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title: BGH I ZR 200/25 – Bestätigungsseite beim Kündigungsbutton darf keine Hinweise auf Kündigungsalternativen enthalten (§ 312k BGB)
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type: news
news_type: rechtsprechung
topic: allgemein
event_date: 2026-07-16
published: 2026-07-17
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license: CC-BY-4.0
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related_topics: [widerrufsrecht-355-bgb, telekom-vertrag-kuendigung-tkg, energievertrag-kuendigung-enwg]
factcheck_status: ok
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# BGH I ZR 200/25 – Bestätigungsseite beim Kündigungsbutton darf keine Hinweise auf Kündigungsalternativen enthalten (§ 312k BGB)

## Kurzmeldung

Der für das Wettbewerbsrecht zuständige **I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs** hat mit **Urteil vom 16. Juli 2026 (I ZR 200/25)** entschieden, dass die sogenannte **Bestätigungsseite** des gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsbuttons (§ 312k BGB) **keine zusätzlichen Angaben, Angebote oder Informationen zu Kündigungsalternativen** enthalten darf – etwa den Hinweis, den Vertrag statt zu kündigen beitragsfrei „pausieren" zu lassen. Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gegen den Betreiber von Fitnessstudios. Die Revision des Klägers hatte Erfolg; der BGH verurteilte den Betreiber zur Unterlassung.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Datum | 2026-07-16 |
| Gericht/Institution | Bundesgerichtshof, I. Zivilsenat |
| Aktenzeichen | I ZR 200/25 |
| Rechtsgrundlage | § 312k Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 3 und 4 BGB (Kündigungsbutton) |
| Wirkung | Sofort maßgeblich; Vorinstanz OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.09.2025 – 20 UKl 1/25 (teilweise aufgehoben) |

## Was das bedeutet

Für Verbraucherinnen und Verbraucher stärkt die Entscheidung die einfache Online-Kündigung von Dauerschuldverhältnissen wie Fitnessstudio-, Streaming-, Telekommunikations- oder Energieverträgen. Nach § 312k BGB müssen Unternehmen für online abschließbare Verträge einen gut lesbaren Kündigungsbutton bereitstellen, der unmittelbar auf eine Bestätigungsseite führt. Der BGH stellt klar, dass die Ausgestaltung dieser Bestätigungsseite in § 312k Abs. 2 Satz 3 BGB **abschließend** geregelt ist: Sie darf ausschließlich das Kündigungsformular (Angaben zur Art der Kündigung, zur Identifizierung, zur Vertragsbezeichnung usw.) sowie die Bestätigungsschaltfläche enthalten. Zusätzliche Elemente wie ein optisch hervorgehobener „Pausieren"-Button, mit dem Kündigungswillige von der Kündigung abgehalten werden könnten, sind unzulässig. Unternehmen, die ihre Kündigungsstrecke mit solchen „Halte"-Angeboten anreichern, müssen ihre Webseiten anpassen; für Verbraucher wird die Kündigung dadurch einfacher und weniger fehleranfällig. Die Entscheidung dürfte über den Fitnessbereich hinaus für sämtliche Anbieter online kündbarer Abonnements Bedeutung haben.

## Für vertiefte Information

- [Widerrufsrecht bei Online-Verträgen (§ 355 BGB)](/fakten/widerrufsrecht-355-bgb.html)
- [Telekommunikationsvertrag kündigen (TKG)](/fakten/telekom-vertrag-kuendigung-tkg.html)
- [Energievertrag kündigen (EnWG)](/fakten/energievertrag-kuendigung-enwg.html)

## Quelle

- Bundesgerichtshof, Pressemitteilung Nr. 128/2026 vom 16.07.2026 („Bestätigungsseite bei Online-Kündigung darf keine Informationen zu Kündigungsalternativen enthalten"): https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026128.html
- Entscheidungsvolltext I ZR 200/25 (PDF): https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2025/I_ZR_200-25.pdf

## Stand

- News-Publikation: 2026-07-17
- Ereignis-Datum: 2026-07-16
- Rechtsbereich: Allgemein (Verbraucher-/Vertragsrecht)
- Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
