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# Schiedsverfahren und Schiedsvereinbarung (§§ 1025 ff. ZPO)

## Kurzantwort

Wer eine **Schiedsvereinbarung** schließt, verzichtet für die erfassten Streitigkeiten auf den staatlichen Rechtsweg: Entschieden wird dann durch ein **privates Schiedsgericht**, dessen Spruch nach **§ 1055 ZPO** unter den Parteien **die Wirkungen eines rechtskräftigen gerichtlichen Urteils** hat. Geregelt ist das in **Buch 10 der ZPO** (§§ 1025–1066), das nach **§ 1025 Abs. 1 ZPO** gilt, wenn der **Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens im Inland** liegt. Schiedsfähig ist nach **§ 1030 Abs. 1 ZPO** grundsätzlich **jeder vermögensrechtliche Anspruch**; für **nichtvermögensrechtliche** Ansprüche nur, soweit die Parteien über den Streitgegenstand einen **Vergleich** schließen dürfen. Eine wichtige Grenze zieht **§ 1030 Abs. 2 ZPO**: Eine Schiedsvereinbarung über Streitigkeiten, die den **Bestand eines Mietverhältnisses über Wohnraum im Inland** betreffen, ist **unwirksam** (Ausnahme: Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 1–3 BGB). Für **Verbraucher** gilt außerdem eine strenge Form: Nach **§ 1031 Abs. 5 ZPO** muss die Schiedsvereinbarung in einer von den Parteien **eigenhändig unterzeichneten Urkunde** enthalten sein – die elektronische Form nach § 126a BGB genügt; **andere Vereinbarungen** als solche zum schiedsrichterlichen Verfahren darf die Urkunde nicht enthalten (Ausnahme: notarielle Beurkundung). Wird trotz Schiedsvereinbarung vor einem staatlichen Gericht geklagt, weist dieses die Klage nach **§ 1032 Abs. 1 ZPO** als **unzulässig** ab – aber **nur**, wenn der Beklagte das **vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Hauptsache** rügt. Vollstreckt wird aus einem Schiedsspruch erst nach **Vollstreckbarerklärung** durch das **Oberlandesgericht** (§§ 1060, 1062 ZPO); der für vollstreckbar erklärte Schiedsspruch ist Vollstreckungstitel nach **§ 794 Abs. 1 Nr. 4a ZPO**.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | Buch 10 der ZPO, §§ 1025–1066 (Schiedsrichterliches Verfahren) |
| Anwendungsbereich | § 1025 Abs. 1 ZPO – Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens im Inland; §§ 1032, 1033, 1050 auch bei Ort im Ausland oder noch nicht bestimmtem Ort |
| Begriff | § 1029 Abs. 1 ZPO – Vereinbarung, Streitigkeiten aus einem bestimmten Rechtsverhältnis vertraglicher oder nichtvertraglicher Art einem Schiedsgericht zu unterwerfen |
| Zwei Erscheinungsformen | § 1029 Abs. 2 ZPO – selbständige Vereinbarung (Schiedsabrede) oder Klausel in einem Vertrag (Schiedsklausel) |
| Schiedsfähigkeit | § 1030 Abs. 1 ZPO – jeder vermögensrechtliche Anspruch; nichtvermögensrechtliche nur, soweit vergleichsfähig |
| Grenze Wohnraummiete | § 1030 Abs. 2 ZPO – Schiedsvereinbarung über den Bestand eines Wohnraummietverhältnisses im Inland ist unwirksam (nicht bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 1–3 BGB) |
| Form allgemein | § 1031 Abs. 1 ZPO – unterzeichnetes Dokument oder gewechselte Schreiben/Fernkopien/Telegramme/andere Übermittlungsformen, die einen Nachweis sicherstellen |
| Form bei Verbrauchern | § 1031 Abs. 5 ZPO – eigenhändig unterzeichnete Urkunde; ersetzbar durch elektronische Form (§ 126a BGB); keine anderen Vereinbarungen in der Urkunde (Ausnahme: notarielle Beurkundung) |
| Heilung des Formmangels | § 1031 Abs. 6 ZPO – rügelose Einlassung auf die schiedsgerichtliche Verhandlung zur Hauptsache |
| Schiedseinrede | § 1032 Abs. 1 ZPO – Klageabweisung als unzulässig, wenn der Beklagte vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Hauptsache rügt |
| Ausnahme | Klage bleibt zulässig, wenn die Schiedsvereinbarung nichtig, unwirksam oder undurchführbar ist (§ 1032 Abs. 1 a. E.) |
| Eilrechtsschutz | § 1033 ZPO – staatliches Gericht kann vorläufige oder sichernde Maßnahmen anordnen, vor und nach Beginn des Schiedsverfahrens |
| Zahl der Schiedsrichter | § 1034 Abs. 1 ZPO – frei vereinbar; ohne Vereinbarung: drei |
| Bestellung | § 1035 Abs. 3 ZPO – bei drei Schiedsrichtern bestellt jede Partei einen, diese beiden den Vorsitzenden |
| Verfahrensgrundsätze | § 1042 ZPO – Gleichbehandlung, rechtliches Gehör; Rechtsanwälte dürfen nicht als Bevollmächtigte ausgeschlossen werden |
| Form des Schiedsspruchs | § 1054 ZPO – schriftlich und unterschrieben; bei mehreren Schiedsrichtern genügen die Unterschriften der Mehrheit mit Angabe des Grundes für die fehlende Unterschrift |
| Wirkung | § 1055 ZPO – Wirkungen eines rechtskräftigen gerichtlichen Urteils unter den Parteien |
| Kosten | § 1057 ZPO – Schiedsgericht entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen (insbesondere nach dem Ausgang) und setzt den Betrag fest, soweit feststellbar |
| Rechtsbehelf | § 1059 Abs. 1 ZPO – nur der Aufhebungsantrag; keine Berufung, keine Revision |
| Frist | § 1059 Abs. 3 ZPO – drei Monate ab Empfang des Schiedsspruchs (abweichende Vereinbarung möglich) |
| Vollstreckung | § 1060 Abs. 1 ZPO – erst nach Vollstreckbarerklärung; Titel dann § 794 Abs. 1 Nr. 4a ZPO |
| Zuständiges Gericht | § 1062 ZPO – das in der Schiedsvereinbarung bezeichnete Oberlandesgericht, sonst das OLG am Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens |
| Ausländische Schiedssprüche | § 1061 Abs. 1 ZPO – New Yorker Übereinkommen vom 10. Juni 1958 (BGBl. 1961 II S. 121) |
| Rechtsmittel | § 1065 Abs. 1 ZPO – Rechtsbeschwerde zum BGH gegen Entscheidungen nach § 1062 Abs. 1 Nr. 2 und 4 |

## Was ein Schiedsverfahren ist – und was nicht

Ein Schiedsgericht ist ein **privates Spruchgremium**, das anstelle der staatlichen Gerichte **endgültig** über einen Rechtsstreit entscheidet. **§ 1029 Abs. 1 ZPO** definiert die Schiedsvereinbarung als Vereinbarung der Parteien, **alle oder einzelne Streitigkeiten** zu unterwerfen, die zwischen ihnen in Bezug auf ein **bestimmtes Rechtsverhältnis** vertraglicher oder nichtvertraglicher Art entstanden sind oder künftig entstehen. Nach **§ 1029 Abs. 2 ZPO** kann sie als **selbständige Vereinbarung** („Schiedsabrede") oder als **Klausel in einem Vertrag** („Schiedsklausel") geschlossen werden.

Drei Abgrenzungen sind im Alltag entscheidend:

- **Schlichtung und Mediation** enden mit einem **Vorschlag** oder einer **Einigung**; sie entscheiden nichts. Ein Schiedsspruch dagegen **entscheidet** – mit Rechtskraftwirkung (§ 1055 ZPO).
- Ein **Schiedsgutachten** klärt nur eine **Tatsachen- oder Bewertungsfrage** innerhalb eines Vertrags (etwa den Wert einer Sache). Es ist kein Schiedsspruch und wird nicht für vollstreckbar erklärt.
- Das staatliche Gericht bleibt nicht völlig außen vor, ist aber **eingeschränkt**: Nach **§ 1026 ZPO** darf es in den in §§ 1025 bis 1061 ZPO geregelten Angelegenheiten **nur tätig werden, soweit dieses Buch es vorsieht**.

**§ 1066 ZPO** stellt außerdem klar, dass die Vorschriften des Buches 10 **entsprechend** für Schiedsgerichte gelten, die in gesetzlich statthafter Weise durch **letztwillige oder andere nicht auf Vereinbarung beruhende Verfügungen** angeordnet werden – praktisch relevant etwa bei Schiedsklauseln in Testamenten.

## Was überhaupt vor ein Schiedsgericht darf (§ 1030 ZPO)

**§ 1030 Abs. 1 Satz 1 ZPO** ist großzügig: **Jeder vermögensrechtliche Anspruch** kann Gegenstand einer Schiedsvereinbarung sein. Bei **nichtvermögensrechtlichen** Ansprüchen hat die Schiedsvereinbarung nach Satz 2 nur insoweit rechtliche Wirkung, als die Parteien berechtigt sind, über den Gegenstand des Streits einen **Vergleich** zu schließen.

Die für Privatpersonen wichtigste Grenze steht in **§ 1030 Abs. 2 ZPO**: Eine Schiedsvereinbarung über Rechtsstreitigkeiten, die den **Bestand eines Mietverhältnisses über Wohnraum im Inland** betreffen, ist **unwirksam**. Ausgenommen ist nur Wohnraum der in **§ 549 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 BGB** bezeichneten Art – also insbesondere Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch, möblierter Wohnraum in der Wohnung des Vermieters und Wohnraum, den eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein anerkannter privater Träger der Wohlfahrtspflege Personen mit dringendem Wohnungsbedarf überlässt. Wer also eine Klausel in seinem Wohnraummietvertrag findet, nach der über die Kündigung ein Schiedsgericht entscheiden soll, kann sich auf deren **Unwirksamkeit** berufen.

**§ 1030 Abs. 3 ZPO** hält fest, dass gesetzliche Vorschriften **außerhalb** dieses Buches, nach denen Streitigkeiten einem schiedsrichterlichen Verfahren **nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen** unterworfen werden dürfen, unberührt bleiben.

## Die Form – und warum Verbraucher besonders geschützt sind (§ 1031 ZPO)

Im **allgemeinen** Rechtsverkehr genügt nach **§ 1031 Abs. 1 ZPO**, dass die Schiedsvereinbarung entweder in einem **von den Parteien unterzeichneten Dokument** oder in **zwischen ihnen gewechselten Schreiben, Fernkopien, Telegrammen oder anderen Formen der Nachrichtenübermittlung** enthalten ist, die einen **Nachweis der Vereinbarung** sicherstellen. **§ 1031 Abs. 2 ZPO** lässt zusätzlich die kaufmännische Praxis genügen, wenn ein übermitteltes Dokument mangels rechtzeitigen Widerspruchs **nach der Verkehrssitte als Vertragsinhalt** gilt; **§ 1031 Abs. 3 ZPO** erlaubt die **Bezugnahme** auf ein Dokument mit Schiedsklausel, wenn die Bezugnahme die Klausel zum Bestandteil des Vertrages macht.

Für **Verbraucher** gilt das alles **nicht**. **§ 1031 Abs. 5 ZPO** verlangt drei Dinge:

1. Die Schiedsvereinbarung muss in einer von den Parteien **eigenhändig unterzeichneten Urkunde** enthalten sein.
2. Die Schriftform kann durch die **elektronische Form nach § 126a BGB** ersetzt werden – also durch qualifizierte elektronische Signatur, nicht durch eine einfache E-Mail.
3. Die Urkunde oder das elektronische Dokument darf **keine anderen Vereinbarungen** enthalten als solche, die sich auf das schiedsrichterliche Verfahren beziehen; das gilt **nicht bei notarieller Beurkundung**.

Praktische Folge: Eine Schiedsklausel, die im Kleingedruckten eines Verbrauchervertrags oder in den AGB versteckt ist, erfüllt **§ 1031 Abs. 5 ZPO nicht**. Erforderlich ist eine **separate, eigenhändig unterschriebene** Urkunde, die **ausschließlich** das Schiedsverfahren regelt.

Ein Formmangel ist allerdings **heilbar**: Nach **§ 1031 Abs. 6 ZPO** wird er durch die **Einlassung auf die schiedsgerichtliche Verhandlung zur Hauptsache** geheilt. Wer die Formfrage aufwerfen will, muss das also **vor** der Verhandlung zur Sache tun.

## Klage trotz Schiedsvereinbarung: die Schiedseinrede (§ 1032 ZPO)

**§ 1032 Abs. 1 ZPO** regelt den häufigsten Konfliktfall: Wird vor einem **staatlichen Gericht** Klage in einer Angelegenheit erhoben, die Gegenstand einer Schiedsvereinbarung ist, so hat das Gericht die Klage als **unzulässig** abzuweisen – **sofern der Beklagte dies vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Hauptsache rügt** und das Gericht nicht feststellt, dass die Schiedsvereinbarung **nichtig, unwirksam oder undurchführbar** ist.

Zwei Konsequenzen folgen daraus:

- Die Schiedsvereinbarung wirkt **nicht von Amts wegen**. Verhandelt der Beklagte rügelos zur Sache, entscheidet das staatliche Gericht – der Einwand ist verbraucht.
- Der **Zeitpunkt** ist scharf bestimmt: **vor Beginn** der mündlichen Verhandlung zur Hauptsache. Im schriftlichen Vorverfahren gehört die Rüge deshalb in die **Klageerwiderung**.

Wer Klarheit will, bevor überhaupt ein Schiedsgericht steht, kann nach **§ 1032 Abs. 2 ZPO** **bis zur Bildung des Schiedsgerichts** bei Gericht einen **Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit oder Unzulässigkeit** eines schiedsrichterlichen Verfahrens stellen. **§ 1032 Abs. 3 ZPO** stellt klar, dass währenddessen das schiedsrichterliche Verfahren **gleichwohl eingeleitet oder fortgesetzt** werden und sogar ein Schiedsspruch ergehen kann – das Schiedsverfahren wird also nicht automatisch blockiert.

## Einstweiliger Rechtsschutz bleibt möglich (§ 1033 ZPO)

Eine Schiedsvereinbarung **schließt nicht aus**, dass ein staatliches Gericht auf Antrag einer Partei **vor oder nach Beginn** des schiedsrichterlichen Verfahrens eine **vorläufige oder sichernde Maßnahme** in Bezug auf den Streitgegenstand anordnet (**§ 1033 ZPO**). Arrest und einstweilige Verfügung stehen also weiterhin offen – wichtig, weil das Schiedsgericht im Zweifel noch gar nicht gebildet ist und weil die **Zwangsvollstreckung** ohnehin dem Staat vorbehalten bleibt.

## Schiedsgericht und Verfahren

**Zahl der Schiedsrichter:** Die Parteien können sie frei vereinbaren; fehlt eine Vereinbarung, **ist die Zahl der Schiedsrichter drei** (**§ 1034 Abs. 1 ZPO**). **§ 1035 Abs. 3 ZPO** ergänzt für den Regelfall: Jede Partei bestellt **einen** Schiedsrichter, und diese beiden bestellen den **dritten**, der als **Vorsitzender** tätig wird. Bleibt eine Partei untätig, ist das staatliche Gericht nach **§ 1062 Abs. 1 Nr. 1 ZPO** für die Bestellung zuständig.

**Verfahrensgrundsätze:** **§ 1042 Abs. 1 ZPO** verpflichtet das Schiedsgericht, die Parteien **gleich zu behandeln** und **jeder Partei rechtliches Gehör** zu gewähren. **§ 1042 Abs. 2 ZPO** verbietet, **Rechtsanwälte als Bevollmächtigte auszuschließen** – eine Schiedsordnung darf die anwaltliche Vertretung also nicht abbedingen. Diese beiden Sätze sind der Kern dessen, was später über den **ordre public** (§ 1059 Abs. 2 Nr. 2 lit. b ZPO) gerichtlich kontrolliert wird.

**Der Schiedsspruch:** Er ist nach **§ 1054 Abs. 1 ZPO** **schriftlich** zu erlassen und von den Schiedsrichtern zu **unterschreiben**; bei mehr als einem Schiedsrichter genügen die Unterschriften der **Mehrheit**, sofern der Grund für die fehlende Unterschrift **angegeben** wird. Er ist nach **§ 1054 Abs. 2 ZPO** zu **begründen**, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben oder es sich um einen Schiedsspruch mit vereinbartem Wortlaut (§ 1053 ZPO) handelt, und muss nach **§ 1054 Abs. 3 ZPO** **Tag** und **Ort** des schiedsrichterlichen Verfahrens angeben.

**Kosten:** Nach **§ 1057 Abs. 1 ZPO** entscheidet das Schiedsgericht – sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben – durch **Schiedsspruch** darüber, zu welchem Anteil die Parteien die **Kosten des schiedsrichterlichen Verfahrens einschließlich der zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Kosten** zu tragen haben; maßgeblich sind **pflichtgemäßes Ermessen** und die Umstände des Einzelfalls, **insbesondere der Ausgang des Verfahrens**. Soweit die Kosten feststehen, ist nach **§ 1057 Abs. 2 ZPO** auch der **Betrag** festzusetzen.

## Der einzige Rechtsbehelf: Aufhebungsantrag (§ 1059 ZPO)

Gegen einen Schiedsspruch gibt es **keine Berufung und keine Revision**. **§ 1059 Abs. 1 ZPO** lässt **nur** den **Antrag auf gerichtliche Aufhebung** zu – und dieser prüft **nicht**, ob das Schiedsgericht richtig entschieden hat. Aufgehoben werden kann ein Schiedsspruch nach **§ 1059 Abs. 2 ZPO** nur, wenn

- der Antragsteller begründet geltend macht, dass eine Partei **nicht wirksam** eine Schiedsvereinbarung schließen konnte oder die Schiedsvereinbarung **ungültig** ist (Nr. 1 lit. a),
- er von der **Bestellung eines Schiedsrichters** oder vom **Verfahren nicht gehörig in Kenntnis gesetzt** wurde oder seine **Angriffs- oder Verteidigungsmittel nicht geltend machen** konnte (Nr. 1 lit. b),
- der Schiedsspruch die **Grenzen der Schiedsvereinbarung überschreitet** – dann wird nur der überschießende, abtrennbare Teil aufgehoben (Nr. 1 lit. c),
- die **Bildung des Schiedsgerichts** oder das **Verfahren** gegen Buch 10 oder eine zulässige Parteivereinbarung verstoßen hat und anzunehmen ist, dass sich das **auf den Schiedsspruch ausgewirkt** hat (Nr. 1 lit. d),

oder wenn das Gericht **von Amts wegen** feststellt, dass der Streitgegenstand **nach deutschem Recht nicht schiedsfähig** ist (Nr. 2 lit. a) oder die Anerkennung bzw. Vollstreckung dem **ordre public** widerspricht (Nr. 2 lit. b).

Die **Frist** ist kurz: Sofern die Parteien nichts anderes vereinbaren, muss der Aufhebungsantrag **innerhalb von drei Monaten** bei Gericht eingereicht werden; die Frist beginnt mit dem **Tag des Empfangs** des Schiedsspruchs (**§ 1059 Abs. 3 Satz 1 und 2 ZPO**). Ist ein Antrag nach § 1058 ZPO (Berichtigung, Auslegung, Ergänzung) gestellt, verlängert sie sich um **höchstens einen Monat** nach Empfang der Entscheidung darüber (Satz 3). Und sie ist endgültig verbraucht, sobald der Schiedsspruch **von einem deutschen Gericht für vollstreckbar erklärt** worden ist (Satz 4).

Das Gericht kann die Sache in geeigneten Fällen unter Aufhebung des Schiedsspruchs an das **Schiedsgericht zurückverweisen** (§ 1059 Abs. 4 ZPO). Die Aufhebung hat im Zweifel zur Folge, dass die **Schiedsvereinbarung wiederauflebt** (§ 1059 Abs. 5 ZPO) – der Streit landet also nicht automatisch beim staatlichen Gericht.

## Aus dem Schiedsspruch vollstrecken (§§ 1060, 1062, 1063 ZPO)

Ein Schiedsspruch ist **kein unmittelbarer Vollstreckungstitel**. **§ 1060 Abs. 1 ZPO** bestimmt: **Die Zwangsvollstreckung findet statt, wenn der Schiedsspruch für vollstreckbar erklärt ist.** Erst der **für vollstreckbar erklärte Schiedsspruch** ist Vollstreckungstitel nach **§ 794 Abs. 1 Nr. 4a ZPO**; aus ihm wird anschließend nach den allgemeinen Regeln der Zwangsvollstreckung (Titel, Klausel, Zustellung – § 750 ZPO) vollstreckt.

Der Antrag auf Vollstreckbarerklärung ist nach **§ 1060 Abs. 2 Satz 1 ZPO** **unter Aufhebung des Schiedsspruchs** abzulehnen, wenn einer der Aufhebungsgründe des § 1059 Abs. 2 ZPO vorliegt. Zwei Sperren begrenzen das aber: Aufhebungsgründe bleiben unberücksichtigt, soweit ein darauf gestützter Aufhebungsantrag bereits **rechtskräftig abgewiesen** ist (Satz 2) – und **Aufhebungsgründe nach § 1059 Abs. 2 Nr. 1 ZPO** bleiben auch dann unberücksichtigt, wenn die **Dreimonatsfrist** des § 1059 Abs. 3 ZPO **abgelaufen** ist, ohne dass der Antragsgegner einen Aufhebungsantrag gestellt hat (Satz 3). Wer den Schiedsspruch angreifen will, darf die drei Monate also nicht verstreichen lassen.

**Zuständig** ist nach **§ 1062 Abs. 1 ZPO** das in der Schiedsvereinbarung **bezeichnete Oberlandesgericht**, sonst das OLG, in dessen Bezirk der **Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens** liegt – unter anderem für die Bestellung und Ablehnung von Schiedsrichtern, für die Feststellung der Zulässigkeit oder Unzulässigkeit des Verfahrens sowie für **Aufhebung** und **Vollstreckbarerklärung**. Liegt kein inländischer Schiedsort vor, ist nach **§ 1062 Abs. 2 ZPO** das OLG am **Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Antragsgegners** bzw. am Ort des **Vermögens oder Streitgegenstands** zuständig, hilfsweise das **Kammergericht**.

Verfahrensrechtlich entscheidet das OLG nach **§ 1063 Abs. 1 ZPO** durch **Beschluss**, nachdem der Gegner **gehört** wurde. Eine **mündliche Verhandlung** ist nach **§ 1063 Abs. 2 ZPO** anzuordnen, wenn die **Aufhebung** des Schiedsspruchs beantragt wird oder wenn bei einem Antrag auf **Anerkennung oder Vollstreckbarerklärung** Aufhebungsgründe nach § 1059 Abs. 2 ZPO in Betracht kommen. Gegen die Entscheidungen nach § 1062 Abs. 1 Nr. 2 und 4 ZPO – also insbesondere über Aufhebung und Vollstreckbarerklärung – findet nach **§ 1065 Abs. 1 ZPO** die **Rechtsbeschwerde** zum Bundesgerichtshof statt; sie kann auch darauf gestützt werden, dass die Entscheidung auf einer **Verletzung eines Staatsvertrages** beruht.

## Ausländische Schiedssprüche (§ 1061 ZPO)

Für **ausländische** Schiedssprüche verweist **§ 1061 Abs. 1 ZPO** auf das **Übereinkommen vom 10. Juni 1958 über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche** (**New Yorker Übereinkommen**, BGBl. 1961 II S. 121). Das ist der Hauptgrund, warum Schiedsvereinbarungen im internationalen Handel so verbreitet sind: Ein Schiedsspruch ist über die mehr als 170 Vertragsstaaten des Übereinkommens meist leichter durchzusetzen als ein staatliches Urteil.

## Reformvorhaben 2026 – noch nicht in Kraft

Buch 10 der ZPO beruht in seiner heutigen Struktur auf der Reform von 1997/1998, die das **UNCITRAL-Modellgesetz** übernommen hat. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz betreibt ein **Gesetzgebungsverfahren zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts**; die Bundesregierung hat den Regierungsentwurf am **10. Juni 2026** beschlossen. Geplant sind unter anderem eine Lockerung der Formanforderungen im **unternehmerischen** Verkehr, die ausdrückliche Zulassung von **Videoverhandlungen** und **elektronischen Schiedssprüchen**, englischsprachige Verfahrenselemente vor den staatlichen Schiedsgerichtssenaten sowie eine erleichterte **Veröffentlichung** von Schiedssprüchen.

**Wichtig:** Der Entwurf ist bis heute **nicht in Kraft**. Es gilt unverändert das oben dargestellte Recht – insbesondere die **strenge Verbraucherform** des § 1031 Abs. 5 ZPO, an der der Entwurf nicht rüttelt. Diese Seite wird aktualisiert, sobald das Gesetz verkündet ist.

## Häufige Fehler

- **„Die Schiedsklausel in meinen AGB reicht auch gegenüber Verbrauchern."** Nein. **§ 1031 Abs. 5 ZPO** verlangt eine von den Parteien **eigenhändig unterzeichnete Urkunde** (oder elektronische Form nach § 126a BGB), die **keine anderen Vereinbarungen** enthält – außer bei notarieller Beurkundung.
- **„Das Gericht muss die Schiedsvereinbarung von Amts wegen beachten."** Nein. Nach **§ 1032 Abs. 1 ZPO** wird die Klage nur abgewiesen, wenn der Beklagte **vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Hauptsache** rügt.
- **„Gegen einen Schiedsspruch kann ich Berufung einlegen."** Nein. **§ 1059 Abs. 1 ZPO** lässt **nur** den **Aufhebungsantrag** zu – und der prüft keine inhaltliche Richtigkeit, sondern nur die Gründe des § 1059 Abs. 2 ZPO.
- **„Mit dem Aufhebungsantrag habe ich Zeit."** Nein. **Drei Monate ab Empfang** des Schiedsspruchs (**§ 1059 Abs. 3 ZPO**). Nach Ablauf sind die Gründe des § 1059 Abs. 2 Nr. 1 ZPO auch im Vollstreckbarerklärungsverfahren **nicht mehr** zu berücksichtigen (**§ 1060 Abs. 2 Satz 3 ZPO**).
- **„Aus dem Schiedsspruch kann der Gerichtsvollzieher sofort vollstrecken."** Nein. Erst die **Vollstreckbarerklärung** durch das OLG macht ihn zum Titel (**§ 1060 Abs. 1 ZPO**, **§ 794 Abs. 1 Nr. 4a ZPO**).
- **„Über die Kündigung meiner Mietwohnung entscheidet nach dem Vertrag ein Schiedsgericht."** Eine solche Vereinbarung ist nach **§ 1030 Abs. 2 ZPO** **unwirksam**, wenn sie den **Bestand** eines Wohnraummietverhältnisses im Inland betrifft (Ausnahme: § 549 Abs. 2 Nr. 1–3 BGB).
- **„Wegen der Schiedsklausel bekomme ich keine einstweilige Verfügung."** Doch. **§ 1033 ZPO** lässt vorläufige und sichernde Maßnahmen des staatlichen Gerichts ausdrücklich zu.
- **„Ein Schiedsgutachten ist dasselbe wie ein Schiedsspruch."** Nein. Das Schiedsgutachten klärt nur eine Einzelfrage innerhalb des Vertrags; nur der **Schiedsspruch** hat nach **§ 1055 ZPO** die Wirkungen eines rechtskräftigen Urteils.
- **„Ohne Vereinbarung entscheidet ein Einzelschiedsrichter."** Nein. Fehlt eine Vereinbarung, **beträgt die Zahl der Schiedsrichter drei** (**§ 1034 Abs. 1 ZPO**) – mit entsprechenden Kostenfolgen.
- **„Die Schiedsordnung kann meinen Anwalt ausschließen."** Nein. **§ 1042 Abs. 2 ZPO** verbietet, Rechtsanwälte als Bevollmächtigte auszuschließen.

## Siehe auch

- [Klageerhebung im Zivilprozess (§§ 253 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/klageerhebung-zivilprozess-253-zpo.html)
- [Güteverhandlung und Güterichter (§ 278 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/gueteverhandlung-gueterichter-278-zpo.html)
- [Prozessvergleich (§ 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/prozessvergleich-794-zpo.html)
- [Notarielle Urkunde als Vollstreckungstitel (§ 794 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/notarielle-urkunde-zwangsvollstreckung-794-zpo.html)
- [Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung (§ 750 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/voraussetzungen-zwangsvollstreckung-750-zpo.html)
- [Vollstreckungsklausel (§§ 724 ff. ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/vollstreckungsklausel-724-zpo.html)
- [Arrest und einstweilige Verfügung (§§ 916, 935, 940 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/arrest-einstweilige-verfuegung-zpo.html)
- [Rechtskraft des Urteils (§ 322 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/rechtskraft-urteil-322-zpo.html)
- [Sachliche Zuständigkeit von Amtsgericht und Landgericht (GVG)](https://nexvyra.de/fakten/sachliche-zustaendigkeit-ag-lg-gvg.html)
- [Örtliche Zuständigkeit und Gerichtsstand (ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/oertliche-zustaendigkeit-gerichtsstand-zpo.html)
- [Anwaltszwang im Zivilprozess (§ 78 ZPO)](https://nexvyra.de/fakten/anwaltszwang-78-zpo.html)
- [Gerichtskosten & Streitwert (GKG)](https://nexvyra.de/fakten/gerichtskosten-streitwert-gkg.html)

## Änderungsverlauf

- 2026-09-09: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Buch 10 der ZPO (§§ 1025–1066) war im gesamten /fakten/-Bestand bislang nicht abgedeckt. Normtexte zu §§ 1031, 1032, 1059 und 1060 ZPO **verbatim** über dejure.org-Permalinks gegengeprüft (web_fetch auf gesetze-im-internet.de liefert in dieser Umgebung einen leeren Body); §§ 1025, 1026, 1029, 1030, 1033, 1034, 1035, 1042, 1054, 1055, 1057, 1061, 1062, 1063, 1065 ZPO über WebSearch mit `allowed_domains=["gesetze-im-internet.de"]` belegt, amtliche Einzelnorm-URLs zitiert. Der Fassungsnachweis zu § 1031 ZPO (Gesetz zur Reform des Seehandelsrechts vom 20.04.2013, BGBl. I S. 831, in Kraft seit 25.04.2013) bestätigt, dass das geltende Recht unverändert ist; das Reformvorhaben „Gesetz zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts" (Regierungsentwurf, Kabinettbeschluss 10.06.2026) ist ausdrücklich als **nicht in Kraft** gekennzeichnet (Quelle BMJV, Autoritätsstufe B). Keine erfundenen Euro- oder Gebührenwerte. Wikidata-Q-IDs Q207946 (arbitration/Schiedsverfahren) und Q511911 (arbitration clause/Schiedsklausel) via WebSearch auf wikidata.org verifiziert und in content/AGENT_GUIDE.md (Abschnitt 2a) ergänzt; Q206893 (ZPO) aus der Guide-Tabelle übernommen. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-09-09
- Status: aktuell (geltendes Recht)
- Quellenautorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- § 1025 ZPO – Anwendungsbereich (Buch 10 gilt, wenn der Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens im Inland liegt; §§ 1032, 1033, 1050 auch bei Ort im Ausland oder noch nicht bestimmtem Ort):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1025.html
- § 1026 ZPO – Umfang gerichtlicher Tätigkeit (Gericht darf in den §§ 1025–1061 geregelten Angelegenheiten nur tätig werden, soweit dieses Buch es vorsieht):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1026.html
- § 1029 ZPO – Begriffsbestimmung (Abs. 1: Streitigkeiten aus einem bestimmten Rechtsverhältnis vertraglicher oder nichtvertraglicher Art; Abs. 2: selbständige Vereinbarung oder Klausel in einem Vertrag):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1029.html
- § 1030 ZPO – Schiedsfähigkeit (Abs. 1: jeder vermögensrechtliche Anspruch, nichtvermögensrechtliche nur soweit vergleichsfähig; Abs. 2: Unwirksamkeit bei Streitigkeiten über den Bestand eines Wohnraummietverhältnisses im Inland, Ausnahme § 549 Abs. 2 Nr. :
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1030.html
- § 1031 ZPO – Form der Schiedsvereinbarung (Abs. 1 Dokument/Nachrichtenübermittlung mit Nachweis, Abs. 2 Verkehrssitte, Abs. 3 Bezugnahme, Abs. 5 eigenhändig unterzeichnete Urkunde bei Verbraucherbeteiligung mit elektronischer Form nach § 126a BGB und Verb:
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1031.html
- § 1031 ZPO – Wortlaut und Fassungsnachweis (dejure.org-Permalink, verbatim gegengeprüft):
  https://dejure.org/gesetze/ZPO/1031.html
- § 1032 ZPO – Schiedsvereinbarung und Klage vor Gericht (Abs. 1 Abweisung als unzulässig auf Rüge vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Hauptsache, Ausnahme nichtig/unwirksam/undurchführbar; Abs. 2 Feststellungsantrag bis zur Bildung des Schiedsgericht:
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- § 1032 ZPO – Wortlaut (dejure.org-Permalink, verbatim gegengeprüft):
  https://dejure.org/gesetze/ZPO/1032.html
- § 1033 ZPO – Schiedsvereinbarung und einstweilige gerichtliche Maßnahmen (vorläufige oder sichernde Maßnahme des staatlichen Gerichts vor oder nach Beginn des Schiedsverfahrens):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1033.html
- § 1034 ZPO – Zusammensetzung des Schiedsgerichts (Abs. 1: ohne Vereinbarung drei Schiedsrichter):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1034.html
- § 1035 ZPO – Bestellung der Schiedsrichter (Abs. 3: jede Partei bestellt einen Schiedsrichter, diese beiden den Vorsitzenden):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1035.html
- § 1042 ZPO – Allgemeine Verfahrensregeln (Abs. 1 Gleichbehandlung und rechtliches Gehör; Abs. 2 Rechtsanwälte dürfen nicht als Bevollmächtigte ausgeschlossen werden):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1042.html
- § 1054 ZPO – Form und Inhalt des Schiedsspruchs (schriftlich, Unterschrift; bei mehreren Schiedsrichtern Unterschriften der Mehrheit mit Angabe des Grundes; Begründung; Tag und Ort):
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- § 1055 ZPO – Wirkungen des Schiedsspruchs („Der Schiedsspruch hat unter den Parteien die Wirkungen eines rechtskräftigen gerichtlichen Urteils."):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1055.html
- § 1057 ZPO – Entscheidung über die Kosten (Abs. 1 pflichtgemäßes Ermessen, insbesondere Ausgang des Verfahrens, einschließlich der zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Kosten; Abs. 2 Festsetzung des Betrags):
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- § 1059 ZPO – Aufhebungsantrag (Abs. 1 abschließender Rechtsbehelf; Abs. 2 Katalog der Aufhebungsgründe einschließlich ordre public; Abs. 3 Dreimonatsfrist ab Empfang, Verlängerung um höchstens einen Monat nach § 1058, Ausschluss nach Vollstreckbarerklärun:
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- § 1059 ZPO – Wortlaut (dejure.org-Permalink, verbatim gegengeprüft):
  https://dejure.org/gesetze/ZPO/1059.html
- § 1060 ZPO – Inländische Schiedssprüche (Abs. 1 Zwangsvollstreckung erst nach Vollstreckbarerklärung; Abs. 2 Ablehnung unter Aufhebung bei Aufhebungsgründen, Präklusion nach rechtskräftiger Abweisung und nach Fristablauf des § 1059 Abs. 3):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1060.html
- § 1060 ZPO – Wortlaut (dejure.org-Permalink, verbatim gegengeprüft):
  https://dejure.org/gesetze/ZPO/1060.html
- § 1061 ZPO – Ausländische Schiedssprüche (Anerkennung und Vollstreckung nach dem Übereinkommen vom 10. Juni 1958, BGBl. 1961 II S. 121):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1061.html
- § 1062 ZPO – Zuständigkeit (bezeichnetes Oberlandesgericht, sonst OLG am Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens; Abs. 2 Ersatzzuständigkeit, hilfsweise Kammergericht):
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- § 1063 ZPO – Allgemeine Vorschriften (Abs. 1 Entscheidung durch Beschluss nach Anhörung des Gegners; Abs. 2 mündliche Verhandlung bei Aufhebungsantrag oder in Betracht kommenden Aufhebungsgründen):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1063.html
- § 1065 ZPO – Rechtsmittel (Abs. 1 Rechtsbeschwerde gegen Entscheidungen nach § 1062 Abs. 1 Nr. 2 und 4; Stützung auf Verletzung eines Staatsvertrages):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1065.html
- § 1066 ZPO – Entsprechende Anwendung auf nicht auf Vereinbarung beruhende Schiedsgerichte (letztwillige Verfügungen):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__1066.html
- § 794 ZPO – Weitere Vollstreckungstitel (Abs. 1 Nr. 4a: für vollstreckbar erklärte Schiedssprüche):
  https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__794.html
- § 126a BGB – Elektronische Form (qualifizierte elektronische Signatur; Verweisung aus § 1031 Abs. 5 Satz 2 ZPO):
  https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__126a.html
- § 549 BGB – Auf Wohnraummietverhältnisse anwendbare Vorschriften (Abs. 2 Nr. 1–3: Ausnahmen, auf die § 1030 Abs. 2 ZPO verweist):
  https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__549.html
- BMJV – Gesetzgebungsverfahren „Gesetz zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts" (Regierungsentwurf vom Kabinett am 10.06.2026 beschlossen; Stand 09.09.2026 nicht in Kraft):
  https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/2026_Modernisierung_Schiedsverfahrensrecht.html

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-09
- Letzte Prüfung: 2026-09-09
- In Kraft seit: 2026-09-09
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
