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title: Früherkennungsuntersuchungen (§§ 25, 25a, 26 SGB V) – Check-up, Krebsfrüherkennung und U-Untersuchungen: Altersgrenzen und Intervalle 2026
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# Früherkennungsuntersuchungen (§§ 25, 25a, 26 SGB V) – Check-up, Krebsfrüherkennung und U-Untersuchungen: Altersgrenzen und Intervalle 2026

## Kurzantwort

Der **Vierte Abschnitt des Dritten Kapitels SGB V** (§§ 25 bis 26) regelt die **Leistungen zur Erfassung von gesundheitlichen Risiken und zur Früherkennung von Krankheiten**. **§ 25 Abs. 1 SGB V** gibt Versicherten **ab Vollendung des 18. Lebensjahres** Anspruch auf **alters-, geschlechter- und zielgruppengerechte ärztliche Gesundheitsuntersuchungen** samt präventionsorientierter Beratung und **Überprüfung des Impfstatus** anhand der STIKO-Empfehlungen (§ 20 Abs. 2 IfSG); ist es medizinisch angezeigt, wird zusätzlich eine **Präventionsempfehlung** in Form einer **ärztlichen Bescheinigung** für Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 5 SGB V ausgestellt. **§ 25 Abs. 2 SGB V** begründet daneben den Anspruch auf **Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen**. **§ 26 SGB V** regelt die Untersuchungen für **Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres** einschließlich der zahnärztlichen Früherkennung bis zum sechsten Lebensjahr. Welche Untersuchung wem in welchem Abstand zusteht, legt nicht das Gesetz, sondern der **Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)** in Richtlinien nach § 92 SGB V fest (§ 25 Abs. 4, § 26 Abs. 2): **Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie (GU-RL)**, **Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL)**, **Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL)** und **Kinder-Richtlinie**. Praktisch bedeutet das 2026: **Check-up einmalig zwischen 18 und 34**, **ab 35 alle drei Jahre**; **Hautkrebs-Screening ab 35 alle zwei Jahre**; **Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20 jährlich**, **für Männer ab 45 jährlich**; **Mammographie-Screening 50 bis 75 Jahre alle zwei Jahre**; **Darmkrebsfrüherkennung ab 50** (Stuhltest alle zwei Jahre **oder** zwei Koloskopien im Abstand von zehn Jahren); **seit April 2026** zusätzlich **Lungenkrebs-Früherkennung per Niedrigdosis-CT für starke Raucherinnen und Raucher von 50 bis 75**. Für Kinder gibt es **zehn Untersuchungen U1 bis U9 (einschließlich U7a) bis zum 66. Lebensmonat** mit festen Zeiträumen und Toleranzgrenzen sowie eine **Jugendgesundheitsuntersuchung mit 13/14 Jahren**. **§ 25a SGB V** verpflichtet dazu, Krebsfrüherkennungsuntersuchungen mit europäischen Qualitätsleitlinien als **organisierte Programme mit regelmäßiger Einladung in Textform** anzubieten – mit **Widerspruchsrecht** der Versicherten. Durch das **GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026** (BGBl. I Nr. 228, in Kraft seit **30.07.2026**) muss der G-BA die Regelungen zur Gesundheitsuntersuchung und zum Hautkrebs-Screening überprüfen und **bis zum 31. Dezember 2027** über eine Anpassung beschließen.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage Erwachsene | § 25 SGB V (Gesundheitsuntersuchungen, Krebsfrüherkennung) |
| Rechtsgrundlage organisierte Programme | § 25a SGB V (organisierte Früherkennungsprogramme) |
| Rechtsgrundlage Kinder/Jugendliche | § 26 SGB V (bis Vollendung des 18. Lebensjahres) |
| Ausgestaltung | G-BA-Richtlinien nach § 92 SGB V: GU-RL, KFE-RL, oKFE-RL, Kinder-Richtlinie |
| Aktuelle Fassung § 25 SGB V | GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026 (BGBl. I Nr. 228), in Kraft 30.07.2026 |
| Neuer Prüfauftrag (§ 25 Abs. 4 Satz 7, 8) | G-BA überprüft GU-Regelungen und Hautkrebs-Screening; Beschluss bis 31.12.2027 |
| Voraussetzungen (§ 25 Abs. 3) | wirksam behandelbare Krankheit; Vor-/Frühstadium diagnostisch erfassbar; Krankheitszeichen eindeutig erfassbar; genügend Ärzte und Einrichtungen |
| Impfstatus | Überprüfung anhand der STIKO-Empfehlungen nach § 20 Abs. 2 IfSG (§ 25 Abs. 1 Satz 1) |
| Präventionsempfehlung | ärztliche Bescheinigung für Leistungen nach § 20 Abs. 5 SGB V (§ 25 Abs. 1 Sätze 2–4) |
| Check-up 18 bis 34 Jahre | einmalig; Laboruntersuchungen nur bei entsprechenden Risikofaktoren |
| Check-up ab 35 Jahre | alle drei Jahre; zusätzlich Urin, Blutzucker- und Cholesterinwerte |
| Hepatitis-B-/-C-Test | ab 35 Jahren einmalig als Bestandteil des Check-ups |
| Bauchaortenaneurysma-Screening | Männer ab 65 Jahren, einmalig, Ultraschall |
| Hautkrebs-Screening | ab 35 Jahren, alle zwei Jahre (KFE-RL § 29 Abs. 1) |
| Wiederholung Hautkrebs-Screening | erst nach Ablauf des auf die Untersuchung folgenden Kalenderjahres (§ 29 Abs. 2 KFE-RL) |
| Krebsfrüherkennung Frauen | ab 20 Jahren jährlich (Anamnese, Inspektion, bimanuelle Untersuchung, Spiegeleinstellung) |
| Zusatz für Frauen ab 30 | Abtasten der Brustdrüsen und Lymphknoten, Anleitung zur Selbstuntersuchung |
| Krebsfrüherkennung Männer | ab 45 Jahren jährlich, inkl. Abtasten der Prostata vom After aus |
| Gebärmutterhalskrebs 20–34 | jährlich zytologische Untersuchung (Pap-Abstrich) |
| Gebärmutterhalskrebs ab 35 | alle drei Jahre Ko-Testung aus HPV-Test und Zytologie |
| Einladung Zervixkarzinom-Screening | Frauen von 20 bis 65 Jahren alle fünf Jahre (seit Programmstart Januar 2020) |
| Mammographie-Screening | Frauen von 50 bis 75 Jahren, alle zwei Jahre, Einladung durch Zentrale Stellen |
| Selbstterminierung Mammographie | möglich, wenn die letzte Screening-Mammographie mindestens 22 Monate zurückliegt |
| Befundmitteilung Mammographie | doppelte unabhängige Befundung, Ergebnis in der Regel binnen sieben Werktagen |
| Darmkrebs – Beratung | einmaliger Anspruch auf ärztliche Beratung ab 50 Jahren |
| Darmkrebs – Koloskopie | ab 50 Jahren zweimal im Abstand von zehn Jahren |
| Darmkrebs – Stuhltest | ab 50 Jahren alle zwei Jahre (Test auf okkultes Blut) |
| Einladung Darmkrebs-Screening | mit 50 Jahren, danach mit 55, 60 und 65 Jahren |
| Lungenkrebs-Früherkennung | seit April 2026; 50 bis 75 Jahre; Niedrigdosis-CT |
| Lungenkrebs – Risikokriterien | mindestens 25 Jahre starker Zigarettenkonsum und mindestens 15 Packungsjahre; Rauchpausen höchstens 10 Jahre |
| Lungenkrebs – Intervall | bei unauffälligem Befund erneuter Anspruch nach 12 Monaten |
| Chlamydien-Screening | Frauen ab erstem Geschlechtsverkehr bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr, jährlich (Urinprobe) |
| Kinderuntersuchungen | zehn Untersuchungen U1 bis U9 einschließlich U7a bis zum 66. Lebensmonat |
| Neugeborenen-Screening | Blutentnahme frühestens nach 36, spätestens nach 72 Lebensstunden; 20 Zielkrankheiten |
| Neugeborenen-Hörscreening | Ziel: beidseitige Hörstörungen ab 35 dB; soll bis zum 3. Lebenstag erfolgen |
| Pulsoxymetrie-Screening | am 2. Lebenstag zwischen 24. und 48. Lebensstunde |
| Hüftsonographie | 4. bis 5. Lebenswoche im zeitlichen Zusammenhang mit der U3 |
| Jugendgesundheitsuntersuchung | einmalig im Alter von 13 bis 14 Jahren |
| Zahnärztliche Früherkennung | sechs Untersuchungen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem vollendeten 6. Lebensjahr |
| Fluoridlack | zweimal pro Kalenderhalbjahr, unabhängig vom Kariesrisiko |
| Individualprophylaxe | zwischen dem 7. und dem vollendeten 18. Lebensjahr, jährlich |
| Zuzahlung | für die Früherkennungsuntersuchungen selbst sieht § 61 SGB V keine Zuzahlung vor |
| Bonus | Krankenkassen können nach § 65a SGB V Boni für die Inanspruchnahme von Leistungen nach §§ 25, 25a, 26 SGB V vorsehen |

## Was § 25 SGB V regelt – und was nicht

**§ 25 Abs. 1 Satz 1 SGB V** gewährt Versicherten ab Vollendung des 18. Lebensjahres einen Anspruch auf **alters-, geschlechter- und zielgruppengerechte ärztliche Gesundheitsuntersuchungen** mit einem doppelten Zweck: der **Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen** einerseits, der **Früherkennung bevölkerungsmedizinisch bedeutsamer Krankheiten** andererseits. Hinzu kommt eine darauf abgestimmte **präventionsorientierte Beratung** einschließlich einer Überprüfung des Impfstatus im Hinblick auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission nach § 20 Abs. 2 IfSG.

Ist es medizinisch angezeigt, umfasst die Untersuchung eine **Präventionsempfehlung** für Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 5 SGB V. Diese wird nach § 25 Abs. 1 Satz 3 SGB V ausdrücklich **in Form einer ärztlichen Bescheinigung** erteilt und informiert über Möglichkeiten und Hilfen zur Verhaltensänderung – das Gesetz nennt beispielhaft Bewegungsangebote in Sportvereinen, qualitätsgesicherte Angebote in Sport- oder Fitnessstudios sowie Angebote zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung. Die Bescheinigung wird bei der Krankenkasse vorgelegt, um einen Präventionskurs in Anspruch zu nehmen.

**§ 25 Abs. 2 SGB V** enthält den eigenständigen Anspruch auf **Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen** – ebenfalls ab dem vollendeten 18. Lebensjahr. Nach **§ 25 Abs. 4 Satz 1 SGB V** sollen die Untersuchungen nach Absatz 1 und Absatz 2 **zusammen angeboten** werden, soweit berufsrechtlich zulässig.

Entscheidend für die Praxis ist **§ 25 Abs. 4 Sätze 2 und 3 SGB V**: Der **G-BA** bestimmt in Richtlinien nach § 92 SGB V das Nähere über **Inhalt, Art und Umfang** der Untersuchungen sowie über **Zielgruppen, Altersgrenzen und Häufigkeit**. Konkrete Altersgrenzen oder Intervalle stehen also **nicht im Gesetz**, sondern in den G-BA-Richtlinien.

**§ 25 Abs. 3 SGB V** setzt dem Grenzen: Voraussetzung ist, dass es sich um Krankheiten handelt, **die wirksam behandelt werden können**, oder um Risiken, die durch verhaltensbezogene Prävention vermieden, beseitigt oder vermindert werden können. Für Früherkennungsmaßnahmen kommt hinzu, dass das **Vor- und Frühstadium diagnostisch erfassbar**, die **Krankheitszeichen medizinisch-technisch genügend eindeutig zu erfassen** sind und **genügend Ärzte und Einrichtungen** zur Verfügung stehen, um Verdachtsfälle eindeutig zu diagnostizieren und zu behandeln.

## Änderung 2026: neuer Prüfauftrag an den G-BA

§ 25 SGB V gilt in der Fassung des **Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) vom 24. Juli 2026** (BGBl. I Nr. 228), **in Kraft getreten am 30. Juli 2026**.

Nach **§ 25 Abs. 4 Satz 7 SGB V** überprüft der G-BA auf Grundlage des aktuellen Stands der medizinischen Erkenntnisse seine Regelungen über

1. die **Gesundheitsuntersuchungen** nach Absatz 1 – im Hinblick auf **Altersgrenzen, Zielgruppen, Häufigkeit, Untersuchungsinhalte, geschlechtsspezifische Besonderheiten und Zielerkrankungen**, insbesondere hinsichtlich einer möglichen **Eingrenzung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen** samt deren Risiken sowie Begleit- und Folgeerkrankungen als Schwerpunkt, und
2. die **Untersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebserkrankungen** nach Absatz 2 – unter Berücksichtigung eines möglichen **risikobasierten Screenings** und einer möglichen Anpassung der Häufigkeit.

Nach **§ 25 Abs. 4 Satz 8 SGB V** beschließt der G-BA **bis zum 31. Dezember 2027** über eine Anpassung dieser Richtlinien. Bis dahin gelten die bisherigen Regelungen unverändert weiter.

## Der Check-up für Erwachsene (Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie)

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten der allgemeinen Gesundheitsuntersuchung ab dem 18. Lebensjahr – in unterschiedlichem Turnus:

| Altersgruppe | Turnus |
|---|---|
| 18 bis 34 Jahre | einmalig |
| ab 35 Jahre | alle drei Jahre |

Der „Check-up" umfasst unter anderem **Anamnese, körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung, Erfassung des Impfstatus, Erfassung individueller kardiovaskulärer und onkologischer Risikofaktoren** sowie eine **ärztliche Beratung und Aufklärung** zu diesen Risikofaktoren. **Ab 35 Jahren** kommen eine **Untersuchung des Urins** sowie die Bestimmung der **Blutzucker- und Cholesterinwerte** hinzu; bei 18- bis 34-Jährigen werden Laboruntersuchungen **nur bei entsprechenden Risikofaktoren** durchgeführt. Ziel ist vor allem die Früherkennung häufiger Erkrankungen – insbesondere **Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes**.

Zwei Zusatzleistungen sind in der Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie verankert: Versicherte **ab 35 Jahren** können sich **einmalig auf Hepatitis B und Hepatitis C** testen lassen; **Männer ab 65 Jahren** haben **einmalig** Anspruch auf ein **Ultraschall-Screening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen** (integriert durch G-BA-Beschluss vom 19.12.2019).

## Krebsfrüherkennung für Erwachsene

Der G-BA regelt die Krebsfrüherkennung in **zwei** Richtlinien: der **Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL)** und – für die organisierten Programme nach § 25a SGB V – der **oKFE-RL**. Abgedeckt sind Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs und Prostatakrebs.

### Frauen und Männer: klinische Untersuchungen

**Frauen ab 20 Jahren** haben jährlich Anspruch auf gezielte Anamnese, Inspektion der genitalen Hautregion, bimanuelle gynäkologische Untersuchung, Spiegeleinstellung der Portio und Befundmitteilung mit Beratung. **Ab 30 Jahren** kommen das **Abtasten der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten** samt Anleitung zur Selbstuntersuchung sowie die Inspektion der entsprechenden Hautregion hinzu.

**Männer ab 45 Jahren** haben jährlich Anspruch auf gezielte Anamnese, Inspektion und Palpation des äußeren Genitales einschließlich der Hautareale, das **Abtasten der Prostata vom After aus**, die Palpation regionärer Lymphknoten und Befundmitteilung mit Beratung. Ein **PSA-Test ist in der KFE-RL nicht als Screening-Leistung vorgesehen**.

**Hautkrebs-Screening** steht Frauen und Männern **ab 35 Jahren jedes zweite Jahr** zu (§ 29 Abs. 1 KFE-RL); eine erneute Untersuchung ist erst **nach Ablauf des auf die vorangegangene Untersuchung folgenden Kalenderjahres** möglich (§ 29 Abs. 2 KFE-RL). Ziel ist die frühzeitige Entdeckung von malignem Melanom, Basalzellkarzinom und spinozellulärem Karzinom; das Screening soll möglichst in Verbindung mit der Gesundheitsuntersuchung erfolgen.

### Gebärmutterhalskrebs

Das Zervixkarzinom-Screening wird als **organisiertes Programm** angeboten; der Anspruch beginnt mit **20 Jahren und hat keine Altersobergrenze**:

| Alter | Untersuchung | Abstand |
|---|---|---|
| 20 bis 34 Jahre | zytologische Untersuchung (Pap-Abstrich) + klinische Untersuchung | jährlich |
| ab 35 Jahre | Ko-Testung: HPV-Test + Zytologie + klinische Untersuchung | alle drei Jahre |

Unabhängig vom Programm besteht **ab 20 Jahren jährlich** Anspruch auf eine klinische gynäkologische Untersuchung, soweit sie nicht bereits im Programm erbracht wurde. Seit Programmstart im **Januar 2020** erhalten Frauen **von 20 bis 65 Jahren alle fünf Jahre** ein Anschreiben ihrer Krankenkasse mit Erläuterungen zu Nutzen und Risiken, zur Datenverarbeitung und zum Widerspruchsrecht. Untersuchungen sind auch **unabhängig vom Anschreiben und über das 65. Lebensjahr hinaus** möglich.

### Brustkrebs – Mammographie-Screening

Frauen **von 50 bis 75 Jahren** haben **alle zwei Jahre** Anspruch auf eine Röntgen-Mammographie. Die Einladung erfolgt durch die **Zentralen Stellen** (bundesweit 14) zusammen mit der G-BA-Entscheidungshilfe; eine **Selbstterminierung** ist möglich, wenn die letzte Früherkennungs-Mammographie **mindestens 22 Monate** zurückliegt. Die Aufnahmen werden **doppelt und unabhängig** befundet; das Ergebnis wird in der Regel **innerhalb von sieben Werktagen** brieflich mitgeteilt. Unabhängig davon besteht **ab 20 Jahren ohne obere Altersgrenze** Anspruch auf die Tastuntersuchung der Brust im Rahmen der jährlichen frauenärztlichen Kontrolle.

**Stand 2026:** Die geänderte **Brustkrebs-Früherkennungs-Verordnung** ist am **5. März 2026** in Kraft getreten; strahlenschutzrechtlich ist damit ein ausreichendes Nutzen-Schaden-Verhältnis auch für die Altersgruppe **45 bis 49 Jahre** anerkannt. Der G-BA hat die Beratungen am **16. April 2026** aufgenommen; die **Entscheidung über die Absenkung der unteren Altersgrenze auf 45 Jahre ist für Oktober 2026 geplant**. Am **23. Juli 2026** wurde das **Stellungnahmeverfahren** zur Erweiterung der unteren Altersgrenze eingeleitet. Der Beschluss über die angepasste Versicherteninformation ist für **April 2027** geplant. **Bis zu einem Beschluss gilt weiterhin die Altersspanne 50 bis 75 Jahre.**

### Darmkrebs

Anspruchsberechtigt sind alle gesetzlich Versicherten **ab 50 Jahren** – **Frauen und Männer gleichermaßen**. Es gibt einen **einmaligen Anspruch auf ärztliche Beratung** über Ziel und Zweck des Programms. Danach bestehen zwei Wege:

- **Koloskopie:** ab 50 Jahren **zweimal im Abstand von zehn Jahren**
- **Stuhltest** auf nicht sichtbares (okkultes) Blut: ab 50 Jahren **alle zwei Jahre**

Wer sich zehn Jahre nach der ersten Koloskopie gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests nutzen. Bei **auffälligem Stuhltest** besteht **immer** Anspruch auf eine abklärende Koloskopie. Die Krankenkasse lädt mit Erreichen des **50. Lebensjahres** ein, weitere Einladungen folgen – sofern kein Widerspruch vorliegt – mit **55, 60 und 65 Jahren**. Eine Teilnahme ist auch **ohne Einladung** innerhalb der vorgegebenen Abstände möglich.

### Lungenkrebs (seit April 2026)

**Seit April 2026** gibt es ein Angebot zur Lungenkrebs-Früherkennung für gesetzlich Versicherte **zwischen 50 und 75 Jahren** mit starkem Zigarettenkonsum über eine Dauer von **mindestens 25 Jahren** und **mindestens 15 Packungsjahren** (ein Packungsjahr = eine Packung à 20 Zigaretten täglich über ein Jahr); **Rauchpausen innerhalb dieser Zeit dürfen nicht länger als zehn Jahre** gewesen sein. Untersucht wird mit **Niedrigdosis-Computertomografie**.

Der Ablauf ist zweistufig: Anspruchsklärung und Informationsgespräch bei teilnehmenden Internistinnen und Internisten, Allgemein- oder Arbeitsmedizinerinnen und -medizinern, danach Überweisung in eine teilnehmende Radiologiepraxis mit Genehmigung, ärztliches Aufklärungsgespräch und Erstbefundung. Bei **unauffälligem Befund** besteht erneuter Anspruch **nach zwölf Monaten**; bei **kontrollbedürftigem** Befund erfolgt eine unabhängige Zweitbefundung mit gemeinsamer Empfehlung für einen früheren Termin; bei **abklärungsbedürftigem** Befund sind unverzüglich weitere Maßnahmen einzuleiten. Rechtsgrundlage ist die **Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung**, auf deren Basis der G-BA den Leistungsanspruch in der KFE-RL geregelt hat (Beschluss vom 18.06.2025; Versicherteninformation beschlossen am 18.12.2025).

### Chlamydien-Screening

Frauen haben **ab dem ersten Geschlechtsverkehr bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr** **einmal jährlich** Anspruch auf ein Chlamydien-Screening mittels **Urinprobe**; während einer Schwangerschaft besteht der Anspruch zusätzlich einmalig. Rechtsgrundlage sind die Richtlinien zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch.

## Organisierte Programme: Einladung und Widerspruchsrecht (§ 25a SGB V)

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, für die **Europäische Leitlinien zur Qualitätssicherung** vorliegen, **sollen** nach **§ 25a Abs. 1 Satz 1 SGB V** als **organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme** angeboten werden. Diese Programme umfassen insbesondere

- die **regelmäßige Einladung der Versicherten in Textform**,
- eine mit der Einladung erfolgende **umfassende und verständliche Information** über Nutzen und Risiken, die Datenverarbeitung, die getroffenen Schutzmaßnahmen, den Verantwortlichen und **bestehende Widerspruchsrechte**,
- die inhaltliche Bestimmung von Zielgruppen, Untersuchungsmethoden, Untersuchungsabständen, Altersgrenzen, Abklärungsvorgehen und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie
- die **systematische Erfassung, Überwachung und Verbesserung der Qualität** unter besonderer Berücksichtigung von Teilnahmeraten, Intervallkarzinomen, falsch positiven Diagnosen und Sterblichkeit.

Für die Einladung dürfen die Meldebehörden bestimmte Melderegisterdaten übermitteln (§ 25a Abs. 4 Satz 2 SGB V). **Versicherte können weiteren Einladungen in Textform widersprechen** und sind in den Einladungen darauf hinzuweisen (§ 25a Abs. 4 Satz 3 SGB V). Für den Abgleich mit epidemiologischen oder klinischen Krebsregistern gilt ein **Widerspruchsrecht in schriftlicher oder elektronischer Form**. Der G-BA oder eine beauftragte Stelle veröffentlicht **alle zwei Jahre** einen Bericht über den Stand der Qualitätssicherungsmaßnahmen (§ 25a Abs. 5 Satz 1 SGB V).

Neben § 25a steht mit **§ 25b SGB V** („Datengestützte Erkennung individueller Gesundheitsrisiken durch die Kranken- und Pflegekassen") eine weitere Norm des Vierten Abschnitts.

## Kinder und Jugendliche (§ 26 SGB V, Kinder-Richtlinie)

**§ 26 Abs. 1 SGB V** gibt versicherten Kindern und Jugendlichen **bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres** Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten, die ihre **körperliche, geistige oder psycho-soziale Entwicklung in nicht geringfügigem Maße gefährden**. Die Untersuchungen beinhalten auch die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken einschließlich einer **Überprüfung der Vollständigkeit des Impfstatus** sowie eine präventionsorientierte Beratung mit Informationen zu **regionalen Unterstützungsangeboten für Eltern und Kind**. Nach **§ 26 Abs. 2 Satz 4 SGB V** soll in der ärztlichen Dokumentation auf den **Masern-Impfstatus** und eine durchgeführte Impfberatung hingewiesen werden, um einen Nachweis nach § 20 Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 und § 34 Abs. 10a Satz 1 IfSG zu ermöglichen. **§ 26 Abs. 3 SGB V** verpflichtet die Krankenkassen, im Zusammenwirken mit den Landesstellen auf die Inanspruchnahme hinzuwirken und dazu **gemeinsame Rahmenvereinbarungen** zu schließen.

### U1 bis U9: Zeiträume und Toleranzgrenzen

Die **Kinder-Richtlinie** (Fassung vom 15.05.2025, in Kraft seit 01.01.2026) sieht **zehn Untersuchungen in den ersten sechs Lebensjahren** vor. Sie können nur innerhalb der Zeiträume – erweitert um die Toleranzgrenzen – abgerechnet werden:

| Untersuchung | Zeitraum | Toleranzgrenze |
|---|---|---|
| U1 | unmittelbar nach der Geburt | keine |
| U2 | 3.–10. Lebenstag | 3.–14. Lebenstag |
| U3 | 4.–5. Lebenswoche | 3.–8. Lebenswoche |
| U4 | 3.–4. Lebensmonat | 2.–4½ Lebensmonat |
| U5 | 6.–7. Lebensmonat | 5.–8. Lebensmonat |
| U6 | 10.–12. Lebensmonat | 9.–14. Lebensmonat |
| U7 | 21.–24. Lebensmonat | 20.–27. Lebensmonat |
| U7a | 34.–36. Lebensmonat | 33.–38. Lebensmonat |
| U8 | 46.–48. Lebensmonat | 43.–50. Lebensmonat |
| U9 | 60.–64. Lebensmonat | 58.–66. Lebensmonat |

Auch bei **Frühgeborenen** sind die Untersuchungszeiträume einzuhalten; die Frühgeburtlichkeit wird bei der Beurteilung der Ergebnisse berücksichtigt.

### Screenings für Neugeborene

Das **erweiterte Neugeborenen-Screening** erfolgt optimal zwischen der **48. und 72. Lebensstunde**; die Blutprobe darf **nicht vor vollendeten 36 und nicht nach 72 Lebensstunden** entnommen werden. Es umfasst **20 Zielkrankheiten** – unter anderem Hypothyreose, adrenogenitales Syndrom, Biotinidasemangel, Galaktosämie, Phenylketonurie, MSUD, MCAD-, LCHAD- und VLCAD-Mangel, Carnitinzyklusdefekte, Glutaracidurie Typ I, Isovalerianacidämie, Tyrosinämie Typ I, SCID, Sichelzellkrankheit, 5q-assoziierte spinale Muskelatrophie, Vitamin-B12-Mangel, Homocystinurie, Propionazidämie und Methylmalonazidurie.

Das **Screening auf Mukoviszidose** nutzt im Regelfall dieselbe Blutprobe und läuft dreistufig (IRT, PAP-Test, DNA-Mutationsanalyse des CFTR-Gens); es kann in den **ersten vier Lebenswochen** nachgeholt werden. Bei positivem Befund sind die Eltern **spätestens innerhalb von 14 Kalendertagen** zu informieren.

Das **Neugeborenen-Hörscreening** zielt auf die Erkennung **beidseitiger Hörstörungen ab einem Hörverlust von 35 dB**; die Diagnose soll bis zum Ende des 3. Lebensmonats, die Therapieeinleitung bis zum Ende des 6. Lebensmonats erfolgen. Die Untersuchung soll **bis zum 3. Lebenstag** durchgeführt werden, bei Klinikgeburt vor der Entlassung, sonst spätestens im Rahmen der U2.

Das **Pulsoxymetrie-Screening auf kritische angeborene Herzfehler** erfolgt **am 2. Lebenstag zwischen der 24. und der 48. Lebensstunde**. Eine Sauerstoffsättigung **unter 90 %** gilt als auffällig, **90 % bis unter 96 %** als kontrollbedürftig mit Kontrollmessung innerhalb von zwei Stunden.

Die **Hüftsonographie** wird in der **4. bis 5. Lebenswoche** im zeitlichen Zusammenhang mit der U3 durchgeführt, damit eine gegebenenfalls notwendige Therapie **vor der 6. Lebenswoche** beginnen kann.

### Jugendgesundheitsuntersuchung

Für Jugendliche besteht **einmalig im Alter von 13 bis 14 Jahren** Anspruch auf eine Jugendgesundheitsuntersuchung. Inhalte sind Anamnese und körperliche Untersuchung mit Blick auf früh behandelbare Störungen, auffällige seelische Entwicklungen und Verhaltensstörungen, die Früherkennung gesundheitsgefährdender Verhaltensweisen (Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum), Aufklärung über gesundheitliche Gefährdungen und die **Überprüfung des Impfstatus** (unter anderem HPV, Diphtherie, Tetanus, Polio).

### Zahnärztliche Früherkennung und Individualprophylaxe

Nach **§ 26 Abs. 1 Satz 5 SGB V** gehören zu den Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten insbesondere die **Inspektion der Mundhöhle**, die **Einschätzung oder Bestimmung des Kariesrisikos**, die **Ernährungs- und Mundhygieneberatung** sowie Maßnahmen zur **Schmelzhärtung der Zähne** und zur **Keimzahlsenkung**; diese Leistungen werden **bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres** erbracht und können von Ärztinnen und Ärzten oder Zahnärztinnen und Zahnärzten erbracht werden (Satz 6).

Praktisch bedeutet das: **sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem vollendeten 6. Lebensjahr**, dazu **Fluoridlack zweimal pro Kalenderhalbjahr** unabhängig vom Kariesrisiko. Zwischen dem **7. und dem vollendeten 18. Lebensjahr** schließt sich die **Individualprophylaxe** an (jährlich; Mundhygiene- und Zahnfleischbeurteilung, Kariesrisikobestimmung, Aufklärung, lokale Fluoridierung); **kariesfreie Fissuren und Grübchen der bleibenden Molaren** (Backenzähne sechs und sieben) können versiegelt werden. **Ab dem 12. Lebensjahr** werden die jährlichen Untersuchungen ins **Bonusheft** eingetragen.

## Kosten, Zuzahlung und Bonus

Früherkennungsuntersuchungen sind **Sachleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung**. **§ 61 SGB V** knüpft Zuzahlungen an bestimmte Leistungsarten – etwa Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, Krankenhausbehandlung oder häusliche Krankenpflege; Früherkennungsuntersuchungen nach §§ 25, 25a und 26 SGB V gehören **nicht** dazu.

**§ 65a SGB V** erlaubt den Krankenkassen, in ihrer Satzung einen **Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten** vorzusehen – ausdrücklich auch für die regelmäßige Inanspruchnahme von Leistungen nach **§§ 25, 25a und 26 SGB V**. Ob und in welcher Höhe ein Bonus gewährt wird, ist Sache der einzelnen Kasse; ein gesetzlicher Anspruch auf eine bestimmte Bonushöhe besteht nicht.

Leistungen, die **über** den Umfang der G-BA-Richtlinien hinausgehen – etwa ein PSA-Test als Screening oder eine Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke ohne Indikation –, sind **keine Kassenleistung**, sondern individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und daher selbst zu zahlen.

## Häufige Fehler

- **„Den Check-up gibt es erst ab 35."** Falsch – Versicherte **zwischen 18 und 34 Jahren** haben **einmalig** Anspruch auf die allgemeine Gesundheitsuntersuchung; ab 35 besteht der Anspruch alle drei Jahre.
- **„Ab 35 steht mir der Check-up jedes Jahr zu."** Falsch – der Turnus beträgt **alle drei Jahre**. Nur einzelne Bausteine haben eigene Rhythmen (z. B. Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre).
- **„Der PSA-Test gehört zur Krebsfrüherkennung für Männer."** Falsch – die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie sieht bei Männern ab 45 die **Tastuntersuchung der Prostata vom After aus** vor; ein PSA-Screening ist **keine** Leistung der Richtlinie.
- **„Das Mammographie-Screening gilt jetzt schon ab 45."** Noch nicht – die Brustkrebs-Früherkennungs-Verordnung ist zwar am **05.03.2026** in Kraft getreten, der **G-BA-Beschluss ist aber erst für Oktober 2026 geplant**. Bis dahin gilt **50 bis 75 Jahre**.
- **„Ohne Einladung darf ich nicht zur Darmkrebsfrüherkennung."** Falsch – die Teilnahme ist **auch ohne Einladung** innerhalb der vorgegebenen Abstände möglich; das Einladungswesen ist ein Angebot, keine Zugangsvoraussetzung.
- **„Die Einladungen zum Screening muss ich hinnehmen."** Falsch – nach **§ 25a Abs. 4 Satz 3 SGB V** können Versicherte weiteren Einladungen **in Textform widersprechen**; für den Datenabgleich mit den Krebsregistern besteht ebenfalls ein Widerspruchsrecht.
- **„Zum Lungenkrebs-Screening werde ich eingeladen."** Falsch – ein Einladungsverfahren wie bei Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Mammographie ist für die Lungenkrebs-Früherkennung **nicht vorgesehen**; der Zugang läuft über das ärztliche Informations- und Anspruchsklärungsgespräch.
- **„U-Untersuchungen kann man beliebig nachholen."** Falsch – die Kinder-Richtlinie legt **feste Zeiträume mit Toleranzgrenzen** fest; außerhalb dieser Fenster besteht kein Leistungsanspruch.
- **„Es gibt auch U10, U11 und eine J2 auf Kassenkosten."** Falsch – die Kinder-Richtlinie umfasst **U1 bis U9 einschließlich U7a**; für Jugendliche ist **eine** Untersuchung mit 13/14 Jahren vorgesehen.
- **„Das Neugeborenen-Screening erkennt alle seltenen Erkrankungen."** Falsch – das erweiterte Neugeborenen-Screening umfasst **20 definierte Zielkrankheiten**.
- **„Für die Krebsfrüherkennung fällt eine Zuzahlung an."** Falsch – **§ 61 SGB V** sieht für Früherkennungsuntersuchungen **keine Zuzahlung** vor.
- **„Das Gesetz legt fest, ab wann ich zur Vorsorge darf."** Ungenau – **§ 25 Abs. 4 SGB V** überträgt die Bestimmung von **Zielgruppen, Altersgrenzen und Häufigkeit** ausdrücklich dem **G-BA**; maßgeblich sind die Richtlinien, nicht der Gesetzestext.

## Quellen

- § 25 SGB V – Gesundheitsuntersuchungen (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__25.html
- § 25 SGB V – Gesundheitsuntersuchungen (dejure.org, mit Änderungsübersicht): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/25.html
- § 25a SGB V – Organisierte Früherkennungsprogramme (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/25a.html
- § 25a SGB V – Organisierte Früherkennungsprogramme (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__25a.html
- § 26 SGB V – Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/26.html
- § 26 SGB V – Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__26.html
- § 20 SGB V – Primäre Prävention und Gesundheitsförderung (Abs. 5: verhaltensbezogene Prävention): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__20.html
- § 61 SGB V – Zuzahlungen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__61.html
- § 65a SGB V – Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__65a.html
- § 92 SGB V – Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__92.html
- G-BA – Gesundheitsuntersuchungen („Check-up"): https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/gesundheitsuntersuchungen/
- G-BA – Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie (Richtlinie Nr. 10): https://www.g-ba.de/richtlinien/10/
- G-BA – Früherkennung von Krebserkrankungen (Überblick): https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/
- G-BA – Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (Richtlinie Nr. 17): https://www.g-ba.de/richtlinien/17/
- G-BA – Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (Richtlinie Nr. 104): https://www.g-ba.de/richtlinien/104/
- G-BA – Brustkrebs-Früherkennung / Mammographie-Screening-Programm: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/mammographie-screening/
- G-BA – Programm zur Früherkennung von Darmkrebs: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/darmkrebs-screening/
- G-BA – Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/gebaermutterhalskrebs-screening/
- G-BA – Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/lungenkrebs-screening/
- G-BA – Pressemitteilung vom 16.04.2026: Beratung über Absenkung der Altersgrenze im Mammographie-Screening auf 45 Jahre: https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1324/
- G-BA – Beschluss vom 23.07.2026: Einleitung des Stellungnahmeverfahrens zur Erweiterung der unteren Altersgrenze im Mammographie-Screening: https://www.g-ba.de/beschluesse/7918/
- G-BA – Früherkennungsuntersuchungen im Überblick: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/frueherkennungsuntersuchungen/
- G-BA – Früherkennung bei Kindern (Kinder-Richtlinie): https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/kinder/
- G-BA – Kinder-Richtlinie (Richtlinie Nr. 15): https://www.g-ba.de/richtlinien/15/
- G-BA – Früherkennung bei Jugendlichen: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/jugendliche/
- G-BA – Chlamydien-Test: https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/chlamydien-test/
- G-BA – Aneurysmen der Bauchaorta (Ultraschall-Screening): https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/aneurysmen-bauchaorta/
- G-BA – Zahnärztliche Prophylaxe und Früherkennung: https://www.g-ba.de/themen/zahnaerztliche-versorgung/prophylaxe-frueherkennung/

## Änderungsverlauf

- 2026-08-10: Erstveröffentlichung. § 25 SGB V (Abs. 1 Gesundheitsuntersuchungen ab 18 mit Impfstatusprüfung nach § 20 Abs. 2 IfSG und Präventionsempfehlung nach § 20 Abs. 5 SGB V; Abs. 2 Krebsfrüherkennung; Abs. 3 Voraussetzungen; Abs. 4 Richtlinienauftrag an den G-BA einschließlich Zielgruppen, Altersgrenzen und Häufigkeit; Abs. 4a Strahlenschutz-Rechtsverordnung mit 18-Monats-Frist) verbatim gegen dejure.org geprüft. Aktuelle Fassung des § 25 SGB V (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026, BGBl. I Nr. 228, in Kraft 30.07.2026) und der neue Prüfauftrag nach Abs. 4 Sätze 7 und 8 mit Beschlussfrist 31.12.2027 belegt. § 25a SGB V (organisierte Programme, Einladung in Textform, Widerspruchsrecht nach Abs. 4 Satz 3, Qualitätssicherung, Zwei-Jahres-Bericht) und § 26 SGB V (Untersuchungen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Impfstatus, zahnärztliche Früherkennung bis zum sechsten Lebensjahr nach Abs. 1 Sätze 5 und 6, Masern-Dokumentation nach Abs. 2 Satz 4, Hinwirkungspflicht der Kassen nach Abs. 3) gegen dejure.org geprüft. Check-up-Turnus (18–34 einmalig, ab 35 alle drei Jahre), Laborumfang ab 35, einmaliger Hepatitis-B-/-C-Test ab 35 und einmaliges Bauchaortenaneurysma-Screening für Männer ab 65 gegen die G-BA-Seite „Gesundheitsuntersuchungen" verifiziert. Hautkrebs-Screening ab 35 alle zwei Jahre einschließlich der Wiederholungsregel des § 29 Abs. 2 KFE-RL, klinische Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20 bzw. ab 30 und für Männer ab 45 (Prostata-Tastuntersuchung, kein PSA-Screening), Zervixkarzinom-Screening (20–34 jährlich Zytologie, ab 35 alle drei Jahre Ko-Testung, Anschreiben 20–65 alle fünf Jahre), Mammographie-Screening (50–75, alle zwei Jahre, 14 Zentrale Stellen, Selbstterminierung ab 22 Monaten, doppelte Befundung, Ergebnis in der Regel binnen sieben Werktagen), Darmkrebsfrüherkennung (ab 50, zwei Koloskopien im Abstand von zehn Jahren oder Stuhltest alle zwei Jahre, Einladung mit 50/55/60/65) und Lungenkrebs-Früherkennung (seit April 2026, 50–75 Jahre, mindestens 25 Jahre Konsum und 15 Packungsjahre, Rauchpausen höchstens zehn Jahre, Niedrigdosis-CT, Wiederholung nach zwölf Monaten bei unauffälligem Befund) gegen die jeweiligen amtlichen G-BA-Themenseiten belegt. Zeitplan zur Absenkung der unteren Mammographie-Altersgrenze auf 45 Jahre (Brustkrebs-Früherkennungs-Verordnung in Kraft 05.03.2026, Beratungsaufnahme 16.04.2026, geplante Entscheidung Oktober 2026, Stellungnahmeverfahren 23.07.2026, Versicherteninformation geplant April 2027) gegen G-BA-Pressemitteilung 1324 und Beschluss 7918 verifiziert. U1 bis U9 einschließlich U7a mit Zeiträumen und Toleranzgrenzen, erweitertes Neugeborenen-Screening (36.–72. Lebensstunde, 20 Zielkrankheiten), Mukoviszidose-Screening, Hörscreening (35 dB, bis zum 3. Lebenstag), Pulsoxymetrie-Screening (24.–48. Lebensstunde) und Hüftsonographie (4.–5. Lebenswoche zur U3) gegen Kinder-Richtlinie in der Fassung vom 15.05.2025 (in Kraft seit 01.01.2026) und die G-BA-Themenseite geprüft. Jugendgesundheitsuntersuchung mit 13/14 Jahren, sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem vollendeten 6. Lebensjahr, Fluoridlack zweimal je Kalenderhalbjahr, Individualprophylaxe vom 7. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und Bonusheft ab dem 12. Lebensjahr gegen die amtlichen G-BA-Seiten belegt. Chlamydien-Screening bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr jährlich per Urinprobe verifiziert. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

Rechtsstand: 10. August 2026. **§ 25 SGB V** gilt in der Fassung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 24.07.2026 (BGBl. I Nr. 228), in Kraft seit **30.07.2026**; **§ 25a SGB V** in der Fassung des Gesetzes zur verbesserten Nutzung von Gesundheitsdaten vom 22.03.2024; **§ 26 SGB V** in der Fassung des Masernschutzgesetzes vom 10.02.2020. Die Altersgrenzen und Intervalle ergeben sich aus den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie, Krebsfrüherkennungs-Richtlinie, Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme, Kinder-Richtlinie) und können sich ändern: Der G-BA muss nach § 25 Abs. 4 Sätze 7 und 8 SGB V **bis zum 31.12.2027** über eine Anpassung der Gesundheitsuntersuchung und des Hautkrebs-Screenings beschließen; die Entscheidung über die Absenkung der unteren Altersgrenze im Mammographie-Screening auf 45 Jahre ist für **Oktober 2026** geplant. Angrenzende Themen – Zuzahlungen (§ 61 SGB V), Belastungsgrenze und Härtefallregelung (§ 62 SGB V), Schutzimpfungen (§ 20i SGB V), Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und Zahnersatz-Festzuschuss (§ 55 SGB V) – werden auf eigenen Themenseiten behandelt.
