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title: Mieterschutz bei neuer Gas- oder Ölheizung – hälftige Kostenteilung nach §§ 5a–5d CO2KostAufG (GModG, Stand 2026)
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# Mieterschutz bei neuer Gas- oder Ölheizung – hälftige Kostenteilung nach §§ 5a–5d CO2KostAufG (GModG, Stand 2026)

## Kurzantwort

Mit dem **Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)** – verkündet am 28. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226), in Kraft für die Heizungsregelungen am **29. Juli 2026** – darf wieder eine Gas- oder Ölheizung eingebaut werden, sie unterliegt dann aber der **Bio-Treppe des § 43 GModG**. Weil die dadurch verursachten Mehrkosten beim Brennstoff und beim Gasnetz auf die Nebenkostenabrechnung durchschlagen, hat der Gesetzgeber das **Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG)** um die **§§ 5a bis 5d** erweitert. Kernregel: Bei einer nach § 43 Abs. 1 GModG eingebauten Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung tragen **Vermieter und Mieter drei Kostenbestandteile je zur Hälfte** – die **Gas-Netzentgelte ab dem 1. Januar 2028**, die **CO2-Kosten ab dem 1. Januar 2028** (abweichend vom bisherigen Stufenmodell des § 5 Abs. 2 CO2KostAufG) und **ab dem 1. Januar 2029 den Preisbestandteil für die verpflichtend beizumischenden biogenen Brennstoffe**, letzteres begrenzt auf **maximal 30 Prozent des insgesamt verbrauchten Brennstoffs** (§ 5a Abs. 3 CO2KostAufG). Für **Neubauten**, die bis zum 31. Dezember 2029 erstmals genutzt werden, gilt dasselbe (§ 5b) – **nicht** aber, wenn der Bauantrag vor dem **13. Mai 2026** gestellt wurde. Bei **Heizungshavarie** greifen 12-Monats-Ausnahmen (§ 5a Abs. 4), bei kleinen, günstig vermietenden Eigentümern eine eng gefasste **Härtefallregel** (§ 5d). Parallel wurde das Mietrecht angepasst: **§ 559e BGB** erlaubt bei geförderten Heizungsmodernisierungen 10 % Umlage statt 8 %, verwehrt aber die 15-%-Erhaltungskostenpauschale bei einer § 43-GModG-Heizung, und der neue **§ 559f BGB** knüpft die volle Umlage der Wärmepumpenkosten an eine nachgewiesene **Jahresarbeitszahl von mindestens 2,5**.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlagen | §§ 5a, 5b, 5c, 5d CO2KostAufG; § 6 Abs. 1 S. 2, § 6 Abs. 2, § 7 Abs. 5 CO2KostAufG; §§ 559e, 559f BGB |
| Auslösendes Gesetz | Art. 4 und Art. 5 des Gesetzes vom 23.07.2026 (GModG), BGBl. 2026 I Nr. 226, verkündet 28.07.2026 |
| Inkrafttreten der Vorschriften | 29.07.2026 |
| Neuer Gesetzestitel CO2KostAufG | „Gesetz zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten **und zur Aufteilung der Betriebskosten bei Einbau einer mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickten Heizungsanlage**" |
| Anwendungsfall | Einbau **und** Betrieb einer Heizungsanlage nach § 43 Abs. 1 GModG (Bio-Treppe) in Wohnraummietverhältnissen |
| Hälftig geteilt – Bestandteil 1 | Gas-Netzentgelte nach § 40 Abs. 3 Nr. 4 EnWG, **ab 01.01.2028** (§ 5a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3 Nr. 1) |
| Hälftig geteilt – Bestandteil 2 | Kohlendioxidkosten **ab 01.01.2028**, abweichend vom Stufenmodell des § 5 Abs. 2 (§ 5a Abs. 3 Nr. 2) |
| Hälftig geteilt – Bestandteil 3 | Preisbestandteil der pflichtig beizumischenden Brennstoffe **ab 01.01.2029** (§ 5a Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 Nr. 3) |
| Deckelung Bestandteil 3 | **maximal 30 Prozent** des insgesamt verbrauchten Brennstoffs (§ 5a Abs. 3 Nr. 3) |
| Neubau | § 5a gilt entsprechend für Gebäude, die **bis 31.12.2029 neu errichtet und erstmals genutzt** werden (§ 5b S. 1) |
| Neubau-Ausnahme | keine Anwendung, wenn Bauantrag / Zustimmungsantrag / Bauanzeige **vor dem 13.05.2026** erfolgte (§ 5b S. 2) |
| Havarie-Ausnahme 1 | Einbau wegen irreparablen Ausfalls **weniger als 12 Monate vor dem 01.01.2028**: §§ 5a Abs. 1–3 für 12 Monate ab Einbau nicht anwendbar (§ 5a Abs. 4 S. 1) |
| Havarie-Ausnahme 2 | im Zeitraum des § 43 Abs. 7 S. 1 GModG keine Anwendung, wenn zum Zeitpunkt des Ausfalls keine Pflicht nach § 43 Abs. 1 GModG bestand (§ 5a Abs. 4 S. 2) |
| Havarie-Ausnahme 3 | im Fall des § 43 Abs. 7 S. 2 GModG: 12 Monate ab Einbau, wenn bei Ausfall keine § 43-Abs.-1-Pflicht bestand (§ 5a Abs. 4 S. 3) |
| Härtefall (§ 5d Abs. 1) | **fünf kumulative** Voraussetzungen: kein angespannter Wohnungsmarkt; Miete < 85 % der ortsüblichen Vergleichsmiete; Vermieter vermietet **nicht mehr als 6 Wohnungen**; Gebäude in **Effizienzklasse G oder H** (§ 86 Abs. 1 i. V. m. Anlage 10 GModG); persönliche Härte |
| Härtefall im angespannten Markt | Miete muss **< 70 %** der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen; zusätzlich Fall des § 5d Abs. 2 Nr. 3 oder Nr. 4 (§ 5d Abs. 1 S. 2) |
| Härtefall selbstgenutztes Zweifamilienhaus | § 5d Abs. 3: max. 2 Wohnungen, eine vom Vermieter bewohnt, **gemeinsame Wärmeversorgung**, nicht im angespannten Wohnungsmarkt |
| Informationspflicht Härtefall | in **Textform** bei Vertragsschluss bzw. bei erstmaliger Geltendmachung; verspätete Mitteilung wirkt erst im Folgezeitraum (§ 5d Abs. 4) |
| Abweichende Vereinbarung | **unwirksam**, soweit der Mieter mehr als seinen Anteil tragen soll (§ 6 Abs. 1 S. 1 und 2) |
| Selbstversorgender Mieter | Erstattungsanspruch gegen den Vermieter; Geltendmachung **binnen 12 Monaten in Textform** (§ 6 Abs. 2) |
| Sanktion bei fehlerhafter Abrechnung | Mieter darf seinen Heizkostenanteil um **3 Prozent** kürzen (§ 7 Abs. 4, über § 7 Abs. 5 S. 3 entsprechend) |
| Evaluierung | §§ 5a und 5b werden **im Jahr 2036** auf ihre Verteilungswirkung evaluiert (§ 5c) |
| Modernisierungsumlage Heizung | **10 %** der aufgewendeten Kosten abzüglich Drittmittel, wenn Förderfähigkeit dem Grunde nach besteht und Drittmittel in Anspruch genommen wurden (§ 559e Abs. 1 S. 1 BGB) |
| 15-%-Erhaltungspauschale | gilt **nicht**, soweit Kosten durch Einbau einer Heizungsanlage i. S. d. § 43 GModG entstanden sind (§ 559e Abs. 2 S. 2 BGB) |
| Kappungsgrenze Heizungsumlage | monatliche Miete darf sich um **höchstens 0,50 €/m² Wohnfläche innerhalb von sechs Jahren** erhöhen (§ 559e Abs. 3 S. 1 BGB) |
| Wärmepumpe – volle Umlage | nur bei Nachweis einer **Jahresarbeitszahl ≥ 2,5** durch einen **Fachunternehmer** (§ 559f Abs. 1 S. 1, S. 3 BGB) |
| Wärmepumpe – Berechnungsgrundlage | **VDI 4650 Blatt 1, Berichtigung 2024-08** oder vergleichbares Verfahren, **vor Inbetriebnahme**, nicht anhand von Betriebswerten (§ 559f Abs. 1 S. 4 BGB) |
| Wärmepumpe – ohne Nachweis | nur **50 Prozent** der für die Wohnung aufgewendeten Kosten umlagefähig (§ 559f Abs. 2 BGB) |

## Geltungsbereich

Die neuen §§ 5a bis 5d CO2KostAufG greifen **ausschließlich bei Wohnraummietverhältnissen** und **nur dann**, wenn eine Heizungsanlage **nach § 43 Abs. 1 GModG** eingebaut und betrieben wird – also eine mit **Gas, Heizöl oder Flüssiggas** beschickte Anlage, die der Bio-Treppe unterliegt. Wer stattdessen eine Wärmepumpe, einen Fernwärmeanschluss, eine Biomasseheizung oder eine andere nicht-fossile Lösung wählt, löst die Kostenteilung des § 5a **nicht** aus; für diese Gebäude bleibt es beim bisherigen Stufenmodell der CO2-Kostenaufteilung nach § 5 Abs. 2 CO2KostAufG und der Anlage zum Gesetz.

Systematisch verschiebt sich damit die Risikoverteilung: Das CO2KostAufG regelte bis Juli 2026 nur die Aufteilung der **CO2-Kosten** nach dem spezifischen Kohlendioxidausstoß des Gebäudes (10-Stufen-Tabelle, Vermieteranteil 0 % bis 95 %). Neu hinzugekommen ist die Aufteilung von **Betriebskosten**, die erst durch die gesetzliche Beimischungspflicht entstehen. Der Gesetzgeber begründet dies damit, dass die künftige Höhe der Preisbestandteile für biogene Brennstoffe und der Gas-Netzentgelte mit erheblicher Unsicherheit behaftet ist und deutlich über heutigen Erdgaspreisen liegen kann. Die Entscheidung für eine fossile Heizung trifft der Vermieter – das Kostenrisiko soll er deshalb nicht vollständig auf den Mieter abwälzen können.

Wichtig für Nichtwohngebäude: § 8 CO2KostAufG (hälftige Aufteilung der CO2-Kosten) bleibt unberührt; die §§ 5a bis 5d gelten dort nicht.

## Der Zeitplan der hälftigen Kostenteilung

- **29.07.2026** – §§ 5a bis 5d treten in Kraft, entfalten aber zunächst keine Zahlungswirkung.
- **ab 01.01.2028** – hälftige Teilung der **Gas-Netzentgelte** nach § 40 Abs. 3 Nr. 4 EnWG und der **CO2-Kosten** (§ 5a Abs. 3 Nr. 1 und 2). Die CO2-Kosten werden für diese Gebäude also **nicht mehr** nach der Stufentabelle, sondern pauschal 50/50 aufgeteilt.
- **ab 01.01.2029** – zusätzlich hälftige Teilung des **Preisbestandteils für die pflichtig beizumischenden biogenen Brennstoffe**, begrenzt auf einen Brennstoffanteil von maximal 30 Prozent (§ 5a Abs. 3 Nr. 3). Zeitlich fällt das mit der ersten Stufe der Bio-Treppe zusammen (10 % ab 2029).
- **ab 01.01.2040** – die Bio-Treppe verlangt 60 % biogene Brennstoffe; die **30-Prozent-Deckelung** des § 5a Abs. 3 Nr. 3 bleibt bestehen, der Vermieter beteiligt sich also weiterhin nur an maximal 30 Prozent des Brennstoffvolumens.
- **2036** – Evaluierung der Verteilungswirkung von §§ 5a und 5b (§ 5c).

Damit die Aufteilung überhaupt berechenbar ist, verpflichtet **§ 3 Abs. 1 Nr. 6 CO2KostAufG** die Brennstofflieferanten, den Preisbestandteil für den pflichtig beizumischenden Brennstoff auf der Rechnung gesondert auszuweisen. **§ 3a CO2KostAufG** verbietet Lieferanten zusätzlich, einen sachlich nicht gerechtfertigten Preisbestandteil zu erheben, und weist dem **Bundeskartellamt** die Prüfung zu – einschließlich der Möglichkeit, eine Rückerstattung erwirtschafteter Vorteile anzuordnen. Die Darlegungs- und Beweislast für die sachliche Rechtfertigung trägt der Brennstofflieferant.

## Härtefall nach § 5d – enge Voraussetzungen

Der Vermieter trägt abweichend von § 5a Abs. 3 und § 5b **nur** die CO2-Kosten nach dem normalen Stufenmodell des § 5 Abs. 2, wenn **alle fünf** Voraussetzungen des § 5d Abs. 1 S. 1 vorliegen:

1. Der vermietete Wohnraum liegt **nicht** in einem durch Rechtsverordnung (§ 556d Abs. 2 S. 1, § 558 Abs. 3 S. 3 oder § 577a Abs. 2 S. 2 BGB) bestimmten **angespannten Wohnungsmarkt**.
2. Die vereinbarte Miete beträgt **weniger als 85 Prozent** der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 Abs. 2 BGB).
3. Der Vermieter vermietet **nicht mehr als sechs Wohnungen**.
4. Das vermietete Gebäude ist der **Effizienzklasse G oder H** nach § 86 Abs. 1 i. V. m. Anlage 10 GModG zugeordnet.
5. Die Kostenbeteiligung im Umfang des § 5a Abs. 3 würde für den Vermieter eine **persönliche Härte** bedeuten, die unter Würdigung der berechtigten Interessen des Mieters nicht zu rechtfertigen ist.

Liegt der Wohnraum **doch** in einem angespannten Wohnungsmarkt, gilt die Härtefallregel nur, wenn die Miete **weniger als 70 Prozent** der ortsüblichen Vergleichsmiete beträgt und zusätzlich einer der Fälle des § 5d Abs. 2 Nr. 3 oder Nr. 4 vorliegt.

Bei der Abwägung zur „persönlichen Härte" sind nach § 5d Abs. 2 insbesondere zu berücksichtigen: der wirtschaftliche Aufwand einer alternativen, nicht unter § 43 GModG fallenden Beheizung; die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit **beider** Vertragsparteien; der Umstand, dass ein Wärmepumpeneinbau technisch nicht möglich ist **und** kein Fernwärmenetz zum Anschluss zur Verfügung steht; sowie – bei vermietetem Wohnungseigentum – eine Beschlusslage der WEG, die eine Alternative verhindert, obwohl sich der vermietende Eigentümer für eine entsprechende Beschlussfassung eingesetzt hat und überstimmt oder blockiert wurde.

**Eigenständiger Härtefall (§ 5d Abs. 3):** Vermietet jemand eine Wohnung in einem **selbst bewohnten Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen** und werden beide Wohnungen durch eine **gemeinsame Wärmeversorgung** versorgt, trägt er ebenfalls nur die CO2-Kosten nach § 5 Abs. 2 – es sei denn, das Gebäude liegt in einem angespannten Wohnungsmarkt.

**Formvorgabe:** Nach § 5d Abs. 4 muss der Vermieter den Mieter **in Textform** über das Vorliegen der Härtefallvoraussetzungen informieren – bei Vertragsschluss, spätestens bei erstmaliger Geltendmachung, und erneut bei Änderung der maßgeblichen Umstände. Wird ein maßgeblicher Umstand erst später mitgeteilt, bleibt er im laufenden Abrechnungszeitraum **unberücksichtigt**.

## Mieterhöhung nach Heizungseinbau: §§ 559e und 559f BGB

**§ 559e BGB** (Fassung vom 23.07.2026) regelt die Modernisierungsumlage nach Einbau einer Heizungsanlage:

- Erfüllt die Maßnahme die Voraussetzungen für Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten **dem Grunde nach** und hat der Vermieter **Drittmittel nach § 559a BGB** in Anspruch genommen, darf er die Jahresmiete um **10 Prozent** der für die Wohnung aufgewendeten Kosten **abzüglich der Drittmittel** erhöhen (Abs. 1 S. 1). Verzichtet er auf die Förderung, obwohl sie dem Grunde nach möglich wäre, bleibt es bei den 8 Prozent des § 559 BGB (Abs. 1 S. 2).
- Von den aufgewendeten Kosten sind ohnehin fällige Erhaltungskosten abzuziehen; § 559e Abs. 2 S. 1 setzt sie **pauschal mit 15 Prozent** an. **Diese Pauschale gilt ausdrücklich nicht**, soweit die Kosten durch den Einbau einer Heizungsanlage im Sinne des **§ 43 GModG** entstanden sind (Abs. 2 S. 2) – wer eine fossile Heizung einbaut, muss den Erhaltungsanteil also konkret ermitteln.
- Die Kappungsgrenze bleibt: Die monatliche Miete darf sich wegen einer Heizungsmodernisierung um **nicht mehr als 0,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche innerhalb von sechs Jahren** erhöhen (Abs. 3 S. 1).
- Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist **unwirksam** (Abs. 5).

**§ 559f BGB** ist neu und regelt die Wärmepumpe: Der Vermieter kann eine Mieterhöhung nach § 559 Abs. 1 oder § 559e Abs. 1 BGB **in voller Höhe nur** verlangen, wenn er nachweist, dass die **Jahresarbeitszahl mindestens 2,5** beträgt. Der Nachweis muss von einem **Fachunternehmer** erbracht und nach **VDI 4650 Blatt 1, Berichtigung 2024-08** (oder einem vergleichbaren Verfahren) **in der Regel vor Inbetriebnahme** ermittelt werden – **nicht** anhand von Betriebswerten. Der Nachweis entfällt, wenn das Gebäude eine der vier Bedingungen des § 559f Abs. 1 S. 2 erfüllt:

1. Errichtung **nach 1996**;
2. Errichtung mindestens nach der **Wärmeschutzverordnung vom 16.08.1994** (BGBl. I S. 2121) in der bis 31.01.2002 geltenden Fassung – oder Nachweis eines entsprechend niedrigen Jahres-Heizwärmebedarfs;
3. nach einer Sanierung Einhaltung mindestens der Anforderungen des **§ 38 GModG**;
4. Beheizbarkeit mit einer **Vorlauftemperatur von höchstens 55 °C** bei lokaler Norm-Außentemperatur.

Fehlt der Nachweis und greift keine Ausnahme, darf der Vermieter der Mieterhöhung **nur 50 Prozent** der für die Wohnung aufgewendeten Kosten zugrunde legen (§ 559f Abs. 2 BGB).

## Beispiel

Eine Vermieterin mit vier Wohnungen in einer mittelgroßen Stadt ohne Mietpreisbremse ersetzt Anfang 2029 die alte Gastherme des Mehrfamilienhauses durch einen neuen Gasbrennwertkessel nach § 43 Abs. 1 GModG. In der Heizkostenabrechnung für 2029 weist der Gaslieferant nach § 3 Abs. 1 Nr. 6 CO2KostAufG den Preisbestandteil für den 10-prozentigen Biomethan-Pflichtanteil gesondert aus. Die Vermieterin muss nun **die Hälfte** der Gas-Netzentgelte, **die Hälfte** der CO2-Kosten (nicht mehr nach der Stufentabelle) und **die Hälfte** des Biomethan-Preisbestandteils tragen. Da der Pflichtanteil 2029 bei 10 Prozent liegt, wirkt die 30-Prozent-Deckelung des § 5a Abs. 3 Nr. 3 noch nicht.

Auf die Härtefallregel des § 5d Abs. 1 kann sie sich nicht berufen: Sie vermietet zwar nur vier Wohnungen und der Markt ist nicht angespannt, ihre Miete liegt aber bei 95 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete – Voraussetzung Nr. 2 (< 85 Prozent) ist nicht erfüllt, und die fünf Voraussetzungen müssen **kumulativ** vorliegen.

Für die Modernisierungsumlage nutzt sie § 559e BGB: Sie hat BEG-Förderung erhalten, darf also 10 Prozent der um die Förderung bereinigten Kosten umlegen – muss aber den Erhaltungskostenanteil **konkret** herausrechnen, weil die 15-Prozent-Pauschale bei einer § 43-GModG-Heizung nicht anwendbar ist. Die Erhöhung bleibt in jedem Fall auf 0,50 €/m² innerhalb von sechs Jahren begrenzt.

## Häufige Fehler

- **Fehlannahme: Die hälftige Teilung gilt schon ab Einbau der Heizung.** Falsch – die Netzentgelt- und CO2-Teilung greift erst für Abrechnungszeiträume **ab dem 01.01.2028**, die Biobrennstoff-Teilung erst **ab dem 01.01.2029** (§ 5a Abs. 1 und 3).
- **Fehlannahme: Die §§ 5a ff. gelten für jede neue Heizung.** Falsch – sie gelten nur für Anlagen **nach § 43 Abs. 1 GModG**, also Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen unter der Bio-Treppe. Wärmepumpe, Fernwärme oder Biomasse lösen sie nicht aus.
- **Fehlannahme: Der Vermieter zahlt die Hälfte des gesamten Brennstoffs.** Falsch – geteilt wird nur der **Preisbestandteil der pflichtig beizumischenden Brennstoffe**, und das nur bis zu einem Brennstoffanteil von **maximal 30 Prozent** (§ 5a Abs. 3 Nr. 3).
- **Fehlannahme: Der Härtefall greift, wenn eine der Bedingungen erfüllt ist.** Falsch – § 5d Abs. 1 S. 1 verlangt **alle fünf** Voraussetzungen kumulativ. Nur § 5d Abs. 3 (selbstbewohntes Zweifamilienhaus mit gemeinsamer Wärmeversorgung) ist ein eigenständiger, schlanker Tatbestand.
- **Fehlannahme: Man kann die Kostenteilung im Mietvertrag abbedingen.** Falsch – § 6 Abs. 1 S. 1 und 2 CO2KostAufG erklärt entsprechende Vereinbarungen für **unwirksam**; § 559e Abs. 5 BGB ebenso für Mieterhöhungsabreden.
- **Fehlannahme: Bei einer Wärmepumpe darf man immer voll umlegen.** Falsch – ohne Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 2,5 (und ohne eine der vier Ausnahmen) sind nur **50 Prozent** der Kosten umlagefähig (§ 559f BGB).
- **Fehlannahme: Selbstversorgende Mieter gehen leer aus.** Falsch – § 6 Abs. 2 CO2KostAufG gibt ihnen einen **Erstattungsanspruch**; er muss aber binnen **zwölf Monaten in Textform** geltend gemacht werden.
- **Fehlannahme: Der Neubau-Stichtag ist die Fertigstellung.** Teilweise falsch – § 5b stellt für den Ausschluss auf den Zeitpunkt der **Bauantragstellung, Zustimmung oder Bauanzeige vor dem 13.05.2026** ab, für die Anwendbarkeit dagegen auf die **erstmalige Nutzung bis 31.12.2029**.

## Vorbehalt: sehr junger Rechtsstand

Die §§ 5a bis 5d CO2KostAufG und § 559f BGB sind **seit dem 29. Juli 2026** in Kraft; belastbare Rechtsprechung und Verwaltungsauslegung liegen zum Redaktionsschluss nicht vor. Zu Detailfragen – etwa zur konkreten Ermittlung des „Preisbestandteils" nach § 3 Abs. 1 Nr. 6 CO2KostAufG, zur Berechnung des 30-Prozent-Deckels oder zur Handhabung der Effizienzklassen nach Anlage 10 GModG – ist mit Auslegungshinweisen der Vollzugsbehörden und mit ergänzenden Regelungen zu rechnen. Zusätzlich kündigt § 42a GModG bis zum **01.12.2026** ein Gesetz zur Grüngas-/Grünheizölquote an, das die Preisbildung für die beizumischenden Brennstoffe unmittelbar beeinflussen wird. Diese Seite wird bei Änderungen fortgeschrieben.

## Quellen

**Amtliche Primärquellen (Stufe A):**

- CO2KostAufG – Gesetz zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten und zur Aufteilung der Betriebskosten bei Einbau einer mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickten Heizungsanlage, Volltext:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/BJNR215400022.html
- § 5 CO2KostAufG – Aufteilung der Kohlendioxidkosten bei Wohngebäuden (Stufenmodell):
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__5.html
- § 5a CO2KostAufG – Kostenverteilung bei Einbau und Betrieb einer Heizungsanlage gemäß § 43 GModG in Bestandsgebäuden:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__5a.html
- § 5b CO2KostAufG – Kostenverteilung bei Neubauten:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__5b.html
- § 5c CO2KostAufG – Evaluierung im Jahr 2036:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__5c.html
- § 5d CO2KostAufG – Härtefall bei Betrieb einer Heizungsanlage gemäß § 43 GModG:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__5d.html
- § 3 CO2KostAufG – Informationspflicht der Brennstofflieferanten (u. a. Abs. 1 Nr. 6):
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__3.html
- § 3a CO2KostAufG – Verbot sachlich nicht gerechtfertigter Preisbestandteile, Zuständigkeit des Bundeskartellamts:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__3a.html
- § 6 CO2KostAufG – Begrenzung der Umlagefähigkeit, Erstattungsanspruch des Mieters:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__6.html
- § 7 CO2KostAufG – Abrechnung, 3-Prozent-Kürzungsrecht des Mieters:
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__7.html
- Anlage zum CO2KostAufG – Einstufungstabelle (0 % bis 95 % Vermieteranteil):
  https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/anlage.html
- Verkündung des GModG im Bundesgesetzblatt, BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026:
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html
- § 559e BGB – Mieterhöhung nach Einbau oder Aufstellung einer Heizungsanlage (Fassung vom 23.07.2026, in Kraft 29.07.2026), dejure.org-Permalink:
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559e.html
- § 559f BGB – Mieterhöhung nach Einbau oder Aufstellung einer Wärmepumpe (eingefügt durch Gesetz vom 23.07.2026, in Kraft 29.07.2026), dejure.org-Permalink:
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559f.html
- § 559 BGB – Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen (Bezugsnorm), dejure.org-Permalink:
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559.html
- § 559a BGB – Anrechnung von Drittmitteln (Bezugsnorm), dejure.org-Permalink:
  https://dejure.org/gesetze/BGB/559a.html
- § 558 BGB – ortsübliche Vergleichsmiete (Bezugsnorm für § 5d Abs. 1 Nr. 2), dejure.org-Permalink:
  https://dejure.org/gesetze/BGB/558.html

**Behörden / Verwaltung (Stufe B):**

- BBSR – GModG-Infoportal, „Regelungen zum Mieterschutz" (amtliche Darstellung der §§ 5a–5d CO2KostAufG sowie §§ 559e, 559f BGB):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/ErgaenzendeRegelungen/Mieterschutz/Mieterschutz-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Gebäudemodernisierungsgesetz: Inhalt und Verfahren" (Gesetzgebungschronologie, Bio-Treppe, Inkrafttreten):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/Home/startseite/GModG_News/GModG_News-node.html
- BBSR – Nichtamtliche konsolidierte Lesefassung des GModG mit Kennzeichnung der Änderungen gegenüber dem GEG 2024 (PDF):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Downloads/DE/GMG/GModG_Kons_Lesefass.pdf?__blob=publicationFile&v=5
- Regierungsentwurf (Kabinettfassung) zum GModG vom 08.06.2026, BT-Drs. 21/6278:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106278.pdf
- Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie vom 08.07.2026, BT-Drs. 21/7009:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107009.pdf

**Nichtamtliche Fassung (zur Volltext-Verifikation herangezogen):**

- CO2KostAufG in der Fassung des Art. 5 des Gesetzes vom 23.07.2026, konsolidierte Textwiedergabe (deutsche-bundesgesetze.de):
  https://deutsche-bundesgesetze.de/norm/co2kostaufg.html

## Änderungsverlauf

- 2026-08-15: Erstveröffentlichung. Volltext der §§ 5a, 5b, 5c, 5d sowie §§ 3, 3a, 6, 7 CO2KostAufG in der Fassung des Art. 5 des Gesetzes vom 23.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226) erfasst und gegen die amtliche Darstellung des BBSR-GModG-Infoportals („Regelungen zum Mieterschutz") gegengeprüft; sämtliche Stichtage (01.01.2028, 01.01.2029, 31.12.2029, 13.05.2026), die 30-Prozent-Deckelung, die fünf kumulativen Härtefallvoraussetzungen des § 5d Abs. 1 und die Evaluierung 2036 stimmen in beiden Quellen überein. §§ 559e und 559f BGB (10-Prozent-Umlage, Ausschluss der 15-Prozent-Erhaltungspauschale bei § 43-GModG-Heizungen, Kappung 0,50 €/m² in sechs Jahren, Jahresarbeitszahl 2,5, VDI 4650 Blatt 1 Berichtigung 2024-08, 50-Prozent-Kürzung ohne Nachweis) direkt gegen die dejure.org-Volltexte mit ausgewiesener Fassungsangabe verifiziert. Abschließend wurde der amtliche Einzelnorm-Volltext der §§ 5a, 5b, 5c und 5d auf gesetze-im-internet.de (HTTP 200) abgerufen und Wort für Wort gegen die Kernfakten-Tabelle abgeglichen – alle Stichtage, Prozentwerte und Tatbestandsmerkmale stimmen überein; factcheck_status daher "ok". Einzige Stufe-B-Angaben in dieser Seite sind die Prozentstufen der Bio-Treppe selbst (10 % / 15 % / 30 % / 60 %), die aus dem amtlichen BBSR-GModG-Infoportal stammen und nur als zeitlicher Kontext dienen; maßgeblich ist insoweit § 43 GModG und die Themenseite „GModG Bio-Treppe (§ 43)". | change_type=initial_publication reviewed_by="Nexvyra Bau-/Sanierungsrecht-Agent (automatisiert)" field="topic_lifecycle" new="published"

## Stand

- Stand: 2026-08-15
- Gültig ab: 2026-07-29
- Status: aktuell (in_force)
- Vorbehalt: sehr junger Rechtsstand, keine Rechtsprechung; angekündigtes Grüngas-/Grünheizölquotengesetz bis 01.12.2026 (§ 42a GModG)
- Quellenautorität: A (gesetze-im-internet.de, recht.bund.de, dejure.org-Permalinks; BBSR-GModG-Infoportal als Stufe B)
- Lizenz: CC BY 4.0
