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title: Medizinische Vorsorgeleistungen und Mutter-/Vater-Kind-Kur (§§ 23, 24 SGB V) – Anspruch, Dauer, Wiederholungsfristen und Zuzahlung 2026
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# Medizinische Vorsorgeleistungen und Mutter-/Vater-Kind-Kur (§§ 23, 24 SGB V) – Anspruch, Dauer, Wiederholungsfristen und Zuzahlung 2026

## Kurzantwort

**Medizinische Vorsorge** ist eine eigenständige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung – rechtlich streng zu trennen von der **Rehabilitation** (§ 40 SGB V). Nach **§ 23 Abs. 1 SGB V** besteht ein Anspruch, wenn Leistungen erforderlich sind, um eine **Schwächung der Gesundheit** zu beseitigen, einer **Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes** entgegenzuwirken, **Krankheiten zu verhüten** oder deren Verschlimmerung zu vermeiden oder **Pflegebedürftigkeit zu vermeiden**. Reichen ambulante Leistungen nicht aus oder scheitern sie an beruflichen oder familiären Umständen, erbringt die Kasse eine **ambulante Vorsorgeleistung in einem anerkannten Kurort** (§ 23 Abs. 2); die Satzung kann dafür einen Zuschuss von **bis zu 16 Euro täglich** vorsehen, bei chronisch kranken Kleinkindern **bis zu 25 Euro**. Reicht auch das nicht aus, folgt die **stationäre Vorsorge** mit Unterkunft und Verpflegung (§ 23 Abs. 4) – in der Regel **längstens drei Wochen**, bei Kindern unter 14 Jahren dagegen **vier bis sechs Wochen** (§ 23 Abs. 7).

Die **Mutter-Kind- und Vater-Kind-Maßnahme** hat mit **§ 24 SGB V** eine eigene Rechtsgrundlage. Sie ist seit 2007 **Pflichtleistung** ("haben … Anspruch") und wird in Einrichtungen des **Müttergenesungswerks** oder gleichartigen Einrichtungen mit **Versorgungsvertrag nach § 111a SGB V** erbracht. Entscheidend: **§ 24 Abs. 1 Satz 4 SGB V erklärt § 23 Abs. 4 Satz 1 für nicht anwendbar** – für die Elternteil-Kind-Maßnahme muss also **nicht** zuerst eine ambulante Vorsorge erfolglos versucht worden sein.

**Wiederholung:** ambulante Vorsorge frühestens nach **drei Jahren**, stationäre Vorsorge frühestens nach **vier Jahren** (§ 23 Abs. 5 Satz 4) – Ausnahme nur bei dringender medizinischer Erforderlichkeit. **Zuzahlung 2026:** Versicherte ab **18 Jahren** zahlen bei stationärer Vorsorge und bei Maßnahmen nach § 24 den Betrag nach **§ 61 Satz 2 SGB V**, also **10 Euro je Kalendertag** (§ 23 Abs. 6, § 24 Abs. 3); begrenzt wird das nur durch die **Belastungsgrenze** des § 62 SGB V.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage Vorsorge allgemein | § 23 SGB V [gesetze-im-internet.de, dejure.org] |
| Rechtsgrundlage Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme | § 24 SGB V [gesetze-im-internet.de, dejure.org] |
| Fassung § 23 SGB V | Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) vom 19.06.2023, BGBl. I Nr. 155 – in Kraft seit 01.07.2025 |
| Fassung § 24 SGB V | PUEG vom 19.06.2023, BGBl. I Nr. 155 – in Kraft seit 01.01.2024 |
| Vorsorgeziele (§ 23 Abs. 1 Nr. 1–4) | Schwächung der Gesundheit beseitigen; Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenwirken; Krankheiten verhüten oder Verschlimmerung vermeiden; Pflegebedürftigkeit vermeiden |
| Ambulante Vorsorge (§ 23 Abs. 2 Satz 1) | in **anerkannten Kurorten**, wenn Leistungen nach Abs. 1 nicht ausreichen oder wegen beruflicher/familiärer Umstände nicht durchführbar sind |
| Satzungszuschuss ambulante Vorsorge (§ 23 Abs. 2 Satz 2) | **bis zu 16 Euro täglich** zu den übrigen Kosten – Kann-Regelung der Kassensatzung |
| Erhöhter Zuschuss (§ 23 Abs. 2 Satz 3) | **bis zu 25 Euro** bei ambulanter Vorsorge für versicherte **chronisch kranke Kleinkinder** |
| Stationäre Vorsorge (§ 23 Abs. 4 Satz 1) | Behandlung mit Unterkunft und Verpflegung in Vorsorgeeinrichtung mit Vertrag nach **§ 111 SGB V** |
| Sonderweg Pflegepersonen (§ 23 Abs. 4 Satz 1 Hs. 2) | Pflegepersonen i. S. d. § 19 Satz 1 SGB XI auch in Einrichtungen mit Vertrag nach **§ 111a SGB V** |
| Regeldauer stationäre Vorsorge (§ 23 Abs. 5 Satz 2) | **längstens 3 Wochen**, Verlängerung nur bei dringender medizinischer Erforderlichkeit |
| Abweichung durch Leitlinien (§ 23 Abs. 5 Satz 3) | GKV-Spitzenverband kann Indikationen mit **Regeldauer** festlegen; Abweichung nur aus dringenden medizinischen Gründen im Einzelfall |
| Stationäre Vorsorge für Kinder unter 14 (§ 23 Abs. 7) | **in der Regel 4 bis 6 Wochen** |
| Wiederholungsfrist ambulante Vorsorge (§ 23 Abs. 5 Satz 4) | **3 Jahre** |
| Wiederholungsfrist stationäre Vorsorge (§ 23 Abs. 5 Satz 4) | **4 Jahre** |
| Durchbrechung der Wiederholungsfrist | nur wenn vorzeitige Leistung **aus medizinischen Gründen dringend erforderlich** ist |
| Wunsch- und Wahlrecht (§ 23 Abs. 5 Satz 1) | Kasse entscheidet nach **pflichtgemäßem Ermessen** unter entsprechender Anwendung von § 8 SGB IX |
| Antragsverbund Pflege (§ 23 Abs. 5a) | Antrag der Pflegeperson gilt zugleich als Antrag nach **§ 42b Abs. 1 Satz 1 SGB XI**; Kasse leitet weiter und benennt Einrichtungen |
| Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme – Voraussetzungen (§ 24 Abs. 1 Satz 1) | dieselben Voraussetzungen wie **§ 23 Abs. 1** |
| Vater-Kind-Maßnahme (§ 24 Abs. 1 Satz 2) | ausdrücklich gleichgestellt, in dafür geeigneten Einrichtungen |
| Kein Nachrang (§ 24 Abs. 1 Satz 4) | **§ 23 Abs. 4 Satz 1 gilt nicht** – kein vorheriger Versuch ambulanter Vorsorge nötig |
| Einrichtungsbindung (§ 24 Abs. 1 Satz 3) | nur Einrichtungen mit **Versorgungsvertrag nach § 111a SGB V** |
| Übergangsfiktion § 111a Abs. 2 Satz 3 | fiktiver Versorgungsvertrag für Alt-Einrichtungen galt **bis zum 31.12.2025** |
| Zuzahlung stationäre Vorsorge (§ 23 Abs. 6) | ab **18 Jahren**: Betrag nach § 61 Satz 2 SGB V = **10 Euro je Kalendertag**, an die Einrichtung, weiterzuleiten an die Kasse |
| Zuzahlung § 24-Maßnahme (§ 24 Abs. 3) | identisch: **10 Euro je Kalendertag** ab 18 Jahren |
| Zuzahlungsfreiheit | Versicherte **unter 18 Jahren** – auch mitreisende Kinder |
| Obergrenze der Eigenbelastung | **Belastungsgrenze § 62 SGB V**: 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen, 1 % bei schwerwiegend chronisch Kranken |
| Entscheidungsfrist der Kasse (§ 13 Abs. 3a SGB V) | 3 Wochen, mit Gutachten des Medizinischen Dienstes 5 Wochen; sonst Genehmigungsfiktion |
| Widerspruchsfrist | **1 Monat** ab Bekanntgabe des Bescheids (§ 84 SGG) |
| Entgeltfortzahlung (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EntgFG) | §§ 3 bis 4a, 6 bis 8 EntgFG gelten entsprechend, wenn ein Sozialleistungsträger die Maßnahme **bewilligt** hat **und** sie **in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation** durchgeführt wird |
| Mitteilungspflicht (§ 9 Abs. 2 EntgFG) | Antrittszeitpunkt, voraussichtliche Dauer, Verlängerung **unverzüglich** melden; Bewilligungs- bzw. ärztliche Bescheinigung vorlegen |
| Urlaubsanrechnung (§ 10 BUrlG) | Vorsorge-/Reha-Maßnahmen dürfen **nicht auf den Urlaub angerechnet** werden, soweit Entgeltfortzahlungsanspruch besteht |
| Abgrenzung zur Reha | § 40 SGB V (allgemeine medizinische Reha), § 41 SGB V (Mutter-/Vater-Kind-**Reha**) – eigene Rechtsgrundlagen |

## Vorsorge ist nicht Rehabilitation

Der häufigste Fehler beginnt beim Begriff. **Vorsorge** nach §§ 23, 24 SGB V setzt **vor** der manifesten, behandlungsbedürftigen Krankheit an: Es geht um eine drohende Gesundheitsschwächung, um die Verhütung von Krankheit oder Verschlimmerung, um die Entwicklung eines Kindes und um die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. **Rehabilitation** nach § 40 SGB V (bzw. § 41 SGB V für Mütter und Väter) knüpft dagegen an § 27 Abs. 1 SGB V an und dient dazu, eine bereits eingetretene Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern oder auszugleichen.

Die Unterscheidung ist keine Begriffsspielerei: Sie entscheidet über die anwendbare Anspruchsnorm, über die **Wiederholungsfristen** (drei bzw. vier Jahre bei der Vorsorge nach § 23 Abs. 5 Satz 4 – vier Jahre bei der Reha nach § 40 Abs. 3 SGB V), über die Einrichtungsart und über die Zuständigkeit anderer Träger. Kassen und Medizinischer Dienst prüfen die Zuordnung im Antragsverfahren; eine als Vorsorge beantragte Maßnahme kann als Reha bewilligt werden und umgekehrt.

## § 23 Abs. 1: die vier Vorsorgeziele

Der Anspruch auf ärztliche Behandlung und auf Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln besteht nach **§ 23 Abs. 1 SGB V**, wenn diese Leistungen notwendig sind,

1. **eine Schwächung der Gesundheit** zu beseitigen, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde,
2. **einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes** entgegenzuwirken,
3. **Krankheiten zu verhüten** oder deren Verschlimmerung zu vermeiden oder
4. **Pflegebedürftigkeit zu vermeiden**.

Für die Leistungen nach Abs. 1 und Abs. 2 gelten die Verordnungs- und Zuzahlungsregeln der **§§ 31 bis 34 SGB V** entsprechend (§ 23 Abs. 3) – Arznei- und Heilmittel im Rahmen einer Vorsorgeleistung folgen also denselben Regeln wie in der Krankenbehandlung.

## Die Eskalationsstufen: ambulant, Kurort, stationär

**Stufe 1 – Leistungen nach § 23 Abs. 1** am Wohnort: ärztliche Behandlung, Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel.

**Stufe 2 – ambulante Vorsorgeleistung im anerkannten Kurort (§ 23 Abs. 2 Satz 1):** Sie greift, wenn die Leistungen nach Abs. 1 **nicht ausreichen** oder wegen **besonderer beruflicher oder familiärer Umstände nicht durchgeführt** werden können. Die Krankenkasse trägt hier die Kosten der ärztlichen Behandlung und der verordneten Kurmittel. Für Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten – die "übrigen Kosten" – **kann** die Satzung nach § 23 Abs. 2 Satz 2 einen Zuschuss von **bis zu 16 Euro täglich** vorsehen; bei ambulanten Vorsorgeleistungen für versicherte **chronisch kranke Kleinkinder** kann dieser Zuschuss nach Satz 3 auf **bis zu 25 Euro** erhöht werden. Beides sind Höchstbeträge und **Satzungsleistungen**: Die konkrete Höhe unterscheidet sich von Kasse zu Kasse und ist in der jeweiligen Satzung nachzulesen.

**Stufe 3 – stationäre Vorsorge (§ 23 Abs. 4 Satz 1):** Reichen die Leistungen nach Abs. 1 und 2 nicht aus, erbringt die Kasse Behandlung **mit Unterkunft und Verpflegung** in einer Vorsorgeeinrichtung, mit der ein **Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V** besteht. Für **Pflegepersonen im Sinne des § 19 Satz 1 SGB XI** darf die Kasse unter denselben Voraussetzungen auch eine Einrichtung mit Vertrag nach **§ 111a SGB V** – also eine Einrichtung des Müttergenesungswerks oder eine gleichartige Einrichtung – wählen. Über Anträge nach Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 sowie deren Erledigung führen die Kassen nach § 23 Abs. 4 Satz 2 **statistische Erhebungen** durch.

## Dauer und Wiederholungsfristen

Nach **§ 23 Abs. 5 Satz 1** bestimmt die Krankenkasse **Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung** der stationären Vorsorge sowie die Einrichtung nach **pflichtgemäßem Ermessen** – und zwar unter **entsprechender Anwendung des Wunsch- und Wahlrechts** der Leistungsberechtigten nach **§ 8 SGB IX**. Die besonderen Belange von Pflegepersonen i. S. d. § 19 Satz 1 SGB XI sind dabei ausdrücklich zu berücksichtigen.

**Regeldauer:** Leistungen nach § 23 Abs. 4 sollen **längstens drei Wochen** erbracht werden, es sei denn, eine Verlängerung ist **aus medizinischen Gründen dringend erforderlich** (§ 23 Abs. 5 Satz 2). Diese Drei-Wochen-Grenze gilt nach **Satz 3** dort **nicht**, wo der **GKV-Spitzenverband** – nach Anhörung der maßgeblichen Spitzenorganisationen der Vorsorgeeinrichtungen – **in Leitlinien Indikationen festgelegt und diesen jeweils eine Regeldauer zugeordnet** hat; von dieser Regeldauer darf dann nur bei dringenden medizinischen Gründen im Einzelfall abgewichen werden.

**Kinder:** Medizinisch notwendige **stationäre** Vorsorgemaßnahmen für versicherte Kinder, die das **14. Lebensjahr noch nicht vollendet** haben, sollen nach **§ 23 Abs. 7** in der Regel **vier bis sechs Wochen** erbracht werden.

**Wiederholung (§ 23 Abs. 5 Satz 4):** Leistungen nach Abs. 2 (ambulante Vorsorge) können **nicht vor Ablauf von drei Jahren**, Leistungen nach Abs. 4 (stationäre Vorsorge) **nicht vor Ablauf von vier Jahren** nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen erbracht werden, deren Kosten auf Grund öffentlich-rechtlicher Vorschriften getragen oder bezuschusst worden sind. Die Frist ist durchbrechbar, wenn eine **vorzeitige Leistung aus medizinischen Gründen dringend erforderlich** ist. Praktisch relevant: Die Sperrfrist knüpft nicht nur an Leistungen derselben Kasse an, sondern an "solche oder ähnliche" öffentlich-rechtlich finanzierte Maßnahmen – eine vom Rentenversicherungsträger bezahlte Maßnahme zählt also mit.

## Mutter-Kind- und Vater-Kind-Maßnahme (§ 24 SGB V)

**§ 24 Abs. 1 Satz 1 SGB V** gibt Versicherten **unter den in § 23 Abs. 1 genannten Voraussetzungen** einen Anspruch auf aus medizinischen Gründen erforderliche Vorsorgeleistungen **in einer Einrichtung des Müttergenesungswerks oder einer gleichartigen Einrichtung**; die Leistung **kann in Form einer Mutter-Kind-Maßnahme** erbracht werden. **Satz 2** stellt **Vater-Kind-Maßnahmen** in dafür geeigneten Einrichtungen ausdrücklich gleich. **Satz 3** bindet die Leistung an Einrichtungen mit **Versorgungsvertrag nach § 111a SGB V**.

Die rechtlich wichtigste Aussage steht in **§ 24 Abs. 1 Satz 4**: **§ 23 Abs. 4 Satz 1 gilt nicht**. Damit entfällt für die Elternteil-Kind-Maßnahme die Stufenfolge des § 23 – es muss also **nicht** zuvor eine ambulante Vorsorge erfolglos versucht oder als unzureichend belegt werden. § 23 Abs. 4 Satz 2 (statistische Erhebungen) gilt dagegen entsprechend. Über **§ 24 Abs. 2** gelten die Ermessens-, Dauer- und Fristregelungen des **§ 23 Abs. 5 und 5a** entsprechend.

Seit der Änderung durch das **GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz** (in Kraft seit 01.04.2007) formuliert § 24 Abs. 1 Satz 1 einen **Anspruch** ("haben … Anspruch") – die Maßnahme ist damit **Pflichtleistung** und keine Ermessensleistung mehr. Die Kasse hat weiterhin Ermessen bei Art, Dauer, Umfang, Beginn und Einrichtung (§ 23 Abs. 5 Satz 1 i. V. m. § 24 Abs. 2), nicht aber beim "Ob" des Anspruchs, wenn die medizinischen Voraussetzungen vorliegen.

**Begleitkinder:** Das Bundessozialgericht hat mit zwei Urteilen vom **28.05.2019** entschieden, dass die Mitversorgung eines Begleitkindes ohne eigene Behandlungsbedürftigkeit **Annex der als eigenständige Gesamtleistung konzipierten** Elternteil-Kind-Maßnahme ist (B 1 KR 4/18 R und B 1 KR 14/18 R). Eine starre Altersgrenze für die Mitnahme von Kindern lässt sich aus der Begutachtungsrichtlinie allein nicht ableiten (so bereits SG Halle, 23.11.2016 – S 35 KR 165/16).

## Einrichtungsbindung und § 111a-Versorgungsvertrag

Nach **§ 111a Abs. 1 Satz 1 SGB V** dürfen die Krankenkassen stationäre medizinische Leistungen zur **Vorsorge für Mütter und Väter (§ 24)** oder zur **Rehabilitation für Mütter und Väter (§ 41)** **nur** in Einrichtungen des Müttergenesungswerks, gleichartigen Einrichtungen oder für Vater-Kind-Maßnahmen geeigneten Einrichtungen erbringen lassen, **mit denen ein Versorgungsvertrag besteht**.

**§ 111a Abs. 2 Satz 1** enthielt eine Übergangsfiktion: Bei Einrichtungen, die vor dem 01.08.2002 stationäre Leistungen für die Kassen erbracht hatten, galt ein Versorgungsvertrag im Umfang der im Jahr 2001 erbrachten Leistungen als abgeschlossen. **Satz 3 begrenzt diese Fiktion ausdrücklich: "Satz 1 gilt bis zum 31. Dezember 2025."** Für Behandlungen ab dem 01.01.2026 ist damit nach dem Wortlaut des Gesetzes ein **tatsächlich abgeschlossener Versorgungsvertrag** maßgeblich. Versicherte sollten sich die Vertragsbindung der Wunscheinrichtung vor Antragstellung von der Kasse bestätigen lassen; die praktische Umsetzung dieser Stichtagsregelung ist amtlich noch nicht dokumentiert (siehe Hinweis unter "Stand").

## Zuzahlung 2026 und Belastungsgrenze

**§ 23 Abs. 6 Satz 1 SGB V** und – wortgleich – **§ 24 Abs. 3 Satz 1 SGB V** bestimmen: Versicherte, die das **achtzehnte Lebensjahr vollendet** haben und eine stationäre Vorsorgeleistung bzw. eine Maßnahme nach § 24 in Anspruch nehmen, zahlen **je Kalendertag den sich nach § 61 Satz 2 SGB V ergebenden Betrag** an die Einrichtung. Dieser Betrag beträgt **10 Euro je Kalendertag**. Die Einrichtung leitet die Zahlung an die Krankenkasse weiter (§ 23 Abs. 6 Satz 2, § 24 Abs. 3 Satz 2).

Daraus folgt für 2026:

- **Mitreisende Kinder unter 18 Jahren zahlen nichts** – die Zuzahlungspflicht knüpft ausdrücklich an die Vollendung des 18. Lebensjahres an.
- Eine **dreiwöchige** stationäre Maßnahme kostet den erwachsenen Versicherten damit rechnerisch **21 × 10 = 210 Euro**.
- Für die stationäre Vorsorge nach §§ 23, 24 SGB V enthält das Gesetz **keine gesonderte Tagesobergrenze** vergleichbar der 28-Tage-Grenze des § 39 Abs. 4 SGB V für die Krankenhausbehandlung. Gedeckelt wird die Belastung durch die **Belastungsgrenze des § 62 SGB V** (2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, 1 % für schwerwiegend chronisch Kranke).
- Die **ambulante** Vorsorgeleistung nach § 23 Abs. 2 löst **keine** Tageszuzahlung nach § 23 Abs. 6 aus – dort trägt der Versicherte die "übrigen Kosten" abzüglich des Satzungszuschusses selbst, und für Arznei- und Heilmittel gelten über § 23 Abs. 3 die §§ 31 bis 34 SGB V mit den üblichen Zuzahlungen.

## Antrag, Fristen und Widerspruch

Der Antrag wird bei der Krankenkasse gestellt, in der Regel gestützt auf ein **ärztliches Attest** oder – bei Elternteil-Kind-Maßnahmen – einen Befundbericht der Hausärztin, der Kinderärztin oder einer Beratungsstelle des Müttergenesungswerks. Die Kasse entscheidet nach **§ 13 Abs. 3a SGB V** binnen **drei Wochen**, bei Einholung eines Gutachtens des **Medizinischen Dienstes** binnen **fünf Wochen**; die Einholung muss dem Versicherten mitgeteilt werden. Wird die Frist ohne hinreichende Mitteilung überschritten, greift die **Genehmigungsfiktion**.

Gegen einen ablehnenden Bescheid ist innerhalb von **einem Monat ab Bekanntgabe Widerspruch** möglich (§ 84 SGG), gegen den Widerspruchsbescheid innerhalb eines weiteren Monats **Klage zum Sozialgericht** (§ 87 SGG); das Verfahren ist für Versicherte gerichtskostenfrei (§ 183 SGG).

**Verzahnung mit der Pflegeversicherung:** Gilt nach **§ 42b Abs. 4 Satz 1 SGB XI** der Antrag der Pflegeperson auf stationäre Vorsorge zugleich als Antrag des Pflegebedürftigen auf Leistungen nach § 42b Abs. 1 Satz 1 SGB XI, **leitet die Krankenkasse den Antrag an die Pflegekasse** bzw. das private Versicherungsunternehmen weiter und **benennt unverzüglich geeignete Einrichtungen**, sofern die Versorgung des Pflegebedürftigen in derselben Einrichtung gewünscht ist (§ 23 Abs. 5a SGB V, über § 24 Abs. 2 auch für Elternteil-Kind-Maßnahmen).

## Arbeitsrechtliche Folgen: Entgeltfortzahlung und Urlaub

**§ 9 Abs. 1 Satz 1 EntgFG** ordnet an, dass die §§ 3 bis 4a und 6 bis 8 EntgFG **entsprechend** für die Arbeitsverhinderung infolge einer Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation gelten, die **ein Träger der gesetzlichen Renten-, Kranken- oder Unfallversicherung, eine Verwaltungsbehörde der Kriegsopferversorgung oder ein sonstiger Sozialleistungsträger bewilligt hat** **und** die **in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation durchgeführt** wird. Beide Voraussetzungen müssen kumulativ vorliegen. Für Beschäftigte, die weder gesetzlich kranken- noch rentenversichert sind, genügt nach **Satz 2** eine **ärztliche Verordnung** plus Durchführung in einer entsprechenden oder vergleichbaren Einrichtung.

**§ 9 Abs. 2 EntgFG** verpflichtet Beschäftigte, dem Arbeitgeber **Antrittszeitpunkt, voraussichtliche Dauer und Verlängerung unverzüglich mitzuteilen** und unverzüglich entweder eine **Bescheinigung über die Bewilligung** durch den Sozialleistungsträger oder eine **ärztliche Bescheinigung über die Erforderlichkeit** vorzulegen.

Besteht ein Entgeltfortzahlungsanspruch, darf die Zeit der Maßnahme nach **§ 10 BUrlG nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet** werden. Umgekehrt gilt: Eine **ambulante Vorsorgekur** nach § 23 Abs. 2 SGB V erfüllt die Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 EntgFG regelmäßig **nicht**, weil sie nicht in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung durchgeführt wird – das Bundesarbeitsgericht hat dies mit Urteil vom **25.05.2016 – 5 AZR 298/15** ("Entgeltfortzahlung – Ambulante Kur") entschieden. Für eine ambulante Kur muss deshalb in aller Regel Urlaub genommen werden. Trifft eine Vorsorgemaßnahme mit einer Arbeitsunfähigkeit zusammen, gelten die Grundsätze zur Fortsetzungserkrankung (BAG, 10.09.2014 – 10 AZR 651/12).

## Rechtsprechung

- **BSG, 28.05.2019 – B 1 KR 4/18 R:** Anspruch auf eine Mutter-Kind-Maßnahme mit sogenannten Begleitkindern ohne eigene medizinische Behandlung als stationäre Vorsorgeleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
- **BSG, 28.05.2019 – B 1 KR 14/18 R:** Mitversorgung eines Begleitkindes als **Annex** der als eigenständige Gesamtleistung konzipierten Elternteil-Kind-Maßnahme.
- **BGH, 08.10.2020 – III ZR 80/20:** Eine formularmäßige **Schadensersatzklausel für den Abbruch einer Mutter-Kind-Kur** ist unwirksam.
- **BAG, 25.05.2016 – 5 AZR 298/15:** Entgeltfortzahlung bei **ambulanter Kur** – § 9 Abs. 1 EntgFG verlangt die Durchführung in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation.
- **BAG, 10.09.2014 – 10 AZR 651/12:** Vorsorgekur, Arbeitsunfähigkeit und Fortsetzungserkrankung.
- **SG Halle, 23.11.2016 – S 35 KR 165/16:** Mitnahme von Kindern – keine Altersbegrenzung allein durch die Begutachtungsrichtlinie.
- **LSG Berlin-Brandenburg, 07.08.2015 – L 1 KR 291/14:** Voraussetzungen einer **Vater-Kind-Maßnahme**.

## Häufige Fehler

- **„Die Mutter-Kind-Kur liegt im Ermessen der Krankenkasse."** Falsch – § 24 Abs. 1 Satz 1 SGB V formuliert seit 01.04.2007 einen **Anspruch**. Ermessen besteht nur bei Art, Dauer, Umfang, Beginn und Einrichtung (§ 23 Abs. 5 Satz 1 i. V. m. § 24 Abs. 2).
- **„Vor einer Mutter-Kind-Maßnahme muss ich erst eine ambulante Kur versuchen."** Falsch – **§ 24 Abs. 1 Satz 4 SGB V erklärt § 23 Abs. 4 Satz 1 ausdrücklich für nicht anwendbar**. Die Stufenfolge des § 23 gilt für § 24 nicht.
- **„Vorsorge und Reha sind dasselbe."** Falsch – Vorsorge (§§ 23, 24 SGB V) knüpft an § 23 Abs. 1 an, Reha (§§ 40, 41 SGB V) an § 27 Abs. 1 SGB V. Unterschiedliche Anspruchsnormen, Fristen und Einrichtungen.
- **„Die Sperrfrist beträgt immer vier Jahre."** Differenziert – **drei Jahre** für ambulante Vorsorge nach § 23 Abs. 2, **vier Jahre** für stationäre Vorsorge nach § 23 Abs. 4 (§ 23 Abs. 5 Satz 4). Beide sind bei dringender medizinischer Erforderlichkeit durchbrechbar.
- **„Für mein mitreisendes Kind zahle ich auch 10 Euro am Tag."** Falsch – die Zuzahlungspflicht setzt die **Vollendung des 18. Lebensjahres** voraus (§ 23 Abs. 6 Satz 1, § 24 Abs. 3 Satz 1).
- **„Der Zuschuss von 16 Euro täglich steht mir zu."** Differenziert – § 23 Abs. 2 Satz 2 ist eine **Kann-Regelung für die Kassensatzung** und nennt eine Obergrenze ("bis zu"). Ob und in welcher Höhe gezahlt wird, ergibt sich aus der Satzung der jeweiligen Kasse.
- **„Bei jeder Kur läuft mein Gehalt weiter."** Differenziert – § 9 Abs. 1 EntgFG verlangt **Bewilligung durch einen Sozialleistungsträger** **und** Durchführung **in einer Vorsorge-/Reha-Einrichtung**. Für die ambulante Kur im Kurort ist das regelmäßig nicht erfüllt (BAG, 25.05.2016 – 5 AZR 298/15).
- **„Die Krankenkasse darf sich mit der Entscheidung Zeit lassen."** Falsch – § 13 Abs. 3a SGB V setzt 3 bzw. 5 Wochen; danach greift die Genehmigungsfiktion.
- **„Ich kann jede Kurklinik frei wählen."** Differenziert – es gilt das Wunsch- und Wahlrecht nach § 8 SGB IX **entsprechend** (§ 23 Abs. 5 Satz 1), aber die Einrichtung muss einen Versorgungsvertrag nach § 111 bzw. § 111a SGB V haben.

## Quellen

- § 23 SGB V – Medizinische Vorsorgeleistungen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__23.html
- § 23 SGB V – dejure.org (Fassung, Änderungsübersicht, Rechtsprechung): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/23.html
- § 24 SGB V – Medizinische Vorsorge für Mütter und Väter: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__24.html
- § 24 SGB V – dejure.org: https://dejure.org/gesetze/SGB_V/24.html
- § 61 SGB V – Zuzahlungen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__61.html
- § 62 SGB V – Belastungsgrenze: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__62.html
- § 13 SGB V – Kostenerstattung und Genehmigungsfiktion: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__13.html
- § 111a SGB V – Versorgungsverträge mit Einrichtungen des Müttergenesungswerks: https://dejure.org/gesetze/SGB_V/111a.html
- § 111 SGB V – Versorgungsverträge mit Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__111.html
- § 40 SGB V – Leistungen zur medizinischen Rehabilitation: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__40.html
- § 41 SGB V – Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__41.html
- § 8 SGB IX – Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__8.html
- § 19 SGB XI – Begriff der Pflegepersonen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__19.html
- § 42b SGB XI – Versorgung Pflegebedürftiger bei Vorsorge-/Reha-Leistungen der Pflegeperson: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__42b.html
- § 9 EntgFG – Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation: https://dejure.org/gesetze/EntgFG/9.html
- § 10 BUrlG – Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation: https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__10.html
- §§ 84, 87 SGG – Widerspruch und Klagefrist: https://www.gesetze-im-internet.de/sgg/__84.html
- BSG, 28.05.2019 – B 1 KR 4/18 R (Begleitkinder Mutter-Kind-Maßnahme): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=28.05.2019&Aktenzeichen=B%201%20KR%204%2F18%20R
- BSG, 28.05.2019 – B 1 KR 14/18 R (Annex-Leistung Begleitkind): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=28.05.2019&Aktenzeichen=B%201%20KR%2014%2F18%20R
- BGH, 08.10.2020 – III ZR 80/20 (Schadensersatzklausel Kurabbruch unwirksam): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.10.2020&Aktenzeichen=III%20ZR%2080%2F20
- BAG, 25.05.2016 – 5 AZR 298/15 (Entgeltfortzahlung ambulante Kur): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=25.05.2016&Aktenzeichen=5%20AZR%20298%2F15
- BAG, 10.09.2014 – 10 AZR 651/12 (Vorsorgekur, Fortsetzungserkrankung): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=10.09.2014&Aktenzeichen=10%20AZR%20651%2F12
- SG Halle, 23.11.2016 – S 35 KR 165/16 (Mitnahme von Kindern): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=SG%20Halle&Datum=23.11.2016&Aktenzeichen=S%2035%20KR%20165%2F16
- LSG Berlin-Brandenburg, 07.08.2015 – L 1 KR 291/14 (Vater-Kind-Maßnahme): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Berlin-Brandenburg&Datum=07.08.2015&Aktenzeichen=L%201%20KR%20291%2F14
- GKV-Spitzenverband – Vorsorge und Rehabilitation: https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/rehabilitation/reha.jsp
- Bundesministerium für Gesundheit – Leistungen der Krankenversicherung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/

## Änderungsverlauf

- 2026-08-19: Erstveröffentlichung. Gesetzestexte § 23 SGB V (Fassung PUEG, in Kraft 01.07.2025), § 24 SGB V (Fassung PUEG, in Kraft 01.01.2024), § 111a SGB V und § 9 EntgFG im Volltext gegen dejure.org verifiziert; Zuzahlungshöhe über § 61 Satz 2 SGB V hergeleitet. factcheck_status=review_needed wegen der Stichtagsregelung § 111a Abs. 2 Satz 3 SGB V (31.12.2025) und der nicht amtlich gegengeprüften GKV-Spitzenverband-Leitlinien nach § 23 Abs. 5 Satz 3 SGB V. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-08-19
- Gültig ab: 2025-07-01 (Fassung § 23 SGB V nach dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (SGB V, SGB IX, SGB XI, EntgFG, BUrlG, SGG, BSG, BGH, BAG)
- Lizenz: CC BY 4.0
- **Hinweis (factcheck_status=review_needed):** Zwei Punkte sind vor einer Zitation im Einzelfall gegenzuprüfen. Erstens: **§ 111a Abs. 2 Satz 3 SGB V** befristet die Versorgungsvertrags-Fiktion für Alt-Einrichtungen auf den **31.12.2025**; ob und wie die betroffenen Einrichtungen ab 2026 vertraglich abgesichert wurden, ist aus den hier ausgewerteten amtlichen Quellen nicht belegt. Zweitens: Die nach **§ 23 Abs. 5 Satz 3 SGB V** möglichen **Leitlinien des GKV-Spitzenverbandes** mit indikationsbezogenen Regeldauern wurden nicht im Einzelnen gegen eine amtliche Fassung abgeglichen; die im Text genannte Regeldauer von drei Wochen ist die gesetzliche Grundregel des § 23 Abs. 5 Satz 2 und kann durch solche Leitlinien indikationsbezogen abweichen.
