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title: Weiterbildungsstipendium 2026 – Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB)
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# Weiterbildungsstipendium 2026 – Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB)

## Kurzantwort

Das **Weiterbildungsstipendium** ist Teil der **Begabtenförderung berufliche Bildung** des Bundes und richtet sich an **besonders erfolgreiche junge Fachkräfte nach einer Berufsausbildung**. Es fördert **fachliche und fachübergreifende Weiterbildungen** sowie – unter Voraussetzungen – ein **berufsbegleitendes Studium**. Gefördert wird mit **Zuschüssen von insgesamt bis zu 9.135 €** über einen **festen Förderzeitraum von maximal drei Jahren** (Aufnahmejahr plus zwei Folgejahre); pro Fördermaßnahme ist ein **Eigenanteil von 10 %** zu tragen, der den Gesamtförderbetrag **nicht schmälert**. Im ersten Förderjahr gibt es zusätzlich einen **IT-Bonus von 250 €** für die Anschaffung eines Computers. **Aufnahmevoraussetzung** ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Beruf mit einer **Abschlussprüfung von mindestens 87 Punkten bzw. Note 1,9 oder besser** – alternativ ein **Platz 1–3 bei einem überregionalen Leistungswettbewerb** oder ein **begründeter Vorschlag** des Arbeitgebers oder der Berufsschule. Die Aufnahme ist grundsätzlich **bis zum Alter von 24 Jahren** möglich (durch Freiwilligendienst, Elternzeit u. a. bis zu drei Jahre später). Wer bereits einen **Hochschulabschluss** hat, ist ausgeschlossen. Anders als das **Aufstiegs-BAföG (AFBG)** ist das Weiterbildungsstipendium ein **leistungsabhängiges Auswahlstipendium** und einkommensunabhängig. Die Mittel stellt das **BMFTR** (ehemals BMBF) bereit, die bundesweite Durchführung koordiniert die **Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB)**; vergeben wird es durch die **zuständige Kammer/Berufsbildungsstelle** (Gesundheitsfachberufe: direkt bei der SBB).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Programm | Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung berufliche Bildung) |
| Rechtsgrundlage | BMBF-Richtlinien vom 08.08.2024 (Bekanntmachung Begabtenförderung berufliche Bildung) |
| Fördermittelgeber | Bund – BMFTR (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, ehem. BMBF) |
| Durchführung/Koordination | Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) gGmbH, Bonn |
| Bewilligende Stelle | Zuständige Kammer/Berufsbildungsstelle (IHK, HWK, Kammern freier Berufe u. a.); Gesundheitsfachberufe: SBB direkt |
| Gesamtförderbetrag | bis zu 9.135 € (Zuschüsse, nicht rückzahlbar) |
| Förderzeitraum | fest: Aufnahmejahr + 2 Folgejahre (max. 3 Jahre), Ende 31.12. des übernächsten Jahres |
| Eigenanteil je Maßnahme | 10 % (schmälert den Gesamtförderbetrag nicht) |
| IT-Bonus | 250 € im 1. Förderjahr für Computer (mit erster Maßnahme) |
| Geförderte Kosten | Maßnahme-, Fahrt-, Aufenthaltskosten, notwendige Arbeitsmittel, Prüfungskosten |
| Förderfähige Maßnahmen | fachliche/fachübergreifende Weiterbildungen, Aufstiegsfortbildungen (Meister/Techniker/Fachwirt), berufsbegleitendes Studium (aufbauend) |
| Leistungsvoraussetzung | Abschlussprüfung ≥ 87 Punkte bzw. Note 1,9 oder besser |
| Alternative Zugänge | Platz 1–3 überregionaler Leistungswettbewerb ODER begründeter Vorschlag Arbeitgeber/Berufsschule |
| Altersgrenze | Aufnahme bis 24 Jahre; bis zu 3 Jahre später bei Freiwilligendienst, Elternzeit u. a. |
| Ausschluss | vorhandener Hochschulabschluss |
| Einkommensprüfung | nein (Auswahlstipendium, leistungsabhängig) |
| Antragslogik | „Erst Aufnahme, dann Förderung" – Maßnahmeantrag vor Maßnahmenbeginn |
| Abgrenzung zu AFBG | AFBG: Rechtsanspruch, altersunabhängig, Zuschuss+Darlehen; Stipendium: Auswahl, Altersgrenze, reiner Zuschuss |

## Geltungsbereich

Das Weiterbildungsstipendium gilt **bundesweit** und richtet sich an **beruflich Qualifizierte**, die eine Ausbildung in einem **anerkannten Ausbildungsberuf** (duale Ausbildung) oder in einem **bundesgesetzlich geregelten Gesundheitsfachberuf** (z. B. Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Physiotherapie, MTA, PTA, Notfallsanitäter/-in, Logopädie) erfolgreich abgeschlossen haben. Es ist ein **leistungs- und begabungsabhängiges Auswahlstipendium** – kein Rechtsanspruch: Über die Aufnahme entscheidet die zuständige Stelle im Rahmen der verfügbaren Plätze. Im Programm des Bundes werden jährlich mehr als 6.000 Personen neu aufgenommen.

Das Stipendium ist **einkommensunabhängig** und zielt auf die **Weiterqualifizierung nach der Ausbildung**. Förderfähig sind anspruchsvolle, in der Regel **berufsbegleitende** Maßnahmen: fachbezogene Lehrgänge (z. B. Schweißlehrgang, Wundmanagement, Palliative Care), Vorbereitungskurse auf **Aufstiegsfortbildungen** (Meister/-in, Techniker/-in, Fachwirt/-in, Betriebswirt/-in), fachübergreifende Seminare (Fremdsprachen, Softwarekurse, Qualitätsmanagement) sowie **berufsbegleitende Studiengänge**, die auf der Ausbildung oder der Berufstätigkeit aufbauen. Auch **Weiterbildungen im Ausland** (z. B. Intensivsprachkurse) sind möglich.

Vom **Aufstiegsstipendium** (ebenfalls SBB) ist das Weiterbildungsstipendium abzugrenzen: Das Aufstiegsstipendium fördert ein **Erststudium** an einer Hochschule für beruflich besonders Qualifizierte, das Weiterbildungsstipendium hingegen **Weiterbildungen und berufsbegleitende Studiengänge**. Wer bereits einen Hochschulabschluss besitzt, ist vom Weiterbildungsstipendium ausgeschlossen.

## Wie funktioniert das Weiterbildungsstipendium

**Schritt 1 — Voraussetzungen prüfen.** Erforderlich sind eine **abgeschlossene Berufsausbildung** und ein **Leistungsnachweis**: Abschlussprüfung mit **mindestens 87 Punkten bzw. Note 1,9 oder besser**, **alternativ** Platz 1–3 bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb **oder** ein begründeter Vorschlag des Arbeitgebers/der Berufsschule. Die Aufnahme ist grundsätzlich **bis 24 Jahre** möglich; Zeiten wie Freiwilligendienst oder Elternzeit verschieben die Grenze um bis zu drei Jahre.

**Schritt 2 — Bewerben.** Absolventinnen und Absolventen einer **dualen Ausbildung** bewerben sich bei der **Stelle, bei der der Berufsausbildungsvertrag eingetragen war** (IHK, HWK, Kammer der freien Berufe, Berufsbildungsstelle). Bewerbende aus **Gesundheitsfachberufen** wenden sich **direkt an die SBB**. Verfahren: Stammblatt anfordern, mit Kopie des Berufsabschlusszeugnisses und weiteren Unterlagen einsenden. Bewerbungstermine legen die zuständigen Stellen selbst fest.

**Schritt 3 — Aufnahme abwarten.** Es gilt **„erst Aufnahme, dann Förderung"**: Das Stipendium beginnt mit dem im **Aufnahmeschreiben** bestätigten Tag. Vor der Aufnahme begonnene Weiterbildungen sind nur förderfähig, wenn der **Aufnahmeantrag vor Maßnahmenbeginn** bei der zuständigen Stelle vorlag.

**Schritt 4 — Maßnahmen beantragen und abrufen.** Stipendiatinnen und Stipendiaten **wählen die Lehrgänge selbst** und stellen **vor Beginn jeder Maßnahme** einen Förderantrag. Aus dem Budget von **bis zu 9.135 €** lassen sich beliebig viele förderfähige Maßnahmen finanzieren, bis der Betrag ausgeschöpft oder der Dreijahreszeitraum beendet ist. Je Maßnahme sind **10 % Eigenanteil** zu tragen. Im ersten Jahr ist zusätzlich der **IT-Bonus (250 €)** möglich.

**Schritt 5 — Förderzeitraum beachten.** Das **Aufnahmejahr** zählt unabhängig vom konkreten Aufnahmetermin als erstes Förderjahr; das Stipendium endet regelmäßig am **31. Dezember des übernächsten Jahres**. Kostenintensive Maßnahmen (z. B. Meistervorbereitung) schöpfen das Budget schnell aus – danach sind nur noch kleinere Lehrgänge möglich.

## Häufige Fehler

- **„Das Weiterbildungsstipendium ist dasselbe wie das Aufstiegs-BAföG."** Falsch — das **AFBG** ist ein einkommensunabhängiger **Rechtsanspruch** ohne Altersgrenze mit Zuschuss- und Darlehensanteil; das Weiterbildungsstipendium ist ein **leistungsabhängiges Auswahlstipendium** mit Altersgrenze und **reinem Zuschuss**. Eine Kombination beider Förderungen für dieselben Kosten ist nicht möglich.
- **„Ich kann mich auch mit einem Hochschulabschluss bewerben."** Falsch — wer **bereits einen Hochschulabschluss** hat, ist ausgeschlossen. Für ein Erststudium beruflich Qualifizierter gibt es das **Aufstiegsstipendium**.
- **„Die Note spielt keine Rolle."** Falsch — regulär sind **mindestens 87 Punkte bzw. Note 1,9 oder besser** nötig. Ohne diese Note ist die Aufnahme nur über **Platzierung 1–3 bei einem überregionalen Wettbewerb** oder einen **begründeten Vorschlag** des Arbeitgebers/der Berufsschule möglich.
- **„Ich kann mich mit 30 noch bewerben."** In der Regel falsch — die Aufnahme ist **bis 24 Jahre** möglich. Nur anrechenbare Zeiten (Freiwilligendienst, Elternzeit u. a.) verschieben die Grenze um **bis zu drei Jahre**.
- **„Ich beantrage die Förderung nach dem Kurs."** Falsch — die Förderung ist **vor Beginn** jeder Maßnahme zu beantragen; zudem gilt **„erst Aufnahme, dann Förderung"**.
- **„Der 10-%-Eigenanteil geht von den 9.135 € ab."** Falsch — der **Eigenanteil schmälert den Gesamtförderbetrag nicht**; er ist zusätzlich zur bezuschussten Summe selbst zu tragen.
- **„Ein berufsbegleitendes Studium ist ausgeschlossen."** Falsch — ein **berufsbegleitendes Studium**, das auf Ausbildung oder Berufstätigkeit aufbaut, ist unter Voraussetzungen förderfähig.











## Quellen

- SBB – Weiterbildungsstipendium (Übersicht, Förderhöhe, Voraussetzungen): https://www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium
- SBB – Wie wird gefördert (9.135 €, 10 % Eigenanteil, Förderzeitraum): https://www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium/wie-wird-gefoerdert
- SBB – Was wird gefördert (förderfähige Maßnahmen, IT-Bonus, Kostenarten): https://www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium/was-wird-gefoerdert
- SBB – Kann ich mich bewerben (87 Punkte/Note 1,9, Altersgrenze, Ausschluss Hochschulabschluss): https://www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium/kann-ich-mich-bewerben
- BMFTR/BMBF – Richtlinien Begabtenförderung berufliche Bildung (Bekanntmachung 08.08.2024): https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2024/08/2024-08-08-Bekanntmachung-Berufsausbildung.html
- SBB – Aufstiegsstipendium (Abgrenzung): https://www.sbb-stipendien.de/aufstiegsstipendium

## Änderungsverlauf

- 2026-08-09: Erstveröffentlichung mit Stand 2026. Gesamtförderbetrag 9.135 € über max. 3 Jahre (Aufnahmejahr + 2 Folgejahre), Eigenanteil 10 % je Maßnahme (ohne Minderung des Gesamtbetrags), IT-Bonus 250 €, Leistungsvoraussetzung (≥ 87 Punkte/Note 1,9 oder besser bzw. Wettbewerbsplatzierung/Vorschlag), Altersgrenze (Aufnahme bis 24 Jahre, +3 Jahre bei anrechenbaren Zeiten), Ausschluss Hochschulabschluss, Antragslogik „erst Aufnahme, dann Förderung" sowie Zuständigkeit (SBB/BMFTR, Kammern) gegen die offiziellen SBB-Seiten (sbb-stipendien.de) und die BMBF-Richtlinien vom 08.08.2024 verifiziert. Abgrenzung zum Aufstiegs-BAföG (AFBG) und zum Aufstiegsstipendium ergänzt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-08-09
- Gültig ab: 2024-08-08 (geltende BMBF-Richtlinien Begabtenförderung berufliche Bildung)
- Status: aktuell (factcheck_status: ok — Fördersätze, Voraussetzungen und Verfahren gegen die offiziellen Seiten der SBB und die BMBF-Richtlinien geprüft; Aufnahme ist Auswahlentscheidung der zuständigen Stelle, kein Rechtsanspruch)
- Quellenautorität: A (BMFTR/BMBF, SBB als bundesweit koordinierende Stelle)
- Lizenz: CC BY 4.0
