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title: EuG T-1079/23 u.a. – Gericht der EU bestätigt Apple als DMA-Torwächter für App Store und iOS, iMessage-Klagen unzulässig
slug: 2026-07-16-eug-t-1079-23-apple-dma-torwaechter-app-store-ios
type: news
news_type: rechtsprechung
topic: allgemein
event_date: 2026-07-08
published: 2026-07-16
authority_level: A
license: CC-BY-4.0
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related_topics: [dma-gatekeeper-2026, dsa-digital-services-act]
factcheck_status: ok
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# EuG T-1079/23 u.a. – Gericht der EU bestätigt Apple als DMA-Torwächter für App Store und iOS, iMessage-Klagen unzulässig

## Kurzmeldung

Das **Gericht der Europäischen Union (EuG)** hat am **8. Juli 2026** in den verbundenen Rechtssachen **T-1079/23, T-1080/23 und T-214/24 (Apple/Kommission)** entschieden: Es **bestätigt die Benennung von Apple als „Torwächter" (Gatekeeper) für den App Store und das Betriebssystem iOS** nach dem Digital Markets Act (DMA). Alle Klagen von Apple werden abgewiesen. Die verschiedenen Versionen des App Stores stuft das Gericht als **einen einzigen zentralen Plattformdienst (CPS)** ein. Die Klagen rund um die Einstufung von **iMessage** erklärt das Gericht für **unzulässig**, weil diese Einstufung allein keine verbindlichen Rechtswirkungen erzeugt (Apple wurde für iMessage nicht als Torwächter benannt).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Datum | 2026-07-08 |
| Gericht/Institution | Gericht der Europäischen Union (EuG) |
| Aktenzeichen | Verbundene Rs. T-1079/23, T-1080/23 und T-214/24 (Apple/Kommission) |
| Verfahrensart | Nichtigkeitsklage (Art. 263 AEUV) |
| Rechtsgrundlage | Verordnung (EU) 2022/1925 (Digital Markets Act, DMA); Benennungsbeschluss der EU-Kommission vom 5. September 2023 |
| Wirkung | Benennung als Torwächter für App Store und iOS bestätigt; Rechtsmittel zum EuGH binnen zwei Monaten und zehn Tagen möglich |

## Was das bedeutet

Die Entscheidung festigt die **Torwächter-Pflichten** aus dem DMA für Apples App-Store- und iOS-Ökosystem. Für App-Entwickler und Unternehmen, die ihre Dienste über iOS anbieten, bleiben damit die DMA-Vorgaben – etwa zu **Interoperabilität**, fairem Zugang und Anti-Steering – der maßgebliche Rahmen. Apples Argument, jeder einzelne App Store (iOS, iPadOS, watchOS, macOS, tvOS) sei ein eigenständiger Dienst und nur der iOS-App-Store erreiche die Schwellenwerte, ließ das Gericht nicht gelten: Alle App Stores verfolgen denselben Zweck und bilden zusammen **einen** zentralen Plattformdienst.

Für die Praxis von Digitalunternehmen in Deutschland und der EU bedeutet das: Die Benennungslogik der Kommission ist gerichtlich bestätigt, und ähnlich strukturierte Plattformbetreiber müssen damit rechnen, dass gebündelte Dienste **einheitlich** als CPS bewertet werden. Rechtssicher ist die Entscheidung noch nicht endgültig – gegen das Urteil des Gerichts ist ein auf Rechtsfragen beschränktes **Rechtsmittel zum Gerichtshof** möglich.

## Für vertiefte Information

- [DMA-Gatekeeper 2026 – Torwächter-Pflichten für große Plattformen](/fakten/dma-gatekeeper-2026.html)
- [Digital Services Act (DSA) – Pflichten für Online-Plattformen](/fakten/dsa-verordnung-plattform-nutzerrechte.html)

## Quelle

- EuG (Gericht der EU), Pressemitteilung Nr. 96/26 vom 8. Juli 2026 (verb. Rs. T-1079/23, T-1080/23, T-214/24 Apple/Kommission): https://curia.europa.eu/site/upload/docs/application/pdf/2026-07/cp260096de.pdf
- Rechtssachenübersicht T-1079/23 (curia): https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=T-1079/23

## Stand

- News-Publikation: 2026-07-16
- Ereignis-Datum: 2026-07-08
- Rechtsbereich: Allgemein / Digitalmärkte (DMA)
- Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
