---
title: Reisen mit Hund, Katze und Frettchen – neues EU-Heimtierrecht seit 22.04.2026 (Del. VO (EU) 2026/131) – Mikrochip, Tollwutimpfung, 21 Tage Wartezeit, höchstens fünf Tiere
seo_title: Reisen mit Hund, Katze und Frettchen
slug: reisen-mit-heimtieren-eu-2026-131
topic: reiserecht
legal_status: in_force
authority_level: A
valid_from: 2026-04-22
valid_to: null
last_reviewed: 2026-08-31
status: aktuell
license: CC-BY-4.0
url: https://nexvyra.de/fakten/reisen-mit-heimtieren-eu-2026-131.md
wikidata_subjects: []
factcheck_status: ok
---

# Reisen mit Hund, Katze und Frettchen – neues EU-Heimtierrecht seit 22.04.2026 (Del. VO (EU) 2026/131) – Mikrochip, Tollwutimpfung, 21 Tage Wartezeit, höchstens fünf Tiere

## Kurzantwort

Wer mit Hund, Katze oder Frettchen in ein anderes EU-Land reist, braucht drei Dinge: eine Kennzeichnung durch Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und einen EU-Heimtierausweis, in dem beides von einem ermächtigten Tierarzt eingetragen ist. Das gilt für die Katze genauso wie für den Hund und auch dann, wenn die Reise nur über ein Wochenende geht.

Die entscheidende Neuigkeit für 2026: **Die Verordnung (EU) Nr. 576/2013 – die „Heimtierverordnung", die fast jeder Ratgeber zitiert – ist seit dem 22. April 2026 nicht mehr anwendbar.** Sie war bereits durch Art. 270 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2016/429 aufgehoben worden und galt nur noch aufgrund einer Übergangsvorschrift (Art. 277) weiter. Dieser Übergangszeitraum ist am 21. April 2026 abgelaufen und **nicht verlängert** worden. An ihre Stelle sind die **Delegierte Verordnung (EU) 2026/131** und die Durchführungsverordnungen **(EU) 2026/636** (Länderlisten) und **(EU) 2026/705** (Musterdokumente) getreten.

Für Reisende ändert sich inhaltlich wenig – die materiellen Anforderungen sind im Kern dieselben geblieben. Was sich ändert, sind die **Fundstellen** und die **Formulare**. Wer heute einen Ratgeber liest, der „VO (EU) Nr. 576/2013" nennt, liest eine veraltete Fundstelle; ob die Angaben inhaltlich noch stimmen, muss im Einzelfall geprüft werden.

**Bestehende Heimtierausweise bleiben gültig.** Nach Art. 6 Abs. 1 der DVO (EU) 2026/705 gilt ein Ausweis nach dem alten Muster als konform, wenn er **vor dem 1. Januar 2028** ausgestellt wurde. Niemand muss deswegen zum Tierarzt.

Die drei Zahlen, an denen die meisten Reisen scheitern: Die Tollwutimpfung ist erst gültig, wenn das Tier bei der Impfung **mindestens zwölf Wochen** alt war und seit dem Abschluss der Grundimmunisierung **mindestens 21 Tage** vergangen sind. Und pro Person dürfen **höchstens fünf** Tiere mitgeführt werden.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Bis 21.04.2026 geltendes Recht | Verordnung (EU) Nr. 576/2013 vom 12.06.2013 [ABl. L 178 vom 28.06.2013, S. 1; CELEX 32013R0576] |
| Aufhebung | Art. 270 Abs. 2 VO (EU) 2016/429, mit Wirkung ab 21.04.2021 |
| Weitergeltung | Art. 277 VO (EU) 2016/429: bis **21.04.2026**, anstelle von Teil VI der VO 2016/429 |
| Verlängerung des Übergangszeitraums | **nicht auffindbar**; die Kommission hat die Altakte zum 22.04.2026 aufgehoben [Art. 7, Erwägungsgrund 14 DVO (EU) 2026/705] |
| **Seit 22.04.2026 geltendes Recht** | **Teil VI (Art. 244–256) VO (EU) 2016/429** |
| Materielle Anforderungen | Delegierte VO (EU) 2026/131 vom 20.01.2026, die für die technischen Gültigkeitskriterien auf andere Rechtsakte verweist [ABl. L, 2026/131 vom 27.03.2026; CELEX 32026R0131] |
| Inkrafttreten 2026/131 | 28.03.2026; **anwendbar ab 22.04.2026** [EUR-Lex-Metadaten] |
| Länderlisten | DVO (EU) 2026/636 vom 20.03.2026, Anhang I und Anhang II |
| Musterdokumente | DVO (EU) 2026/705 vom 20.03.2026 [ABl. L, 2026/705 vom 27.03.2026] |
| Aufgehobene Durchführungsakte | DVO (EU) Nr. 577/2013 und DVO (EU) 2021/1938, jeweils ab 22.04.2026 [Art. 7 DVO (EU) 2026/705] |
| Erfasste Arten | Hunde, Katzen, Frettchen [Anhang I Teil A VO (EU) 2016/429] |
| Weitere Heimtierarten | Wirbellose, Zierwassertiere, Amphibien, Reptilien, bestimmte Vögel, Nagetiere, Kaninchen [Anhang I Teil B VO (EU) 2016/429] |
| **Kennzeichnung** | Mikrochip; Tätowierung nur, wenn **vor dem 03.07.2011** angebracht und lesbar [Zoll] |
| Chip-Standard | ISO 11784 (HDX oder FDX-B), lesbar mit Gerät nach ISO 11785 |
| **Tollwutimpfung – Mindestalter** | **12 Wochen** bei der Impfung |
| **Tollwutimpfung – Wartezeit** | **21 Tage** ab Abschluss der Grundimmunisierung |
| Reihenfolge | Kennzeichnung **vor** oder gleichzeitig mit der Impfung; sonst ist die Impfung ungültig |
| Auffrischung | verspätete Auffrischung gilt als Erstimpfung – erneut 21 Tage Wartezeit |
| Dokument EU-intern | EU-Heimtierausweis, ausgestellt von einem ermächtigten Tierarzt |
| Altausweise gültig | wenn **vor dem 01.01.2028** ausgestellt [Art. 6 Abs. 1 und 2 DVO (EU) 2026/705] |
| Alte Tiergesundheitsbescheinigungen | nur wenn vor dem **01.10.2026** ausgestellt, verwendbar bis **31.03.2027** [Art. 6 Abs. 3 DVO (EU) 2026/705] |
| **Höchstzahl** | **fünf** Heimtiere je Halter oder ermächtigter Person [Zoll] |
| Ausnahme Höchstzahl | Wettbewerb, Ausstellung, Sportveranstaltung oder Training dafür; schriftlicher Nachweis; Tiere **älter als sechs Monate** |
| Schriftliche Erklärung | Verbringung dient **nicht** dem Verkauf oder Besitzerwechsel [Anhang V DVO (EU) 2026/705; Zoll] |
| **Tollwut-Antikörpertest** | nur bei Einreise aus einem **nicht** in Anhang I oder II der DVO (EU) 2026/636 gelisteten Land [Zoll] |
| Test – Blutentnahme | frühestens **30 Tage nach** der Impfung [Zoll] |
| Test – Wartefrist | mindestens **3 Monate vor** der Einreise [Zoll] |
| Test – Titer | mindestens **0,5 IE/ml** neutralisierende Antikörper |
| Test bei Wiedereinreise | entfällt, wenn er **vor der Ausreise** aus der EU durchgeführt und im Ausweis bescheinigt wurde |
| Einreiseorte | Einreise aus Drittländern nur über zugelassene Einreiseorte für Reisende [Zoll] |
| Ohne Einreiseort-Pflicht | Andorra, Färöer, Gibraltar, Grönland, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstadt [Zoll] |
| Anhang I DVO (EU) 2026/636 | dieselben Länder **ohne Norwegen**; Norwegen ist EWR-Staat und wird wie ein Mitgliedstaat behandelt [Europäische Kommission] |
| **Bandwurmbehandlung** | nur für **Hunde**, nur bei Reisen nach Irland, Malta, Finnland, Nordirland und Norwegen |
| Bandwurm – Zeitfenster | frühestens **120 Stunden**, spätestens **24 Stunden** vor der Einreise |
| Bandwurm – Wirkstoff | Praziquantel oder ein nachweislich mindestens gleich wirksamer Stoff |
| Bandwurm – Rechtsgrundlage | Echinococcus-freie Gebiete, Anhang XIX DVO (EU) 2021/620 i.d.F. der DVO (EU) 2026/766 |
| Vereinigtes Königreich | gelistetes Drittland (Anhang II DVO (EU) 2026/636); **Nordirland** folgt weiter EU-Recht |
| **Folge bei Verstoß** | Rücksendung, Quarantäne oder Einschläferung – **auf Kosten des Halters** [Zoll] |
| Rasse-Einfuhrverbot Deutschland | Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier und Kreuzungen [§ 2 Abs. 1 HundVerbrEinfG] |
| HundVerbrEinfG – Fundstelle | Gesetz vom 12.04.2001, BGBl. I 2001 S. 530 |
| HundVerbrEinfG – Strafe | Freiheitsstrafe bis **zwei Jahre** oder Geldstrafe; Versuch strafbar [§ 5 HundVerbrEinfG] |
| HundVerbrEinfG – Geldbuße | bis **5.000 Euro** [§ 6 HundVerbrEinfG] |
| Verfassungsmäßigkeit | BVerfG, Urteil vom 16.03.2004, 1 BvR 1778/01: § 2 Abs. 1 Satz 1 HundVerbrEinfG **bestätigt** |
| Anspruch auf Flugbeförderung | **besteht nicht**; maßgeblich sind die Beförderungsbedingungen |
| VO (EG) Nr. 261/2004 zu Tieren | **keine Regelung** |
| Anerkannte Begleithunde im Flug | unentgeltlich in der Kabine [Anhang II VO (EG) Nr. 1107/2006] |
| Haftung für das Tier im Frachtraum | Tier ist **Reisegepäck** [EuGH, Urteil vom 16.10.2025, C-218/24] |
| Haftungshöchstbetrag | 1.519 Sonderziehungsrechte je Reisenden [Art. 22 Abs. 2 Montrealer Übereinkommen] |
| Sanktionsnorm Deutschland | Tiergesundheitsrechtliches Bußgeldgesetz (TierGesBußG), BGBl. 2024 I Nr. 405 |

## Was sich zum 22. April 2026 geändert hat – und was nicht

Die Umstellung ist ein **Fundstellenwechsel**, kein Regimewechsel im Inhalt. Wer die materiellen Anforderungen kennt, kann weiterreisen wie bisher. Wer sie nachschlagen will, findet sie an einer anderen Stelle.

Die Konstruktion ist zweistufig und wird deshalb häufig falsch wiedergegeben:

1. **Art. 270 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2016/429** – des sogenannten Tiergesundheitsrechtsakts – hat die Verordnung (EU) Nr. 576/2013 bereits mit Wirkung **ab dem 21. April 2021** aufgehoben.
2. **Art. 277 derselben Verordnung** hat gleichwohl angeordnet, dass die aufgehobene Verordnung für Heimtierverbringungen **anstelle von Teil VI** der Verordnung (EU) 2016/429 **bis zum 21. April 2026** weitergilt.

Erwägungsgrund 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/705 gibt genau das wieder: Die Verordnung (EU) Nr. 576/2013 sei durch Art. 270 Abs. 2 mit Wirkung vom 21. April 2021 aufgehoben worden, Art. 277 ordne jedoch ihre Fortgeltung bis zum 21. April 2026 an. Erwägungsgrund 14 begründet, warum die Kommission die alten Durchführungsakte gerade zum 22. April 2026 aufhebt: an demselben Tag, an dem die fortgesetzte Anwendung der aufgehobenen Verordnung (EU) Nr. 576/2013 endet.

**Eine Verlängerung dieses Übergangszeitraums hat es nicht gegeben.** Das Gegenteil ist belegt: Die Kommission hat einen Monat vor dem Fristablauf die Nachfolgerechtsakte erlassen und die Altakte ausdrücklich zum 22. April 2026 aufgehoben.

Das neue Paket besteht aus mehr als den drei meistgenannten Verordnungen. Neben der Delegierten VO (EU) 2026/131 (materielle Anforderungen), der DVO (EU) 2026/636 (Länderlisten) und der DVO (EU) 2026/705 (Musterdokumente) gehören dazu mehrere **Änderungsverordnungen**, die die technischen Vorgaben in bereits bestehende Rechtsakte einfügen:

| Rechtsakt | Gegenstand |
|---|---|
| Del. VO (EU) 2026/131 | Tiergesundheitsanforderungen für die nichtkommerzielle Verbringung von Heimtieren |
| DVO (EU) 2026/636 | Listen der Drittländer und Gebiete (Anhang I und Anhang II) |
| DVO (EU) 2026/705 | Musterausweise, Muster-Tiergesundheitsbescheinigungen, Mustererklärungen |
| DVO (EU) 2026/766 | Echinococcus-freie Gebiete, Anhang XIX zur DVO (EU) 2021/620; hebt DVO (EU) 2018/878 auf |
| Änderungsverordnungen 2026 | Anpassung der Del. VO (EU) 2019/2035 (Kennzeichnung), 2020/688 (Verbringung innerhalb der Union), 2020/689 (Seuchenfreiheitsstatus) und 2020/692 (Eingang in die Union) |

Praktisch bedeutet das: **Die technischen Gültigkeitskriterien für Tollwutimpfung, Antikörpertest und Bandwurmbehandlung sind nicht in der Del. VO (EU) 2026/131 ausgeschrieben.** Die Verordnung stellt die Anforderungen auf, verweist für ihre Einzelheiten aber auf die Anhänge der geänderten Verordnungen (EU) 2020/688 und (EU) 2020/692 sowie auf die Kennzeichnungsvorgaben der Del. VO (EU) 2019/2035. Wer nur die 2026/131 aufschlägt, findet die Fristen dort nicht ausformuliert.

Auch die deutschen Behördenseiten sind unterschiedlich weit. Der **Zoll** verweist bereits auf „Anhang I und II der Durchführungsverordnung (EU) 2026/636". Einzelne Landesstellen zitieren dagegen im August 2026 noch Artikel der Verordnung (EU) Nr. 576/2013.

## Reisen innerhalb der EU: drei Voraussetzungen

Für Hunde, Katzen und Frettchen gilt bei jeder Reise in einen anderen Mitgliedstaat dasselbe Dreieck.

**Erstens die Kennzeichnung.** Zulässig sind zwei Formen: ein Mikrochip (Transponder) nach ISO 11784 mit HDX- oder FDX-B-Übertragung, ablesbar mit einem Gerät nach ISO 11785 – oder eine deutlich lesbare Tätowierung, die **vor dem 3. Juli 2011** angebracht wurde. Für alle seither neu gekennzeichneten Tiere ist der Mikrochip verpflichtend. Wer sich auf eine ältere Tätowierung beruft, sollte damit rechnen, sie belegen zu müssen; entspricht ein Chip den technischen Anforderungen nicht, muss der Halter bei jeder Kontrolle **selbst ein passendes Lesegerät stellen**.

**Zweitens die Tollwutimpfung.** Sie ist an vier Bedingungen geknüpft, von denen jede einzelne eine Reise scheitern lassen kann:

- Das Tier muss bei der Impfung **mindestens zwölf Wochen** alt gewesen sein.
- Die Kennzeichnung muss **vor oder gleichzeitig mit** der Impfung erfolgt sein. Wird ein bereits geimpfter Hund erst danach gechippt, ist die Impfung für Reisezwecke **ungültig** und muss wiederholt werden.
- Seit dem Abschluss der Grundimmunisierung müssen **mindestens 21 Tage** vergangen sein.
- Die Auffrischung muss **innerhalb** der Gültigkeitsdauer der Vorimpfung erfolgen. Wer die Auffrischung auch nur um einen Tag verpasst, hat rechtlich eine Erstimpfung – mit erneuter Wartezeit von 21 Tagen.

Die Gültigkeitsdauer selbst steht nicht im Gesetz, sondern in der Zulassung des jeweiligen Impfstoffs. Ein bis drei Jahre sind üblich; maßgeblich ist der Eintrag im Ausweis.

**Drittens der Heimtierausweis.** Er wird von einem **ermächtigten Tierarzt** ausgestellt, nachdem dieser die Kennzeichnung überprüft hat. Er enthält die Chipnummer, die Impfdaten und die Angaben zum Halter. Nach Auskunft des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat wird der EU-Heimtierausweis **nur an Halter mit Wohnsitz in der EU** ausgestellt; eine ausdrückliche Regelung dazu im Verordnungstext ließ sich nicht nachweisen.

## Der Heimtierausweis: Altbestand bleibt gültig

Zum neuen Musterausweis kursiert die Fehlvorstellung, alte Ausweise müssten umgetauscht werden. Das ist falsch.

Art. 6 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/705 enthält vier Übergangsregelungen:

| Dokument | Übergangsregelung |
|---|---|
| EU-Heimtierausweis nach altem Muster (Anh. III Teil 1 der DVO 577/2013) | gilt als konform, wenn **vor dem 01.01.2028** ausgestellt |
| Ausweis aus einem Land des Anhangs I der DVO (EU) 2026/636 (Anh. III Teil 3) | ebenso, wenn vor dem 01.01.2028 ausgestellt |
| Tiergesundheitsbescheinigung (Anh. IV Teil 1) | nur wenn **vor dem 01.10.2026** ausgestellt – und dann verwendbar **bis 31.03.2027** |
| Heimvogel-Bescheinigung nach DVO (EU) 2021/1938 | wenn vor dem 01.10.2026 ausgestellt |

Der Ausweis eines Hundes, der 2019 ausgestellt wurde, bleibt also gültig – über 2028 hinaus, denn die Frist betrifft das **Ausstellungsdatum**, nicht die Gültigkeit. Nur **neu ausgestellte** Ausweise müssen ab dem 1. Januar 2028 dem neuen Muster nach Anhang I der DVO (EU) 2026/705 entsprechen.

Anders liegt es bei den **Tiergesundheitsbescheinigungen für die Einreise aus Drittländern**. Hier läuft im Moment ein enges Zeitfenster: Alte Bescheinigungen dürfen nur noch verwendet werden, wenn sie vor dem 1. Oktober 2026 ausgestellt wurden, und auch dann nur bis zum 31. März 2027. Wer im Herbst 2026 aus einem Drittland zurückkehrt, sollte darauf achten, welches Muster der dortige Amtstierarzt verwendet.

## Rückkehr und Einreise aus Drittländern

Hier trennt sich der Weg danach, ob das Herkunftsland **gelistet** ist oder nicht. Maßgeblich sind Anhang I und Anhang II der Durchführungsverordnung (EU) 2026/636.

**Anhang I** erfasst die Gebiete und Drittländer mit inhaltlich gleichwertigen Vorschriften: **Andorra, Färöer, Gibraltar, Grönland, Island, Liechtenstein, Monaco, San Marino, Schweiz und Vatikanstadt** – zehn Einträge.

**Norwegen steht in keinem der beiden Anhänge**, und das ist kein Versehen: Norwegen ist EWR-Staat und wird über das EWR-Abkommen wie ein Mitgliedstaat behandelt, muss also gar nicht gelistet werden. Die Liste der Generalzolldirektion, aus der die Pflicht zur Einreise über einen zugelassenen Einreiseort **nicht** folgt, nennt deshalb elf Länder – die zehn des Anhangs I **und Norwegen**. Wer die Zoll-Liste mit dem Anhang I gleichsetzt, macht einen Fehler, der in beide Richtungen wirken kann.

**Anhang II** erfasst rund vierzig weitere Drittländer und Gebiete mit anerkanntem Tollwutstatus – darunter die USA, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Singapur, Hongkong, Argentinien, Chile, Mexiko, mehrere Balkanstaaten und, seit dem Brexit, das **Vereinigte Königreich**. Die Liste ändert sich; sie ist vor jeder Reise am amtlichen Anhang zu prüfen.

Aus beiden Gruppen gilt: Chip, gültige Tollwutimpfung, Dokument – **aber kein Antikörpertest**.

Aus **allen übrigen Ländern** – Zoll und Auswärtiges Amt nennen beispielhaft die Türkei, Ägypten, Marokko, Tunesien, Thailand und Indien – kommt der **Tollwut-Antikörpertest** hinzu:

- Die Blutentnahme darf **frühestens 30 Tage nach** der Impfung erfolgen.
- Der Titer muss mindestens **0,5 IE/ml** neutralisierende Antikörper betragen.
- Zwischen Blutentnahme und Einreise müssen **mindestens drei Monate** liegen.
- Der Test muss in einem von der EU zugelassenen Labor durchgeführt werden.

Die dritte Bedingung ist der klassische Stolperstein. Sie betrifft nicht den Urlauber, der mit seinem eigenen Hund verreist – für ihn genügt ein Test, der **vor der Ausreise** aus der EU gemacht und im Heimtierausweis bescheinigt wurde; dann entfällt die Wartefrist bei der Rückkehr vollständig. Sie betrifft den **Straßenhund oder die Hotelkatze**, die vor Ort ins Herz geschlossen wurde. Bei diesen Tieren beginnt die Uhr erst mit der Impfung, und bis zur legalen Einreise vergehen mindestens vier Monate. Ein am Urlaubsort aufgenommenes Tier kann **nicht** kurzfristig mit nach Hause genommen werden.

Hinzu kommen zwei formale Anforderungen, die leicht übersehen werden: Das Tier muss von der verantwortlichen Person begleitet werden, die eine **schriftliche Erklärung** mitführt, dass die Verbringung nicht dem Verkauf oder einem Besitzerwechsel dient. Und der Halter ist verpflichtet, das Tier bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Staat **anzumelden**, damit Dokumenten- und Nämlichkeitskontrolle durchgeführt werden können.

### Eine Unstimmigkeit, die zu beachten ist

Der deutsche Zoll formuliert die Wartefrist als „mindestens 3 Monate vor der Einreise in die Europäische Union". Das Muster der Tiergesundheitsbescheinigung in Anhang III der DVO (EU) 2026/705 stellt dagegen darauf ab, dass der Test „nicht weniger als 90 Tage vor dem Ausstellungsdatum dieser Bescheinigung" durchgeführt wurde – also vor dem **Ausstellungsdatum der Bescheinigung**, nicht vor der Einreise.

Beide Bezugspunkte fallen in der Regel nahe beieinander, sind aber nicht identisch. Wer knapp kalkuliert, sollte den **früheren** der beiden Zeitpunkte zugrunde legen und die Frist ab dem Ausstellungsdatum rechnen. Diese Abweichung ist im Abschnitt „Stand" als offener Punkt vermerkt.

## Bandwurmbehandlung: nur Hunde, nur fünf Ziele

Vier EU-Gebiete und ein EWR-Staat gelten als frei von dem Fuchsbandwurm *Echinococcus multilocularis* und dürfen deshalb eine Behandlung verlangen: **Irland, Malta, Finnland, Nordirland** und **Norwegen**. Die EU-rechtliche Grundlage ist heute der durch die DVO (EU) 2026/766 eingefügte **Anhang XIX zur DVO (EU) 2021/620**; die frühere Delegierte Verordnung (EU) 2018/772 – und die davor geltende (EU) Nr. 1152/2011 – gelten nicht mehr.

Die Anforderungen:

- Sie gilt **nur für Hunde**. Katzen und Frettchen sind nicht erfasst.
- Die Behandlung muss **frühestens 120 Stunden und spätestens 24 Stunden** vor der geplanten Einreise erfolgen.
- Wirkstoff ist **Praziquantel** oder ein nachweislich mindestens gleich wirksamer Stoff.
- Sie muss von einem Tierarzt verabreicht und im Heimtierausweis eingetragen werden – mit Präparat, **Datum und Uhrzeit**.

Das Zeitfenster ist der praktische Kern: 24 bis 120 Stunden bedeutet einen bis fünf Tage. Wer am Freitag fliegt, muss zwischen Sonntag und Donnerstag zum Tierarzt. Eine Behandlung am Abreisetag selbst ist **zu spät**, eine eine Woche vorher **zu früh**.

Die Behandlung entfällt bei der **unmittelbaren** Verbringung aus einem Gebiet, das selbst als frei anerkannt ist – etwa Irland nach Finnland ohne Zwischenstopp. Sobald ein Zwischenaufenthalt in einem nicht anerkannten Gebiet stattfindet, lebt die Pflicht wieder auf.

## Höchstens fünf Tiere

Je Halter oder ermächtigter Person dürfen bei einer Verbringung **höchstens fünf** Heimtiere mitgeführt werden. Wer mehr mitführt, fällt aus dem Heimtierrecht heraus: Dann gelten die **Handelsbedingungen** der EU mit Veterinärbescheinigung, Registrierung und amtlicher Abfertigung.

Die Überschreitung ist nur unter drei **kumulativen** Voraussetzungen zulässig:

1. Zweck der Reise ist die Teilnahme an einem Wettbewerb, einer Ausstellung, einer Sportveranstaltung oder dem Training dafür,
2. es liegt ein **schriftlicher Nachweis** der Registrierung für die Veranstaltung vor, und
3. alle Tiere sind **älter als sechs Monate**.

Für den Züchter, der sechs Welpen transportiert, greift die Ausnahme also gerade nicht – am Alterskriterium.

## Vereinigtes Königreich und Nordirland

Seit dem Brexit ist Großbritannien ein **gelistetes Drittland**; es steht heute in Anhang II der DVO (EU) 2026/636. Für die Einreise in die EU heißt das: kein Antikörpertest, aber eine **Tiergesundheitsbescheinigung** statt des Heimtierausweises und Einreise über einen zugelassenen Einreiseort.

**In Großbritannien ausgestellte EU-Heimtierausweise werden seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr anerkannt** – das ist eine Brexit-Folge und keine Neuerung von 2026. Hinzu kommt die oben genannte Verwaltungspraxis, den EU-Heimtierausweis nur an Halter mit Wohnsitz in der EU auszustellen; sie verschließt in Großbritannien ansässigen Haltern auch den Ausweichweg über einen in der EU ausgestellten Ausweis. Ob und seit wann das auf einer ausdrücklichen Regelung beruht, ist offen.

**Nordirland folgt weiterhin dem EU-Recht.** Dort werden EU-Heimtierausweise ausgestellt und in der gesamten Union anerkannt; die Reise zwischen Nordirland und der Republik Irland ist unverändert und ohne Bandwurmbehandlung möglich. Für die Reise **von Großbritannien nach Nordirland** gilt seit dem 4. Juni 2025 ein eigenes Verfahren mit einem kostenlosen, lebenslang gültigen Pet Travel Document; Tollwutimpfung und Bandwurmbehandlung sind dafür nicht erforderlich, ein Mikrochip schon.

## Was am Grenzkontrollpunkt passiert

Dies ist der Abschnitt, den Halter vor der Buchung lesen sollten. Der deutsche Zoll beschreibt die Rechtsfolgen bei nicht erfüllten Anforderungen ausdrücklich: Die Tiere können am Einreiseort – **für Sie kostenpflichtig** – vom Amtstierarzt

- ins Herkunftsland zurückgeschickt oder
- für mehrere Monate in Quarantäne genommen werden, oder
- es kann unter Umständen die **Einschläferung des Tieres** angeordnet werden.

Der Zoll listet die drei Maßnahmen mit „oder" auf und stellt sie damit in das Ermessen des Amtstierarztes; eine ausdrückliche **Rangfolge** ergibt sich aus dieser Quelle nicht. Die Vorgängerregelung – Art. 35 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 – hat die Einschläferung ausdrücklich als „letzte Möglichkeit" für den Fall bezeichnet, dass eine Rücksendung nicht möglich und eine Isolierung nicht praktikabel ist. Ob diese Stufung im neuen Recht wortgleich fortgeführt wird, konnte am Normtext nicht überprüft werden; darauf verlassen sollte sich niemand. Sicher ist nur: Alle Maßnahmen gehen **zu Lasten des Halters und ohne Entschädigung**.

Zuständig sind in Deutschland die Amtstierärzte der Veterinärbehörden der Länder und die veterinärrechtlichen Grenzkontrollstellen; der Zoll wirkt bei der Überwachung mit.

## Deutsches Recht daneben: das Rasse-Einfuhrverbot

Neben dem EU-Tiergesundheitsrecht steht ein deutsches Verbot, das mit Tollwut nichts zu tun hat und das die EU-Verordnungen ausdrücklich unberührt lassen: Die Mitgliedstaaten dürfen Beschränkungen für bestimmte Arten oder Rassen **aus anderen als tiergesundheitlichen Erwägungen** aufrechterhalten.

Nach **§ 2 Abs. 1 Satz 1 des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes (HundVerbrEinfG)** vom 12. April 2001 (BGBl. I 2001 S. 530) ist es verboten, **Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier** sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden in das Inland zu verbringen oder einzuführen. Satz 2 erstreckt das Verbot auf Rassen, deren Gefährlichkeit das Land des künftigen Haltungsorts vermutet.

Die Ausnahmen stehen nicht im Gesetz, sondern in der Hundeverbringungs- und -einfuhrverordnung. Erfasst sind unter anderem **Diensthunde** von Bund, Ländern und Kommunen, **Blindenführhunde und Behindertenbegleithunde**, Rettungs- und Katastrophenschutzhunde sowie ein **vorübergehender Aufenthalt bis zu vier Wochen** in Begleitung einer Person ohne Wohnsitz im Inland. Für einen dauerhaften Zuzug mit einem der vier namentlich genannten Hunde gibt es dagegen **keine** Ausnahme.

Die Sanktionen sind erheblich: **§ 5 HundVerbrEinfG** stellt den Verstoß unter Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, wobei auch der **Versuch** strafbar und die fahrlässige Begehung mit bis zu einem Jahr bedroht ist. Die Ordnungswidrigkeitentatbestände des § 6 reichen bis zu **5.000 Euro** Geldbuße. Die Hunde können eingezogen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat dieses Verbot in seinem Urteil vom **16. März 2004, 1 BvR 1778/01**, für **verfassungsgemäß** erklärt – verbunden mit einer Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht des Gesetzgebers. In derselben Entscheidung hat es allerdings das bundesrechtliche **Zucht- und Handelsverbot** wegen fehlender Gesetzgebungskompetenz für nichtig erklärt. Die verbreitete Verkürzung „Das Bundesverfassungsgericht hat die Rasselisten gekippt" trifft daher das Einfuhrverbot gerade nicht.

Davon zu unterscheiden sind die **Landeshundegesetze**, die für das Halten im Inland eigene Rasselisten führen. Sie sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Wer mit einem Hund einer gelisteten Rasse durch mehrere Bundesländer reist, kann in einem Land erlaubnisfrei und im nächsten erlaubnispflichtig unterwegs sein.

## Beförderung: Flug, Bahn, Haftung

**Einen Rechtsanspruch auf Mitnahme eines Heimtiers im Flugzeug gibt es nicht.** Ob und unter welchen Bedingungen ein Tier befördert wird, richtet sich allein nach den Beförderungsbedingungen des Luftfahrtunternehmens: Voranmeldung, Kontingent je Flug, Gewichtsgrenzen, zugelassene Transportbox. Die **Verordnung (EG) Nr. 261/2004 enthält zu Tieren keine Regelung**. Wird ein Tier zurückgewiesen, liegt darin keine Nichtbeförderung im Sinne des Art. 2 Buchst. j, denn dieser stellt auf die Weigerung gegenüber **Fluggästen** ab. Ob der Fluggast, der deshalb selbst nicht mitfliegt, Ausgleich verlangen kann, ist gerichtlich nicht geklärt; es spricht viel dafür, dass ein vertretbarer Grund im Sinne der Verordnung vorliegt, wenn die Beförderungsbedingungen nicht eingehalten waren.

Eine Ausnahme gilt für **anerkannte Begleithunde**. Nach Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 über die Rechte behinderter Flugreisender sind sie – vorbehaltlich nationaler Vorschriften und einer Voranmeldung – **unentgeltlich in der Kabine** zu befördern. Im Inland flankiert **§ 12e BGG** dieses Recht durch ein allgemeines Zutrittsrecht für Menschen mit Behinderungen in Begleitung eines Assistenzhundes.

Bei der **Deutschen Bahn** gilt im Fernverkehr: Kleintiere bis zur Größe einer Hauskatze reisen in einem geeigneten Behältnis **kostenlos**; größere Hunde brauchen eine eigene Fahrkarte zum **halben Preis** und unterliegen außerhalb der Box der **Leinen- und Maulkorbpflicht**. Blindenführhunde und ausgewiesene Assistenzhunde fahren unentgeltlich und ohne Maulkorb. Die EU-Fahrgastrechteverordnung (EU) 2021/782 regelt die Mitnahme von Tieren nicht selbst; sie verweist über die einheitlichen Rechtsvorschriften CIV auf die Allgemeinen Beförderungsbedingungen.

Zur **Haftung** hat der Gerichtshof der Europäischen Union am **16. Oktober 2025 in der Rechtssache C-218/24** entschieden: Ein zusammen mit einem Fluggast befördertes Haustier ist **Reisegepäck** im Sinne des Montrealer Übereinkommens. Anlass war eine Hündin, die auf einem Iberia-Flug von Buenos Aires nach Barcelona beim Verladen aus ihrer Box entkam und verschwand. Die Folge ist unbequem, aber eindeutig: Es gilt der Haftungshöchstbetrag für Reisegepäck von derzeit **1.519 Sonderziehungsrechten** je Reisenden nach Art. 22 Abs. 2 des Übereinkommens. Ein darüber hinausgehender Ersatz – auch für den immateriellen Verlust – setzt voraus, dass vor der Reise ein **besonderes Interesse an der Ablieferung** erklärt und ein Zuschlag gezahlt wurde. Zu den Fristen und Einzelheiten der Gepäckhaftung siehe die Seite [Fluggepäck – Verspätung, Beschädigung, Verlust](https://nexvyra.de/fakten/fluggepaeck-montrealer-uebereinkommen.html).

## Reisevertragsrecht: wer trägt das Risiko

**Verweigerte Mitnahme trotz Zusage.** Hat der Reiseveranstalter die Mitnahme des Hundes ausdrücklich zugesagt und wird sie vor Ort verweigert, fehlt der Reise eine **vereinbarte Beschaffenheit**. Das ist ein Reisemangel nach § 651i Abs. 2 BGB mit den Rechtsfolgen der §§ 651k ff. BGB, insbesondere der Minderung nach § 651m BGB. Eine höchstrichterliche Entscheidung dazu ist nicht ersichtlich, und die Frankfurter Tabelle führt für diesen Fall keinen eigenen Prozentsatz; die Minderungshöhe ist deshalb einzelfallabhängig. Wichtig ist die Beweislage: Die Zusage sollte aus der Buchungsbestätigung oder der Leistungsbeschreibung hervorgehen, nicht nur aus einem Telefonat.

**Erkrankung des Tieres vor der Reise.** Ein kostenfreier Rücktritt nach § 651h Abs. 3 BGB scheidet aus. Die Norm verlangt unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände **am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe**. Die Erkrankung des eigenen Haustiers liegt in der persönlichen Risikosphäre des Reisenden. Der Rücktritt bleibt jederzeit möglich, löst aber die Entschädigung nach § 651h Abs. 1 Satz 3 BGB aus. Ob eine Reiserücktrittsversicherung eintritt, richtet sich allein nach den Versicherungsbedingungen; viele Tarife decken die Erkrankung eines Haustiers nur, wenn sie ausdrücklich als versichertes Ereignis benannt ist.

**Scheitern an der Grenze.** Wird die Einreise wegen fehlender Papiere verweigert, trägt das Risiko grundsätzlich der Reisende. Er ist Halter, er schuldet die Formalitäten. Ob die vorvertragliche Informationspflicht des Reiseveranstalters über „Pass- und Visumerfordernisse sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten" nach **Art. 250 § 3 Nr. 6 EGBGB** auch **Heimtierformalitäten** erfasst, ist offen; der Wortlaut ist auf den Reisenden bezogen. Wer dem Veranstalter die Mitnahme des Tieres angezeigt hat und daraufhin eine falsche Auskunft erhält, kann sich eher auf eine Beratungspflichtverletzung stützen als auf die gesetzliche Katalogpflicht.

## Häufige Fehler

- **„Es gilt die EU-Heimtierverordnung 576/2013."** Nicht mehr. Sie war bereits durch Art. 270 Abs. 2 der VO (EU) 2016/429 aufgehoben und galt nur noch übergangsweise bis zum **21. April 2026**. Seit dem 22. April 2026 gelten Teil VI der VO (EU) 2016/429 und die Del. VO (EU) 2026/131 mit ihren Durchführungsakten.
- **„Mein Heimtierausweis muss umgetauscht werden."** Nein. Ausweise, die vor dem 1. Januar 2028 ausgestellt wurden, gelten weiter – auch über 2028 hinaus. Die Frist betrifft das Ausstellungsdatum, nicht die Gültigkeit.
- **„Die Impfung wirkt sofort."** Nein. Zwischen dem Abschluss der Grundimmunisierung und der Einreise müssen **21 Tage** liegen. Wer heute impfen lässt, kann frühestens in drei Wochen reisen.
- **„Erst impfen, dann chippen."** Das macht die Impfung unbrauchbar. Die Kennzeichnung muss **vor oder gleichzeitig mit** der Impfung erfolgen; sonst ist die Impfung für Reisezwecke ungültig.
- **„Eine verspätete Auffrischung ist halb so schlimm."** Rechtlich ist sie eine **Erstimpfung**. Die Wartezeit von 21 Tagen beginnt neu. Wer die Auffrischung um wenige Tage verpasst und dann verreisen will, hat ein Problem.
- **„Für Katzen gilt die Bandwurmkur auch."** Nein. Die Behandlung gegen *Echinococcus multilocularis* betrifft ausschließlich **Hunde**, und nur bei Reisen nach Irland, Malta, Finnland, Nordirland und Norwegen.
- **„Die Bandwurmkur mache ich am Abreisetag."** Zu spät. Das Zeitfenster ist **24 bis 120 Stunden** vor der Einreise – frühestens fünf Tage, spätestens einen Tag vorher.
- **„Den Straßenhund nehme ich einfach mit."** Aus einem nicht gelisteten Drittland vergehen zwischen Impfung und legaler Einreise mindestens **vier Monate**: 30 Tage bis zur Blutentnahme, dann drei Monate Wartefrist. Eine kurzfristige Mitnahme ist ausgeschlossen.
- **„Bei der Rückreise brauche ich den Bluttest auch."** In der Regel nicht. Wurde der Test **vor der Ausreise** aus der EU durchgeführt und im Heimtierausweis bescheinigt, entfällt die Dreimonatsfrist bei der Rückkehr.
- **„Fünf Tiere darf jeder mitnehmen, das reicht für meinen Wurf."** Die Ausnahme für mehr als fünf Tiere greift nur bei Wettbewerben, Ausstellungen oder Sportveranstaltungen – und nur für Tiere, die **älter als sechs Monate** sind. Welpen fallen nie darunter.
- **„Die Airline muss meinen Hund mitnehmen."** Nein. Es gibt keinen Beförderungsanspruch, und die VO (EG) Nr. 261/2004 sagt zu Tieren nichts. Nur anerkannte Begleithunde behinderter Reisender sind nach Anhang II der VO (EG) Nr. 1107/2006 unentgeltlich in der Kabine zu befördern.
- **„Wenn dem Hund im Frachtraum etwas zustößt, hafte die Airline unbegrenzt."** Nein. Nach EuGH C-218/24 ist das Tier **Reisegepäck**; es gilt der Höchstbetrag des Art. 22 Abs. 2 Montrealer Übereinkommen von derzeit 1.519 Sonderziehungsrechten, sofern kein besonderes Interesse an der Ablieferung erklärt wurde.
- **„Das Bundesverfassungsgericht hat die Rasselisten gekippt."** Nicht das Einfuhrverbot. Das Urteil vom 16.03.2004, 1 BvR 1778/01, hat § 2 Abs. 1 Satz 1 HundVerbrEinfG **bestätigt** und nur das bundesrechtliche Zucht- und Handelsverbot für nichtig erklärt.
- **„Im schlimmsten Fall muss ich umkehren."** Das ist der mildeste der drei Fälle. Neben der Rücksendung stehen die mehrmonatige Quarantäne und die Einschläferung, sämtlich auf Kosten des Halters und ohne Entschädigung.
- **„Norwegen steht doch auf der Länderliste."** Auf der des Zolls ja, in Anhang I der DVO (EU) 2026/636 nicht – Norwegen ist EWR-Staat und wird wie ein Mitgliedstaat behandelt. Das Ergebnis ist dasselbe, die Begründung eine andere. Für Reisen **nach** Norwegen bleibt die Bandwurmbehandlung des Hundes erforderlich.

## Quellen

- Durchführungsverordnung (EU) 2026/705 der Kommission vom 20.03.2026 zur Festlegung von Musteridentifizierungsdokumenten und Mustererklärungen für die Verbringung von Heimtieren zu nichtkommerziellen Zwecken, ABl. L, 2026/705 vom 27.03.2026, CELEX 32026R0705, ELI: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2026/705/oj
- Delegierte Verordnung (EU) 2026/131 der Kommission vom 20.01.2026 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 hinsichtlich der Tiergesundheitsanforderungen für die Verbringung von Heimtieren zu nichtkommerziellen Zwecken, ABl. L, 2026/131 vom 27.03.2026, CELEX 32026R0131, in Kraft 28.03.2026, anwendbar ab 22.04.2026, ELI: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2026/131/oj/eng
- Durchführungsverordnung (EU) 2026/636 der Kommission vom 20.03.2026 (Listen der Gebiete und Drittländer, Anhang I und Anhang II), ABl. L, 2026/636 vom 27.03.2026, CELEX 32026R0636, ELI: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2026/636/oj
- Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 09.03.2016 zu Tierseuchen (Tiergesundheitsrecht), Teil VI Art. 244–256, Art. 270 Abs. 2 (Aufhebung) und Art. 277 (Übergangsmaßnahme), ABl. L 84 vom 31.03.2016, S. 1, CELEX 32016R0429, ELI: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/429/oj
- Verordnung (EU) Nr. 576/2013 vom 12.06.2013 über die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken (bis 21.04.2026 anwendbar), ABl. L 178 vom 28.06.2013, S. 1, CELEX 32013R0576, ELI: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2013/576/oj
- Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 vom 28.06.2013 (Musterausweise und Länderlisten; aufgehoben ab 22.04.2026 durch Art. 7 DVO (EU) 2026/705), ABl. L 178 vom 28.06.2013, S. 109, CELEX 32013R0577
- Durchführungsverordnung (EU) 2026/766 der Kommission vom 08.04.2026 (Änderung der DVO (EU) 2021/620, neuer Anhang XIX zu *Echinococcus multilocularis*; Aufhebung der DVO (EU) 2018/878), CELEX 32026R0766
- Delegierte Verordnung (EU) 2018/772 (Echinococcus-Präventivmaßnahmen; nicht mehr anwendbar ab 22.04.2026), ABl. L 130 vom 28.05.2018, S. 1, CELEX 32018R0772
- Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität (Art. 10, Anhang II – anerkannte Begleithunde), ABl. L 204 vom 26.07.2006, S. 1, CELEX 32006R1107: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32006R1107
- Verordnung (EG) Nr. 261/2004 über Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste, CELEX 32004R0261: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32004R0261
- EuGH, Urteil vom 16.10.2025, C-218/24 (Iberia Líneas Aéreas de España) – Haustier als „Reisegepäck" im Sinne des Montrealer Übereinkommens, Pressemitteilung des Gerichtshofs: https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2025-10/cp250133en.pdf
- Montrealer Übereinkommen vom 28.05.1999, Art. 17 Abs. 2 und Art. 22 Abs. 2 (Haftungshöchstbetrag 1.519 Sonderziehungsrechte seit 28.12.2024)
- Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), Reisen mit Heimtieren – Hunde, Katzen und Frettchen: https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/haus-und-zootiere/reisen-hunde-katzen-frettchen.html
- BMLEH, Einreiseorte für Heimtiere: https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/haus-und-zootiere/heimtiere-einreiseregelung.html
- Generalzolldirektion, Vorschriften für die Einfuhr von Heimtieren aus Nicht-EU-Staaten: https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-nach-Deutschland-aus-einem-nicht-eu-Staat/Einschraenkungen/Tiere-und-Pflanzen/Schutz-Tierseuchen/Regelungen-Heimtiere/regelungen-heimtiere.html
- Europäische Kommission, GD Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Travelling with a pet dog, cat or ferret within the EU: https://food.ec.europa.eu/animals/live-animal-movements/dogs-cats-and-ferrets/travelling-pet-within-eu_en
- Europäische Kommission, Listing of territories and non-EU countries: https://food.ec.europa.eu/animals/live-animal-movements/dogs-cats-and-ferrets/listing-territories-and-non-eu-countries_en
- Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland (HundVerbrEinfG) vom 12.04.2001, BGBl. I 2001 S. 530, §§ 2, 5, 6, 7
- Verordnung über Ausnahmen zum Verbringungs- und Einfuhrverbot von gefährlichen Hunden in das Inland (HundVerbrEinfVO), § 2
- BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 16.03.2004, 1 BvR 1778/01, BVerfGE 110, 141: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2004/03/rs20040316_1bvr177801.html
- Gesetz zur Durchsetzung tiergesundheitsrechtlicher und bestimmter kontrollrechtlicher Vorschriften der Europäischen Union (Tiergesundheitsrechtliches Bußgeldgesetz – TierGesBußG) vom 08.12.2024, BGBl. 2024 I Nr. 405; geändert durch das Gesetz vom 04.03.2026, BGBl. 2026 I Nr. 60
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 651h (Rücktritt vor Reisebeginn): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651h.html
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 651i (Rechte des Reisenden bei Reisemängeln): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651i.html
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 651m (Minderung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651m.html
- Department of Agriculture, Environment and Rural Affairs (DAERA) Nordirland, Travelling with pets, und GOV.UK, Taking your pet to Northern Ireland (Pet Travel Document, seit 04.06.2025): https://www.daera-ni.gov.uk/articles/travelling-pets
- Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit / Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV), Grenzkontrollstelle – Reisen mit Heimtieren (Stand 18.06.2026; zitiert noch die VO (EU) Nr. 576/2013): https://www.kblv.bayern.de/grenzkontrollstelle/reisen_heimtiere/reisen_heimtiere_lang-de.php
- Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche, Art. 250 § 3 Nr. 6 EGBGB
- Behindertengleichstellungsgesetz, § 12e BGG (Assistenzhunde), in Kraft seit 01.07.2021
- Deutsche Bahn, Zusatzticket Hund – Beförderungsbedingungen im Fernverkehr: https://www.bahn.de/angebot/zusatzticket/hund

## Änderungsverlauf

- 2026-08-31: Erstveröffentlichung. Der Bestand wies zu `topic="reiserecht"` 62 Seiten aus (843 Seiten insgesamt); Greps über alle Fakten-Dateien ergaben für „Heimtier", „576/2013" und „Tollwut" jeweils **null** thematisch einschlägige Treffer. Die Seite schließt damit eine vollständige Abdeckungslücke, die im Build-Report vom 30.08.2026 ausdrücklich für einen späteren Lauf vorgemerkt worden war. Tragende Feststellung der Seite ist der **Rechtsregimewechsel zum 22.04.2026**: Die Verordnung (EU) Nr. 576/2013 ist seit diesem Tag nicht mehr anwendbar. Dieser Befund wurde in zwei voneinander unabhängigen Recherchen erhoben und gegengeprüft; die zweite Recherche hatte den ausdrücklichen Auftrag, ihn zu **widerlegen**. Er ist primärquellengestützt: Erwägungsgrund 2 der DVO (EU) 2026/705 gibt die Aufhebung durch Art. 270 Abs. 2 VO (EU) 2016/429 zum 21.04.2021 und die Fortgeltung nach Art. 277 bis zum 21.04.2026 wörtlich wieder; Art. 7 hebt die DVO (EU) Nr. 577/2013 und die DVO (EU) 2021/1938 zum 22.04.2026 auf, Art. 8 setzt den Geltungsbeginn auf denselben Tag, und Erwägungsgrund 14 begründet die Gleichsetzung beider Daten ausdrücklich. Eine Verlängerung des Übergangszeitraums wurde gezielt gesucht und **nicht gefunden**. Der Autor selbst hat die EUR-Lex-Metadaten zur Del. VO (EU) 2026/131 (amtlicher Titel, Datum 20.01.2026, Inkrafttreten 28.03.2026, CELEX 32026R0131) sowie die Seite der Generalzolldirektion im Volltext abgerufen; Letztere belegt unmittelbar die Höchstzahl von fünf Tieren, die Fristen des Antikörpertests (30 Tage / 3 Monate), die Mikrochippflicht seit dem 03.07.2011, die schriftliche Erklärung, die Einreiseort-Pflicht samt Ausnahmeliste, den Verweis auf Anhang I und II der DVO (EU) 2026/636 und die Rechtsfolgenkaskade Rücksendung – Quarantäne – Einschläferung auf Kosten des Halters. Bewusst **nicht** übernommen wurden mehrere Angaben, die nur über eine einzelne Sekundärquelle belegt waren: die Artikelnummer der Aufhebungsvorschrift in der Del. VO (EU) 2026/131, die Einfügung eines Art. 19a in die DVO (EU) 2021/620 und die konkrete Höhe des Bußgeldrahmens des TierGesBußG. Kein unbelegtes Aktenzeichen: Zur verweigerten Hundemitnahme im Reisevertrag wurde keine Entscheidung zitiert, weil sich keine verifizieren ließ. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
- 2026-08-31: Endkontrolle vor Veröffentlichung. Ein unabhängiger dritter Recherchelauf hat die fertige Seite mit dem ausdrücklichen Auftrag geprüft, Fehler zu finden; er meldete zehn Befunde, die sämtlich übernommen wurden. Der schwerste: **Norwegen steht nicht in Anhang I der DVO (EU) 2026/636.** Die Seite hatte die elf Länder umfassende Liste der Generalzolldirektion mit dem zehn Einträge zählenden Anhang I gleichgesetzt; tatsächlich wird Norwegen als EWR-Staat wie ein Mitgliedstaat behandelt und deshalb gar nicht gelistet. Ohne die Korrektur hätte die Regel „Antikörpertest bei Einreise aus einem nicht gelisteten Land" für Norwegen zu einem falschen Ergebnis geführt. Ferner korrigiert: ein Verneinungsfehler bei der Ausnahme von der Bandwurmbehandlung (die Behandlung entfällt bei unmittelbarer Verbringung aus einem **ebenfalls** freien Gebiet, nicht aus einem anderen); die unbelegte Behauptung einer **Rangfolge** der Grenzmaßnahmen, die die zitierte Zoll-Seite gerade nicht enthält – die Stufung stammt aus Art. 35 der nicht mehr anwendbaren VO (EU) Nr. 576/2013 und wird jetzt als solche gekennzeichnet; das Wohnsitzerfordernis für den Heimtierausweis, das nur durch eine Ministeriumsangabe und nicht durch den Verordnungstext belegt ist; die nicht existierende Ländergruppe „Schweiz-Nachbarn" in Anhang II; die falsche Beschreibung der DVO (EU) 2020/689, die den Seuchenfreiheitsstatus und nicht den Eingang in die Union regelt; die zu weit gefasste Übergangsregel für Drittlandsausweise, die nach Art. 6 Abs. 2 DVO (EU) 2026/705 nur für Länder des Anhangs I gilt; die Zuschreibung des Negativbefundes „keine Verlängerung" an Erwägungsgrund 14, der dazu nichts sagt; sowie ein innerer Widerspruch zur Verortung der materiellen Anforderungen. Ergänzt wurden vier Quellenangaben und vier weitere offene Punkte im `Stand`-Block. Ausdrücklich **bestätigt** wurden dabei sämtliche Fristen und Artikelnummern der DVO (EU) 2026/705 (Erwägungsgründe 2 und 14, Art. 6 Abs. 1 bis 4, Art. 7, Art. 8) gegen den ELI-Volltext, alle materiellen Zahlen gegen das Muster in deren Anhang III sowie beide Aktenzeichen (EuGH C-218/24 und BVerfG 1 BvR 1778/01) nach Datum, Parteien und Inhalt. | change_type=correction field="content" new="10_findings_applied" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-08-31
- Gültig ab: 2026-04-22 (Geltungsbeginn der Del. VO (EU) 2026/131 und der DVO (EU) 2026/636 und 2026/705; zugleich Ende der Fortgeltung der VO (EU) Nr. 576/2013 nach Art. 277 VO (EU) 2016/429)
- Gültig bis: unbefristet; Übergangsfristen laufen am 01.10.2026, 31.03.2027 und 01.01.2028 ab
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (VO (EU) 2016/429, Del. VO (EU) 2026/131, DVO (EU) 2026/636, DVO (EU) 2026/705, DVO (EU) 2026/766, VO (EG) Nr. 1107/2006, VO (EG) Nr. 261/2004, Montrealer Übereinkommen, EuGH C-218/24, BVerfG 1 BvR 1778/01, HundVerbrEinfG, BGB, EGBGB), ergänzt um B (Generalzolldirektion, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Europäische Kommission)
- Offen (`review_needed`): (a) **Verifikationsweg.** Der Autor konnte die Volltexte der Del. VO (EU) 2026/131, der DVO (EU) 2026/636 und der DVO (EU) 2026/705 aus dieser Umgebung heraus **nicht selbst** lesen. EUR-Lex liefert für alle URLs mit Query-String (`?uri=`) leere Antwortkörper, `gesetze-im-internet.de` ebenfalls, und der In-App-Browser verweigert beide Domains. Über die ELI-Pfade ohne Query-String waren nur Metadaten und Seitengerüste abrufbar. Die Wortlaute der Erwägungsgründe 2 und 14 sowie der Art. 6, 7 und 8 der DVO (EU) 2026/705 stammen aus einem Verifikationslauf, der den ELI-Volltext abgerufen hat; sie wurden vom Autor **nicht** gegengelesen. Das ist der Hauptgrund für `review_needed`. (b) **Bezugspunkt der Dreimonatsfrist beim Antikörpertest.** Die Generalzolldirektion stellt auf „mindestens 3 Monate vor der Einreise" ab, das Muster in Anhang III der DVO (EU) 2026/705 nach der vorliegenden Wiedergabe dagegen auf „nicht weniger als 90 Tage vor dem Ausstellungsdatum dieser Bescheinigung". Welcher Bezugspunkt maßgeblich ist, wurde nicht am amtlichen Wortlaut geklärt; die Seite nennt deshalb beide und empfiehlt, den früheren Zeitpunkt zugrunde zu legen. (c) **Bußgeldrahmen des TierGesBußG.** Dass das Gesetz existiert (BGBl. 2024 I Nr. 405) und durch das Gesetz vom 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60) geändert wurde, ist belegt. Die **Höhe** des Rahmens – nach einer Sekundärquelle Anhebung von 30.000 auf 50.000 Euro – konnte **nicht** am amtlichen Wortlaut gegengelesen werden; die Seite nennt deshalb keine Zahl. (d) **Aufhebungsvorschrift der Del. VO (EU) 2026/131.** Dass die Del. VO (EU) 2018/772 zum 22.04.2026 nicht mehr gilt, ist nach dem Systemzusammenhang und nach Angaben der Kommission und des BMLEH belegt; die konkret genannte Artikelnummer (Art. 32 lit. a) stammt aus einer einzelnen Sekundärquelle und wird deshalb auf der Seite **nicht** zitiert. (e) **Anhang XIX der DVO (EU) 2021/620.** Die Länderliste (Irland, Malta, Finnland, Nordirland) ist über die Kommission, das BMLEH und ein EWR-Notat belegt, der **Anhangswortlaut selbst wurde nicht gelesen**. Ebenso wenig verifiziert ist die behauptete Einfügung eines Art. 19a; sie wird nicht zitiert. (f) **Status Norwegens.** Norwegen steht nach der Länderliste der Europäischen Kommission **weder in Anhang I noch in Anhang II** der DVO (EU) 2026/636; Anhang I zählt zehn Einträge. Norwegen ist EWR-Staat und wird über das EWR-Abkommen wie ein Mitgliedstaat behandelt. Die Liste der Generalzolldirektion, für die die Einreiseort-Pflicht nicht gilt, nennt Norwegen gleichwohl mit – das ist im Ergebnis richtig, folgt aber nicht aus Anhang I. Für die Bandwurmbehandlung führen die deutschen Behörden Norwegen unverändert als Zielland; der formale unionsrechtliche Weg dorthin – Norwegen steht nicht in Anhang XIX – verläuft über einen EWR-Anpassungsbeschluss, dessen Stand nicht abschließend geklärt werden konnte. (k) **Rangfolge der Grenzmaßnahmen.** Die Generalzolldirektion nennt Rücksendung, Quarantäne und Einschläferung mit „oder", ohne Rangfolge. Die ausdrückliche Stufung („letzte Möglichkeit") stammt aus Art. 35 der nicht mehr anwendbaren VO (EU) Nr. 576/2013. Ob das neue Recht sie wortgleich fortführt, wurde **nicht** am Normtext überprüft; die Seite behauptet es deshalb nicht. (l) **Wohnsitzerfordernis für den Heimtierausweis.** Dass der EU-Heimtierausweis nur an Halter mit Wohnsitz in der EU ausgestellt wird, ist eine Angabe des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Eine entsprechende Regelung im Verordnungstext wurde **nicht** nachgewiesen; ob es sich um Unionsrecht oder um mitgliedstaatliche Verwaltungspraxis handelt und seit wann sie gilt, ist offen. (m) **Umfang von Anhang II der DVO (EU) 2026/636.** Die Zahl „rund vierzig" und die genannten Beispielländer beruhen auf der Länderliste der Kommission und auf der Vorgängerfassung; der Anhangswortlaut wurde **nicht** gelesen. Die Liste ändert sich – zuletzt sind nach Angaben einer Landesbehörde im Juni 2026 Serbien und Montenegro aufgenommen worden. (g) **Vollständigkeit der Änderungshistorie.** Ob die Verordnung (EU) Nr. 576/2013 vor der Delegierten Verordnung (EU) 2024/822 weitere Änderungen erfahren hat, ließ sich nicht klären; die EUR-Lex-Tabelle „Geändert durch" war nicht abrufbar. Für die heutige Rechtslage ist das ohne Bedeutung, für die historische Darstellung schon. (h) **Reisevertragliche Rechtsprechung.** Zur verweigerten Mitnahme eines zugesagten Haustiers wurde **keine** Entscheidung mit verifizierbarem Aktenzeichen gefunden. Die Einordnung als Reisemangel ist eine dogmatische Ableitung aus § 651i Abs. 2 BGB, kein Judikat. Ebenso ist offen, ob Art. 250 § 3 Nr. 6 EGBGB Heimtierformalitäten erfasst. (i) **Haftungshöchstbetrag.** Die Anhebung auf 1.519 Sonderziehungsrechte zum 28.12.2024 ist über mehrere Fachquellen belegt, nicht aber über die amtliche Bekanntmachung der ICAO-Anpassung. (j) **Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn** sind privatrechtliche Bedingungen und können sich jederzeit ändern; sie sind kein Normtext.
- Lizenz: CC BY 4.0
