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title: Zahnärztliche Behandlung als Kassenleistung (§ 28 Abs. 2 SGB V) – Füllungen, Mehrkosten und Amalgam-Aus 2026
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# Zahnärztliche Behandlung als Kassenleistung (§ 28 Abs. 2 SGB V) – Füllungen, Mehrkosten und Amalgam-Aus 2026

## Kurzantwort

Die **zahnärztliche Behandlung** ist Sachleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. **§ 28 Abs. 2 Satz 1 SGB V** definiert sie als die Tätigkeit des Zahnarztes, die zur **Verhütung, Früherkennung und Behandlung** von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten nach den Regeln der zahnärztlichen Kunst **ausreichend und zweckmäßig** ist. Anders als beim Zahnersatz (Festzuschüsse nach § 55 SGB V) und anders als bei der Kieferorthopädie (20 Prozent Eigenanteil nach § 29 SGB V) fällt hier **keine Zuzahlung** an – § 61 SGB V sieht für zahnärztliche Behandlung schlicht keine vor. Das Nähere regelt die **Behandlungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses** (Fassung vom 4. Juni/24. September 2003, zuletzt geändert am 16.12.2021, BAnz AT 08.03.2022 B4, in Kraft seit **09.03.2022**). Der praktisch wichtigste Punkt ist die **Mehrkostenregelung** des § 28 Abs. 2 Sätze 2 bis 5: Wer bei einer **Zahnfüllung** eine über die Kassenleistung hinausgehende Versorgung wählt, trägt **nur die Mehrkosten** – der Sachleistungsanspruch bleibt bestehen, die Kasse rechnet die **vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung** ab. Zwingend ist dafür eine **schriftliche Vereinbarung vor Behandlungsbeginn** (Satz 4). Ausdrücklich **nicht** gilt die Mehrkostenregelung, wenn **intakte plastische Füllungen ausgetauscht** werden (Satz 5) – ein solcher Austausch ist ohne medizinischen Grund gar keine Kassenleistung. Seit dem **1. Januar 2025** darf **Dentalamalgam** in der EU nach der Quecksilberverordnung **(EU) 2017/852 in der Fassung der Verordnung (EU) 2024/1849 vom 13.06.2024** grundsätzlich nicht mehr verwendet werden; GKV-Spitzenverband und KZBV haben deshalb im Bewertungsausschuss den **BEMA angepasst**: Im **Seitenzahnbereich** sind seither **selbstadhäsive Füllungsmaterialien** (Glasionomerzemente, Glashybride, selbstadhäsive Komposit-Hybride) mehrkostenfreie Kassenleistung, in Ausnahmefällen **Bulk-Fill-Komposite**; im **Frontzahnbereich** bleibt es bei zahnfarbenen Kompositfüllungen. Entgegen einem verbreiteten Missverständnis sind damit die bis 31.12.2024 geltenden **Sonderansprüche für Kinder bis 15, Schwangere, Stillende und Amalgam-Kontraindikationen ersatzlos entfallen** – sie werden nicht mehr gebraucht, weil die neue Regelversorgung für alle gilt. Nicht zur zahnärztlichen Behandlung gehören nach § 28 Abs. 2 Sätze 6 bis 9 die **funktionsanalytischen und funktionstherapeutischen Maßnahmen** (die auch nicht bezuschusst werden dürfen) und **implantologische Leistungen** – außer in den seltenen **Ausnahmeindikationen** des Abschnitts VII der Behandlungsrichtlinie. Neu seit dem **30. Juli 2026**: Das **GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026** (BGBl. I Nr. 228) hat die zahnärztliche Behandlung im Leistungskatalog **belassen**, aber die **Kieferorthopädie** an Qualifikationsanforderungen geknüpft (§ 28 Abs. 2 Satz 6 Nr. 1, Abs. 2a SGB V).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 28 Abs. 2 SGB V – Ärztliche und zahnärztliche Behandlung |
| Geltende Fassung | GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026, BGBl. I Nr. 228, in Kraft **30.07.2026** |
| Leistungsdefinition | Tätigkeit des Zahnarztes zur **Verhütung, Früherkennung und Behandlung** von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, **ausreichend und zweckmäßig** [§ 28 Abs. 2 Satz 1 SGB V] |
| Mit umfasst | Konservierend-chirurgische Leistungen und Röntgenleistungen im Zusammenhang mit Zahnersatz, Zahnkronen und Suprakonstruktionen [§ 28 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 2 SGB V] |
| Zuzahlung | **Keine** – § 61 SGB V sieht für zahnärztliche Behandlung keine Zuzahlung vor |
| Richtlinie | Behandlungsrichtlinie des G-BA, Fassung 04.06./24.09.2003 (BAnz 2003 S. 24 966), zuletzt geändert **16.12.2021** (BAnz AT 08.03.2022 B4), in Kraft **09.03.2022** |
| Mehrkosten bei Füllungen | Versicherte tragen bei darüber hinausgehender Versorgung **nur die Mehrkosten** [§ 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V] |
| Was die Kasse dann abrechnet | Die **vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung** als Sachleistung [§ 28 Abs. 2 Satz 3 SGB V] |
| Formzwang | **Schriftliche Vereinbarung vor Beginn der Behandlung** zwischen Zahnarzt und Versichertem [§ 28 Abs. 2 Satz 4 SGB V] |
| Ausnahme von der Mehrkostenregel | Gilt **nicht** beim Austausch **intakter** plastischer Füllungen [§ 28 Abs. 2 Satz 5 SGB V] |
| Amalgam-Verbot | Seit **01.01.2025** EU-weit, VO (EU) 2017/852 i. d. F. der VO (EU) 2024/1849 vom **13.06.2024** |
| Ausnahme vom Amalgam-Verbot | Nur wenn der Zahnarzt die Behandlung wegen **spezifischer medizinischer Erfordernisse** des Patienten als zwingend notwendig erachtet |
| Regelversorgung Seitenzahn seit 2025 | **Selbstadhäsive Materialien** (Glasionomerzemente, kunststoffmodifizierte GIZ, Glashybride, selbstadhäsive Komposit-Hybride), mehrkostenfrei [KZBV/GKV-SV] |
| Ausnahmefall Seitenzahn | **Bulk-Fill-Komposit** als Kassenleistung, wenn selbstadhäsive Versorgung nicht möglich ist [KZBV/GKV-SV] |
| Regelversorgung Frontzahn | Zahnfarbene **Kompositfüllung**; adhäsiv befestigte Füllungen sind dort „in der Regel das Mittel der Wahl" [B III Nr. 5 Behandlungsrichtlinie] |
| Entfallen zum 01.01.2025 | Sonderansprüche auf Komposit für **Kinder bis 15 Jahre, Schwangere, Stillende, Amalgam-Kontraindikation** – ersatzlos [KZBV] |
| Intakte Amalgamfüllungen | **Kein** Anlass zum Austausch; ohne medizinischen Grund **keine** Kassenleistung [KZBV] |
| Nicht Kassenleistung | Mehrfarbentechnik zur ästhetischen Optimierung, Einlagefüllungen (Inlays), rein kosmetische Maßnahmen [A Nr. 3, B III Nrn. 5 und 7 Behandlungsrichtlinie] |
| Gesetzlich ausgeschlossen | **Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen** – dürfen auch **nicht bezuschusst** werden [§ 28 Abs. 2 Satz 8 SGB V] |
| Implantologie | Grundsätzlich ausgeschlossen; Sachleistung nur bei **seltenen Ausnahmeindikationen** in besonders schweren Fällen [§ 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V, B VII Behandlungsrichtlinie] |
| Ausnahmeindikationen Implantate | Größere Kiefer-/Gesichtsdefekte, dauerhafte extreme **Xerostomie**, generalisierte genetische **Nichtanlage** von Zähnen, nicht willentlich beeinflussbare muskuläre Fehlfunktionen [B VII Nr. 2 Behandlungsrichtlinie] |
| Zusatzvoraussetzung Implantate | Nur wenn eine **konventionelle prothetische Versorgung ohne Implantate nicht möglich** ist; Begutachtungspflicht der Kasse [B VII Nrn. 2 und 4 Behandlungsrichtlinie] |
| PSI-Erhebung | **Einmal innerhalb von zwei Jahren** Anspruch auf den Parodontalen Screening-Index [B I Nr. 2 Behandlungsrichtlinie] |
| Prophylaxe Erwachsene | Anleitung zu effektiver Mundhygiene, Hinweise zur Risikoreduktion, ggf. Entfernung harter Beläge und iatrogener Reizfaktoren [B III Nr. 1 Behandlungsrichtlinie] |
| Individualprophylaxe | **Halbjährlich** eine zahnärztliche Untersuchung für Versicherte **ab 6 bis unter 18 Jahren** [§ 22 Abs. 1 SGB V] |
| Fissurenversiegelung | **Anspruch** für Versicherte ab 6 bis unter 18 Jahren, Molaren [§ 22 Abs. 3 SGB V] |
| Früherkennung Kleinkinder | **Sechs** zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem vollendeten 6. Lebensjahr; Fluoridlack **zweimal je Kalenderhalbjahr** [G-BA, FU-Richtlinie] |
| Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen | Zusätzliche Leistungen nach § 22a SGB V; Zahnsteinentfernung **einmal je Kalenderhalbjahr** [G-BA] |
| Medikamentöse Einlagen (Wurzelbehandlung) | Grundsätzlich auf **drei Sitzungen** beschränkt [B III Nr. 9.1 Buchst. b Behandlungsrichtlinie] |
| Neu ab 30.07.2026 | KFO nur noch durch Fachzahnärzte für Kieferorthopädie bzw. gleichwertig Qualifizierte [§ 28 Abs. 2 Satz 6 Nr. 1 SGB V] |
| Frist für den Bundesmantelvertrag | KZBV und GKV-Spitzenverband legen die Gleichwertigkeit spätestens bis zum **1. Januar 2027** fest [§ 28 Abs. 2 Satz 11 SGB V] |
| Übergangsrecht KFO | Alte Fassung gilt weiter für vor Ablauf des **29.07.2030** begonnene Behandlungen und für bestimmte Master-of-Science-Absolventen [§ 28 Abs. 2a SGB V] |

## Geltungsbereich

Die Regelungen gelten für die **vertragszahnärztliche Versorgung gesetzlich Krankenversicherter**. Für **privat Versicherte** gilt weder § 28 SGB V noch die Behandlungsrichtlinie; dort richten sich Umfang und Abrechnung nach dem Versicherungsvertrag und der **GOZ**.

Innerhalb der zahnärztlichen Leistungen ist scharf zu trennen, weil drei völlig verschiedene Kostenlogiken nebeneinanderstehen:

- **Zahnärztliche Behandlung** (§ 28 Abs. 2 SGB V): reine **Sachleistung**, **keine Zuzahlung**, Mehrkosten nur, wenn der Versicherte eine höherwertige Füllung wählt.
- **Zahnersatz** (§ 55 SGB V): befundbezogene **Festzuschüsse** mit Bonusheft; der Festzuschuss beträgt seit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz **50 Prozent** der Regelversorgung.
- **Kieferorthopädie** (§ 29 SGB V): Kassenleistung nur bei KIG-Einstufung, mit **20 Prozent Eigenanteil**, der bei Erfolg erstattet wird.

Die **systematische Parodontitisbehandlung** ist rechtlich zwar Teil der zahnärztlichen Behandlung nach § 28 Abs. 2 Satz 1 SGB V, wird aber in einer eigenen Richtlinie (PAR-Richtlinie) geregelt und auf einer eigenen Themenseite behandelt.

## Was die zahnärztliche Behandlung umfasst

**§ 28 Abs. 2 Satz 1 SGB V** ist bewusst weit gefasst und deckt drei Stufen ab: **Verhütung**, **Früherkennung** und **Behandlung**. Ausdrücklich mit umfasst sind konservierend-chirurgische Leistungen und Röntgenleistungen, die im Zusammenhang mit Zahnersatz einschließlich Zahnkronen und Suprakonstruktionen erbracht werden – eine Klarstellung, die verhindert, dass die Vorbereitung einer prothetischen Versorgung in das Festzuschusssystem des § 55 SGB V rutscht.

Die **Behandlungsrichtlinie** füllt das aus. Nach ihrem Abschnitt A Nr. 2 umfasst die vertragszahnärztliche Versorgung die Maßnahmen, die geeignet sind, Krankheiten der Zähne, des Mundes und der Kiefer zu verhüten, zu heilen, Beschwerden zu lindern oder Verschlimmerungen abzuwenden – **soweit diese Maßnahmen nicht der Eigenverantwortung der Versicherten zuzurechnen sind**. Diese Einschränkung ist der Hebel, über den etwa Zahn- und Mundpflegemittel als Mittel der täglichen Hygiene ausscheiden (Abschnitt C II Nr. 10 Buchst. b). Abschnitt A Nr. 3 stellt zusätzlich klar: **Maßnahmen, die lediglich kosmetischen Zwecken dienen, gehören nicht zur vertragszahnärztlichen Versorgung.**

Die Leistungsbereiche der Richtlinie im Überblick:

- **Befunderhebung und Diagnose** einschließlich Dokumentation, dazu der **Parodontale Screening-Index (PSI)** – Anspruch **einmal innerhalb von zwei Jahren**, gemessen mit einer WHO-Sonde in sechs Sextanten, Codes 0 bis 4.
- **Röntgendiagnostik**, wenn die klinische Untersuchung für die Diagnose nicht ausreicht; bei Kindern und Jugendlichen gilt ein **besonders strenger Indikationsmaßstab**.
- **Konservierende Behandlung**: Füllungstherapie, Pulpaüberkappung, Wurzelkanalbehandlung.
- **Chirurgische Behandlung**: Zahnentfernung, Wurzelspitzenresektion, Hemisektion.
- **Behandlung von Parodontalerkrankungen außerhalb der PAR-Richtlinie**: Parodontalabszesse, nekrotisierende Parodontalerkrankungen, endodontal-parodontale Läsionen.
- **Sonstige Maßnahmen**: Entfernen harter verkalkter Beläge, Behandlung von Erkrankungen der Mundschleimhaut, Aufbissbehelfe, seit 2021 auch die **Unterkieferprotrusionsschiene** bei obstruktiver Schlafapnoe.
- **Ausnahmeindikationen für implantologische Leistungen**.
- **Verordnung von Arzneimitteln**, allerdings nur, wenn sie im Zusammenhang mit einer zu behandelnden Zahn-, Mund- oder Kieferkrankheit steht.

## Füllungen: die Regelversorgung nach dem Amalgam-Aus

Am **13. Juni 2024** hat die EU mit der **Verordnung (EU) 2024/1849** die Quecksilberverordnung **(EU) 2017/852** geändert. Seit dem **1. Januar 2025** darf Dentalamalgam in der Union nicht mehr für die zahnärztliche Behandlung verwendet werden – **es sei denn**, die Zahnärztin oder der Zahnarzt erachtet eine solche Behandlung wegen der **spezifischen medizinischen Erfordernisse bei der jeweiligen Patientin oder dem jeweiligen Patienten als zwingend notwendig**. Hintergrund ist die **Minamata-Konvention** der Vereinten Nationen; das Verbot beruht nach Darstellung der KZBV auf **ökologischen, nicht auf gesundheitlichen** Erwägungen.

Weil Amalgam bis dahin eines der Materialien war, mit denen im Seitenzahnbereich **mehrkostenfrei** gefüllt werden konnte, drohte eine Versorgungslücke. **GKV-Spitzenverband und KZBV** haben sie im **Bewertungsausschuss** durch eine Anpassung des **BEMA** geschlossen – gemeinsame Pressemitteilung vom **11. Oktober 2024**. Ergebnis:

| Bereich | Kassenleistung ohne Mehrkosten seit 01.01.2025 |
|---|---|
| Frontzähne (Schneide- und Eckzähne) | Zahnfarbene **Kompositfüllung** |
| Seitenzähne – Regelfall | **Selbstadhäsive Materialien**: Glasionomerzemente, kunststoffmodifizierte Glasionomerzemente, Glashybride, selbstadhäsive Komposit-Hybride |
| Seitenzähne – Ausnahmefall | **Bulk-Fill-Komposit**, wenn eine selbstadhäsive Versorgung nach den Regeln der Zahnmedizin nicht möglich ist |

Das gemeinsame Kennzeichen der selbstadhäsiven Materialien: Sie binden **ohne separaten Haftvermittler** chemisch an die Zahnhartsubstanz. Genau daran hängt die Abgrenzung zur Mehrkostenleistung, denn die Behandlungsrichtlinie sagt in Abschnitt B III Nr. 5 bis heute: **„Adhäsiv befestigte Füllungen im Seitenzahngebiet sind nur in Ausnahmefällen Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung."** Wer im Seitenzahnbereich eine klassische, mit Haftvermittler adhäsiv befestigte Kompositfüllung möchte, wählt also eine Mehrkostenleistung. Im **Frontzahnbereich** ist es umgekehrt: Dort sind adhäsiv befestigte Füllungen „in der Regel das Mittel der Wahl" und damit Kassenleistung.

Zwei Folgeänderungen werden häufig übersehen:

1. Die bis zum **31. Dezember 2024** bestehenden Sonderansprüche auf Kompositfüllungen für **Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres**, für **Schwangere und Stillende** sowie bei **absoluter Amalgam-Kontraindikation** sind **ersatzlos entfallen**. Für diese Gruppen gelten seit 2025 dieselben Regelungen wie für alle anderen – was kein Nachteil ist, weil Amalgam ohnehin nicht mehr eingesetzt wird.
2. **Intakte Amalgamfüllungen** müssen nicht entfernt werden. Ihr Austausch **ohne medizinischen Grund** ist grundsätzlich **keine Kassenleistung** – und § 28 Abs. 2 Satz 5 SGB V nimmt den Austausch intakter plastischer Füllungen zugleich von der Mehrkostenregelung aus.

## Die Mehrkostenvereinbarung nach § 28 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 SGB V

Der Mechanismus ist im Gesetz in vier Sätzen abschließend beschrieben:

- **Satz 2:** Wählen Versicherte bei Zahnfüllungen eine darüber hinausgehende Versorgung, haben sie die **Mehrkosten selbst zu tragen**.
- **Satz 3:** In diesen Fällen ist von den Kassen die **vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung als Sachleistung abzurechnen**.
- **Satz 4:** Vor Beginn der Behandlung ist eine **schriftliche Vereinbarung** zwischen Zahnarzt und Versichertem zu treffen.
- **Satz 5:** Die Mehrkostenregelung gilt **nicht** für Fälle, in denen **intakte plastische Füllungen ausgetauscht** werden.

Praktisch heißt das: Der Sachleistungsanspruch geht **nicht verloren**. Die Praxis rechnet die Kassenleistung mit der Krankenkasse ab, der Versicherte erhält eine **Rechnung nur über die Differenz**. Typische Mehrkostenleistungen sind laut KZBV im Frontzahnbereich Kompositfüllungen mit **Farboptimierung** über den normalen Standard hinaus, im Seitenzahnbereich die **adhäsiv befestigte Kompositfüllung** und die **Einlagefüllung** (Inlay, Onlay, Overlay).

Der **Formzwang** des Satzes 4 ist keine Ordnungsvorschrift, sondern Patientenschutz: Ohne schriftliche Vereinbarung **vor** Behandlungsbeginn fehlt der Mehrkostenforderung die gesetzliche Grundlage. Für den benachbarten Fall des privat vereinbarten Zahnarzthonorars hat der **BGH am 02.05.2024 – III ZR 197/23** entschieden, dass für den zu erstellenden Heil- und Kostenplan das Schriftformerfordernis gilt; die Linie, dass die Formanforderungen bei GKV-Versicherten mit Zuzahlungswunsch ernst zu nehmen sind, ist damit auch höchstrichterlich unterstrichen.

Bei **Einlagefüllungen** ist die Aufteilung besonders scharf: Nach Abschnitt B III Nr. 7 der Behandlungsrichtlinie sind **das Legen der Einlagefüllung** und die dabei erbrachte Anästhesie oder besondere Maßnahmen **nicht** Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung – **wohl aber eine vorausgegangene Behandlung des Zahnes**. Die Kariesentfernung bleibt also Kassenleistung, das Inlay selbst nicht.

## Prophylaxe und Früherkennung

Weil § 28 Abs. 2 Satz 1 SGB V die **Verhütung** ausdrücklich einschließt, sind Prophylaxeleistungen keine Zusatzleistungen, sondern Kern des Anspruchs. Sie sind nach Altersgruppen gestaffelt:

**Kinder bis 6 Jahre.** Anspruch auf **sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen** zwischen dem 6. Lebensmonat und dem vollendeten 6. Lebensjahr, geregelt in der Richtlinie über die Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Dazu gehören die Untersuchung der Mundhöhle, die Einschätzung des Kariesrisikos, die Beratung zu Ernährungsrisiken und Mundhygiene und gegebenenfalls die Empfehlung fluoridhaltiger Zahnpasta. Das **Auftragen von Fluoridlack** ist **zweimal pro Kalenderhalbjahr** Kassenleistung – und zwar **unabhängig davon, ob das Kariesrisiko als hoch eingeschätzt wird**. Die zahnärztlichen Befunde werden im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert; die Kinder-Richtlinie erlaubt bei U5, U6 und U7 die Verweisung an eine Zahnarztpraxis.

**Kinder und Jugendliche ab 6 bis unter 18 Jahren.** **§ 22 Abs. 1 SGB V** gibt den Anspruch, sich **einmal in jedem Kalenderhalbjahr** zahnärztlich untersuchen zu lassen. **§ 22 Abs. 2 SGB V** listet die Inhalte auf: Befund des Zahnfleisches, Aufklärung über Krankheitsursachen und ihre Vermeidung, diagnostische Vergleiche zu Mundhygiene, Zahnfleischzustand und Kariesanfälligkeit, Motivation und Einweisung bei der Mundpflege sowie Maßnahmen zur **Schmelzhärtung**. **§ 22 Abs. 3 SGB V** ergänzt einen eigenständigen **Anspruch auf Fissurenversiegelung der Molaren**. Das Nähere regelt der G-BA nach **§ 22 Abs. 5 SGB V** in der Richtlinie über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe); versiegelt werden können danach **kariesfreie Fissuren und Grübchen der bleibenden Molaren 6 und 7**.

**Erwachsene.** Die Prophylaxe folgt Abschnitt B III Nr. 1 der Behandlungsrichtlinie: **Anleitung zu effektiver Mundhygiene**, **Hinweise zur Reduktion von Risikofaktoren** sowie **gegebenenfalls die Entfernung harter Beläge und iatrogener Reizfaktoren**. Eine **professionelle Zahnreinigung (PZR)** ist davon nicht erfasst und bleibt eine Selbstzahlerleistung.

**Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen.** Über **§ 22a SGB V** und die zugehörige Richtlinie bestehen zusätzliche Ansprüche: Erhebung des **Mundgesundheitsstatus**, Erstellung eines **Mundgesundheitsplans**, Aufklärung zur Mundgesundheit und **einmal je Kalenderhalbjahr** die Entfernung harter Zahnbeläge. Für diese Gruppe sieht die Behandlungsrichtlinie in Abschnitt B V Nr. 2 zusätzlich eine **bedarfsgerecht modifizierte Parodontitisbehandlung** vor, die statt einer Genehmigung nur eine **Anzeige an die Krankenkasse** erfordert.

## Was die Kasse nicht zahlt

**Gesetzlich ausgeschlossen** nach § 28 Abs. 2 SGB V:

- **Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen** (Satz 8). Die Vorschrift ist besonders streng formuliert: Sie „dürfen von den Krankenkassen auch **nicht bezuschusst** werden" – eine anteilige Übernahme scheidet also aus.
- **Implantologische Leistungen** (Satz 9), außer in den seltenen Ausnahmeindikationen für besonders schwere Fälle.
- **Kieferorthopädische Behandlung** bei Versicherten, die zu Beginn der Behandlung das **18. Lebensjahr vollendet** haben (Satz 6 Nr. 2) – Ausnahme: schwere Kieferanomalien, die kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Maßnahmen erfordern (Satz 7).

**Über die Behandlungsrichtlinie ausgeschlossen:**

- Rein **kosmetische** Maßnahmen (A Nr. 3).
- **Mehrfarbentechnik** im Sinne einer ästhetischen Optimierung (B III Nr. 5).
- Das **Legen einer Einlagefüllung** (B III Nr. 7).
- Die Behandlung von **Rezessionen**, des Fehlens keratinisierter Gingiva und der verkürzten angewachsenen Schleimhaut (B V Nr. 1).
- Eine andere Behandlung als die Entfernung bei **nicht erhaltungswürdigen Zähnen** (B III Nr. 10).
- **Zahn- und Mundpflegemittel** als Mittel der täglichen Hygiene – auch dann, wenn sie arzneiliche Zusätze mit prophylaktischem oder therapeutischem Zweck enthalten (C II Nr. 10 Buchst. b).

**Die Ausnahmeindikationen für Implantate** (Abschnitt B VII Nr. 2) sind abschließend. Besonders schwere Fälle liegen vor bei

- **größeren Kiefer- oder Gesichtsdefekten** infolge von Tumoroperationen, Entzündungen des Kiefers, Operationen wegen großer Zysten oder Osteopathien, angeborener Fehlbildungen (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, ektodermale Dysplasien) oder Unfällen,
- dauerhaft bestehender **extremer Xerostomie**, insbesondere im Rahmen einer Tumorbehandlung,
- **generalisierter genetischer Nichtanlage** von Zähnen,
- **nicht willentlich beeinflussbaren muskulären Fehlfunktionen** im Mund- und Gesichtsbereich, etwa Spastiken.

Selbst dann besteht der Anspruch nur, wenn eine **konventionelle prothetische Versorgung ohne Implantate nicht möglich** ist; in den ersten drei Fallgruppen zusätzlich nur, wenn das rekonstruierte Prothesenlager durch schleimhautgelagerten Zahnersatz **nicht belastbar** ist. Die Krankenkasse **muss** diese Fälle begutachten lassen; Zahnarzt und Kasse können eine **Obergutachterprüfung** bei der KZBV beantragen.

## Neu seit dem 30. Juli 2026: Qualifikationsanforderungen in der Kieferorthopädie

Das **GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026** (BGBl. I Nr. 228) hat § 28 SGB V geändert. Die **zahnärztliche Behandlung selbst blieb unangetastet** – die Vorschläge, Zahnbehandlungen aus dem GKV-Katalog zu streichen, wurden nicht Gesetz; KZBV und BZÄK hatten sie als „medizinisch falsch, unsozial und ökonomisch kurzsichtig" zurückgewiesen. Beim **Zahnersatz** dagegen sank der Festzuschuss von 60 auf 50 Prozent.

Geändert wurde § 28 Abs. 2 **Satz 6 Nr. 1**: Nicht mehr zur zahnärztlichen Behandlung gehört die kieferorthopädische Behandlung **durch Vertragszahnärzte ohne Anerkennung als Fachzahnarzt für Kieferorthopädie**, ohne einen dem gleichwertigen Abschluss oder ohne im Bundesmantelvertrag festgelegte ausreichende praktische Erfahrung. Nach **Satz 11** müssen KZBV und GKV-Spitzenverband **spätestens bis zum 1. Januar 2027** im Bundesmantelvertrag für Zahnärzte festlegen, welcher Abschluss als gleichwertig und welche praktische Erfahrung als ausreichend gilt; der **Bundeszahnärztekammer** ist vor jeder Festlegung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, und die Stellungnahme ist in den Entscheidungsprozess einzubeziehen (Sätze 12 und 13).

Der neue **§ 28 Abs. 2a SGB V** schafft ein doppeltes Übergangsrecht: Die am 29. Juli 2026 geltende Fassung der Sätze 6 und 7 gilt weiter für **vor Ablauf des 29. Juli 2030 begonnene** kieferorthopädische Behandlungen und für Vertragszahnärzte, die **vor Ablauf des 29. Juli 2026** ein Studium zum „Master of Science" im Fachbereich Kieferorthopädie abgeschlossen oder aufgenommen haben. Diese Zahnärzte müssen die Berechtigung zum Führen des Titels oder das Datum der Studienaufnahme gegenüber ihrer Kassenzahnärztlichen Vereinigung **nachweisen**.

## Häufige Fehler

- **„Beim Zahnarzt gibt es die 10-Euro-Zuzahlung."** Falsch – § 61 SGB V sieht für die zahnärztliche Behandlung **keine Zuzahlung** vor. Was Versicherte zahlen, sind entweder **Mehrkosten** für eine selbst gewählte höherwertige Füllung oder der Eigenanteil beim **Zahnersatz** (§ 55) bzw. in der **Kieferorthopädie** (§ 29).
- **„Wenn ich eine Kunststofffüllung will, zahle ich alles selbst."** Falsch – nach § 28 Abs. 2 Satz 3 SGB V rechnet die Kasse in jedem Fall die **vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung als Sachleistung** ab. Der Sachleistungsanspruch bleibt bestehen; privat zu zahlen ist **nur die Differenz**.
- **„Seit dem Amalgam-Verbot muss ich Seitenzahnfüllungen zuzahlen."** Falsch – seit dem 01.01.2025 sind **selbstadhäsive Materialien** im Seitenzahnbereich mehrkostenfreie Kassenleistung, in Ausnahmefällen ein **Bulk-Fill-Komposit**. Mehrkosten fallen erst an, wenn eine darüber hinausgehende Versorgung gewählt wird.
- **„Die Mehrkostenvereinbarung kann man auch nachträglich unterschreiben."** Falsch – § 28 Abs. 2 Satz 4 SGB V verlangt eine **schriftliche Vereinbarung vor Beginn der Behandlung**.
- **„Meine alten Amalgamfüllungen zahlt die Kasse jetzt raus."** Falsch – für den Austausch **intakter** Füllungen besteht ohne medizinischen Grund **kein Leistungsanspruch**, und § 28 Abs. 2 Satz 5 SGB V nimmt diesen Fall zugleich ausdrücklich von der Mehrkostenregelung aus.
- **„Kinder und Schwangere haben weiter einen Sonderanspruch auf Komposit."** Falsch – die bis 31.12.2024 geltenden Sonderregelungen für Kinder bis 15 Jahre, Schwangere, Stillende und Amalgam-Kontraindikationen sind zum 01.01.2025 **ersatzlos entfallen**; es gelten die allgemeinen Regeln.
- **„Die professionelle Zahnreinigung ist Prophylaxe und damit Kassenleistung."** Falsch – die Prophylaxe für Erwachsene umfasst nach B III Nr. 1 der Behandlungsrichtlinie **Anleitung, Hinweise und ggf. die Entfernung harter Beläge**, nicht die PZR.
- **„Die Kasse bezuschusst wenigstens die Funktionsanalyse."** Falsch – § 28 Abs. 2 Satz 8 SGB V verbietet ausdrücklich auch die **Bezuschussung** funktionsanalytischer und funktionstherapeutischer Maßnahmen.
- **„Wenn ein Zahn fehlt, zahlt die Kasse ein Implantat."** Falsch – implantologische Leistungen sind nach § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V ausgeschlossen. Die **vier Ausnahmeindikationen** des Abschnitts B VII der Behandlungsrichtlinie sind eng, verlangen zusätzlich, dass eine konventionelle prothetische Versorgung nicht möglich ist, und lösen eine **Begutachtungspflicht** der Kasse aus.
- **„Fissurenversiegelung gibt es nur bei hohem Kariesrisiko."** Falsch – § 22 Abs. 3 SGB V gewährt Versicherten ab 6 bis unter 18 Jahren einen **Anspruch** auf Fissurenversiegelung der Molaren. Auch der **Fluoridlack** bei unter Sechsjährigen wird nach der FU-Richtlinie **unabhängig vom Kariesrisiko** zweimal je Kalenderhalbjahr übernommen.
- **„Den PSI kann ich jedes Jahr abrechnen lassen."** Falsch – Abschnitt B I Nr. 2 der Behandlungsrichtlinie gibt Anspruch auf den Parodontalen Screening-Index **einmal innerhalb von zwei Jahren**.
- **„Kieferorthopädie für Erwachsene zahlt die Kasse gar nicht."** Differenziert – der Ausschluss des § 28 Abs. 2 Satz 6 Nr. 2 SGB V gilt nach **Satz 7 nicht** für Versicherte mit **schweren Kieferanomalien**, die kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Maßnahmen erfordern.

## Quellen

- § 28 SGB V – Ärztliche und zahnärztliche Behandlung (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__28.html
- § 28 SGB V (dejure.org, Volltext und Änderungshistorie, Fassung ab 30.07.2026): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/28.html
- § 22 SGB V – Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__22.html
- § 22a SGB V – Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__22a.html
- § 29 SGB V – Kieferorthopädische Behandlung: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__29.html
- § 55 SGB V – Leistungsanspruch bei Zahnersatz: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__55.html
- § 61 SGB V – Zuzahlungen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__61.html
- § 92 SGB V – Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__92.html
- G-BA – Behandlungsrichtlinie (Übersicht, Fassung 04.06./24.09.2003, zuletzt geändert 16.12.2021, in Kraft 09.03.2022): https://www.g-ba.de/richtlinien/32/
- G-BA – Behandlungsrichtlinie, konsolidierter Richtlinientext (PDF): https://www.g-ba.de/downloads/62-492-2784/RL-Z_Behandlung_2021-12-16_iK-2022-03-09.pdf
- G-BA – Prophylaxe und Früherkennung von Zahnerkrankungen (Leistungsumfang nach Altersgruppen): https://www.g-ba.de/themen/zahnaerztliche-versorgung/prophylaxe-frueherkennung/
- G-BA – Richtlinie über die Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten: https://www.g-ba.de/richtlinien/29/
- G-BA – Richtlinie über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe): https://www.g-ba.de/richtlinien/31/
- G-BA – Richtlinie über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen: https://www.g-ba.de/richtlinien/96/
- G-BA – Beschluss Behandlungsrichtlinie: Ausnahmeindikationen für implantologische Leistungen: https://www.g-ba.de/beschluesse/304/
- KZBV und GKV-Spitzenverband – Gemeinsame Pressemitteilung vom 11.10.2024: Trotz Amalgam-Verbot ab 1. Januar 2025 Erhalt einer umfassenden GKV-Versorgung: https://www.kzbv.de/pressemitteilungen/trotz-amalgam-verbot-ab-1-januar-2025-gemeinsame-selbstverwaltung-sorgt-fuer-erhalt-einer-umfassenden-gkv-versorgung/
- KZBV – Welche Zahnfüllungen gibt es? Leistungspflicht der Krankenkassen, Mehrkosten (Stand Januar 2025): https://www.kzbv.de/patienten/medizinische-infos/karies-und-fuellungen/welche-zahnfuellungen-gibt-es/
- KZBV und BZÄK – Zahnbehandlungen bleiben GKV-Leistung: https://www.kzbv.de/politik/positionen/zahnbehandlungen-bleiben-gkv-leistung/
- BGH, Urteil vom 02.05.2024 – III ZR 197/23 (Schriftformerfordernis für den Heil- und Kostenplan): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=02.05.2024&Aktenzeichen=III%20ZR%20197%2F23
- BSG, Urteil vom 16.08.2021 – B 1 KR 8/21 R (Anspruch auf zahnimplantologische Leistungen): https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=16.08.2021&Aktenzeichen=B%201%20KR%208%2F21%20R
- GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026, BGBl. I Nr. 228: https://dejure.org/BGBl/2026/BGBl._I_Nr._228

## Änderungsverlauf

- 2026-09-02: Erstveröffentlichung. Normtext § 28 SGB V verbatim gegen dejure.org in der Fassung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 24.07.2026 (BGBl. I Nr. 228, in Kraft 30.07.2026) geprüft: Abs. 2 Sätze 1 bis 13 (Leistungsdefinition, Mehrkostenregelung Sätze 2 bis 5, KFO-Ausschlüsse Sätze 6 und 7, Verbot der Bezuschussung funktionsanalytischer Maßnahmen Satz 8, Implantologie-Ausschluss Satz 9, BMV-Z-Frist 01.01.2027 Satz 11) sowie der neue Abs. 2a (Übergangsrecht bis 29.07.2030). § 22 SGB V (Halbjahresuntersuchung ab 6 bis unter 18, Untersuchungsinhalte, Fissurenversiegelung, G-BA-Regelungsauftrag Abs. 5) verbatim geprüft. Behandlungsrichtlinie des G-BA (Fassung 04.06./24.09.2003, BAnz 2003 S. 24 966, zuletzt geändert 16.12.2021, BAnz AT 08.03.2022 B4, in Kraft 09.03.2022) im Volltext ausgewertet: Abschnitte A, B I (PSI, einmal in zwei Jahren), B II, B III (konservierende Behandlung, Füllungsregeln Nr. 5, Einlagefüllung Nr. 7, Endodontie Nr. 9), B IV, B V, B VI, B VII (Ausnahmeindikationen Implantologie) und C II Nr. 10. Amalgam-Verbot gegen VO (EU) 2024/1849 vom 13.06.2024 zur Änderung der VO (EU) 2017/852 sowie gegen die gemeinsame Pressemitteilung von KZBV und GKV-Spitzenverband vom 11.10.2024 belegt; BEMA-Regelversorgung (selbstadhäsive Materialien, Bulk-Fill-Ausnahme, Wegfall der Sonderansprüche zum 01.01.2025) gegen kzbv.de (Stand Januar 2025) belegt. Prophylaxe- und Früherkennungsansprüche nach Altersgruppen gegen g-ba.de geprüft. Abgrenzung zu Zahnersatz (§ 55), Kieferorthopädie (§ 29), PAR-Richtlinie und Zuzahlungen (§ 61) vermerkt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-09-02
- Gültig ab: 2025-01-01 (Amalgam-Aus und neue BEMA-Regelversorgung bei Füllungen); § 28 SGB V in der Fassung ab 30.07.2026
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (SGB V, G-BA-Richtlinien, KZBV/GKV-Spitzenverband, EU-Quecksilberverordnung)
- Lizenz: CC BY 4.0
