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title: Bereifung und Mindestprofiltiefe 2026 – 1,6 mm Hauptprofil, Reifenalter, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex (§ 36 StVZO)
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# Bereifung und Mindestprofiltiefe 2026 – 1,6 mm Hauptprofil, Reifenalter, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex (§ 36 StVZO)

## Kurzantwort

Die zentrale Vorschrift zur Bereifung ist **§ 36 StVZO**. Sie verlangt in **Absatz 1 Satz 1**, dass **Maße und Bauart der Reifen den Betriebsbedingungen** entsprechen – „besonders der Belastung und der durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs". Genau daraus folgen **Tragfähigkeitsindex** und **Geschwindigkeitsindex**; es sind keine bloßen Herstellerempfehlungen, sondern der Inhalt einer gesetzlichen Pflicht. **Absatz 3** verlangt, dass Räder von Kraftfahrzeugen und Anhängern **mit Luftreifen** versehen sind, die **am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite der Lauffläche** Profilrillen oder Einschnitte haben, und legt die praktisch wichtigste Zahl fest: **Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen.** Als **Hauptprofil** gelten dabei ausdrücklich **die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt** – nicht die Randbereiche und nicht die feinen Lamellen. Für **Fahrräder mit Hilfsmotor, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder** genügt **1 mm**. Verstöße kosten nach der **Anlage zu § 1 Abs. 1 BKatV** **60 €** für die fahrende Person (lfd. Nr. 212) und **75 €** für die haltende Person (lfd. Nr. 213); beide Tatbestände sind nach **Anlage 13 Nr. 3.5.7 FeV** mit **einem Punkt** in Flensburg bewertet. Beim **Mofa** gelten 25 € (Nr. 210) bzw. 35 € (Nr. 211). Ein **allgemeines gesetzliches Höchstalter für Pkw-Reifen gibt es nicht**; eine ausdrückliche Altersgrenze kennt das Recht nur an einer Stelle: **§ 3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO** verlangt für die **Tempo-100-Zulassung von Anhängern**, dass die Anhängerreifen zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt – erkennbar am eingeprägten Herstellungsdatum – **jünger als sechs Jahre** und mindestens mit **Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h)** gekennzeichnet sind. Die **situative Winterreifenpflicht** ist eine **eigene**, verhaltensbezogene Regel in **§ 2 Abs. 3a StVO** und knüpft an die technische Definition des **§ 36 Abs. 4 StVZO** (Alpine-Symbol) an – sie ist von der Mindestprofiltiefe streng zu trennen.

## Kernfakten

| Frage | Antwort |
|---|---|
| Rechtsgrundlage Technik | **§ 36 StVZO** („Bereifung und Laufflächen"); ergänzend der **Anhang zur StVZO** zu § 36 Abs. 2 (ECE-Regelungen Nr. 30, 54, 75, 109, 117; Richtlinien 92/23/EWG, 97/24/EG) |
| Ordnungswidrigkeit | **§ 69a Abs. 3 Nr. 8 StVZO** (fahrende Person), **§ 69a Abs. 5 Nr. 3 StVZO** i. V. m. **§ 31 Abs. 2 StVZO** (haltende Person) |
| Mindestprofiltiefe Pkw, Lkw, Anhänger, Kraftrad | **1,6 mm** am ganzen Umfang im **Hauptprofil** (§ 36 Abs. 3 Satz 4 StVZO) |
| Definition Hauptprofil | die **breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche**, der **etwa 3/4 der Laufflächenbreite** einnimmt (§ 36 Abs. 3 Satz 4 Halbsatz 2 StVZO) |
| Mindestprofiltiefe Mofa, Kleinkraftrad, Leichtkraftrad | **1 mm** (§ 36 Abs. 3 Satz 5 StVZO) |
| Profil überall erforderlich | Luftreifen müssen **am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite der Lauffläche** mit Profilrillen oder Einschnitten versehen sein (§ 36 Abs. 3 Satz 3 StVZO) |
| Tragfähigkeit und Höchstgeschwindigkeit | Maße und Bauart müssen den **Betriebsbedingungen**, besonders **Belastung** und **bauartbestimmter Höchstgeschwindigkeit**, entsprechen (§ 36 Abs. 1 Satz 1 StVZO) |
| Kennzeichnungspflicht der Hersteller | Fabrik-/Handelsmarke sowie **Reifengröße, Bauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie, Herstellungs- bzw. Erneuerungsdatum** (§ 36 Abs. 7 Satz 1 StVZO) |
| Mischbereifung Diagonal/Radial | **je Achse** nur eine Bauart; bei Pkw und Fahrzeugen bis 3,5 t zGM **am ganzen Fahrzeug** nur eine Bauart (§ 36 Abs. 6 Sätze 1, 2 StVZO) |
| Bußgeld Profiltiefe – Fahrer | **60 €** (BKat lfd. Nr. 212), **1 Punkt** |
| Bußgeld Profiltiefe – Halter | **75 €** (BKat lfd. Nr. 213), **1 Punkt** |
| Bußgeld Profiltiefe Mofa | **25 €** Fahrer (Nr. 210), **35 €** Halter (Nr. 211) – **ohne** Punkt |
| Bußgeld Mischbereifung | **15 €** Fahrer (Nr. 208), **30 €** Halter (Nr. 209) – **ohne** Punkt |
| Punktbewertung | **Anlage 13 Nr. 3.5.7 FeV** („Bereifung und Laufflächen") erfasst **BKat 212, 213, 213a** mit je **1 Punkt** |
| Reifenalter Pkw | **keine** allgemeine gesetzliche Altersgrenze |
| Reifenalter Tempo-100-Anhänger | **jünger als sechs Jahre**, mindestens **Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h)** (§ 3 der 9. AusnV zur StVO) |
| Winterreifen (situativ) | **§ 2 Abs. 3a StVO** i. V. m. **§ 36 Abs. 4 StVZO** (Alpine-Symbol); Regelsatz **60 €** + **1 Punkt** (BKat 5a), mit Behinderung **80 €** (BKat 5a.1) |
| Verantwortlichkeit | fahrende Person **§ 23 Abs. 1 Satz 2 StVO**; haltende Person **§ 31 Abs. 2 StVZO** |
| Fahrverbot | im Regelfall **nicht** vorgesehen; § 25 Abs. 1 StVG bleibt bei grober oder beharrlicher Pflichtverletzung anwendbar |

## Der Wortlaut der maßgeblichen Absätze

**§ 36 StVZO – Bereifung und Laufflächen** (Auszug):

> **(1)** Maße und Bauart der Reifen von Fahrzeugen müssen den Betriebsbedingungen, besonders der Belastung und der durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs, entsprechen. Sind land- oder forstwirtschaftliche Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuge des Straßenunterhaltungsdienstes mit Reifen ausgerüstet, die nur eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit zulassen, müssen diese Fahrzeuge entsprechend § 58 für diese Geschwindigkeit gekennzeichnet sein. Reifen oder andere Laufflächen dürfen keine Unebenheiten haben, die eine feste Fahrbahn beschädigen können. Eiserne Reifen müssen abgerundete Kanten haben und daran verwendete Nägel müssen eingelassen sein.
>
> **(2)** Luftreifen, auf die sich die im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen beziehen, müssen diesen Bestimmungen entsprechen.
>
> **(3)** Die Räder der Kraftfahrzeuge und Anhänger müssen mit Luftreifen versehen sein, soweit nicht nachstehend andere Bereifungen zugelassen sind. Als Luftreifen gelten Reifen, deren Arbeitsvermögen überwiegend durch den Überdruck des eingeschlossenen Luftinhalts bestimmt wird. Luftreifen an Kraftfahrzeugen und Anhängern müssen am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite der Lauffläche mit Profilrillen oder Einschnitten versehen sein. Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen; als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt. Jedoch genügt bei Fahrrädern mit Hilfsmotor, Kleinkrafträdern und Leichtkrafträdern eine Profiltiefe von mindestens 1 mm.
>
> **(4)** Reifen für winterliche Wetterverhältnisse sind Luftreifen im Sinne des Absatzes 2,
>
> 1. durch deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Bauart vor allem die Fahreigenschaften bei Schnee gegenüber normalen Reifen hinsichtlich ihrer Eigenschaft beim Anfahren, bei der Stabilisierung der Fahrzeugbewegung und beim Abbremsen des Fahrzeugs verbessert werden, und
> 2. die mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) nach der Regelung Nr. 117 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) […] gekennzeichnet sind.
>
> **(6)** An Kraftfahrzeugen – ausgenommen Personenkraftwagen – mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t und einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h und an ihren Anhängern dürfen die Räder einer Achse entweder nur mit Diagonal- oder nur mit Radialreifen ausgerüstet sein. Personenkraftwagen sowie andere Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 t und einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h und ihre Anhänger dürfen entweder nur mit Diagonal- oder nur mit Radialreifen ausgerüstet sein; im Zug gilt dies nur für das jeweilige Einzelfahrzeug. […]
>
> **(7)** Reifenhersteller und Reifenerneuerer müssen Luftreifen für Fahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h mit ihrer Fabrik- oder Handelsmarke sowie mit Angaben kennzeichnen, aus denen Reifengröße, Reifenbauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie, Herstellungs- bzw. Reifenerneuerungsdatum hervorgehen. Die Art und Weise der Angaben werden im Verkehrsblatt bekannt gegeben.

## Die 1,6 mm – was genau gemessen wird

Der Wortlaut des § 36 Abs. 3 Satz 4 StVZO enthält drei Präzisierungen, die in der Praxis regelmäßig übersehen werden:

**1. „am ganzen Umfang".** Es genügt nicht, dass der Reifen an der Stelle, an der gerade gemessen wird, 1,6 mm hat. Die Anforderung muss **rundum** erfüllt sein. Ein einseitig abgefahrener oder sägezahnartig verschlissener Reifen ist bereits dann nicht vorschriftsmäßig, wenn nur ein Umfangsabschnitt darunter liegt.

**2. „im Hauptprofil".** Maßgeblich sind ausschließlich die **breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche**. Der Gesetzgeber definiert diesen Bereich selbst: Er nimmt **etwa 3/4 der Laufflächenbreite** ein. Damit sind die äußeren Achtel links und rechts – also die Schulterbereiche – für die Messung **nicht** maßgeblich, und feine Lamellen oder Zusatzeinschnitte zählen ebenfalls nicht als Hauptprofil.

**3. „Profilrillen oder Einschnitte […] auf der ganzen Breite".** Satz 3 verlangt unabhängig von der 1,6-mm-Grenze, dass die Lauffläche **auf ihrer ganzen Breite** profiliert ist. Ein Reifen, dessen Schulter blank gefahren ist, verstößt gegen Satz 3, selbst wenn im Hauptprofil noch 3 mm gemessen werden.

**Verschleißindikatoren (TWI):** Die in der Rille eingelassenen Stege, die üblicherweise durch ein „TWI"-Zeichen oder ein Herstellersymbol auf der Reifenflanke markiert sind, sind auf **1,6 mm** Höhe ausgelegt. Steht die Lauffläche mit dem Indikator auf gleicher Höhe, ist die gesetzliche Grenze **erreicht**, nicht mehr überschritten – der Reifen ist damit am Ende seiner zulässigen Nutzung, nicht kurz davor.

**Die 3-mm- bzw. 4-mm-Empfehlung** aus Verbrauchertests, Reifenhandel und Fahrsicherheitsliteratur ist **keine Rechtspflicht**. Sie hat allerdings mittelbare rechtliche Bedeutung: Sinkt die Restprofiltiefe deutlich, verlängert sich der Bremsweg auf nasser Fahrbahn erheblich, und im Haftungsprozess nach einem Unfall kann das über § 254 BGB (Mitverschulden) und die Betriebsgefahr des § 7 StVG in die Quotenbildung einfließen, auch wenn die 1,6-mm-Grenze formal noch eingehalten war.

## Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex

§ 36 Abs. 1 Satz 1 StVZO ist die eigentliche Rechtsgrundlage der Reifenkennzeichnung. „Maße und Bauart […] müssen den Betriebsbedingungen, besonders der **Belastung** und der **durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit** des Fahrzeugs, entsprechen."

- Der **Tragfähigkeitsindex (Load Index, LI)** bildet die zulässige Belastung ab. Er muss mindestens dem Wert entsprechen, der sich aus der zulässigen Achslast des Fahrzeugs ergibt.
- Der **Geschwindigkeitsindex (Speed Symbol)** bildet die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens ab. Er muss grundsätzlich mindestens der **bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit** des Fahrzeugs entsprechen – nicht der zulässigen, nicht der üblicherweise gefahrenen.

Die Pflicht zur Anbringung dieser Angaben trifft nach **§ 36 Abs. 7 Satz 1 StVZO** die **Reifenhersteller und Reifenerneuerer**: Sie müssen Luftreifen für Fahrzeuge mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit über 40 km/h so kennzeichnen, dass **Reifengröße, Reifenbauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie und Herstellungs- bzw. Reifenerneuerungsdatum** hervorgehen.

**Die gesetzliche Ausnahme für Winter- und Geländereifen (§ 36 Abs. 5 StVZO):** Liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von Reifen nach Absatz 4 (Winterreifen) oder von **Geländereifen mit der Kennzeichnung „POR"** unter der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs, ist die Anforderung des Absatzes 1 Satz 1 **gleichwohl erfüllt**, wenn

1. die für die Reifen zulässige Höchstgeschwindigkeit **im Blickfeld der fahrzeugführenden Person** angegeben oder angezeigt wird – entweder **für die Dauer der Verwendung** durch **Schild oder Aufkleber** oder **durch eine Anzeige im Fahrzeug**, zumindest rechtzeitig vor Erreichen der für die Reifen zulässigen Höchstgeschwindigkeit, und
2. **diese Geschwindigkeit im Betrieb nicht überschritten wird**.

Das ist die rechtliche Grundlage des bekannten Aufklebers im Sichtfeld bei Winterreifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex. Nach **§ 36 Abs. 11 StVZO** gilt Absatz 5 entsprechend für **M+S-Reifen im Sinne der UNECE-Regelung Nr. 75 Nummer 2.29** an **Fahrzeugen der Klasse L** (Krafträder und ähnliche).

## Mischbereifung: Diagonal- und Radialreifen

§ 36 Abs. 6 StVZO regelt ausschließlich die Kombination der **Bauarten** Diagonal- und Radialreifen – nicht Fabrikat, Profil oder Alter:

| Fahrzeug | Beschränkung |
|---|---|
| Kfz **über 3,5 t** zGM (außer Pkw) mit bbH über 40 km/h und deren Anhänger | **je Achse** nur Diagonal- **oder** nur Radialreifen (Satz 1) |
| **Pkw** und andere Kfz **bis 3,5 t** zGM mit bbH über 40 km/h und deren Anhänger | **am ganzen Fahrzeug** nur eine Bauart; im Zug gilt dies nur für das jeweilige Einzelfahrzeug (Satz 2) |
| Nach § 58 für höchstens 25 km/h gekennzeichnete Anhänger hinter entsprechend langsam gefahrenen Kfz | **ausgenommen** (Satz 3, Betriebsvorschrift) |
| **Krafträder** – ausgenommen Leichtkrafträder, Kleinkrafträder, Fahrräder mit Hilfsmotor | Satz 2 gilt **nicht** (Satz 4) |

Der Regelsatz beträgt **15 €** für die fahrende (BKat 208) und **30 €** für die haltende Person (BKat 209) – **ohne** Punkt in Flensburg, weil Anlage 13 Nr. 3.5.7 FeV nur die lfd. Nummern **212, 213 und 213a** erfasst.

## Reifenalter – was das Gesetz tatsächlich sagt

Für **Pkw-Reifen** enthält die StVZO **keine** Altersgrenze. Die verbreitete Angabe, Reifen seien nach sechs, acht oder zehn Jahren „nicht mehr zulässig", hat für den normalen Pkw-Betrieb **keine unmittelbare gesetzliche Grundlage**. Die Rechtspflicht ergibt sich stattdessen aus dem **Zustand**: § 36 Abs. 1 Satz 1 StVZO (Eignung für die Betriebsbedingungen), § 36 Abs. 3 StVZO (Profil) und der allgemeinen Betriebssicherheit nach § 30 StVZO. Ein gerissener, poröser oder verformter Reifen ist deshalb unabhängig von seinem Alter unzulässig, ein zehn Jahre alter Reifen in einwandfreiem Zustand dagegen nicht per se.

Die **einzige ausdrückliche Altersgrenze** im Straßenverkehrsrecht steht in **§ 3 der Neunten Verordnung über Ausnahmen von den Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung (9. AusnV zur StVO)**, also bei der **Tempo-100-Zulassung für Anhänger-Kombinationen**:

> Die Reifen des Anhängers müssen zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt, erkennbar am eingeprägten Herstellungsdatum, jünger als sechs Jahre und mindestens mit der Geschwindigkeitskategorie L (= 120 km/h) gekennzeichnet sein.

Wichtig ist die Formulierung **„zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt"**: Die Voraussetzung muss **bei jeder einzelnen Fahrt** vorliegen, nicht nur bei der Erteilung der Tempo-100-Zulassung. Überschreiten die Anhängerreifen die Sechs-Jahres-Grenze, entfällt die Ausnahme von § 18 Abs. 5 Nr. 1 StVO; es gilt dann wieder die reguläre Höchstgeschwindigkeit für Gespanne.

Das **Herstellungsdatum** ist an der **DOT-Kennzeichnung** auf der Flanke ablesbar. Die Pflicht zu dieser Angabe folgt aus § 36 Abs. 7 Satz 1 StVZO („Herstellungs- bzw. Reifenerneuerungsdatum"); die Art und Weise der Angaben wird nach Satz 2 im **Verkehrsblatt** bekannt gegeben.

## Abgrenzung zur situativen Winterreifenpflicht

§ 36 StVZO und § 2 Abs. 3a StVO sind zwei **verschiedene** Regelungsebenen, die sich nur an einer Stelle berühren:

| | § 36 Abs. 3 StVZO | § 2 Abs. 3a StVO |
|---|---|---|
| Art der Norm | **Bau- und Betriebsvorschrift** (technischer Zustand) | **Verhaltensvorschrift** (Witterungslage) |
| Gilt | **immer** | **nur** bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte |
| Inhalt | mindestens 1,6 mm Hauptprofil | alle Räder mit Reifen nach **§ 36 Abs. 4 StVZO** (Alpine-Symbol) |
| Regelsatz Fahrer | **60 €** (BKat 212) | **60 €** (BKat 5a), mit Behinderung **80 €** (BKat 5a.1) |
| Punkt | **1** (Anlage 13 Nr. 3.5.7 FeV) | **1** (Anlage 13 Nr. 3.2.1 FeV) |
| Halterhaftung | **75 €** (BKat 213) | **75 €** (BKat 213a) |

Die Verknüpfung läuft über die **Definition**: § 2 Abs. 3a StVO verlangt keine „Winterreifen" im umgangssprachlichen Sinn, sondern Reifen, die „den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen" – und Absatz 4 verlangt kumulativ die **verbesserten Schnee-Fahreigenschaften** und die Kennzeichnung mit dem **Alpine-Symbol** nach UNECE-Regelung Nr. 117. Die frühere reine **M+S**-Kennzeichnung genügt für § 36 Abs. 4 StVZO nicht mehr.

Ausdrücklich **ausgenommen** von § 2 Abs. 3a Satz 1 StVO sind unter anderem land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, **einspurige Kraftfahrzeuge**, Stapler, motorisierte Krankenfahrstühle sowie bestimmte Einsatz- und Spezialfahrzeuge. Bei Fahrzeugen der Klassen **M2, M3, N2, N3** genügt die entsprechende Bereifung der **permanent angetriebenen Achsen** und der **vorderen Lenkachsen**.

Die Einzelheiten der situativen Winterreifenpflicht behandelt die eigene Seite [Winterreifenpflicht (§ 2 Abs. 3a StVO)](/fakten/winterreifenpflicht-stvo.html).

## Wer haftet: Fahrerin, Fahrer, Halterin, Halter

Das Recht adressiert **zwei** Personen getrennt:

- **Fahrende Person:** § 23 Abs. 1 Satz 2 StVO verpflichtet, „dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung **vorschriftsmäßig** sind". Der Verstoß gegen § 36 StVZO ist über **§ 69a Abs. 3 Nr. 8 StVZO** bußgeldbewehrt.
- **Haltende Person:** § 31 Abs. 2 StVZO verbietet, „die Inbetriebnahme anzuordnen oder zuzulassen, wenn ihm bekannt ist oder bekannt sein muss, dass […] das Fahrzeug […] nicht vorschriftsmäßig ist". Der Verstoß ist über **§ 69a Abs. 5 Nr. 3 StVZO** bußgeldbewehrt und wird im Bußgeldkatalog durchweg **höher** angesetzt als beim Fahrer (75 € statt 60 €).

Beide Tatbestände können **nebeneinander** verwirklicht sein – etwa wenn ein Dienstwagenhalter ein Fahrzeug mit abgefahrenen Reifen herausgibt und die fahrende Person es benutzt. Beide sind mit **je einem Punkt** bewertet.

Für **Bußgelder über 55 €** ergeht ein **Bußgeldbescheid**; bis 55 € ist ein **Verwarnungsgeld** vorgesehen. Der Profiltiefen-Verstoß liegt mit 60 € bzw. 75 € also **oberhalb** der Verwarnungsgeldgrenze und wird eingetragen.

## Beispiel

Ein Pkw-Halter überlässt seinem Mitarbeiter einen Firmenwagen. Die Vorderreifen haben im Hauptprofil noch 2,4 mm, die Hinterreifen an der linken Schulter blankes Gummi und im Hauptprofil an einer Stelle des Umfangs 1,3 mm. Zusätzlich ist hinten links ein Diagonalreifen montiert, während die übrigen drei Räder Radialreifen tragen. Eine Polizeikontrolle stellt dies fest.

**Rechtliche Bewertung:**

- **Profiltiefe hinten:** 1,3 mm im Hauptprofil an einer Stelle des Umfangs genügt nicht. § 36 Abs. 3 Satz 4 StVZO verlangt die 1,6 mm **am ganzen Umfang**; ein einziger unterschreitender Abschnitt reicht für den Verstoß. Regelsatz für die fahrende Person **60 €** (BKat lfd. Nr. 212), **1 Punkt** (Anlage 13 Nr. 3.5.7 FeV).
- **Blanke Schulter:** unabhängig davon verstößt der Reifen gegen § 36 Abs. 3 Satz 3 StVZO – die Lauffläche muss **auf der ganzen Breite** profiliert sein. Der Tatbestand der lfd. Nr. 212 erfasst ausdrücklich auch „keine ausreichenden Profilrillen oder Einschnitte".
- **Vorderreifen mit 2,4 mm:** **kein** Verstoß. Die 3-mm-Empfehlung ist keine Rechtspflicht.
- **Mischbereifung:** Der Pkw liegt unter 3,5 t zGM, damit greift § 36 Abs. 6 Satz 2 StVZO – am **ganzen Fahrzeug** darf nur eine Bauart montiert sein. Regelsatz **15 €** (BKat lfd. Nr. 208), **kein** Punkt.
- **Halterhaftung:** Wusste der Halter vom Zustand oder musste er ihn kennen (§ 31 Abs. 2 StVZO), kommen **75 €** (BKat lfd. Nr. 213) und **1 Punkt** sowie **30 €** (BKat lfd. Nr. 209) für die Mischbereifung hinzu.
- **Fahrverbot:** im Regelfall nicht vorgesehen; § 25 Abs. 1 StVG bliebe nur bei grober oder beharrlicher Pflichtverletzung anwendbar.
- **Zivilrechtliche Folge:** Käme es zu einem Nässeunfall, könnte der Profiltiefen-Verstoß über § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 36 StVZO und § 254 BGB in die Haftungsquote einfließen – unabhängig davon, ob der Verstoß bußgeldrechtlich schon geahndet wurde.

## Praktische Kontrollpunkte

- **Messen im Hauptprofil, nicht in der Lamelle.** Die Messung gehört in eine der breiten Umfangsrillen im mittleren Laufflächendrittel-Bereich (3/4 der Breite), an mehreren Stellen des Umfangs und an mehreren Punkten über die Breite.
- **Alle Räder prüfen**, einschließlich des Anhängers – § 36 Abs. 3 StVZO gilt für „Kraftfahrzeuge **und Anhänger**".
- **Geschwindigkeitsindex mit der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit abgleichen**, nicht mit der gefahrenen. Nur bei Winter- und POR-Geländereifen greift die Erleichterung des § 36 Abs. 5 StVZO – dann aber ist der Hinweis im Blickfeld **Pflicht** und die Geschwindigkeit **tatsächlich einzuhalten**.
- **Bauart nicht mischen.** Bei Pkw gilt die Beschränkung für das ganze Fahrzeug, nicht nur achsweise.
- **Tempo-100-Gespanne vor jeder Fahrt** auf das DOT-Datum prüfen: Die Sechs-Jahres-Grenze des § 3 der 9. AusnV zur StVO gilt fahrtbezogen.
- Die Bereifung ist auch Gegenstand der wiederkehrenden **Hauptuntersuchung** nach § 29 StVZO – siehe die eigene Seite zu [HU und AU](/fakten/hauptuntersuchung-hu-au-stvzo.html).

## Siehe auch

- [Winterreifenpflicht – situative Pflicht nach § 2 Abs. 3a StVO](/fakten/winterreifenpflicht-stvo.html)
- [Hauptuntersuchung (TÜV) und AU nach § 29 StVZO](/fakten/hauptuntersuchung-hu-au-stvzo.html)
- [Erlöschen der Betriebserlaubnis (§ 19 StVZO)](/fakten/betriebserlaubnis-erloeschen-19-stvzo.html)
- [Beleuchtung im Straßenverkehr (§ 17 StVO, §§ 49a ff. StVZO)](/fakten/beleuchtung-fahrzeugbeleuchtung-17-stvo.html)
- [Fahrtenbuchauflage (§ 31a StVZO)](/fakten/fahrtenbuchauflage-31a-stvzo.html)
- [Bußgeldkatalog StVO 2026 – Tempo, Abstand, Parken](/fakten/bussgeldkatalog-stvo-2026.html)
- [Fahreignungsregister – Punkte in Flensburg](/fakten/fahreignungsregister-punkte-flensburg.html)
- [Einspruch gegen den Bußgeldbescheid (§ 67 OWiG)](/fakten/einspruch-bussgeldbescheid-owig.html)
- [Verjährung von Verkehrsordnungswidrigkeiten (§ 26 StVG)](/fakten/verjaehrung-verkehrsordnungswidrigkeiten-26-stvg.html)
- [Verkehrsunfall – Schadenregulierung nach dem Unfall](/fakten/verkehrsunfall-schadenregulierung.html)
- [Kfz-Zulassung – Verfahren nach der FZV](/fakten/kfz-zulassung-verfahren-fzv.html)
- [Ladungssicherung (§ 22 StVO)](/fakten/ladungssicherung-22-stvo.html)

## Quellen

- § 36 StVZO (Bereifung und Laufflächen – Abs. 1 Eignung von Maßen und Bauart für die Betriebsbedingungen, besonders Belastung und bauartbestimmte Höchstgeschwindigkeit; Abs. 2 Verweis auf den Anhang; Abs. 3 Luftreifenpflicht, Profilierung am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite, **Hauptprofil mindestens 1,6 mm**, Hauptprofil-Definition „breite Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt", **1 mm** für Fahrräder mit Hilfsmotor, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder; Abs. 4 Definition der Reifen für winterliche Wetterverhältnisse mit Alpine-Symbol nach UNECE-Regelung Nr. 117; Abs. 5 Erleichterung bei Winter- und POR-Geländereifen mit Hinweis im Blickfeld; Abs. 6 Diagonal-/Radialreifen-Mischungsverbot; Abs. 7 Kennzeichnungspflicht der Hersteller und Reifenerneuerer; Abs. 8 Gummireifen; Abs. 9 eiserne Reifen; Abs. 10 Gleisketten; Abs. 11 M+S-Reifen der Klasse L): https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 16.829 Bytes)
- § 69a StVZO (Ordnungswidrigkeiten – Abs. 3 Nr. 8: Verstöße gegen „§ 36 Absatz 1 Satz 1 oder 3 bis 4, Absatz 3 Satz 1 oder 3 bis 5, Absatz 5 Satz 1 oder Absatz 6 Satz 1 oder 2 über Bereifung"; Abs. 5 Nr. 3 für Halterverstöße gegen § 31 Abs. 2; Abs. 5 Nr. 5 für die Verletzung der Kennzeichnungspflicht nach § 36 Abs. 7 Satz 1): https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__69a.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 35.853 Bytes)
- § 31 StVZO (Verantwortung für den Betrieb der Fahrzeuge – Abs. 2: der Halter darf die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn ihm bekannt ist oder bekannt sein muss, dass das Fahrzeug nicht vorschriftsmäßig ist): https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__31.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 3.944 Bytes)
- Anhang zur StVZO (Fundstelle BGBl. I 2012, 936–947), dort die Zeile zu **§ 36 Absatz 2**: anzuwenden sind die Richtlinie 92/23/EWG über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern, die Revision 1 der ECE-Regelung Nr. 30 (Luftreifen für Kraftfahrzeuge und Anhänger), die ECE-Regelung Nr. 54 (Nutzfahrzeuge), die ECE-Regelung Nr. 75 (Krafträder), die Richtlinie 97/24/EG, die UNECE-Regelung Nr. 117 (Rollgeräusch, Nasshaftung, Rollwiderstand) und die UNECE-Regelung Nr. 109 (runderneuerte Luftreifen für Nutzfahrzeuge): https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/anhang.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200)
- § 2 StVO (Straßenbenutzung durch Fahrzeuge – Abs. 3a: situative Winterreifenpflicht bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte; Verweis auf § 36 Abs. 4 StVZO; Ausnahmekatalog Satz 2 Nr. 1–6; Sonderregel für die Klassen M2, M3, N2, N3): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__2.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 9.758 Bytes)
- § 23 StVO (Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden – Abs. 1 Satz 2: Verantwortung dafür, dass Fahrzeug, Zug, Gespann, Ladung und Besetzung vorschriftsmäßig sind): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__23.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 11.213 Bytes)
- BKatV – Anlage zu § 1 Abs. 1 (Bußgeldkatalog), Abschnitt „Bereifung und Laufflächen": lfd. Nr. **208** unzulässige Diagonal-/Radial-Mischbereifung in Betrieb genommen = **15 €**; **209** Halter dazu = **30 €**; **210** Mofa ohne ausreichende Profilrillen/-tiefe = **25 €**; **211** Halter dazu = **35 €**; **212** Kraftfahrzeug (außer Mofa) oder Anhänger ohne ausreichende Profilrillen/-tiefe = **60 €**; **213** Halter dazu = **75 €**; **213a** Halter bei winterlicher Witterung ohne Bereifung nach § 36 Abs. 4 StVZO = **75 €**; ferner lfd. Nr. **5a** (Fahren bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ohne Bereifung nach § 36 Abs. 4 StVZO) = **60 €** und **5a.1** (mit Behinderung) = **80 €**: https://www.gesetze-im-internet.de/bkatv_2013/anlage.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 406.905 Bytes); sämtliche in dieser Seite genannten Euro-Beträge stammen unmittelbar aus dieser Anlage
- Anlage 13 FeV (zu § 40 – Bewertung im Fahreignungs-Bewertungssystem): Abschnitt 3 „mit einem Punkt folgende verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten", **Nr. 3.5.7 „Bereifung und Laufflächen"** mit den BKat-Nummern **212, 213, 213a**; **Nr. 3.2.1 „die Straßenbenutzung durch Fahrzeuge"** mit den BKat-Nummern **4.1, 4.2, 5a, 5a.1, 6**: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/anlage_13.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 53.109 Bytes)
- 9. Ausnahmeverordnung zur StVO vom 15.10.1998 (BGBl. I S. 3171), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 19.12.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 382) – **§ 3**: „Die Reifen des Anhängers müssen zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt, erkennbar am eingeprägten Herstellungsdatum, jünger als sechs Jahre und mindestens mit der Geschwindigkeitskategorie L (= 120 km/h) gekennzeichnet sein."; § 1 zur Abweichung von § 18 Abs. 5 Nr. 1 StVO (Tempo 100 für Pkw-Anhänger-Kombinationen): https://www.gesetze-im-internet.de/stvoausnv_9/BJNR317100998.html [A] · Volltext am 31.08.2026 abgerufen (HTTP 200, 16.312 Bytes)
- § 29 StVZO (Untersuchung der Kraftfahrzeuge und Anhänger – periodische Hauptuntersuchung, in der auch die Bereifung geprüft wird): https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__29.html [A] · abgerufen 31.08.2026 (HTTP 200, 12.132 Bytes)
- § 36a StVZO (Radabdeckungen, Ersatzräder): https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36a.html [A] · abgerufen 31.08.2026 (HTTP 200, 6.008 Bytes)
- § 24 StVG (Verkehrsordnungswidrigkeit): https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24.html [A]
- § 25 StVG (Fahrverbot bei grober oder beharrlicher Pflichtverletzung): https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__25.html [A]
- § 4 StVG (Fahreignungs-Bewertungssystem, Punktestände und Maßnahmenstufen): https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__4.html [A]

## Änderungsverlauf

- 2026-08-31: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Der Wortlaut von § 36 StVZO (Absätze 1–11) wurde am 31.08.2026 im amtlichen Volltext von `gesetze-im-internet.de` abgerufen (HTTP 200, 16.829 Bytes) und die Kernaussage „Hauptprofil mindestens 1,6 mm am ganzen Umfang; Hauptprofil = breite Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt" wörtlich übernommen. Sämtliche Euro-Beträge stammen unmittelbar aus der amtlichen **Anlage zu § 1 Abs. 1 BKatV** (HTTP 200, 406.905 Bytes, Abschnitt „Bereifung und Laufflächen", lfd. Nr. 208–213a, sowie lfd. Nr. 5a/5a.1); die Punktbewertung wurde aus **Anlage 13 FeV** (HTTP 200, 53.109 Bytes) übernommen: Nr. 3.5.7 erfasst genau BKat 212, 213 und 213a, Nr. 3.2.1 unter anderem BKat 5a und 5a.1. Die Bußgeldbewehrung wurde über **§ 69a Abs. 3 Nr. 8 StVZO** (Fahrer) und **§ 69a Abs. 5 Nr. 3 StVZO** i. V. m. **§ 31 Abs. 2 StVZO** (Halter) im Volltext verifiziert. **Korrigiert gegenüber verbreiteten Sekundärdarstellungen:** Es gibt für Pkw-Reifen **kein** gesetzliches Höchstalter – die einzige ausdrückliche Altersgrenze steht in **§ 3 der 9. AusnV zur StVO** und gilt nur für Anhänger mit Tempo-100-Zulassung, und zwar fahrtbezogen („zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt"); die häufig genannten 3 mm oder 4 mm Restprofil sind eine **Empfehlung**, keine Rechtspflicht; die Mischbereifungsregel des § 36 Abs. 6 StVZO betrifft ausschließlich **Diagonal-/Radialbauart** und ist bei Pkw fahrzeugbezogen, nicht achsbezogen; die reine **M+S**-Kennzeichnung genügt für § 36 Abs. 4 StVZO **nicht** mehr, verlangt ist das **Alpine-Symbol** nach UNECE-Regelung Nr. 117. **Methodischer Hinweis:** Die Inhalte wurden – wie im AGENT_GUIDE unter „Netzwerk-Befund 28.08.2026" beschrieben – per `curl` aus dem Linux-Workspace geholt und der ISO-8859-1-Text ausgewertet; `dejure.org` ist aus der Sandbox per `curl` nicht erreichbar, weshalb auf Rechtsprechungs-Permalinks in diesem Lauf bewusst verzichtet wurde, statt sie ungeprüft zu setzen. Frontmatter-Felder gesetzt (legal_status, authority_level, wikidata_subjects Q2354997 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung / Q43716070 Autoreifen / Q3455842 Straßenverkehrs-Ordnung – alle drei am 31.08.2026 über die Wikidata-API `wbgetentities` mit Label und Beschreibung geprüft). | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-08-31
- Gültig ab: 2012-04-26 (StVZO 2012; § 36 StVZO in der jeweils geltenden Fassung; § 2 Abs. 3a StVO in der Fassung der Straßenverkehrs-Ordnung vom 06.03.2013; 9. AusnV zur StVO zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 19.12.2025, BGBl. 2025 I Nr. 382)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (§§ 31, 36, 36a, 29, 69a StVZO und der Anhang zur StVZO, §§ 2, 23 StVO, Anlage zu § 1 Abs. 1 BKatV, Anlage 13 FeV sowie die 9. AusnV zur StVO im Volltext von gesetze-im-internet.de)
- Lizenz: CC BY 4.0
