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title: Halten und Parken 2026 – Halt- und Parkverbote, Gehwegparken, Parkscheibe und Bewohnerparken (§§ 12, 13 StVO)
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# Halten und Parken 2026 – Halt- und Parkverbote, Gehwegparken, Parkscheibe und Bewohnerparken (§§ 12, 13 StVO)

## Kurzantwort

**Halten** ist jede gewollte Fahrtunterbrechung, die kein Parken ist; **Parken** liegt nach **§ 12 Abs. 2 StVO** vor, wenn das Fahrzeug **verlassen** wird oder das Halten **länger als drei Minuten** dauert. Diese Abgrenzung entscheidet, welches Verbot greift: **§ 12 Abs. 1 StVO** zählt fünf Stellen auf, an denen schon das **Halten** unzulässig ist (enge und unübersichtliche Straßenstellen, scharfe Kurven, Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen, Bahnübergänge sowie vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten). **§ 12 Abs. 3 StVO** verbietet zusätzlich das **Parken** – unter anderem bis **5 m** vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen (bei baulich angelegtem Radweg rechts der Fahrbahn **8 m** vor der Kreuzung), vor Grundstücksein- und -ausfahrten sowie **vor Bordsteinabsenkungen**. Geparkt wird grundsätzlich **rechts**, auf dem rechten Seitenstreifen oder am rechten Fahrbahnrand (§ 12 Abs. 4 StVO); **auf dem Gehweg darf nur geparkt werden, wo das ausdrücklich erlaubt ist** – dann nur auf dem rechten Gehweg (§ 12 Abs. 4a StVO). **§ 13 StVO** regelt Parkuhr, Parkschein und **Parkscheibe** (Zeiger auf den Strich der halben Stunde, die dem Anhalten folgt) und stellt Handyparken sowie das Ein- und Aussteigen und das Be- und Entladen frei. **Bewohnerparken** beruht auf **§ 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2a StVO**; der Ausweis wird nach § 46 StVO erteilt. Verstöße gegen § 12 und § 13 StVO sind **Ordnungswidrigkeiten** nach **§ 49 Abs. 1 Nr. 12 und Nr. 13 StVO** in Verbindung mit § 24 StVG.

## Kernfakten

| Frage | Antwort |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 12 StVO (Halten und Parken), § 13 StVO (Einrichtungen zur Überwachung der Parkzeit), § 14 StVO (Ein- und Aussteigen), § 45 Abs. 1b StVO (Bewohnerparken), § 46 StVO (Bewohnerparkausweis) |
| Abgrenzung | Parken = Fahrzeug verlassen **oder** länger als 3 Minuten halten (§ 12 Abs. 2 StVO) |
| Halten unzulässig | enge/unübersichtliche Straßenstellen, scharfe Kurven, Ein- und Ausfädelungsstreifen, Bahnübergänge, vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten (§ 12 Abs. 1 StVO) |
| Parken unzulässig | 5 m vor/hinter Kreuzung und Einmündung (8 m vor der Kreuzung bei baulichem Radweg rechts), Blockieren gekennzeichneter Parkflächen, vor Grundstücksein- und -ausfahrten (auf schmalen Fahrbahnen auch gegenüber), über Schachtdeckeln beim erlaubten Gehwegparken, vor Bordsteinabsenkungen (§ 12 Abs. 3 StVO) |
| Lkw-Nachtparkverbot | Kfz über 7,5 t und Anhänger über 2 t zGM: kein regelmäßiges Parken 22–6 Uhr sowie sonn- und feiertags in Wohn-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten (§ 12 Abs. 3a StVO) |
| Anhänger ohne Zugfahrzeug | höchstens **zwei Wochen** (§ 12 Abs. 3b StVO) |
| Grundregel Aufstellung | rechter Seitenstreifen bzw. rechter Fahrbahnrand; links nur bei Schienen rechts oder in Einbahnstraßen (§ 12 Abs. 4 StVO) |
| Gehwegparken | nur wo erlaubt, dann nur rechter Gehweg (in Einbahnstraßen rechts oder links) – § 12 Abs. 4a StVO |
| Parklücke | Vorrang hat, wer sie zuerst unmittelbar erreicht; Vorbeifahren zum Rückwärtseinparken schadet nicht (§ 12 Abs. 5 StVO) |
| Parkscheibe | Zeiger auf den Strich der **halben Stunde**, die dem Anhalten folgt; von außen gut lesbar (§ 13 Abs. 2 StVO) |
| Freistellung | Ein-/Aussteigen und Be-/Entladen benötigen keine Parkscheibe/Parkschein (§ 13 Abs. 4 StVO) |
| Bewohnerparken | § 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2a StVO, Anordnung im Einvernehmen mit der Gemeinde (§ 45 Abs. 1b Satz 3 StVO) |
| Sanktion | Ordnungswidrigkeit nach § 49 Abs. 1 Nr. 12 (§ 12 StVO) bzw. Nr. 13 (§ 13 StVO) i. V. m. § 24 StVG; Regelsätze aus der Anlage zu § 1 Abs. 1 BKatV |

## Halten oder Parken? Die Drei-Minuten-Grenze

Die StVO unterscheidet drei Zustände: **Fahren**, **Halten** und **Parken**. Halten ist die gewollte Fahrtunterbrechung – im Gegensatz zum verkehrsbedingten Warten an einer roten Ampel oder im Stau, das rechtlich kein Halten ist. Wann aus Halten Parken wird, sagt **§ 12 Abs. 2 StVO** eindeutig: „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt." Beide Merkmale wirken **alternativ**: Wer aussteigt und sich vom Fahrzeug entfernt, parkt sofort – auch nach zehn Sekunden. Wer sitzen bleibt, hält bis zum Ablauf der dritten Minute.

Die Abgrenzung ist praktisch entscheidend, weil an vielen Stellen nur das **Parken** verboten ist, das kurze Halten aber erlaubt bleibt – etwa vor einer Grundstückseinfahrt oder bis 5 m vor einer Kreuzung. Umgekehrt gilt: Wo schon das **Halten** verboten ist (§ 12 Abs. 1 StVO, Zeichen 283), ist erst recht das Parken untersagt.

## § 12 Abs. 1 StVO – wo schon das Halten unzulässig ist

Das Halten ist nach § 12 Abs. 1 StVO an fünf Stellen unzulässig:

1. an **engen und unübersichtlichen Straßenstellen**,
2. im Bereich **scharfer Kurven**,
3. auf **Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen**,
4. auf **Bahnübergängen**,
5. **vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten**.

Zur Feuerwehrzufahrt hat das **Bundesverwaltungsgericht** mit Urteil vom **21. März 2024 – 3 C 13.22** (BVerwGE 182, 38) entschieden, dass „amtlich gekennzeichnet" **nicht** voraussetzt, dass die Kennzeichnung ihren amtlichen Charakter äußerlich erkennen lässt – ein Siegel auf dem Schild ist also nicht erforderlich. Notwendig ist aber eine **Beteiligung einer amtlichen Stelle**: Eine allein von einer Privatperson veranlasste Beschilderung genügt nicht; eine behördlich veranlasste, aber privat angebrachte Kennzeichnung reicht dagegen aus.

Neben § 12 Abs. 1 StVO ergeben sich Haltverbote aus der Beschilderung: **Zeichen 283** (absolutes Haltverbot, Anlage 2 Nummer 62), **Zeichen 286** (eingeschränktes Haltverbot, Anlage 2 Nummer 63) und **Zeichen 290.1/290.2** (eingeschränktes Haltverbot für eine Zone, Anlage 2 Nummer 64).

## § 12 Abs. 3 StVO – die Parkverbote im Einzelnen

Unabhängig von jeder Beschilderung ist das **Parken** unzulässig:

- **vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 m** von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten; ist in Fahrtrichtung rechts neben der Fahrbahn ein Radweg **baulich angelegt**, gilt **vor** Kreuzungen und Einmündungen ein Abstand von **8 m**;
- wenn es die **Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert**;
- **vor Grundstücksein- und -ausfahrten**, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen **gegenüber**;
- **über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen**, wo durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung (Anlage 2 Nummer 74) das Parken auf Gehwegen erlaubt ist;
- **vor Bordsteinabsenkungen**.

Der 5-Meter-Abstand wird von den **Schnittpunkten der Fahrbahnkanten** gemessen, nicht vom Ende der Bordsteinrundung – ein häufiger Irrtum. Das Verbot vor Bordsteinabsenkungen schützt Rollstuhlnutzer, Menschen mit Kinderwagen und querende Fußgänger und gilt unabhängig davon, ob eine Einfahrt dahinterliegt.

Für schwere Fahrzeuge kommt **§ 12 Abs. 3a StVO** hinzu: Mit Kraftfahrzeugen über **7,5 t** zulässiger Gesamtmasse sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über **2 t** zGM ist innerhalb geschlossener Ortschaften das **regelmäßige Parken von 22.00 bis 06.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen** in reinen und allgemeinen Wohngebieten, in Erholungs-Sondergebieten, in Kurgebieten und in Klinikgebieten unzulässig. Ausgenommen sind entsprechend gekennzeichnete Parkplätze und Linienomnibusse an Endhaltestellen. **§ 12 Abs. 3b StVO** begrenzt das Abstellen von **Anhängern ohne Zugfahrzeug** auf höchstens **zwei Wochen**.

## Wo und wie geparkt wird: rechts, platzsparend, Parklücken-Vorrang

Nach **§ 12 Abs. 4 StVO** ist zum Parken der **rechte Seitenstreifen** zu benutzen – dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen –, wenn er ausreichend befestigt ist; sonst ist an den **rechten Fahrbahnrand** heranzufahren. Für das bloße Halten gilt das in der Regel ebenso; jedenfalls muss man auch dazu auf der rechten Fahrbahnseite rechts bleiben. **Links** gehalten und geparkt werden darf nur, soweit auf der rechten Seite **Schienen** liegen, sowie in **Einbahnstraßen** (Zeichen 220). Im **Fahrraum von Schienenfahrzeugen** darf nicht gehalten werden. Taxen dürfen, wenn die Verkehrslage es zulässt, neben haltenden oder parkenden Fahrzeugen Fahrgäste ein- oder aussteigen lassen.

**§ 12 Abs. 5 StVO** regelt den Streit um die Parklücke: Vorrang hat, **wer sie zuerst unmittelbar erreicht**. Dieser Vorrang bleibt erhalten, wenn der Berechtigte an der Lücke vorbeifährt, um **rückwärts einzuparken**, oder wenn sonst zusätzliche Fahrbewegungen nötig sind. Dasselbe gilt, wenn an einer frei werdenden Lücke gewartet wird. **§ 12 Abs. 6 StVO** verlangt schließlich **platzsparendes** Parken; das gilt in der Regel auch für das Halten.

## Gehwegparken – nur wo es erlaubt ist

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet, aufgesetztes Parken sei erlaubt, solange „genug Platz" bleibt. Das Gegenteil ist richtig: Der Gehweg ist nach **§ 12 Abs. 4 StVO** kein zulässiger Abstellort. **§ 12 Abs. 4a StVO** setzt das Gehwegparken ausdrücklich voraus – „**Ist das Parken auf dem Gehweg erlaubt**" – und regelt nur, welcher Gehweg dann benutzt werden darf: der **rechte** Gehweg, in Einbahnstraßen der rechte oder linke. Erlaubt wird das Gehwegparken durch **Zeichen 315** oder eine **Parkflächenmarkierung** (Anlage 2 Nummer 74). Ohne diese Anordnung ist das Parken auf dem Gehweg verboten.

Das **Bundesverwaltungsgericht** hat mit Urteil vom **6. Juni 2024 – 3 C 5.23** (BVerwGE 182, 356) geklärt, wie weit Anwohner dagegen vorgehen können: Sie haben gegen die Straßenverkehrsbehörde einen Anspruch auf **ermessensfehlerfreie Entscheidung** über ein Einschreiten gegen verbotswidriges Gehwegparken. Dieser Schutz ist jedoch **räumlich begrenzt** – er erfasst den Gehweg der **eigenen Straßenseite** im betreffenden Straßenabschnitt, nicht das gesamte Quartier. Einen Anspruch auf ein bestimmtes Vorgehen (Ermessensreduzierung auf null) gibt es nur ausnahmsweise.

## § 13 StVO – Parkuhr, Parkschein, Parkscheibe und Handyparken

**§ 13 Abs. 1 StVO**: An **Parkuhren** darf nur während des Laufens der Uhr gehalten werden, an **Parkscheinautomaten** nur mit einem Parkschein, der am oder im Fahrzeug **von außen gut lesbar** angebracht sein muss – jeweils für die Dauer der zulässigen Parkzeit. Ist die Parkuhr oder der Automat **nicht funktionsfähig**, darf nur bis zur angegebenen Höchstparkdauer geparkt werden; in diesem Fall ist die **Parkscheibe** zu verwenden.

**§ 13 Abs. 2 StVO**: Schreibt ein Zusatzzeichen im eingeschränkten Haltverbot für eine Zone (Zeichen 290.1/290.2), in einer Parkraumbewirtschaftungszone (Zeichen 314.1/314.2) oder bei den Zeichen 314 oder 315 die **Parkscheibe** (Bild 318) vor, ist das Halten und Parken nur erlaubt (1.) für die auf dem Zusatzzeichen angegebene Zeit und (2.) soweit das Fahrzeug eine von außen gut lesbare Parkscheibe hat und der **Zeiger auf den Strich der halben Stunde eingestellt** ist, **die dem Zeitpunkt des Anhaltens folgt**. Wer um 10:10 Uhr ankommt, stellt also auf **10:30 Uhr** – nicht auf 10:00 und nicht auf die tatsächliche Ankunftszeit.

**§ 13 Abs. 3 StVO** stellt das **Handyparken** frei: Parkuhr oder Automat müssen nicht betätigt werden, soweit Gebührenentrichtung und Parkzeitüberwachung auch durch elektronische Einrichtungen – ausdrücklich genannt sind Taschenparkuhren und **Mobiltelefone** – sichergestellt sind. Fällt die elektronische Einrichtung aus, lebt die Betätigungspflicht wieder auf.

**§ 13 Abs. 4 StVO** nimmt zwei Vorgänge ganz aus: Beim **Ein- oder Aussteigen** und beim **Be- oder Entladen** müssen Einrichtungen zur Parkzeitüberwachung nicht betätigt werden. **§ 13 Abs. 5 StVO** befreit Führer **elektrisch betriebener Fahrzeuge** im Sinne des Elektromobilitätsgesetzes und von **Carsharingfahrzeugen**, soweit dies durch bevorrechtigende Zusatzzeichen zu den Zeichen 290.1, 314, 314.1 oder 315 angeordnet ist.

## Bewohnerparken

Rechtsgrundlage des Bewohnerparkens ist **§ 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2a StVO**. Danach treffen die Straßenverkehrsbehörden die notwendigen Anordnungen „im Zusammenhang mit der Kennzeichnung von Parkmöglichkeiten für Bewohner städtischer Quartiere mit einem **drohenden oder bestehenden erheblichen Parkraummangel** durch vollständige oder zeitlich beschränkte Reservierung des Parkraums für die Berechtigten oder durch Anordnung der Freistellung von angeordneten Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen".

**§ 45 Abs. 1b Satz 2 StVO** lässt solche Anordnungen auch auf Grundlage eines **städtebaulich-verkehrsplanerischen Konzepts** zu – zur Vermeidung schädlicher Umweltauswirkungen oder zur Unterstützung der geordneten städtebaulichen Entwicklung –, sofern die Leichtigkeit des Verkehrs berücksichtigt ist und die Sicherheit des Verkehrs nicht beeinträchtigt wird. Nach **§ 45 Abs. 1b Satz 3 StVO** ordnen die Behörden Bewohnerparkmöglichkeiten **im Einvernehmen mit der Gemeinde** an. Die Erteilung des Ausweises selbst richtet sich nach **§ 46 StVO**, der ausdrücklich „Ausnahmegenehmigungen, Erlaubnisse und **Bewohnerparkausweise**" überschrieben ist.

## Sorgfalt beim Ein- und Aussteigen (§ 14 StVO)

Wer ein- oder aussteigt, muss sich nach **§ 14 Abs. 1 StVO** so verhalten, dass eine **Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen** ist. Der Maßstab ist damit der schärfste, den die StVO kennt – praktisch bedeutet er den Blick über die Schulter und in den Spiegel vor dem Öffnen der Tür („Dutch Reach"). Kommt es zur Kollision mit einem vorbeifahrenden Rad- oder Kraftfahrer, spricht der Beweis des ersten Anscheins regelmäßig gegen die aussteigende Person. **§ 14 Abs. 2 StVO** verpflichtet zusätzlich, beim Verlassen des Fahrzeugs die nötigen Maßnahmen gegen Unfälle und Verkehrsstörungen zu treffen und Kraftfahrzeuge gegen unbefugte Benutzung zu sichern.

## Bußgeld, Punkte und Abschleppen

Vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße sind **Ordnungswidrigkeiten im Sinne des § 24 Abs. 1 StVG**. **§ 49 Abs. 1 Nr. 12 StVO** erfasst „das Halten oder Parken nach § 12 Absatz 1, 3, 3a Satz 1, Absatz 3b Satz 1, Absatz 4 Satz 1, 2 zweiter Halbsatz, Satz 3 oder 5 oder Absatz 4a bis 6". **§ 49 Abs. 1 Nr. 13 StVO** erfasst „Parkuhren, Parkscheine oder Parkscheiben nach § 13 Absatz 1 oder 2". Die reine **Begriffsbestimmung** des § 12 Abs. 2 StVO ist – folgerichtig – nicht bußgeldbewehrt.

Die konkreten **Regelsätze** ergeben sich aus der **Anlage zu § 1 Abs. 1 BKatV** (Bußgeldkatalog). Sie sind auf dieser Seite bewusst **nicht beziffert**, weil die Anlage für Halt- und Parkverstöße zahlreiche nach Dauer, Behinderung und Ort gestaffelte Einzeltatbestände kennt und der amtliche Katalogtext in diesem Lauf nicht im Volltext abrufbar war. Eine Übersicht der geläufigsten Sätze steht auf der Seite [Bußgeldkatalog StVO 2026](/fakten/bussgeldkatalog-stvo-2026.html); maßgeblich ist stets die amtliche Anlage.

Vom Bußgeld zu trennen sind die **Abschleppkosten**: Sie sind keine Sanktion, sondern Kosten der Ersatzvornahme bzw. der unmittelbaren Ausführung nach Landesrecht und werden zusätzlich erhoben. Einzelheiten dazu – einschließlich der Halterhaftung für Parkverstöße nach § 25a StVG – stehen auf der Seite [Falschparken & Abschleppen](/fakten/falschparken-abschleppen-kosten.html).

## Geltungsbereich

Die §§ 12, 13 und 14 StVO gelten für den **gesamten öffentlichen Straßenverkehr** in Deutschland und für **alle Fahrzeuge** – Kraftfahrzeuge ebenso wie Fahrräder, Krafträder und Anhänger. Maßgeblich ist die **Öffentlichkeit der Verkehrsfläche** im straßenverkehrsrechtlichen Sinn, also die tatsächliche Zugänglichkeit für einen unbestimmten Personenkreis; auf die Eigentumsverhältnisse kommt es nicht an. Auf rein privaten, nicht öffentlich zugänglichen Flächen – etwa einer verschlossenen Tiefgarage – gilt die StVO nicht; dort greifen das Hausrecht und zivilrechtliche Ansprüche des Besitzers.

## Ausnahmen

- **Ein- und Aussteigen, Be- und Entladen**: keine Betätigung von Parkuhr, Parkschein oder Parkscheibe (§ 13 Abs. 4 StVO).
- **Elektrofahrzeuge und Carsharing**: Freistellung von der Parkzeitüberwachung, soweit durch bevorrechtigende Zusatzzeichen angeordnet (§ 13 Abs. 5 StVO).
- **Taxen**: dürfen zum Ein- und Aussteigenlassen neben haltenden Fahrzeugen halten, wenn die Verkehrslage es zulässt (§ 12 Abs. 4 Satz 3 StVO).
- **Linienomnibusse** an Endhaltestellen und gekennzeichnete Lkw-Parkplätze: Ausnahme vom Nachtparkverbot des § 12 Abs. 3a StVO.
- **Schwerbehinderte Menschen** mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, beidseitiger Amelie oder Phokomelie sowie blinde Menschen: gesonderte Parkmöglichkeiten nach § 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2 StVO; die Parkerleichterungen selbst werden nach § 46 StVO erteilt.
- **Sonderrechte** nach § 35 StVO: Fahrzeuge des Straßenbetriebsdienstes und der Müllabfuhr mit weiß-rot-weißen Warneinrichtungen dürfen zu allen Zeiten auf allen Straßenteilen halten, soweit ihr Einsatz das erfordert (§ 35 Abs. 6 StVO).

## Häufige Fehler

- **Fünf Meter falsch gemessen**: Der Abstand zur Kreuzung zählt ab dem **Schnittpunkt der Fahrbahnkanten**, also ab der gedachten Verlängerung der Fahrbahnränder – nicht ab dem Beginn oder Ende der Bordsteinrundung.
- **Radweg übersehen**: Liegt rechts neben der Fahrbahn ein **baulich angelegter** Radweg, gilt **vor** der Kreuzung ein Abstand von 8 m statt 5 m.
- **„Ich bin nur kurz weg"**: Wer das Fahrzeug **verlässt**, parkt sofort – die Drei-Minuten-Grenze hilft dann nicht mehr.
- **Parkscheibe auf die Ankunftszeit gestellt**: Richtig ist der **nächste** Halbstundenstrich nach dem Anhalten; eine handschriftlich veränderte oder nicht von außen lesbare Scheibe zählt nicht.
- **Gehwegparken „mit genug Restbreite"**: Ohne Zeichen 315 oder Parkflächenmarkierung ist das Parken auf dem Gehweg unzulässig, unabhängig davon, wie viel Platz bleibt.
- **Bordsteinabsenkung mit Einfahrt verwechselt**: Das Parkverbot vor Absenkungen gilt auch dort, wo keine Grundstückseinfahrt anschließt – etwa an Querungsstellen für Fußgänger.
- **Anhänger dauerhaft abgestellt**: Ohne Zugfahrzeug sind höchstens zwei Wochen zulässig (§ 12 Abs. 3b StVO).
- **Bußgeld mit Abschleppkosten gleichgesetzt**: Verwarnungs- oder Bußgeld und die Kosten der Abschleppmaßnahme sind getrennte Forderungen mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen.

## Beispiel

Ein Fahrer stellt sein Fahrzeug um 10:10 Uhr in einer Parkraumbewirtschaftungszone (Zeichen 314.1) ab, in der ein Zusatzzeichen die Parkscheibe für zwei Stunden vorschreibt. Er bleibt zunächst im Wagen sitzen und telefoniert vier Minuten – damit **parkt** er bereits, weil die Drei-Minuten-Grenze des § 12 Abs. 2 StVO überschritten ist. Anschließend steigt er aus. Er muss die Parkscheibe auf **10:30 Uhr** stellen, also auf den Strich der halben Stunde, der dem Anhalten folgt; zulässig ist das Parken dann bis 12:30 Uhr. Stellt er stattdessen auf 10:00 Uhr oder lässt er die Scheibe ganz weg, liegt eine Ordnungswidrigkeit nach **§ 49 Abs. 1 Nr. 13 StVO** vor.

Hätte er das Fahrzeug 3 m vor der nächsten Einmündung abgestellt, käme zusätzlich ein Verstoß gegen § 12 Abs. 3 Nr. 1 StVO (§ 49 Abs. 1 Nr. 12 StVO) in Betracht – ein bloßes Halten von unter drei Minuten mit Verbleib im Fahrzeug wäre dort dagegen zulässig gewesen, weil § 12 Abs. 3 StVO nur das **Parken** verbietet.

## Siehe auch

- [Falschparken & Abschleppen – Kosten und Halterhaftung (§ 12 StVO, § 25a StVG)](/fakten/falschparken-abschleppen-kosten.html)
- [Verkehrszeichen – Gefahr-, Vorschrift- und Richtzeichen (§§ 39–43 StVO)](/fakten/verkehrszeichen-39-43-stvo.html)
- [Bußgeldkatalog StVO 2026 – Tempo, Abstand, Parken](/fakten/bussgeldkatalog-stvo-2026.html)
- [Einspruch gegen den Bußgeldbescheid (§ 67 OWiG)](/fakten/einspruch-bussgeldbescheid-owig.html)
- [Anhörungsbogen und Zeugenfragebogen im Bußgeldverfahren](/fakten/anhoerungsbogen-zeugenfragebogen-owig.html)
- [Verjährung von Verkehrsordnungswidrigkeiten (§ 26 StVG)](/fakten/verjaehrung-verkehrsordnungswidrigkeiten-26-stvg.html)
- [E-Scooter-Recht (eKFV) – Abstellen und Fahren](/fakten/e-scooter-recht-ekfv.html)
- [Umweltzone und Feinstaubplakette (35. BImSchV)](/fakten/umweltzone-feinstaubplakette-35-bimschv.html)

## Quellen

- § 12 StVO (Halten und Parken – Abs. 1 Haltverbote Nr. 1–5, Abs. 2 Drei-Minuten-Grenze, Abs. 3 Parkverbote Nr. 1–5 mit 5-m- und 8-m-Abstand, Abs. 3a Nachtparkverbot über 7,5 t, Abs. 3b Zwei-Wochen-Grenze für Anhänger, Abs. 4 rechter Seitenstreifen/Taxen/Einbahnstraße/Fahrraum Schienenfahrzeuge, Abs. 4a rechter Gehweg, Abs. 5 Parklückenvorrang, Abs. 6 platzsparendes Parken): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__12.html [A] · Wortlaut geprüft im amtlichen Volltext-PDF https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/StVO.pdf [A]
- § 13 StVO (Einrichtungen zur Überwachung der Parkzeit – Abs. 1 Parkuhr/Parkschein, Abs. 2 Parkscheibe „Strich der halben Stunde", Abs. 3 elektronische Einrichtungen/Mobiltelefone, Abs. 4 Ein-/Aussteigen und Be-/Entladen, Abs. 5 Elektro- und Carsharingfahrzeuge): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__13.html [A] · Wortlaut geprüft im amtlichen Volltext-PDF https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/StVO.pdf [A]
- § 14 StVO (Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen; Sicherung des verlassenen Fahrzeugs): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__14.html [A] · Wortlaut geprüft im amtlichen Volltext-PDF https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/StVO.pdf [A]
- § 45 StVO (Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen – Abs. 1b Satz 1 Nr. 2 Parkmöglichkeiten für schwerbehinderte und blinde Menschen, Nr. 2a Bewohnerparken bei drohendem oder bestehendem erheblichem Parkraummangel, Satz 2 städtebaulich-verkehrsplanerisches Konzept, Satz 3 Einvernehmen mit der Gemeinde): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__45.html [A] · Volltext geprüft über https://dejure.org/gesetze/StVO/45.html [A]
- § 46 StVO (Ausnahmegenehmigungen, Erlaubnisse und Bewohnerparkausweise): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__46.html [A]
- § 49 StVO (Ordnungswidrigkeiten – Abs. 1 Nr. 12 „das Halten oder Parken nach § 12 Absatz 1, 3, 3a Satz 1, Absatz 3b Satz 1, Absatz 4 Satz 1, 2 zweiter Halbsatz, Satz 3 oder 5 oder Absatz 4a bis 6"; Nr. 13 „Parkuhren, Parkscheine oder Parkscheiben nach § 13 Absatz 1 oder 2"; Nr. 14 Sorgfaltspflichten nach § 14): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__49.html [A] · Volltext geprüft über https://dejure.org/gesetze/StVO/49.html [A]
- § 35 StVO (Sonderrechte – Abs. 6 Fahrzeuge des Straßenbetriebsdienstes und der Müllabfuhr dürfen zu allen Zeiten fahren und halten): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__35.html [A] · Wortlaut geprüft im amtlichen Volltext-PDF https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/StVO.pdf [A]
- Anlage 2 zur StVO (Vorschriftzeichen – Nummer 62 Zeichen 283 absolutes Haltverbot, Nummer 63 Zeichen 286 eingeschränktes Haltverbot, Nummer 64 Zeichen 290.1 eingeschränktes Haltverbot für eine Zone, Nummer 74 Parkflächenmarkierung; Zuordnung im Wortlaut von § 35 Abs. 7a StVO bestätigt): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/anlage_2.html [A]
- § 24 StVG (Verkehrsordnungswidrigkeit): https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24.html [A]
- § 25a StVG (Kostentragung bei Halt- und Parkverstößen durch den Halter): https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__25a.html [A]
- BKatV – Bußgeldkatalog, Anlage zu § 1 Abs. 1 (Regelsätze für Halt- und Parkverstöße; auf dieser Seite bewusst nicht beziffert, siehe Abschnitt „Bußgeld, Punkte und Abschleppen"): https://www.gesetze-im-internet.de/bkatv_2013/anlage.html [A]
- BVerwG, Urteil vom 21.03.2024 – 3 C 13.22 (BVerwGE 182, 38; NJW 2024, 2558; NZV 2024, 558): Zur „amtlich gekennzeichneten" Feuerwehrzufahrt im Sinne des § 12 Abs. 1 Nr. 5 StVO – Beteiligung einer amtlichen Stelle erforderlich, ein Siegel auf dem Schild dagegen nicht: https://dejure.org/2024,12874 [A]
- BVerwG, Urteil vom 06.06.2024 – 3 C 5.23 (BVerwGE 182, 356; NVwZ 2024, 1838; NZV 2025, 223): Anspruch von Anwohnern auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über ein Einschreiten gegen verbotswidriges Gehwegparken, begrenzt auf den Gehweg der eigenen Straßenseite im betroffenen Straßenabschnitt: https://dejure.org/2024,12312 [A]

## Änderungsverlauf

- 2026-08-26: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Der Wortlaut der §§ 12, 13, 14 und 35 StVO wurde im amtlichen Volltext-PDF der StVO auf gesetze-im-internet.de verifiziert; §§ 45 und 49 StVO wurden über dejure.org im Volltext geprüft, weil die HTML-Einzelnormen von gesetze-im-internet.de – wie in den Läufen seit dem 14.08.2026 dokumentiert – einen leeren Antwortkörper lieferten. Regelsätze der BKatV wurden bewusst **nicht** beziffert: `bkatv_2013/anlage.html` und `bkatv_2013/BKatV.pdf` waren in diesem Lauf nicht abrufbar. Frontmatter-Felder gesetzt (legal_status, authority_level, wikidata_subjects). | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-08-26
- Gültig ab: 2013-04-01 (StVO 2013; §§ 12, 13 seither mehrfach geändert, § 45 und § 49 zuletzt durch die Siebenundfünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 02.10.2024, BGBl. I Nr. 299, in Kraft seit 11.10.2024)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (StVO mit Anlage 2, StVG, BKatV – gesetze-im-internet.de; dejure.org für Normvolltexte und Rechtsprechungsnachweise; BVerwG)
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