorschriften im Bereich des Internationalen Privat- und Zivilverfahrensrechts vom 11.06.2017, BGBl. I S. 1607) ergeben sich unmittelbar aus den amtlichen Fassungshinweisen. Keine Geldbeträge oder Gebührensätze übernommen – die Verordnung enthält keine, und Art. 25 Abs. 2 verweist für die Höhe auf nationales Recht. Wikidata-IDs: `Q5412990` (European order for payment procedure, „cross-border debt-collecting method in the European Union") wurde am 06.09.2026 via WebSearch auf wikidata.org verifiziert und neu in die Guide-Tabelle aufgenommen; `Q206893` (Zivilprozessordnung) und `Q10535274` (debt collection) waren bereits geprüft und wurden erneut bestätigt.

## Stand

- Stand: 2026-09-06
- Status: aktuell (geltendes Recht)
- Quellenautorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- § 1087 ZPO – Zuständigkeit (ausschließliche Zuständigkeit des Amtsgerichts Wedding in Berlin für Erlass, Überprüfung und Vollstreckbarerklärung des Europäischen Zahlungsbefehls):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1087.html
- § 1088 ZPO – Maschinelle Bearbeitung (Abs. 1: Einreichung von Antrag und Einspruch in nur maschinell lesbarer Form; Abs. 2: Verordnungsermächtigung des Senats von Berlin):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1088.html
- § 1089 ZPO – Zustellung (Abs. 1 Satz 1: Vorschriften über die Zustellung von Amts wegen gelten entsprechend; Satz 2: §§ 185 bis 188 ZPO nicht anwendbar; Abs. 2: Zustellung im EU-Ausland nach der Verordnung (EU) 2020/1784):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1089.html
- § 1090 ZPO – Verfahren nach Einspruch (Abs. 1: Aufforderung zur Bezeichnung des Streitgerichts, angemessene Frist, Aufhebung des Zahlungsbefehls bei Fristversäumnis; Abs. 2: Abgabe von Amts wegen, entsprechende Geltung von § 696 Abs. 1 Satz 3–5, Abs. 2, 4, 5 und § 698 ZPO; Abs. 3: Rechtshängigkeit rückwirkend auf die Zustellung bei alsbaldiger Abgabe):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1090.html
- § 1091 ZPO – Einleitung des Streitverfahrens (entsprechende Geltung von § 697 Abs. 1 bis 3 ZPO):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1091.html
- § 1092 ZPO – Verfahren bei der Überprüfung (Abs. 1: unanfechtbarer Beschluss; Abs. 2: Glaubhaftmachung; Abs. 3: Ende des Verfahrens bei Nichtigerklärung; Abs. 4: keine Wiedereinsetzung in die Frist des Art. 16 Abs. 2):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1092.html
- § 1092a ZPO – Rechtsbehelf bei Nichtzustellung oder nicht ordnungsgemäßer Zustellung (Abs. 1: Aufhebungsantrag binnen eines Monats ab Kenntnis oder Kennenmüssen; Abs. 2: Unzulässigerklärung der Zwangsvollstreckung; Abs. 3: unanfechtbarer Beschluss; eingefügt mit Wirkung vom 17.06.2017):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1092a.html
- § 1093 ZPO – Vollstreckungsklausel (Zwangsvollstreckung im Inland ohne Vollstreckungsklausel):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1093.html
- § 1094 ZPO – Übersetzung (deutsche Sprache, Beglaubigung durch eine in einem EU-Mitgliedstaat befugte Person):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1094.html
- § 1095 ZPO – Vollstreckungsschutz und Vollstreckungsabwehrklage gegen den im Inland erlassenen Europäischen Zahlungsbefehl (Abs. 1: entsprechende Geltung von § 707 ZPO; Abs. 2: Einwendungen nur, soweit die Gründe nach Zustellung entstanden sind):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1095.html
- § 1096 ZPO – Anträge nach den Artikeln 22 und 23 der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006; Vollstreckungsabwehrklage (entsprechende Anwendung des § 1084 ZPO und des § 1086 Abs. 1 ZPO):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1096.html
- § 46b ArbGG – Europäisches Mahnverfahren nach der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 (Parallelregelung für Arbeitssachen):
  https://www.gesetze-im-internet.de/arbgg/__46b.html
- ZPO – Gesamtausgabe (Buch 11 – Justizielle Zusammenarbeit in der Europäischen Union, Abschnitt 5 – Europäisches Mahnverfahren, §§ 1087–1096):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/BJNR005330950.html
- Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 zur Einführung eines Europäischen Mahnverfahrens (konsolidierter Rechtsakt, EUR-Lex):
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=celex%3A32006R1896
- dejure.org – Art. 3 EuMahnverfVO (grenzüberschreitende Rechtssache, Wortlaut Abs. 1 bis 3):
  https://dejure.org/gesetze/EuMahnverfVO/3.html
- dejure.org – Art. 16 EuMahnverfVO (Einspruch: Formblatt F, 30-Tage-Frist ab Zustellung, keine Begründungspflicht; Wortlaut Abs. 1 bis 5):
  https://dejure.org/gesetze/EuMahnverfVO/16.html
- dejure.org – Art. 17 EuMahnverfVO (Wirkungen des Einspruchs; Neufassung durch die Verordnung (EU) 2015/2421 vom 16.12.2015, ABl. L 341 S. 1 vom 24.12.2015, in Kraft getreten am 14.07.2017):
  https://dejure.org/gesetze/EuMahnverfVO/17.html
- dejure.org – Art. 20 EuMahnverfVO (Überprüfung in Ausnahmefällen; Wortlaut Abs. 1 bis 3):
  https://dejure.org/gesetze/EuMahnverfVO/20.html
- dejure.org – Art. 25 EuMahnverfVO (Gerichtsgebühren; Deckelung der Gesamtkosten, Fassung seit 14.07.2017):
  https://dejure.org/gesetze/EuMahnverfVO/25.html

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-06
- Letzte Prüfung: 2026-09-06
- In Kraft seit: 2017-07-14
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
