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title: GefStoffV §§ 5a, 11a – Asbest bei Sanierung und Abbruch 2026: Veranlasserpflichten des Bauherrn, Risikobereiche und die neue Genehmigungspflicht bis 19.12.2026
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# GefStoffV §§ 5a, 11a – Asbest bei Sanierung und Abbruch 2026: Veranlasserpflichten des Bauherrn, Risikobereiche und die neue Genehmigungspflicht bis 19.12.2026

## Kurzantwort

Wer eine Sanierung, eine Modernisierung oder einen Abbruch **veranlasst** – also
Eigentümer, Bauherr, Verwalter oder auch der private Haushalt –, muss dem
ausführenden Betrieb **vor Beginn der Arbeiten** alle ihm vorliegenden
Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte über vorhandene oder vermutete
Gefahrstoffe **schriftlich oder elektronisch** übergeben. Das ordnet **§ 5a
Absatz 1 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)** an.

Zusätzlich gilt eine harte Formalpflicht: Bei Objekten mit **Baujahr zwischen
1993 und 1996** ist das **genaue Datum des Baubeginns** zu übermitteln (ersatzweise
das Baujahr, wenn das Datum nicht bekannt ist); bei Objekten **vor 1993 oder nach
1996** genügt das **Baujahr** (§ 5a Abs. 2 GefStoffV). Nur dieser Punkt ist
**bußgeldbewehrt** – bis **50.000 Euro** (§ 22 Abs. 1 Nr. 1 GefStoffV i. V. m.
§ 26 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe b, Abs. 3 ChemG).

Eine **eigene technische Erkundung oder Probenahme** verlangt § 5a **nicht**. Der
Veranlasser muss sich lediglich „in zumutbarem Aufwand der ihm zugänglichen
Unterlagen" bedienen (§ 5a Abs. 1 Satz 2). Weitergehende Pflichten aus anderen
Vorschriften bleiben unberührt (§ 5a Abs. 3), und **§ 5a gilt ausdrücklich auch
für private Haushalte** (§ 5a Abs. 4).

Auf der Ausführungsseite arbeitet die GefStoffV seit der Asbest-Novelle vom
**5. Dezember 2024** mit **drei Risikobereichen** (niedrig / mittel / hoch),
gemessen an der Asbestfaser-Konzentration in der Luft. Neu und für 2026 der
wichtigste Termin: Durch die Änderung vom **20. Dezember 2025** brauchen Betriebe
auch für **Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos** eine
behördliche **Genehmigung** nach § 11a Abs. 4a GefStoffV. Sie ist **bis zum Ablauf
des 19. Dezember 2026** nachzuweisen (§ 25 Abs. 9 GefStoffV).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage Veranlasser | **§ 5a GefStoffV** – Besondere Mitwirkungs- und Informationspflichten für Veranlasser von Tätigkeiten an baulichen oder technischen Anlagen |
| Rechtsgrundlage Ausführung | **§ 11a GefStoffV** – Anforderungen an Tätigkeiten mit Asbest, i. V. m. **Anhang I Nummer 3** |
| Fassung | GefStoffV vom 26.11.2010, zuletzt geändert am **17.12.2025**, in Kraft seit **20.12.2025** |
| Form der Information | **schriftlich oder elektronisch**, **vor Beginn** der Tätigkeiten (§ 5a Abs. 1 Satz 1) |
| Umfang der Informationspflicht | alle **vorliegenden** Informationen zur Bau- oder Nutzungsgeschichte über vorhandene **oder vermutete** Gefahrstoffe (§ 5a Abs. 1 Satz 1) |
| Ermittlungsaufwand | „in zumutbarem Aufwand der ihm zugänglichen Unterlagen" – **keine** eigene Probenahmepflicht (§ 5a Abs. 1 Satz 2) |
| Baujahr 1993–1996 | **genaues Datum des Baubeginns** übermitteln; ersatzweise Baujahr (§ 5a Abs. 2 Satz 1) |
| Baujahr vor 1993 / nach 1996 | Angabe des **Baujahrs** genügt (§ 5a Abs. 2 Satz 2) |
| Private Haushalte | § 5a Abs. 1 bis 3 gelten **auch für private Haushalte** (§ 5a Abs. 4) |
| Bußgeld | bis **50.000 €** bei Verstoß gegen § 5a Abs. 2 Satz 1 (§ 22 Abs. 1 Nr. 1 GefStoffV, § 26 Abs. 1 Nr. 8 b, Abs. 3 ChemG) |
| Straftat | bei Gefährdung von Leben, Gesundheit oder fremden Sachen von bedeutendem Wert: § 27 Abs. 2 bis 4 ChemG (§ 22 Abs. 2 GefStoffV) |
| Vermutungsregel Asbestfreiheit | Baubeginn **nach dem 31. Oktober 1993** → „in der Regel" kein Asbest (§ 11a Abs. 1 Satz 2) |
| Bereich **niedrigen** Risikos | Exposition **unter 10.000 F/m³** (Akzeptanzkonzentration) |
| Bereich **mittleren** Risikos | **10.000 bis 100.000 F/m³** |
| Bereich **hohen** Risikos | **über 100.000 F/m³** (Toleranzkonzentration) |
| Bagatellgrenze | unter **1.000 F/m³** gelten § 11a Abs. 1–5 nicht; nur staubmindernde Maßnahmen nach Anhang I Nr. 2.3 (§ 11a Abs. 6) |
| Anzeige der Tätigkeit | spätestens **eine Woche** vor Beginn bei der zuständigen Behörde (§ 11a Abs. 4) |
| Zulassung hohes Risiko | erforderlich, max. **6 Jahre** (§ 11a Abs. 3) |
| **Genehmigung Abbruch niedrig/mittel** | erforderlich seit 20.12.2025 (§ 11a Abs. 4a); Genehmigungsfiktion nach **4 Wochen**, Geltung **6 Jahre** (Anhang I Nr. 3.5 Abs. 2a) |
| **Stichtag 2026** | Genehmigung nach § 11a Abs. 4a **bis Ablauf 19.12.2026** nachzuweisen (§ 25 Abs. 9) |
| Stichtag 2027 | Sach- und Fachkunde nach § 11a Abs. 5 **bis 05.12.2027** nachzuweisen (§ 25 Abs. 5, Abs. 6) |
| Alt-Zulassungen | nach Anhang I Nr. 2.4.2 a. F. erteilte Zulassungen gelten fort **bis 05.12.2028** (§ 25 Abs. 8) |
| Geltungsdauer Sachkundenachweis | **6 Jahre**, Verlängerung um jeweils 6 Jahre durch behördlich anerkannten Fortbildungslehrgang (Anhang I Nr. 3.7 Abs. 3) |

## Was der Veranlasser konkret liefern muss

§ 5a GefStoffV unterscheidet zwei Pflichten, die in der Praxis oft
zusammengeworfen werden:

| | § 5a Abs. 1 – Informationsweitergabe | § 5a Abs. 2 – Baujahrsangabe |
|---|---|---|
| Inhalt | alle **vorliegenden** Informationen zur Bau-/Nutzungsgeschichte über vorhandene oder vermutete Gefahrstoffe | Datum des Baubeginns bzw. Baujahr des Objekts |
| Zweck | Grundlage der Gefährdungsbeurteilung des Betriebs | Feststellung, **ob Asbest vorliegen kann** |
| Umfang | begrenzt auf **zumutbaren Aufwand** und **zugängliche Unterlagen** | strikte Angabepflicht, **1993–1996 taggenau** |
| Form | schriftlich oder elektronisch, vor Beginn | schriftlich oder elektronisch, vor Beginn |
| Sanktion | **nicht** in § 22 Abs. 1 GefStoffV als Ordnungswidrigkeit gelistet | **Ordnungswidrigkeit**, Geldbuße bis 50.000 € |

Typische „zugängliche Unterlagen" im Sinne von Absatz 1 Satz 2 sind Bauakten und
Baugenehmigungsunterlagen, Bestandspläne, Leistungsverzeichnisse und
Abnahmeprotokolle früherer Sanierungen, Schadstoffgutachten, Kaufvertrags- und
Verwalterunterlagen sowie – bei Wohnungseigentum – die Beschluss- und
Instandhaltungsdokumentation der Gemeinschaft.

„Gefahrstoffe im Sinne von Satz 1" sind nach § 5a Abs. 1 Satz 3 nur solche, die
**durch die Tätigkeiten freigesetzt werden** und zu einer besonderen
Gesundheitsgefährdung führen können – die Vorschrift ist damit **nicht auf Asbest
beschränkt** (praktisch relevant sind daneben etwa künstliche Mineralfasern, PCB,
PAK und Schimmel), das Baujahrs-Regime des Absatzes 2 dient jedoch ausdrücklich
der Asbest-Feststellung.

## Risikobereiche und was daran hängt

Die Asbest-Novelle vom 05.12.2024 hat das aus der TRGS 910 bekannte
Risikokonzept in geltendes Verordnungsrecht überführt. Der Arbeitgeber muss im
Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 11a Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 GefStoffV
feststellen, in welchem Risikobereich gearbeitet wird.

| Risikobereich | Exposition | Behördliches Verfahren | Beispiele nach der AGS-Überleitungshilfe |
|---|---|---|---|
| unter Bagatellgrenze | < 1.000 F/m³ | keines; nur staubmindernde Maßnahmen (§ 11a Abs. 6) | – |
| **niedrig** | < 10.000 F/m³ | unternehmensbezogene Anzeige; **bei Abbruch zusätzlich Genehmigung** (§ 11a Abs. 4a) | anerkannte emissionsarme Verfahren; zerstörungsfreier Ausbau von Asbestzement in Innenräumen; Ausbau einzelner defekter AZ-Platten |
| **mittel** | 10.000 – 100.000 F/m³ | unternehmensbezogene Anzeige (bei wechselnden Arbeitsstätten ergänzt um Ort/Beginn/Dauer); **bei Abbruch zusätzlich Genehmigung** | Abbrucharbeiten an Asbestzement im Freien; Arbeiten geringen Umfangs an schwach gebundenem Asbest; Instandhaltung an Dichtungen und Packungen |
| **hoch** | > 100.000 F/m³ | **Zulassung** nach § 11a Abs. 3 (max. 6 Jahre) **plus objektbezogene Anzeige** | Abbruch und Sanierung an schwach gebundenen Asbestprodukten (Spritzasbest, Leichtbauplatten, Asbestpappen, Cushion-Vinyl) |

Die Zuordnung der Konzentrationsgrenzen ergibt sich aus der vom BMAS am
06.12.2024 bekannt gemachten **Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe
(AGS)** zur Anwendung der TRGS 519: hohes Risiko oberhalb der
Toleranzkonzentration von 100.000 F/m³, mittleres Risiko oberhalb der
Akzeptanzkonzentration von 10.000 F/m³ und unterhalb der Toleranzkonzentration,
niedriges Risiko unterhalb von 10.000 F/m³.

## Die neue Genehmigungspflicht ab 20.12.2025 – Stichtag 19.12.2026

Mit Artikel 1 der **Verordnung zur Änderung der Gefahrstoffverordnung und der
Baustellenverordnung** (BGBl. 2025 I Nr. 337, ausgegeben am 19.12.2025, in Kraft
am 20.12.2025) wurde in § 11a ein **Absatz 4a** eingefügt:

> „Betriebe bedürfen einer Genehmigung durch die zuständige Behörde, wenn
> Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen Risikos oder im Bereich mittleren Risikos
> durchgeführt werden sollen. Die Zulassung nach Absatz 3 für Tätigkeiten im
> Bereich hohen Risikos schließt die Genehmigung nach Satz 1 ein."

Verfahren nach **Anhang I Nummer 3.5 Absatz 2a** GefStoffV:

- Die Genehmigung wird **auf Grundlage der unternehmensbezogenen Anzeige** erteilt,
  wenn der Arbeitgeber sie dort anfordert und personelle sowie
  sicherheitstechnische Ausstattung und die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften
  nachweist.
- Sie gilt **nach Ablauf von vier Wochen** nach Eingang der Anzeige als erteilt,
  sofern die Behörde keine Einwände erhebt (**Genehmigungsfiktion**).
- Sie wird für **sechs Jahre** erteilt, kann mit Auflagen und Widerrufsvorbehalt
  versehen und bei Wegfall der Voraussetzungen widerrufen werden; in begründeten
  Fällen ist eine kürzere Befristung möglich.
- Unternehmensbezogene Anzeigen sind **spätestens nach sechs Jahren** zu erneuern.

**Übergangsfrist:** Nach § 25 Abs. 9 GefStoffV ist die Genehmigung bei
Abbrucharbeiten mit Asbest im Bereich niedrigen und mittleren Risikos **bis zum
Ablauf des 19. Dezember 2026** nachzuweisen. Für Bauherren heißt das: Wer für das
Frühjahr 2027 einen Abbruch oder Teilrückbau an einem Altbau plant, sollte die
Genehmigung des ausführenden Betriebs im Vergabeverfahren **abfragen und
dokumentieren**.

Unionsrechtlicher Hintergrund der Änderung ist die **Richtlinie (EU) 2023/2668**
zur Änderung der Asbest-Arbeitsschutzrichtlinie 2009/148/EG mit Umsetzungsfrist
zum 21.12.2025.

## Geltungsbereich

- **Persönlich (Veranlasserseite):** jede Person, die Tätigkeiten an baulichen
  oder technischen Anlagen veranlasst – Eigentümer, Bauherr, WEG-Verwalter,
  Vermieter, gewerblicher Auftraggeber und ausdrücklich auch **private Haushalte**
  (§ 5a Abs. 4).
- **Persönlich (Ausführungsseite):** Arbeitgeber, deren Beschäftigte Tätigkeiten
  ausüben, bei denen Asbestfasern freigesetzt werden oder freigesetzt werden
  können (§ 11a i. V. m. Anhang I Nr. 3.1) – also nicht nur Sanierungsfachbetriebe,
  sondern auch Elektro-, Maler-, Fliesen-, Trockenbau- und SHK-Gewerke, die im
  Bestand arbeiten.
- **Sachlich:** Tätigkeiten an baulichen **oder technischen** Anlagen; Absatz 1
  erfasst Gefahrstoffe allgemein, Absatz 2 dient der Asbest-Feststellung.
- **Räumlich:** Bundesrecht, gilt in allen Bundesländern einheitlich. Zuständig
  für Anzeige, Zulassung und Genehmigung ist die **nach Landesrecht zuständige
  Behörde** (Gewerbeaufsicht bzw. Amt für Arbeitsschutz; § 26 Abs. 4 Nr. 3 ChemG).
- **Nicht erfasst:** die abfallrechtliche Entsorgung asbesthaltiger Materialien
  (KrWG, Nachweisverordnung, LAGA-Regelungen) und bauordnungsrechtliche
  Anzeigepflichten für Abbruchvorhaben nach Landesbauordnung – diese Pflichten
  bestehen **daneben** (§ 5a Abs. 3).

## Häufige Fehler

1. **„Als Bauherr muss ich vorher ein Asbestgutachten machen lassen."** § 5a
   begründet **keine** eigenständige technische Erkundungs- oder Probenahmepflicht.
   Geschuldet ist die Weitergabe der **vorliegenden** Informationen, ermittelt „in
   zumutbarem Aufwand" aus zugänglichen Unterlagen (§ 5a Abs. 1 Satz 2). Ein
   Gutachten kann sich aus anderen Gründen empfehlen – etwa zur Kalkulation, zur
   Beweissicherung oder wegen Pflichten aus anderen Vorschriften (§ 5a Abs. 3).
2. **„Das gilt nur für gewerbliche Auftraggeber."** § 5a Abs. 4 erstreckt die
   Absätze 1 bis 3 ausdrücklich auf **private Haushalte**.
3. **„Nach 1993 gebaut – also asbestfrei."** Die Vermutungsregel des § 11a Abs. 1
   Satz 2 knüpft an einen **Baubeginn nach dem 31. Oktober 1993** an, nicht an das
   Baujahr. Genau deshalb verlangt § 5a Abs. 2 für Objekte der Jahre **1993 bis
   1996** das taggenaue Datum. Für einzelne chrysotilhaltige Erzeugnisse liefen
   die Inverkehrbringens-Verbote nach Anhang I Nummer 3.8 erst zum **20.04.1994**
   bzw. **31.12.1994** aus.
4. **„Wenn ich das Baujahr vergesse, passiert nichts."** Der Verstoß gegen § 5a
   Abs. 2 Satz 1 ist als Ordnungswidrigkeit ausgestaltet (§ 22 Abs. 1 Nr. 1
   GefStoffV) und mit **Geldbuße bis 50.000 €** bewehrt. Umgekehrt gilt: Absatz 1
   ist im Bußgeldkatalog des § 22 **nicht** aufgeführt – bei einer Gefährdung von
   Leben oder Gesundheit kommt allerdings § 27 Abs. 2 bis 4 ChemG in Betracht.
5. **„Behördenpapiere braucht nur der Sanierer mit hohem Risiko."** Seit dem
   20.12.2025 sind **auch Abbrucharbeiten im niedrigen und mittleren Risikobereich**
   genehmigungspflichtig (§ 11a Abs. 4a). Nachweis bis **19.12.2026** (§ 25 Abs. 9).
6. **„Der Asbestschein gilt unbefristet."** Sachkundenachweise gelten **sechs
   Jahre** ab Ausstellungsdatum und verlängern sich nur durch einen behördlich
   anerkannten Fortbildungslehrgang (Anhang I Nr. 3.7 Abs. 3). Sach- und Fachkunde
   nach § 11a Abs. 5 sind bis zum **05.12.2027** nachzuweisen (§ 25 Abs. 5).
7. **„Die Anzeige reicht kurz vor Baubeginn."** Die Anzeige ist **spätestens eine
   Woche vor Beginn** zu erstatten (§ 11a Abs. 4 Satz 1); die Genehmigungsfiktion
   des Anhangs I Nr. 3.5 Abs. 2a greift erst **vier Wochen** nach Eingang der
   unternehmensbezogenen Anzeige.
8. **„Der Betrieb prüft das ohnehin, ich bin raus."** Der Arbeitgeber muss die
   Veranlasser-Informationen zwar auf **Plausibilität** prüfen (§ 11a Abs. 1
   Satz 1 Nr. 1) – das entbindet den Veranlasser aber nicht von seiner eigenen
   Pflicht und ändert nichts an der Bußgeldbewehrung des § 5a Abs. 2.

## Offene Punkte (Grund für factcheck_status = review_needed)

Alle in dieser Seite genannten Werte wurden gegen Normtexte und amtliche
Bekanntmachungen geprüft, jedoch **nicht** gegen die Lesefassung des
Bundesamts für Justiz auf gesetze-im-internet.de: Die Einzelnorm-Seiten
`gefstoffv_2010/__5a.html`, `__11a.html` und `__22.html` lieferten am
**03.09.2026** eine **leere Antwort**. Die Volltexte wurden deshalb aus zwei
unabhängigen konsolidierten Fassungen entnommen (lxgesetze.de, Stand „zuletzt
geändert am 17.12.2025"; Vorschriftensammlung der BGN für Anhang I Nummer 3 und
§ 25). Konkret offen:

- **Wortlautabgleich** der §§ 5a, 11a, 22, 25 GefStoffV und des Anhangs I
  Nummer 3 gegen die amtliche Lesefassung.
- **Inhalt der Berichtigung** BGBl. 2026 I Nr. 44 vom 25.02.2026 (Ausfertigung
  20.02.2026, Berichtigung zu BGBl. 2025 I Nr. 337): Das Regelungstext-PDF wurde
  nicht ausgewertet; ob die Berichtigung § 11a Abs. 4a, Anhang I Nummer 3.5 oder
  § 25 Abs. 9 berührt, ist ungeprüft.
- **Risikobereichsgrenzen** (1.000 / 10.000 / 100.000 F/m³) stammen aus der
  BMAS-Bekanntmachung vom 06.12.2024 (AGS-Überleitungshilfe) und nicht aus dem
  Verordnungstext des Anhangs I Nummer 2; die Fundstelle im Anhang I Nummer 2
  wurde nicht im Volltext gegengelesen.

**Nachprüfung geplant**, sobald gesetze-im-internet.de die Einzelnormen wieder
ausliefert. Wegen `valid_to = 2026-12-31` läuft die Seite ohnehin zum
Jahreswechsel in die Revision – und der Stichtag 19.12.2026 macht eine
Aktualisierung im Dezember 2026 zwingend.

## Quellen

**Amtliche Quellen (Stufe A):**

- § 5a GefStoffV – Besondere Mitwirkungs- und Informationspflichten für
  Veranlasser: https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__5a.html
- § 11a GefStoffV – Anforderungen an Tätigkeiten mit Asbest:
  https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__11a.html
- § 22 GefStoffV – Ordnungswidrigkeiten (Chemikaliengesetz – Tätigkeiten):
  https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__22.html
- § 25 GefStoffV – Übergangsvorschrift:
  https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__25.html
- Anhang I GefStoffV – Besondere Vorschriften für bestimmte Gefahrstoffe und
  Tätigkeiten (Nummer 3: Asbest):
  https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/anhang_i.html
- § 26 ChemG – Bußgeldvorschriften (Geldbuße bis 50.000 € für Nummer 8
  Buchstabe b): https://www.gesetze-im-internet.de/chemg/__26.html
- Verkündung der Asbest-Novelle: Verordnung zur Änderung der
  Gefahrstoffverordnung und anderer Arbeitsschutzverordnungen vom 02.12.2024,
  BGBl. 2024 I Nr. 384, in Kraft am 05.12.2024:
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2024/384/VO.html
- Verkündung der Änderung 2025: Verordnung zur Änderung der
  Gefahrstoffverordnung und der Baustellenverordnung, BGBl. 2025 I Nr. 337 vom
  19.12.2025, in Kraft am 20.12.2025:
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2025/337/VO.html
- Berichtigung der Verordnung zur Änderung der Gefahrstoffverordnung und der
  Baustellenverordnung, BGBl. 2026 I Nr. 44 vom 25.02.2026 (Ausfertigung
  20.02.2026), ELI https://www.recht.bund.de/eli/bund/bgbl-1/2026/44:
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/44/VO.html
- Bekanntmachung des BMAS vom 06.12.2024 (IIIb3-35125) – Überleitungshilfe des
  AGS zur Anwendung der TRGS 519 bis zur Anpassung an das Risikokonzept der
  GefStoffV; enthält die Zuordnung der Risikobereiche und die Grenzwerte
  10.000 / 100.000 F/m³:
  https://www.baua.de/DE/Die-BAuA/Aufgaben/Geschaeftsfuehrung-von-Ausschuessen/AGS/pdf/Ueberleitungshilfe-TRGS-519.pdf?__blob=publicationFile
  (Spiegelung der BG BAU, geprüft abrufbar:
  https://www.bgbau.de/fileadmin/Medien-Objekte/Medien/Sonstige_Medien/Infoblatt_Ueberleitungshilfe_TRGS_519.pdf)
- BAuA – Gefahrstoffverordnung (Überblicksseite der Bundesanstalt für
  Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
  https://www.baua.de/DE/Themen/Chemikalien-Biostoffe/Gefahrstoffe/Taetigkeiten-mit-Gefahrstoffen/Gefahrstoffverordnung
- Richtlinie (EU) 2023/2668 zur Änderung der Richtlinie 2009/148/EG über den
  Schutz vor Gefährdung durch Asbest am Arbeitsplatz (Umsetzungsfrist
  21.12.2025): https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2023/2668/oj

**Konsolidierte Fassungen, aus denen der Wortlaut entnommen wurde (Stufe C):**

- lxgesetze.de – § 5a GefStoffV (Fassung „zuletzt geändert am 17.12.2025"):
  https://lxgesetze.de/gefstoffv/5a
- lxgesetze.de – § 11a GefStoffV: https://lxgesetze.de/gefstoffv/11a
- lxgesetze.de – § 22 GefStoffV: https://lxgesetze.de/gefstoffv/22
- BGN-Vorschriftensammlung – GefStoffV Anhang I Nummer 3 (Asbest), einschließlich
  Nummern 3.2 bis 3.8:
  https://vorschriften.bgn-branchenwissen.de/daten/gv/gefstoffv/anh1_3.htm
- BGN-Vorschriftensammlung – § 25 GefStoffV (Übergangsvorschrift, Absätze 5 bis 9):
  https://vorschriften.bgn-branchenwissen.de/daten/gv/gefstoffv/25.htm
- BG BAU / BC-Verlag – ChemG § 26 Bußgeldvorschriften:
  https://www.bgbau-medien.de/handlungshilfen_gb/daten/gv/chemg/26.htm

**Weiterführende Nexvyra-Seiten:**

- GEG § 48 & Anlage 7 – U-Werte bei Sanierung von Außenbauteilen:
  https://nexvyra.de/fakten/geg-48-bauteilanforderungen-sanierung.md
- GEG § 105 – Baudenkmäler und besonders erhaltenswerte Bausubstanz:
  https://nexvyra.de/fakten/geg-105-denkmalschutz.md
- Verbraucherbauvertrag (§§ 650i–650o BGB):
  https://nexvyra.de/fakten/verbraucherbauvertrag-650i-bgb.md
- Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) und iSFP-Bonus 2026:
  https://nexvyra.de/fakten/sanierungsfahrplan-isfp.md

## Änderungsverlauf

- 2026-09-03: Erstveröffentlichung. Wortlaut der §§ 5a, 11a, 22 GefStoffV sowie des § 25 und des Anhangs I Nummer 3 gegen zwei unabhängige konsolidierte Fassungen (lxgesetze.de, Fassung „zuletzt geändert am 17.12.2025"; BGN-Vorschriftensammlung) geprüft; Bußgeldrahmen 50.000 € über § 26 Abs. 3 ChemG verifiziert; Verkündungsnachweise BGBl. 2024 I Nr. 384, BGBl. 2025 I Nr. 337 und Berichtigung BGBl. 2026 I Nr. 44 über recht.bund.de geprüft; Risikobereichsgrenzen aus der BMAS-Bekanntmachung vom 06.12.2024 (AGS-Überleitungshilfe TRGS 519) übernommen. Ein Abgleich gegen die amtliche Lesefassung auf gesetze-im-internet.de war nicht möglich (leere Antwort am 03.09.2026); Seite deshalb mit factcheck_status="review_needed" veröffentlicht. | change_type=initial_publication reviewed_by="Nexvyra-Bau-Agent (automatisiert)" field="topic_lifecycle" new="published"

## Stand

- Stand: 2026-09-03
- Gültig ab: 2025-12-20 (Inkrafttreten der Änderung durch BGBl. 2025 I Nr. 337)
- Gültig bis: 2026-12-31 (Revision wegen Stichtag 19.12.2026 zwingend im Dezember 2026)
- Status: aktuell (in_force)
- Vorbehalt: kein Abgleich gegen die amtliche Lesefassung auf gesetze-im-internet.de möglich; Inhalt der Berichtigung BGBl. 2026 I Nr. 44 ungeprüft (siehe „Offene Punkte")
- Quellenautorität: A (BGBl.-Verkündungen, BMAS-Bekanntmachung, BAuA) / C (konsolidierte Fassungen lxgesetze.de und BGN, aus denen der Wortlaut entnommen wurde)
- Lizenz: CC BY 4.0
