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EEG 2023 – Photovoltaik-Einspeisevergütung und Marktprämie In Kraft

Inhaltlich verantwortlich: Andreas Warkentin (warepoint-media GbR) · letzte Änderung: 2026-09-12 · letzte Prüfung: 2026-09-12 · Quellen-Autorität A Fehler melden ✉
Kurzantwort Das **Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023)** regelt die **Vergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen** in Deutschland. Maßgeblich ist der **Zeitpunkt der Inbetriebnahme**: Seit dem **1. Februar 2024** sinken die Fördersätze nach § 49 EEG 2023 **alle sechs Monate um ein Prozent**. Für Anlagen mit Inbetriebnahme **vom 01.08.2026 bis 31.01.2027** gelten bis 10 kWp **7,70 ct/kWh** bei **Teileinspeisung** und **12,22 ct/kWh** bei **Volleinspeisung**. Der einmal geltende Satz bleibt danach **20 Jahre** fest. Anlagen über **100 kWp** müssen **direktvermarkten** (Marktprämienmodell). Die **Umsatzsteuer** auf Lieferung und Installation kleiner PV-Anlagen liegt seit 01.01.2023 bei **0 %** (§ 12 Abs. 3 UStG). Zwei Änderungen, die viele Darstellungen noch nicht abbilden: Seit dem **25.02.2025** (Solarspitzengesetz) entfällt für Neuanlagen die Einspeisevergütung **für Stunden mit negativen Börsenstrompreisen**; die nicht vergüteten Zeiträume werden hinten an die 20-jährige Förderdauer angehängt. Und die **feste Einspeisevergütung für neue Anlagen unter 25 kWp soll ab 2027 entfallen** – die entsprechende EEG-Novelle war am 11.09.2026 noch im Gesetzgebungsverfahren.

Kernfakten

PunktWert
RechtsgrundlageErneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023) [gesetze-im-internet.de, EEG 2023]
Inkrafttreten Vergütungsänderung30. Juli 2022 [§ 100 EEG 2023]
Degression1 % alle sechs Monate, jeweils zum 1. Februar und 1. August, erstmals 01.02.2024 [§ 49 EEG 2023]
Maßgeblicher ZeitpunktInbetriebnahme – der dann geltende Satz bleibt 20 Jahre fest
PV-Vergütung Teileinspeisung bis 10 kWp (Inbetriebnahme 01.08.2026–31.01.2027)7,70 ct/kWh [BNetzA, Fördersätze – Einspeisevergütung; § 21 Abs. 1, § 53 EEG 2023]
PV-Vergütung Teileinspeisung 10–40 kWp6,66 ct/kWh [BNetzA, ebenda]
PV-Vergütung Teileinspeisung 40–100 kWp5,44 ct/kWh [BNetzA, ebenda]
PV-Vergütung Volleinspeisung bis 10 kWp12,22 ct/kWh [BNetzA, ebenda]
PV-Vergütung Volleinspeisung 10–100 kWp10,24 ct/kWh – gilt für die Stufe 10–40 kWp und 40–100 kWp gleichermaßen [BNetzA, ebenda]
Anzulegende Werte (Marktprämie), gleicher ZeitraumTeileinspeisung 8,10 / 7,06 / 5,84 ct/kWh, Volleinspeisung 12,62 / 10,64 / 10,64 ct/kWh [BNetzA, Anzulegende Werte – Marktprämie; § 20 EEG 2023]
Verhältnis beider WerteDie feste Einspeisevergütung liegt durchgehend genau 0,4 ct/kWh unter dem anzulegenden Wert – der Abschlag deckt die vom Netzbetreiber übernommenen Vermarktungskosten [§ 53 EEG 2023]
Anteilige BerechnungLeistungsanteile bis 10 kWp und darüber werden anteilig vergütet – bei 15 kWp Teileinspeisung also 10 kWp zu 7,70 ct und 5 kWp zu 6,66 ct (Mischsatz rund 7,36 ct/kWh)
Frühere Werte (Inbetriebnahme 30.07.2022–31.01.2024)Teileinspeisung 8,2 / 7,1 / 5,8 ct, Volleinspeisung 13,0 / 10,9 ct – gelten für Bestandsanlagen weiter, nicht für Neuanlagen
Negative Börsenstrompreiseseit 25.02.2025 keine Einspeisevergütung für diese Stunden bei Neuanlagen; die Zeiträume verlängern die 20-jährige Förderdauer [Solarspitzengesetz]
Einspeisekappung ohne Smart Meterneue Anlagen 2–100 kWp dürfen ohne intelligentes Messsystem höchstens 60 % der installierten Leistung einspeisen [Solarspitzengesetz, seit 25.02.2025]
Wechselanreiz für Bestandsanlagen+ 0,6 ct/kWh bei freiwilligem Wechsel in das neue Vergütungssystem
Geplante EEG-Novelle 2027Wegfall der festen Einspeisevergütung für Neuanlagen unter 25 kWp, Übergangsfrist bis 36 Monate mit rund 5,2 ct/kWh, 50-%-Kappungsgrenze – noch im Gesetzgebungsverfahren, Bestandsschutz für Inbetriebnahmen bis 31.12.2026
Volleinspeisung Vergütungsbindungjährliche Festlegung nötig [§ 21 Abs. 1 Nr. 3 EEG 2023]
Förderdauer20 Jahre + Restjahr [§ 25 EEG 2023]
Direktvermarktungspflichtab 100 kWp [§ 21b EEG 2023]
Direktvermarktung freiwilligunter 100 kWp Marktprämienmodell wählbar
Solarpaket I (in Kraft seit Mai 2024)Bürokratieabbau, Repowering vereinfacht, Steckersolargeräte erleichtert
Steckersolar-Anmeldungnur vereinfachte Marktstammdatenregister-Anmeldung, kein Netzbetreiber-Antrag mehr [§ 8 Abs. 5a EEG 2023]
Maximalleistung Steckersolar800 W Wechselrichter-Leistung [VDE AR-N 4105 Stand 2024]
EEG-Umlageseit 01.07.2022 entfallen für Endverbraucher
KWK-Bonusbei Erfüllung KWKG-Anforderungen
Umsatzsteuer auf PV-Lieferung/Installation0 % seit 01.01.2023 [§ 12 Abs. 3 UStG]
Voraussetzung für 0 %-USt-SatzAnlage auf/an/in Wohngebäude, öffentliches Gebäude oder gemeinnützig genutztes Gebäude bzw. < 30 kWp
Einkommensteuer-BefreiungPhotovoltaik bis 30 kWp EFH oder 15 kWp je Wohneinheit MFH steuerfrei [§ 3 Nr. 72 EStG]
Gewerbesteuer-Befreiungbei steuerbefreiten PV-Anlagen [§ 9 Nr. 3 GewStG]
AnlagenregisterMarktstammdatenregister der BNetzA Pflicht [§ 8 EEG 2023]
Anmeldefrist Marktstammdatenregisterbinnen 1 Monat nach Inbetriebnahme [§ 5 Abs. 1 MaStRV]
Bußgeld fehlende Anmeldungbis 50.000 € [§ 8 MaStRV]
Vergütungsabschlag bei Nicht-Anmeldungja, ggf. komplett [§ 52 EEG 2023]
Netzanschluss-PflichtNetzbetreiber kostenlos für Kleinanlagen [§ 8 EEG 2023]
Repoweringerleichtert seit Solarpaket I
Eigenverbrauch-Anteilbei Wohngebäuden typisch 25-35 %, mit Batterie 50-70 %

Häufige Fehler

Änderungsverlauf

Stand

Quellen

Letzte Änderung:
2026-09-12
Letzte Prüfung:
2026-09-12
In Kraft seit:
2023-01-01
Status:
In Kraft
Quellen-Autorität:
A
Lizenz:
CC BY 4.0