PPWR EU-Verpackungsverordnung (VO 2025/40) – Anwendung 12.08.2026, Recycling-Quoten, Einweg-Verbot In Kraft
Kernfakten
| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | Verordnung (EU) 2025/40 vom 19.12.2024 (ABl. L 2025/40 vom 22.01.2025) |
| In Kraft | 11.02.2025 (20. Tag nach Veröffentlichung, Art. 71) |
| Anwendung ab | 12.08.2026 (Art. 71; Art. 67 Abs. 5 erst ab 12.02.2029) |
| Ersetzt | Richtlinie 94/62/EG – aufgehoben mit Wirkung vom 12.08.2026, mit Übergangsfortgeltung einzelner Vorschriften (Art. 70 Abs. 1) |
| Recyclingfähigkeit (Art. 6) | Grundsatz: alle Verpackungen recyclingfähig; Design-for-Recycling ab 01.01.2030 oder 24 Monate nach Inkrafttreten der delegierten Rechtsakte (späterer Zeitpunkt); ab 01.01.2038 nur noch Stufen A/B; „Recycling in großem Maßstab“ ab 01.01.2035 |
| Mindestrezyklatanteil Kunststoff (Art. 7) | ab 01.01.2030 oder 3 Jahre nach Durchführungsrechtsakt (späterer Zeitpunkt) bzw. ab 01.01.2040 |
| Kontaktempfindlich, PET-Hauptbestandteil (ohne Einweg-Getränkeflaschen) | 30 % (2030) · 50 % (2040) |
| Kontaktempfindlich, andere Kunststoffe als PET | 10 % (2030) · 25 % (2040) |
| Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff | 30 % (2030) · 65 % (2040) |
| Sonstige Kunststoffverpackungen | 35 % (2030) · 65 % (2040) |
| Beschränkte Formate (Art. 25, Anhang V) | ab 01.01.2030: Einwegkunststoff-Umverpackungen zur Bündelung an der Verkaufsstelle · Einwegkunststoff für frisches Obst/Gemüse < 1,5 kg · Einwegkunststoff für Vor-Ort-Verzehr im Gastgewerbe · Einwegkunststoff-Portionspackungen (Würzmittel, Soßen, Kaffeesahne, Zucker) im Gastgewerbe · Einweg-Hotelminiaturen (Kosmetik/Hygiene) · sehr leichte Kunststofftragetaschen (mit Ausnahmen) |
| Wiederverwendung Getränke (Art. 29 Abs. 6) | Endvertreiber: mind. 10 % in Mehrweg ab 01.01.2030; Bemühensziel 40 % ab 01.01.2040 (Ausnahmen u. a. Wein, Spirituosen, Milch – Art. 29 Abs. 7) |
| Wiederverwendung Transportverpackung (Art. 29 Abs. 1) | mind. 40 % ab 01.01.2030; Bemühensziel 70 % ab 01.01.2040 |
| To-go-Gastronomie (Art. 32, 33) | Eigenes Gefäß ermöglichen bis 12.02.2027; Mehrweg-Angebot bis 12.02.2028; ab 2030 Bemühensziel 10 % Mehrweg (Kleinstunternehmen von Art. 33 ausgenommen) |
| Pfand- und Rücknahmesysteme (Art. 50) | bis 01.01.2029 für Einweg-Kunststoffgetränkeflaschen und Einweg-Metallgetränkebehälter bis 3 l (Ziel 90 % getrennte Sammlung); Ausnahme für Mitgliedstaaten mit ≥ 80 % Sammelquote im Jahr 2026 (weitere Bedingungen) |
| Vermeidungsziele (Art. 43) | Mitgliedstaaten: Verpackungsabfall pro Kopf −5 % (2030), −10 % (2035), −15 % (2040) ggü. 2018 |
| Kennzeichnung (Art. 12) | harmonisierte Kennzeichnung mit Piktogrammen und Materialangabe ab 12.08.2028 oder 24 Monate nach Durchführungsrechtsakt (späterer Zeitpunkt) |
| Herstellerverantwortung (EPR) | Ökomodulation der Beiträge nach Recyclingfähigkeitsstufen 18 Monate nach den Rechtsakten zu Art. 6 Abs. 4/5 (Art. 6 Abs. 8) |
| Zuständige Stelle DE | Zentrale Stelle Verpackungsregister (LUCID) – bleibt nach § 48 VerpackDG bestehen |
| Nationales Recht DE | Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) vom 13.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 207), in Kraft 12.08.2026; löst das VerpackG (Fassung bis 11.08.2026) ab |
| Änderungen 2026 | Delegierter Beschluss (EU) 2026/429 (ABl. 06.05.2026): Palettenumhüllungen/Umreifungsbänder von der 100-%-Wiederverwendbarkeit nach Art. 29 Abs. 2/3 ausgenommen. Omnibus-VIII-Vorschlag (Aussetzung Bevollmächtigten-Pflicht EPR) noch nicht verabschiedet (Ratsmandat 21.10.2026) |
Was ändert sich für Hersteller und Inverkehrbringer?
Recyclingfähigkeit als Marktzugangsvoraussetzung (Art. 6): Alle in Verkehr gebrachten Verpackungen müssen recyclingfähig sein. Die Kriterien für recyclinggerechte Gestaltung gelten ab 01.01.2030 oder 24 Monate nach Inkrafttreten der delegierten Rechtsakte (die Kommission muss diese bis 01.01.2028 erlassen) – je nachdem, welcher Zeitpunkt später ist. Ab dann dürfen nur Verpackungen der Recyclingfähigkeitsstufen A, B oder C in Verkehr gebracht werden, ab 01.01.2038 nur noch A oder B. Ausgenommen sind u. a. Primärverpackungen von Arzneimitteln, kontaktempfindliche Verpackungen von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika, Säuglingsnahrung, Gefahrgutverpackungen (Art. 6 Abs. 11); für innovative Verpackungen gilt eine befristete Ausnahme (Art. 6 Abs. 10).
Mindestrezyklatanteil (Art. 7): Ab 01.01.2030 (bzw. 3 Jahre nach dem Durchführungsrechtsakt zur Berechnungsmethode) muss der Kunststoffanteil von Verpackungen – berechnet als Durchschnitt je Fertigungsbetrieb und Jahr – Post-Consumer-Rezyklat enthalten: 30 % bei kontaktempfindlichen PET-Verpackungen, 10 % bei kontaktempfindlichen Verpackungen aus anderen Kunststoffen, 30 % bei Einweg-Getränkeflaschen, 35 % bei sonstigen Kunststoffverpackungen. Ab 01.01.2040: 50 % / 25 % / 65 % / 65 %. Ausnahmen u. a. für kompostierbare Kunststoffverpackungen, Arzneimittel- und Medizinprodukteverpackungen und Kunststoffanteile unter 5 % des Verpackungsgewichts.
Verpackungsvermeidung (Art. 43): Die Mitgliedstaaten müssen die Verpackungsabfälle pro Kopf gegenüber 2018 um mindestens 5 % bis 2030, 10 % bis 2035 und 15 % bis 2040 senken. Das ist ein Ziel für die Mitgliedstaaten, keine unmittelbare Mengenvorgabe für einzelne Unternehmen.
Ökomodulation der EPR-Beiträge (Art. 6 Abs. 8): 18 Monate nach Inkrafttreten der delegierten Rechtsakte und Durchführungsrechtsakte zur Recyclingfähigkeit werden die Beiträge der Hersteller nach den Recyclingfähigkeitsstufen moduliert; eine Modulation nach Rezyklatanteil ist möglich (Art. 7 Abs. 7).
Beschränkte Verpackungsformate (Art. 25, Anhang V)
Ab 01.01.2030 dürfen Verpackungen in den in Anhang V genannten Formaten und Verwendungszwecken nicht mehr in Verkehr gebracht werden (Art. 25 Abs. 1):
- Einwegkunststoff-Umverpackungen (z. B. Schrumpffolie), die an der Verkaufsstelle zur Bündelung von Flaschen, Dosen, Gefäßen usw. als Convenience-Verpackung dienen (außer wenn zur Handhabung erforderlich)
- Einwegkunststoffverpackungen für frisches unverarbeitetes Obst und Gemüse unter 1,5 kg (Netze, Beutel, Schalen) – Mitgliedstaaten können Ausnahmen vorsehen
- Einwegkunststoffverpackungen für Speisen und Getränke, die im Gastgewerbe vor Ort befüllt und verzehrt werden (Schalen, Teller, Becher, Beutel, Kisten); Betriebe ohne Zugang zu Trinkwasser sind ausgenommen
- Einwegkunststoff-Portionsverpackungen im Gastgewerbe für Würzmittel, Aufstriche, Soßen, Kaffeesahne, Zucker und Gewürze – ausgenommen u. a. bei Speisen zum Mitnehmen und in Krankenhäusern/Pflegeeinrichtungen
- Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenartikel im Beherbergungssektor, die nur für eine einzelne Buchung bestimmt sind (z. B. Shampoo-Fläschchen)
- Sehr leichte Kunststofftragetaschen – ausgenommen, wenn aus Hygienegründen für lose Lebensmittel erforderlich bzw. als Verkaufsverpackung für lose Lebensmittel zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
Mitgliedstaaten können Kleinstunternehmen unter engen Voraussetzungen erlauben, Formate nach Anhang V Nr. 3 weiter zu verwenden (Art. 25 Abs. 4). Nationale Beschränkungen für Formate nach Anhang V Nr. 2 und 3 dürfen bis 01.01.2030 beibehalten werden (Art. 70 Abs. 4).
Wiederverwendungsziele (Art. 29) und To-go-Gastronomie (Art. 32, 33)
- Transportverpackungen (Paletten, Kisten, Kunststoffkästen, IBC, Fässer etc.): ab 01.01.2030 mindestens 40 % wiederverwendbar innerhalb eines Wiederverwendungssystems; ab 01.01.2040 Bemühensziel 70 % (Art. 29 Abs. 1). Für Transporte zwischen eigenen bzw. verbundenen Standorten und innerhalb desselben Mitgliedstaats an andere Wirtschaftsakteure gilt grundsätzlich eine 100-%-Wiederverwendbarkeit (Abs. 2, 3); Palettenumhüllungen und Umreifungsbänder sind davon durch den Delegierten Beschluss (EU) 2026/429 ausgenommen. Kartonkisten sind von Abs. 1–3 ausgenommen (Abs. 4 lit. d).
- Umverpackungen in Kistenform (außer Pappe/Karton): 10 % ab 2030, Bemühensziel 25 % ab 2040 (Art. 29 Abs. 5).
- Getränke: Endvertreiber müssen ab 01.01.2030 mindestens 10 % alkoholischer und nichtalkoholischer Getränke in wiederverwendbaren Verpackungen bereitstellen; ab 2040 Bemühensziel 40 % (Art. 29 Abs. 6). Ausgenommen sind u. a. leicht verderbliche Getränke, Milch und Milcherzeugnisse, Wein, aromatisierte Weinerzeugnisse, andere gegorene Getränke und Spirituosen (Art. 29 Abs. 7).
- To-go-Gastronomie: Bis 12.02.2027 müssen Endvertreiber das Befüllen mitgebrachter Behältnisse ermöglichen (Art. 32), bis 12.02.2028 eine Mehrweg-Option anbieten (Art. 33; Kleinstunternehmen ausgenommen); ab 2030 Bemühensziel 10 % Mehrweg-Angebot (Art. 33 Abs. 5).
Wirtschaftsakteure, die in einem Kalenderjahr höchstens 1.000 kg Verpackungen in einem Mitgliedstaat bereitstellen und Kleinstunternehmen sind, sind von den Zielen des Art. 29 ausgenommen (Art. 29 Abs. 13).
Pfandsystem — was heißt das für Deutschland?
Art. 50 verpflichtet die Mitgliedstaaten, bis 01.01.2029 Pfand- und Rücknahmesysteme für Einweg-Kunststoffgetränkeflaschen und Einweg-Metallgetränkebehälter bis 3 Liter einzurichten, um eine getrennte Sammlung von mindestens 90 % zu erreichen. Mitgliedstaaten mit einer Sammelquote von mindestens 80 % im Kalenderjahr 2026 können unter weiteren Bedingungen ausgenommen werden. Ausgenommen sind u. a. Wein, Spirituosen und Milch. Deutschland hat bereits ein bundesweites Einwegpfandsystem; nach § 46 VerpackDG beträgt das Pfand mindestens 0,25 Euro je Einweggetränkeverpackung.
Häufige Fehler
- „PPWR gilt schon seit 2025.“ Falsch — in Kraft seit 11.02.2025, aber anwendbar erst ab 12.08.2026. Bis dahin galten die nationalen Umsetzungen der Richtlinie 94/62/EG (in Deutschland das VerpackG).
- „Deutschland kann eigene Verpackungs-Regeln machen.“ Nur eingeschränkt — PPWR ist eine Verordnung (unmittelbar geltend). Nationales Recht (in DE das VerpackDG) regelt Durchführung und nutzt Spielräume, die die VO ausdrücklich lässt.
- „Alle Einweg-Verpackungen werden verboten.“ Falsch — beschränkt werden nur die Formate des Anhangs V, überwiegend Einwegkunststoff, und zwar ab 01.01.2030 (nicht 12.08.2026 und nicht 12.08.2030).
- „Recyclatanteil-Quoten gelten schon 2026.“ Falsch — Mindestrezyklatanteile gelten frühestens ab 01.01.2030.
- „Kleinstunternehmen sind komplett ausgenommen.“ Falsch — es gibt nur punktuelle Ausnahmen (z. B. Art. 29 Abs. 13, Art. 33 Abs. 4, Art. 25 Abs. 4); Recyclingfähigkeit und Kennzeichnung gelten grundsätzlich auch für sie.
- „Die PPWR wurde 2026 verschoben.“ Falsch (Stand 23.10.2026) — der Anwendungsbeginn 12.08.2026 gilt. Der Omnibus-VIII-Vorschlag zur Aussetzung der Pflicht zur Benennung eines Bevollmächtigten ist noch im Gesetzgebungsverfahren.
Änderungsverlauf
- 2026-07-13: Erstveröffentlichung durch EU-Recht-Bot. Anwendung 12.08.2026 dokumentiert, Recyclat-Quoten-Stufen 2030/2040, Einweg-Verbote Anlage V ab 12.08.2030 klargestellt. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Nexvyra EU-Recht-Bot"
- 2026-10-23: Einweg-Beschränkungen gegen Art. 25 Abs. 1 VO (EU) 2025/40 (ABl. L 2025/40, CELEX:32025R0040) korrigiert: Anhang-V-Formate gelten ab 01.01.2030, nicht ab 12.08.2030; Liste an Anhang V Nr. 1–6 angepasst (überwiegend Einwegkunststoff; erfundene Ausnahmen „Speiseeisbecher/Fast-Food-Papier“, „Hotel-Miniaturen ≤ 10 %“ entfernt; fehlende Nr. 1 Umverpackungen ergänzt; sehr leichte Tragetaschen ebenfalls ab 2030 statt „sofort mit Anwendung“). | change_type=factcheck field="einweg_verbote_anhang_v" old="ab 12.08.2030; Tragetaschen < 15 μm sofort mit Anwendung" new="ab 01.01.2030 (Art. 25 Abs. 1), Formate gem. Anhang V Nr. 1–6" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
- 2026-10-23: Rezyklatquoten gegen Art. 7 Abs. 1 und 2 korrigiert: kontaktempfindlich PET 30 %/50 %, kontaktempfindlich andere Kunststoffe 10 %/25 % (fehlte), Einweg-Getränkeflaschen 30 %/65 %, sonstige 35 %/65 %; Geltung „1.1.2030 oder 3 Jahre nach Durchführungsrechtsakt“. | change_type=factcheck field="rezyklatanteil_art7" old="kontaktsensible Kunststoffverpackung 30 %/50 %" new="PET-kontaktempfindlich 30/50 %, andere kontaktempfindlich 10/25 %" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
- 2026-10-23: Mehrwegquoten gegen Art. 29, 32, 33 korrigiert: 10 %/40 % betreffen Getränke allgemein bei Endvertreibern (Art. 29 Abs. 6; 2040 nur Bemühensziel), nicht „Kaltgetränke to-go“; Wein/Spirituosen sind ausgenommen (Art. 29 Abs. 7), keine „gesonderten Quoten“; Transportverpackung 40 % ab 2030 + Bemühensziel 70 % 2040; To-go-Pflichten Art. 32/33 ergänzt; Kleinstunternehmen-Ausnahme Art. 29 Abs. 13 präzisiert. | change_type=factcheck field="mehrweg_quoten" old="Kaltgetränke to-go 10 % bis 2030, 40 % bis 2040; Bier/Wein/Spirituosen gesonderte Quoten" new="Getränke-Endvertreiber 10 % ab 2030, Bemühensziel 40 % ab 2040; Wein/Spirituosen ausgenommen" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
- 2026-10-23: Weitere Präzisierungen gegen Volltext: Recyclingfähigkeit Art. 6 („1.1.2030 oder 24 Monate nach delegierten Rechtsakten“, Stufen A–C/ab 2038 A–B, Ausnahmen Art. 6 Abs. 11 statt „Militär“); Vermeidungsziele Art. 43 als Pro-Kopf-Ziele der Mitgliedstaaten; Ökomodulation nach Art. 6 Abs. 8 (18 Monate nach Rechtsakten) statt „ab 2028“; Kennzeichnung Art. 12 ab 12.08.2028 bzw. 24 Monate nach Durchführungsrechtsakt; Pfand Art. 50 (bis 3 l, 90 %-Ziel, 80 %-Ausnahme bezogen auf 2026); Aufhebung RL 94/62/EG mit Übergangsfortgeltung (Art. 70). | change_type=factcheck field="kernfakten_diverse" old="Recyclingfähigkeit verpflichtend ab 01.01.2030; Ökomodulation ab 2028; Reduktion Gesamt-Verpackungsmenge" new="gem. Art. 6, 12, 43, 50, 70 VO 2025/40" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
- 2026-10-23: Nationales Recht korrigiert: Widerspruch „VerpackG wird angepasst“ vs. Quellenangabe aufgelöst – VerpackDG vom 13.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 207), in Kraft 12.08.2026, löst VerpackG (Fassung bis 11.08.2026) ab; Zentrale Stelle bleibt (§ 48 VerpackDG); Pfand ≥ 0,25 € (§ 46 VerpackDG) (Quelle: gesetze-im-internet.de/verpackdg). | change_type=factcheck field="verhaeltnis_verpackungsgesetz" old="VerpackG wird angepasst; PPWR gilt direkt" new="VerpackDG vom 13.07.2026 löst VerpackG ab; PPWR gilt direkt" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
- 2026-10-23: Änderungsstand 2026 geprüft: einziger erlassener Folgerechtsakt ist der Delegierte Beschluss (EU) 2026/429 (ABl. L 2026/429 v. 06.05.2026, CELEX:32026D0429 – Ausnahme Palettenumhüllungen/Umreifungsbänder von Art. 29 Abs. 2/3); keine Verschiebung des Anwendungsbeginns. Omnibus-VIII-Vorschlag COM(2025) 982 (Aussetzung Bevollmächtigten-Pflicht) nur Ratsmandat 21.10.2026 (Rat PM 841/26), nicht verabschiedet. | change_type=factcheck field="aenderungen_2026" old="" new="DelBeschl. (EU) 2026/429; Omnibus VIII nicht verabschiedet" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
- 2026-10-23: Freigabe nach Volltextabgleich (Inkrafttreten 11.02.2025 und Anwendung 12.08.2026 nach Art. 71 bestätigt; valid_from 2026-08-12 und legal_status in_force unverändert). | change_type=factcheck field="factcheck_status" old="review_needed" new="ok" reviewed_by="Claude (Freigabe-Aufholer 23.10.2026)"
Siehe auch
- Verpackungsgesetz VerpackG
- [Green Claims Directive](/fakten/green-claims-directive-greenwashing-2026.html)
- [EU-Batterieverordnung 2023/1542](/fakten/eu-batterieverordnung-2023-1542.html)
Stand
- Stand: 2026-10-23
- Gültig ab: 2026-08-12 (Anwendung PPWR)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (VO 2025/40, Delegierter Beschluss 2026/429, VerpackDG, EU-Kommission, LUCID)
- Lizenz: CC BY 4.0
Quellen
- Verordnung (EU) 2025/40 – Volltext EUR-Lex (ABl. L 2025/40 vom 22.01.2025): https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32025R0040
- Delegierter Beschluss (EU) 2026/429 der Kommission vom 25.02.2026 (Palettenumhüllungen/Umreifungsbänder), ABl. L 2026/429 vom 06.05.2026: https://eur-lex.europa.eu/eli/dec_del/2026/429/oj
- Rat der EU – Pressemitteilung 841/26 vom 21.10.2026 (Omnibus VIII, Mandat zur Aussetzung der Bevollmächtigten-Pflicht): https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/10/21/simplification-council-agrees-negotiating-stance-to-cut-red-tape-for-small-packaging-producers/
- Alte Richtlinie 94/62/EG (Verpackungsrichtlinie) – Volltext: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:31994L0062
- EU-Kommission – PPWR-Übersicht: https://environment.ec.europa.eu/topics/waste-and-recycling/packaging-waste_de
- Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) vom 13.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 207) – Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2025/40; löst das VerpackG ab: https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/
- Zentrale Stelle Verpackungsregister – LUCID: https://www.verpackungsregister.org/