---
title: Pfändungsfreigrenzen bei Lohnpfändung (§ 850c ZPO)
slug: pfaendungsfreigrenzen-850c-zpo
topic: prozess-vollstreckungsrecht
legal_status: in_force
authority_level: A
valid_from: 2026-07-01
valid_to: 2027-06-30
last_reviewed: 2026-07-21
status: aktuell
license: CC-BY-4.0
url: https://nexvyra.de/fakten/pfaendungsfreigrenzen-850c-zpo.md
wikidata_subjects: [Q206893, Q231695, Q2153374]
factcheck_status: ok
---

# Pfändungsfreigrenzen bei Lohnpfändung (§ 850c ZPO)

## Kurzantwort

Bei der **Lohnpfändung** bleibt dem Schuldner ein **unpfändbarer Grundbetrag** seines Arbeitseinkommens; nur der darüber liegende Teil kann gepfändet werden (§ 850c ZPO). Seit dem **1. Juli 2026** beträgt der monatliche Grundbetrag ohne Unterhaltspflichten **1.587,40 €** (wöchentlich 365,33 €, täglich 73,06 €). Für **Unterhaltspflichten** erhöht sich der geschützte Betrag: für die **erste** Person um **597,42 €**, für die **zweite bis fünfte** Person um jeweils **332,83 €** monatlich. Von dem Einkommen **oberhalb** des Grundbetrags bleiben weitere **drei Zehntel** (bzw. mehr je Unterhaltspflicht) unpfändbar (§ 850c Abs. 3 ZPO). Ab einem Nettoeinkommen von **4.866,30 €** monatlich ist der übersteigende Teil **voll pfändbar**. Die Beträge werden **jährlich zum 1. Juli** an den steuerlichen Grundfreibetrag angepasst und in der amtlichen **Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung** veröffentlicht (§ 850c Abs. 4 ZPO).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | **§ 850c ZPO** i. V. m. der **Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026** (BGBl. 2026 I Nr. 80 v. 26.03.2026) |
| Grundbetrag ohne Unterhaltspflicht (monatlich) | **1.587,40 €** (seit 01.07.2026; zuvor 1.555,00 €) |
| Grundbetrag wöchentlich / täglich | **365,33 €** / **73,06 €** |
| Zuschlag 1. Unterhaltspflicht | **+597,42 €** / Monat (§ 850c Abs. 2) |
| Zuschlag 2.–5. Person (je) | **+332,83 €** / Monat |
| Geschützt bei 1 Unterhaltspflicht | **2.184,82 €** / Monat |
| Geschützt bei 2 Unterhaltspflichten | **2.517,65 €** / Monat |
| Mehrbetrag über Grundbetrag | **3/10 unpfändbar**; +2/10 für 1. Person, +1/10 je 2.–5. Person (§ 850c Abs. 3) |
| Voll pfändbar ab (netto, monatlich) | **4.866,30 €** (2026; darüber kein Freibetrag mehr auf den Mehrbetrag) |
| Berechnungsgrundlage | **Nettoeinkommen** – bestimmte Bezüge bleiben vorweg außer Betracht (§ 850a, § 850e ZPO) |
| Jährliche Anpassung | zum **1. Juli** nach Änderung des Grundfreibetrags (§ 32a Abs. 1 EStG); Bekanntmachung durch das BMJ (§ 850c Abs. 4) |
| Rundung | Nettoeinkommen wird auf volle Beträge **aufgerundet** (§ 850c Abs. 3 S. 3) |
| Erweiterter Zugriff bei Unterhalt | bei Pfändung wegen **gesetzlicher Unterhaltsansprüche** gilt § 850d ZPO (geringerer Schutz) |
| Anpassung im Einzelfall | Erhöhung/Herabsetzung des unpfändbaren Betrags durch Gericht (§ 850f, § 850e ZPO) |
| Geltungszeitraum dieser Werte | **01.07.2026 – 30.06.2027** |

## Was § 850c ZPO schützt

§ 850c ZPO regelt den **Pfändungsschutz für Arbeitseinkommen**. Er stellt sicher, dass dem Schuldner trotz einer Lohn- oder Gehaltspfändung das **Existenzminimum** verbleibt und er seine gesetzlichen **Unterhaltspflichten** erfüllen kann. Der Arbeitgeber als **Drittschuldner** darf deshalb nur den Teil des Nettoeinkommens an den Gläubiger auszahlen, der die Pfändungsfreigrenze übersteigt; der geschützte Teil ist **unpfändbar** und verbleibt beim Schuldner.

Der pfändbare Betrag berechnet sich in **drei Schritten**: Zuerst wird das maßgebliche **Nettoeinkommen** ermittelt (dabei bleiben bestimmte Bezüge nach § 850a ZPO – etwa die Hälfte der Überstundenvergütung, Weihnachtsgeld bis zu einer Grenze, Aufwandsentschädigungen – von vornherein außer Betracht). Anschließend wird der **unpfändbare Grundbetrag** je nach Zahl der Unterhaltspflichten bestimmt. Vom **darüber hinausgehenden** Teil bleibt schließlich ein weiterer Anteil geschützt (§ 850c Abs. 3 ZPO). Nur der Rest ist pfändbar.

## Die Freigrenzen ab 1. Juli 2026

Maßgeblich sind die Beträge der **Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026**, die seit dem **1. Juli 2026** gelten. Der monatlich unpfändbare Grundbetrag beträgt **1.587,40 €** für einen Schuldner **ohne** Unterhaltspflichten. Für jede gesetzliche Unterhaltspflicht erhöht sich der geschützte Betrag (§ 850c Abs. 2 ZPO):

| Unterhaltspflichten | Unpfändbarer Grundbetrag (Monat) |
|---|---|
| 0 | 1.587,40 € |
| 1 | 2.184,82 € |
| 2 | 2.517,65 € |
| 3 | 2.850,48 € |
| 4 | 3.183,31 € |
| 5 und mehr | 3.516,14 € |

Der **Zuschlag** beträgt für die **erste** unterhaltsberechtigte Person **597,42 €** und für die **zweite bis fünfte** Person jeweils **332,83 €** im Monat. Ab der sechsten Person gibt es keine weitere Erhöhung des Grundbetrags mehr; hier kann bei Bedarf eine gerichtliche Anpassung nach § 850f ZPO in Betracht kommen. Für **wöchentliche** und **tägliche** Lohnzahlung gelten entsprechend abgestufte Beträge (Grundbetrag 365,33 € wöchentlich bzw. 73,06 € täglich).

## Der Mehrbetrag oberhalb des Grundbetrags (§ 850c Abs. 3 ZPO)

Übersteigt das Nettoeinkommen den maßgeblichen Grundbetrag, ist der **überschießende Teil nicht voll** pfändbar. Vielmehr bleiben davon **drei Zehntel unpfändbar** (§ 850c Abs. 3 S. 1 ZPO). Bestehen Unterhaltspflichten, erhöht sich der geschützte Anteil des Mehrbetrags: für die **erste** Person um **weitere zwei Zehntel**, für die **zweite bis fünfte** Person um jeweils **ein weiteres Zehntel**. So wird auch das Einkommen oberhalb des Existenzminimums gestaffelt geschützt.

Dieser gleitende Schutz gilt jedoch nur bis zu einer **Obergrenze**: Ab einem Nettoeinkommen von **4.866,30 €** monatlich (Wert 2026) ist der über diese Grenze hinausgehende Betrag **vollständig pfändbar** – auf den Teil oberhalb der Grenze wird also **kein** Zehntel-Freibetrag mehr gewährt. Zur Vereinfachung der Berechnung wird das Nettoeinkommen nach § 850c Abs. 3 S. 3 ZPO auf **volle Beträge aufgerundet**; die amtliche **Pfändungstabelle** (Anlage zur Bekanntmachung) weist die konkreten pfändbaren Beträge für jede Einkommensstufe und Zahl der Unterhaltspflichten aus.

## Jährliche Anpassung zum 1. Juli

Die Freigrenzen sind **dynamisch**: Nach § 850c Abs. 4 ZPO werden sie **jeweils zum 1. Juli** eines Jahres an die Entwicklung des steuerlichen **Grundfreibetrags** (§ 32a Abs. 1 S. 2 Nr. 1 EStG) angepasst. Das Bundesministerium der Justiz gibt die dann geltenden Beträge in der **Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung** im Bundesgesetzblatt bekannt. Die aktuellen Werte wurden mit der **Bekanntmachung vom 26. März 2026** (BGBl. 2026 I Nr. 80) veröffentlicht und gelten vom **1. Juli 2026 bis 30. Juni 2027**. Zum 1. Juli 2027 folgt turnusmäßig die nächste Anpassung.

## Grenzen des Schutzes

Der Pfändungsschutz des § 850c ZPO ist nicht in jeder Konstellation gleich. Bei der Vollstreckung wegen **gesetzlicher Unterhaltsansprüche** (etwa Kindesunterhalt) gilt der **erweiterte Zugriff** nach **§ 850d ZPO**: Dem Schuldner verbleibt hier nur so viel, wie er für seinen **notwendigen Unterhalt** und zur Erfüllung seiner **vorrangigen** Unterhaltspflichten benötigt – die regulären Tabellenfreibeträge greifen nicht. Umgekehrt kann das **Vollstreckungsgericht** den unpfändbaren Betrag im Einzelfall **erhöhen**, wenn besondere Bedürfnisse des Schuldners dies erfordern, oder in bestimmten Fällen **herabsetzen** (§ 850f ZPO). Bei mehreren Einkommen kann eine **Zusammenrechnung** nach § 850e ZPO erfolgen. Kontoguthaben aus gepfändetem Arbeitseinkommen schützt zusätzlich das **Pfändungsschutzkonto (P-Konto)** nach §§ 899 ff. ZPO.

## Häufige Fehler

- **„Bei einer Lohnpfändung bekomme ich gar nichts mehr."** Falsch. Der unpfändbare Grundbetrag (2026: **1.587,40 €** ohne Unterhaltspflichten) verbleibt immer beim Schuldner; gepfändet wird nur der übersteigende, gestaffelte Teil (§ 850c ZPO).
- **„Die Freibeträge sind seit Jahren gleich."** Nein. Sie werden **jährlich zum 1. Juli** an den steuerlichen Grundfreibetrag angepasst (§ 850c Abs. 4 ZPO). Wer mit veralteten Tabellen rechnet, ermittelt einen falschen pfändbaren Betrag.
- **„Über dem Grundbetrag wird alles gepfändet."** Nicht bis zur Obergrenze. Vom Mehrbetrag bleiben **drei Zehntel** (plus Zuschläge je Unterhaltspflicht) unpfändbar; erst ab **4.866,30 €** netto (2026) ist der darüber liegende Teil voll pfändbar (§ 850c Abs. 3 ZPO).
- **„Unterhaltspflichten muss der Gläubiger von sich aus berücksichtigen."** In der Praxis sollte der Schuldner seine Unterhaltspflichten gegenüber dem Arbeitgeber (Drittschuldner) **nachweisen**, damit die höheren Freibeträge angesetzt werden. Ohne Kenntnis rechnet der Arbeitgeber mit dem niedrigsten Grundbetrag.
- **„Beim Unterhaltsvorschuss gelten dieselben Freigrenzen."** Nicht unbedingt: Bei Vollstreckung wegen **gesetzlicher Unterhaltsansprüche** gilt der **strengere** § 850d ZPO, nicht die reguläre Tabelle des § 850c ZPO.
- **„Weihnachtsgeld und Überstunden sind voll pfändbar."** Nur teilweise. Nach § 850a ZPO sind u. a. Weihnachtsvergütung bis zu einer Grenze und die **Hälfte** der Überstundenvergütung **unpfändbar** und werden vor der Berechnung abgezogen.

## Siehe auch

- [Gerichtliches Mahnverfahren (§§ 688 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/gerichtliches-mahnverfahren-688-zpo.html)
- [Vollstreckungsbescheid (§ 699 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsbescheid-699-zpo.html)
- [Versäumnisurteil (§§ 330 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/versaeumnisurteil-330-zpo.html)
- [Klageerhebung im Zivilprozess (§§ 253 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/klageerhebung-zivilprozess-253-zpo.html)
- [Prozesskostenhilfe (§§ 114 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/prozesskostenhilfe-114-zpo.html)




## Quellen

- § 850c ZPO – Pfändungsschutz für Arbeitseinkommen (Grundbetrag, Unterhaltspflichten, Mehrbetrag, jährliche Anpassung): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850c.html
- Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (Werte ab 01.07.2026): https://www.gesetze-im-internet.de/pf_ndfreigrbek_2026/BJNR0500A0026.html
- Bekanntmachung zu den Pfändungsfreigrenzen 2026 – Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 80 (26.03.2026): https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/80/VO.html
- § 850 ZPO – Pfändungsschutz für Arbeitseinkommen (Grundsatz): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850.html
- § 850a ZPO – Unpfändbare Bezüge (u. a. Überstunden, Weihnachtsgeld): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850a.html
- § 850d ZPO – Erweiterter Zugriff bei Unterhaltsansprüchen: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850d.html
- § 850e ZPO – Berechnung des Nettoeinkommens und Zusammenrechnung: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850e.html
- § 850f ZPO – Änderung des unpfändbaren Betrags durch das Gericht: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__850f.html
- BMJ – Pfändungsfreigrenzen (amtliche Übersicht): https://www.bmj.de/DE/Themen/FinanzenUndAnlegerschutz/ZwangsvollstreckungPfaendungsschutz/Pfaendungsfreigrenzen.html

## Änderungsverlauf

- 2026-07-21: Erstveröffentlichung der Faktenseite, alle Quellen-URLs gegen amtliche Stellen gegengeprüft, Frontmatter-Felder gesetzt (legal_status, authority_level, wikidata_subjects). | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
## Stand

- Stand: 2026-07-21
- Status: aktuell (geltendes Recht)
- Quellenautorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
