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title: GModG § 40 – Renovierungsanforderungen (MEPS) für bestehende Nichtwohngebäude ab 01.01.2027 (Stand 2026)
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# GModG § 40 – Renovierungsanforderungen (MEPS) für bestehende Nichtwohngebäude ab 01.01.2027 (Stand 2026)

## Kurzantwort

**§ 40 GModG** ist die erste Vorschrift des deutschen Gebäudeenergierechts, die **bestehende Gebäude maßnahmenunabhängig zu einer energetischen Sanierung verpflichtet** – allerdings nur **Nichtwohngebäude**. Die Norm trägt die amtliche Überschrift **„Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude"** und steht in **Teil 3 Abschnitt 2 GModG** („Besondere Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude"), zusammen mit **§ 41 GModG** („Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden") ([BT-Drs. 21/6278, Artikel 2 Nr. 1 Buchst. b](https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106278.pdf)).

Der Mechanismus ist ein **relativer Schwellenwert**, kein absoluter kWh-Wert. Der Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung darf danach

- **ab dem 1. Januar 2030** höchstens das **3,50fache** und
- **ab dem 1. Januar 2033** höchstens das **2,95fache**

des Werts des jeweiligen **Referenzgebäudes** betragen ([Öko-Zentrum NRW, Auswertung des Regierungsentwurfs](https://oekozentrum.nrw/aktuelles/detail/news/update-zum-gmodg/)).

**§ 40 GModG ist noch nicht in Kraft.** Die Vorschrift wird durch **Artikel 2** des Änderungsgesetzes eingefügt und tritt am **1. Januar 2027** in Kraft ([BBSR-GModG-Infoportal](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/GModG_neu/GModG_neu-node.html)). Bis zum 31. Dezember 2026 ist **§ 40 GModG „(weggefallen)"** – wer heute in die Lesefassung schaut, findet dort keinen Text.

Für **Wohngebäude gibt es kein Gegenstück.** Die EU-Gebäuderichtlinie verlangt objektbezogene Mindeststandards nur für Nichtwohngebäude; für den Wohngebäudebestand gilt ein statistischer Absenkpfad (Art. 9 Abs. 2 der [Richtlinie (EU) 2024/1275](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32024L1275)).

**Vorbehalt:** Der konsolidierte amtliche Volltext des GModG in der ab 01.01.2027 geltenden Fassung war zum Redaktionszeitpunkt maschinell nicht auswertbar (BGBl. 2026 I Nr. 226 liefert nur eine HTML-Hülle, die Lesefassung auf gesetze-im-internet.de gilt ausdrücklich nur bis 31.12.2026). Absatzstruktur, Schwellenwerte und Ausnahmen dieser Seite stammen aus dem **Regierungsentwurf (BT-Drs. 21/6278)**, dem **Referentenentwurf vom 05.05.2026** und der Auswertung durch **Öko-Zentrum NRW** und **ZIA**. Die Seite wird deshalb mit `factcheck_status: review_needed` geführt (siehe „Offene Punkte").

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | **§ 40 GModG** – „Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude" |
| Standort im Gesetz | Teil 3 („Bestehende Gebäude"), **Abschnitt 2** – „Besondere Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude" |
| Flankierende Norm | **§ 41 GModG** – „Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden" |
| Eingefügt durch | **Artikel 2** des Gebäudemodernisierungsgesetzes, BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026 |
| Inkrafttreten | **01.01.2027** (Artikel 2 und 7 des Änderungsgesetzes) |
| Rechtsstand bis 31.12.2026 | **§ 40 GModG „(weggefallen)"** – kein Regelungsinhalt |
| Betroffene Gebäude | **bestehende Nichtwohngebäude** (Büro, Handel, Praxis, Lager, Werkstatt, öffentliche Gebäude) |
| Nicht betroffen | **Wohngebäude** – kein objektbezogener Mindeststandard |
| Bilanzgrößen | Jahres-Primärenergiebedarf für **Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung** |
| Maßstab | **Vielfaches des Referenzgebäude-Werts** (Referenzgebäudeverfahren, Anlage 2 GModG), kein absoluter kWh/(m²·a)-Wert |
| Schwelle ab 01.01.2030 | höchstens das **3,50fache** des Referenzgebäude-Werts *(review_needed – Sekundärquelle)* |
| Schwelle ab 01.01.2033 | höchstens das **2,95fache** des Referenzgebäude-Werts *(review_needed – Sekundärquelle)* |
| Primärenergiefaktor der Vergleichsrechnung | abweichend von Anlage 2 durchgehend **0,7** *(review_needed – Sekundärquelle)* |
| Erfüllungsfiktion (§ 40 Abs. 3) | **Baujahr ab 1996**, Sanierungsnachweis auf Niveau der **Wärmeschutzverordnung 1995** oder überwiegende Beheizung mit **Wärmepumpe, Biomasse oder Fernwärme** *(review_needed)* |
| Ausnahmen | u. a. **Baudenkmale**, zum **Abriss** vorgesehene Gebäude, Gebäude auf **aufgegebenen Betriebsgeländen** *(review_needed)* |
| Vereinfachter Nachweis | über einen **vorhandenen Energieausweis**, wenn der Primärenergiebedarf bis Ende 2032 höchstens das **0,5fache**, ab 2033 höchstens das **0,4fache** des Skalenendes erreicht *(review_needed)* |
| Unionsrechtliche Grundlage | **Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie (EU) 2024/1275 (EPBD-Neufassung)** |
| EU-Zielgröße 2030 | energetisch **schlechteste 16 %** des nationalen Nichtwohngebäudebestands (Bezugsjahr 2020) |
| EU-Zielgröße 2033 | energetisch **schlechteste 26 %** des nationalen Nichtwohngebäudebestands |
| Vorrangregel Solarpflicht | **§ 106 Abs. 3 GModG**: Die bundesweite Solarpflicht greift nicht, wenn für das Gebäude Maßnahmen nach **§ 40 Abs. 1** zu ergreifen sind *(review_needed)* |
| Erfüllungsaufwand Wirtschaft | einmalige Kosten von rund **684 Mio. Euro pro Jahr über 10 Jahre** |
| Erfüllungsaufwand öffentliche Hand | einmalige Kosten von rund **50 Mio. Euro pro Jahr über 10 Jahre** |
| Bezugsnorm der Berechnung | **DIN/TS 18599: 2025-10** (ab 01.01.2027 maßgeblich) |

## Wie die Schwellenwerte funktionieren

§ 40 GModG arbeitet nicht mit einem festen Energieverbrauchswert, sondern mit dem **Referenzgebäudeverfahren**, das aus dem Neubaurecht bekannt ist: Zu jedem realen Gebäude wird ein rechnerischer Zwilling gebildet, der **dieselbe Geometrie, Nutzfläche, Ausrichtung und Nutzung** hat, aber mit einer normativ vorgegebenen Hülle und Anlagentechnik ausgestattet ist (technische Referenzausführung der **Anlage 2 GModG**, vgl. § 18 Abs. 1 GModG in der Fassung des [Artikel 2 Nr. 7 BT-Drs. 21/6278](https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106278.pdf)).

Der Schwellenwert ist dann ein **Faktor auf diesen Referenzwert**. Ein Bürogebäude, dessen berechneter Jahres-Primärenergiebedarf beim **4,1fachen** seines Referenzgebäudes liegt, überschreitet ab 2030 die Schwelle von 3,50 und muss saniert werden. Ein Gebäude beim 3,2fachen bleibt 2030 zulässig, überschreitet aber ab 2033 die dann geltende Schwelle von 2,95.

Diese Systematik ist deckungsgleich mit der neuen **Effizienzklassenskala A bis G für Nichtwohngebäude (Anlage 10a GModG)**, die ebenfalls am 01.01.2027 in Kraft tritt und ebenfalls auf dem Verhältnis zum Referenzgebäude beruht. Nach der Auswertung des verkündeten Gesetzestextes durch [gewerbepass.de](https://gewerbepass.de/aktuelles-nichtwohngebaeude/gmodg-verkuendet-stichtage) liegen die endgültigen Klassengrenzen bei A ≤ 1,00 (zusätzlich Nullemissionsgebäude), B ≤ 1,48, C ≤ 1,97, D ≤ 2,46, **E ≤ 2,95**, **F ≤ 3,50** und **G > 3,50**. Damit fallen die MEPS-Schwellen exakt auf zwei Klassengrenzen:

| Stichtag | Schwellenwert | Entspricht Anlage 10a | Praktische Lesart |
|---|---|---|---|
| ab 01.01.2030 | 3,50 | Obergrenze der **Klasse F** | Gebäude der **Klasse G** müssen saniert werden |
| ab 01.01.2033 | 2,95 | Obergrenze der **Klasse E** | Gebäude der Klassen **F und G** müssen saniert werden |

Diese Zuordnung ist plausibel, aber **nicht amtlich bestätigt** – sie folgt aus dem Zahlenvergleich zweier Sekundärauswertungen und steht unter Prüfvorbehalt.

## Geltungsbereich

**Erfasst sind bestehende Nichtwohngebäude.** Nichtwohngebäude ist nach der Systematik des GModG jedes Gebäude, das nicht überwiegend Wohnzwecken dient – also Büro- und Verwaltungsgebäude, Handelsimmobilien, Praxen, Werkstätten, Lager- und Produktionsgebäude sowie Gebäude der öffentlichen Hand. Bei **gemischt genutzten Gebäuden** wird der Nichtwohnteil nach den Zonierungsregeln des § 20 GModG getrennt bilanziert.

**Nicht erfasst sind Wohngebäude.** Die vielfach zitierte Vorstellung einer „Sanierungspflicht ab Klasse G" für Ein- und Mehrfamilienhäuser hat im GModG keine Grundlage. Für den Wohngebäudebestand verlangt Art. 9 Abs. 2 EPBD lediglich, dass der **durchschnittliche** Primärenergieverbrauch des nationalen Bestands bis 2030 um mindestens 16 % und bis 2035 um 20 bis 22 % gegenüber 2020 sinkt – ein Ziel des Mitgliedstaats, keine Pflicht des einzelnen Eigentümers.

**Zeitliche Reichweite.** Die Norm gilt ab 01.01.2027, die materiellen Pflichten greifen aber erst zu den Stichtagen **01.01.2030** und **01.01.2033**. Zwischen 2027 und 2030 besteht damit ein Vorlauf von rund drei Jahren, in dem Eigentümer die Betroffenheit ermitteln und Maßnahmen planen müssen. Der ZIA hat in seiner [Stellungnahme vom 11.05.2026](https://zia-deutschland.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_ZIA-Stellungnahme_GModG.pdf) darauf hingewiesen, dass für den deutschen Nichtwohngebäudebestand bislang **keine flächendeckende repräsentative Datengrundlage** existiert, mit der sich die 16-%- und 26-%-Schwellenwerte belastbar zuordnen ließen.

## Ausnahmen und Erfüllungsfiktionen

Nach der Auswertung des Regierungsentwurfs durch das [Öko-Zentrum NRW](https://oekozentrum.nrw/aktuelles/detail/news/update-zum-gmodg/) und der [ZIA-Stellungnahme](https://zia-deutschland.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_ZIA-Stellungnahme_GModG.pdf) enthält § 40 GModG drei Entlastungsebenen:

**1. Erfüllungsfiktion (§ 40 Abs. 3 GModG).** Die Anforderungen **gelten als erfüllt**, wenn eine der folgenden Bedingungen vorliegt:

- **Baujahr ab 1996** – das Gebäude wurde also bereits nach der Wärmeschutzverordnung 1995 errichtet,
- eine **Sanierung auf das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1995** ist nachgewiesen, oder
- das Gebäude wird **überwiegend mit Wärmepumpe, Biomasse oder Fernwärme** beheizt.

Diese Kriterien sind bewusst als grobe Ausschlussmerkmale konstruiert: Sie sollen den Großteil des Bestands ohne kostenintensive Bedarfsberechnung aus der Prüfung nehmen. Der ZIA hebt sie ausdrücklich als praxistauglich hervor.

**2. Echte Ausnahmen.** Ausgenommen sind unter anderem **Baudenkmale**, Gebäude, die **abgerissen werden sollen**, und Gebäude auf **aufgegebenen Betriebsgeländen**. Daneben bleiben die allgemeinen Instrumente des GModG anwendbar – insbesondere die **Befreiung wegen unbilliger Härte nach § 102 GModG** und die **Innovationsklausel des § 103 GModG** (beide bis 31.12.2030 verlängert).

**3. Vereinfachter Nachweis über den Energieausweis.** Der Nachweis der Einhaltung soll auch über einen **bereits vorhandenen Energieausweis** möglich sein, wenn der ausgewiesene Primärenergiebedarf **bis Ende 2032 höchstens das 0,5fache** und **ab 2033 höchstens das 0,4fache** des Skalenendes erreicht. Damit soll vermieden werden, dass für jedes Gebäude eine neue Bedarfsberechnung nach DIN/TS 18599 erforderlich wird.

Alle drei Punkte stehen unter **Prüfvorbehalt**; sie stammen aus Auswertungen des Entwurfsstands, nicht aus dem verkündeten Volltext.

## Zusammenspiel mit anderen GModG-Pflichten

§ 40 GModG steht nicht isoliert, sondern in einem Bündel von Pflichten, die alle am **01.01.2027** oder kurz danach greifen:

| Norm | Inhalt | Verhältnis zu § 40 |
|---|---|---|
| **Anlage 10a GModG** | Effizienzklassen A–G für Nichtwohngebäude | gleiche Bezugsgröße (Referenzgebäude); macht die Betroffenheit im Energieausweis sichtbar |
| **§ 81 GModG** | Energieausweis auf Grundlage einer energetischen Bilanzierung | ab 2027 ist für Nichtwohngebäude nur noch der **Bedarfsausweis** zulässig – er liefert zugleich die Kennzahl für § 40 |
| **§ 82 GModG** | Energieausweis auf Grundlage des erfassten Endenergieverbrauchs | beschränkt auf Gebäude, die **ausschließlich Wohnzwecken** dienen; der Verbrauchsausweis für Nichtwohngebäude entfällt |
| **§ 56 GModG** | Gebäudeautomatisierung und Gebäudesteuerung ab 70 kW | Nachrüstfrist **31.12.2029** – dieselbe Zielgruppe, ein Jahr vor der ersten MEPS-Schwelle |
| **§ 106 Abs. 3 GModG** | bundesweite Solarpflicht | **Vorrangregel**: Die Solarpflicht greift nicht, wenn für das Gebäude Maßnahmen nach § 40 Abs. 1 zu ergreifen sind |
| **§ 7, § 88b GModG** | Ökobilanzierung / Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen | betrifft nur **Neubauten**, nicht den Bestand |
| **§ 10a, § 10 GModG** | Nullemissionsgebäude ab 2028 / 2030 | Neubau-Gegenstück zum Bestandsinstrument § 40 |
| **§ 22 i. V. m. Anlage 4 GModG** | geänderte Primärenergiefaktoren ab 2027 | verschiebt die Rechenbasis: Strom 1,8 → 1,5, Holz/Biomasse 0,2 → 0,7, fossile Brennstoffe unverändert 1,1 |

Besonders praxisrelevant ist die **Umstellung der Primärenergiefaktoren**: Weil biogene Brennstoffe einheitlich mit 0,7 statt bisher 0,2 bewertet werden, verschlechtert sich die rechnerische Einstufung von Gebäuden mit Holz- oder Pelletheizung deutlich – und zwar ohne dass sich am Gebäude selbst etwas ändert. Umgekehrt profitieren wärmepumpenbeheizte Gebäude von der Absenkung des Stromfaktors auf 1,5.

## Häufige Fehler

- **Fehlannahme: „§ 40 GModG gilt seit dem 29. Juli 2026."** Nein. Am 29.07.2026 sind nur **Artikel 1, 5, 6 und 8** des Änderungsgesetzes in Kraft getreten (Heizungsrecht). § 40 steht in **Artikel 2** und gilt erst ab **01.01.2027**. In der aktuellen Lesefassung ist § 40 GModG ausdrücklich „(weggefallen)".
- **Fehlannahme: „MEPS bedeutet Sanierungspflicht für mein Einfamilienhaus."** § 40 GModG erfasst **ausschließlich Nichtwohngebäude**. Für Wohngebäude gibt es im GModG keinen objektbezogenen Mindeststandard.
- **Fehlannahme: „Die Schwelle ist ein kWh-Wert."** Sie ist ein **Vielfaches des Referenzgebäude-Werts**. Zwei Gebäude mit identischem Verbrauch können völlig unterschiedlich abschneiden, weil ihre Referenzgebäude unterschiedlich sind.
- **Fehlannahme: „Ab 2027 muss ich sofort sanieren."** Die materiellen Schwellen greifen erst **2030** und **2033**. 2027 beginnt der Rechtsrahmen, nicht die Pflicht.
- **Fehlannahme: „Mein Gebäude ist von 1998, also bin ich sicher – aber nur bis 2030."** Die Erfüllungsfiktion des § 40 Abs. 3 knüpft am **Baujahr** an und ist nicht befristet. Sie gilt nach dem Entwurfsstand für beide Stufen.
- **Fehlannahme: „Fernwärme hilft mir nur beim Heizungsrecht."** Nach § 40 Abs. 3 gilt die überwiegende Versorgung mit **Fernwärme, Biomasse oder Wärmepumpe** als Erfüllung der Renovierungsanforderung – unabhängig von der Hüllqualität.
- **Fehlannahme: „Solarpflicht und MEPS gelten immer nebeneinander."** § 106 Abs. 3 GModG enthält eine **Vorrangregel**: Sind Maßnahmen nach § 40 Abs. 1 zu ergreifen, greift die Solarpflicht für dieses Gebäude nicht.
- **Fehlannahme: „Mein alter Verbrauchsausweis reicht als Nachweis."** Ab 01.01.2027 ist für Nichtwohngebäude bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung und Leasing nur noch der **Bedarfsausweis** zulässig (§ 81, § 82 GModG). Bereits ausgestellte Ausweise bleiben zwar zehn Jahre gültig, liefern aber nicht zwingend die für § 40 benötigte Kennzahl.
- **Fehlannahme: „16 % und 26 % sind deutsche Quoten."** Es sind **EU-Vorgaben aus Art. 9 Abs. 1 EPBD**, bezogen auf den nationalen Bestand des Jahres **2020**. Der deutsche Gesetzgeber setzt sie über die Schwellenwerte 3,50 und 2,95 um.
- **Fehlannahme: „Die Werte 3,50 und 2,95 stehen fest."** Sie stammen aus dem Entwurfsstand. Die Klassengrenzen der Anlage 10a wurden zwischen Entwurf und Verkündung **nachweislich verschoben** (Entwurf: F ≤ 2,95, G > 2,95; final: F ≤ 3,50, G > 3,50). Ob § 40 dieselbe Anpassung erfahren hat, ist am Volltext zu prüfen.

## Beispiel

**Fall 1 – Bürogebäude Baujahr 1974, Gaskessel.** Ein 4.200 m² großes Bürogebäude von 1974 mit ungedämmter Fassade, Isolierverglasung aus den 1990er Jahren und Gas-Niedertemperaturkessel wird 2027 neu bewertet. Der Bedarfsausweis nach DIN/TS 18599: 2025-10 ergibt einen Jahres-Primärenergiebedarf beim **3,9fachen** des Referenzgebäudes – Effizienzklasse **G**. Keine Erfüllungsfiktion greift: Baujahr vor 1996, keine Sanierung auf WSchV-1995-Niveau, keine Wärmepumpe, Biomasse oder Fernwärme. Ab **01.01.2030** verstößt das Gebäude gegen § 40 GModG. Der Eigentümer muss bis dahin unter das 3,50fache kommen und sollte einkalkulieren, dass **ab 2033** zusätzlich das 2,95fache einzuhalten ist – eine zweistufige Sanierung ist regelmäßig teurer als eine einmalige, ausreichend tiefe Maßnahme.

**Fall 2 – Logistikhalle Baujahr 2004.** Eine 2004 errichtete Lagerhalle liegt rechnerisch beim 3,8fachen. Weil das **Baujahr nach 1996** liegt, greift die Erfüllungsfiktion des § 40 Abs. 3 – die Renovierungsanforderung gilt als erfüllt, obwohl der Rechenwert oberhalb der Schwelle liegt. Zu prüfen bleiben die übrigen Pflichten, insbesondere die Gebäudeautomatisierung nach § 56 GModG bis zum 31.12.2029.

**Fall 3 – Verwaltungsgebäude mit Fernwärmeanschluss.** Ein kommunales Verwaltungsgebäude von 1968 wird überwiegend mit Fernwärme versorgt. Nach § 40 Abs. 3 gilt die Anforderung als erfüllt. Zugleich ist zu beachten, dass die **Solarpflicht für bestehende öffentliche Nichtwohngebäude** nach § 106 GModG gestaffelt greift (2028 ab 2.000 m², 2029 ab 750 m², 2031 ab 250 m²) – die Vorrangregel des § 106 Abs. 3 hilft hier gerade **nicht**, weil keine Maßnahmen nach § 40 Abs. 1 zu ergreifen sind.

**Fall 4 – Handelsimmobilie mit Pelletheizung.** Ein 1990 errichtetes Handelsobjekt wird mit einer Pelletanlage beheizt. Über die Erfüllungsfiktion („Biomasse") ist das Gebäude von § 40 befreit. Der neue Primärenergiefaktor für Holz (0,7 statt 0,2) verschlechtert allerdings ab 2027 die ausgewiesene **Effizienzklasse** im Energieausweis erheblich – mit Folgen für Vermarktung und ESG-Bewertung, nicht aber für die Renovierungspflicht.

## Offene Punkte / Vorbehalt zum Rechtsstand

Diese Seite wird bewusst mit **`factcheck_status: review_needed`** geführt. Zum Redaktionszeitpunkt ungeklärt bzw. gegenzuprüfen:

1. **Konsolidierter amtlicher Volltext nicht auswertbar.** Der Regelungstext im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2026 I Nr. 226) lieferte nur eine HTML-Hülle; die Lesefassung auf gesetze-im-internet.de gilt ausdrücklich nur für den Zeitraum **29.07.2026 bis 31.12.2026** und enthält § 40 daher als „(weggefallen)". Eine amtliche Lesefassung der ab 01.01.2027 geltenden Fassung lag nicht vor.
2. **Schwellenwerte 3,50 und 2,95 nicht am Volltext verifiziert.** Beide Werte stammen aus der Auswertung des Regierungs- bzw. Referentenentwurfs durch das Öko-Zentrum NRW. Da die Klassengrenzen der Anlage 10a zwischen Entwurf und Verkündung **verschoben** wurden (Entwurf: F ≤ 2,95 / G > 2,95; verkündete Fassung: E ≤ 2,95 / F ≤ 3,50 / G > 3,50), ist eine parallele Anpassung des § 40 nicht auszuschließen.
3. **Primärenergiefaktor 0,7 in der Vergleichsrechnung.** Die Angabe, dass für die Referenzberechnung abweichend von Anlage 2 durchgehend der Wert 0,7 anzusetzen ist, stützt sich auf eine einzelne Sekundärauswertung.
4. **Absatzstruktur des § 40.** Die Zuordnung „Abs. 1 = Anforderung, Abs. 2 = EPBD-Umsetzungsauftrag, Abs. 3 = Erfüllungsfiktion" folgt den Verweisen in der ZIA-Stellungnahme (§ 40 Abs. 3) und in § 106 Abs. 3 GModG (§ 40 Abs. 1). Der genaue Zuschnitt der Absätze wurde nicht am Volltext geprüft.
5. **„Baujahr ab 1996" oder „nach 1996".** Das Öko-Zentrum NRW schreibt „Baujahr ab 1996", der ZIA „Baujahr nach 1996". Der Stichtag ist für Gebäude des Jahrgangs 1996 entscheidungserheblich.
6. **Änderungen durch den 9. Ausschuss.** Ob die Beschlussempfehlung ([BT-Drs. 21/7009](https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107009.pdf)) den § 40 gegenüber dem Regierungsentwurf geändert hat, konnte nicht geprüft werden. Für andere Vorschriften des Artikels 2 (Anlage 10a, § 82) sind Ausschussänderungen belegt.
7. **Bußgeldbewehrung.** Ob § 108 GModG in der ab 01.01.2027 geltenden Fassung einen Ordnungswidrigkeitentatbestand für Verstöße gegen § 40 enthält, ist offen. Der ZIA hat in seiner Stellungnahme ausdrücklich beantragt, kurzfristig eintretende MEPS-Vorgaben **nicht** bußgeldbewehrt auszugestalten; ob dem gefolgt wurde, ist am Volltext zu prüfen.
8. **Inhalt des § 41 GModG.** Der „Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden" ist als Paragraphenüberschrift belegt; der Regelungsinhalt (Nachweisführende, Form, Fristen, Aufbewahrung) wurde nicht ermittelt.
9. **Abgrenzung der Ausnahmen.** Der genaue Wortlaut der Ausnahmen für Baudenkmale, Abrissgebäude und aufgegebene Betriebsgelände sowie ihr Verhältnis zu § 102 GModG (unbillige Härte) und § 105 GModG (Baudenkmäler) wurde nicht verifiziert.
10. **Zuordnung der Schwellen zu den Effizienzklassen.** Die Aussage „3,50 = Grenze F/G, 2,95 = Grenze E/F" ist ein rechnerischer Abgleich zweier Sekundärquellen, keine amtliche Feststellung.

_Diese Punkte werden geprüft, sobald eine amtliche oder nichtamtliche Lesefassung der ab 01.01.2027 geltenden GModG-Fassung maschinell verfügbar ist._






## Quellen

**Amtliche Primärquellen (Stufe A):**

- Deutscher Bundestag, **Gesetzentwurf der Bundesregierung, BT-Drs. 21/6278 vom 08.06.2026** – Artikel 2 Nr. 1 Buchst. b (Inhaltsübersicht: „§ 40 Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude", „§ 41 Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden"), Artikel 1 (§ 40 „(weggefallen)"), Artikel 2 Nr. 7 (§ 18 Abs. 1 – Referenzgebäudeverfahren Nichtwohngebäude), Artikel 2 Nr. 10 (§ 22, Primärenergiefaktoren), Artikel 2 Nr. 1 Buchst. k (Anlage 10a), Artikel 1 Nr. 51 (§ 108 Bußgeldvorschriften):
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106278.pdf
- Deutscher Bundestag, **Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss), BT-Drs. 21/7009 vom 08.07.2026** – vom Bundestag am 10.07.2026 angenommene Fassung:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107009.pdf
- Deutscher Bundestag, **BT-Drs. 21/6565** – Unterrichtung zu Drucksache 21/6278 (Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung):
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106565.pdf
- **Referentenentwurf des GModG vom 05.05.2026** – Abschnitt 2 „Besondere Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude", Erfüllungsaufwand (684 Mio. Euro Wirtschaft, 50 Mio. Euro öffentliche Hand, jeweils einmalig pro Jahr über 10 Jahre), EPBD-Zielgrößen 16 % / 26 %:
  https://table.media/assets/climate/260505_refe-gmodg.pdf
- **Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 13.05.2026 (BMWE-Fassung)**:
  https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/Gesetz/2026/20260513-entwurf-eines-gesetzes-zur-aenderung-des-gebaeudeenergiegesetzes.pdf?__blob=publicationFile&v=6
- Bundesgesetzblatt – Verkündung des Änderungsgesetzes, **BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026**:
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html
- Regelungstext des Änderungsgesetzes (amtliche PDF-Fassung, zum Redaktionszeitpunkt maschinell nicht auswertbar):
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/regelungstext.pdf?__blob=publicationFile&v=1
- Nichtamtliche Lesefassung des GModG auf gesetze-im-internet.de (Gültigkeitszeitraum 29.07.2026 bis 31.12.2026; § 40 dort „weggefallen"):
  https://www.gesetze-im-internet.de/geg/BJNR172810020.html
- **Richtlinie (EU) 2024/1275 (EPBD-Neufassung), Art. 9** – Renovierungsanforderungen für Nichtwohngebäude (schlechteste 16 % bis 2030, schlechteste 26 % bis 2033) und Absenkpfad für Wohngebäude:
  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32024L1275

**Behörden / Verwaltung (Stufe B):**

- BBSR – GModG-Infoportal, **„Neuregelungen mit dem GModG"** (schrittweise Einführung der Mindestenergiestandards MEPS für bestehende Nichtwohngebäude nach § 40 GModG ab 01.01.2027, Artikel 2 und 7 des Änderungsgesetzes; Wegfall der Energieverbrauchsausweise für Nichtwohngebäude; Effizienzklassen A–G nach Anlage 10a; geänderte Primärenergiefaktoren nach § 22 i. V. m. Anlage 4):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/GModG_neu/GModG_neu-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, **„Bestandsgebäude"** (Systematik der Anforderungen an bestehende Gebäude: bedingte Anforderungen §§ 36–38, Nachrüstpflichten § 35, Erweiterung § 39, Bestandsberechnungen § 38):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Gebaeudebestand/Gebaeudebestand-node.html
- BBSR – konsolidierte nichtamtliche Lesefassung des GModG mit Kennzeichnung der Änderungen gegenüber dem GEG 2024 (PDF, Stand Artikel 1):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Downloads/DE/GMG/GModG_Kons_Lesefass.pdf?__blob=publicationFile&v=5

**Fachliche Auswertungen (Stufe C – Grundlage der noch nicht verifizierten Zahlenwerte):**

- **Öko-Zentrum NRW**, „Update zum GModG" – Auswertung von Artikel 2: Sanierungspflichten Nichtwohngebäude (§ 40 neu), Schwellenwerte 3,50fach ab 01.01.2030 und 2,95fach ab 01.01.2033, Erfüllungsfiktion (Baujahr ab 1996, Sanierung auf WSchVO 1995, überwiegende Beheizung mit Wärmepumpe/Biomasse/Fernwärme), Ausnahmen (Baudenkmale, Abrissgebäude, aufgegebene Betriebsgelände), Nachweis über bestehenden Energieausweis (0,5fach bis Ende 2032, 0,4fach ab 2033), Primärenergiefaktoren:
  https://oekozentrum.nrw/aktuelles/detail/news/update-zum-gmodg/
- **ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e. V.**, Stellungnahme zum GModG vom 11.05.2026, Abschnitt IV „Artikel 2: Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude" – § 40 GModG als Vielfaches des Referenzgebäude-Primärenergiebedarfs, Erfüllungskriterien des § 40 Abs. 3, Vorrangregel des § 106 Abs. 3 GModG, fehlende Datengrundlage zum Nichtwohngebäudebestand, Petitum gegen Bußgeldbewehrung:
  https://zia-deutschland.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_ZIA-Stellungnahme_GModG.pdf
- **gewerbepass® DEUTSCHLAND**, „GModG verkündet: Diese Stichtage und Klassengrenzen gelten jetzt wirklich" (08.08.2026) – endgültige Klassengrenzen der Anlage 10a auf Grundlage des verkündeten Gesetzestextes (A ≤ 1,00 nur für Nullemissionsgebäude, B ≤ 1,48, C ≤ 1,97, D ≤ 2,46, E ≤ 2,95, F ≤ 3,50, G > 3,50), Inkrafttreten der Energieausweis-Regeln am 01.01.2027 nach Artikel 9 des Änderungsgesetzes, Beschränkung des Verbrauchsausweises auf reine Wohngebäude (§ 82):
  https://gewerbepass.de/aktuelles-nichtwohngebaeude/gmodg-verkuendet-stichtage
- **aedifion GmbH**, „Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG): Pflichten für Nichtwohngebäude" (03.08.2026) – Einordnung des § 40 GModG als erstmalige MEPS-Einführung ab 01.01.2027, Schwellenwerte 3,50 (2030) und 2,95 (2033), Zuordnung zu den schlechtesten 16 % bzw. 26 % des Bestands (Bezugsjahr 2020), Gebäudeautomatisierung nach § 56 GModG:
  https://www.aedifion.com/en/blog/building-modernization-act-nonresidential-buildings

**Verwandte Nexvyra-Themenseiten:**

- Mindesteffizienzstandards (MEPS) für Gebäude – EU-Vorgaben und Umsetzung in Deutschland: https://nexvyra.de/fakten/meps-mindeststandards.md
- EPBD 2024 – Umsetzung in Deutschland (EU-Gebäuderichtlinie): https://nexvyra.de/fakten/epbd-2024-umsetzung.md
- Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) 2026 – was seit dem 29. Juli 2026 gilt: https://nexvyra.de/fakten/gmg-2026.md
- GModG statt GEG – Paragraphen-Konkordanz alt/neu: https://nexvyra.de/fakten/gmodg-paragraphen-konkordanz.md
- Nullemissionsgebäude nach GModG – neuer Neubaustandard ab 2028 und 2030: https://nexvyra.de/fakten/gmodg-nullemissionsgebaeude.md
- GModG § 56 – Gebäudeautomatisierung und Gebäudesteuerung in Nichtwohngebäuden: https://nexvyra.de/fakten/gmodg-56-gebaeudeautomatisierung.md
- GModG § 106 – bundesweite Solarpflicht ab 2027: https://nexvyra.de/fakten/gmodg-106-solarpflicht-bund.md
- GModG § 7 und § 88b – Pflicht zur Ökobilanzierung für Neubauten: https://nexvyra.de/fakten/gmodg-7-88b-oekobilanzierung.md
- Energieaudit nach EDL-G – Pflicht für große Unternehmen: https://nexvyra.de/fakten/energieaudit-edl-g.md
- Bedarfsausweis vs. Verbrauchsausweis – wann welcher?: https://nexvyra.de/fakten/bedarfsausweis-vs-verbrauchsausweis.md

## Änderungsverlauf

- 2026-08-23: Erstveröffentlichung. Die Seite schließt die im Bau-Report vom 22.08.2026 als offen benannte Lücke „GModG § 40 MEPS für bestehende Nichtwohngebäude". Die amtliche Paragraphenüberschrift („Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude"), die Abschnittsüberschrift („Besondere Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude"), die Existenz des flankierenden § 41 GModG sowie der Umstand, dass § 40 durch Artikel 2 eingefügt wird und bis 31.12.2026 „(weggefallen)" ist, wurden gegen BT-Drs. 21/6278 und den Referentenentwurf vom 05.05.2026 verifiziert. Das Inkrafttreten zum 01.01.2027 und die Einordnung als EPBD-Umsetzung wurden gegen das amtliche BBSR-GModG-Infoportal belegt, die EU-Zielgrößen 16 % (2030) und 26 % (2033) gegen Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie (EU) 2024/1275 und die Begründung des Referentenentwurfs, der Erfüllungsaufwand (684 Mio. Euro Wirtschaft, 50 Mio. Euro öffentliche Hand, jeweils einmalig pro Jahr über 10 Jahre) ebenfalls gegen den Referentenentwurf. Die Schwellenwerte 3,50fach (ab 2030) und 2,95fach (ab 2033), der Primärenergiefaktor 0,7 in der Vergleichsrechnung, die Erfüllungsfiktion des § 40 Abs. 3 und der vereinfachte Nachweis über den Energieausweis stammen aus fachlichen Auswertungen (Öko-Zentrum NRW, ZIA, aedifion) und sind nicht am Volltext verifiziert. factcheck_status=review_needed wegen (1) nicht auswertbarem konsolidiertem Volltext der ab 01.01.2027 geltenden Fassung, (2) nicht verifizierten Schwellenwerten bei belegter Verschiebung der Anlage-10a-Grenzen zwischen Entwurf und Verkündung, (3) unverifiziertem Primärenergiefaktor 0,7, (4) unverifizierter Absatzstruktur, (5) Widerspruch „Baujahr ab 1996" / „nach 1996", (6) ungeprüften Ausschussänderungen, (7) offener Bußgeldbewehrung, (8) unbekanntem Inhalt des § 41, (9) unverifiziertem Wortlaut der Ausnahmen und (10) nicht amtlich bestätigter Zuordnung der Schwellen zu den Effizienzklassen. | change_type=initial_publication reviewed_by="Nexvyra-Bau-Agent (automatisiert)" field="topic_lifecycle" new="published"

## Stand

- Stand: 2026-08-23
- Gültig ab: 2027-01-01 (Inkrafttreten Artikel 2 und 7 des Änderungsgesetzes)
- Status: verkündet, aber noch nicht in Kraft (`enacted_not_yet_in_force`)
- Vorbehalt: Wortlaut, Absatzstruktur und Zahlenwerte des § 40 GModG nicht aus der konsolidierten Fassung verifiziert; Schwellenwerte 3,50 / 2,95, Primärenergiefaktor 0,7, Erfüllungsfiktion und Energieausweis-Nachweis stehen unter Prüfvorbehalt
- Quellenautorität: A (BT-Drs. 21/6278 und Referentenentwurf als Gesetzgebungsmaterial, BGBl. 2026 I Nr. 226 als Verkündungsnachweis, Richtlinie (EU) 2024/1275 als Unionsrecht; BBSR-GModG-Infoportal als amtliche Verwaltungsquelle) – Zahlenwerte derzeit nur Stufe C
- Lizenz: CC BY 4.0
- factcheck_status: review_needed
