---
title: Impfschaden und Soziale Entschädigung (§ 24 SGB XIV) – Voraussetzungen, Kausalität, Antrag und Entschädigungszahlung 2026
seo_title: Impfschaden und Soziale Entschädigung
slug: impfschaden-entschaedigung-24-sgb-xiv
topic: gesundheitsrecht
legal_status: in_force
authority_level: A
valid_from: 2026-07-01
valid_to: null
last_reviewed: 2026-09-03
status: aktuell
license: CC-BY-4.0
url: https://nexvyra.de/fakten/impfschaden-entschaedigung-24-sgb-xiv.md
wikidata_subjects: []
factcheck_status: ok
---

# Impfschaden und Soziale Entschädigung (§ 24 SGB XIV) – Voraussetzungen, Kausalität, Antrag und Entschädigungszahlung 2026

## Kurzantwort

Wer durch eine Schutzimpfung eine gesundheitliche Schädigung erleidet, **die über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgeht**, hat Anspruch auf Leistungen der Sozialen Entschädigung. Rechtsgrundlage ist seit dem **1. Januar 2024 § 24 SGB XIV** – **nicht mehr § 60 IfSG**: Diese Vorschrift ist durch das Gesetz zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts vom 12.12.2019 (BGBl. I S. 2652) mit Wirkung zum 01.01.2024 **weggefallen**. Erfasst sind nach § 24 Satz 1 SGB XIV nur Impfungen aus vier Fallgruppen: (1) von der zuständigen **Landesbehörde nach § 20 Abs. 3 IfSG öffentlich empfohlen** und in deren Bereich vorgenommen, (2) auf Grundlage eines Anspruchs nach einer **Rechtsverordnung nach § 20i Abs. 3 SGB V** – bei Privatversicherten in entsprechendem Umfang, (3) von **Gesundheitsämtern nach § 20 Abs. 5 IfSG unentgeltlich** durchgeführt, oder (4) **angeordnet** nach § 20 Abs. 6 oder 7 IfSG bzw. sonst gesetzlich vorgeschrieben. Beweisrechtlich gilt ein zweistufiger Maßstab: Impfung, Primärschaden und Dauerschaden müssen im **Vollbeweis** feststehen, für den **ursächlichen Zusammenhang** genügt nach **§ 4 Abs. 4 SGB XIV die Wahrscheinlichkeit** – gegeben, wenn nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft „mehr für als gegen einen ursächlichen Zusammenhang spricht". Besteht in der Wissenschaft **Ungewissheit über die Ursache**, ist nach **§ 4 Abs. 6 SGB XIV** eine **Kann-Versorgung** möglich; bei Impfschäden tritt an die Stelle der Zustimmung des BMAS die **Zustimmung der zuständigen obersten Landesbehörde**. Die Leistungen setzen einen **Antrag** voraus (§ 4 Abs. 1 Satz 2, § 10 SGB XIV); rückwirkend wird nur geleistet, wenn der Antrag **innerhalb eines Jahres nach dem schädigenden Ereignis** gestellt war (§ 11 Abs. 2 SGB XIV). Die **monatliche Entschädigungszahlung** nach § 83 Abs. 1 SGB XIV beträgt seit **1. Juli 2026** je nach Grad der Schädigungsfolgen (GdS) **452 / 905 / 1.357 / 1.810 / 2.261 Euro**; bei schwersten Schädigungsfolgen erhöht sich der Höchstbetrag um **20 Prozent** (§ 83 Abs. 2 SGB XIV). Für Schädigungen **vor dem 01.01.2024** gilt die Übergangsvorschrift des **§ 141 SGB XIV**: Leistungen nach dem SGB XIV, wenn die Voraussetzungen des § 60 IfSG **in der bis 31.12.2023 geltenden Fassung** erfüllt waren.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage seit 01.01.2024 | § 24 SGB XIV (Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe) |
| Frühere Rechtsgrundlage | § 60 IfSG – **weggefallen** zum 01.01.2024 (Gesetz zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts vom 12.12.2019, BGBl. I S. 2652) |
| Fassung § 24 SGB XIV | Pflegestudiumstärkungsgesetz vom 12.12.2023 (BGBl. I Nr. 359), in Kraft seit 01.01.2024 |
| Schädigungsbegriff | gesundheitliche Schädigung, die **über das übliche Ausmaß einer Reaktion** auf die Impfung hinausgeht (§ 24 Satz 1 SGB XIV) |
| Erfasste Impfung Nr. 1 | öffentlich empfohlen von der zuständigen Landesbehörde nach § 20 Abs. 3 IfSG und **in deren Bereich** vorgenommen |
| Erfasste Impfung Nr. 2 | auf Grundlage eines Anspruchs nach Rechtsverordnung zu § 20i Abs. 3 SGB V; bei **Privatversicherten** in entsprechendem Umfang |
| Erfasste Impfung Nr. 3 | vom Gesundheitsamt nach § 20 Abs. 5 IfSG **unentgeltlich** durchgeführt |
| Erfasste Impfung Nr. 4 | **angeordnet** nach Rechtsverordnung zu § 20 Abs. 6 oder 7 IfSG oder sonst gesetzlich vorgeschrieben |
| Drittgeschädigte | erfasst, wenn mit **vermehrungsfähigen Erregern** geimpft wurde und eine **andere als die geimpfte Person** geschädigt wurde (§ 24 Satz 2 SGB XIV) |
| Beweismaß Schädigung | **Vollbeweis** für Impfung, Primärschaden und dauerhafte Gesundheitsstörung |
| Beweismaß Kausalität | **Wahrscheinlichkeit** genügt (§ 4 Abs. 4 Satz 1 SGB XIV) – „mehr dafür als dagegen" (Satz 2) |
| Kann-Versorgung | § 4 Abs. 6 SGB XIV bei **wissenschaftlicher Ungewissheit**; bei Impfschäden Zustimmung der **obersten Landesbehörde** (Satz 2) |
| Antragserfordernis | § 4 Abs. 1 Satz 2, § 10 SGB XIV – Feststellung nur **auf Antrag** |
| Leistungsbeginn | ab dem Monat der Antragstellung (§ 11 Abs. 1 SGB XIV) |
| Rückwirkung | nur bei Antrag **innerhalb eines Jahres** nach dem schädigenden Ereignis (§ 11 Abs. 2 Satz 1); Verlängerung bei unverschuldeter Verhinderung (Satz 2) |
| GdS-Bemessung | Zehnergrade von 10 bis 100 (§ 5 Abs. 1 Satz 2 SGB XIV); bis zu **5 Grad** geringer ist vom höheren Zehnergrad umfasst (Satz 3) |
| Vorübergehende Störungen | bleiben außer Betracht; **vorübergehend = bis zu sechs Monate** (§ 5 Abs. 1 Sätze 4, 5) |
| Entschädigungszahlung GdS 30/40 | **452 Euro** monatlich (§ 83 Abs. 1 Nr. 1 SGB XIV) |
| GdS 50/60 | **905 Euro** monatlich |
| GdS 70/80 | **1.357 Euro** monatlich |
| GdS 90 | **1.810 Euro** monatlich |
| GdS 100 | **2.261 Euro** monatlich |
| Schwerste Schädigungsfolgen | **+ 20 Prozent** auf den Betrag bei GdS 100 (§ 83 Abs. 2 SGB XIV) |
| Fassung § 83 SGB XIV | Anpassungsverordnung zum 1. Juli 2026 vom 17.06.2026 (BGBl. I Nr. 179), in Kraft seit 01.07.2026 |
| Leistungskatalog | § 3 SGB XIV: Schnelle Hilfen, Krankenbehandlung, Teilhabe, Pflege, Blindheit, Entschädigungszahlungen, Berufsschadensausgleich, Besondere Leistungen, Überführung/Bestattung, Härtefallausgleich |
| Übergangsrecht Altfälle | § 141 SGB XIV – Leistungen, wenn Voraussetzungen des § 60 IfSG **a. F. (bis 31.12.2023)** erfüllt waren; gilt auch für Hinterbliebene |
| Zuständigkeit | Versorgungsverwaltung der Länder (§§ 112, 113 SGB XIV); Kostentragung durch die Länder (§ 135 SGB XIV) |
| Meldeweg Verdachtsfall | Arzt → Gesundheitsamt (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 IfSG) → zuständige Landesbehörde → **Paul-Ehrlich-Institut** (§ 11 Abs. 4 IfSG) |
| Rechtsweg | Sozialgerichtsbarkeit; Widerspruch und Klage nach dem SGG |

## Was rechtlich ein „Impfschaden" ist

Der Begriff hat eine enge gesetzliche Kontur. **§ 24 Satz 1 SGB XIV** verlangt eine „gesundheitliche Schädigung …, die über das übliche Ausmaß einer Reaktion auf eine Schutzimpfung oder andere Maßnahme der spezifischen Prophylaxe hinausgeht". Typische Impfreaktionen – Rötung, Schwellung, Schmerz an der Einstichstelle, Fieber, Abgeschlagenheit für wenige Tage – sind damit **von vornherein kein Impfschaden**, unabhängig davon, wie unangenehm sie im Einzelfall waren.

Anknüpfungspunkte sind die Legaldefinitionen des Infektionsschutzgesetzes: **§ 2 Nr. 9 IfSG** (Schutzimpfung) und **§ 2 Nr. 10 IfSG** (andere Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, etwa die passive Immunisierung mit Immunglobulinen).

Hinzu kommt eine oft übersehene Erweiterung in **§ 24 Satz 2 SGB XIV**: Wird mit **vermehrungsfähigen Erregern** geimpft – klassisch bei Lebendimpfstoffen – und erkrankt **eine andere Person als die geimpfte**, etwa ein immungeschwächter Angehöriger durch Erregerausscheidung, gilt die Vorschrift entsprechend. Der Anspruch ist also nicht auf den Geimpften beschränkt.

Zur Bemessung der Schwere dient der **Grad der Schädigungsfolgen (GdS)** nach **§ 5 SGB XIV**. Er wird nach den allgemeinen Auswirkungen der anerkannten Gesundheitsstörungen **in allen Lebensbereichen** beurteilt, in **Zehnergraden von 10 bis 100** bemessen; ein bis zu fünf Grad geringerer Wert wird vom höheren Zehnergrad mit umfasst. **Vorübergehende Gesundheitsstörungen bleiben außer Betracht** – als vorübergehend gilt nach § 5 Abs. 1 Satz 5 SGB XIV ein Zeitraum **bis zu sechs Monaten**. Bei geschädigten Kindern und Jugendlichen ist der GdS nach dem Grad zu bemessen, der sich bei Erwachsenen mit gleicher Gesundheitsstörung ergäbe, soweit das keine Schlechterstellung bedeutet (Satz 6). Die inhaltlichen Maßstäbe legt das BMAS durch Rechtsverordnung fest (§ 5 Abs. 2 SGB XIV) – praktisch die Versorgungsmedizinischen Grundsätze.

## Welche Impfungen erfasst sind – und welche nicht

Nicht jede Impfung löst den Entschädigungsanspruch aus. **§ 24 Satz 1 SGB XIV** zählt vier Fallgruppen abschließend auf:

1. **Öffentlich empfohlene Impfungen** (Nr. 1): Die zuständige Landesbehörde hat die Impfung nach **§ 20 Abs. 3 IfSG** öffentlich empfohlen, und sie wurde **in ihrem Bereich** vorgenommen. Die obersten Landesgesundheitsbehörden stützen diese Empfehlungen auf die Empfehlungen der **Ständigen Impfkommission (STIKO)** beim Robert Koch-Institut. Die STIKO-Empfehlung selbst begründet den Anspruch nicht – erst die **öffentliche Empfehlung des Landes** tut das. Das räumliche Kriterium ist ernst zu nehmen: Maßgeblich ist der Bereich der empfehlenden Landesbehörde.
2. **Anspruchsimpfungen nach § 20i Abs. 3 SGB V** (Nr. 2): Impfungen, die auf Grundlage eines Anspruchs aus einer Rechtsverordnung zu § 20i Abs. 3 SGB V vorgenommen wurden – die Konstellation der pandemischen COVID-19-Impfungen. Ausdrücklich einbezogen sind **privat krankenversicherte Personen**, wenn die Impfung „in einem dem Anspruch … entsprechenden Umfang" vorgenommen wurde.
3. **Unentgeltliche Impfungen durch Gesundheitsämter** nach § 20 Abs. 5 IfSG (Nr. 3).
4. **Angeordnete oder gesetzlich vorgeschriebene Impfungen** (Nr. 4): auf Grund einer Rechtsverordnung nach § 20 Abs. 6 oder 7 IfSG angeordnet oder sonst auf Grund eines Gesetzes vorgeschrieben.

Außerhalb dieser vier Gruppen bleibt es beim allgemeinen Recht. Eine **reine Reiseimpfung** ohne öffentliche Empfehlung des Wohnsitzlandes fällt regelmäßig nicht unter § 24 SGB XIV; in Betracht kommen dann Ansprüche aus **Arzneimittelhaftung nach §§ 84 ff. AMG** gegen den pharmazeutischen Unternehmer oder aus **Behandlungsfehler- und Aufklärungshaftung nach §§ 630a ff. BGB** gegen die impfende Ärztin oder den impfenden Arzt. Diese Wege sind vom sozialen Entschädigungsanspruch unabhängig und schließen ihn nicht aus.

## Beweis und Kausalität: der entscheidende Punkt

Impfschadensverfahren scheitern in der Praxis fast nie am Rechtsbegriff, sondern am Nachweis. Dabei gilt ein **zweistufiger Beweismaßstab**.

**Erste Stufe – Vollbeweis.** Die anspruchsbegründenden Tatsachen selbst müssen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststehen: dass die Impfung stattgefunden hat, dass es zu einer **unüblichen Impfreaktion (Primärschaden)** kam und dass daraus eine **dauerhafte Gesundheitsstörung (Schädigungsfolge)** entstanden ist. Genau hier liegt die häufigste Hürde – etwa wenn die unübliche Reaktion **zeitnah nicht ärztlich dokumentiert** wurde. Das **LSG Bayern** hat das Erfordernis des Vollbeweises im Impfschadensrecht mit Urteil vom **30.04.2024 – L 15 VJ 2/23** für eine COVID-19-Impfung bekräftigt; das **LSG Baden-Württemberg** hatte zuvor (Urteil vom **28.04.2022 – L 6 VJ 254/21**) hervorgehoben, dass die unübliche Impfreaktion ärztlich dokumentiert sein muss.

**Zweite Stufe – Wahrscheinlichkeit.** Für den **ursächlichen Zusammenhang** zwischen Impfung und Gesundheitsstörung genügt nach **§ 4 Abs. 4 Satz 1 SGB XIV** die Wahrscheinlichkeit. Satz 2 definiert sie: Sie ist gegeben, „wenn nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft mehr für als gegen einen ursächlichen Zusammenhang spricht". Eine bloße Möglichkeit oder ein bloßer zeitlicher Zusammenhang reichen nicht.

Für **psychische Gesundheitsstörungen** enthält **§ 4 Abs. 5 SGB XIV** eine Kausalitätsvermutung: Liegen die medizinischen Tatsachen vor, die nach den Erfahrungen der medizinischen Wissenschaft geeignet sind, den Zusammenhang zu begründen, wird die Wahrscheinlichkeit im Einzelfall vermutet – widerlegbar durch einen anderen Kausalverlauf.

**Kann-Versorgung.** Fehlt die Wahrscheinlichkeit **nur deshalb**, weil über die Ursache der Gesundheitsstörung **in der medizinischen Wissenschaft Ungewissheit besteht**, kann die Gesundheitsstörung nach **§ 4 Abs. 6 Satz 1 SGB XIV** gleichwohl als Schädigungsfolge anerkannt werden. Für Impfschäden gilt eine Besonderheit: **§ 4 Abs. 6 Satz 2 SGB XIV** setzt an die Stelle der Zustimmung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die **Zustimmung der zuständigen obersten Landesbehörde**; die Zustimmung kann allgemein erteilt werden (Satz 3). Die Kann-Versorgung ist damit gerade der Ort, an dem umstrittene Krankheitsbilder – etwa Small-Fiber-Neuropathie nach COVID-19-Impfung – überhaupt anerkennungsfähig werden; das SG München hat sie in einem Verfahren vom **24.06.2026 – S 48 VJ 57/23** ausdrücklich zum Thema gemacht.

## Antrag, Fristen und Verfahren

Der Anspruch entsteht nicht von selbst. **§ 4 Abs. 1 Satz 2 SGB XIV** stellt klar, dass das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen **auf Antrag festzustellen** ist; § 10 SGB XIV regelt das Antragserfordernis.

Für den **Leistungsbeginn** gilt **§ 11 SGB XIV**:

- **Grundsatz (Absatz 1):** Leistungen sind ab dem Monat zu erbringen, in dem die Voraussetzungen vorliegen – **frühestens ab dem Monat der Antragstellung**.
- **Rückwirkung (Absatz 2 Satz 1):** Für Zeiträume **vor** der Antragstellung wird nur geleistet, wenn der Antrag **innerhalb eines Jahres nach dem schädigenden Ereignis** gestellt war.
- **Fristverlängerung (Absatz 2 Satz 2):** War die anspruchsberechtigte Person **ohne ihr Verschulden** an der Antragstellung verhindert, verlängert sich die Frist um den Zeitraum der Verhinderung.
- **Leistungen von Amts wegen (Absatz 3):** frühestens ab dem Monat, in dem der Behörde die zugrundeliegenden Tatsachen bekannt geworden sind.

Die **Ein-Jahres-Frist des § 11 Abs. 2 SGB XIV ist keine Ausschlussfrist für den Anspruch selbst.** Ein später gestellter Antrag führt nicht zum Verlust des Anspruchs, sondern nur dazu, dass Leistungen erst ab dem Antragsmonat fließen. Wer den Zusammenhang erst spät erkennt, sollte deshalb trotzdem beantragen.

Zuständig ist die **Versorgungsverwaltung der Länder** (§§ 112, 113 SGB XIV); die Kosten der Impfschadensversorgung tragen nach **§ 135 SGB XIV die Länder**. Gegen den ablehnenden Bescheid stehen **Widerspruch und Klage vor den Sozialgerichten** offen – erkennbar an den Aktenzeichen-Registerzeichen „VJ" (Impfschadensrecht) und „VE" (soziales Entschädigungsrecht).

Parallel zum Entschädigungsverfahren läuft der **infektionsschutzrechtliche Meldeweg**: Der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung ist nach **§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 IfSG meldepflichtig**; das Gesundheitsamt übermittelt die Angaben nach **§ 11 Abs. 4 IfSG** über die zuständige Landesbehörde unverzüglich an das **Paul-Ehrlich-Institut**, das die Verdachtsfälle auswertet und im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit veröffentlicht. Diese Meldung **ersetzt den Antrag beim Versorgungsamt nicht** – sie dient der Arzneimittelsicherheit, nicht der Leistungsgewährung.

## Welche Leistungen es gibt

Anerkannte Impfgeschädigte erhalten nicht nur eine Geldrente, sondern den vollen Katalog des **§ 3 SGB XIV**: Schnelle Hilfen (Fallmanagement, Traumaambulanz), die **Krankenbehandlung der Sozialen Entschädigung**, Leistungen zur **Teilhabe**, Leistungen bei **Pflegebedürftigkeit** und bei **Blindheit**, **Entschädigungszahlungen**, den **Berufsschadensausgleich**, **Besondere Leistungen im Einzelfall**, Leistungen bei Überführung und Bestattung, den **Ausgleich in Härtefällen** sowie Leistungen bei Wohnsitz im Ausland.

Kern der Geldleistungen ist die **monatliche Entschädigungszahlung nach § 83 Abs. 1 SGB XIV**, gestaffelt nach dem GdS. Die Beträge werden jährlich zum 1. Juli durch Rechtsverordnung angepasst; maßgeblich ist seit dem **1. Juli 2026** die Anpassungsverordnung vom 17.06.2026 (BGBl. I Nr. 179):

| Grad der Schädigungsfolgen | Monatliche Entschädigungszahlung ab 01.07.2026 |
|---|---|
| 30 und 40 | 452 Euro |
| 50 und 60 | 905 Euro |
| 70 und 80 | 1.357 Euro |
| 90 | 1.810 Euro |
| 100 | 2.261 Euro |
| 100 mit schwersten Schädigungsfolgen | 2.261 Euro **+ 20 %** (§ 83 Abs. 2 SGB XIV) |

**Unterhalb eines GdS von 30 gibt es keine monatliche Entschädigungszahlung** – § 83 Abs. 1 Nr. 1 SGB XIV setzt erst bei 30 an. Andere Leistungen, insbesondere die Krankenbehandlung wegen der anerkannten Schädigungsfolgen, sind davon unabhängig.

Wann **schwerste Schädigungsfolgen** vorliegen, definiert **§ 83 Abs. 3 SGB XIV** abschließend anhand von Fallgruppen (blinde Ohnhänder, Verlust beider Arme im Oberarm und beider Beine im Oberschenkel; Querschnittsgelähmte mit Blasen- und Mastdarmlähmung, Hirnbeschädigte mit schweren psychischen und physischen Störungen und weitere Konstellationen, jeweils mit einer weiteren wesentlichen Schädigungsfolge). Satz 3 öffnet die Gruppe für andere Geschädigte mit einem GdS von 100, deren außergewöhnlicher Leidenszustand vergleichbar ist. Statt der laufenden Zahlung ist auf Antrag eine **Abfindung nach § 84 SGB XIV** möglich.

## Altfälle: Impfungen bis zum 31. Dezember 2023

Für Schädigungen aus der Zeit vor Inkrafttreten des SGB XIV regelt **§ 141 SGB XIV** den Übergang. Personen, die **vor dem Inkrafttreten des SGB XIV geschädigt** worden sind, erhalten Leistungen **nach dem SGB XIV**, wenn die Voraussetzungen des **§ 60 IfSG in der bis zum 31. Dezember 2023 geltenden Fassung** erfüllt waren. Dasselbe gilt nach Satz 2 für **Hinterbliebene** einer bis zum 31.12.2023 geschädigten Person.

Praktische Konsequenz: Bei COVID-19-Impfungen der Jahre 2021 bis 2023 – dem Gros der derzeit anhängigen Verfahren – werden die **Anspruchsvoraussetzungen nach altem Recht (§ 60 IfSG a. F.)** geprüft, die **Rechtsfolgen und Leistungen** aber nach neuem Recht gewährt. Die Gerichte behandeln diese Konstellation seit 2024 durchgängig so, etwa das **SG Karlsruhe** (Urteil vom 21.11.2024 – S 11 VJ 1269/24) zu einer geltend gemachten Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung nach mRNA-Impfung.

## Häufige Fehler

- **„Impfschäden richten sich nach § 60 IfSG."** Nicht mehr. § 60 IfSG ist zum **01.01.2024 weggefallen**; maßgeblich ist **§ 24 SGB XIV**. Für Altschädigungen verweist § 141 SGB XIV lediglich auf die **Voraussetzungen** des § 60 IfSG a. F.
- **„Jede Impfnebenwirkung ist ein Impfschaden."** Falsch – § 24 Satz 1 SGB XIV verlangt eine Schädigung, die **über das übliche Ausmaß einer Reaktion hinausgeht**. Fieber oder Schmerzen für wenige Tage genügen nicht; auch der GdS bleibt nach § 5 Abs. 1 Satz 4, 5 SGB XIV bei Störungen **bis zu sechs Monaten** unberücksichtigt.
- **„Die STIKO-Empfehlung reicht als Anspruchsgrundlage."** Nein – § 24 Satz 1 Nr. 1 SGB XIV knüpft an die **öffentliche Empfehlung der zuständigen Landesbehörde nach § 20 Abs. 3 IfSG** an. Die STIKO-Empfehlung ist deren fachliche Grundlage, ersetzt sie aber nicht.
- **„Privatversicherte sind ausgeschlossen."** Falsch – § 24 Satz 1 Nr. 2 SGB XIV bezieht privat krankenversicherte Personen ausdrücklich ein, soweit die Impfung in einem dem Anspruch nach der Rechtsverordnung zu § 20i Abs. 3 SGB V **entsprechenden Umfang** vorgenommen wurde.
- **„Der zeitliche Zusammenhang beweist die Ursache."** Nein – § 4 Abs. 4 Satz 2 SGB XIV verlangt, dass **mehr für als gegen** den Zusammenhang spricht. Ein bloßes zeitliches Nacheinander genügt nicht.
- **„Wenn die Wissenschaft uneins ist, ist der Anspruch weg."** Nicht zwingend – dann greift die **Kann-Versorgung** nach § 4 Abs. 6 SGB XIV, bei Impfschäden mit **Zustimmung der obersten Landesbehörde** (Satz 2).
- **„Nach einem Jahr ist der Anspruch verfallen."** Falsch – die Jahresfrist des § 11 Abs. 2 SGB XIV betrifft nur die **Rückwirkung**. Ein späterer Antrag führt nach § 11 Abs. 1 SGB XIV zu Leistungen **ab dem Antragsmonat**, nicht zum Anspruchsverlust.
- **„Die Meldung ans Paul-Ehrlich-Institut löst das Verfahren aus."** Nein – die Meldung nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, § 11 Abs. 4 IfSG dient der Arzneimittelsicherheit. Leistungen gibt es nur auf **Antrag beim zuständigen Versorgungsamt** (§ 4 Abs. 1 Satz 2, § 10 SGB XIV).
- **„Ab GdS 20 gibt es Geld."** Falsch – die monatliche Entschädigungszahlung beginnt nach § 83 Abs. 1 Nr. 1 SGB XIV erst bei einem **GdS von 30**.
- **„Der Anspruch gilt nur für die geimpfte Person."** Nicht immer – bei Impfungen mit **vermehrungsfähigen Erregern** erfasst § 24 Satz 2 SGB XIV auch **Dritte**, die dadurch geschädigt werden.
- **„Neben dem Versorgungsanspruch gibt es nichts."** Doch – Ansprüche aus **Arzneimittelhaftung (§§ 84 ff. AMG)** gegen den pharmazeutischen Unternehmer und aus **Behandlungsfehler- oder Aufklärungshaftung (§§ 630a ff. BGB)** gegen die impfende Praxis bestehen unabhängig davon.

## Quellen

- § 24 SGB XIV – Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__24.html
- § 24 SGB XIV (dejure.org, Fassung ab 01.01.2024): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/24.html
- § 3 SGB XIV – Leistungen der Sozialen Entschädigung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__3.html
- § 3 SGB XIV (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/3.html
- § 4 SGB XIV – Anspruch auf Leistungen für Geschädigte, Wahrscheinlichkeit und Kann-Versorgung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__4.html
- § 4 SGB XIV (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/4.html
- § 5 SGB XIV – Grad der Schädigungsfolgen, Verordnungsermächtigung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__5.html
- § 5 SGB XIV (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/5.html
- § 10 SGB XIV – Antragserfordernis (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__10.html
- § 11 SGB XIV – Beginn der Leistungserbringung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__11.html
- § 11 SGB XIV (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/11.html
- § 83 SGB XIV – Monatliche Entschädigungszahlung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__83.html
- § 83 SGB XIV, Fassung ab 01.07.2026 mit Änderungsübersicht (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/83.html
- § 84 SGB XIV – Abfindung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__84.html
- § 141 SGB XIV – Besonderer zeitlicher Geltungsbereich für Geschädigte durch Schutzimpfungen (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__141.html
- § 141 SGB XIV (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_XIV/141.html
- § 112 SGB XIV – Sachliche Zuständigkeit (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__112.html
- § 113 SGB XIV – Örtliche Zuständigkeit (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__113.html
- § 135 SGB XIV – Kostentragung durch die Länder (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/__135.html
- SGB XIV – Gesamttext (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_14/BJNR265210019.html
- § 60 IfSG – weggefallen zum 01.01.2024 (dejure.org, mit Redaktionshinweis auf § 24 SGB XIV): https://dejure.org/gesetze/IfSG/60.html
- § 2 IfSG – Begriffsbestimmungen, Nr. 9 und Nr. 10 (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__2.html
- § 6 IfSG – Meldepflichtige Krankheiten (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__6.html
- § 11 IfSG – Übermittlungen an die zuständige Landesbehörde und das Paul-Ehrlich-Institut (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__11.html
- § 20 IfSG – Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__20.html
- § 20 IfSG (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/IfSG/20.html
- § 20i SGB V – Leistungen zur Verhütung übertragbarer Krankheiten (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__20i.html
- § 20i SGB V (dejure.org): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/20i.html
- § 84 AMG – Gefährdungshaftung des pharmazeutischen Unternehmers (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__84.html
- § 630a BGB – Vertragstypische Pflichten beim Behandlungsvertrag (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__630a.html
- RKI – Ständige Impfkommission, Rechtliche Grundlagen: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Rechtliche-Grundlagen/rechtliche-grundlagen-node.html
- RKI – Sicherheit von Impfungen: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Sicherheit/sicherheit-von-impfungen-node.html
- RKI – Meldebogen „Verdacht einer Impfnebenwirkung": https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Meldewesen/Meldeboegen/Impfreaktion/impfreaktion.html
- Paul-Ehrlich-Institut – IfSG-Meldebogen Verdacht einer Impfkomplikation (PDF): https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/arzneimittelsicherheit/pharmakovigilanz/ifsg-meldebogen-verdacht-impfkomplikation.pdf
- LSG Bayern, Urteil vom 30.04.2024 – L 15 VJ 2/23 (Vollbeweis im Impfschadensrecht, COVID-19-Impfung), dejure.org: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Bayern&Datum=30.04.2024&Aktenzeichen=L%2015%20VJ%202%2F23
- LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 28.04.2022 – L 6 VJ 254/21 (Erforderlichkeit der ärztlichen Dokumentation einer unüblichen Impfreaktion), dejure.org: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Baden-W%FCrttemberg&Datum=28.04.2022&Aktenzeichen=L%206%20VJ%20254%2F21
- SG Karlsruhe, Urteil vom 21.11.2024 – S 11 VJ 1269/24 (Myo-/Perikarditis nach mRNA-Impfung), dejure.org: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=SG%20Karlsruhe&Datum=21.11.2024&Aktenzeichen=S%2011%20VJ%201269%2F24
- SG München, Urteil vom 24.06.2026 – S 48 VJ 57/23 (Small-Fiber-Neuropathie, Kann-Versorgung), dejure.org: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=SG%20M%FCnchen&Datum=24.06.2026&Aktenzeichen=S%2048%20VJ%2057%2F23
- SG München, Zwischenurteil vom 29.01.2026 – S 15 VJ 67/24 (Primär-/Sekundärschaden, Wahrscheinlichkeit), dejure.org: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=SG%20M%FCnchen&Datum=29.01.2026&Aktenzeichen=S%2015%20VJ%2067%2F24

## Änderungsverlauf

- 2026-09-03: Erstveröffentlichung. § 24 SGB XIV verbatim gegen dejure.org geprüft (Fassung des Pflegestudiumstärkungsgesetzes vom 12.12.2023, BGBl. I Nr. 359, in Kraft seit 01.01.2024), einschließlich der vier Fallgruppen (§ 20 Abs. 3, Abs. 5, Abs. 6/7 IfSG, § 20i Abs. 3 SGB V) und der Drittschädigung bei vermehrungsfähigen Erregern (Satz 2). Wegfall des § 60 IfSG zum 01.01.2024 durch das Gesetz zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts vom 12.12.2019 (BGBl. I S. 2652) gegen dejure.org belegt; Übergangsregelung § 141 SGB XIV verbatim geprüft. Kausalitätsmaßstab und Kann-Versorgung aus § 4 Abs. 4 bis 6 SGB XIV, mit der Impfschaden-Besonderheit der Landesbehörden-Zustimmung (Abs. 6 Satz 2). GdS-Bemessung, Zehnergrade und Sechs-Monats-Grenze aus § 5 Abs. 1 SGB XIV. Antrags- und Fristenregime aus § 4 Abs. 1 Satz 2, §§ 10, 11 SGB XIV. Beträge der monatlichen Entschädigungszahlung (452 / 905 / 1.357 / 1.810 / 2.261 Euro, +20 % bei schwersten Schädigungsfolgen) aus § 83 SGB XIV in der Fassung der Anpassungsverordnung zum 1. Juli 2026 vom 17.06.2026 (BGBl. I Nr. 179), in Kraft seit 01.07.2026. Leistungskatalog aus § 3 SGB XIV. Meldeweg über § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 und § 11 Abs. 4 IfSG zum Paul-Ehrlich-Institut. Abgrenzung zu den bestehenden Themenseiten Schutzimpfungen (§ 20i SGB V) und Behandlungsfehler-Haftung (§§ 630a, 630h BGB) vermerkt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

Rechtsstand: 3. September 2026. § 24 SGB XIV gilt in der Fassung des Pflegestudiumstärkungsgesetzes vom 12.12.2023 (BGBl. I Nr. 359), in Kraft seit 1. Januar 2024. § 83 SGB XIV gilt in der Fassung der Verordnung zur Anpassung der Entschädigungszahlungen nach dem Vierzehnten Buch Sozialgesetzbuch zum 1. Juli 2026 vom 17.06.2026 (BGBl. I Nr. 179), in Kraft seit 1. Juli 2026; die Beträge werden jährlich zum 1. Juli durch Rechtsverordnung angepasst, die nächste Anpassung ist zum 1. Juli 2027 zu erwarten. § 60 IfSG ist zum 1. Januar 2024 weggefallen und wird hier nur noch im Rahmen der Übergangsvorschrift des § 141 SGB XIV in Bezug genommen. Die inhaltlichen Maßstäbe für die Bemessung des Grades der Schädigungsfolgen ergeben sich aus der Rechtsverordnung nach § 5 Abs. 2 SGB XIV. Der Anspruch auf Schutzimpfungen als Kassenleistung (§ 20i SGB V) und die zivilrechtliche Behandlungsfehler-Haftung (§§ 630a, 630h BGB) werden auf eigenen Themenseiten behandelt. Zuständig für Antrag und Bescheid ist die Versorgungsverwaltung des jeweiligen Landes; die konkrete Behördenbezeichnung unterscheidet sich zwischen den Ländern.
