---
title: Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 61 SGB V) – Höhe 2026 für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, Krankenhaus und Fahrkosten
slug: zuzahlungen-61-sgb-v
topic: gesundheitsrecht
legal_status: in_force
authority_level: A
valid_from: 2025-01-01
valid_to: 2026-12-31
last_reviewed: 2026-07-14
status: aktuell
license: CC-BY-4.0
url: https://nexvyra.de/fakten/zuzahlungen-61-sgb-v.md
wikidata_subjects: []
factcheck_status: ok
---

# Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 61 SGB V) – Höhe 2026 für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, Krankenhaus und Fahrkosten

## Kurzantwort

Gesetzlich Krankenversicherte müssen zu vielen Leistungen eine gesetzlich festgelegte **Zuzahlung** leisten. Die Grundregel steht in **§ 61 SGB V**: Bei Arznei-, Verband- und Hilfsmitteln beträgt die Zuzahlung **10 Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro** – in keinem Fall aber mehr als die Kosten des Mittels selbst. Für **stationäre Krankenhausbehandlung** und stationäre Reha werden **10 Euro je Kalendertag** fällig; bei der Krankenhausbehandlung ist die Zuzahlung nach § 39 Abs. 4 SGB V auf **längstens 28 Tage im Kalenderjahr** (also höchstens **280 Euro**) begrenzt. Für **Heilmittel** (z. B. Physio-, Ergo-, Logotherapie) und **häusliche Krankenpflege** gilt: **10 Prozent der Kosten plus 10 Euro je Verordnung**. **Fahrkosten** (§ 60 SGB V) kosten 10 Prozent, mindestens 5, höchstens 10 Euro je Fahrt. **Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren** sind – mit Ausnahme der Fahrkosten – **von allen Zuzahlungen befreit**. Die jährliche Gesamtbelastung ist durch die **Belastungsgrenze** nach § 62 SGB V gedeckelt: **2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen** zum Lebensunterhalt, **1 Prozent für schwerwiegend chronisch Kranke**. Die maßgebliche Fassung des § 61 SGB V gilt seit dem **1. Januar 2025** (Medizinforschungsgesetz).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 61 SGB V (Zuzahlungen) [gesetze-im-internet.de, dejure.org] |
| Fassung | Medizinforschungsgesetz vom 23.10.2024 (BGBl. I Nr. 324), in Kraft seit 01.01.2025 |
| Arznei-, Verband-, Hilfsmittel (§ 61 Satz 1) | 10 % des Abgabepreises, mind. 5 €, höchstens 10 €; nie mehr als die Kosten des Mittels |
| Stationär (Krankenhaus, Reha) (§ 61 Satz 2) | 10 € je Kalendertag |
| Krankenhaus-Höchstdauer (§ 39 Abs. 4 SGB V) | längstens 28 Tage/Kalenderjahr → max. 280 € |
| Heilmittel & häusliche Krankenpflege (§ 61 Satz 3) | 10 % der Kosten + 10 € je Verordnung |
| Häusliche Krankenpflege – Begrenzung | Zuzahlung auf 28 Tage je Kalenderjahr begrenzt (§ 37 Abs. 5 SGB V) |
| Fahrkosten (§ 60 Abs. 2 SGB V) | 10 % der Kosten, mind. 5 €, höchstens 10 € je Fahrt; nie mehr als die tatsächlichen Kosten |
| Hilfsmittel zum Verbrauch (§ 33 Abs. 8 SGB V) | höchstens 10 € für den Monatsbedarf je Indikation |
| Befreiung unter 18 Jahren | Zuzahlungsfrei – Ausnahme: Fahrkosten |
| Belastungsgrenze (§ 62 SGB V) | 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt |
| Belastungsgrenze chronisch Kranke | 1 % (schwerwiegend chronisch krank, Chroniker-Richtlinie) |
| Quittungspflicht (§ 61 Satz 4) | Einzugsverpflichteter muss geleistete Zuzahlung quittieren; kein Vergütungsanspruch dafür |
| Austausch bei Nichtverfügbarkeit (§ 61 Satz 5/6) | nur einmalige Zuzahlung auf Basis der verordneten Menge |
| Zahnersatz | Kein § 61-Fall – eigenes Festzuschusssystem nach § 55 SGB V |

## Was ist eine Zuzahlung – und wofür?

Zuzahlungen sind gesetzlich vorgeschriebene Eigenbeteiligungen der Versicherten an den Kosten bestimmter Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie sind nicht mit den **Beiträgen** (allgemeiner Beitragssatz plus kassenindividueller Zusatzbeitrag) und nicht mit den **Kosten nicht erstattungsfähiger Leistungen** (z. B. IGeL) zu verwechseln. Die zentrale Höhenregelung findet sich in **§ 61 SGB V**; die einzelnen Leistungsnormen (etwa § 31 für Arzneimittel, § 32 für Heilmittel, § 33 für Hilfsmittel, § 37 für häusliche Krankenpflege, § 39 für Krankenhausbehandlung, § 40 für Reha, § 60 für Fahrkosten) verweisen jeweils auf diese Beträge.

Nach **§ 61 Satz 1 SGB V** beträgt die Zuzahlung zu Arznei- und Verbandmitteln sowie zu Hilfsmitteln **10 vom Hundert des Abgabepreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro**, jeweils **nicht mehr als die Kosten des Mittels**. Ein Medikament, das 4 Euro kostet, kostet den Versicherten also nur 4 Euro; bei einem Preis zwischen 50 und 100 Euro liegt die Zuzahlung am Höchstbetrag von 10 Euro. Für preisgünstige oder rabattierte Arzneimittel können Krankenkassen die Zuzahlung nach § 31 Abs. 3 SGB V zudem halbieren oder ganz erlassen (Zuzahlungsbefreiungsliste).

## Höhe je Leistungsart 2026

**Arznei-, Verband- und Hilfsmittel:** 10 % des Abgabepreises, mindestens 5 €, höchstens 10 €, nie mehr als die Kosten (§ 61 Satz 1). Für **zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel** (z. B. Inkontinenz- oder Stoma-Material, Teststreifen) ist die Zuzahlung nach § 33 Abs. 8 SGB V auf **höchstens 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf je Indikation** gedeckelt.

**Stationäre Behandlung:** Für vollstationäre Krankenhausbehandlung und für stationäre Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sowie für außerklinische Intensivpflege in vollstationären Pflegeeinrichtungen werden **10 Euro je Kalendertag** erhoben (§ 61 Satz 2). Bei der **Krankenhausbehandlung** begrenzt § 39 Abs. 4 SGB V die Zuzahlung auf **längstens 28 Tage im Kalenderjahr**, also höchstens **280 Euro**; bereits im selben Jahr geleistete Zuzahlungen zu einer stationären Reha werden angerechnet.

**Heilmittel und häusliche Krankenpflege:** Hier gilt der Doppelbetrag nach § 61 Satz 3: **10 Prozent der Kosten zuzüglich 10 Euro je Verordnung**. Bei der **häuslichen Krankenpflege** ist die 10-Prozent-Zuzahlung nach § 37 Abs. 5 SGB V auf **28 Tage je Kalenderjahr** begrenzt; die 10 Euro je Verordnung fallen daneben an.

**Fahrkosten:** Werden Fahrten von der Kasse übernommen (§ 60 SGB V, insbesondere Rettungsfahrten, stationäre Aufnahme, genehmigte Krankentransporte), trägt der Versicherte **10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je Fahrt**, jedoch nie mehr als die tatsächlichen Kosten. Die Fahrkosten-Zuzahlung ist der einzige Betrag, den auch **Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren** leisten müssen.

## Befreiung, Belastungsgrenze und Nachweis

Grundsätzlich sind **Versicherte bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von Zuzahlungen befreit** – ausgenommen sind lediglich die Fahrkosten. Für Erwachsene greift keine generelle Befreiung, wohl aber eine jährliche Obergrenze: Nach **§ 62 SGB V** müssen Versicherte Zuzahlungen nur bis zur **Belastungsgrenze von 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt** leisten; für **schwerwiegend chronisch Kranke** sinkt die Grenze auf **1 Prozent**. Wer die Grenze im Laufe des Jahres erreicht, erhält von seiner Krankenkasse für den Rest des Kalenderjahres einen **Befreiungsausweis**. Voraussetzung ist, dass die geleisteten Zuzahlungen belegt werden – deshalb müssen Apotheken, Krankenhäuser und andere Einzugsverpflichtete nach **§ 61 Satz 4 SGB V** jede Zuzahlung **quittieren**; ein gesondertes Entgelt dürfen sie dafür nicht verlangen. Für die Berechnung der Belastungsgrenze bei Familien und bei Bezug von Bürgergeld gelten die besonderen Regeln des § 62 SGB V (eigene Themenseite).

Zwei Sonderregeln des § 61 SGB V betreffen **Lieferengpässe**: Tauscht die Apotheke ein verordnetes Arzneimittel wegen Nichtverfügbarkeit gegen mehrere kleinere Packungen aus, ist die Zuzahlung nur **einmalig** auf Basis der verordneten Menge zu leisten (Satz 5); Entsprechendes gilt bei der Abgabe einer Teilmenge aus einer Packung (Satz 6).

## Häufige Fehler

- **„Für jedes Medikament zahle ich pauschal 10 Euro."** Falsch – es sind **10 % des Abgabepreises, mindestens 5, höchstens 10 Euro** und nie mehr als die Kosten. Ein günstiges oder rabattiertes Präparat kann zuzahlungsfrei sein.
- **„Im Krankenhaus zahle ich unbegrenzt 10 Euro pro Tag."** Falsch – die Zuzahlung ist auf **28 Kalendertage im Jahr** (max. 280 €) begrenzt; im selben Jahr gezahlte Reha-Zuzahlungen werden angerechnet (§ 39 Abs. 4 SGB V).
- **„Kinder zahlen gar nichts dazu."** Fast richtig – unter 18 Jahren sind Zuzahlungen befreit, **außer bei Fahrkosten** (§ 60 SGB V).
- **„Es gibt noch die Praxisgebühr von 10 Euro."** Überholt – die Praxisgebühr wurde zum **1. Januar 2013** abgeschafft. Für einen normalen Arztbesuch fällt keine Zuzahlung an.
- **„Zahnersatz läuft über die 10-Euro-Zuzahlung."** Falsch – Zahnersatz hat ein **eigenes Festzuschusssystem** nach § 55 SGB V (befundbezogene Festzuschüsse, Bonusheft), keine Zuzahlung nach § 61.
- **„Die Belastungsgrenze muss ich nicht nachweisen."** Falsch – die Kasse befreit erst, wenn die geleisteten Zuzahlungen mit **Quittungen** belegt und die Belastungsgrenze erreicht ist (§§ 61 Satz 4, 62 SGB V).
- **„IGeL-Leistungen sind Zuzahlungen."** Falsch – individuelle Gesundheitsleistungen sind **keine GKV-Leistungen**; sie werden vollständig selbst gezahlt und zählen nicht zur Belastungsgrenze.

## Quellen

- § 61 SGB V – Zuzahlungen (gesetze-im-internet.de): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__61.html
- § 61 SGB V – Zuzahlungen (dejure.org, Fassung ab 01.01.2025): https://dejure.org/gesetze/SGB_V/61.html
- § 39 SGB V – Krankenhausbehandlung (Abs. 4: 10 €/Kalendertag, 28 Tage): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__39.html
- § 60 SGB V – Fahrkosten: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__60.html
- § 62 SGB V – Belastungsgrenze (2 % / 1 %): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__62.html
- § 33 SGB V – Hilfsmittel (Abs. 8: Verbrauchshilfsmittel, max. 10 €/Monat): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
- § 37 SGB V – Häusliche Krankenpflege (Abs. 5: Zuzahlung, 28 Tage): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__37.html
- BMG – Zuzahlungsregelungen der gesetzlichen Krankenversicherung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/zuzahlung-krankenversicherung/
- GKV-Spitzenverband – Zuzahlungseinzug: https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/krankenhaeuser/krankenhaeuser_abrechnung/s_zuzahlungseinzug/zuzahlungseinzug.jsp

## Änderungsverlauf

- 2026-07-14: Tote Quellen-URL ersetzt (automatischer Faktencheck, HTTP 200 verifiziert). | change_type=source_url_fix field="sources" old="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/online-ratgeber-krankenversicherung/zuzahlung-und-erstattung-von-kosten.html" new="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/zuzahlung-krankenversicherung/" reviewed_by="Nexvyra Faktencheck-Bot"
- 2026-07-13: Erstveröffentlichung. Zuzahlungshöhen 2026 (10 % / mind. 5 € / höchstens 10 € für Arznei-, Verband- und Hilfsmittel; 10 €/Kalendertag stationär; 10 % + 10 €/Verordnung bei Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege) gegen § 61 SGB V (verbatim, dejure.org, Fassung Medizinforschungsgesetz ab 01.01.2025) geprüft. Krankenhaus-Höchstdauer 28 Tage/280 € gegen § 39 Abs. 4 SGB V, Fahrkosten gegen § 60, Belastungsgrenze 2 %/1 % gegen § 62 SGB V belegt. Abgrenzung zu Zahnersatz-Festzuschuss (§ 55) und Belastungsgrenze-Themenseite (§ 62) vermerkt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

Rechtsstand: 13. Juli 2026. § 61 SGB V gilt in der Fassung des Medizinforschungsgesetzes vom 23.10.2024 (BGBl. I Nr. 324), in Kraft seit 1. Januar 2025. Die Belastungsgrenze nach § 62 SGB V (2 % bzw. 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen) wird auf einer eigenen Themenseite behandelt.
