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title: Haushaltshilfe (§ 38 SGB V) – Anspruch, Kind unter 12, Dauer und Zuzahlung 2026
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# Haushaltshilfe (§ 38 SGB V) – Anspruch, Kind unter 12, Dauer und Zuzahlung 2026

## Kurzantwort

Gesetzlich Krankenversicherte haben nach **§ 38 SGB V** Anspruch auf **Haushaltshilfe**, wenn ihnen die **Weiterführung des Haushalts nicht möglich** ist. Das Gesetz kennt zwei Grundfälle. Im **Regelfall (§ 38 Abs. 1 Satz 1 und 2 SGB V)** entsteht der Anspruch, wenn die Haushaltsführung **wegen einer stationären oder teilstationären Leistung** unmöglich wird – namentlich wegen **Krankenhausbehandlung** oder wegen einer Leistung nach **§ 23 Abs. 2/4 (medizinische Vorsorge), § 24 (Vorsorge für Mütter/Väter), § 37 (häusliche Krankenpflege), § 40 (medizinische Reha) oder § 41 SGB V (Mütter-/Väter-Reha)** – **und** zugleich im Haushalt ein **Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist**. Darüber hinaus besteht seit dem 1. Januar 2017 ein **erweiterter Anspruch (§ 38 Abs. 1 Satz 3 SGB V)**: Auch **ohne** eine der genannten Leistungen erhalten Versicherte Haushaltshilfe, wenn die Haushaltsführung **wegen schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung** – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, einer ambulanten Operation oder einer ambulanten Krankenhausbehandlung – nicht möglich ist, **längstens für vier Wochen** und nur, **soweit kein Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5** nach dem SGB XI vorliegt. Lebt ein **Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes, auf Hilfe angewiesenes Kind** im Haushalt, **verlängert sich dieser Anspruch auf längstens 26 Wochen** (§ 38 Abs. 1 Satz 4). Der Anspruch besteht **nur, soweit keine im Haushalt lebende Person** den Haushalt weiterführen kann (§ 38 Abs. 3). Kann die Kasse keine Kraft stellen, sind die Kosten einer **selbstbeschafften Haushaltshilfe in angemessener Höhe** zu erstatten – für **Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad** nur Fahrkosten und Verdienstausfall (§ 38 Abs. 4). Versicherte **ab 18 Jahren** leisten eine **Zuzahlung je Kalendertag** in Höhe von **10 Prozent der Kosten, mindestens 5, höchstens 10 Euro** (§ 38 Abs. 5 i. V. m. § 61 Satz 1). Die Satzung der Krankenkasse kann den Anspruch erweitern (§ 38 Abs. 2). Von § 38 zu unterscheiden ist die zuzahlungsfreie **Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft nach § 24h SGB V**.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 38 SGB V (Haushaltshilfe) [gesetze-im-internet.de, dejure.org] |
| Regelfall (Abs. 1 Satz 1) | Weiterführung des Haushalts nicht möglich **wegen** Krankenhausbehandlung oder Leistung nach § 23 Abs. 2/4, § 24, § 37, § 40 oder § 41 SGB V |
| Zusätzliche Voraussetzung Regelfall (Abs. 1 Satz 2) | im Haushalt lebt ein **Kind unter 12 Jahren** (bei Beginn) **oder** ein **behindertes, auf Hilfe angewiesenes Kind** |
| Erweiterter Anspruch (Abs. 1 Satz 3) | auch ohne Leistungsbezug bei **schwerer Krankheit / akuter Verschlimmerung** (z. B. nach Krankenhaus, ambulanter OP), **längstens 4 Wochen** |
| Ausschluss bei Pflegegrad | erweiterter Anspruch nach Satz 3 nur, **soweit kein Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5** (SGB XI) vorliegt |
| Verlängerung bei Kind (Abs. 1 Satz 4) | mit **Kind unter 12** oder behindertem Kind im Haushalt: Anspruch nach Satz 3 auf **längstens 26 Wochen** |
| Pflegebedürftigkeit + Kind (Abs. 1 Satz 5) | eigene Pflegebedürftigkeit schließt Haushaltshilfe nach Satz 3/4 **zur Versorgung des Kindes nicht aus** |
| Satzungsleistung (Abs. 2) | Kasse kann per Satzung in weiteren Fällen (Krankheit ohne Kind) Haushaltshilfe gewähren, Umfang/Dauer selbst bestimmen |
| Nachrang (Abs. 3) | Anspruch nur, **soweit keine im Haushalt lebende Person** den Haushalt weiterführen kann |
| Selbstbeschaffte Kraft (Abs. 4 Satz 1) | kann Kasse keine Kraft stellen: **Kostenerstattung in angemessener Höhe** |
| Angehörige (Abs. 4 Satz 2) | für **Verwandte/Verschwägerte bis 2. Grad** keine Kostenerstattung, aber **Fahrkosten und Verdienstausfall** möglich |
| Zuzahlung ab 18 (Abs. 5 i. V. m. § 61 Satz 1) | **10 % der Kosten je Kalendertag, mindestens 5 €, höchstens 10 €** (nicht mehr als die tatsächlichen Kosten) |
| Kinder/Jugendliche unter 18 | **zuzahlungsfrei** |
| Belastungsgrenze (§ 62 SGB V) | 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen, 1 % bei schwerwiegend chronisch Kranken |
| Abgrenzung Mutterschaft | zuzahlungsfreie **Haushaltshilfe bei Schwangerschaft/Mutterschaft nach § 24h SGB V** (kein Kind-unter-12-Erfordernis) |
| Abgrenzung SGB XI | bei Pflegegrad 2–5: Entlastungsbetrag/Pflegesachleistung nach SGB XI; Haushaltshilfe § 38 ist Kranken-, nicht Pflegeversicherungsleistung |
| Fassung | § 38 in der ab 01.01.2017 geltenden Fassung (Drittes Pflegestärkungsgesetz vom 23.12.2016, BGBl. I S. 3191) |

## Die zwei Anspruchswege des § 38 Abs. 1 SGB V

**Regelfall: Haushaltshilfe bei stationären und vergleichbaren Leistungen (§ 38 Abs. 1 Satz 1 und 2 SGB V).** Der klassische Anspruch setzt zweierlei voraus. Erstens muss die **Weiterführung des Haushalts unmöglich** sein, **weil** die versicherte Person eine bestimmte Leistung in Anspruch nimmt: eine **Krankenhausbehandlung** (§ 39) oder eine Leistung nach **§ 23 Abs. 2 oder 4** (medizinische Vorsorgeleistungen), **§ 24** (medizinische Vorsorge für Mütter und Väter), **§ 37** (häusliche Krankenpflege), **§ 40** (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation) oder **§ 41** (medizinische Reha für Mütter und Väter). Zweitens muss im Haushalt **ein Kind leben, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat**, oder ein **Kind, das behindert und auf Hilfe angewiesen ist**. Fehlt es an einem solchen Kind, greift der Regelfall nicht – dann kommt allenfalls eine erweiterte Satzungsleistung nach Absatz 2 in Betracht.

**Erweiterter Anspruch: schwere Krankheit ohne Leistungsbezug (§ 38 Abs. 1 Satz 3 SGB V).** Seit dem 1. Januar 2017 (Drittes Pflegestärkungsgesetz) besteht ein zusätzlicher Anspruch, der **keine** der oben genannten Leistungen voraussetzt: Versicherte erhalten Haushaltshilfe auch dann, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts **wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit** nicht möglich ist – **insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung**. Dieser Anspruch ist **auf längstens vier Wochen** begrenzt und besteht nur, **soweit keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5** im Sinne des SGB XI vorliegt. Er gilt – anders als der Regelfall – **unabhängig davon, ob ein Kind im Haushalt lebt**.

**Verlängerung auf 26 Wochen bei Kind im Haushalt (§ 38 Abs. 1 Satz 4 SGB V).** Lebt im Haushalt ein **Kind, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat**, oder ein **behindertes, auf Hilfe angewiesenes Kind**, so **verlängert sich der Anspruch nach Satz 3 auf längstens 26 Wochen**. Die eigene **Pflegebedürftigkeit** der versicherten Person schließt die Haushaltshilfe nach den Sätzen 3 und 4 **zur Versorgung des Kindes nicht aus** (§ 38 Abs. 1 Satz 5) – hier steht der Schutz des Kindes im Vordergrund.

## Nachrang, Satzungsleistung und selbstbeschaffte Kraft

**Satzungsleistung (§ 38 Abs. 2 SGB V).** Die **Satzung** der Krankenkasse kann bestimmen, dass die Kasse **in anderen als den in Absatz 1 genannten Fällen** Haushaltshilfe erbringt, wenn Versicherten **wegen Krankheit** die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Dabei darf die Kasse von den Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 2 bis 4 **abweichen** (etwa auf das Kind-unter-12-Erfordernis verzichten oder Erwachsenen-Haushalte einbeziehen) und **Umfang und Dauer** der Leistung selbst festlegen. Der konkrete Anspruch hängt deshalb auch von der jeweiligen **Kassensatzung** ab; ein Blick in die Satzung oder eine Nachfrage bei der eigenen Krankenkasse lohnt sich.

**Nachrang gegenüber Haushaltsangehörigen (§ 38 Abs. 3 SGB V).** Der Anspruch besteht **nur, soweit eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann**. Kann etwa der berufstätige Partner den Haushalt tatsächlich und zumutbar mit übernehmen, entfällt der Anspruch insoweit. Maßgeblich ist die reale Möglichkeit, nicht die bloße Anwesenheit einer weiteren Person.

**Selbstbeschaffte Haushaltshilfe und Angehörige (§ 38 Abs. 4 SGB V).** **Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen** oder besteht Grund, davon abzusehen, sind den Versicherten die **Kosten für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe zu erstatten** (Satz 1). Für **Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad** – etwa Eltern, Großeltern, Geschwister, Schwiegereltern – werden **keine (Lohn-)Kosten erstattet**; die Kasse kann jedoch die **erforderlichen Fahrkosten und den Verdienstausfall** erstatten, wenn diese Erstattung in einem angemessenen Verhältnis zu den sonst für eine Ersatzkraft entstehenden Kosten steht (Satz 2). Wer also die eigene Mutter für die Haushaltsführung einspringen lässt und diese dafür Urlaub nimmt oder Verdienst einbüßt, kann für Fahrt und Verdienstausfall eine Erstattung erhalten.

## Zuzahlung, Belastungsgrenze und Abgrenzung

**Zuzahlung (§ 38 Abs. 5 i. V. m. § 61 Satz 1 SGB V).** Versicherte, die das **18. Lebensjahr vollendet** haben, leisten **je Kalendertag der Leistungsinanspruchnahme** eine Zuzahlung in Höhe des sich nach § 61 Satz 1 SGB V ergebenden Betrages: **10 Prozent der Kosten, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro** – jeweils **nicht mehr als die tatsächlichen Kosten** der Leistung. **Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren** sind **zuzahlungsfrei**. Anders als bei der häuslichen Krankenpflege (§ 37 Abs. 5 i. V. m. § 61 Satz 3) fällt hier **keine zusätzliche 10-Euro-Pauschale je Verordnung** an; die Zuzahlung ist eine reine **Tagespauschale**.

**Belastungsgrenze (§ 62 SGB V).** Wie bei allen Zuzahlungen begrenzt die **Belastungsgrenze** die jährliche Gesamtbelastung auf **2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt**, bei **schwerwiegend chronisch Kranken** in Dauerbehandlung auf **1 Prozent**. Ist die Grenze erreicht, stellt die Kasse für den Rest des Kalenderjahres eine Befreiung aus. Belege über geleistete Zuzahlungen sollten daher gesammelt werden.

**Abgrenzung zur Mutterschafts-Haushaltshilfe (§ 24h SGB V).** Von § 38 zu trennen ist die **Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft nach § 24h SGB V**. Sie greift, wenn die Weiterführung des Haushalts **wegen Schwangerschaft oder Entbindung** nicht möglich ist, **setzt kein Kind unter 12 Jahren voraus** und ist **zuzahlungsfrei**. Wer also schwangerschaftsbedingt (z. B. bei angeordneter Bettruhe) Hilfe braucht, prüft § 24h, nicht § 38.

**Abgrenzung zur Pflegeversicherung (SGB XI).** Liegt eine **Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 2** vor, ist der erweiterte Anspruch nach § 38 Abs. 1 Satz 3 für die versicherte Person selbst **ausgeschlossen**; einschlägig sind dann Leistungen der **sozialen Pflegeversicherung** (z. B. Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI, Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI). Die Haushaltshilfe **zur Versorgung eines Kindes** bleibt hingegen auch bei eigener Pflegebedürftigkeit möglich (§ 38 Abs. 1 Satz 5).

## Häufige Fehler

- **„Haushaltshilfe gibt es immer, wenn man krank ist."** Nein – der **Regelfall** (§ 38 Abs. 1 Satz 1/2) setzt eine der genannten Leistungen (Krankenhaus, Vorsorge, häusliche Krankenpflege, Reha) **und** ein **Kind unter 12** bzw. ein behindertes Kind voraus. Ohne diese Anknüpfung hilft nur der erweiterte Anspruch nach Satz 3 (schwere Krankheit) oder eine **Satzungsleistung** nach Abs. 2.
- **„Der Vier-Wochen-/26-Wochen-Zeitraum gilt für jede Haushaltshilfe."** Differenziert – die **vier Wochen** (Abs. 1 Satz 3) und die Verlängerung auf **26 Wochen** (Satz 4) betreffen nur den **erweiterten Anspruch bei schwerer Krankheit**. Der Regelfall nach Satz 1 ist nicht an diese festen Fristen gebunden, sondern an die Dauer der zugrunde liegenden Leistung.
- **„Wenn Oma einspringt, gibt es kein Geld."** Nicht ganz – für **Verwandte/Verschwägerte bis 2. Grad** werden zwar **keine Lohnkosten**, aber die **Fahrkosten und der Verdienstausfall** erstattet, sofern angemessen (§ 38 Abs. 4 Satz 2).
- **„Bei Pflegegrad bekomme ich Haushaltshilfe nach § 38."** In der Regel nicht für sich selbst – bei **Pflegegrad 2–5** ist der erweiterte Anspruch nach Satz 3 **ausgeschlossen**; hier greifen SGB-XI-Leistungen. Nur die Haushaltshilfe **zur Versorgung eines Kindes** bleibt möglich (Satz 5).
- **„Haushaltshilfe wegen Schwangerschaft läuft auch über § 38."** Falsch – dafür gilt die **zuzahlungsfreie** Regelung des **§ 24h SGB V**, die **kein Kind unter 12** voraussetzt.
- **„Kinder zahlen auch die Tagespauschale."** Nein – die Zuzahlung nach § 38 Abs. 5 trifft nur Versicherte **ab 18 Jahren**; Minderjährige sind **zuzahlungsfrei**.




## Quellen

- § 38 SGB V – Haushaltshilfe (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__38.html
- § 38 SGB V – Haushaltshilfe (dejure.org, mit Fassungshistorie): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/38.html
- § 61 SGB V – Zuzahlungen (Satz 1: 10 %, mind. 5 €, höchstens 10 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__61.html
- § 61 SGB V – Zuzahlungen (dejure.org, Fassung ab 02.07.2026): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/61.html
- § 62 SGB V – Belastungsgrenze (2 % / 1 %): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__62.html
- § 24h SGB V – Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft (Abgrenzung): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__24h.html
- § 37 SGB V – Häusliche Krankenpflege (Abgrenzung): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__37.html
- LSG Baden-Württemberg, 25.04.2023 – L 11 KR 386/23 (§ 38 Abs. 1 Satz 3 nicht auf dauerhaft chronifizierte Erkrankung anwendbar): https://dejure.org/dienste/lex/SGB_V/38/1.html

## Änderungsverlauf

- 2026-07-25: Erstveröffentlichung. Normtext § 38 SGB V (Abs. 1 Sätze 1–5, Abs. 2–5) verbatim gegen den amtlichen Wortlaut geprüft. Regelfall mit Kind-unter-12-Voraussetzung und Leistungsbezug (§ 23 Abs. 2/4, §§ 24, 37, 40, 41), erweiterter Anspruch bei schwerer Krankheit ohne Leistungsbezug (Abs. 1 Satz 3, längstens 4 Wochen, kein Pflegegrad 2–5), Verlängerung auf 26 Wochen bei Kind im Haushalt (Satz 4), Pflegebedürftigkeit schließt Kinderversorgung nicht aus (Satz 5), Satzungserweiterung (Abs. 2), Nachrang (Abs. 3), Kostenerstattung/Angehörigenregel (Abs. 4) belegt. Zuzahlung nach § 38 Abs. 5 i. V. m. § 61 Satz 1 SGB V (10 %, mind. 5 €, höchstens 10 € je Kalendertag) und Belastungsgrenze § 62 SGB V (2 % / 1 %) verifiziert. Fassung § 38 SGB V seit 01.01.2017 (Drittes Pflegestärkungsgesetz vom 23.12.2016, BGBl. I S. 3191); § 61 SGB V in der ab 02.07.2026 geltenden Fassung (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz, BGBl. I Nr. 195) – Beträge nach Satz 1 unverändert. Abgrenzung zu § 24h SGB V (Mutterschaft) referenziert. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

Rechtsstand: 25. Juli 2026. § 38 SGB V gilt in der seit dem 1. Januar 2017 konsolidierten Fassung (Drittes Pflegestärkungsgesetz); die für die häufigsten Fragen maßgeblichen Strukturen (Regelfall mit Kind unter 12, erweiterter Anspruch bei schwerer Krankheit, 4- bzw. 26-Wochen-Grenze, Nachrang, Kostenerstattung) sind seither unverändert. Die Zuzahlung folgt § 61 Satz 1 SGB V (10 %, mindestens 5, höchstens 10 Euro je Kalendertag) in der ab 2. Juli 2026 geltenden Fassung; die Beträge des Satzes 1 wurden dabei nicht geändert. Die Belastungsgrenze nach § 62 SGB V, die häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V, die Mutterschafts-Haushaltshilfe nach § 24h SGB V sowie die Pflegeleistungen nach dem SGB XI werden auf eigenen Themenseiten behandelt. Ergänzende Leistungsvoraussetzungen können sich aus der jeweiligen Satzung der Krankenkasse ergeben (§ 38 Abs. 2 SGB V).
