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title: GModG § 44 – Solarthermische Anlage und Solarthermie-Hybridheizung als Heizungsoption und Ersatzoption der Bio-Treppe (Stand 2026)
slug: gmodg-44-solarthermie-hybridheizung
topic: bau-sanierungsrecht
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jurisdiction: DE
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# GModG § 44 – Solarthermische Anlage und Solarthermie-Hybridheizung als Heizungsoption und Ersatzoption der Bio-Treppe (Stand 2026)

## Kurzantwort

Seit dem **29. Juli 2026** heißt das Gebäudeenergiegesetz **Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)** (verkündet als [BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026](https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html)). Die pauschale 65-%-Erneuerbare-Pflicht der §§ 71 ff. GEG ist entfallen; die zulässigen Heizungsoptionen stehen jetzt in **§ 42 Abs. 2 GModG**, spezifiziert durch die **§§ 43 bis 47 GModG**.

Die **solarthermische Anlage** hat dabei eine **Doppelrolle**:

1. **Als eigenständige Erfüllungsoption** nach § 42 Abs. 1 GModG darf sie in ein Gebäude oder Gebäudenetz eingebaut werden (§ 42 Abs. 2 i. V. m. § 43 Abs. 3 sowie § 44 GModG). Nach [amtlicher Darstellung des BBSR](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Solarthermie/Solarthermie-node.html) ist die **vollständige** Wärmeversorgung eines Gebäudes allein durch Solarthermie wegen der nötigen Kollektorflächen und Speichergrößen jedoch **ein Sonderfall**. Praktisch relevanter ist die **Solarthermie-Hybridheizung**, also die Kombination mit einer Gas-, Heizöl-, Flüssiggas- oder Biomassefeuerung (§ 42 Abs. 2 i. V. m. § 44 GModG).

2. **Als Ersatzoption der Bio-Treppe:** Wer eine neue Gas-, Heizöl- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss nach § 43 Abs. 1 GModG steigende Mindestanteile klimafreundlicher Brennstoffe einhalten (**10 % ab 01.01.2029, 15 % ab 01.01.2030, 30 % ab 01.01.2035, 60 % ab 01.01.2040**). Dieser Pflichtanteil kann nach **§ 43 Abs. 3 GModG ganz oder teilweise durch eine solarthermische Anlage** ersetzt werden.

Der entscheidende praktische Punkt: Im Zeitraum **01.01.2029 bis 31.12.2034** lassen sich die 10-%- und die 15-%-Stufe **nachweislos** – also ohne Ertragsberechnung – allein über **Mindest-Aperturflächen** erfüllen: **0,04 m² je m² Nutzfläche** bei Wohngebäuden mit **höchstens zwei Wohneinheiten**, **0,03 m² je m² Nutzfläche** bei Wohngebäuden mit **mehr als zwei Wohneinheiten** sowie bei **Nichtwohngebäuden** (§ 43 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GModG). **Ab dem 01.01.2035** steigt die Bio-Treppe auf 30 %; ein Flächennachweis genügt dann nicht mehr. Wer mehr als 15 % anrechnen will, muss den konkreten Solaranteil durch eine **fachkundige Person nach § 88 GModG** oder eine **Unternehmererklärung** nachweisen.

**Produktanforderung:** Kollektoren bzw. die Anlage müssen nach **§ 44 GModG** mit dem europäischen Prüfzeichen **„Solar Keymark"** zertifiziert sein, soweit keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht.

**Vorbehalt:** Der amtliche Volltext des § 44 GModG konnte zum Redaktionszeitpunkt nicht aus einer konsolidierten Fassung abgerufen werden (gesetze-im-internet.de lieferte keinen Inhalt). Alle Werte stützen sich auf das **amtliche GModG-Infoportal des BBSR/BBR** (gmodg.bund.de) und den Verkündungsnachweis im Bundesgesetzblatt. Diese Seite wird deshalb mit `factcheck_status: review_needed` geführt – siehe Abschnitt „Offene Punkte".

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage Erfüllungsoption | **§ 42 Abs. 1 und 2 GModG** i. V. m. **§ 43 Abs. 3** sowie **§ 44 GModG** |
| Rechtsgrundlage Hybrid | **§ 42 Abs. 2 GModG** i. V. m. **§ 44 GModG** (Solarthermie-Hybridheizung) |
| Gesetzesname | **Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)** – vorher Gebäudeenergiegesetz (GEG) |
| Verkündung | **BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026**, Ausfertigung **23.07.2026** |
| Inkrafttreten Heizungsteil | **29.07.2026** (Artikel 1, 5, 6 und 8) |
| Entfallenes Vorgängerrecht | **§ 71e GEG** (Solarthermie als Erfüllungsoption der 65-%-Pflicht), **§ 71h GEG** (Solarthermie-Hybridheizung) |
| Produktanforderung (§ 44) | Kollektoren bzw. Anlage mit Prüfzeichen **„Solar Keymark"** zertifiziert, soweit keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht |
| Zulässige Hybrid-Kombinationen | solarthermische Anlage + **Gas-, Heizöl-, Flüssiggas- oder Biomassefeuerung** |
| Bio-Treppe (§ 43 Abs. 1) | **10 % ab 01.01.2029 · 15 % ab 01.01.2030 · 30 % ab 01.01.2035 · 60 % ab 01.01.2040** |
| Solarthermie als Ersatzoption | **§ 43 Abs. 3 GModG** – ganz oder teilweise anrechenbar auf den Pflichtanteil |
| Nachweislose Erfüllung – Zeitraum | **01.01.2029 bis 31.12.2034** (10-%- und 15-%-Stufe) |
| Mindest-Aperturfläche WG ≤ 2 WE | **0,04 m² je m² Nutzfläche** (§ 43 Abs. 3 Nr. 1 GModG) |
| Mindest-Aperturfläche WG > 2 WE / NWG | **0,03 m² je m² Nutzfläche** (§ 43 Abs. 3 Nr. 2 GModG) |
| Ab 01.01.2035 | Flächennachweis genügt nicht mehr; Anrechnung über 15 % nur mit **Nachweis durch fachkundige Person nach § 88 GModG** oder **Unternehmererklärung** |
| Weitere Ersatzoptionen der Bio-Treppe | raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung (**§ 43 Abs. 4**), Wärmepumpen-Hybridheizung (**§ 43 Abs. 5**) |
| Havariefall | **12 Monate** Übergangsfrist bei irreparablem Ausfall der Bestandsheizung |
| Verantwortlich für Bio-Treppe | der **Betreiber** der Heizungsanlage, wenn Eigentümer ≠ Betreiber |
| Vollversorgung nur mit Solarthermie | nach BBSR in der Praxis ein **Sonderfall** (Kollektorfläche, Speichergröße) |
| Geltung | gleichermaßen für **Gebäude** und **Gebäudenetze**; militärisch genutzte Gebäude ausgenommen (§ 42 GModG) |

## Geltungsbereich

§ 44 GModG gehört zum neuen Regelungsblock **§§ 42 bis 47 GModG** über die Anforderungen an neu eingebaute Heizungsanlagen. Nach [§ 42 GModG](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Erfuellungsoptionen-node.html) muss eine neu eingebaute Heizungsanlage einer der in Absatz 2 genannten Optionen oder einer Kombination daraus entsprechen. Die Vorschriften gelten **gleichermaßen beim Einbau in ein Gebäude wie in ein Gebäudenetz**. Militärisch genutzte Gebäude sind ausgenommen.

Der Optionskatalog des § 42 Abs. 2 GModG umfasst neben der Solarthermie unter anderem: Gas-/Heizöl-/Flüssiggasheizung mit Bio-Treppe (§ 43), elektrisch angetriebene Wärmepumpe, Biomasse- oder Wasserstoffheizung (§ 45, § 3), Wärmepumpen-Hybridheizung (§ 43 Abs. 5), hocheffiziente KWK-Anlage, Stromdirektheizung (§ 46), Hausübergabestation zum Anschluss an ein Wärmenetz sowie andere innovative Heizungslösungen.

Adressat der Bio-Treppe ist grundsätzlich der Gebäudeeigentümer; **fällt Eigentum und Betrieb auseinander, ist der Betreiber der Heizungsanlage verantwortlich**. Für Heizungen, die wegen eines **Havariefalls** (irreparabler Ausfall der bestehenden Anlage) eingebaut werden, gilt eine **Übergangsfrist von 12 Monaten**.

## Die zwei Funktionen der Solarthermie im GModG

### 1. Eigenständige Erfüllungsoption (§ 42 Abs. 1, § 44)

Eine solarthermische Anlage darf als alleinige Heizungsoption eingebaut werden. Voraussetzung ist die Zertifizierung nach § 44 GModG (Solar Keymark, soweit keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht). Das BBSR weist ausdrücklich darauf hin, dass die vollständige Beheizung eines Gebäudes allein mit Solarthermie wegen der erforderlichen Kollektorflächen und Speichergrößen **in der Praxis ein Sonderfall** ist. Der Regelfall ist deshalb die **Solarthermie-Hybridheizung**: die Kombination der solarthermischen Anlage mit einer weiteren Erfüllungsoption nach § 42 Abs. 1 GModG.

### 2. Ersatzoption für die Bio-Treppe (§ 43 Abs. 3)

Wird eine neue Gas-, Heizöl- oder Flüssiggasheizung eingebaut, verlangt § 43 Abs. 1 GModG, dass ein festgelegter Prozentsatz der bereitgestellten Wärme aus **Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder grünem, blauem, orangenem oder türkisem Wasserstoff** (einschließlich daraus hergestellter Derivate) erzeugt wird. Dieser Pflichtanteil – die **Bio-Treppe** – kann nach § 43 Abs. 3 GModG **ganz oder teilweise durch die Nutzung einer solarthermischen Anlage** erfüllt werden.

**Nachweislose Erfüllung über die Aperturfläche (01.01.2029 – 31.12.2034):**

| Gebäudetyp | Mindest-Aperturfläche | Fundstelle |
|---|---|---|
| Wohngebäude mit **höchstens 2 Wohneinheiten** | **0,04 m² je m² Nutzfläche** | § 43 Abs. 3 Nr. 1 GModG |
| Wohngebäude mit **mehr als 2 Wohneinheiten** sowie **Nichtwohngebäude** | **0,03 m² je m² Nutzfläche** | § 43 Abs. 3 Nr. 2 GModG |

Wer diese Flächen erreicht, erfüllt die in diesem Zeitraum geltenden Pflichtanteile von **10 %** (ab 01.01.2029) beziehungsweise **15 %** (ab 01.01.2030) **ersatzweise und ohne gesonderten Ertragsnachweis**.

**Ab 01.01.2035:** Die Bio-Treppe steigt auf **30 %**. Der bloße Flächennachweis reicht dann nicht mehr aus, weil damit nur bis zu 15 % nachweislos abgedeckt sind. Soll ein **höherer Anteil als 15 %** angerechnet werden, muss der Gebäudeeigentümer den konkreten Anteil durch eine **fachkundige Person nach § 88 GModG** oder durch eine **Unternehmererklärung** nachweisen.

## Rechenbeispiel

Ein Einfamilienhaus (eine Wohneinheit) mit **160 m² Nutzfläche** erhält 2027 eine neue Gas-Brennwertheizung. Damit greift ab 01.01.2029 die Bio-Treppe. Der Eigentümer will die 10-%- und die 15-%-Stufe über Solarthermie abdecken, ohne Ertragsnachweise führen zu müssen.

Erforderliche Aperturfläche: 160 m² × 0,04 m²/m² = **6,4 m² Aperturfläche**.

Erreicht die installierte, Solar-Keymark-zertifizierte Anlage mindestens diese Aperturfläche, gilt der Pflichtanteil von 10 % ab 2029 und von 15 % ab 2030 **ohne weiteren Nachweis** als erfüllt. Ab **01.01.2035** (30-%-Stufe) trägt diese Konstruktion nicht mehr: Für die dann fehlenden 15 Prozentpunkte braucht er entweder tatsächlich klimafreundliche Brennstoffe, eine andere Ersatzoption (raumlufttechnische Anlage nach § 43 Abs. 4, Wärmepumpen-Hybridheizung nach § 43 Abs. 5) oder einen individuellen Nachweis des höheren Solaranteils durch eine fachkundige Person nach § 88 GModG.

*Hinweis: Das Rechenbeispiel ist eine Anwendung der amtlich belegten Flächenwerte, keine eigene amtliche Quelle. Maßgeblich ist der Nutzflächenbegriff des GModG.*

## Häufige Fehler

- **Fehlannahme: „Solarthermie erfüllt die Bio-Treppe dauerhaft."** Falsch – die nachweislose Erfüllung über die Aperturfläche gilt nur für die **10-%- und 15-%-Stufe** im Zeitraum **01.01.2029 bis 31.12.2034**. Ab 2035 (30 %) ist ein individueller Nachweis erforderlich.
- **Fehlannahme: „Die Aperturfläche entspricht der Dachfläche oder der Bruttokollektorfläche."** Falsch – maßgeblich ist die **Aperturfläche**, also die tatsächlich lichteinfangende Fläche des Kollektors. Sie ist kleiner als die Brutto- oder Modulfläche.
- **Fehlannahme: „0,04 m²/m² gilt für alle Gebäude."** Falsch – **0,04 m²/m²** gilt nur für Wohngebäude mit **höchstens zwei Wohneinheiten**; bei mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden sind es **0,03 m²/m²**.
- **Fehlannahme: „Jeder Solarkollektor ist zulässig."** Falsch – nach § 44 GModG ist die Zertifizierung mit dem Prüfzeichen **„Solar Keymark"** verlangt, soweit keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht.
- **Fehlannahme: „§ 71e GEG gilt weiter."** Falsch – die alten Erfüllungsoptionen der 65-%-Pflicht (§§ 71b bis 71h GEG, darunter § 71e Solarthermie und § 71h Hybridheizung) sind mit dem GModG **entfallen**. Ratgeber, die noch mit der 65-%-Pflicht argumentieren, sind veraltet.
- **Fehlannahme: „Der Vermieter trägt die Bio-Treppe allein."** Nicht zwingend – ist der Eigentümer nicht Betreiber der Heizungsanlage, ist der **Betreiber** verantwortlich. Für Mietverhältnisse regeln zudem die neuen **§§ 5a, 5b CO2KostAufG** die Aufteilung der Mehrkosten.
- **Verwechslung GModG-Pflicht und BEG-Förderung.** Die Anforderungen des § 44 GModG sind **ordnungsrechtlich**. Für die **BEG-Förderung** einer Solarthermieanlage gelten eigene, davon unabhängige technische Förderbedingungen (siehe Themenseite „Solarthermie – BEG-EM-Förderung 2026").

## Abgrenzung zu benachbarten Regelungen

- **§ 43 GModG (Bio-Treppe):** enthält die Stufenwerte und die Anrechnungsregel für Solarthermie (Abs. 3) sowie die weiteren Ersatzoptionen (Abs. 4 raumlufttechnische Anlage, Abs. 5 Wärmepumpen-Hybridheizung). Siehe Themenseite „GModG ,Bio-Treppe' (§ 43)".
- **§ 45 GModG:** Biomasse- und Wasserstoff-Heizungsanlage. Siehe Themenseite „GModG § 45".
- **§ 46 GModG:** Stromdirektheizung mit erhöhten Anforderungen an die Gebäudehülle.
- **§ 42a GModG:** Grüngas-/Grünheizölquote – die Bundesregierung legt bis **01.12.2026** ein Gesetz vor, das Inverkehrbringer verpflichtet, die zur Gebäudewärmeversorgung in Verkehr gebrachten Brennstoffe **ab 2045 vollständig auf klimaneutrale Brennstoffe** umzustellen.
- **§ 106 GModG:** bundesweite Solarpflicht (Photovoltaik) für zu errichtende Gebäude – **nicht** zu verwechseln mit der Solarthermie-Option nach § 44. § 106 betrifft **Stromerzeugung**, § 44 **Wärmeerzeugung**.
- **§ 111 GModG:** allgemeines Übergangsrecht (Stichtag Bauantrag/Kenntnisgabe, Optierungsrecht des Bauherrn).

## Offene Punkte (Grund für factcheck_status = review_needed)

1. **Amtlicher Volltext des § 44 GModG nicht verifiziert.** Der Abruf von `gesetze-im-internet.de` (Einzelnorm und Inhaltsverzeichnis) lieferte zum Redaktionszeitpunkt keinen Inhalt. Der genaue Wortlaut und die Absatzstruktur des § 44 sind daher nicht aus einer konsolidierten Fassung belegt.
2. **Uneinheitliche Paragraphenzuordnung in den amtlichen Quellen.** Die BBSR-Übersichtsseite „Optionen beim Heizungseinbau" ordnet die **Solarthermie-Hybridheizung** dem **§ 44 GModG** zu, die Detailseite „Nutzung von Solarthermie" verortet die **Aperturflächenwerte** dagegen in **§ 43 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GModG**. Welche Regelung genau in § 44 und welche in § 43 Abs. 3 steht, ist ohne Volltext nicht abschließend zu klären.
3. **Reichweite der Solar-Keymark-Pflicht.** Die BBSR-Detailseite formuliert die Zertifizierungspflicht allgemein; nichtamtliche Darstellungen beschränken sie auf Anlagen mit **flüssigen Wärmeträgern**. Die genaue Tatbestandsfassung des § 44 ist offen.
4. **Nutzflächenbegriff.** Die Bezugsgröße „Nutzfläche" ist im GModG definiert (BBSR-Glossar); ob für die Aperturflächenberechnung die Nutzfläche nach GModG oder eine abweichende Bezugsfläche maßgeblich ist, ließ sich ohne Volltext nicht endgültig verifizieren.
5. **Endstichtag 31.12.2034.** Der Zeitraum der nachweislosen Erfüllung („01.01.2029 bis 31. Dezember 2034") stammt aus dem Fließtext der BBSR-Detailseite und ist nicht aus dem Gesetzeswortlaut belegt.

Empfehlung: Nachverifikation, sobald die konsolidierte Fassung des GModG auf gesetze-im-internet.de abrufbar ist oder die BBSR-Lesefassung (PDF) ausgewertet wurde.

## Quellen

**Amtliche Primärquellen (Stufe A):**

- Bundesgesetzblatt – „Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften im Wärmebereich", BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026 (Ausfertigung 23.07.2026):
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html
- Regierungsentwurf (Kabinettfassung) zum Gebäudemodernisierungsgesetz vom 08.06.2026, BT-Drs. 21/6278:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106278.pdf
- Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie vom 08.07.2026 (u. a. Neuaufnahme des § 42a Grüngas-/Grünheizölquote), BT-Drs. 21/7009:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107009.pdf
- Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung, BT-Drs. 21/6565:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106565.pdf

**Behörden / Verwaltung (Stufe B – BBSR/BBR, amtliches GModG-Infoportal):**

- BBSR – GModG-Infoportal, „Nutzung von Solarthermie" (Solar-Keymark-Pflicht nach § 44 GModG, Aperturflächen 0,04 / 0,03 m² je m² Nutzfläche, Zeitraum 01.01.2029–31.12.2034, Nachweis durch fachkundige Person nach § 88 GModG ab Anteilen über 15 %, Solarthermie-Hybridheizung, Sonderfall Vollversorgung):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Solarthermie/Solarthermie-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Optionen beim Heizungseinbau" (§ 42 GModG, vollständiger Optionskatalog, Zuordnung Solarthermie zu § 43 Abs. 3 und § 44, Solarthermie-Hybridheizung nach § 44, Geltung für Gebäude und Gebäudenetze, Ausnahme militärisch genutzter Gebäude):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Erfuellungsoptionen-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Gas- und Ölheizungen" (Bio-Treppe-Stufen 10/15/30/60 %, Ersatzoptionen nach § 43 Abs. 3–5, Havarie-Übergangsfrist 12 Monate, Betreiberverantwortung, § 42a Grüngas-/Grünheizölquote bis 01.12.2026, Mieterschutz):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/GasOel/GasOel-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Gebäudemodernisierungsgesetz: Inhalt und Verfahren" (Verkündung, Inkrafttretensstufen, Streichung der §§ 71 sowie 71b bis 72 GEG, Bio-Treppe-Grafik, Hybridheizungen bis 2035):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/Home/startseite/GModG_News/GModG_News-node.html
- BBSR – konsolidierte nichtamtliche Lesefassung des GModG mit Kennzeichnung der Änderungen gegenüber dem GEG 2024 (PDF):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Downloads/DE/GMG/GModG_Kons_Lesefass.pdf?__blob=publicationFile&v=5
- BBSR – GModG-Infoportal, Glossareintrag „Aperturfläche":
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Glossareintraege/DE/A/aperturflaeche.html
- BBSR – GModG-Infoportal, Glossareintrag „Bio-Treppe":
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Glossareintraege/DE/B/Bio-Treppe.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Übergangsrecht" (§ 111 GModG, Stichtage, Optierungsrecht):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/WeitereRegelungen/Uebergangsrecht/Uebergangsrecht-node.html
- BMWSB/BMWE – gemeinsame Pressemitteilung zum GModG (Kabinettbeschluss 13.05.2026):
  https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2026/05/pm-gmodg.html
- BMWE – Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (PDF, Fassung 13.05.2026):
  https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/Gesetz/2026/20260513-entwurf-eines-gesetzes-zur-aenderung-des-gebaeudeenergiegesetzes.pdf?__blob=publicationFile&v=6

**Vorgängerrecht (zur Abgrenzung, Stufe A):**

- § 71e GEG a. F. – Solarthermische Anlage als Erfüllungsoption der 65-%-Pflicht (mit dem GModG aufgehoben):
  https://lxgesetze.de/geg/71e
- § 71h GEG a. F. – Wärmepumpen- und Solarthermie-Hybridheizung (mit dem GModG aufgehoben):
  https://lxgesetze.de/geg/71h
- § 111 GEG/GModG – Allgemeine Übergangsvorschriften (Stichtag Bauantrag, Optierungsrecht):
  https://lxgesetze.de/geg/111

**Nicht abrufbare Quelle (dokumentiert für die Nachverifikation):**

- Konsolidierte Fassung des GModG auf gesetze-im-internet.de – Abruf am 16.08.2026 lieferte leere Antwort (weder Inhaltsverzeichnis noch Einzelnorm § 44):
  https://www.gesetze-im-internet.de/geg/index.html

## Änderungsverlauf

- 2026-08-18: Tote Quellen-URL automatisch ersetzt. § 71h GEG a. F. ist durch das GModG aufgehoben; gesetze-im-internet.de fuehrt aufgehobene Paragraphen nicht mehr (HTTP 404). Ersetzt durch die Archivfassung auf lxgesetze.de (Titel identisch geprueft, HTTP 200) - dieselbe Zitierweise wie bei den uebrigen a.-F.-Verweisen im Bestand. Zusaetzlich inhaltlicher Faktencheck gegen den amtlichen GModG-Volltext durchgefuehrt; Aenderungsvorschlag liegt in content/proposals/2026-08-18-gmodg-44-solarthermie-hybridheizung.md, deshalb factcheck_status=review_proposed. | change_type=source_update field="sources" old="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__71h.html" new="https://lxgesetze.de/geg/71h" reviewed_by="Nexvyra Faktencheck-Bot"
- 2026-08-16: Erstveröffentlichung. Themenwahl: Von den GModG-Heizungsoptionen (§§ 42–47) waren die Bio-Treppe (§ 43), die Biomasse-/Wasserstoffheizung (§ 45), das Nullemissionsgebäude und die Solarpflicht (§ 106) bereits abgedeckt; **§ 44 (Solarthermie / Solarthermie-Hybridheizung)** war die verbliebene Lücke im Optionskatalog und die einzige Option mit konkreten, quantifizierten Anforderungen (Aperturflächen), die auf keiner bestehenden Nexvyra-Seite standen. Vor dem Anlegen wurde geprüft, dass `gmodg-biotreppe.md` die Aperturflächenwerte, den Solar-Keymark-Bezug und den Stichtag 31.12.2034 **nicht** enthält (nur ein allgemeiner Satz zu Hybridheizungen) – keine Überschneidung, keine bestehende Datei überschrieben. Verifiziert gegen das amtliche BBSR/BBR-GModG-Infoportal (gmodg.bund.de): Bio-Treppe-Stufen 10 % / 15 % / 30 % / 60 % zu den Stichtagen 01.01.2029 / 2030 / 2035 / 2040, Aperturflächen 0,04 m² je m² Nutzfläche (WG ≤ 2 WE) und 0,03 m² je m² Nutzfläche (WG > 2 WE und NWG) nach § 43 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GModG, nachweislose Erfüllung im Zeitraum 01.01.2029–31.12.2034, Nachweispflicht durch fachkundige Person nach § 88 GModG oder Unternehmererklärung für Anteile über 15 %, Solar-Keymark-Zertifizierung nach § 44 GModG, Kombinationsmöglichkeiten der Solarthermie-Hybridheizung (Gas/Heizöl/Flüssiggas/Biomasse), 12-monatige Havarie-Übergangsfrist, Betreiberverantwortung bei Auseinanderfallen von Eigentum und Betrieb, § 42a Grüngas-/Grünheizölquote (Gesetz bis 01.12.2026, Umstellung ab 2045). Verkündungsdaten (BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026, Ausfertigung 23.07.2026, Bundestags- und Bundesratsbeschluss 10.07.2026, Inkrafttreten Artikel 1/5/6/8 am 29.07.2026) gegen recht.bund.de und das BBSR-Portal abgeglichen. factcheck_status=review_needed, weil (1) der amtliche Volltext des § 44 GModG nicht abrufbar war, (2) die beiden BBSR-Seiten die Aperturflächen unterschiedlich zuordnen (§ 44 vs. § 43 Abs. 3), (3) die Reichweite der Solar-Keymark-Pflicht (nur flüssige Wärmeträger?) unklar ist, (4) der maßgebliche Nutzflächenbegriff nicht aus dem Volltext belegt ist und (5) der Endstichtag 31.12.2034 nur aus dem BBSR-Fließtext stammt. | change_type=initial_publication reviewed_by="Nexvyra-Bau-Agent (automatisiert)" field="topic_lifecycle" new="published"

## Stand

- Stand: 2026-08-16
- Gültig ab: 2026-07-29 (Inkrafttreten Artikel 1, 5, 6 und 8 des Änderungsgesetzes)
- Status: aktuell (in_force)
- Vorbehalt: amtlicher Volltext des § 44 GModG nicht verifiziert; Paragraphenzuordnung der Aperturflächen (§ 44 vs. § 43 Abs. 3), Reichweite der Solar-Keymark-Pflicht, Nutzflächenbegriff und Endstichtag 31.12.2034 stehen unter Prüfvorbehalt
- Quellenautorität: A (Bundesgesetzblatt/recht.bund.de als Verkündungsnachweis, Bundestagsdrucksachen; BBSR/BBR-GModG-Infoportal als amtliche Verwaltungsquelle)
- Hinweis für den Betrieb: Das GEG-Infoportal des BBSR ist von `bbsr-geg.bund.de` nach `gmodg.bund.de` umgezogen; ältere Nexvyra-Quellenlinks auf `bbsr-geg.bund.de` sollten auf tote Links geprüft werden.
- Lizenz: CC BY 4.0
- factcheck_status: review_needed
