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BEG-Förderung Wärmepumpe in Hamburg 2026 – Landesförderung, Wasserrecht, Klimazone

Inhaltlich verantwortet von Andreas Warkentin (warepoint-media GbR) · zuletzt geprüft am 2026-07-03 · Quellenautorität A (amtliche Primärquelle) Fehler melden ✉

BEG-Förderung Wärmepumpe in Hamburg 2026 – Landesförderung, Wasserrecht, Klimazone

Kurzantwort

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahme (BEG EM) übernimmt in Hamburg — wie bundesweit — bis zu 70 % der Investitionskosten einer Wärmepumpen-Anlage im Bestand: 30 % Grundförderung + 20 % Klima-Geschwindigkeitsbonus (bei Heizungstausch bis 31.12.2028) + 20 % Einkommensbonus (bei zvE ≤ 40.000 €) — max. 30.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit im EFH. In Hamburg kommen landesspezifische Besonderheiten hinzu: IFB Hamburg foerdert WP im Rahmen des WSG-Programms mit direktem Landeszuschuss zusaetzlich zu BAFA. Bis 15.000 € pro WP + BEG-Bundesfoerderung. Zuständig für Wasserrechts-Erlaubnisse (bei Sole-Wasser-WP oder Grundwasser-WP nach §§ 8, 9 WHG) sind Behoerde fuer Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA); Untere Wasserbehoerden der Bezirke. Erdwärme-Bohrungen > 100 m fallen in Hamburg zusätzlich unter das Bundesberggesetz — zuständig ist das Landesamt fuer Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG Hannover) - zustaendig auch fuer Hamburg. Klimazone: kühl-maritim (Region 2, norddeutsche Küstenzone). Empfehlung: Maritim-mild (Winter selten unter -6 °C): Luft-WP JAZ >= 3,3 realistisch, sehr WP-freundlich.

Kernfakten

PunktWert
Rechtsgrundlage BundBundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM), Richtlinie vom 09.12.2022 (aktuelle Fassung 2026)
Grundförderung Wärmepumpe30 % der förderfähigen Kosten
Klima-Geschwindigkeitsbonus+ 20 % bei Heizungstausch bis 31.12.2028
Einkommensbonus+ 30 % bei zvE ≤ 40.000 €/Jahr (Haushaltseinkommen)
Effizienzbonus+ 5 % bei natürlichem Kältemittel (Propan R290) oder Wasser/Sole als Wärmequelle
Maximaler Fördersatz70 % (Grund + Geschwindigkeit + Einkommen) bzw. 75 % mit Effizienzbonus
Förderfähige Kosten max.30.000 € pro Wohneinheit im EFH; höher bei MFH
AntragsstelleKfW (nicht mehr BAFA seit 2024 für Heizungsförderung)
Antrag vor VorhabenbeginnPflicht — sonst Verlust der Förderung
Landesbauordnung (HH)HBauO
Landes-ZusatzförderungIFB Hamburg foerdert WP im Rahmen des WSG-Programms mit direktem Landeszuschuss zusaetzlich zu BAFA.
Zuständige WasserbehördeBehoerde fuer Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA); Untere Wasserbehoerden der Bezirke
Zuständiges Bergamt (Bohrungen > 100 m)Landesamt fuer Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG Hannover) - zustaendig auch fuer Hamburg
Klimazonekühl-maritim (Region 2, norddeutsche Küstenzone)
COP-/JAZ-EmpfehlungMaritim-mild (Winter selten unter -6 °C): Luft-WP JAZ >= 3,3 realistisch, sehr WP-freundlich
Landes-EnergieagenturZEBAU – Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt
Landes-FörderbankHamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)

Geltungsbereich und Landesbezug

Die BEG EM ist Bundesrecht und gilt in Hamburg unverändert. Bundesland-spezifisch ergänzen sich folgende Regelungen:

BEG-Fördermatrix Wärmepumpe 2026

Grundförderung 30 % — für alle förderfähigen Wärmepumpen (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser). Voraussetzung: BAFA-Systemliste-Eintrag, JAZ mindestens 3,0, hydraulischer Abgleich, sachgerechter Rückbau der Altheizung.

Klima-Geschwindigkeitsbonus + 20 % — für Heizungstausch bis 31.12.2028 aus fossilem Bestand (Öl, Gas, Kohle-Nachtspeicher) oder aus Biomasse/Gas-Hybrid älter als 20 Jahre.

Einkommensbonus + 30 % — bei zu versteuerndem Einkommen ≤ 40.000 € (Haushalt). Nachweis über Steuerbescheid der Vorvorjahre.

Effizienzbonus + 5 % — bei natürlichem Kältemittel (Propan R290) oder Wasser/Sole/Erdwärme als Wärmequelle. Ausschluss synthetischer Kältemittel (HFKW).

Maximaler Kumulationssatz: 70 % (Grund + Geschwindigkeit + Einkommen) bzw. 75 % (mit Effizienzbonus). Max. Förderfähige Kosten: 30.000 € pro Wohneinheit im EFH — daraus ergibt sich max. Zuschuss 22.500 € (75 %). Bei Mehrfamilienhaus höhere Deckelung nach Anzahl WE.

Antragsverfahren Schritt für Schritt

Schritt 1 — Energieeffizienz-Experte einbinden. Für Heizungsförderung Pflicht: eingetragen in der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE) unter energie-effizienz-experten.de. Empfehlung: Fachbetrieb + unabhängiger Berater trennen.

Schritt 2 — BAFA-Systemliste prüfen. Die geplante WP muss in der BAFA-Systemliste eingetragen sein. Nur gelistete WPs erhalten Förderung.

Schritt 3 — Wasser-/Bergrecht klären. Bei Sole-/Wasser-WP: Erlaubnis bei Behoerde fuer Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA); Untere Wasserbehoerden der Bezirke einholen. Bei Bohrung > 100 m: Anzeige beim Landesamt fuer Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG Hannover) - zustaendig auch fuer Hamburg. Wichtig: Genehmigung/Anzeige VOR KfW-Antrag.

Schritt 4 — KfW-Antrag stellen. Über das KfW-Zuschussportal (kfw.de). Antrag PRIVATPERSONEN — Antragsnummer 458 (Heizungsförderung Wohngebäude). Antrag vor Auftragsvergabe und vor Vorhabenbeginn — sonst Verlust der Förderung.

Schritt 5 — Landes-Zusatzförderung parallel. Bei Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg): IFB Hamburg foerdert WP im Rahmen des WSG-Programms mit direktem Landeszuschuss zusaetzlich zu BAFA. Kombinationsgrenzen prüfen (EU-Beihilferecht, De-minimis).

Schritt 6 — Nach Fertigstellung. Verwendungsnachweis mit Rechnungen, hydraulischer Abgleich-Protokoll, JAZ-Nachweis. KfW zahlt in einer Rate binnen 2-3 Monaten nach Verwendungsnachweis.

Häufige Fehler

Quellen

Änderungsverlauf

Siehe auch

Stand