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# Eigentümerversammlung und Beschlussfassung in der WEG (§§ 23, 24, 25 WEG) – Einberufung, virtuelle Versammlung, Umlaufbeschluss und Stimmrecht

## Kurzantwort

Wohnungseigentümer entscheiden über gemeinschaftliche Angelegenheiten grundsätzlich durch **Beschluss in einer Versammlung** (§ 23 Absatz 1 WEG). Der Verwalter muss die Versammlung **mindestens einmal im Jahr** in **Textform** einberufen; die Einberufungsfrist **soll mindestens drei Wochen** betragen, außer bei besonderer Dringlichkeit (§ 24 Absätze 1 und 4 WEG). Ein Beschluss ist nur gültig, wenn sein Gegenstand **bei der Einberufung bezeichnet** war (§ 23 Absatz 2 WEG). Es entscheidet die **Mehrheit der abgegebenen Stimmen**, wobei nach dem gesetzlichen Regelfall **jeder Wohnungseigentümer eine Stimme** hat – unabhängig davon, wie viele Einheiten ihm gehören (§ 25 Absätze 1 und 2 WEG; BGH V ZR 189/24). Seit dem **17.10.2024** können die Eigentümer mit **mindestens drei Vierteln der abgegebenen Stimmen** für längstens **drei Jahre** eine **rein virtuelle** Versammlung beschließen (§ 23 Absatz 1a WEG); bis einschließlich 2028 bleibt dann grundsätzlich eine Präsenzversammlung pro Jahr Pflicht (§ 48 Absatz 6 WEG).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Grundsatz | Angelegenheiten, über die die Wohnungseigentümer durch Beschluss entscheiden können, werden „durch Beschlussfassung in einer Versammlung der Wohnungseigentümer geordnet" [§ 23 Absatz 1 Satz 1 WEG] |
| Online-Teilnahme (hybride Versammlung) | Die Eigentümer können beschließen, dass Eigentümer „auch ohne Anwesenheit an deren Ort teilnehmen" und ihre Rechte „im Wege elektronischer Kommunikation ausüben" [§ 23 Absatz 1 Satz 2 WEG] |
| Virtuelle Versammlung | Beschluss mit mindestens drei Vierteln der abgegebenen Stimmen; Geltung längstens drei Jahre ab Beschlussfassung; ohne physische Präsenz von Eigentümern und Verwalter [§ 23 Absatz 1a Satz 1 WEG] |
| Anforderung an die virtuelle Versammlung | Muss „hinsichtlich der Teilnahme und Rechteausübung mit einer Präsenzversammlung vergleichbar sein" [§ 23 Absatz 1a Satz 2 WEG] |
| Inkrafttreten Absatz 1a | 17.10.2024 – Gesetz vom 10.10.2024, verkündet am 16.10.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 306), Inkrafttreten „am Tag nach der Verkündung" [BGBl. 2024 I Nr. 306, Art. 1 Nr. 2 und Inkrafttretensartikel] |
| Übergangsregel | Bei Beschluss nach § 23 Absatz 1a vor dem 01.01.2028: bis einschließlich 2028 mindestens einmal im Jahr Präsenzversammlung, sofern nicht einstimmig verzichtet; ein Verstoß macht virtuelle Beschlüsse weder nichtig noch anfechtbar [§ 48 Absatz 6 WEG] |
| Bezeichnung des Gegenstands | „Zur Gültigkeit eines Beschlusses ist erforderlich, dass der Gegenstand bei der Einberufung bezeichnet ist." [§ 23 Absatz 2 WEG] |
| Umlaufbeschluss | Ohne Versammlung gültig, wenn alle Wohnungseigentümer ihre Zustimmung in Textform erklären [§ 23 Absatz 3 Satz 1 WEG] |
| Absenkungsbeschluss | Für einen einzelnen Gegenstand kann beschlossen werden, dass im Umlaufverfahren die Mehrheit der abgegebenen Stimmen genügt [§ 23 Absatz 3 Satz 2 WEG] – selbstständig anfechtbar [BGH, Urteil vom 17.07.2026 – V ZR 190/25, Leitsatz 1] |
| Nichtigkeit / Anfechtbarkeit | Nichtig ist ein Beschluss, der gegen eine unverzichtbare Rechtsvorschrift verstößt; im Übrigen gültig, solange er nicht rechtskräftig für ungültig erklärt ist [§ 23 Absatz 4 WEG] |
| Einberufungspflicht | Durch den Verwalter mindestens einmal im Jahr [§ 24 Absatz 1 WEG] |
| Einberufungsverlangen | Pflicht zur Einberufung, wenn mehr als ein Viertel der Eigentümer dies in Textform unter Angabe von Zweck und Gründen verlangt (oder in vereinbarten Fällen) [§ 24 Absatz 2 WEG] |
| Ersatzeinberufung | Fehlt ein Verwalter oder weigert er sich pflichtwidrig: Vorsitzender des Verwaltungsbeirats, dessen Vertreter oder ein durch Beschluss ermächtigter Eigentümer [§ 24 Absatz 3 WEG] |
| Form und Frist | Einberufung in Textform; Frist soll mindestens drei Wochen betragen, sofern kein Fall besonderer Dringlichkeit [§ 24 Absatz 4 WEG] |
| Vorsitz | Der Verwalter, sofern die Versammlung nichts anderes beschließt [§ 24 Absatz 5 WEG] |
| Niederschrift | Unverzüglich; zu unterschreiben vom Vorsitzenden, einem Wohnungseigentümer und ggf. dem Beiratsvorsitzenden bzw. dessen Vertreter [§ 24 Absatz 6 WEG] |
| Beschluss-Sammlung | Pflicht; Wortlaut der Beschlüsse und Urteilsformeln, fortlaufend nummeriert, Einsichtsrecht jedes Eigentümers; geführt vom Verwalter [§ 24 Absätze 7 und 8 WEG] |
| Mehrheit | „Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen." [§ 25 Absatz 1 WEG] – eine Regel zur Beschlussfähigkeit enthält § 25 WEG nicht |
| Stimmrecht (Kopfprinzip) | „Jeder Wohnungseigentümer hat eine Stimme." Mehrere Mitberechtigte stimmen einheitlich [§ 25 Absatz 2 WEG]; nach dem gesetzlichen Regelfall entfällt auf jedes Mitglied eine Stimme, unabhängig davon, wie viele Einheiten ihm gehören [BGH, Urteil vom 27.02.2026 – V ZR 189/24, Rn. 21] |
| Abweichende Vereinbarung | Abweichung vom Kopfstimmrecht durch Vereinbarung möglich (z. B. Objektstimmrecht); Ausschluss bestimmter Eigentümer vom Stimmrecht bei Verwalterbestellung, Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan ist nichtig [BGH V ZR 189/24, Leitsätze 1 und 2] |
| Vollmacht | Bedarf zu ihrer Gültigkeit der Textform [§ 25 Absatz 3 WEG] |
| Stimmverbot | Bei Rechtsgeschäft mit dem Eigentümer über die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums, bei Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits gegen ihn und nach rechtskräftiger Verurteilung nach § 17 WEG (Entziehung) [§ 25 Absatz 4 WEG] |
| Ladungsmängel | Formvorschriften des § 24 WEG sind dispositiv; die Nichteinladung einzelner Eigentümer führt „regelmäßig nur zur Anfechtbarkeit …, nicht aber zu deren Nichtigkeit" [BGH, Urteil vom 08.03.2024 – V ZR 80/23, Rn. 22] |
| Hinweis auf Online-Teilnahme | Nach einem Beschluss nach § 23 Absatz 1 Satz 2 WEG muss der Verwalter nicht schon in der Ladung auf die Online-Teilnahme hinweisen; der Eigentümer muss sein Recht aktiv geltend machen [BGH, Urteil vom 20.09.2024 – V ZR 123/23, Leitsätze 2a und 2b] |
| Rechtsschutz | Anfechtungs-, Nichtigkeits- und Beschlussersetzungsklage gegen die Gemeinschaft [§ 44 Absätze 1 und 2 WEG]; Klage binnen eines Monats, Begründung binnen zweier Monate nach Beschlussfassung [§ 45 Satz 1 WEG] |
| Gesetzesfassung | WEG i. d. F. der Bekanntmachung vom 12.01.2021 (BGBl. I S. 34), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 10.10.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 306) |

## Geltungsbereich

Die §§ 23 bis 25 WEG gelten für **jede Gemeinschaft der Wohnungseigentümer** in Deutschland – vom Zweifamilienhaus mit zwei Einheiten bis zur Großanlage. Sie regeln, **wie** die Eigentümer ihren Willen bilden: wo beschlossen wird (Versammlung, virtuell, im Umlauf), wer einlädt und wie (Einberufung), und wer mit welchem Gewicht abstimmt (Stimmrecht und Mehrheit). **Was** beschlossen werden darf, regeln andere Vorschriften – etwa § 19 WEG (ordnungsmäßige Verwaltung), § 20 WEG (bauliche Veränderungen) oder § 28 WEG (Vorschüsse und Nachschüsse).

Für Sanierungsvorhaben sind die §§ 23 bis 25 WEG die **Vorstufe jedes Beschlusses**: Ohne ordnungsgemäß einberufene Versammlung, ohne Bezeichnung des Gegenstands in der Einladung und ohne korrekt ermittelte Mehrheit ist ein Sanierungsbeschluss nach §§ 20, 21 WEG anfechtbar – auch wenn er inhaltlich einwandfrei wäre.

**Die drei Wege zum Beschluss.**

1. **Präsenzversammlung** (§ 23 Absatz 1 Satz 1 WEG) – der gesetzliche Regelfall.
2. **Hybride Versammlung** (§ 23 Absatz 1 Satz 2 WEG) – Präsenzversammlung, an der Eigentümer aufgrund eines Beschlusses zusätzlich elektronisch teilnehmen können; dafür genügt die einfache Mehrheit.
3. **Virtuelle Versammlung** (§ 23 Absatz 1a WEG) – ohne Versammlungsort; erfordert einen Beschluss mit drei Vierteln der abgegebenen Stimmen und ist auf längstens drei Jahre ab Beschlussfassung befristet.

Daneben steht der **Umlaufbeschluss** ohne Versammlung (§ 23 Absatz 3 WEG): grundsätzlich **allstimmig** in Textform, für einen einzelnen Gegenstand nach einem vorherigen **Absenkungsbeschluss** auch mit einfacher Mehrheit.

**Föderalismus-Hinweis:** Das Wohnungseigentumsgesetz ist **Bundesrecht** und gilt bundesweit einheitlich. Es gibt keine landesrechtlichen Sonderregeln für Einberufung, Versammlung oder Stimmrecht. Die während der Corona-Pandemie geltenden landesrechtlichen Infektionsschutzvorgaben, mit denen sich BGH V ZR 123/23 befasst, sind ausgelaufen.

## Ausnahmen

- **Besondere Dringlichkeit:** Die Drei-Wochen-Frist des § 24 Absatz 4 Satz 2 WEG ist eine **Soll-Vorschrift** und gilt ausdrücklich nicht in einem „Fall besonderer Dringlichkeit".
- **Abweichende Vereinbarung:** Die Formvorschriften des § 24 WEG sind nach BGH V ZR 80/23 (Rn. 22) **dispositiv** und können durch Vereinbarung (Gemeinschaftsordnung) geändert werden. Ebenso kann vom Kopfstimmrecht des § 25 Absatz 2 WEG durch Vereinbarung abgewichen werden, etwa zugunsten eines **Objektstimmrechts** (BGH V ZR 189/24, Rn. 7).
- **Grenze abweichender Vereinbarungen:** Eine Vereinbarung, die bestimmten Wohnungs- oder Teileigentümern das Stimmrecht bei **Verwalterbestellung, Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan** nimmt, ist **nichtig** (BGH V ZR 189/24, Leitsatz 2). Eine objektbezogene Beschränkung (etwa „Angelegenheiten der Tiefgarage") ist nur wirksam, wenn ihr Umfang sich **eindeutig** aus der Gemeinschaftsordnung ergibt (Leitsatz 1).
- **Umlaufbeschluss mit Mehrheit:** Abweichend von der Allstimmigkeit genügt im Umlaufverfahren die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn zuvor ein **Absenkungsbeschluss** für diesen **einzelnen Gegenstand** gefasst wurde (§ 23 Absatz 3 Satz 2 WEG). Der Wortlaut bezieht die Absenkung ausdrücklich auf einen einzelnen Gegenstand.
- **Fehlender oder untätiger Verwalter:** Dann können der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats, dessen Vertreter oder ein durch Beschluss ermächtigter Wohnungseigentümer einberufen (§ 24 Absatz 3 WEG).
- **Präsenzpflicht bei virtueller Versammlung:** Die jährliche Präsenzversammlung nach § 48 Absatz 6 WEG entfällt nur bei **einstimmigem** Verzicht; ein Verstoß berührt die Wirksamkeit der virtuell gefassten Beschlüsse aber nicht.
- **Stimmverbot nur in den gesetzlichen Fällen:** § 25 Absatz 4 WEG zählt die Fälle abschließend auf (Rechtsgeschäft mit dem Eigentümer, Rechtsstreit gegen ihn, rechtskräftige Verurteilung nach § 17 WEG). Ein Zahlungsrückstand allein ist kein gesetzlicher Ausschlussgrund.

## Häufige Fehler

- **„Eine Stimme pro Wohnung" annehmen.** § 25 Absatz 2 Satz 1 WEG gibt **jedem Wohnungseigentümer** eine Stimme. Nach dem gesetzlichen Kopfprinzip hat ein Eigentümer mit fünf Einheiten **eine** Stimme (BGH V ZR 189/24, Rn. 21). Etwas anderes gilt nur, wenn die Gemeinschaftsordnung ein Objekt- oder Wertstimmrecht vereinbart.
- **Nach Beschlussfähigkeit fragen.** Das geltende Gesetz verlangt keine Mindestanwesenheit; § 25 Absatz 1 WEG stellt allein auf die **Mehrheit der abgegebenen Stimmen** ab. Eine abweichende Regel kann sich nur aus der Gemeinschaftsordnung ergeben.
- **Enthaltungen als Nein-Stimmen zählen.** Maßgeblich ist die Mehrheit der **abgegebenen** Stimmen (§ 25 Absatz 1 WEG); für die Drei-Viertel-Mehrheit der virtuellen Versammlung gilt dieselbe Bezugsgröße (§ 23 Absatz 1a Satz 1 WEG).
- **„Verschiedenes" für Beschlüsse nutzen.** Ein Beschluss ist nur gültig, wenn sein Gegenstand bei der Einberufung **bezeichnet** war (§ 23 Absatz 2 WEG). Unter einem Tagesordnungspunkt „Sonstiges" lässt sich ein Sanierungsbeschluss daher nicht wirksam fassen.
- **Einen Ladungsfehler für Nichtigkeit halten.** Die Nichteinladung einzelner Eigentümer führt nach BGH V ZR 80/23 regelmäßig nur zur **Anfechtbarkeit**. Wer nicht innerhalb der Monatsfrist des § 45 Satz 1 WEG klagt, muss den Beschluss gegen sich gelten lassen (§ 23 Absatz 4 Satz 2 WEG).
- **Hybride und virtuelle Versammlung verwechseln.** Für die **Online-Teilnahme** an einer Präsenzversammlung genügt die einfache Mehrheit (§ 23 Absatz 1 Satz 2 WEG); erst die Versammlung **ohne Versammlungsort** braucht drei Viertel der abgegebenen Stimmen und ist auf drei Jahre befristet (§ 23 Absatz 1a WEG).
- **Auf eine Einladung zur Online-Teilnahme warten.** Nach BGH V ZR 123/23 muss der Verwalter nicht von sich aus auf die Online-Teilnahme hinweisen; der Eigentümer muss sein Recht **aktiv** einfordern.
- **Vollmacht mündlich oder per Anruf erteilen.** Vollmachten bedürfen zu ihrer Gültigkeit der **Textform** (§ 25 Absatz 3 WEG) – E-Mail genügt, ein Telefonat nicht.
- **Umlaufbeschluss per Mehrheits-E-Mail ohne Absenkungsbeschluss.** Ohne vorherigen Absenkungsbeschluss müssen **alle** Eigentümer in Textform zustimmen (§ 23 Absatz 3 Satz 1 WEG). Wird der Absenkungsbeschluss angegriffen, macht seine Ungültigerklärung den anschließenden Mehrheits-Umlaufbeschluss nur **anfechtbar**, nicht nichtig (BGH V ZR 190/25, Leitsatz 2).
- **Die Niederschrift „später" erstellen.** § 24 Absatz 6 WEG verlangt eine **unverzügliche** Niederschrift; die Beschluss-Sammlung ist ebenfalls unverzüglich zu führen (§ 24 Absatz 7 Satz 7 WEG).

## Beispiel

Eine Gemeinschaft mit **12 Einheiten** und **10 Eigentümern** – Eigentümerin E hält drei Einheiten. Die Gemeinschaftsordnung enthält keine Stimmrechtsregel. Der Verwalter will eine Fassadendämmung beschließen lassen und die Versammlungen künftig virtuell abhalten.

**Schritt 1 – Einberufung (§ 24 Absatz 4 WEG).** Der Verwalter lädt per E-Mail (Textform) **drei Wochen** vor dem Termin ein. Die Tagesordnung nennt ausdrücklich „TOP 3: Beschluss über die Fassadendämmung" und „TOP 4: Beschluss über die virtuelle Versammlung nach § 23 Abs. 1a WEG" (§ 23 Absatz 2 WEG).

**Schritt 2 – Stimmen zählen (§ 25 Absatz 2 WEG).** Es gilt das Kopfprinzip: **10** Stimmen, nicht 12. E hat trotz drei Einheiten **eine** Stimme.

**Schritt 3 – TOP 3.** Anwesend bzw. vertreten sind 8 Eigentümer; Eigentümer B ist per Vollmacht in Textform vertreten (§ 25 Absatz 3 WEG). Ergebnis: 5 Ja, 2 Nein, 1 Enthaltung. Abgegeben sind **7** Stimmen, die Mehrheit ist mit 5 erreicht (§ 25 Absatz 1 WEG). Ob der Beschluss inhaltlich ordnungsmäßiger Verwaltung entspricht und wie die Kosten verteilt werden, richtet sich nach §§ 19 bis 21 WEG.

**Schritt 4 – TOP 4.** 6 Ja, 2 Nein, keine Enthaltung. Drei Viertel von 8 abgegebenen Stimmen sind 6 – die qualifizierte Mehrheit des § 23 Absatz 1a WEG ist erreicht. Die Versammlungen können für **längstens drei Jahre** virtuell stattfinden. Weil der Beschluss vor dem 01.01.2028 gefasst wurde, muss bis einschließlich 2028 dennoch **einmal im Jahr** eine Präsenzversammlung stattfinden, sofern nicht einstimmig verzichtet wird (§ 48 Absatz 6 WEG).

**Schritt 5 – Niederschrift und Beschluss-Sammlung (§ 24 Absätze 6 und 7 WEG).** Der Verwalter fertigt unverzüglich die Niederschrift, die er als Vorsitzender sowie ein Eigentümer unterschreiben, und trägt beide Beschlüsse mit laufender Nummer in die Beschluss-Sammlung ein.

**Abwandlung – vergessene Einladung.** Hat der Verwalter Eigentümer C nicht eingeladen, sind die Beschlüsse nach BGH V ZR 80/23 regelmäßig **anfechtbar**, nicht nichtig. C muss binnen **eines Monats** nach der Beschlussfassung Anfechtungsklage gegen die Gemeinschaft erheben und sie binnen **zweier Monate** begründen (§§ 44, 45 WEG).

*Die Zahl der Einheiten und Eigentümer sowie die Abstimmungsergebnisse sind frei gewählte Größen zur Veranschaulichung. Normativ vorgegeben sind allein die Mehrheits- und Fristregeln der §§ 23, 24, 25, 45 und 48 Absatz 6 WEG.*

## Siehe auch

- [Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und Vermögensbericht (§ 28 WEG)](/fakten/weg-wirtschaftsplan-jahresabrechnung-28-weg.html)
- [Beschluss über die Sanierung in der WEG](/fakten/weg-beschluss-sanierung.html)
- [Privilegierte bauliche Veränderungen (§ 20 Abs. 2 WEG)](/fakten/weg-privilegierte-bauliche-veraenderungen.html)
- [Kostenverteilung bei der Sanierung in der WEG](/fakten/weg-kostenverteilung-sanierung.html)
- [Erhaltungsrücklage der Wohnungseigentümergemeinschaft (§ 19 Abs. 2 Nr. 4 WEG)](/fakten/weg-erhaltungsruecklage-19-abs-2-weg.html)
- [Balkonkraftwerk in der WEG](/fakten/weg-balkonkraftwerk.html)
- [Sanierungsfahrplan in der Eigentümergemeinschaft](/fakten/weg-sanierungsfahrplan.html)

## Änderungsverlauf

- 2026-10-02: Erstveröffentlichung. Normtext der §§ 17, 23, 24, 25, 44, 45 und 48 WEG am 02.10.2026 einzeln per `curl` von gesetze-im-internet.de (Verzeichnis `/woeigg/`) abgerufen, je URL eigene Zieldatei, HTTP 200 und Titelzeile „§ … WEG - Einzelnorm" geprüft, Absätze im Wortlaut ausgewertet. Inkrafttreten von § 23 Absatz 1a und § 48 Absatz 6 am Regelungstext im BGBl. 2024 I Nr. 306 (recht.bund.de, HTTP 200, PDF gelesen) verifiziert. Alle vier BGH-Entscheidungen im `rii-toc.xml` (Download 23.409.615 Byte, Exit 0, `</items>` geprüft) mit Datum und docid belegt und an der entpackten Entscheidungs-XML gelesen (Leitsätze wörtlich; V ZR 80/23 Rn. 22, V ZR 189/24 Rn. 7 und 21); die SharedDocs-PDFs zu V ZR 80/23 (Doppel-Unterstrich, Ordner 2023) und V ZR 123/23 am PDF-Kopf („URTEIL", Datum) gegengeprüft. **Korrektur gegenüber dem Queue-Eintrag:** Das Kopfprinzip des § 25 Absatz 2 Satz 1 WEG bedeutet **eine Stimme je Wohnungseigentümer**, nicht je Wohnungseigentum (BGH V ZR 189/24, Rn. 21). Die Aussage, das Gesetz kenne keine Beschlussfähigkeitsregel, stützt sich auf den geltenden Wortlaut des § 25 WEG; eine historische Darstellung der Rechtslage vor dem 01.12.2020 unterbleibt mangels in diesem Lauf geprüfter Primärquelle. | change_type=initial_publication field=topic_lifecycle new=published reviewed_by="Mietrecht-Agent"

## Stand

- Stand: 2026-10-02
- Gültig ab: 2024-10-17 (Inkrafttreten des § 23 Absatz 1a und des § 48 Absatz 6 WEG durch das Gesetz vom 10.10.2024, BGBl. 2024 I Nr. 306; die übrigen Regelungen der §§ 23 bis 25 WEG gelten in ihrer heutigen Fassung seit dem 01.12.2020)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (gesetze-im-internet.de – amtlicher Normtext; recht.bund.de – Bundesgesetzblatt; bundesgerichtshof.de und rechtsprechung-im-internet.de – amtliche BGH-Volltexte)
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- gesetze-im-internet.de – § 23 WEG (Wohnungseigentümerversammlung; Absatz 1 Versammlung und Online-Teilnahme, Absatz 1a virtuelle Versammlung, Absatz 2 Bezeichnung des Gegenstands, Absatz 3 Umlaufbeschluss und Absenkungsbeschluss, Absatz 4 Nichtigkeit und Bestandskraft):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__23.html
- gesetze-im-internet.de – § 24 WEG (Einberufung, Vorsitz, Niederschrift; Absätze 1 bis 8):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__24.html
- gesetze-im-internet.de – § 25 WEG (Beschlussfassung; Mehrheit, Kopfstimmrecht, Vollmacht in Textform, Stimmverbote):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__25.html
- gesetze-im-internet.de – § 17 WEG (Entziehung des Wohnungseigentums; Bezugsnorm des Stimmverbots nach § 25 Absatz 4):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__17.html
- gesetze-im-internet.de – § 44 WEG (Beschlussklagen):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__44.html
- gesetze-im-internet.de – § 45 WEG (Fristen der Anfechtungsklage):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__45.html
- gesetze-im-internet.de – § 48 WEG (Übergangsvorschriften; Absatz 6 Präsenzversammlung bis einschließlich 2028):
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__48.html
- gesetze-im-internet.de – WEG-Gesamtausgabe mit Vollzitat und Standangabe:
  https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/BJNR001750951.html
- recht.bund.de – Gesetz zur Zulassung virtueller Wohnungseigentümerversammlungen, zur Erleichterung des Einsatzes von Steckersolargeräten und zur Übertragbarkeit beschränkter persönlicher Dienstbarkeiten für Erneuerbare-Energien-Anlagen vom 10.10.2024, BGBl. 2024 I Nr. 306 (ausgegeben am 16.10.2024; Art. 1 Nr. 2 fügt § 23 Absatz 1a ein, Art. 1 Nr. 4 § 48 Absatz 6; Inkrafttreten am Tag nach der Verkündung):
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2024/306/regelungstext.pdf?__blob=publicationFile&v=3
- BGH, Urteil vom 08.03.2024 – V ZR 80/23 (ECLI:DE:BGH:2024:080324UVZR80.23.0), amtlicher Volltext: Formvorschriften des § 24 WEG dispositiv, Nichteinladung führt regelmäßig nur zur Anfechtbarkeit (Rn. 22):
  https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/V_ZS/2023/V_ZR__80-23.pdf?__blob=publicationFile
- BGH, Urteil vom 20.09.2024 – V ZR 123/23 (ECLI:DE:BGH:2024:200924UVZR123.23.0), amtlicher Volltext: kein Pflichthinweis auf Online-Teilnahme in der Ladung, aktive Geltendmachung durch den Eigentümer:
  https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/V_ZS/2023/V_ZR_123-23.pdf?__blob=publicationFile
- BGH, Urteil vom 17.07.2026 – V ZR 190/25 (ECLI:DE:BGH:2026:170726UVZR190.25.0), amtlicher Volltext: isolierte Anfechtbarkeit von Absenkungsbeschlüssen nach § 23 Absatz 3 Satz 2 WEG:
  https://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=KORE310302026&psml=bsjrsprod.psml&max=true
- BGH, Urteil vom 27.02.2026 – V ZR 189/24 (ECLI:DE:BGH:2026:270226UVZR189.24.0), amtlicher Volltext: Kopfstimmrecht als gesetzlicher Regelfall, objektbezogene Stimmrechtsbeschränkung, Nichtigkeit des Stimmrechtsausschlusses bei Verwalterbestellung, Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan:
  https://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=KORE705062026&psml=bsjrsprod.psml&max=true
- BGH, Urteil vom 08.03.2024 – V ZR 80/23, rii-Permalink:
  https://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=KORE304082024&psml=bsjrsprod.psml&max=true

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-10-02
- Letzte Prüfung: 2026-10-02
- In Kraft seit: 2024-10-17
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
